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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 17/150 Birgit Homburger (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . ben), weiterer Abgeordneter und der Frak- Inhaltsverzeichnis Bärbel Höhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Frank Schwabe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Thomas Gebhart (CDU/CSU) . . . . . . . . . Eva Bulling-Schröter (DIE LINKE) . . . . . . . . Dr. Hermann E. Ott (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Josef Göppel (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Ulrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Andreas Jung (Konstanz) (CDU/CSU) . . . . . Tagesordnungspunkt 29: tion der SPD: Sofortige Ost-West-An- gleichung von pauschal bewerteten Versicherungszeiten beim Erwerb von Entgeltpunkten für die Rentenversiche- rung vornehmen (Drucksache 17/6487) . . . . . . . . . . . . . . . d) Antrag der Abgeordneten Dr. Martina Bunge, Matthias W. Birkwald, Dr. Gregor Gysi, weiterer Abgeordneter und der Frak- tion DIE LINKE: Bund-Länder-Arbeits- gruppe zur Korrektur der Überleitung von DDR-Alterssicherungen in bundes- deutsches Recht (Drucksache 17/7034) . . . . . . . . . . . . . . . Iris Gleicke (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hans-Joachim Fuchtel, Parl. Staatssekretär 18004 B 18005 B 18006 A 18007 C 18008 D 18009 D 18010 D 18011 D 18013 B 18015 A 18015 A 18015 B Deutscher B Stenografisch 150. Sitz Berlin, Freitag, den 16 I n h a l Zusatztagesordnungspunkt 9: Abgabe einer Regierungserklärung durch den Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: zu den Ergebnissen des Klimagipfels in Durban . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Norbert Röttgen, Bundesminister BMU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Matthias Miersch (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . Dr. Christian Ruck (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Ulrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Renate Künast (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . b c 17991 A 17991 B 17995 D 17997 B 17998 D 17999 D 18001 A 18002 C a) Beratung der Großen Anfrage der Abge- ordneten Silvia Schmidt (Eisleben), Anette Kramme, Gabriele Hiller-Ohm, weiterer undestag er Bericht ung . Dezember 2011 t : Abgeordneter und der Fraktion der SPD: Zwanzig Jahre Rentenüberleitung – Perspektiven für die Schaffung eines einheitlichen Rentenrechts in Deutsch- land (Drucksachen 17/5540, 17/7393) . . . . . . . ) Antrag der Abgeordneten Iris Gleicke, Anette Kramme, Silvia Schmidt (Eisle- ben), weiterer Abgeordneter und der Frak- tion der SPD: Einsetzung einer Bund- Länder-Arbeitsgruppe zur Vorbereitung eines „Rentenüberleitungsabschlussge- setzes“ und zur Einrichtung eines „Här- tefallfonds“ (Drucksache 17/6486) . . . . . . . . . . . . . . . ) Antrag der Abgeordneten Iris Gleicke, Anette Kramme, Silvia Schmidt (Eisle- 18014 D 18014 D BMAS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hans-Joachim Hacker (SPD) . . . . . . . . . . . . . 18017 A 18018 D II Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 150. Sitzung. Berlin, Freitag, den 16. Dezember 2011 Hans-Joachim Fuchtel, Parl. Staatssekretär BMAS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Martina Bunge (DIE LINKE) . . . . . . . . . . Dr. Heinrich L. Kolb (FDP) . . . . . . . . . . . . . . Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . Arnold Vaatz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Maria Michalk (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Silvia Schmidt (Eisleben) (SPD) . . . . . . . . . . Miriam Gruß (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Matthias W. Birkwald (DIE LINKE) . . . . . . . Eckhardt Rehberg (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Matthias W. Birkwald (DIE LINKE) . . . . . . . Eckhardt Rehberg (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Patrick Kurth (Kyffhäuser) (FDP) . . . . . . . . . Peter Weiß (Emmendingen) (CDU/CSU) . . . Matthias W. Birkwald (DIE LINKE) . . . . . Tagesordnungspunkt 30: a) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2011 (Drucksache 17/7711) . . . . . . . . . . . . . . . . b) Beschlussempfehlung und Bericht des In- nenausschusses zu dem Antrag der Abge- ordneten Roland Claus, Dr. Dietmar Bartsch, Herbert Behrens, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Staatsmi- nister für Ostdeutschland bestellen (Drucksachen 17/5522, 17/6242) . . . . . . . Dr. Christoph Bergner, Parl. Staatssekretär BMI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Iris Gleicke (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Thomas Feist (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Patrick Kurth (Kyffhäuser) (FDP) . . . . . . . . . Dr. Dietmar Bartsch (DIE LINKE) . . . . . . . . Stephan Kühn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Manfred Behrens (Börde) (CDU/CSU) . . . . . Daniela Kolbe (Leipzig) (SPD) . . . . . . . . . . . Arnold Vaatz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 31: a) Antrag der Abgeordneten Heidrun Bluhm, Halina Wawzyniak, Dr. Dietmar Bartsch, weiterer Abgeordneter und der Fraktion b H D In S D P M P T A N A N z in (D D S G D H N A L A N R re S n A A 18019 B 18019 C 18021 B 18022 B 18022 D 18024 D 18026 C 18028 C 18029 B 18030 D 18032 B 18032 D 18033 A 18034 B 18035 D 18036 C 18036 D 18037 A 18038 B 18039 C 18040 B 18041 D 18043 B 18044 C 18045 D 18046 D DIE LINKE: Mietrecht sozial gerecht weiterentwickeln (Drucksache 17/4837) . . . . . . . . . . . . . . . ) Antrag der Abgeordneten Katrin Kunert, Katja Kipping, Dr. Kirsten Tackmann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Mindeststandards bei der Angemessenheit der Kosten der Unter- kunft und Heizung (Drucksache 17/7847) . . . . . . . . . . . . . . . eidrun Bluhm (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . r. Jan-Marco Luczak (CDU/CSU) . . . . . . . . go Egloff (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . tephan Thomae (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . aniela Wagner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . aul Lehrieder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . ichael Groß (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ascal Kober (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . agesordnungspunkt 32: ntrag der Abgeordneten Dr. Konstantin von otz, Nicole Maisch, Tabea Rößner, weiterer bgeordneter und der Fraktion BÜND- IS 90/DIE GRÜNEN: Grundrechte schüt- en – Datenschutz und Verbraucherschutz sozialen Netzwerken stärken rucksache 17/8161) . