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ID1811902400

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 18/119 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 119. Sitzung Berlin, Dienstag, den 8. September 2015 Inhalt Glückwünsche zum heutigen Geburtstag des Abgeordneten Wolfgang Gehrcke . . . . . . . . . 11513 A Glückwünsche zum Geburtstag des Bundes- ministers Dr . Gerd Müller sowie der Abge- ordneten Anette Hübinger, Arnold Vaatz, Kees de Vries, Gerda Hasselfeldt, Josef Göppel, Manfred Zöllmer, Dr . Hans-Peter Uhl und Erika Steinbach . . . . . . . . . . . . . . . . 11513 B Nach Deutschland kommende Flüchtlinge . . 11513 B Tagesordnungspunkt 1: a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes über die Feststellung des Bundes- haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2016 (Haushaltsgesetz 2016) Drucksache 18/5500 . . . . . . . . . . . . . . . . . 11514 C b) Beratung der Unterrichtung durch die Bun- desregierung: Finanzplan des Bundes 2015 bis 2019 Drucksache 18/5501 . . . . . . . . . . . . . . . . . 11514 C Dr . Wolfgang Schäuble, Bundesminister BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11514 D Allgemeine Finanzdebatte (einschließlich Einzelpläne 08, 20, 32 und 60) Dr . Dietmar Bartsch (DIE LINKE) . . . . . . . . 11520 C Carsten Schneider (Erfurt) (SPD) . . . . . . . . . 11522 B Sven-Christian Kindler (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11524 C Ralph Brinkhaus (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 11526 B Eckhardt Rehberg (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 11528 B Dr . Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . 11530 B Johannes Kahrs (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11531 B Dr . Tobias Lindner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜ- NEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11533 A Bartholomäus Kalb (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 11534 B Lothar Binding (Heidelberg) (SPD) . . . . . . . . 11535 C Antje Tillmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 11537 B Kerstin Radomski (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 11539 A Einzelplan 15 Bundesministerium für Gesundheit Hermann Gröhe, Bundesminister BMG . . . . 11540 D Dr . Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . 11543 A Dr . Karl Lauterbach (SPD) . . . . . . . . . . . . . . 11544 B Kordula Schulz-Asche (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11546 A Dr . Georg Nüßlein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 11547 B Kordula Schulz-Asche (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11547 D Dr . Karl Lauterbach (SPD) . . . . . . . . . . . . 11548 B Harald Weinberg (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . 11550 A Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 119 . Sitzung . Berlin, Dienstag, den 08 . September 2015II Petra Hinz (Essen) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 11551 C Elisabeth Scharfenberg (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11553 D Maria Michalk (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 11555 C Burkhard Blienert (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 11557 C Helmut Heiderich (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 11558 B Einzelplan 07 Bundesministerium der Justiz und für Ver- braucherschutz Heiko Maas, Bundesminister BMJV . . . . . . . 11560 C Roland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . 11562 D Dr . Patrick Sensburg (CDU/CSU) . . . . . . . . . 11564 A Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11565 B Katja Keul (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . 11567 B Dennis Rohde (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11568 D Harald Petzold (Havelland) (DIE LINKE) . . 11570 A Mechthild Heil (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 11571 D Nicole Maisch (BÜNDNIS 90/DIE GRÜ- NEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11573 A Dr . Johannes Fechner (SPD) . . . . . . . . . . . . . 11574 D Dr . Volker Ullrich (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 11576 A Halina Wawzyniak (DIE LINKE) . . . . . . . 11577 D Nicole Maisch (BÜNDNIS 90/DIE GRÜ- NEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11577 C Elvira Drobinski-Weiß (SPD) . . . . . . . . . . . . 11578 B Klaus-Dieter Gröhler (CDU/CSU) . . . . . . . . 11579 C Einzelplan 06 Bundesministerium des Innern Dr . Thomas de Maizière, Bundesminister BMI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11581 C Jan Korte (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . 11583 D Dr . Eva Högl (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11584 D Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) 11586 C Thomas Strobl (Heilbronn) (CDU/CSU) . . . . 11587 D Ulla Jelpke (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . 11589 C Burkhard Lischka (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 11590 D Luise Amtsberg (BÜNDNIS 90/DIE GRÜ- NEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11592 B Dr . André Berghegger (CDU/CSU) . . . . . . . . 11593 C Gabriele Fograscher (SPD) . . . . . . . . . . . . . . 11595 C Dr . Reinhard Brandl (CDU/CSU) . . . . . . . . . 11596 D Matthias Schmidt (Berlin) (SPD) . . . . . . . . . . 11598 C Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11599 C Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . . 11601 A (A) (C) (B) (D) Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 119 . Sitzung . Berlin, Dienstag, den 08 . September 2015 11513 119. Sitzung Berlin, Dienstag, den 8. September 2015 Beginn 10 .00 Uhr
  • folderAnlagen
    Matthias Schmidt (Berlin) (A) (C) (B) (D) Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 119 . Sitzung . Berlin, Dienstag, den 08 . September 2015 11601 Anlagen zum Stenografischen Bericht Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Beck (Bremen), Marieluise BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 08 .09 .2015 Becker, Dirk SPD 08 .09 .2015 Dröge, Katharina BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 08 .09 .2015 Groth, Annette DIE LINKE 08 .09 .2015 Hartmann (Wackern- heim), Michael SPD 08 .09 .2015 Heil (Peine), Hubertus SPD 08 .09 .2015 Heller, Uda CDU/CSU 08 .09 .2015 Irlstorfer, Erich CDU/CSU 08 .09 .2015 Kiziltepe, Cansel SPD 08 .09 .2015 Klein-Schmeink, Maria BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 08 .09 .2015 Kolbe, Daniela SPD 08 .09 .2015 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Lenkert, Ralph DIE LINKE 08 .09 .2015 Mihalic, Irene BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 08 .09 .2015 Pfeiffer, Sibylle CDU/CSU 08 .09 .2015 Renner, Martina DIE LINKE 08 .09 .2015 Röspel, René SPD 08 .09 .2015 Sarrazin, Manuel BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 08 .09 .2015 Schlecht, Michael DIE LINKE 08 .09 .2015 Schwarzelühr-Sutter, Rita SPD 08 .09 .2015 Steinbrück, Peer SPD 08 .09 .2015 Tressel, Markus BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 08 .09 .2015 Veit, Rüdiger SPD 08 .09 .2015 Satz: Satzweiss.com, Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken, www.satzweiss.com Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim, www.printsystem.de http://www.satzweiss.com http://www.printsystem.de http://www.betrifft-gesetze.de 119. Sitzung Inhaltsverzeichnis TOP 1 Einbringung Haushaltsgesetz 2016 Epl 08, Epl 20, Epl 32, Epl 60 Allgemeine Finanzdebatte Epl 15 Gesundheit Epl 07 Justiz und Verbraucherschutz Epl 06 Innen Anlagen
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Kerstin Radomski


