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    Erweiterung der Tagesordnung . . . . . . . . . . . 871 A Tagesordnungspunkt 1 (Fortsetzung): a) Erste Beratung des von der Bundesre- gierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Feststellung des Bun- deshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2003 (Haushaltsgesetz 2003) (Drucksache 15/150) . . . . . . . . . . . . . . 871 B b) Erste Beratung des von der Bundesre- gierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Feststellung eines Nachtrags zum Bundeshaushaltsplan für das Haushaltsjahr 2002 (Nach- tragshaushaltsgesetz 2002) (Drucksache 15/149) . . . . . . . . . . . . . . 871 B c) Unterrichtung durch die Bundesregie- rung: Bericht über den Stand und die voraussichtliche Entwicklung der Fi- nanzwirtschaft des Bundes (Drucksache 15/151) . . . . . . . . . . . . . . 871 B Einzelplan 04 in Verbindung mit Zusatztagesordnungspunkt 5: Antrag des Abgeordneten Dr. Wolfgang Schäuble und der Fraktion der CDU/CSU: Für ein glaubwürdiges Angebot der EU an die Türkei (Drucksache 15/126) . . . . . . . . . . . . . . . . 871 C Michael Glos CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . . . 871 D Gerhard Schröder, Bundeskanzler . . . . . . . . . 876 C Dr. Guido Westerwelle FDP . . . . . . . . . . . . . 886 D Franz Müntefering SPD . . . . . . . . . . . . . . 889 D Katrin Dagmar Göring-Eckardt BÜND- NIS 90/DIE GRÜNEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . 891 A Dr. Angela Merkel CDU/CSU . . . . . . . . . . . . 896 D Franz Müntefering SPD . . . . . . . . . . . . . . . . 905 C Dr. Guido Westerwelle FDP . . . . . . . . . . 908 D Steffen Kampeter CDU/CSU . . . . . . . . . . . . 910 B Antje Hermenau BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 912 A Hans-Joachim Otto (Frankfurt) FDP . . . . . . . 913 A Dr. Christina Weiss, Staatsministerin BK . . . . 913 D Petra Pau fraktionslos . . . . . . . . . . . . . . . . . . 915 B Günter Nooke CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . . 916 B Eckhardt Barthel (Berlin) SPD . . . . . . . . . . . 917 C Bernhard Kaster CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . 918 B Einzelplan 05 in Verbindung mit Tagesordnungspunkt 3: a) Beratung des Antrags der Fraktionen der SPD und des BÜNDNISSES 90/ DIE GRÜNEN: Menschenrechte als Leitlinie der deutschen Politik (Drucksache 15/136) . . . . . . . . . . . . . . 920 B Plenarprotokoll 15/13 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 13. Sitzung Berlin, Mittwoch, den 4. Dezember 2002 I n h a l t : b) Antrag der Abgeordneten Rainer Funke, Dr. Werner Hoyer, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien nicht vergessen (Drucksache 15/64) . . . . . . . . . . . . . . . 920 B Joseph Fischer, Bundesminister AA . . . . . . . . 920 C Michael Glos CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . 921 C Dr. Wolfgang Schäuble CDU/CSU . . . . . . . . 923 B Dr. Peter Struck SPD . . . . . . . . . . . . . . . . 924 D Gernot Erler SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 928 A Ruprecht Polenz CDU/CSU . . . . . . . . . . 928 D Michael Glos CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . 929 A Dr. Wolfgang Gerhardt FDP . . . . . . . . . . . . . . 930 B Dr. Christoph Zöpel SPD . . . . . . . . . . . . . . . 932 C Dr. Gerd Müller CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . 934 A Dr. Ludger Volmer BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 935 D Michael Roth (Heringen) SPD . . . . . . . . . . . 936 C Peter Hintze CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . . . . 937 D Christa Nickels BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 939 D Rudolf Bindig SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 940 D Arnold Vaatz CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . 941 B Rainer Eppelmann CDU/CSU . . . . . . . . . . . . 942 B Rudolf Bindig SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . 944 B Angelika Graf (Rosenheim) SPD . . . . . . . . . 944 C Einzelplan 14 Dr. Peter Struck, Bundesminister BMVg . . . . 945 D Dietrich Austermann CDU/CSU . . . . . . . . . . 948 C Verena Wohlleben SPD . . . . . . . . . . . . . . 949 D Alexander Bonde BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 950 C Jürgen Koppelin FDP . . . . . . . . . . . . . . . . . . 952 B Rainer Arnold SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 953 C Günther Friedrich Nolting FDP . . . . . . . . 954 A Dr. Wolfgang Schäuble CDU/CSU . . . . . 954 B Christian Schmidt (Fürth) CDU/CSU . . . . . . 