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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 18/116 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 116. Sitzung Berlin, Freitag, den 3. Juli 2015 I n h a l t : Glückwünsche zum Geburtstag der Abgeord- neten Petra Crone und Manfred Grund . . . 11283 A Tagesordnungspunkt 32: a) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Ent- wurfs eines Gesetzes zur Verbesse- rung der Zusammenarbeit im Be- reich des Verfassungsschutzes Drucksachen 18/4654, 18/5051, 18/5415 11283 B – Bericht des Haushaltsausschusses ge- mäß § 96 der Geschäftsordnung Drucksache 18/5416 . . . . . . . . . . . . . . 11283 C b) Beschlussempfehlung und Bericht des In- nenausschusses – zu dem Antrag der Abgeordneten Petra Pau, Jan Korte, Dr. André Hahn, wei- terer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Wirksame Alternati- ven zum nachrichtendienstlich ar- beitenden Verfassungsschutz schaf- fen – zu dem Antrag der Abgeordneten Dr. Konstantin von Notz, Hans- Christian Ströbele, Irene Mihalic, wei- terer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Für eine Zäsur und einen Neustart in der deutschen Sicherheitsarchitektur Drucksachen 18/4682, 18/4690, 18/5415 . 11283 D Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister BMI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11284 A Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11285 D Petra Pau (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . 11287 A Dr. Eva Högl (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11288 C Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11291 D Stephan Mayer (Altötting) (CDU/CSU) . . . . 11293 D Dr. Konstantin von Notz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11295 D Uli Grötsch (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11296 D Clemens Binninger (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 11298 B Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11300 B Tagesordnungspunkt 31: a) Antrag der Abgeordneten Markus Kurth, Brigitte Pothmer, Beate Müller-Gemmeke, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Flexible und sichere Rentenübergänge ermögli- chen Drucksache 18/5212 . . . . . . . . . . . . . . . . . 11302 B b) Antrag der Abgeordneten Markus Kurth, Britta Haßelmann, Kordula Schulz-Asche, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Kommu- nales Ehrenamt stärken – Anrechnung von Aufwandsentschädigungen auf die Rente neu ordnen Drucksache 18/5213 . . . . . . . . . . . . . . . . . 11302 B Markus Kurth (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11302 C Peter Weiß (Emmendingen) (CDU/CSU) . . . 11304 B Markus Kurth (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11305 C Inhaltsverzeichnis II Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 116. Sitzung. Berlin, Freitag, den 3. Juli 2015 Matthias W. Birkwald (DIE LINKE) . . . . . . . 11307 A Katja Mast (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11308 D Matthäus Strebl (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 11310 B Kerstin Kassner (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 11311 D Dr. Martin Rosemann (SPD) . . . . . . . . . . . . . 11312 C Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . 11313 D Dr. Carsten Linnemann (CDU/CSU) . . . . . . . 11315 A Dagmar Schmidt (Wetzlar) (SPD) . . . . . . . . . 11316 A Albert Stegemann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 11317 B Ralf Kapschack (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11319 A Tagesordnungspunkt 33: a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes zur Änderung des Berufsqualifika- tionsfeststellungsgesetzes und anderer Gesetze Drucksache 18/5326 . . . . . . . . . . . . . . . . . 11320 B b) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Bericht zum Anerkennungsgesetz 2015 Drucksache 18/5200 . . . . . . . . . . . . . . . . . 11320 B Stefan Müller, Parl. Staatssekretär BMBF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11320 C Sigrid Hupach (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 11322 B Dr. Karamba Diaby (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 11323 B Özcan Mutlu (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11324 D Cemile Giousouf (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 11326 B Dr. Daniela De Ridder (SPD) . . . . . . . . . . . . . 