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ID1814706900

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 18/147 Textrahmenoptionen: 16 mm Abstand oben Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 147. Sitzung Berlin, Freitag, den 18. Dezember 2015 Inhalt: Tagesordnungspunkt 22: Beratung der Unterrichtung durch den Parla- mentarischen Beirat für nachhaltige Entwick- lung: Stellungnahme des Parlamentarischen Beirates für nachhaltige Entwicklung zum Indikatorenbericht 2014 „Nachhaltige Ent- wicklung in Deutschland“ des Statistischen Bundesamtes – und – Erwartungen an den Fortschrittsbericht 2016 der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie Drucksache 18/7082 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14513 B Carsten Träger (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14513 C Birgit Menz (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . 14514 C Dr . Andreas Lenz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 14515 C Dr . Valerie Wilms (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14516 D Dr . Lars Castellucci (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 14518 C Sabine Leidig (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . 14519 C Andreas Jung (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 14520 B Bernd Westphal (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14521 D Matern von Marschall (CDU/CSU) . . . . . . . . 14522 D Jeannine Pflugradt (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 14524 B Sybille Benning (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 14525 A Tagesordnungspunkt 23: Antrag der Abgeordneten Matthias W . Birkwald, Sabine Zimmermann (Zwickau), Klaus Ernst, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Rentenniveau anheben – Für eine gute, lebensstandardsichernde Rente Drucksache 18/6878 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14526 C Matthias W . Birkwald (DIE LINKE) . . . . . . . 14526 D Karl Schiewerling (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 14529 A Harald Petzold (Havelland) (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14530 A Markus Kurth (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14530 D Klaus Ernst (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 14531 D Dr . Martin Rosemann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . 14533 C Peter Weiß (Emmendingen) (CDU/CSU) . . . . 14535 A Matthias W . Birkwald (DIE LINKE) . . . . . 14536 C Dagmar Schmidt (Wetzlar) (SPD) . . . . . . . . . 14537 D Jana Schimke (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 14539 A Ralf Kapschack (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14541 B Tagesordnungspunkt 24: Unterrichtung durch die Bundesregierung: Bericht der Bundesregierung über die Maß- nahmen zur Förderung der Kulturarbeit gemäß § 96 des Bundesvertriebenengesetzes in den Jahren 2013 und 2014 Drucksache 18/5598 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14542 D Dr . Christoph Bergner (CDU/CSU) . . . . . . . . 14542 D Sigrid Hupach (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 14544 A Hiltrud Lotze (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14545 A Ulle Schauws (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14546 D Ute Bertram (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . 14547 D Dr . Bernd Fabritius (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 14548 C Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 147 . Sitzung . Berlin, Freitag, den 18 . Dezember 2015II Tagesordnungspunkt 25: Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD: Transfer von Forschungsergebnissen und Innovationen in die Gesundheitsver- sorgung beschleunigen Drucksache 18/7044 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14549 D Stephan Albani (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 14550 A Kathrin Vogler (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 14552 A René Röspel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14553 B Kai Gehring (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . 14555 B Tino Sorge (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . 14556 C Tagesordnungspunkt 26: Erste Beratung des von den Abgeordneten Dr . Julia Verlinden, Christian Kühn (Tübin- gen), Annalena Baerbock, weiteren Abge- ordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN eingebrachten Entwurfs ei- nes Gesetzes zur Änderung des Gesetzes zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energi- en-Wärmegesetz – EEWärmeG) Drucksache 18/6885 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14558 C Dr . Julia Verlinden (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14558 C Dr . Herlind Gundelach (CDU/CSU) . . . . . . . . 14560 A Ralph Lenkert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 14562 A Dr . Nina Scheer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14563 A Dr . Andreas Lenz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 14564 B Klaus Mindrup (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14566 A Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14567 D Berichtigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14567 D Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . . 14569 A Anlage 2 Amtliche Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14569 B Textrahmenoptionen: 30,5 mm Abstand oben (A) (C) (B) (D) Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 147 . Sitzung . Berlin, Freitag, den 18 . Dezember 2015 14513 147. Sitzung Berlin, Freitag, den 18. Dezember 2015 Beginn: 9 .00 Uhr
  • folderAnlagen
    Berichtigung 146 . Sitzung, Seite 14458 B, vorletzter Absatz, ers- ter Satz, ist wie folgt zu lesen: „Wir haben außerdem eine Indexierung vorgenommen und diese im Grunde genommen identisch an die Entwicklung der absoluten Obergrenze angekoppelt, die seit 2011 gilt .“ Klaus Mindrup (A) (C) (B) (D) Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 147 . Sitzung . Berlin, Freitag, den 18 . Dezember 2015 14569 Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Bulling-Schröter, Eva DIE LINKE 18 .12 .2015 Ehrmann, Siegmund SPD 18 .12 .2015 Ernstberger, Petra SPD 18 .12 .2015 Feiler, Uwe CDU/CSU 18 .12 .2015 Gerdes, Michael SPD 18 .12 .2015 Gohlke, Nicole DIE LINKE 18 .12 .2015 Göppel, Josef CDU/CSU 18 .12 .2015 Griese, Kerstin SPD 18 .12 .2015 Janecek, Dieter BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 18 .12 .2015 Jantz, Christina SPD 18 .12 .2015 Karawanskij, Susanna DIE LINKE 18 .12 .2015 Kindler, Sven-Christian BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 18 .12 .2015 Kömpel, Birgit SPD 18 .12 .2015 Kunert, Katrin DIE LINKE 18 .12 .2015 Mast, Katja SPD 18 .12 .2015 Merkel, Dr . Angela CDU/CSU 18 .12 .2015 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Middelberg, Dr . Mathias CDU/CSU 18 .12 .2015 Nahles, Andrea SPD 18 .12 .2015 Nouripour, Omid BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 18 .12 .2015 Rachel, Thomas CDU/CSU 18 .12 .2015 Röring, Johannes CDU/CSU 18 .12 .2015 Schröder (Wiesbaden), Dr . Kristina CDU/CSU 18 .12 .2015 Spinrath, Norbert SPD 18 .12 .2015 Steinbach, Erika CDU/CSU 18 .12 .2015 Steinke, Kersten DIE LINKE 18 .12 .2015 Steinmeier, Dr . Frank- Walter SPD 18 .12 .2015 Volmering, Sven CDU/CSU 18 .12 .2015 Wagenknecht, Dr . Sahra DIE LINKE 18 .12 .2015 Walter-Rosenheimer, Beate BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 18 .12 .2015 Weber, Gabi SPD 18 .12 .2015 Wicklein, Andrea SPD 18 .12 .2015 Anlage 2 Amtliche Mitteilung ohne Verlesung Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat mit- geteilt, dass sie den Antrag zu dem Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über die Tierzucht- und Abstammungs- bestimmungen für den Handel mit Zuchttieren und deren Zuchtmaterial in der Union sowie für die Einfuhr derselben in die Union, KOM(2014) 5 endg., hier: Stellungnahme gegenüber der Bundes- regierung gemäß Artikel 23 Absatz 3 des Grund- gesetzes, Kennzeichnung von Zuchttieren und -materialien mit Klonabstammung im EU-Tier- zuchtrecht verankern auf Drucksache 18/3557 sowie den Antrag Novelle des Kraft-Wärme-Kopp- lungsgesetzes