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Konstantin von Notz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . tephan Mayer (Altötting) (CDU/CSU) . . . . erold Reichenbach (SPD) . . . . . . . . . . . . . . r. Erik Schweickert (FDP) . . . . . . . . . . . . . . alina Wawzyniak (DIE LINKE) . . . . . . . . . ächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . nlage 1 iste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . nlage 2 euabdruck einer zu Protokoll gegebenen ede zur Beratung des Antrags: Menschen- chte und Demokratie in den Staaten des üdkaukasus fördern (149. Sitzung, Tagesord- ungspunkt 24) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . nlage 3 mtliche Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18048 B 18048 B 18048 C 18049 C 18051 B 18052 B 18052 D 18053 D 18055 B 18056 A 18057 A 18057 B 18058 A 18060 D 18062 B 18063 C 18064 D 18065 A 18065 D 18066 D Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 150. Sitzung. Berlin, Freitag, den 16. Dezember 2011 17991 (A) ) )(B) 150. Sitz Berlin, Freitag, den 16 Beginn: 9.0
  • folderAnlagen
    Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 150. Sitzung. Berlin, Freitag, den 16. Dezember 2011 18065 (A) ) )(B) Anlagen auch mit Nichtregierungsorganisationen. Mücke, Jan FDP 16.12.2011 rechten im Südkaukasus vorgelegt haben. Auch wir Grü- nen beschäftigen uns intensiv mit den Staaten im Süd- kaukasus. Ich selbst bereiste in den letzten beiden Jahren alle drei Länder und führte ausführliche Gespräche so- wohl mit offiziellen Vertreterinnen und Vertretern als Lindner, Christian FDP 16.12.2011 Dr. Lotter, Erwin FDP 16.12.2011 Anlage 1 Liste der entschuldigte A G w s T rä d g m Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Andreae, Kerstin BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 16.12.2011 Bätzing-Lichtenthäler, Sabine SPD 16.12.2011 Bockhahn, Steffen DIE LINKE 16.12.2011 Breil, Klaus FDP 16.12.2011 Dağdelen, Sevim DIE LINKE 16.12.2011 Dörflinger, Thomas CDU/CSU 16.12.2011 Ehrmann, Siegmund SPD 16.12.2011 Fischer (Karlsruhe- Land), Axel E. CDU/CSU 16.12.2011 Freitag, Dagmar SPD 16.12.2011 Friedhoff, Paul K. FDP 16.12.2011 Golze, Diana DIE LINKE 16.12.2011 Hempelmann, Rolf SPD 16.12.2011 Herlitzius, Bettina BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 16.12.2011 Höferlin, Manuel FDP 16.12.2011 Höger, Inge DIE LINKE 16.12.2011 Holmeier, Karl CDU/CSU 16.12.2011 Knoerig, Axel CDU/CSU 16.12.2011 Kolbe, Manfred CDU/CSU 16.12.2011 Dr. Koschorrek, Rolf CDU/CSU 16.12.2011 Lange, Ulrich CDU/CSU 16.12.2011 Dr. Lauterbach, Karl SPD 16.12.2011 Lay, Caren DIE LINKE 16.12.2011 N N N P S D S S W W W W Z Z A (C (D Anlagen zum Stenografischen Bericht n Abgeordneten nlage 2 Neuabdruck einer zu Protokoll gegebenen Rede zur Beratung des Antrags: Menschenrechte und Demokratie in den Staaten des Südkaukasus fördern (149. Sitzung, Tagesordnungspunkt 24) Viola von Cramon-Taubadel (BÜNDNIS 90/DIE RÜNEN): Europa und besonders auch Deutschland idmen der Region Südkaukasus zu wenig Aufmerk- amkeit. Der Kaukasus wird im Allgemeinen nur als ransitstrecke für Pipelines wahrgenommen. Oder er ge- t in die Schlagzeilen, wenn es richtig kracht, wie bei er kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Geor- ien und Russland im August 2008. Deshalb freue ich ich, dass die Linken einen Antrag zu den Menschen- ešković, Wolfgang DIE LINKE 16.12.2011 ietan, Dietmar SPD 16.12.2011 ink, Manfred SPD 16.12.2011 oß, Joachim SPD 16.12.2011 chlecht, Michael DIE LINKE 16.12.2011 r. Schwanholz, Martin SPD 16.12.2011 taffeldt, Torsten FDP 16.12.2011 üßmair, Alexander DIE LINKE 16.12.2011 ellenreuther, Ingo CDU/CSU 16.12.2011 erner, Katrin DIE LINKE 16.12.2011 icklein, Andrea SPD 16.12.2011 olff (Wolmirstedt), Waltraud SPD 16.12.2011 apf, Uta SPD 16.12.2011 immermann, Sabine DIE LINKE 16.12.2011 bgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich 18066 Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 150. Sitzung. Berlin, Freitag, den 16. Dezember 2011 (A) ) )(B) Zunächst zur Außenpolitik. Bereits im Mai 2009 ha- ben die Mitgliedstaaten der EU im Rahmen der Europäi- schen Nachbarschaftspolitik, ENP, das an die regionalen Bedingungen angepasste Programm der Östlichen Part- nerschaft, ÖP, aufgelegt. Das übergeordnete Ziel dieser Partnerschaft lautet, durch die Förderung von Marktwirt- schaft und Demokratie die östlichen Nachbarstaaten der EU nachhaltig zu stabilisieren. Mithilfe der jetzt aufge- legten Neuausrichtung sollen mittels einer stärkeren Konditionalisierung von EU-Hilfen demokratische Re- formprozesse gestärkt werden. Bei Nichteinhaltung von Menschenrechts- und Demokratiestandards sollen EU- Finanzhilfen gekürzt werden und möglicherweise auch Sanktionen greifen. Das heißt umgekehrt, dass die Um- setzung der Reformschritte durch die Partnerländer durch eine zielgerichtete Erhöhung der EU-Unterstüt- zung belohnt wird. „Die Menschen in den Partnerstaaten müssen direkt vom politischen Wandel in ihrem Land profitieren“, so antwortete die Bundesregierung in unserer Kleinen An- frage zur Neuausrichtung der Europäischen Nachbar- schaftspolitik. Wir fordern daher die Stärkung der Zu- sammenarbeit mit der Zivilgesellschaft. Ich beginne mit Georgien. Ich stimme den Kollegin- nen und Kollegen der Linksfraktion in einem Punkt zu: Die Menschenrechtslage in Georgien hat sich in den letzten Jahren leider verschlechtert. Wir bewerten die au- toritären Tendenzen des Saakaschwili-Regimes sehr kri- tisch. Die Bereitschaft des Präsidenten Saakaschwili, für seinen Machterhalt auf repressive Mittel zurückzugrei- fen, erregt große Besorgnis. Die Schere zwischen Arm und Reich ist größer geworden. Die Regierung ignoriert die sozialen Fragen weitgehend. Anzuerkennen sind die Erfolge, die Saakaschwili in der Korruptionsbekämp- fung erzielt hat. So liegt Georgien jetzt auf Platz 68, nachdem es 2005 noch auf Platz 130 von 178 bewerteten Ländern lag. Aber dieser Erfolg kann nicht davon ablen- ken, dass soziale Mindeststandards und Umverteilungs- instrumente fehlen. Die Arbeitslosigkeit liegt bei etwa 17 Prozent, und etwa 30 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Wir fordern die Bundesre- gierung auf, sich gegenüber der georgischen Regierung für mehr Vielfalt in der politischen Landschaft und vor allem auch für die Freilassung aller politischen Gefange- nen einzusetzen. Die Lage der Binnenflüchtlinge ist noch immer unbe- friedigend. 