11328 A Tagesordnungspunkt 35: Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes für sichere digitale Kommunikation und An- wendungen im Gesundheitswesen Drucksache 18/5293 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11329 A Annette Widmann-Mauz, Parl. Staats- sekretärin BMG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11329 B Pia Zimmermann (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . 11330 C Dirk Heidenblut (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11331 C Kathrin Vogler (DIE LINKE) . . . . . . . . . . 11332 A Maria Klein-Schmeink (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11333 B Dr. Katja Leikert (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 11334 B Kathrin Vogler (DIE LINKE) . . . . . . . . . . 11334 D Dr. Edgar Franke (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 11336 A Maik Beermann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 11337 B Tagesordnungspunkt 34: a) Antrag der Abgeordneten Pia Zimmermann, Harald Weinberg, Sabine Zimmermann (Zwickau), weiterer Abge- ordneter und der Fraktion DIE LINKE: Bürgerinnen- und Bürgerversicherung in der Pflege – Solidarische Pflegever- sicherung einführen Drucksache 18/5110 . . . . . . . . . . . . . . . . . b) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Gesundheit zu dem An- trag der Abgeordneten Harald Weinberg, Birgit Wöllert, Sabine Zimmermann (Zwi- ckau), weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Private Kranken- versicherung als Vollversicherung ab- schaffen – Hochwertige und effiziente Versorgung für alle Drucksachen 18/4099, 18/5354 . . . . . . . . 11338 C Pia Zimmermann (DIE LINKE) . . . . . . . . . . 11338 C Thomas Stritzl (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 11340 B Elisabeth Scharfenberg (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11342 C Mechthild Rawert (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 11343 C Erich Irlstorfer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 11344 C Heike Baehrens (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11345 D Erwin Rüddel (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 11346 D Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11348 C Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 11349 A Anlage 2 Amtliche Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11349 B Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 116. Sitzung. Berlin, Freitag, den 3. Juli 2015 11283 (A) (C) (D)(B) 116. Sitzung Berlin, Freitag, den 3. Juli 2015 Beginn: 9.01 Uhr
  • folderAnlagen
    (D) Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 116. Sitzung. Berlin, Freitag, den 3. Juli 2015 11349 (A) (C) (B) Anlagen zum Stenografischen Bericht (D) Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Amtsberg, Luise BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Baerbock, Annalena BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Becker, Dirk SPD 03.07.2015 Dr. Böhmer, Maria CDU/CSU 03.07.2015 Dröge, Katharina BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Dr. Friedrich (Hof), Hans-Peter CDU/CSU 03.07.2015 Groneberg, Gabriele SPD 03.07.2015 Hagedorn, Bettina SPD 03.07.2015 Hartmann (Wackernheim), Michael SPD 03.07.2015 Ilgen, Matthias SPD 03.07.2015 Karawanskij, Susanna DIE LINKE 03.07.2015 Kiziltepe, Cansel SPD 03.07.2015 Koenigs, Tom BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Lemke, Steffi BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Maisch, Nicole BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Mißfelder, Philipp CDU/CSU 03.07.2015 Özoğuz, Aydan SPD 03.07.2015 Schlecht, Michael DIE LINKE 03.07.2015 Trittin, Jürgen BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Weinberg, Harald DIE LINKE 03.07.2015 Anlage 2 Amtliche Mitteilungen Die folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass sie gemäß § 80 Absatz 3 Satz 2 der Geschäftsordnung von einer Berichterstattung zu den nachstehenden Vorlagen absehen: Innenausschuss – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Bundesregierung über den Umsetzungs- stand der Empfehlungen des 2. Untersuchungsaus- schusses des Deutschen Bundestages in der 17. Wahlpe- riode (NSU-Untersuchungsausschuss) Drucksache 18/710 Finanzausschuss – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht über die Höhe des steuerfrei zu stellenden Exis- tenzminimums von Erwachsenen und Kindern für das Jahr 2016 (10. Existenzminimumbericht) Drucksachen 