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und

    Kollegen! Als ich die Vorredner von der Opposition ge-
    hört habe, war ich enttäuscht .


    (Dr . Tobias Lindner [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Wir können gerne noch einmal reden!)


    In einer meiner letzten Reden habe ich Sie aufgefordert,
    sich doch einmal mit uns über ein Ende der Neuverschul-
    dung in den letzten beiden Haushalten zu freuen . Nun
    muss ich aber erleben, dass der Kollege Tobias Lindner
    hier ein Foto der Haushalts-AG der CDU/CSU-Fraktion
    zeigt, auf dem eine von mir gezeichnete schwarze Null
    zu sehen ist . Herr Bartsch sitzt, nachdem ihm das Foto
    von Tobias Lindner übergeben wurde, da und schaut es
    sich an . Das scheint bei Ihnen noch nicht angekommen
    zu sein .


    (Dr . Dietmar Bartsch [DIE LINKE]: Ich bin fasziniert! Ich rahme es ein! – Lothar Binding nis! – Heiterkeit und Beifall bei der CDU/ CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    (Heidelberg) [SPD]: Das ist ein Missverständ-


    Sie haben offensichtlich noch immer nicht verstanden,
    dass wir es zum ersten Mal seit Jahrzehnten im Bund ge-
    schafft haben, ein Ende der Neuverschuldung herbeizu-
    führen . Vielleicht sind wir so schnell, dass der eine oder
    andere nicht mehr Schritt halten kann; denn wir erwarten
    nun sogar ein Haushaltsplus in Milliardenhöhe . Das liegt
    natürlich an der guten Konjunktur und der guten Be-
    schäftigungslage in unserem Land .