957 A Winfried Nachtwei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 959 D Helga Daub FDP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 961 A Dr. Hans-Peter Bartels SPD . . . . . . . . . . . . . 962 A Thomas Kossendey CDU/CSU . . . . . . . . . . . 963 C Einzelplan 23 Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin BMZ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 965 C Dr. Christian Ruck CDU/CSU . . . . . . . . . . . 967 B Heidemarie Wieczorek-Zeul SPD . . . . . . 969 D Thilo Hoppe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 970 C Markus Löning FDP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 972 B Karin Kortmann SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . 973 B Arnold Vaatz CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . . . 974 D Karin Kortmann SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . 975 A Heidemarie Wieczorek-Zeul SPD . . . . . . . . . 975 C Peter Weiß (Emmendingen) CDU/CSU . . . . 975 C Detlef Dzembritzki SPD . . . . . . . . . . . . . . . . 977 B Einzelplan 06 Otto Schily, Bundesminister BMI . . . . . . . . . 979 A Thomas Strobl (Heilbronn) CDU/CSU . . . . . 981 B Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast SPD . . . . . 982 B Thomas Strobl (Heilbronn) CDU/CSU . . . . . 983 A Otto Schily SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 984 D Silke Stokar von Neuforn BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 986 A Dr. Max Stadler FDP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 988 A Dagmar Freitag SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 989 B Susanne Jaffke CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . 990 A Sebastian Edathy SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . 991 C Stephan Mayer (Altötting) CDU/CSU . . . . . 993 A Einzelplan 07 Brigitte Zypries, Bundesministerin BMJ . . . . 994 B Dr. Wolfgang Götzer CDU/CSU . . . . . . . . . . 996 C Hans-Christian Ströbele BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 999 D Siegfried Kauder (Bad Dürrheim) CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1001 B Otto Fricke FDP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1002 B Joachim Stünker SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1003 C Norbert Barthle CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . 1005 D Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1007 D Berichtigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1007 D Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . . 1009 A Deutscher Bundestag – 15. Wahlperiode – 13. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 4. Dezember 2002II (A) (B) (C) (D) Deutscher Bundestag – 15. Wahlperiode – 13. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 4. Dezember 2002 871 13. Sitzung Berlin, Mittwoch, den 4. Dezember 2002 Beginn: 9.00 Uhr
  • folderAnlagen
    Norbert Barthle Berichtigung 12. Sitzung, Seite 744 (B), der letzte Absatz ist wie folgt zu lesen: Wir haben eine Menge getan, um die Eigenkapitalbildung des Mit- telstandes zu erleichtern. Aufgrund unserer Steuerreform ist inzwi- schen die obere Grenzbelastung – 1998 lag sie bei 69 Prozent – auf 51 Prozent gesenkt worden. So etwas haben sie in Ihrer Regierungs- zeit nie zuwege gebracht. Deutscher Bundestag – 15. Wahlperiode – 13. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 4. Dezember 2002 1009 (C)(A) Adam, Ulrich CDU/CSU 04.12.2002* Borchert, Jochen CDU/CSU 04.12.2002 Bury, Hans Martin SPD 04.12.2002 Büttner (Schönebeck), CDU/CSU 04.12.2002 Hartmut Caesar, Cajus CDU/CSU 04.12.2002 Dr. Däubler-Gmelin, SPD 04.12.2002 Herta Eymer (Lübeck), Anke CDU/CSU 04.12.2002 Gradistanac, Renate SPD 04.12.2002 Großmann, Achim SPD 04.12.2002 Hörster, Joachim CDU/CSU 04.12.2002* Hofbauer, Klaus CDU/CSU 04.12.2002 Kubicki, Wolfgang FDP 04.12.2002 Lintner, Eduard CDU/CSU 04.12.2002* Dr. Lötzsch, Gesine fraktionslos 04.12.2002 Dr. Lucyga, Christine SPD 04.12.2002* Möllemann, Jürgen W. FDP 04.12.2002 Dr. Pinkwart, Andreas FDP 04.12.2002 Rauber, Helmut CDU/CSU 04.12.2002** Dr. Röttgen, Norbert CDU/CSU 04.12.2002 * für die Teilnahme an den Sitzungen der Westeuropäischen Union ** für die Teilnahme an den Sitzungen der Parlamentarischen Ver- sammlung des OSZE entschuldigt bis Abgeordnete(r) einschließlich entschuldigt bis Abgeordnete(r) einschließlich Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten Anlage zum Stenografischen Bericht
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Dr. h.c. Susanne Kastner