60 Millionen Euro erhält Georgien im Zeit- raum 2011 bis 2013 aus dem Nachbarschafts- und Part- nerschaftsinstrument der EU. Diese Mittel sollen nach Auskunft der Bundesregierung unter anderem für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Binnenver- triebenen aufgewendet werden. Armenien, das kleinste der drei südkaukasischen Staa- ten, kämpft nicht erst seit der Wirtschaftskrise 2008 ums wirtschaftliche Überleben. Die Industrie ist unterentwi- ckelt, investiert wurde vor allem im Bausektor, die Ab- hängigkeit von Überweisungen aus der Diaspora ist immens. Ebenso verhindern Nepotismus, Korruption – Armenien nimmt nach Transparency International im Jahr 2010 Platz 134 von 178 ein – und ein ineffizientes Steuersystem eine positive Wirtschaftsentwicklung. Der Ombudsmann für Menschenrechte beklagt eklatante Men- s P S L s G u K w E g G A D s fr C z ra s g s v s D P e a E E d E a s J M m g a M A (C (D chenrechtsverletzungen wie Folter, Misshandlungen auf olizeiwachen, in Gefängnissen und der Psychiatrie. eine Berichte führen leider kaum zu Veränderungen. Aserbaidschan ist das größte und bevölkerungsreichste and des Südkaukasus. Die aserbaidschanische Wirt- chaft hängt an der Erdöl- und Erdgasindustrie. Das ist der rund für eine beeindruckende Wirtschaftsentwicklung nd positive Außenwirtschaftsdaten. Die Kolleginnen und ollegen von der Linksfraktion loben Aserbaidschan, eil die Regierung viel Geld in Sozialprogramme pumpt. s ist sicher richtig, dass die Armut in Aserbaidschan auf- rund der Einnahmen aus Öl und Gas geringer ist als in eorgien oder Armenien, aber sehr viel Geld fließt in die ufrüstung, allein 2010 sind es knapp 1,5 Milliarden US- ollar. Präsident Ilham Alijew regiert autokratisch. Die tarke Einschränkung von Medien- und Versammlungs- eiheit in Aserbaidschan beeinträchtigt die demokratische hancengleichheit. Die seit langem verzögerte Umset- ung von eigens unterschriebenen Vorgaben des Europa- tes, insbesondere hinsichtlich der Medienfreiheit, muss charf kritisiert werden. Eine ganze Reihe führender Mit- lieder von Oppositionsparteien sowie weitere Aktivisten itzen in Untersuchungshaft. Blogger werden bedroht und erfolgt. Daher schließe ich mich den Forderungen des Aus- chusses für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe des eutschen Bundestages an und setze mich innerhalb der arlamentarischen Versammlung des Europarates dafür in, gegenüber Aserbaidschan darauf hinzuwirken, sich n die selbst auferlegten Standards als Mitglied des uroparates zu halten und umfassende Maßnahmen zur inhaltung der Europäischen Konvention zum Schutz er Menschenrechte und Grundfreiheiten einzuleiten. in wichtiger Schritt wäre in diesem Zusammenhang vor llem, Christoph Strässer, dem Beauftragten für politi- che Gefangene im Europarat, endlich – nach über zwei ahren Wartezeit – ein Visum für seine Fact-finding- ission in Aserbaidschan zu erteilen. „Die Menschen in den Partnerstaaten im Südkaukasus üssen von den Reformen profitieren.“ Lassen Sie uns emeinsam daran arbeiten, unter dem Dach einer neu usgerichteten Europäischen Nachbarschaftspolitik den enschen vor Ort eine Perspektive zu geben. nlage 3 Amtliche Mitteilungen Auswärtiger Ausschuss – Unterrichtung durch die Delegation des Deutschen Bundes- tages in der Ostseeparlamentarierkonferenz 18. Jahrestagung der Ostseeparlamentarierkonferenz vom 30. August bis 1. September 2009 in Nyborg, Däne- mark – Drucksachen 17/2112, 17/7417 Nr. 2 – – Unterrichtung durch die Delegation des Deutschen Bundes- tages in der Ostseeparlamentarierkonferenz 19. Jahrestagung der Ostseeparlamentarierkonferenz vom 29. bis 31. August 2010 in Mariehamn, Aland In- seln, Finnland – Drucksachen 17/6866, 17/7417 Nr. 3 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 150. Sitzung. Berlin, Freitag, den 16. Dezember 2011 18067 (A) (C) )(B) – Unterrichtung durch die deutsche Delegation in der Euro- päischen Versammlung für Sicherheit und Verteidigung/ Versammlung der Westeuropäischen Union Tagung der Versammlung vom 9. bis 10. Mai 2011 in Paris – Drucksachen 17/7147, 17/7548 Nr. 1 – – Unterrichtung durch die deutsche Delegation in der Euro- päischen Versammlung für Sicherheit und Verteidigung/ Versammlung der Westeuropäischen Union Tagung der Versammlung vom 30. November bis 2. De- zember 2011 in Paris – Drucksachen 17/7148, 17/7548 Nr.2 – Rechtsausschuss Drucksache 17/1492 Nr. A.11 Ratsdokument 8155/10 Drucksache 17/7091 Nr. A.3 Ratsdokument 13003/11 Finanzausschuss Drucksache 17/7713 Nr. A.7 EP P7_TA-PROV(2011)0436 Haushaltsausschuss Drucksache 17/2580 Nr. A.5 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Bundesregierung über die Tätigkeit der Westeuropäischen Union für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 – Drucksache 17/7234, 17/7702 Nr. 1 – Finanzausschuss – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht über die aktualisierten Stabilitäts- und Konver- genzprogramme 2010/2011 der EU-Mitgliedstaaten – Drucksachen 17/ 7059, 17/7417 Nr. 6 – Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass der Ausschuss die nachstehenden Unionsdokumente zur Kenntnis genommen oder von ei- ner Beratung abgesehen hat. Auswärtiger Ausschuss Drucksache 17/7423 Nr. A.8 Ratsdokument 14048/11 Innenausschuss Drucksache 17/6985 Nr. A.11 Ratsdokument 13201/11 Drucksache 17/7423 Nr. A.9 Ratsdokument 14287/11 Drucksache 17/7423 Nr. A.10 Ratsdokument 14357/11 Drucksache 17/7423 Nr. A.11 Ratsdokument 14358/11 Drucksache 17/7423 Nr. A.12 Ratsdokument 14359/11 Drucksache 17/7549 Nr. A.1 Ratsdokument 14917/11 Drucksache 17/7713 Nr. A.4 EP P7_TA-PROV(2011)0443 Drucksache 17/7918 Nr. A.2 Ratsdokument 16049/11 (D Ratsdokument 10561/10 Drucksache 17/3955 Nr. A.6 Ratsdokument 15285/10 Drucksache 17/4927 Nr. A.14 Ratsdokument 5129/11 Drucksache 17/6985 Nr. A.19 Ratsdokument 11775/11 Drucksache 17/6985 Nr. A.20 Ratsdokument 11779/11 Drucksache 17/6985 Nr. A.22 Ratsdokument 12726/11 Drucksache 17/7549 Nr. A.4 Ratsdokument 15188/11 Drucksache 17/7713 Nr. A.8 Ratsdokument 15527/11 Verteidigungsausschuss Drucksache 17/6407 Nr. A.21 Ratsdokument 10212/11 Drucksache 17/6985 Nr. A.52 Ratsdokument 12663/11 Drucksache 17/7423 Nr. A.33 Ratsdokument 10400/11 Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Drucksache 17/5302 Nr. A.10 Ratsdokument 7226/11 Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Drucksache 17/2994 Nr. A.51 Ratsdokument 12603/10 Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union Drucksache 17/4598 Nr. A.23 Ratsdokument 18247/10 Drucksache 17/6985 Nr. A.72 EP P7_TA-PROV(2011)0331 150. Sitzung Inhaltsverzeichnis ZP 9 Regierungserklärung zu den Ergebnissen des Klimagipfels TOP 29Rentenüberleitungsrecht TOP 30Stand der Deutschen Einheit 2011 TOP 31Mietrecht TOP 32Grundrechtsschutz in sozialen Netzwerken Anlagen
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    Rede von: Unbekanntinfo_outline