    (Sven-Christian Kindler [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: An den niedrigen Zinsen!)


    Liebe Kolleginnen und Kollegen von der Oppositi-
    on, wenn wir auf unsere Nachbarländer schauen, dann

    stellen wir fest, dass diese uns um die Entwicklungen in
    Deutschland beneiden, um unsere wirtschaftliche Stärke
    und unsere soliden Finanzen und darum, dass wir das al-
    les trotz sehr bewegter Zeiten haben . Unser Garant für
    diese Finanzpolitik und das Augenmaß, das dieser Politik
    zugrunde liegt, und auch für das unbedingte Pochen auf
    Reformen in Griechenland ist Wolfgang Schäuble, unser
    Finanzminister, dem dafür unser Dank gilt .


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Gerade angesichts eines Haushaltsplus in Milliarden-
    höhe kommt es jetzt darauf an, Augenmaß zu bewah-
    ren und sich nicht in ideologische Verteilungskämpfe
    zu versteigen; denn in diesen Wochen erleben wir eine
    Situation, die keiner von uns erwartet hat und die uns
    als verantwortliche Politiker vor enorme, vor allem auch
    finanzielle Herausforderungen stellt. Ich möchte mich
    heute in dieser Debatte deshalb auch dem Flüchtlingsthe-
    ma und seiner Finanzierung zuwenden .

    Hunderttausende Flüchtlinge kommen derzeit in unser
    Land, von denen viele auch dauerhaft bleiben werden .
    Angesichts dieses Ausmaßes brauchen wir gemeinsame
    Lösungen statt Streit und parteipolitische Grabenkämp-
    fe . Die Beschlüsse der Koalition vom Sonntagabend sind
    wegweisend für die kommenden Wochen und die zu er-
    wartenden Mehrkosten; denn die Bundesarbeitsministe-
    rin hat gegenüber dem Finanzminister für das kommende
    Jahr schon einen Mehrbedarf von 3,3 Milliarden Euro
    angemeldet . Wir wissen alle, dass dies auch andere Res-
    sorts betreffen wird .

    Für die Flüchtlinge, die kommen, geht es um viel,
    etwa um Sprachkurse oder Maßnahmen zur Aufnahme
    einer Arbeit . Viele Menschen, die in diesen Wochen an-
    kommen, hatten bisher nicht das Lebensziel, ihre Heimat
    zu verlassen . Sie waren Ladenbesitzer, Ärzte, Handwer-
    ker; aber ihre Heimat ist zerstört. Diese Menschen be-
    nötigen unsere Hilfe . Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    wir wissen, dass das nicht leicht wird und auch unsere
    Bevölkerung vor Herausforderungen stellt . Dennoch –
    das möchte ich auch in einer Debatte wie dieser sagen, in
    der es eher um große Zahlen als um einzelne Schicksale
    geht – nehmen wir Flüchtlinge auf, die vor Krieg und
    Terror fliehen und bei uns Schutz suchen, und wir heißen
    sie auch willkommen .


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Wir nehmen ebenso die Sorgen von Teilen der Bevölke-
    rung angesichts der neuen Situation ernst; aber dumpfe
    Vorurteile gegen Flüchtlinge bringen niemanden weiter .

    Lassen Sie mich im Rahmen dieser Beratungen einige
    Beispiele dafür nennen, dass der Bund deutlich mehr leis-
    tet als bisher . Im Bundeshaushalt 2016 wurden die Mittel
    des Bundesinnenministeriums für Integrationskurse um
    40 Millionen Euro auf 309 Millionen Euro erhöht . Im
    vergangenen Jahr haben rund 700 000 Menschen einen
    Integrationskurs erfolgreich abgeschlossen . Natürlich
    wissen wir alle: Die Teilnehmerzahlen werden noch stei-
    gen . Die Bundesregierung plant, Integrationskurse auch
    für geduldete Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive
    zu öffnen . Zudem gibt es in den Städten Berlin, Dort-
    mund, Duisburg und München ein Modellprojekt, vom

    Antje Tillmann






    (A) (C)



    (B) (D)


    Bund finanziert, mit sozialpädagogischer Betreuung der
    Kursteilnehmer .