18/3893, 18/4147 Nr. 1 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht über die Wirkung der kalten Progression im Verlauf des Einkommensteuertarifs für die Jahre 2013 bis 2016 (Erster Steuerprogressionsbericht) Drucksachen 18/3894, 18/4147 Nr. 2 Haushaltsausschuss – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2013 Über- und außerplanmäßige Ausgaben und Verpflich- tungsermächtigungen im ersten Vierteljahr des Haus- haltsjahres 2013 Drucksachen 17/13547, 18/770 Nr. 12 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2013 Über- und außerplanmäßige Ausgaben und Verpflich- tungsermächtigungen im zweiten Vierteljahr des Haus- haltsjahres 2013 Drucksachen 17/14801, 18/641 Nr. 30 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2013 Über- und außerplanmäßige Ausgaben und Verpflich- tungsermächtigungen im dritten Vierteljahr des Haus- haltsjahres 2013 Drucksachen 18/134, 18/305 Nr. 8 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2013 Über- und außerplanmäßige Ausgaben und Verpflich- tungsermächtigungen im vierten Vierteljahr des Haus- haltsjahres 2013 Drucksachen 18/1349, 18/1517 Nr. 1 Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur – Unterrichtung durch die Bundesregierung Tätigkeitsbericht 2013 der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisen- bahnen für den Bereich Eisenbahnen mit Stellung- nahme der Bundesregierung Drucksachen 18/4294, 18/4495 Nr. 1 Anlagen 11350 Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 116. Sitzung. Berlin, Freitag, den 3. Juli 2015 (A) (C) (D)(B) Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung – Unterrichtung durch die Bundesregierung Forschungsrahmenprogramm der Bundesregierung zur IT-Sicherheit Selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt 2015 – 2020 Drucksache 18/4304 Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass der Ausschuss die nachstehenden Unions- dokumente zur Kenntnis genommen oder von einer Be- ratung abgesehen hat. Auswärtiger Ausschuss Drucksache 18/5165 Nr. A.1 EuB-BReg 34/2015 Drucksache 18/5165 Nr. A.2 Ratsdokument 8504/15 Drucksache 18/5165 Nr. A.3 Ratsdokument 8532/15 Drucksache 18/5165 Nr. A.4 Ratsdokument 8534/15 Drucksache 18/5165 Nr. A.5 Ratsdokument 8535/15 Drucksache 18/5165 Nr. A.6 Ratsdokument 8682/15 Drucksache 18/5286 Nr. A.1 EP P8_TA-PROV(2015)0185 Drucksache 18/5286 Nr. A.2 Ratsdokument 9025/15 Innenausschuss Drucksache 18/3218 Nr. A.1 Ratsdokument 14520/14 Drucksache 18/4749 Nr. A.10 Ratsdokument 6890/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.11 Ratsdokument 6892/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.12 Ratsdokument 6893/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.13 Ratsdokument 6894/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.19 Ratsdokument 6953/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.20 Ratsdokument 6954/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.21 Ratsdokument 6957/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.22 Ratsdokument 6963/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.23 Ratsdokument 7142/15 Drucksache 18/5286 Nr. A.4 Ratsdokument 8968/15 Ausschuss für Wirtschaft und Energie Drucksache 18/4749 Nr. A.31 Ratsdokument 7317/15 Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft Drucksache 18/5286 Nr. A.9 Ratsdokument 9196/15 Drucksache 18/5286 Nr. A.10 Ratsdokument 9197/15 Ausschuss für Arbeit und Soziales Drucksache 18/4504 Nr. A.11 Ratsdokument 6144/15 Drucksache 18/5165 Nr. A.10 Ratsdokument 7880/15 Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe Drucksache 18/3362 Nr. A.12 EP P8_TA-PROV(2014)0039 Drucksache 18/5165 Nr. A.12 Ratsdokument 8511/15 Drucksache 18/5286 Nr. A.13 EP P8_TA-PROV(2015)0180 Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union Drucksache 18/544 Nr. A.52 EP P7_TA-PROV(2013)0498 Drucksache 18/822 Nr. C.4 Ratsdokument 6849/13 Drucksache 18/3110 Nr. A.15 Ratsdokument 14152/14 Drucksache 18/4504 Nr. A.15 Ratsdokument 6813/15 Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de 116. Sitzung Inhaltsverzeichnis TOP 32 Zusammenarbeit im Bereich des Verfassungsschutzes TOP 31 Rentenversicherungsrecht TOP 33 Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz TOP 35 Sichere digitale Kommunikation im Gesundheitswesen TOP 34 Private Kranken- und Pflegeversicherung Anlagen
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Pia Zimmermann