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    Das alles

    ind unsere engsten Partner neben anderen Ländern, aber
    h möchte auch hier betonen, dass es auf dem Gebiet
    er Klimapolitik eine engste, vertrauensvollste und
    uchtbarste Zusammenarbeit insbesondere auch mit
    em Vereinigten Königreich gibt. Auf diesem Gebiet ha-
    en wir eine besonders enge und wirkungsvolle Partner-
    chaft.

    Ein Teil und ein wesentliches Element dieser europäi-
    chen Strategie, die wir hatten und die funktioniert hat,
    eben der Geschlossenheit war, dass wir erstmalig eine

    Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 150. Sitzung. Berlin, Freitag, den 16. Dezember 2011 17993

    Bundesminister Dr. Norbert Röttgen


    (A) )


    )(B)

    strategische Partnerschaft Europas mit den am wenigsten
    entwickelten Ländern dieser Welt und mit den sogenann-
    ten kleinen Inselstaaten, AOSIS, entwickelt haben, ein-
    gegangen sind und auch zur Geltung gebracht haben.
    Ohne diese Partnerschaft, ohne das politische und mora-
    lische Gewicht dieser Länder und Europas wäre der Er-
    folg nicht erreicht worden.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


    Wir hätten es alleine nicht geschafft. Nur zusammen
    mit so kleinen und unter machtpolitischen Gesichtspunk-
    ten bedeutungslosen Ländern, die aber eine authentische
    Stimme der Betroffenheit und des ehrlichen Engage-
    ments haben, wurde dieser Erfolg erreicht, weil die soge-
    nannten BASIC-Staaten China, Indien, Brasilien und
    auch Südafrika, das die Präsidentschaft innehatte, von
    deren Stimme und von deren Anklage – „Ihr lasst uns im
    Stich“ – beeindruckt waren.

    Darum möchte ich hier sagen – ich glaube, dass wir
    darin übereinstimmen; es war ja auch eine Delegation
    des Bundestages dort –: Diese strategische Partnerschaft
    wird über den Tag dieser Konferenz hinaus Bedeutung
    haben. Sie muss sie haben; denn sie ist ein ganz wesent-
    licher Ertrag, den wir mit unserer internationalen Klima-
    diplomatie erreicht haben. Wir werden diese Partner-
    schaft weiter pflegen und einsetzen, weil sie weiterhin
    erfolgreich und notwendig sein wird.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


    Ich möchte auf die einzelnen wichtigsten Ergebnisse
    der Konferenz eingehen, sie darstellen und natürlich
    auch bewerten. Das, was aus meiner Sicht, aus deutscher
    Sicht, aus europäischer Sicht den Erfolg schlechthin aus-
    macht, ist, dass es nunmehr ein globales Klimaschutzab-
    kommen für alle Länder geben wird. Es war das zentrale
    Ziel unserer Verhandlungen, dass es ein Regelungssys-
    tem gibt, ein – wir kennen die Redewendung aus den
    Kopenhagener Vorverhandlungen und Verhandlungen –
    bindendes Rechtsinstrument für alle. Das ist eine funda-
    mentale Neuordnung der internationalen Klimapolitik.