unverzüglich vorlegen auf Drucksa- che 18/3919 zurückzieht . Die folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass sie gemäß § 80 Absatz 3 Satz 2 der Geschäftsordnung von einer Berichterstattung zu den nachstehenden Vorlagen absehen: Haushaltsausschuss – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Bundesregierung über die Entwicklung der Finanzhilfen des Bundes und der Steuerver- günstigungen für die Jahre 2013 bis 2016 (25. Sub- ventionsbericht) Drucksachen 18/5940, 18/6138 Nr. 7 14570 (A) (C) (B) (D) Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken, www.satzweiss.com Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim, www.printsystem.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 147 . Sitzung . Berlin, Freitag, den 18 . Dezember 2015 Ausschuss für Wirtschaft und Energie – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht zur Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten Erforderlichkeit und Eignung abschaltbarer Las- ten, um Gefährdungen oder Störungen der Sicher- heit und Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversor- gungssystems zu beseitigen Drucksache 18/6096 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Verfahren zur Zulassung privater Bewachungsun- ternehmen auf Seeschiffen gemäß § 31 der Gewer- beordnung Erfahrungsbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Benehmen mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infra- struktur und dem Bundesministerium des Innern Drucksachen 18/6443, 18/6605 Nr. 1.5 Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reak- torsicherheit – Unterrichtung durch die Bundesregierung Programm für eine verantwortungsvolle und si- chere Entsorgung bestrahlter Brennelemente und radioaktiver Abfälle (Nationales Entsorgungspro- gramm) Drucksachen 18/5980, 18/6138 Nr. 8 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Wohngeld- und Mietenbericht 2014 Drucksachen 18/6540, 18/6708 Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass der Ausschuss die nachstehenden Uni- onsdokumente zur Kenntnis genommen oder von einer Beratung abgesehen hat . Innenausschuss Drucksache 18/642 Nr . C .3 Ratsdokument 6007/11 Drucksache 18/1393 Nr . A .18 Ratsdokument 8401/14 Drucksache 18/1393 Nr . A .19 Ratsdokument 8406/14 Drucksache 18/2533 Nr . A .17 Ratsdokument 11815/14 Drucksache 18/4152 Nr . A .3 Ratsdokument 5470/15 Drucksache 18/4504 Nr . A .2 Ratsdokument 6624/15 Drucksache 18/5982 Nr . A .4 Ratsdokument 8892/15 Drucksache 18/5982 Nr . A .5 Ratsdokument 8905/15 Drucksache 18/5982 Nr . A .6 Ratsdokument 10078/15 Drucksache 18/5982 Nr . A .9 Ratsdokument 11021/15 Drucksache 18/6417 Nr . A .17 Ratsdokument 12128/15 Drucksache 18/6417 Nr . A .18 Ratsdokument 12137/15 Finanzausschuss Drucksache 18/4749 Nr . A .27 Ratsdokument 7373/15 Haushaltsausschuss Drucksache 18/6607 Nr . A .14 Ratsdokument 12502/15 Drucksache 18/6607 Nr . A .15 Ratsdokument 12503/15 Drucksache 18/6711 Nr . A .5 Ratsdokument 13159/15 Ausschuss für Wirtschaft und Energie Drucksache 18/6146 Nr . A .9 Ratsdokument 11485/15 Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft Drucksache 18/6607 Nr . A .18 Ratsdokument 12575/15 Drucksache 18/6607 Nr . A .19 Ratsdokument 12576/15 Drucksache 18/6607 Nr . A .20 Ratsdokument 12584/15 Drucksache 18/6607 Nr . A .21 Ratsdokument 12598/15 Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Uni- on Drucksache 18/419 Nr . A .183 Ratsdokument 12730/13 Drucksache 18/3898 Nr . A .17 Ratsdokument 5080/15 Drucksache 18/4152 Nr . A .15 Ratsdokument 5711/15 Drucksache 18/4152 Nr . A .16 Ratsdokument 5712/15 Drucksache 18/5459 Nr . A .18 Ratsdokument 8876/15 Drucksache 18/5459 Nr . A .19 Ratsdokument 9435/15 147. Sitzung Inhaltsverzeichnis TOP 22 Nachhaltige Entwicklung in Deutschland TOP 23 Lebensstandardsichernde Rente TOP 24 Bericht über Förderung der Kulturarbeit TOP 25 Innovationstransfer in die Gesundheitsversorgung TOP 26 Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz Anlagen Anlage 1 Anlage 2
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Ulle Schauws