    Wir wissen alle: Der Erwerb von Deutschkenntnissen
    ist eine, wenn nicht sogar die entscheidende Grundvor-
    aussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
    in unserem Land . In den rund 600 Stunden umfassenden
    Sprachkursen lernen die Teilnehmer Deutsch, aber auch
    wichtige Themen des alltäglichen Lebens, wie zum Bei-
    spiel „Arbeit und Beruf“ oder „Ausbildung und Erzie-
    hung“ .

    In diesem Zusammenhang möchte ich einer Forde-
    rung nach der Aussetzung der Schulpflicht für Kinder
    von Asylbewerbern, die vor einigen Tagen zu hören war,
    eine klare Absage erteilen .


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD)


    Wir dürfen die Jüngsten – und das ist fast ein Drittel de-
    rer, die um Asyl bitten – nicht im Stich lassen, sondern
    müssen ihnen ein Fundament der Bildung und Berufsper-
    spektive geben .


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD sowie des Abg . Matthias W . Birkwald [DIE LINKE])


    Deshalb ist es richtig, dass das Bundeskabinett unter
    Leitung von Angela Merkel vor kurzem beschlossen hat,
    dass die Bundesagentur für Arbeit nicht länger zustim-
    men muss, wenn es um Praktika zur Berufsorientierung
    für Geduldete und Asylbewerber geht . Das Bundespro-
    gramm für junge Flüchtlinge „Willkommen bei Freun-
    den“ wird von vielen zusätzlichen Maßnahmen begleitet,
    darunter die kindgerechte Ausstattung von Flüchtlings-
    unterkünften, die Förderung von Müttern mit Migrati-
    onshintergrund und eine gezielte Unterstützung junger
    Migranten . Es gibt unzählige weitere Maßnahmen, zum
    Beispiel die Möglichkeit, in Zukunft auch BAföG und
    Berufsbildungsbeihilfe zu beantragen oder an der assis-
    tierten Ausbildung teilzuhaben, die verhindern soll, dass
    es zu Ausbildungsabbrüchen kommt .

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, auch am heutigen
    Tag gilt es, festzuhalten, dass der Bund seiner Verantwor-
    tung nachkommt und die notwendigen finanziellen Mit-
    tel zur Verfügung stellt .

    Aber wenn man jüngsten Zahlen des Kinderhilfs-
    werks der Vereinten Nationen hört, dann wird einem
    anders: Derzeit können vier von zehn Kindern in den
    Konfliktländern Syrien, Libyen, Irak, Jemen und Sudan
    nicht zur Schule gehen . Das sind nicht weniger als rund
    14 Millionen junge Menschen, die ihrer Bildungspers-
    pektive beraubt sind .

    Dabei ist mit Blick auf den Bundeshaushalt auch nicht
    zu vergessen, dass Deutschland allein seit Ausbruch des
    Bürgerkriegs in Syrien mit mehr als 1 Milliarde Euro vor
    Ort geholfen hat . Wir können nicht von heute auf morgen
    alles ändern; aber die eben genannten Maßnahmen sind
    ein erster Schritt, die Situation zu verbessern .

    Doch auch ohne Fokussierung auf die aktuelle Flücht-
    lingsthematik ist es eine Tatsache, dass wir in unserem
    Land generell mehr Lehrer, Erzieher und Sozialarbeiter

    benötigen . Beim jüngst veröffentlichten ifo-Bildungsba-
    rometer 2015 bestätigten rund drei Viertel der Befragten,
    dass die Schul- und Bildungspolitik ein zentrales The-
    ma für die Menschen in unserem Land ist und dass die-
    ses Thema auch für ihre persönliche Wahlentscheidung
    wichtig ist .

    So möchte ich zumindest kurz noch darauf eingehen,
    dass der Bund auch in anderen Bildungsbereichen stär-
    ker tätig wird, zum Beispiel bei der Modernisierung und
    Stärkung der beruflichen Bildung. Die Ausgaben hierfür
    werden um 7 Prozent erhöht . Die Ausgaben für den in-
    ternationalen Austausch und die Zusammenarbeit in der
    beruflichen Bildung werden um 15,6 Prozent gesteigert.
    Und nicht zuletzt: Das BAföG für Studierende wird im
    kommenden Jahr um 5,5 Prozent erhöht .

