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ID1820209200

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 18/202 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 202. Sitzung Berlin, Mittwoch, den 23. November 2016 Inhalt: Tagesordnungspunkt I (Fortsetzung): a) Zweite Beratung des von der Bundes- regierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haus- haltsjahr 2017 (Haushaltsgesetz 2017) Drucksachen 18/9200, 18/9202 . . . . . . . 20159 A b) Beratung der Beschlussempfehlung des Haushaltsausschusses zu der Un- terrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bundes 2016 bis 2020 Drucksachen 18/9201, 18/9202, 18/9827 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20159 B I .9 Einzelplan 04 Bundeskanzlerin und Bundeskanzler- amt Drucksachen 18/9824, 18/9825 . . . . . . . 20159 B Dr . Sahra Wagenknecht (DIE LINKE) . . . . . . 20159 C Dr . Angela Merkel, Bundeskanzlerin . . . . . . . 20165 B Dr . Anton Hofreiter (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20172 B Thomas Oppermann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 20175 D Volker Kauder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 20179 C Thomas Jurk (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20182 B Gerda Hasselfeldt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 20184 A Bettina Hagedorn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 20186 D Antje Tillmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 20188 C Dennis Rohde (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20190 A Rüdiger Kruse (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 20192 A Sigrid Hupach (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 20193 D Marco Wanderwitz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 20194 D Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20196 B Martin Dörmann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20197 D Ulle Schauws (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20199 B Hiltrud Lotze (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20200 B Namentliche Abstimmung . . . . . . . . . . . . . . . 20201 C Ergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20203 C I .10 Einzelplan 05 Auswärtiges Amt Drucksachen 18/9805, 18/9824 . . . . . . . 20201 D Michael Leutert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 20201 D Doris Barnett (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20206 A Omid Nouripour (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20208 A Alois Karl (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20209 A Dr . Frank-Walter Steinmeier, Bundesminister AA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20211 B Stefan Liebich (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 20213 C Roderich Kiesewetter (CDU/CSU) . . . . . . . . . 20214 D Manuel Sarrazin (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20216 C Erika Steinbach (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 20217 D Frank Schwabe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20218 D Dr . Bernd Fabritius (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 20219 D Karl-Heinz Wange (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 20221 B Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 202 . Sitzung . Berlin, Mittwoch, den 23 . November 2016II I .11 Einzelplan 14 Bundesministerium der Verteidigung Drucksachen 18/9813, 18/9824 . . . . . . . 20222 B Michael Leutert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 20222 C Bartholomäus Kalb (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 20223 D Dr . Tobias Lindner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20225 A Karin Evers-Meyer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 20226 D Dr . Ursula von der Leyen, Bundesministerin BMVg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20228 C Christine Buchholz (DIE LINKE) . . . . . . . . . 20231 A Rainer Arnold (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20232 B Omid Nouripour (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20234 A Henning Otte (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 20234 D Gabi Weber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20237 A Ingo Gädechens (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 20238 A Heidtrud Henn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20239 C I .12 Einzelplan 23 Bundesministerium für wirtschaftli- che Zusammenarbeit und Entwick- lung Drucksachen 18/9824, 18/9825 . . . . . . . 20240 B Michael Leutert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 20240 C Volkmar Klein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 20241 D Uwe Kekeritz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20243 B Axel Schäfer (Bochum) (SPD) . . . . . . . . . . . . 20244 C Dr . Gerd Müller, Bundesminister BMZ . . . . . 20245 D Niema Movassat (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . 20248 B Sonja Steffen (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20249 C Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20250 D Jürgen Klimke (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 20252 A Gabi Weber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20253 A Johannes Selle (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 20254 A Stefan Rebmann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20255 A Sibylle Pfeiffer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 20256 C Niema Movassat (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . 20258 C Sibylle Pfeiffer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 20259 A Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20259 D Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . . 20261 A (A) (C) (B) (D) Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 202 . Sitzung . Berlin, Mittwoch, den 23 . November 2016 20159 202. Sitzung Berlin, Mittwoch, den 23. November 2016 Beginn: 9 .00 Uhr
  • folderAnlagen
    Niema Movassat (A) (C) (B) (D) Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 202 . Sitzung . Berlin, Mittwoch, den 23 . November 2016 20261 Anlage zum Stenografischen Bericht Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Beck (Köln), Volker BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 23 .11 .2016 Connemann, Gitta CDU/CSU 23 .11 .2016 De Ridder, Dr . Daniela SPD 23 .11 .2016 Gleicke, Iris SPD 23 .11 .2016 Gysi, Dr . Gregor DIE LINKE 23 .11 .2016 Heller, Uda CDU/CSU 23 .11 .2016 Hennrich, Michael CDU/CSU 23 .11 .2016 Hintze, Peter CDU/CSU 23 .11 .2016 Hirte, Dr . Heribert CDU/CSU 23 .11 .2016 Kofler, Dr. Bärbel SPD 23 .11 .2016 Kretschmer, Michael CDU/CSU 23 .11 .2016 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Marwitz, Hans-Georg von der CDU/CSU 23 .11 .2016 Möhring, Cornelia DIE LINKE 23 .11 .2016 Schimke, Jana CDU/CSU 23 .11 .2016 Schlecht, Michael DIE LINKE 23 .11 .2016 Schnieder, Patrick CDU/CSU 23 .11 .2016 Strebl, Matthäus CDU/CSU 23 .11 .2016 Tank, Azize DIE LINKE 23 .11 .2016 Timmermann-Fechter, Astrid CDU/CSU 23 .11 .2016 Wawzyniak, Halina DIE LINKE 23 .11 .2016 Zeulner, Emmi * CDU/CSU 23 .11 .2016 *aufgrund gesetzlichen Mutterschutzes Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken, www.satzweiss.com Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim, www.printsystem.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de 202. Sitzung Inhaltsverzeichnis EPL 04 Bundeskanzlerin und Bundeskanzleramt EPL 05 Auswärtiges Amt EPL 14 Verteidigung EPL 23 Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Anlage
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Heidtrud Henn