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und

    Kollegen! Wenn wir über Vertriebenenpolitik sprechen,
    müssen wir vor allen Dingen über die Kontroverse spre-
    chen, über die die Kollegin Lotze gerade schon gespro-
    chen hat, nämlich: Seit Jahren schlägt die Debatte um die
    Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung hohe Wellen;
    sie sorgt immer wieder für Unruhe .

    Wir müssen über diese Stiftung deswegen sprechen,
    weil viele zentrale Fragen weiterhin unbeantwortet sind:
    Wer wird die Stiftung, die jetzt seit einem Jahr keine
    Direktorin bzw . keinen Direktor hat, zukünftig leiten?
    Wann wird die dringend notwendige konzeptionelle Neu-
    aufstellung endlich realisiert? Hierauf warten wir bereits
    seit Jahren . Warum ist die Zusammensetzung des Stif-
    tungsrates nicht schon längst verändert worden?

    Antworten auf diese zentralen Fragen bekommen wir
    bisher keine, von der Bundesregierung zumindest nicht .

    Hiltrud Lotze

    Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 147 . Sitzung . Berlin, Freitag, den 18 . Dezember 2015 14547


    (A) (C)



    (B) (D)


    Stattdessen bekommen wir schlechte Nachrichten, und
    zwar aus den Medien . Es wird über endlose Personalque-
    relen berichtet . Es ist die Rede von mehr Belastung als
    Versöhnung, von einem würdelosen Spiel der BKM-Cha-
    ostruppe .


    (Tabea Rößner [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: So was!)


    Liebe Kolleginnen und Kollegen, Sie wissen genauso gut
    wie ich, wie schlecht solche Berichte für uns sind, gerade
    auch aus internationaler Perspektive .


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    So wird die Stiftung ihrem Zweck, einen Beitrag zur
    Versöhnung und Verständigung zu leisten, mitnichten
    gerecht .

    Aber ich sage Ihnen: Gerade jetzt, in Zeiten, in de-
    nen das Thema „Flucht und Vertreibung“ viele Menschen
    bewegt und ein beispielloses gesellschaftliches Engage-
    ment für Geflüchtete stattfindet, sollten nicht endlose
    Konflikte im Mittelpunkt stehen, sondern die Chancen
    der Stiftung . Sie könnte, wenn sie denn neu aufgestellt
    wird, zu einem wichtigen Ort des Dialogs und der Auf-
    klärung werden . Dafür ist allerdings ein entschiedenes
    Handeln der Bundesregierung erforderlich .

    Meine Damen und Herren, was muss für einen ernst-
    gemeinten Neuanfang alles getan werden? Es braucht
    eine Stiftungsleitung, die als dialogfähige Friedensstifte-
    rin nach vorne in die Zukunft schaut und nicht zurück . Es
    ist die Aufgabe der Kulturstaatsministerin, hier endlich
    eine passende Person zu finden.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Es braucht eine neue Zusammensetzung des Stiftungsra-
    tes . Alle Gruppen – alle, die von Flucht und Vertreibung
    betroffen sind – sollten hier vertreten sein, also auch der
    Zentralrat der Sinti und Roma und natürlich auch Vertre-
    terinnen und Vertreter von Migranten- und Flüchtlingsor-
    ganisationen . Dieser Schritt ist längst überfällig .


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Was wir vor allem endlich brauchen – angesichts der
    aktuellen Flüchtlingssituation umso mehr –, ist eine in-
    haltliche Neukonzeption der Stiftungsarbeit . Weltweit
    sind Millionen von Menschen vertrieben und auf der
    Flucht . Sie versuchen, ein neues Leben in Freiheit und
    Sicherheit zu finden. Sie suchen Schutz vor Krieg. Die
    Menschen, die zu uns kommen, darunter viele junge
    Leute, werden unsere Gesellschaft nachhaltig verändern .
    Die Geschichte von Flucht und Vertreibung kann deshalb
    nicht ohne diesen aktuellen Bezug verstanden werden –
    und umgekehrt . Die Stiftung sollte deshalb ihren Fokus
    erweitern und die Aufarbeitung der Vergangenheit mit
    Impulsen für Versöhnung und Austausch heute verknüp-
    fen .