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Aufwüchse in
    diesen Zukunftsfeldern sind wichtig für unser Land . Für
    den Gesamtetat betone ich zum Abschluss noch einmal:
    Halten wir trotz des Haushaltsplus Maß, um die notwen-
    digen Ausgaben für die Zukunft tätigen zu können! So
    müssen natürlich zunächst einmal die konkreten Kosten
    der Flüchtlingshilfen betrachtet werden und muss die
    Steuerschätzung im Herbst abgewartet werden .


    (Andreas Mattfeldt [CDU/CSU]: Das ist ganz richtig!)


    Begeben wir uns angesichts der jüngsten Entwicklungen
    nicht in parteipolitische Grabenkämpfe, sondern wenden
    wir uns gemeinsam der Verantwortung zu und werden
    dieser auch gerecht! Die Menschen, die unsere Hilfe
    benötigen, haben dies verdient – und natürlich auch das
    deutsche Volk .

    Danke schön .


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)




Rede von Ulla Schmidt
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)

Vielen Dank . – Liebe Kolleginnen und Kollegen, es

liegen keine weiteren Wortmeldungen zur allgemeinen
Finanzdebatte vor .

Wir kommen dann zum Geschäftsbereich des Bundes-
ministeriums für Gesundheit, Einzelplan 15 .

Es wäre schön, wenn Sie jetzt zügig Ihre Plätze ein-
nehmen würden . Dann hätte nämlich der Bundesminister
Hermann Gröhe, dem ich jetzt das Wort für die Bundes-
regierung gebe, die notwendige Aufmerksamkeit .


(Beifall bei der CDU/CSU)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Hermann Gröhe


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (None)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen!

    Die Menschen in unserem Land vertrauen dem Gesund-
    heitswesen, geben ihm in Umfragen immer wieder Best-
    noten . Sie wissen: Im Falle von Unfall, von Krankheit,
    von Pflegebedürftigkeit können sie sich in diesem Land
    wie nur in ganz wenigen Ländern der Welt darauf verlas-
    sen, dass sie die erforderliche Hilfe erhalten . 5 Millionen
    Menschen geben in diesem Land in den unterschiedlichs-
    ten Bereichen unseres Gesundheitswesens ihr Bestes, da-
    mit es anderen besser geht .

    Kerstin Radomski






    (A) (C)



    (B) (D)


    Zugleich wissen die Menschen aber auch, dass un-
    ser Gesundheitswesen vor großen Herausforderungen
    steht . Die erfreulicherweise ansteigende Lebenserwar-
    tung, auch das Ergebnis einer gesünderen Lebens- und
    Arbeitsweise sowie des medizinischen Fortschritts, führt
    zu einer steigenden Zahl hochbetagter, mehrfach und
    chronisch erkrankter pflegebedürftiger Menschen. Bei-
    spielhaft sei die wachsende Zahl demenziell Erkrankter
    in unserem Land genannt .

    Die deutlich abnehmende Zahl erwerbstätiger Menschen
    und ein zum Teil massiver Bevölkerungsrückgang in ein-
    zelnen ländlichen Regionen werfen weitere Fragen auf:
    Wie steht es um eine gute medizinische und pflegerische
    Versorgung im ländlichen Raum? Wie stellen wir ange-
    sichts schon jetzt fehlender Fachkräfte beispielsweise im
    Pflegebereich den wachsenden Fachkräftebedarf im Ge-
    sundheitswesen sicher? So sorgen innovative Therapien,
    Arzneimittel und Medizinprodukte für Hoffnung bei Er-
    krankten, weisen uns aber auch auf die Herausforderung
    hin, auch weiterhin alle Menschen in unserem Land am
    medizinischen Fortschritt in guter Weise teilhaben zu las-
    sen . Die Bürger erwarten zu Recht, dass wir uns diesen
    Fragen stellen, und wir tun das .


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Bei den zahlreichen Gesetzgebungsvorhaben im
    Gesundheitsbereich gilt: Stets verbinden wir die pati-
    entenorientierte Ausgestaltung der Leistungen für Pfle-
    gebedürftige und Kranke mit Maßnahmen und Regeln,
    die zeigen, dass wir die nachhaltige Leistungsfähigkeit
    unseres Gesundheitswesens im Blick haben und stärken .