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und

    Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir haben
    jetzt viele Zahlen gehört, und alle hier im Hohen Hause
    wissen nun, dass sich der Verteidigungshaushalt für das
    kommende Jahr auf rund 37 Milliarden Euro beläuft . Das
    ist viel Geld, und wir werden in Zukunft noch mehr Geld
    für unsere Sicherheit zur Verfügung stellen müssen .

    Hier müssen wir den Bürgerinnen und Bürgern gegen-
    über ehrlich sein: Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif .
    Und auch an der Sicherheit unserer Soldatinnen und Sol-
    daten darf nicht gespart werden . Das verstehen die Bür-
    gerinnen und Bürger übrigens auch, wenn wir nicht um
    den heißen Brei herumreden .

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, die meisten von Ih-
    nen werden einen Autoführerschein haben . Sie haben das
    Autofahren mit einem Auto gelernt . Das ist ja wohl ganz
    normal, werden Sie jetzt sagen. Ich finde das auch. Aber 
    dann sollte es auch für unsere Soldatinnen und Solda-
    ten normal sein, beim Üben und Lernen das Material zu
    nutzen bzw . am Leib zu tragen, mit dem sie auch im Ein-
    satz zurechtkommen müssen . Das kostet Geld . Wir sind
    das unseren Soldatinnen und Soldaten schuldig, die mit
    unserem Mandat in Einsätze gehen und sich darauf vor-
    bereiten müssen . Gutes Üben muss mit der Realität über-
    einstimmen . Das ist auch eine Frage der Sicherheit, und
    Sicherheit sollte für unsere Soldaten gewährleistet sein .

    Die Ausstattung mit leistungsfähigen Großgeräten
    und ein moderner IT-Bereich sind sehr wichtig . Ich wer-
    de aber nicht müde, immer wieder auch zu sagen: Ge-
    nauso wichtig ist die Ausstattung am Leibe . Hierfür muss
    noch mehr Geld fließen.


    (Dr . Gerd Müller [CDU/CSU]: Faire Beschaffung!)


    Die Einsätze werden nicht weniger und erst recht nicht
    einfacher . Ich frage mich in die Zukunft blickend, ob es
    nicht sinnvoll wäre, wenn jede Soldatin und jeder Soldat
    über eine eigene Ausrüstung verfügen würde . Vielleicht
    können wir uns darüber Gedanken machen .