    Flucht und Vertreibung und die Aufnahme von Milli-
    onen von Menschen – das ist nichts Neues für uns . Jeder
    und jede Dritte in Deutschland kommt aus einer Fami-
    lie, in der Angehörige vertrieben wurden. Ich finde, hier
    bietet sich eine riesige Chance für den Dialog zwischen
    Menschen aus unterschiedlichen Generationen und Kul-

    turen und für Begegnungen auf Augenhöhe . Denn vie-
    le ältere Menschen erinnern sich aktuell an ihre eigene
    Fluchterfahrung. Viele möchten deshalb Geflüchtete un-
    terstützen und ihre Erfahrungen an junge Menschen wei-
    tergeben . Gerade die eigene Vertreibungsgeschichte führt
    doch zu viel Empathie gegenüber denjenigen, die jetzt zu
    uns kommen .


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Junge Menschen verbinden mit dem Thema Flucht
    jetzt vor allem die aktuelle Situation in Syrien . Ihr Inte-
    resse an einer Auseinandersetzung mit den Ursachen für
    Flucht und Vertreibung in der Vergangenheit kann durch
    den Bezug zur aktuellen Situation geweckt werden . Da-
    für braucht es aber ein Zentrum, das Flucht und Vertrei-
    bung über die singuläre Leidensgeschichte einzelner
    Völker hinaus als Phänomen aufzeigt, das alle betrifft .


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Nur so kann die Stiftung zu einem Forum werden, in dem
    über Mechanismen von Terror, Krieg und Nationalismus
    aufgeklärt wird – in Geschichte und in Gegenwart . Im
    besten Fall könnte so das Erlebte Generationen und Her-
    kunft verbinden . Es kann vielleicht sogar zu einem Ort
    werden, in dem so etwas wie gelebte Humanität vermit-
    telt wird .

    Ich möchte die Frau Kulturstaatsministerin ausdrück-
    lich auffordern, beim Thema „Stiftung Flucht, Vertrei-
    bung und Versöhnung“ die bisher verpassten Chancen
    für einen ernstgemeinten Neuanfang endlich zu ergreifen
    und nicht erneut wieder verstreichen zu lassen .

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine friedvolle
    Zeit .


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)




Rede von Petra Pau
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (DIE LINKE.)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (DIE LINKE.)

Das Wort hat die Kollegin Ute Bertram für die CDU/

CSU-Fraktion .


(Beifall bei der CDU/CSU)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Ute Bertram


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und

    Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Das Thema
    „Flucht und Flüchtlinge“ ist seit Monaten in aller Munde .
    Wenn wir sehen, wie viele Menschen heute in Deutsch-
    land Schutz suchen, erkennen viele Deutsche Parallelen
    zur eigenen Familiengeschichte .

    Denn nach dem Zweiten Weltkrieg kamen aus den
    ehemaligen deutschen Gebieten gut 14 Millionen Flücht-
    linge und Heimatvertriebene ins heutige Bundesgebiet .
    Später folgten die deutschstämmigen Aussiedler aus dem
    östlichen Europa und den Nachfolgestaaten der Sowjet-
    union . Sie alle standen vor der Aufgabe, sich hier eine
    neue Heimat zu schaffen, ohne ihre Wurzeln zu verleug-
    nen . Eine Allensbach-Studie hat erst dieses Jahr bestä-
    tigt: Jeder vierte Deutsche hat dazu einen persönlichen
    oder familiären Bezug .

    Welche Rolle die alte Heimat bis heute spielt, sehe ich
    in meinem Wahlkreis Hildesheim . Tausende von Schle-

    Ulle Schauws

    Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 147 . Sitzung . Berlin, Freitag, den 18 . Dezember 201514548


    (A) (C)



    (B) (D)


    siern bauten sich bei uns eine neue Heimat auf, und bis
    heute gibt es einen regen kulturellen Austausch mit der
    Herkunftsregion im Riesengebirge rund um die Stadt
    Hirschberg . Es ist beeindruckend, was die Heimatver-
    triebenen und ihre Organisationen bis heute leisten, vor
    allem auch für die Verständigung mit unseren osteuropä-
    ischen Nachbarn .