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (DIE LINKE.)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (DIE LINKE.)


    Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen!

    Personalmangel, Arbeitsverdichtung, Burn-out, das sind
    Schlagworte, die mit der Pflege in diesem Land asso-





    Pia Zimmermann


    (A) (C)



    (D)(B)

    ziiert werden. Wundliegen, keine Zeit für Gespräche,
    „im Minutentakt gepflegt werden“ prägen die Erfahrun-
    gen von Menschen mit Pflegebedarf. Überlastung, ein
    permanentes Hin-und-her-gerissen-Sein zwischen dem ei-
    genen Lebensentwurf sowie den Sorgen und Nöten ge-
    liebter Menschen, damit kämpfen pflegende Angehö-
    rige. Dass dies Begriffe und Bilder sind, die vielen beim
    Thema Pflege einfallen, ist ein Armutszeugnis.


    (Beifall bei der LINKEN)


    Das ist ein Armutszeugnis vor allen Dingen auch des-
    halb, weil es nicht sein muss, nicht angesichts der Wirt-
    schaftskraft der Bundesrepublik.

    Gleich werden Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen
    von Union und SPD, sicherlich auf die Pläne des Ge-
    sundheitsministeriums für das Pflegestärkungsgesetz II
    Bezug nehmen. Dass wir die Erwartungen nicht allzu
    hoch stecken sollen, davor haben Sie uns schon mehr-
    fach gewarnt. Ich möchte hier gar nicht im Einzelnen da-
    rauf eingehen, nur so viel: Solange die Finanzierung
    nicht gesichert ist, bleibt zu befürchten, dass jede Ver-
    besserung an der einen Stelle Verschlechterungen an ei-
    ner anderen Stelle mit sich bringt; denn der Finanzbedarf
    ist riesig. Gleichzeitig fehlt es aber an einem – ich be-
    tone das – langfristigen Finanzierungskonzept; denn
    nach bisherigem Planungsstand reichen die Beitragser-
    höhungen nicht für die Finanzierung der Reformschritte
    aus.


    (Mechthild Rawert [SPD]: Quatsch!)


    Statt nun aber den 2014 unsinnigerweise beschlosse-
    nen Pflegevorsorgefonds aufzulösen, greifen Sie in die
    Trickkiste. Sie zapfen die Rücklagen der Pflegeversiche-
    rung an. Damit eröffnen Sie den Wahlkampf. Verbesse-
    rungen im Wahlkampfjahr 2017 finanzieren Sie aus den
    dringend nötigen Reserven. Auf Dauer gesehen bedeutet
    das Beitragserhöhungen oder Leistungskürzungen an an-
    derer Stelle, weil Sie sich nicht trauen, grundsätzlich die
    Finanzarchitektur der Pflegeversicherung zu verändern.


    (Beifall bei der LINKEN – Heike Baehrens [SPD]: Das ist ja Unsinn!)


    – Ich würde mich freuen, wenn Sie das tun würden. Sie
    haben das in Ihrer Wahlpropaganda angekündigt, und
    Sie werden das sicherlich wiederholen. Schauen wir ein-
    mal, was daraus wird.

    Wenn unterschiedliche Gruppen nicht gegeneinander
    ausgespielt werden sollen – seien es Beschäftigte gegen
    Menschen mit Pflegebedarf oder Menschen mit unter-
    schiedlichen Pflegebedarfen gegeneinander –, dann
    müssen wir die Pflegeversicherung auf ein langfristig
    stabiles finanzielles Fundament stellen.


    (Beifall bei der LINKEN)


    Für uns als Fraktion Die Linke ist klar: Ein solches Fun-
    dament kann nur durch die solidarische Weiterentwick-
    lung der Pflegeversicherung geschaffen werden. Klar ist
    nämlich auch: Gute Pflege kostet Geld; sie gibt es nicht
    zum Nulltarif. Gute Pflege ist ein Menschenrecht, und
    der Zugang zu einer qualitativ hochwertigen und umfas-
    senden pflegerischen Versorgung darf nicht Kostenkal-
    külen untergeordnet werden.