    Sie war bislang davon geprägt, dass es die Verpflich-
    tungen einiger weniger Industrieländer gibt, aus denen
    sich immer mehr Industrieländer zurückgezogen haben.
    Wir alle haben das inakzeptable Verhalten von Kanada
    jetzt zur Kenntnis nehmen müssen, nicht nur die Ankün-
    digung wahrzumachen, an einer zweiten Periode nicht
    teilzunehmen, sondern auch aus der bestehenden völker-
    rechtlichen Verpflichtung der laufenden Verpflichtungs-
    periode auszusteigen. Das heißt, es gibt immer weniger
    Industrieländer, die tatsächlich zu etwas bereit sind, und
    immer mehr Länder, die als Maximum freiwillige Maß-
    nahmen ergreifen, aber nicht bereit sind, sich vertraglich
    zu verpflichten.

    Mit diesem Ordnungsrahmen, mit dieser Rechtsord-
    nung aus einer vergangenen Zeit werden und würden wir
    das Problem nicht in den Griff bekommen, sondern wir
    brauchen diejenigen, die schon heute und immer mehr
    große Emittenten von CO2 sind. Das sind die Schwellen-
    länder. China mit einer Bevölkerung von 1 200 Millio-
    nen Menschen hat schon heute eine Pro-Kopf-Emission

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    (C (D n Treibhausgasen von annähernd 7 Tonnen, wir liegen ei knapp 10 Tonnen. Das zeigt die Dynamik der Enticklung bei den CO2und anderen Treibhausgasemis ionen. Wenn es nicht gelungen wäre, etwa ein Land wie hina in diesen Prozess, in diesen Rechtsrahmen einzuinden, dann hätten wir keine Chance auf eine wirklich irksame Klimaschutzpolitik gehabt. China hat sich dagegen gewehrt, in ein Regime von erpflichtungen hineingenommen zu werden. Sie haben ich dagegen gewehrt, gemeinsam mit anderen Staaten das Boot einzusteigen. Ich habe auf der Versammlung ppelliert: Kommen Sie mit in das Boot! Wir müssen lle in das eine gemeinsame Boot einsteigen. Genau das t das Ergebnis, das wir am Sonntag früh um 4 Uhr ericht haben. Ein Riesenerfolg für die internationale limadiplomatie! Ein einziges globales Klimaschutzabommen wird kommen. 2015 wird es angenommen weren. Das ist der große Erfolg dieser Konferenz. Daneben wird es die zweite Verpflichtungsperiode im ioto-Protokoll geben. Auch das ist gut. Wir wollten sie mer und ausdrücklich. Das ist das Vorbildsystem mit laren Verpflichtungen, mit Verfahren, mit Transparenz, it Institutionen. Das durfte nicht untergehen. Das ha en wir gerettet. Es wird die zweite Verpflichtungseriode geben. Es gibt den Ansatz „Verhandeln und Handeln“. Wir erden über dieses Abkommen bis 2015 verhandeln üssen. Es wird dann die Umsetzungsphase und die Rafikationsphase geben. Das dauert; das ist keine Frage, as kann man nicht bestreiten. Darum haben wir darauf estanden – das wurde in letzten Stunden noch in den erhandlungstext aufgenommen –, dass es neben dem erhandlungsstrang auch Handeln geben muss, und war sofort. Darum wird es einen Arbeitsplan dafür geen, dass das Ambitionsniveau gesteigert wird, dass es ehr nationale Maßnahmen für Klimaschutzpolitik ge en soll. Verhandeln und Handeln zugleich, das war imer die deutsche und europäische Position. Wir haben ie durchgesetzt, weil sie notwendig ist. Die Klimafinanzierung ist ein ganz wichtiger Beich; denn die armen Länder, von denen ich gesprochen abe, sind auf Unterstützung angewiesen. Etwa bei Anassungsmaßnahmen, bei Technologiemaßnahmen, bei em, was man Kapazitätsbildung nennt, brauchen sie unere Unterstützung. Dafür wird – das ist nunmehr klar, as war vor der Konferenz nicht klar – der Globale Kliafonds ab 2012 arbeitsfähig sein. Er ist in Cancún be chlossen worden. Er wird nunmehr nach Durban ab em nächsten Jahr arbeitsfähig sein. Die deutsche Bundesregierung konnte in Abstimung mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche usammenarbeit und Entwicklung und dem Bundesumeltministerium ankündigen, dass die Arbeitsfähigkeit tzt tatsächlich zum Ausdruck kommt. Darum konnten ir 40 Millionen Euro für Startmaßnahmen und Sofortaßnahmen in Aussicht stellen. 17994 Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 150. Sitzung. Berlin, Freitag, den 16. Dezember 2011 Bundesminister Dr. Norbert Röttgen )


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


    (Ulrich Kelber [SPD]: Neu und zusätzlich!)


    (A) )

    Wir wollen, dass dieser Fonds sofort mit Leben gefüllt
    wird, damit er wirksam werden kann.


    (Ulrich Kelber [SPD]: Neu und zusätzlich oder Umwidmung?)


    Diese Zusage hat jedenfalls auf dieser Versammlung
    starken Widerhall, insbesondere bei Entwicklungslän-
    dern, gefunden. Es war eine gute Nachricht, dass jetzt
    nicht nur etwas auf dem Papier steht, sondern dies auch
    mit Leben gefüllt wird. Das ist ganz wichtig.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der FDP)


    Deutschland hat auf dieser Konferenz angekündigt,
    sich als Sitzstaat für diesen Fonds zu bewerben. Das
    drückt unser weiteres Engagement in diesem Bereich
    und den Wunsch aus, dabei zu sein, führend zu sein, eine
    Gastgeberrolle, eine Förderrolle einzunehmen. Wir wer-
    den starke Konkurrenz um diesen Sitz haben, aber wir
    sind auch eine starke Bewerbung. Ich weiß nicht, wie es
    ausgeht. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass sich
    Deutschland mit einem guten Angebot bewirbt. Auch
    die Resonanz ist ermutigend.

    Auch Klimafinanzierung, Anpassungsfinanzierung
    und Klimaschutzmaßnahmen sind elementar. Es geht um
    eine elementare Frage der Glaubwürdigkeit der Industrie-
    länder: Wenn Industrieländer Versprechungen machen
    und sie nicht einhalten, gefährden sie die eigene Glaub-
    würdigkeit, gefährden wir, dass sich andere Länder auf
    diesen Entwicklungspfad begeben.


    (Beifall bei Abgeordneten der SPD und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)


    Darum ist es selbstverständlich, dass die Bundesregie-
    rung ihre Verpflichtungen erfüllt. Die Fast-Start-Finan-
    zierung, die wir in Kopenhagen verabredet haben, macht
    für Deutschland bis 2012 1,26 Milliarden Euro aus.