    Allerdings stirbt die Generation derer, die sich noch
    aus eigenem Erleben an Hirschberg oder an die anderen
    Herkunftsorte des deutschen Ostens erinnern können,
    aus . Wir stehen deshalb vor der großen Herausforderung,
    die Jugend für das gemeinsame Engagement mit Osteu-
    ropa zu gewinnen . Hier müssen die Schulen noch mehr
    tun . Denn für unser nationales Selbstverständnis spielt
    dieser Teil der deutschen Geschichte eine entscheidende
    Rolle .

    Die unmittelbare Pflege des Kulturgutes der Her-
    kunftsgebiete ist damit eng verbunden . Seit 1953 en-
    gagiert sich der Bund für die Förderung von Archiven,
    Museen, Bibliotheken, Wissenschaft und Forschung im
    östlichen Europa . Wie wichtig uns diese Förderung ist,
    haben wir noch einmal im Koalitionsvertrag verankert .

    Wir sprechen heute über das Engagement des Bundes
    in den Jahren 2013/14 . Der Bericht belegt eindrucksvoll
    die Vielfalt der Vorhaben zur deutschen Kultur und zur
    Geschichte im östlichen Europa . Im Vergleich zum Be-
    richtszeitraum 2011/12 konnten wir die Förderung um
    mehr als 30 Prozent auf insgesamt 43,5 Millionen Euro
    aufstocken . Mit weiteren 1,7 Millionen Euro unterstützt
    das Bundesministerium des Innern im gleichen Zeitraum
    die verständigungspolitische Arbeit der Vertriebenen .
    Das ist ein deutliches Zeichen unserer hohen Wertschät-
    zung für das kulturelle Erbe im östlichen Europa .

    Freilich will ich nicht verhehlen, dass wir die starken
    Kürzungen in diesem Bereich aus der Regierungszeit von
    Rot-Grün noch nicht vollständig überwunden haben . In-
    sofern, Frau Lotze und Frau Schauws, kann ich es nicht
    akzeptieren, dass Sie hier Kritik anbringen .


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Bei uns Christdemokraten ist dieses Thema nämlich
    ganz oben angesiedelt . Die Bundeskanzlerin Angela
    Merkel hat es sich letztes Jahr nicht nehmen lassen, nach
    Schweidnitz und Kreisau in Schlesien zu fahren . 1989
    nahm Helmut Kohl mit dem damaligen polnischen Re-
    gierungschef Tadeusz Mazowiecki an der Kreisauer
    Versöhnungsmesse teil . Der Friedensgruß zwischen den
    beiden gilt als der symbolische Ausgang des Versöh-
    nungsprozesses nach dem Fall des Eisernen Vorhangs .

    25 Jahre später feierte die Bundeskanzlerin dort das
    Mauerfalljubiläum . Auf dem Gut der Familie Moltke
    verschwor sich einst der berühmte Kreisauer Kreis gegen
    Hitler . Heute ist daraus, auf Wunsch Deutschlands, eine
    deutsch-polnische Jugendbegegnungsstätte geworden .
    Weil wir wissen, dass Kulturarbeit Brücken schlägt, för-
    dern wir als Parlament noch weitere Projekte . Als Bei-
    spiel möchte ich den Kulturhauptstadtexpress nach Bres-
    lau anführen, Europäische Kulturhauptstadt 2016 . Auch
    dort wird deutsch-polnische Kulturarbeit lebendig; denn
    die deutsche Geschichte der Stadt wird auch im Kultur-

    hauptstadtprogramm vorkommen, genauso wie die deut-
    schen Minderheiten .

    Das Thema bleibt aktuell in Bezug auf unsere östli-
    chen Nachbarn, und es wird aktuell in Bezug auf unser
    Zusammenleben mit allen Tausenden Flüchtlingen, die
    heute zu uns kommen . Ich hoffe, dass all jene, die sich
    seit Jahren für die Vertriebenen engagieren, ihr vieles
    Wissen nun mit einbringen . Denn wer weiß, was Flucht
    und Vertreibung für das eigene Leben bedeuten, der kann
    auch den heute ankommenden Flüchtlingen helfen .

    Ich wünsche Ihnen allen eine gesegnete Weihnachts-
    zeit .

    Vielen Dank .


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)