    (Beifall bei der LINKEN)

    Der entscheidende Punkt ist, wer den finanziellen Auf-
    wand trägt und wie die Lasten verteilt werden. Hier ver-
    treten meine Fraktion und ich eine ganz klare Position.
    Die Kosten müssen gerecht verteilt werden.


    (Mechthild Rawert [SPD]: Richtig! Machen wir auch!)


    Das heißt, alle zahlen denselben Beitrag auf ihr gesamtes
    Einkommen, unabhängig davon, ob es aus Löhnen, Un-
    ternehmensgewinnen oder Kapitalerträgen bezogen
    wird.


    (Beifall bei der LINKEN – Mechthild Rawert [SPD]: Das steht bei mir schon in der Rede!)


    – Mechthild, ich freue mich, wenn du da mitgehst.
    Außerdem müssen die Arbeitgeber endlich auch in

    der Pflege in die Pflicht genommen werden; denn von ei-
    ner paritätischen Finanzierung kann hier wohl niemand
    mehr reden. Niemand soll aus der Verantwortung entlas-
    sen werden, weder durch eine Beitragsbemessungs-
    grenze, die gerade die höchsten Einkommen entlastet,
    noch durch eine Privatversicherung.


    (Beifall bei der LINKEN)

    Langfristig gefährdet die Existenz der privaten Pfle-

    geversicherung die Finanzierung der sozialen Pflegever-
    sicherung; denn sie entzieht dem Solidarsystem dauer-
    haft die Beiträge von Gutverdienenden, gleichzeitig sind
    ihre Ausgaben aber viel geringer. Die Ausgaben der so-
    zialen Pflegeversicherung sind pro Versichertem jährlich
    fast viermal so hoch wie die der privaten Pflegeversiche-
    rung.


    (Kathrin Vogler [DIE LINKE]: Reichtum hält gesund!)


    Die Mitglieder der privaten Pflegeversicherung sind
    im Schnitt deutlich jünger und verdienen besser als die
    Mitglieder der sozialen Pflegeversicherung. Während
    die private Pflegeversicherung mit ihren Rücklagen von
    rund 25 Milliarden Euro – das muss man sich einmal
    vorstellen – etwa 32 Jahre lang die Ausgaben für die
    Pflege decken kann, reichen die Vermögensrücklagen
    der sozialen Pflegeversicherung gerade einmal ein Quar-
    tal lang. Das ist gegenüber den fast 70 Millionen Versi-
    cherten in der sozialen Pflegeversicherung zutiefst unge-
    recht. Hier muss umverteilt werden, solidarisch und
    gerecht.


    (Beifall bei der LINKEN – Mechthild Rawert [SPD]: Einbeziehen!)


    Mit dem entsprechenden politischen Willen ist das al-
    les relativ unkompliziert machbar. Dadurch, dass beide
    Versicherungen identisch ausgestattet sind, haben wir
    faktisch fast eine Versicherung für alle. Wir, die Linke,
    wollen einen Schritt nach vorne gehen, hin zur solidari-
    schen Pflegeversicherung. Ich fordere Sie auf: Gehen
    Sie diesen Schritt mit uns.


    (Beifall der Abg. Kathrin Vogler [DIE LINKE])






    Pia Zimmermann


    (A) (C)



    (D)(B)

    Eine unabhängige Studie hat ergeben, dass der Bei-
    tragssatz der Pflegeversicherung trotz Ausgleich des
    Realwertverlusts und einer sofortigen Erhöhung der
    Sachleistungen um 25 Prozent langfristig deutlich unter
    2 Prozent gehalten werden kann, also unterhalb des der-
    zeitigen Niveaus. Das schafft die Voraussetzung dafür,
    dass alle nach ihren individuellen Bedürfnissen versorgt
    werden können.

    Für die Beschäftigten ließen sich faire Arbeitsbedin-
    gungen und gute Löhne verwirklichen. Eine tarifgerechte
    Vergütung der Pflegefachkräfte und die Refinanzierung
    von Tariferhöhungen wären in einer Bürgerversicherung
    möglich.