    (Ulrich Kelber [SPD]: Neu und zusätzlich, nicht umwidmen, wie Sie es machen!)


    – Genauso ist es: neue und zusätzliche Mittel. Es gibt
    bislang neue und zusätzliche Mittel in Höhe von knapp
    800 Millionen Euro. Wir werden auf Heller und Pfennig
    – bislang haben wir etwas übererfüllt – 1,26 Milliarden
    Euro neue, zusätzliche Mittel bereitstellen.


    (Ulrich Kelber [SPD]: Im Haushalt nicht erkennbar!)


    Wir erfüllen unsere Versprechungen. Das gehört zum
    Selbstverständnis der Bundesregierung und Deutsch-
    lands.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP – Ulrich Kelber [SPD]: Der Haushalt sagt die andere Wahrheit!)


    – Das mag Ihnen nicht gefallen. Ich verstehe das nicht;
    denn es geht darum, dass Deutschland seine Verpflich-
    tungen erfüllt.


    (Ulrich Kelber [SPD]: Nein, es ist einfach die Unwahrheit! Das hat mit „Gefallen“ nichts zu tun! Es ist einfach die Unwahrheit!)




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    (C (D Mit der Unwahrheit sollten Sie vorsichtig sein. (Ulrich Kelber [SPD]: Wir können das im Haushalt nachgucken!)


    h sage Ihnen: 1,26 Milliarden Euro neue, zusätzliche
    ittel. Bitte überlegen Sie, wann Sie einem Kollegen

    ieses Hauses Unwahrheit vorwerfen. Prüfen Sie diesen
    orwurf bitte nach!


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der FDP – Ulrich Kelber [SPD]: Das haben wir mehrfach geprüft!)


    ann erwarte ich eine Stellungnahme von Ihnen, ob das
    nwahr ist oder wahr.

    1,2 Milliarden Euro für Fast Start: Das ist nicht alles,
    as wir tun. Darin erschöpfen sich unsere Maßnahmen
    icht. Im vergangenen Jahr waren es 1,2 Milliarden
    uro. In diesem Jahr werden es 1,8 Milliarden Euro für
    ie Klimafinanzierung sein. Wir reden nicht nur, wir
    andeln. Es gibt keinen Grund, das in Zweifel zu ziehen.
    ir können sagen: Wir sind dabei, auch wenn es darum

    eht, arme Länder zu unterstützen. Das ist ein gemeinsa-
    es Engagement der Bundesregierung, insbesondere des
    ntwicklungshilfeministeriums und des Umweltministe-
    ums. Das sind in aller Regel gemeinsam finanzierte
    aßnahmen.

    Von dem einen Rechtsregime über die Klimafinanzie-
    ng bis zum sofortigen Handeln, dieses Ergebnis ist
    egweisend. Es ist substanziell. Es ist nicht ausreichend.
    s schließt die Lücke nicht. Es ist zu wenig. Aber es
    äre unvertretbar gewesen, es links liegen zu lassen,

    tatt es anzunehmen. Wir müssen schrittweise vorange-
    en. Darum ist es ein Erfolg im Schrittweisevorangehen.

    Deutschland ist in diesem Prozess führend, ohne be-
    ormundend zu sein. Wir wissen auch, dass wir nicht al-
    in auf der Welt sind. Bei manchen Ratschlägen, die
    an jetzt erhält, habe ich den Eindruck, dass das nicht

    llen klar ist. Deutschland ist nicht allein auf der Welt,
    nd wir sollten uns nicht so aufführen, als gäbe es nur
    eutschland auf diesem Planeten. Wir sind Partner, und
    ir wirken mit in internationalen Systemen: der Euro-
    äischen Union und den Vereinten Nationen. Mit diesem
    elbstverständnis sollten wir auch nach außen auftreten.

    Wir können nach außen mit dem Selbstverständnis
    uftreten, dass wir auch zu Hause etwas tun, dass wir zu
    ause die Chancen, die in der wirtschaftlich-technologi-

    chen Entwicklung liegen, wahrnehmen. Wir haben die
    elegenheit genutzt, in Durban über die Energiewende
    Deutschland zu reden, mit höchster internationaler
    ufmerksamkeit und Interesse, mit Respekt dafür, was

    in führendes Industrieland auf diesem Gebiet tut, sich
    ämlich selber für eine Transformation der Energiever-
    orgung zu entscheiden, weg von der großen zentralen
    ersorgung mit wenig Wettbewerb und konventionellen
    echnologien hin zu einem dezentralen Wettbewerb und
    euen Technologien mit erneuerbaren Energien und
    nergieeffizienz. Mit höchster Aufmerksamkeit und ho-
    er Kooperationsbereitschaft anderer europäischer Län-
    er haben wir zum Beispiel das Projekt SARI beschlos-
    en, ein Unterstützungsprojekt für die Entwicklung von

    Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 150. Sitzung. Berlin, Freitag, den 16. Dezember 2011 17995

    Bundesminister Dr. Norbert Röttgen


    (A) )


    )(B)

    erneuerbaren Energien in Südafrika mit Norwegen, Dä-
    nemark, dem Vereinigten Königreich und anderen Län-
    dern, weil auch andere Länder zunehmend sehen, dass
    dies der richtige Weg der Entwicklung ist. Industriepoli-
    tisch, innovationspolitisch und ökologisch ist das der
    Zukunftsweg. Dafür stehen wir, und darum wollen wir
    diesen Weg. Wir werden diesen Weg zum Erfolg führen,
    mit allen Akteuren in Deutschland und darüber hinaus.
    Wir wollen diesen Dialog der Akteure. Wir wollen das
    Handeln der Akteure.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der FDP)


    Ich möchte abschließend betonen, dass Klimaschutz-
    politik ein Gesamtansatz der Bundesregierung ist.


    (Lachen bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN – Jürgen Trittin [BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN]: Weiß Herr Rösler das schon?)


    – Es mag Ihnen nicht gefallen, es ist aber gut für
    Deutschland, dass dies gemeinsam vertreten wird und
    sich auch darstellen lässt. Im Entwicklungshilfeministe-
    rium sind Umwelt und Entwicklung gewissermaßen das
    Leitmotiv.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP – Lachen bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    – Ja, so ist es. Das mag Ihnen aus oppositionellen Grün-
    den nicht gefallen. Das ist aber so. Das ist auch die
    Wahrnehmung von Deutschland in der Welt. Ich habe
    sowieso den Eindruck, dass bei Ihnen die provinzielle
    Wahrnehmung der Dinge immer weiter zunimmt.