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Herr Kollege Strobl, Sie haben die Möglichkeit zu ant-

    worten.



Rede von Thomas Strobl
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)

Herr Bundesinnenminister, ich verstehe Ihre Aufre-

gung nicht. Aber ich sage ganz klar: Der Dank an Ihre
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war ernst gemeint.

Erstens, zur Zusammenarbeit mit den USA. Die Zu-
sammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden beider
Länder bzw. den politisch Verantwortlichen in den USA
und Ihnen kritisieren wir überhaupt nicht. Ich habe ledig-
lich die Mängel ganz konkret angesprochen. Insofern ha-
ben Sie hier einen Nebenkriegsschauplatz eröffnet, über
den wir eigentlich keinen Streit haben.


(Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast [SPD]: Was haben Sie denn für einen Schauplatz eröffnet? – Wilhelm Schmidt [Salzgitter] [SPD]: Lesen Sie noch einmal Ihre Rede nach!)


Zweitens, zur Biometrie. Wir finden, dass das Ganze
ein bisschen langsam geht. Herr Bundesinnenminister,
wir wissen – ich vermute, Ihre Erregung rührt daher –,
dass Sie ursprünglich etwas anderes wollten, aber dass
insbesondere die Kolleginnen und Kollegen um den Kol-
legen Ströbele das verhindert haben, was Sie richtiger-
weise durchsetzen wollten.


(Hans-Christian Ströbele [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Leider nicht! – Martin Hohmann [CDU/CSU]: Er ist ein Quertreiber!)


Dass gerade in diesem entscheidenden Punkt die Mittel
– wir sind in der Haushaltsberatung – auf einen Bruchteil
dessen, was Sie ursprünglich in den Haushalt für 2003
einstellen wollten, zusammengekürzt worden sind, spricht
wirklich Bände.

Drittens, zum Staatsangehörigkeitsrecht. Herr Bundes-
innenminister, es kann doch nicht ernsthaft ein Streit da-
rüber bestehen, dass das neue Staatsangehörigkeitsrecht
in großem Maße die Möglichkeit bietet, Doppelstaats-
bürgerschaften zu erwerben.


(Widerspruch bei der SPD)

– Aber natürlich ist das so. Die Zahlen sind doch eindeu-
tig. Sie sind von ungefähr 13 Prozent auf jetzt über 40 Pro-
zent angestiegen. Man muss sich nur einmal die Zahlen
anschauen.


(Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)

Dabei ist es das erklärte Ziel des neuen Staatsan-

gehörigkeitsrechts – das kann man ja durchaus haben –,
dass der Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft erleich-
tert werden soll. Dass Sie dadurch natürlich auch denjeni-
gen, die dem terroristischen Umfeld angehören, eine sol-
che Möglichkeit eröffnen, ist klar.


(Hans-Christian Ströbele [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Ein Beispiel bitte!)


Dort, wo die SPD in den Ländern Regierungsverant-
wortung trägt – beispielsweise in Berlin –, haben Sie eine

Otto Schily

Deutscher Bundestag – 15. Wahlperiode – 13. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 4. Dezember 2002
Thomas Strobl (Heilbronn)

Regelanfrage bei den Verfassungsschutzbehörden nicht
hinbekommen.