    Meine Damen und Herren von der Koalition, mit un-
    serem Antrag stellen wir Ihnen die Frage, was Ihnen
    würdevolle Pflege wert ist.


    (Mechthild Rawert [SPD]: Viel!)


    Ich fordere Sie auf: Enttäuschen Sie die Menschen mit
    Pflegebedarf, ihre Angehörigen und die Beschäftigten
    nicht. Gehen Sie diesen Weg mit uns.

    Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.


    (Beifall bei der LINKEN)




Rede von Claudia Roth
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Vielen Dank, Kollegin Zimmermann. – Nächster

Redner in der Debatte: Thomas Stritzl für die CDU/
CSU-Fraktion.


(Beifall bei der CDU/CSU)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Thomas Stritzl


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und

    Herren!


    (Mechthild Rawert [SPD]: Er hat eine App!)


    – Nein, ein Handy.


    (Heiterkeit)


    Frau Zimmermann, ich hätte eigentlich erwartet, dass
    Sie auch etwas zu dem Thema Ihres Fraktionsantrags sa-
    gen, wonach Sie die private Krankenversicherung als
    Vollversicherung abschaffen wollen. Das haben Sie in
    Ihrem Beitrag leider nicht erwähnt. Trotzdem haben Sie
    den Antrag gestellt. Es kann sein, dass das schlechte Ge-
    wissen einen gewissen Schatten vorauswirft.


    (Pia Zimmermann [DIE LINKE]: Auf gar keinen Fall!)


    – Doch; denn der Antrag auf Abschaffung der privaten
    Krankenversicherung als Vollversicherung, den Sie ein-
    gereicht haben, ist im Grunde zunächst einmal ein Ever-
    green aus roter Feder.


    (Mechthild Rawert [SPD]: Richtig! Wir werden ihn auch wiederholen!)


    – Genau. – Er macht deutlich, dass es die Linke trotz
    jahrelanger Agitation gegen das Bestehen der PKV im-
    mer noch nicht hinbekommen hat, selbst einen eigenen
    Gesetzentwurf vorzulegen. Ich muss sagen: Das finde
    ich erstaunlich. Sie fordern die Bundesregierung auf,
    Ihre Arbeit zu machen. Machen Sie die einmal selber.


    (Beifall bei der CDU/CSU – Pia Zimmermann [DIE LINKE]: Dafür ist sie doch da! Wir helfen auch gern dabei mit! Kein Problem!)


    Warum machen Sie das nicht? Ich werfe Ihnen keine
    bewusste Untätigkeit vor, aber das ist Ausdruck dessen,
    dass Sie selbst nicht wissen, wie Sie das rechtlich ein-
    wandfrei hinbekommen.


    (Pia Zimmermann [DIE LINKE]: Sagen Sie doch einmal inhaltlich etwas! – Maria KleinSchmeink [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Woher wollen Sie das denn wissen?)


    Das ist nämlich genau der Punkt. Es gibt seit Jahren
    schwerste – Ihnen bekannte – verfassungsrechtliche Be-
    denken. Jetzt sollen andere Ihren Job machen, damit Sie
    den Offenbarungseid nicht zu leisten brauchen. Das
    kommt mit uns nicht infrage.


    (Beifall bei der CDU/CSU – Halina Wawzyniak [DIE LINKE]: Wenn wir etwas schreiben, lehnen Sie es ab, selbst wenn wir schreiben: Die Sonne scheint!)


    – Die Sonne scheint heute. Das hätten Sie hineinschrei-
    ben können. Dann wäre mehr Wahrheit in Ihrem Antrag
    gewesen als jetzt.


    (Halina Wawzyniak [DIE LINKE]: Den hätten Sie abgelehnt!)


    – Den hätten wir nicht abgelehnt.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Es ist doch ganz einfach: Wenn die Sonne scheint und
    lacht, dann hat’s die CDU gemacht.


    (Heiterkeit und Beifall bei der CDU/CSU – Heiterkeit bei der SPD – Lachen bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)