    Ingo Gädechens






    (A) (C)



    (B) (D)


    Viele Gedanken gemacht haben wir uns auch über das
    Thema Unterbringung . Wer sagt, das sei ein alter Hut,
    der hat sich schon lange nicht mehr mit den Bundes-
    wehrangehörigen unterhalten . Uns Politiker sollte nicht
    interessieren, was in Papieren steht und was man uns
    verspricht, sondern was wir bei unseren Besuchen der
    Truppe vorfinden, nämlich  fehlende Betreuungseinrich-
    tungen, marode Sporthallen und von Schließung bedroh-
    te Mannschaftskantinen, weil sie nicht mehr den Vor-
    schriften entsprechen . Es gibt jetzt zwar mehr Geld für
    den Einzelplan 14; damit werden wir aber nur reparieren
    können . Einer modernen Bundeswehr, die gut ausbildet
    auch gute Arbeit leisten soll, muss man mehr bieten, als
    das bisher der Fall war .

    An der Sicherheit dürfen wir nicht sparen – erst recht
    nicht an der Sicherheit für die Soldatinnen und Soldaten,
    die für unsere Sicherheit sorgen . Auch die Seele braucht
    Sicherheit . Wird sie krank, leiden darunter die im Ein-
    satz Geschädigten, aber auch ihre Familien . Wir müssen
    also Geld für gemeinsame Therapien der Betroffenen mit
    ihren Familien aufwenden und entsprechendes Personal
    einsetzen . Wirtschaftliches Handeln ist wichtig und rich-
    tig; an der falschen Stelle zu sparen, ist gefährlich .

    Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch kei-
    nem andern zu . – Liebe Kolleginnen und Kollegen, die-
    sen guten Rat haben wir alle mitbekommen . Man kann
    den Rat auch umkehren: Was du willst, das man dir tu,
    das füg auch allen andern zu .

    Wir Politiker wollen unsere Arbeit gut ausgestattet
    erledigen . Für die Angehörigen der Bundeswehr, die
    mit unserem Mandat ihre Aufgaben erledigen, sollte das
    ebenso gelten . Wertschätzung beginnt mit Worten, die
    in Taten umgesetzt werden müssen, und dafür braucht
    man Geld . Sicherheit und Frieden: Darum geht es bei der
    Bundeswehr – und auch um gute Arbeit .

    In diesem Sinne danke ich unseren Haushältern und
    allen, die dienen . Dazu gehören auch die Angehörigen
    der Angehörigen der Bundeswehr . Ich wünsche Ihnen
    Gottes Segen .

    Danke .


    (Beifall bei der SPD und der CDU/CSU – Dr . Tobias Lindner [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Amen!)




Rede von Ulla Schmidt
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)

Vielen Dank . – Damit ist die Aussprache beendet .

Wir kommen zur Abstimmung über den Einzel-
plan 14 – Bundesministerium der Verteidigung – in der
Ausschussfassung . Wer stimmt dafür? – Wer stimmt da-
gegen? – Wer enthält sich? – Der Einzelplan 14 ist mit
den Stimmen der Koalitionsfraktionen gegen die Oppo-
sition angenommen .

Ich rufe den Tagesordnungspunkt I .12 auf:

Einzelplan 23
Bundesministerium für wirtschaftliche Zu-
sammenarbeit und Entwicklung

Drucksachen 18/9824, 18/9825

Berichterstatter zu diesem Einzelplan sind die Abge-
ordneten Volkmar Klein, Sonja Steffen, Michael Leutert
und Anja Hajduk .

Zu dem Einzelplan 23 liegen ein Änderungsantrag
der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und zwei Ent-
schließungsanträge der Fraktion Die Linke vor . Über die
Entschließungsanträge werden wir am Freitag nach der
Schlussabstimmung abstimmen .

Nach einer interfraktionellen Vereinbarung sind für
die Aussprache 96 Minuten vorgesehen . – Ich höre kei-
nen Widerspruch . Dann ist das so beschlossen .

Ich eröffne die Aussprache . Das Wort hat der Kollege
Michael Leutert, Fraktion Die Linke .


(Beifall bei der LINKEN)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Michael Leutert


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (None)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (DIE LINKE.)


    Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen!

    Herr Minister, im September haben Sie uns einen Ent-
    wurf vorgelegt, der knapp 8 Milliarden Euro umfasste,
    und heute sprechen wir über einen Etat von 8,5 Milli-
    arden Euro, der zur Abstimmung steht . Das heißt, wir
    haben in den Haushaltsverhandlungen noch einmal nach-
    gesteuert, nachgebessert und etwas über 500 Millionen
    Euro draufgepackt .