(Beifall bei der CDU/CSU)

Sie haben es bis heute bundesweit nicht durchsetzen kön-
nen, dass bei jedem Staatseinbürgerungsverfahren eine
Regelanfrage bei den entsprechenden Diensten gemacht
wird. Das Problem ist, dass die entsprechenden Maßnah-
men aus reiner Ideologie nicht ergriffen werden.

Ich möchte Ihnen persönlich schon zugestehen, dass
Sie es gerne sähen, wenn diese Regelung bundesweit
praktiziert würde und wir bei Einbürgerungsverfahren
wenigstens die Regelanfrage bei den Verfassungsschutz-
behörden hätten. Leider ist es bei Rot-Grün so, dass Ihnen
hier wie auch in anderen Punkten die notwendige Unter-
stützung versagt bleibt.


(Beifall bei der CDU/CSU – Martin Hohmann [CDU/CSU]: Ströbele bremst Sie aus!)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Dr. h.c. Susanne Kastner


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Nächste Rednerin in der Debatte ist Silke Stokar,

    Bündnis 90/Die Grünen.


    (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ich werde
    versuchen, wieder etwas Ruhe und Sachlichkeit in diese
    aufgeregte Debatte zu bringen. Beginnen wir damit: Die
    Gewährleistung der Sicherheit ist eine elementare Staats-
    aufgabe. – Diesem Satz kann sicherlich jedes Mitglied
    dieses Hauses und jede Fraktion zustimmen.

    Meine Damen und Herren von der CDU, Sie versuchen
    zwar immer wieder, es so darzustellen, aber es trifft trotz-
    dem nicht zu, dass Sie sozusagen den Kampf gegen den
    internationalen Terrorismus gepachtet haben, während
    wir, die Fraktion der Grünen, die Blockierer sind und die
    SPD deswegen ihre Aufgaben nicht wahrnehmen kann.

    Wir haben damals, als es um das Sicherheitspaket ging,
    auch in den Expertengesprächen sehr genau abgewogen,
    ob die von den politischen Parteien und von Experten vor-
    geschlagenen Maßnahmen tatsächlich geeignet waren, ei-
    nen Beitrag zum Kampf gegen den internationalen Ter-
    rorismus zu liefern. Diese Arbeit werden wir in aller
    Ruhe fortsetzen.

    Meine Damen und Herren, Sie wissen doch genau, dass
    die Vorschläge, die Sie jetzt wiederholen, einen langen
    Bart haben. Mir sind Ihre Vorschläge seit Beginn dieser
    Auseinandersetzung bekannt.


    (Thomas Strobl [Heilbronn] [CDU/CSU]: Deswegen müssen sie nicht falsch sein!)


    – Ich erläutere Ihnen gleich, weswegen sie falsch sind.
    Teilweise ist Ihnen bereits nachgewiesen worden, dass
    Ihre Vorschläge verfassungswidrig sind.

    Ich höre gern zu und bin auch bereit, Vorschläge aus ei-
    ner konservativen Innenpolitik aufzugreifen. Ich habe
    aber immer mit konservativer Innenpolitik in Verbindung
    gebracht, dass Sie ein Gefühl dafür haben, dass in einem

    demokratischen Rechtsstaat nicht alle Mittel erlaubt sind.
    Sie waren in den 70er-Jahren diejenigen, die uns vorge-
    worfen haben, wir hätten uns verfassungswidrig verhal-
    ten. Heute sitzt auf Ihrer Seite eine Fraktion von Verfas-
    sungsfeinden; denn Ihre Vorschläge verstoßen in jedem
    einzelnen Punkt gegen die Grundwerte, von denen Sie
    selbst ausgehen.


    (Martin Hohmann [CDU/CSU]: Das ist aber jetzt Unsinn!)


    Das haben wir auch heute wieder gehört: Sie fordern die
    Türken auf, sich an die deutsche Kultur und an die deut-
    sche Verfassung zu halten. Dabei stellen Ihre eigenen Vor-
    schläge elementare Verfassungsverstöße dar.


    (Zuruf von der CDU/CSU: Beispiele! Wir wollen Beispiele hören!)


    Ich bin nicht bereit, mich weiter damit auseinander zu
    setzen.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD – Zuruf von der CDU/CSU: Nur heiße Luft!)