    In dieser Haushaltsberatung will ich mit der nachhalti-
    gen Finanzierung unseres Gesundheitswesens beginnen .
    Unsere leistungsstarke gesetzliche Krankenversicherung
    ist finanziell solide aufgestellt.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    In der Jahresmitte 2015 gab es bei Gesundheitsfonds und
    gesetzlicher Krankenversicherung Reserven von rund
    24 Milliarden Euro . 20 Millionen Menschen in diesem
    Land konnten zu Jahresbeginn von niedrigeren Kranken-
    versicherungsbeiträgen profitieren, gemessen an der frü-
    heren Beitragsvorgabe . Diese gute Lage ist das Resultat
    sowohl gesundheitspolitischer Weichenstellung als auch
    der guten wirtschaftlichen Lage in unserem Land .

    Ein leistungsstarkes solidarisches Gesundheitswesen
    braucht eine starke Wirtschaft und eine gute Entwicklung
    auf dem Arbeitsmarkt . Richtig war es deshalb, dass wir
    in den Jahren 2014 und 2015 durch eine vorübergehen-
    de Absenkung des Bundeszuschusses einen Beitrag zur
    Haushaltskonsolidierung und damit zur Wachstumsför-
    derung in unserem Land geleistet haben . Nun halten wir
    Wort . Im Jahr 2016 wird dieser Bundeszuschuss 14 Mil-
    liarden Euro, ab dem Jahr 2017 dauerhaft 14,5 Milliarden
    Euro betragen . Deshalb ist es richtig, dass sich die Koa-
    litionspartner darauf verständigt haben, den Arbeitgeber-
    beitrag einzufrieren . Mit einer Politik für sichere und gut
    bezahlte Arbeitsplätze stärken wir die Grundlagen unse-
    rer sozialen Sicherheit .


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Zugleich ist klar: Damit Leistungsausweitungen mit
    Augenmaß möglich sind, muss die Effektivität im Sys-
    tem, wo immer vertretbar, erhöht werden . Deshalb zielte
    bereits das erste Gesetz dieser Koalition auf die Verlän-
    gerung des Preismoratoriums bei den Arzneimitteln und
    die Erhöhung des Herstellerabschlags . Das sind Maß-
    nahmen, die die gesetzliche Krankenversicherung um
    jährlich 650 Millionen Euro entlastet haben . Die Verbin-
    dung von konkreten Leistungsverbesserungen für unsere
    Patientinnen und Patienten einerseits und die Stärkung
    struktureller Nachhaltigkeit des Gesundheitswesens an-
    dererseits prägen alle unsere Gesetzesvorhaben .


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Mit dem Versorgungsstärkungsgesetz stärken wir die
    Versorgung im ländlichen Raum, indem wir beispiels-
    weise den Kassenärztlichen Vereinigungen die Mög-
    lichkeit geben, mit konkreten Niederlassungsanreizen
    rechtzeitig die Weichen für eine Sicherstellung des An-
    gebots zu stellen . Wir stärken die Allgemeinmedizin,
    aber auch die Weiterbildung in den grundversorgenden
    Facharztdisziplinen . Zugleich schaffen wir mit einem
    neuen Innovationsfonds – pro Jahr 300 Millionen Euro
    in den nächsten vier Jahren – die Voraussetzung, sektor-
    übergreifende Versorgungsformen zu erproben, um sie
    alsbald in die Regelversorgung einzuführen . Wir haben
    lange genug Mauern zwischen den Sektoren gebaut . Mit
    diesem Innovationsfonds bauen wir Brücken für die Pati-
    entinnen und Patienten .


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Zugleich erhöhen wir damit auch die Wirtschaftlichkeit
    der Leistungserbringung im Gesundheitswesen .

    Mit der Krankenhausreform sichern wir gut erreich-
    bare Krankenhausversorgung und machen im Interesse
    der Patientinnen und Patienten die Qualität der Kran-
    kenhausleistung zum entscheidenden Maßstab künftiger
    Krankenhausplanung . Wir verbinden die Sicherstellung
    ortsnaher Grund- und Regelversorgung mit besserer Fi-
    nanzierung der besonderen Aufgaben von Zentren, etwa
    in den Hochschulkliniken oder im Bereich der Notfall-
    versorgung, aber auch mit dem Abbau von Überversor-
    gung und mit einem strukturierten Zweitmeinungsver-
    fahren, um überflüssige Operationen zu vermeiden. Das
    ist im Interesse der Patientinnen und Patienten und stei-
    gert die nachhaltige Leistungsfähigkeit unseres Gesund-
    heitswesens .