    Diese Gelder werden insbesondere für die Krisen-
    bewältigung – 100 Millionen Euro –, aber auch für die
    bilaterale Zusammenarbeit eingesetzt . Das heißt, diese
    Gelder werden genutzt, damit die KfW und die GIZ ord-
    nungsgemäß ausgestattet sind, um die Zusammenarbeit
    bei den Projekten, die wir hier beschließen, auch tech-
    nisch  und finanziell  durchführen  zu  können.  Ich  hoffe, 
    dass wir an dem Punkt besser ausgestattet sind als dieses
    Jahr und nicht wieder eine solch peinliche Situation wie
    im Herbst dieses Jahres im Haushaltsausschuss erleben,
    wo zwischen Auswärtigem Amt und GIZ über die über-
    planmäßigen Ausgaben gestritten wurde, bis das Kanz-
    leramt eingeschaltet werden musste .

    50 Millionen Euro mehr werden für die „Sonderini-
    tiative Fluchtursachen bekämpfen“ ausgegeben . All das
    findet unsere Zustimmung.


    (Johannes Selle [CDU/CSU]: Da bin ich gespannt!)


    Allerdings bleiben mindestens zwei große Baustellen,
    und es hilft nichts, dass man, wenn nichts getan wird, auf
    Kritik verzichtet, sondern wir müssen sie immer wieder
    anbringen .

    Die erste Baustelle ist das Ziel, 0,7 Prozent vom
    Bruttoinlandsprodukt für Entwicklungszusammenarbeit
    auszugeben . Es ist einfach bitter und traurig, dass wir das
    noch immer nicht geschafft haben .


    (Beifall bei der LINKEN)


    Liebe Kolleginnen und Kollegen, heute früh hat die
    Kanzlerin hier allgemein zum Haushalt 2017 Stellung
    genommen . Wer aufmerksam zugehört hat, konnte fest-
    stellen: Es gab freundliche Worte in Richtung Entwick-
    lungszusammenarbeit – die Zahl 0,7 hat sie aber nicht
    in den Mund genommen –, und es gab eine ausführliche

    Heidtrud Henn






    (A) (C)



    (B) (D)


    Würdigung des Verteidigungsetats, wobei sich die Kanz-
    lerin sehr dafür starkgemacht hat, dass in Zukunft 2 Pro-
    zent des Bruttoinlandproduktes für Verteidigung ausge-
    geben werden . Um einmal klarzumachen, um wie viel
    Geld es da geht: Im Entwicklungsbereich bräuchten wir
    25 Milliarden Euro – knapp 10 Milliarden Euro haben
    wir schon –, also 15 Milliarden Euro mehr . Im Verteidi-
    gungsbereich geht es um 65 bis 70 Milliarden Euro, also
    um ein Mehr von ungefähr 30 Milliarden Euro .

    Ich will das einmal von einer anderen Seite aus be-
    leuchten: Ich glaube, uns alle in diesem Hause eint, dass
    wir dafür sind, dass überall Frieden herrscht . Ich glaube,
    uns eint, dass wir überall Sicherheit für die Menschen
    haben wollen . Uns eint wahrscheinlich auch, dass wir für
    soziale Gerechtigkeit einstehen wollen . Vielleicht gibt es
    da ein paar unterschiedliche Interpretationen, aber wei-
    testgehend sind wir uns einig .

    Ich glaube, wir sind uns auch darüber einig, wo die
    Ursachen dafür zu suchen sind, dass nicht überall Frie-
    den herrscht, dass nicht überall Gerechtigkeit herrscht
    und die Menschen nicht überall in Sicherheit leben . Die
    Ursachen sind Krieg, Umweltzerstörung, Klimawandel
    und damit einhergehende Klimakatastrophen . Ursachen
    sind auch der ungerechte Welthandel und ungerechte
    Weltwirtschaftsbeziehungen .