    (Ulrich Kelber [SPD]: Der Weltpolitiker!)


    Sie sollten einmal von außen auf Deutschland schauen.
    Dann erhalten Sie ein etwas realistischeres Bild. Sie soll-
    ten nicht immer nur in Ihrer kleinkarierten Oppositions-
    rhetorik verharren und so über die Welt reden, wie sie in
    Ihren Vorstellungen existiert.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP – Ulrich Kelber [SPD]: Geht es mal eine Nummer kleiner?)


    Ich finde, man sollte sich auch als Opposition ein bis-
    schen über deutsche Erfolge freuen können.


    (Ulrich Kelber [SPD]: Der Weltenretter! – Renate Künast [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Ich dachte, Sie wollten uns eine politische Vorlesung halten! Warum so nervös?)


    Wir sollten uns darüber freuen, dass wir mit Grenada
    und Mali zusammengewirkt und auf dieser Konferenz
    neue Programme zur Klimaanpassung in Höhe von
    15 Millionen Euro ins Leben gerufen haben.

    Der Bundesaußenminister hat im Sommer dieses Jah-
    res das Thema Klimawandel und internationale Sicher-
    heit in den Weltsicherheitsrat unter deutschem Vorsitz
    eingeführt. Erstmalig hat der Weltsicherheitsrat aner-
    kannt, dass der Klimawandel die politische, wirtschaftli-
    che und gesellschaftliche Stabilität gefährden kann.

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    (C (D limawandel ist auch eine Frage der internationalen Siherheit, der Energiesicherheit, der Wassersicherheit, der ersorgungssicherheit und der Ernährungssicherheit. iesen Konnex hergestellt und in die UN-Politik eingeracht zu haben, ist ein ausdrückliches Verdienst des Auenministers. Er war damit erfolgreich, weil anerkannt orden ist, dass es diesen Zusammenhang gibt. Diesen usammenhang müssen wir sehen, weil der Klimawanel die Stabilität vieler Länder bedroht. Klimapolitik ist Weltordnungspolitik. Daran werden ir in Europa geschlossen weiterarbeiten. Dazu sind wir ine strategische Partnerschaft eingegangen. Wir werden en Rio-Gipfel im Frühjahr nächsten Jahres gestalten, nd zwar wieder in der Weise, die ich eben geschildert abe. Wir werden die Petersberg-Konferenz wieder urchführen, eine international anerkannte Konferenz, u der die Bundeskanzlerin nach der Kopenhagener onferenz eingeladen hat. Daran werden die Länder teilehmen, die für diesen Prozess wichtig sind. Deutschland ist Partner auf diesem Gebiet, und eutschland ist Vorreiter auf diesem Gebiet, um die Leensgrundlagen von uns, der Menschheit zu erhalten, us Solidarität mit denjenigen, die Opfer sind. Das ist erbunden mit der Wahrnehmung enormer wirtschaftliher Chancen. In diesem Zusammenwirken unterschiedcher Ziele und Güter liegt die Motivation und die Stragie unserer Klimapolitik; denn wir wissen, dass alle zuerst die Armen und dann die noch Reichen – viel zu erlieren haben, aber wir wissen auch, dass wir viel zu ewinnen haben. Ich glaube, das verdient die Anstrenung aller. Vielen Dank. (Anhaltender Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)




Rede von Dr. Norbert Lammert
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)

Ich eröffne die Aussprache.

Matthias Miersch ist der erste Redner für die SPD-
raktion.


(Beifall bei der SPD)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Dr. Matthias Miersch


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen!

    icht nur weil Weihnachten ist, sondern auch weil ich
    st davon überzeugt bin, Herr Bundesminister, richte
    h am Anfang ein Dankeschön an das Verhand-
    ngsteam, an all die Beamtinnen und Beamten, die seit
    onaten für die Bundesrepublik Deutschland an dem in-
    rnationalen Prozess beteiligt gewesen sind. Ich glaube,
    iese müssen in den Mittelpunkt gerückt werden. Sie ha-
    en die Kleinarbeit gemacht. Insofern vielen Dank für
    iese Arbeit.


    (Beifall bei der SPD, der CDU/CSU, der LINKEN und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Auch an dieser Stelle Dank an alle Kollegen, die den
    eutschen Bundestag in Durban repräsentiert haben.

    17996 Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 150. Sitzung. Berlin, Freitag, den 16. Dezember 2011

    Dr. Matthias Miersch


    (A) )


    )(B)

    Deswegen, Herr Bundestagspräsident, ein Appell von
    dieser Seite. Sie haben beschlossen, zukünftig nur noch
    Fraktionsreisen, aber keine offiziellen Delegationsreisen
    zu internationalen Regierungskonferenzen zuzulassen.
    Ich glaube, das Präsidium ist gut beraten, diesen Be-
    schluss zu überdenken; denn es sind letztlich Parla-
    mente, die über Beschlüsse der Regierungen abzustim-
    men haben, es sind Parlamente, die für einen guten Weg
    werben müssen.


    (Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU, der FDP und der LINKEN)


    Damit ist es mit der Gemeinsamkeit, Herr Bundes-
    umweltminister, aber auch schon vorbei. Wenn Sie von
    einem großen, wegweisenden Erfolg dieser Klimakonfe-
    renz sprechen, dann kann ich Ihnen nur sagen: Groß sind
    die Herausforderungen, aber klein sind die Antworten,
    die dort gegeben worden sind.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)


    Im Gegenteil: Ich glaube, Schönrederei hilft hier
    überhaupt nicht weiter. Sie verdunkelt und sie verkleis-
    tert die eigentlichen Herausforderungen, die die Staaten-
    gemeinschaft und auch die Bundesrepublik Deutschland
    zu bestehen haben. Was ist das für ein Ergebnis, dass
    man sich darauf verständigt, bis 2015 zu verhandeln,
    dann möglicherweise eine Vereinbarung zu erzielen, wo-
    bei man nicht weiß, welche Rechtsverbindlichkeit sie ei-
    gentlich haben soll, nach der die ausgehandelten Be-
    schlüsse dann 2020 in Kraft treten sollen? Das ist kein
    großer Erfolg. Das ist nichts, was sich angesichts der
    großen Herausforderungen als solcher darstellen lässt.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der LINKEN und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)


    Wenn Sie sich hier hinstellen und sagen: „Der grüne
    Klimafonds ist beschlossen worden, und er ist arbeitsfä-
    hig“, dann sollten Sie auch sagen – das gehört zur Wahr-
    heit dazu –, über welche Mittel dieser Klimafonds bis-
    lang verfügt: über keinen einzigen Dollar, über keinen
    einzigen Euro!