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Der Forderung eines selbstbestimmten Lebens gerade
    älterer Patientinnen und Patienten – dabei denke ich bei-
    spielsweise an die Arzneimitteltherapiesicherheit, an den
    Medikationsplan sowie an eine bessere Zusammenarbeit
    zwischen den unterschiedlichen Leistungserbringern, auf
    die gerade mehrfach und chronisch erkrankte Menschen
    angewiesen sind – dient unser Gesetz für die sichere di-
    gitale Kommunikation und Anwendung im Gesundheits-
    wesen, kurz E-Health-Gesetz . Zugleich stärkt es den Da-
    tenschutz in diesem wichtigen Bereich .

    Bundesminister Hermann Gröhe






    (A) (C)



    (B) (D)


    Mit dem Präventionsgesetz haben wir eine jahrelan-
    ge Debatte zu einem guten Ergebnis geführt . Wir stärken
    die Gesundheitsförderung in allen Lebensbereichen, von
    der Kita über die Schulen und den Arbeitsplatz bis hin
    zur Altenpflege. Dies dient der Lebensqualität der Men-
    schen, da lebensstilbedingte Krankheiten vermieden oder
    in ihrem Verlauf günstig beeinflusst werden können. Das
    dient aber auch der nachhaltigen Leistungsfähigkeit un-
    seres Gesundheitssystems .


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Im Haushalt unterstützen wir die Ziele des Präventions-
    gesetzes beispielsweise mit 3 Millionen Euro für Infor-
    mationskampagnen zur Erhöhung der Impfrate, aber
    auch erstmals mit 3 Millionen Euro für Projekte zur Ver-
    meidung von Diabetes mellitus .

    Meine Damen, meine Herren, einen echten Kraftakt
    stemmen wir bei der umfangreichen Stärkung der Pflege
    in Deutschland. Jahrelang wurde über den neuen Pflege-
    bedürftigkeitsbegriff diskutiert . Jetzt kommt er .


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Damit erhalten demenziell erkrankte Menschen erstmals
    einen gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der
    Pflegeversicherung. Damit wird sich die Pflege künftig
    stärker an der individuellen Bedürftigkeit, aber auch an
    den individuellen Möglichkeiten der Pflegebedürftigen
    oder des Pflegebedürftigen ausrichten. Individuellere
    Pflege ist unser Ziel. Bereits zum 1. Januar dieses Jahres
    haben wir mit einer umfassenden Leistungsverbesserung
    nicht zuletzt die Situation von demenziell erkrankten
    Pflegebedürftigen und deren Angehörigen verbessert und
    den Grundsatz „ambulant vor stationär“ gestärkt, der dem
    Wunsch der allermeisten Menschen entspricht, möglichst
    lange, auch pflegebedürftig, zu Hause leben zu können.

    Wenn wir jetzt den Grundsatz „Reha vor Pflege“ mit
    Leben füllen wollen, dann dient auch dies der Lebens-
    qualität des Einzelnen, da wir Pflegebedürftigkeit verhin-
    dern, hinauszögern oder im Verlauf günstig beeinflussen.
    Es dient aber auch der Nachhaltigkeit unserer Struktur
    zur Absicherung im Falle von Pflegebedürftigkeit.

    Diese umfassende Leistungsverbesserung von unge-
    fähr 20 Prozent wird durch eine Beitragserhöhung von
    0,5 Prozent paritätisch von Arbeitgebern und Arbeitneh-
    mern aufgebracht . Dies ist unserer Überzeugung nach
    gut angelegtes Geld . Wir wissen, dass die überwältigen-
    de Mehrheit der Menschen in diesem Land diese Bei-
    tragserhöhung bejaht, weil gute Pflege ein Ausdruck der
    Menschlichkeit in unserer Gesellschaft ist .


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Zugleich gibt es wohl kaum einen Bereich, in dem
    Hilfe des Sozialstaats in dieser Weise Hilfe zur Selbsthil-
    fe ist . Vergegenwärtigen wir uns einmal, dass ganz viele
    pflegebedürftige ältere Menschen von selbst in hohem
    Alter befindlichen Pflegepersonen bzw. Partnerinnen und
    Partnern gepflegt werden. Diese haben wahrlich unsere
    Unterstützung verdient. Mit dem Pflegevorsorgefonds

    sorgen wir zugleich dafür, dass dieser Leistungsausbau
    in generationengerechter Weise gestaltet wird .