    Das heißt, wenn wir die Ziele Frieden, Sicherheit,
    Gerechtigkeit erreichen wollen, müssen diese Ursachen
    bekämpft werden, und dafür sind die Sonderinitiativen
    ein geeignetes Instrument . Das bedeutet: Jeder Euro, den
    wir in Entwicklungszusammenarbeit stecken, jeder Euro,
    den wir in das Engagement gegen den Klimawandel ste-
    cken, jeder Euro, den wir in die Hand nehmen, um Hun-
    ger und Armut zu bekämpfen oder Bildungskapazitäten
    und medizinische Betreuung aufzubauen, ist ein Euro für
    effektive Verteidigungspolitik . Wenn wir das verstanden
    haben, können wir in Zukunft vielleicht auch darüber re-
    den, im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit 2 Pro-
    zent des Bruttoinlandproduktes in die Hand zu nehmen,
    um damit zu arbeiten .


    (Beifall bei der LINKEN und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Dann bräuchte man vielleicht nur noch 0,7 Prozent für
    das Militär . Das wäre das richtige Verhältnis, das wären
    die richtigen Maßnahmen . Ich glaube, wir würden damit
    mehr Sicherheit bewirken und das auch noch nachhaltig .

    Nun wissen wir alle aber auch: Geld allein genügt
    nicht, um die Probleme zu lösen . Und ob wir 0,7 oder
    2 Prozent für Entwicklungszusammenarbeit ausgeben:
    Wir werden damit nicht alle Probleme lösen können .
    Deshalb brauchen wir Partner . Das ist die zweite große
    Baustelle . Wir müssen uns erstens darum bemühen, dort
    in Zukunft – es gibt zwei Andockstellen für Partner; eine
    ist die europäische Ebene – zu einer stärkeren Koordi-
    nierung und Abstimmung zu kommen, und wir müssen
    zweitens internationale Organisationen einbinden und
    internationale Programme umsetzen . Es wird sehr viel
    Geld in die Hand genommen, um bilaterale Entwick-
    lungszusammenarbeit auf den Weg zu bringen . Viel zu
    wenig Geld wird in die Hand genommen, um multila-

    terale Entwicklungszusammenarbeit abgestimmt auf den
    Weg zu bringen .


    (Johannes Selle [CDU/CSU]: Würde es dann besser?)


    – Ja, weil wir mit unseren begrenzten Mitteln und Res-
    sourcen allein die Probleme nicht lösen können .

    Die Europäische Union ist derzeit nicht in der besten
    Verfassung . Wäre es nicht ein lohnender Gedanke – es
    würde allen helfen, und ich glaube, dass alle Mitglieds-
    länder der Europäischen Union ein Interesse daran ha-
    ben, die Fluchtursachen und Krisen zu beseitigen –, sich
    in diesem Punkt abzustimmen? Um diese Sache könnten
    sich die europäischen Staaten gemeinsam kümmern und
    sie so zu einem guten Ergebnis führen . Vielleicht könn-
    ten wir da zu größeren Fortschritten kommen, als wenn
    jedes Land seine eigenen Pläne macht und seine eigenen
    Initiativen entwickelt .

    Die zweite Art von Partnern – das habe ich schon
    vorhin in meiner Rede zum Haushalt des Auswärtigen
    Amtes gesagt – sind auf internationaler Ebene Organi-
    sationen wie das Kinderhilfswerk und das UN-Flücht-
    lingshilfswerk . Daneben gibt es auch Programme wie
    das Welternährungsprogramm . Jedes Jahr müssen diese
    Institutionen und diese Programme – das ist einfach eine
    beschämende Situation – um Geld betteln, damit sie aus-
    kömmlich ausgestattet sind, um die Aufgaben zu erledi-
    gen, um die wir sie bitten .

    Es kann nicht sein, dass Deutschland jedes Jahr knapp
    300 Millionen Euro an das Flüchtlingshilfswerk zahlt
    und Russland nur 2 Millionen Euro. Ich finde, wir brau-
    chen einen internationalen Mechanismus – dafür ist jetzt
    die Zeit gekommen –, der an bestimmte Wirtschaftsdaten
    gekoppelt ist, um festzulegen, wie hoch der Pflichtbeitrag 
    ist, der an diese Organisationen gezahlt werden muss, da-
    mit wir auf internationaler Ebene bei den Themen „Be-
    kämpfung der Fluchtursachen“ sowie „Friedenssiche-
    rung“ vorankommen .

    Vielen Dank .


    (Beifall bei der LINKEN)