    Meine Damen und Herren, ich gebe Ihnen in einem an-
    deren Punkt durchaus Recht. Im Bereich der inneren
    Sicherheit gibt es tatsächlich noch Reformbedarf. Ich
    merke zu diesem Haushaltsplanentwurf kritisch an: Aus
    den Aufwüchsen, die hier eindrucksvoll geschildert wor-
    den sind, können im Laufe dieser Legislaturperiode wirk-
    lich keine Auswüchse werden. Deshalb setzen wir Grüne
    einen deutlichen Schwerpunkt darauf, im Bereich der ge-
    samten Sicherheitsbehörden zu prüfen, an welchen Stel-
    len die Strukturen – auch in der internationalen Zusam-
    menarbeit – nicht mehr sachgerecht sind und wo es zu
    Reibungsverlusten durch Zersplitterung oder doppelte
    Aufgabenwahrnehmung kommt.

    Mir geht es nicht darum, über das zu diskutieren, was
    wir schon vor dem Bundestagswahlkampf vorgeschlagen
    haben. Vielmehr würde ich gern über die zukünftigen
    Aufgaben diskutieren. Ich würde gern die Frage erörtern,
    was der Beschluss hinsichtlich des Aufbaus einer europä-
    ischen Grenzpolizei für den BGS konkret bedeutet. Auch
    die Konzepte zu den Krisenreaktionskräften und den Auf-
    bau einer europäischen Polizei würde ich gern diskutie-
    ren. Dabei handelt es sich um Beschlüsse des Europä-
    ischen Parlaments, aus denen sich Zukunftsaufgaben
    ergeben, zu denen Sie aber keine Vorschläge einbringen.


    (Martin Hohmann [CDU/CSU]: Sie haben nicht zugehört!)


    Sie wollen das auch gar nicht. Ihre Vorschläge, zum Bei-
    spiel hinsichtlich des Einsatzes der Bundeswehr im In-
    nern, stammen aus den 80er-Jahren. Ich überlasse die
    Diskussion über die Bundeswehr gern dem Verteidi-
    gungsausschuss. Wir brauchen einen solchen Einsatz der
    Bundeswehr in Deutschland nicht. Das wäre nur ein wei-
    teres Vorhaben, das gegen die Verfassung verstößt.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Thomas Strobl [Heilbronn] [CDU/CSU]: Wir werden das im Ausschuss diskutieren, auch wenn Sie das nicht wollen! Sie sollten sich trotzdem damit auseinander setzen!)



    (A)



    (B)



    (C)



    (D)


    986


    (A)



    (B)



    (C)



    (D)


    Deutscher Bundestag – 15. Wahlperiode – 13. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 4. Dezember 2002 987

    Da ich nicht bereit bin, meine ganze Redezeit damit zu
    verschwenden, mich über Ihre absurden Vorschläge aus-
    zulassen, möchte ich einen weiteren Punkt ansprechen,
    der uns besonders wichtig ist. Wir haben in dem vorlie-
    genden Haushaltsentwurf 169 Millionen Euro für Maß-
    nahmen der Integration und der Sprachförderung ein-
    gestellt. Genau darum und nicht um die alten Fragen des
    Staatsbürgerschaftsrechts – ich nenne nur das Stichwort
    „Doppelpass“ – geht es jetzt. Lassen Sie uns doch die Zu-
    kunftsaufgaben gemeinsam bewältigen. Wir befinden uns
    schließlich in einer Situation, in der wir einige Punkte
    tatsächlich gemeinsam angehen müssen. Die Zukunfts-
    aufgabe lautet: Wie können wir die bereits in Deutschland
    lebenden Zugewanderten und diejenigen, die noch zu uns
    kommen werden, integrieren und wie können wir ihnen
    durch mehr Sprachförderung eine soziale Perspektive in
    unserem Land bieten?


    (Thomas Strobl [Heilbronn] [CDU/CSU]: Die Mittel sind aber reduziert worden! – Sebastian Edathy [SPD]: Stimmt doch gar nicht!)


    Ihre Politik der Stigmatisierung und Ausgrenzung ver-
    größert letztendlich die Risiken für die innere Sicherheit.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der SPD – Zuruf von der CDU/CSU: Sprachkurse für Terroristen!)