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der LINKEN und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)


    Sie sagen: Die Bundesrepublik Deutschland hat ihre
    Verpflichtungen erfüllt. Allerdings erleben wir seit Ko-
    penhagen einen Glaubwürdigkeitsverlust: Uns wird,
    auch auf internationaler Ebene, vorgeworfen, dass die
    Fast-Start-Zusagen nicht eingehalten worden sind; denn
    es sind keine zusätzlichen Gelder geflossen, sondern
    man hat das Ganze über Verschiebebahnhöfe zustande
    gebracht. Lieber Herr Röttgen, Sie haben meine Anfrage
    von Mittwoch dieser Woche hinsichtlich der 40 Millio-
    nen Euro noch nicht beantwortet, auch heute nicht. Ich
    hoffe sehr, dass die Zusage, die Sie dort gemacht haben,
    bedeutet, dass tatsächlich zusätzliches, neues Geld be-
    reitgestellt wird. Wir werden da genau hinschauen, lie-
    ber Herr Röttgen.

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    (C (D Meine sehr verehrten Damen und Herren, aus Durban ann man eine große Schlussfolgerung ziehen: nicht ehr auf Konferenzen dieser Art zu setzen. Sie sind ichtig, weil sie eine Plattform bieten, auf der alle Läner auf Augenhöhe verhandeln können. Aber von diesen onferenzen wird – da bin ich sicher – nie die Dynamik usgehen, die wir brauchen, um die Herausforderungen es Klimawandels tatsächlich bewältigen zu können. as wir brauchen, ist eine Mehrwegestrategie, eine Stragie, die genau diejenigen einlädt, die mit uns voran chreiten wollen. Insofern lautet unser Vorschlag, zu eier weiteren Konferenz einzuladen mit den Staaten der uropäischen Union, Patenschaften mit anderen Staaten ieser Welt einzugehen, etwa mit Inselstaaten, aber auch it Schwellenländern wie Brasilien oder Südafrika. Da ei sollte vereinbart werden, wie man vorangehen kann, elche Vorteile man aus solchen Patenschaften ziehen ann. Ein weiterer Weg ist das Setzen auf die Europäische nion. An dieser Stelle ein Appell: Es ist dringend notendig, dass wir in den nächsten Monaten zusammen it der dänischen Ratspräsidentschaft das unkonditio ierte 30-Prozent-Minderungsziel ganz unmissverständch festschreiben. (Beifall bei der SPD, der LINKEN und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    nsonsten fällt uns der Emissionshandel auf die Füße.

    Zu der Mehrwegestrategie gehört auch – da ist der
    mweltminister wieder der Norbert Röttgen: das Pathos,
    ie großen Worte und die Taten –, national Vorbild zu
    ein. Die Bundeskanzlerin ist im Moment nicht anwe-
    end.


    (Widerspruch bei der CDU/CSU – Zurufe von der SPD: Nein!)


    Sie sitzt auf einem anderen Platz.


    (Dr. Hermann E. Ott [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Sie hat sich nur von Herrn Rösler weggesetzt! – Heiterkeit bei der SPD, der LINKEN und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Frau Bundeskanzlerin, wenn der Bundesumwelt-
    inister sagt, die Bundesregierung verfolge eine Gesamt-

    trategie, dann kann ich dem nur entgegnen: Beenden Sie
    as Trauerspiel der Auseinandersetzung zwischen Wirt-
    chaftsministerium und Umweltministerium hinsicht-
    ch der Effizienzrichtlinie, das wir in den letzten Wo-
    hen hier verfolgen konnten!


    (Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)


    utzen Sie Ihre Richtlinienkompetenz! Machen Sie hier
    irklich die Tür auf! Es ist die Effizienz, die Vorbild ge-
    en kann. Es ist die Effizienz, die gerade die deutsche
    irtschaft beflügeln kann; denn es werden die Maschi-

    en der Zukunft sein, die weniger Energie verbrauchen.
    sofern ist es umso unverständlicher, dass sich ein Bun-

    eswirtschaftsminister hinstellt und gegen verbindliche
    ffizienzziele votiert. Herr Bundeswirtschaftsminister,
    eenden Sie diese Blockadehaltung!

    Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 150. Sitzung. Berlin, Freitag, den 16. Dezember 2011 17997

    Dr. Matthias Miersch


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    (Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN – Jürgen Trittin [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Heute noch!)


    Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich glaube,
    eins muss uns klar sein: Wir haben die Finanzkrise, und
    wir haben die Klimakrise. Beide Krisen müssen gemein-
    sam betrachtet werden. Denn diejenigen, die in Wirt-
    schaft von morgen investieren, werden auch den Anfor-
    derungen in Sachen Energie und Klima gerecht.
    Deswegen sind wir als Bundesrepublik Deutschland gut
    beraten, einen Schritt weiter zu sein und uns weder auf
    die Bremser bei Schwarz-Gelb noch auf die Bremser auf
    dem internationalen Parkett zu berufen. Wir haben seit
    1998 das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das eine Er-
    folgsgeschichte ist. Wir haben bei den CO2-Emissionen
    mächtige Fortschritte gemacht. Wir können daran an-
    knüpfen. Aber dazu braucht man eine Bundesregierung,
    die sich nicht blockiert, sondern handelt.

    Deswegen: Dieses Zukunftsfeld muss jetzt beackert
    werden. Fangen Sie an! Geben Sie ein Vorbild! Dann
    werden auf internationaler Ebene die Staaten auf die
    Bundesrepublik Deutschland schauen. Dann wollen sie
    nicht in der Ecke stehen und werden dem Erfolg, den wir
    in diesem Bereich erzielen können, auch nacheifern. In
    diesem Sinne lade ich Sie herzlich dazu ein, mit uns zu-
    sammen eine zukunftsgerechte Wirtschafts- und Ener-
    giepolitik zu denken.

    Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.


    (Anhaltender Beifall bei der SPD – Beifall bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN sowie der Abg. Eva BullingSchröter [DIE LINKE])