    Dankbar bin ich für den großen Konsens, der in die-
    sem Haus herrscht im Hinblick auf die Verbesserung in
    der Palliativ- und Hospizversorgung . Was wir an guter
    medizinischer, pflegerischer und menschlicher Beglei-
    tung Schwerstkranker und Sterbender heute leisten kön-
    nen, muss auch überall in diesem Land angeboten wer-
    den .


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Ich danke in diesem Zusammenhang den rund 100 000
    Menschen, die ehrenamtlich im Bereich der Hospizver-
    sorgung tätig sind .

    Die Frage einer guten medizinischen Versorgung ist
    zunächst eine lokale Frage, also die Frage nach dem An-
    gebot bei mir vor Ort . Und doch hat uns der Ebolaaus-
    bruch im vergangenen Jahr erneut in eindringlicher Weise
    gezeigt, dass eine gute Gesundheitsversorgung auch eine
    internationale Dimension hat . Deshalb stand in diesem
    Jahr die globale Gesundheitspolitik in besonderer Wei-
    se im Zentrum des Handelns der Bundesregierung . Ich
    nenne die deutsche Gastgeberrolle bei der internationa-
    len Impfallianz im Januar dieses Jahres, die gemeinsame
    Reise mit Bundesminister Gerd Müller nach Westafrika
    mit dem Ziel, den dort Aktiven bei der Hilfe der Länder
    Westafrikas Dank zu sagen, aber auch zu unterstreichen,
    dass wir Lehren aus diesen Vorgängen ziehen wollen,
    die Rede der Bundeskanzlerin vor der Jahreshauptver-
    sammlung der Weltgesundheitsorganisation, aber auch
    die herausragende Rolle, die die Gesundheitsthemen
    beim G-7-Gipfel im bayerischen Elmau gespielt haben .
    In wenigen Wochen werde ich die Gesundheitsminister
    der G-7-Staaten, die Generaldirektorin der WHO und
    weitere internationale Repräsentanten in Berlin begrü-
    ßen, damit wir diesen Prozess vorantreiben, Lehren aus
    der Ebolakrise ziehen und die WHO stärken . Ich danke
    dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit
    dafür, dass wir im Zusammenwirken freiwillig Beiträge
    für die WHO in Höhe von 6 Millionen Euro vorsehen,
    um die Stärkung und den Reformprozess in der WHO
    voranzubringen .


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Zu der gesundheitspolitischen Dimension internatio-
    naler Entwicklung gehört auch eine gute und angemesse-
    ne Versorgung der Flüchtlinge in unserem Land .


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD)


    Ich habe vor wenigen Tagen entsprechende Einrichtun-
    gen in Lebach und St . Wendel im Saarland besucht und
    kann nur sagen: Was dort von Haupt- und Ehrenamtli-
    chen für eine gute Versorgung der ankommenden Flücht-
    linge geleistet wird, verdient höchste Anerkennung und
    jede Unterstützung .


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)


    Bundesminister Hermann Gröhe






    (A) (C)



    (B) (D)


    Die Verabredung der Ministerpräsidenten und Minis-
    terpräsidentinnen mit der Bundeskanzlerin und den Res-
    sorts der Bundesregierung sowie die Beschlüsse der Ko-
    alition vom Sonntag sind eine gute Grundlage, die große
    Herausforderung, zum Beispiel der Erstuntersuchun-
    gen, gemeinsam zu meistern . Dazu führen wir intensive
    Gespräche mit den Ländern . Ich nenne als Stichworte
    nur die Nutzung medizinischen Sachverstands bei den
    Flüchtlingen selbst und die Frage, wie wir die Erstunter-
    suchung schnell und zeitnah umsetzen können .

    Dies alles ist nur zu leisten, weil viele Menschen das
    ihnen Mögliche für eine bestmögliche Versorgung tun .
    Dafür bin ich dankbar . Ich freue mich auf die vor uns
    liegenden Haushaltsberatungen .

    Herzlichen Dank .


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)