    Sie leisten keinen Beitrag zu mehr Sicherheit. Sie leisten
    vielmehr einen Beitrag zu einer unsicheren und in sich ge-
    spaltenen Gesellschaft.

    Ich bedauere es, dass in manchen Bereichen des vor-
    liegenden Haushaltsentwurfs so viele Mittel bereitgestellt
    werden müssen. Ich möchte zwei Bereiche ansprechen.
    Es ist nach wie vor erforderlich, jüdische Einrichtungen in
    Deutschland zu schützen. Ich habe es ganz besonders be-
    dauert, dass die FDP, deren Fraktion nur noch spärlich
    vertreten ist, weil sich ihre Mitglieder kaum noch in den
    Plenarsaal trauen, und die einst eine liberale Bürger-
    rechtspartei war, heute durch die Folgen eines skandalö-
    sen antisemitischen Wahlkampfes gelähmt ist.


    (Martin Hohmann [CDU/CSU]: Das ist Quatsch! – Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast [SPD]: Herr Hohmann, Sie sind nicht angesprochen!)


    Eine solche Politik ist kein Beitrag zu mehr innerer Si-
    cherheit. Sie führt vielmehr dazu, dass wir den Objekt-
    schutz von jüdischen Einrichtungen sicherstellen müs-
    sen. Ich finde es unerträglich, dass jüdische Kinder in
    Deutschland in Kindergärten gehen müssen, die von der
    Polizei geschützt werden. Nicht darüber, wie wir ein solch
    Klima verschärfen können, sondern darüber, wie wir es
    entschärfen können, möchte ich mir Gedanken machen.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der SPD)


    Nur wer sich der Vergangenheit stellt, kann die Zukunft
    bewältigen. Ich möchte damit auf ein weiteres Thema ein-
    gehen, das mir persönlich sehr am Herzen liegt. Wir wol-
    len uns nicht der kilometerlangen Regale mit Akten voller
    unschöner Erinnerungen entledigen, die in der Birthler-
    Behörde auf weitere Aufarbeitung warten. Es darf auch
    keine Verschlusssache Kohl geben. Es hat ja ein paar

    kluge Köpfe in der CDU/CSU gegeben – schade, dass
    Herr Schäuble nicht anwesend ist – , die durchaus mit uns
    einer Meinung waren. Wir streiten für die Fortsetzung der
    mutigen Arbeit von Marianne Birthler. Wir werden sehr
    genau darauf achten, dass ihr nicht auf kaltem Weg, durch
    den Entzug von Haushaltsmitteln, die Arbeit weiter er-
    schwert wird.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Das Gleiche gilt auch für die Stiftung „Erinnerung,
    Verantwortung und Zukunft“. Wir werden uns dafür ein-
    setzen, dass die Entschädigungsleistungen an ehema-
    lige Zwangsarbeiter durch das Einstellen entsprechender
    Haushaltsmittel fortgesetzt werden.

    Ich möchte mit folgendem Hinweis enden: Vor dem
    Gebäude, in dem die Innenministerkonferenz tagen wird,
    werden wahrscheinlich sehr viele Menschen – aus guten
    Gründen – demonstrieren. Weil ich mich leider mit Ihrer
    – beinahe hätte ich gesagt: absurden – Rede auseinander
    setzen musste, konnte ich nicht mehr auf den vorhande-
    nen Reformbedarf im Bereich des öffentlichen Dienst-
    rechts und des Beamtenrechts eingehen. Ich würde mich
    freuen, wenn die Fraktionen ehrlich gemeinte Konzepte
    dazu auf den Tisch legen würden. Die Menschen, die mei-
    ner Meinung nach zu Recht demonstrieren werden – ich
    meine insbesondere die uniformierten Kolleginnen und
    Kollegen der GdP aus unserem, dem Bundesbereich –, er-
    warten von uns eine Antwort. Meine Antwort lautet:
    Wenn wir im Bereich der Sicherheitsbehörden und des In-
    nenministeriums keine strukturellen Reformen durch-
    führen


    (Zuruf von der CDU/CSU: Welche?)