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    Plenarprotokoll 18/113 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 113. Sitzung Berlin, Freitag, den 19. Juni 2015 I n h a l t : Änderung der Tagesordnung . . . . . . . . . . . . . 10883 A Tagesordnungspunkt 28: – Beschlussempfehlung und Bericht des Auswärtigen Ausschusses zu dem Antrag der Bundesregierung: Fortsetzung der deutschen Beteiligung an der interna- tionalen Sicherheitspräsenz in Kosovo auf der Grundlage der Resolution 1244 (1999) des Sicherheitsrates der Verein- ten Nationen vom 10. Juni 1999 und des Militärisch-Technischen Abkommens zwischen der internationalen Sicher- heitspräsenz (KFOR) und den Regie- rungen der Bundesrepublik Jugosla- wien (jetzt: Republik Serbien) und der Republik Serbien vom 9. Juni 1999 Drucksachen 18/5052, 18/5248 . . . . . . . . 10883 A – Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung Drucksache 18/5249 . . . . . . . . . . . . . . . . . 10883 B Dietmar Nietan (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10883 C Sevim Dağdelen (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . 10885 A Roderich Kiesewetter (CDU/CSU) . . . . . . . . 10885 D Wolfgang Gehrcke (DIE LINKE) . . . . . . . . . . 10886 D Roderich Kiesewetter (CDU/CSU) . . . . . . . . 10887 C Dr. Tobias Lindner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10887 D Gisela Manderla (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 10888 D Namentliche Abstimmung . . . . . . . . . . . . . . . 10889 D Ergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10892 C Tagesordnungspunkt 29: – Beschlussempfehlung und Bericht des Auswärtigen Ausschusses zu dem Antrag der Bundesregierung: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streit- kräfte an der Multidimensionalen Inte- grierten Stabilisierungsmission der Ver- einten Nationen in Mali (MINUSMA) auf Grundlage der Resolutionen 2100 (2013) und 2164 (2014) des Sicherheits- rates der Vereinten Nationen vom 25. April 2013 und 25. Juni 2014 Drucksachen 18/5053, 18/5250. . . . . . . . . 10890 A – Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung Drucksache 18/5251 . . . . . . . . . . . . . . . . . 10890 A Gabi Weber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10890 B Christine Buchholz (DIE LINKE) . . . . . . . . . 10891 C Philipp Mißfelder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 10895 A Agnieszka Brugger (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10896 A Elisabeth Motschmann (CDU/CSU) . . . . . . . 10897 A Namentliche Abstimmung . . . . . . . . . . . . . . . 10897 D Ergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10899 C Tagesordnungspunkt 30: – Beschlussempfehlung und Bericht des Auswärtigen Ausschusses zu dem Antrag der Bundesregierung: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streit- kräfte an der „United Nations Interim Force in Lebanon“ (UNIFIL) auf Inhaltsverzeichnis II Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 113. Sitzung. Berlin, Freitag, den 19. Juni 2015 Grundlage der Resolution 1701 (2006) vom 11. August 2006 und nachfolgender Verlängerungsresolutionen des Sicher- heitsrates der Vereinten Nationen, zu- letzt Resolution 2172 (2014) vom 26. August 2014 Drucksachen 18/5054, 18/5252 . . . . . . . . . 10898 A – Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung Drucksache 18/5253 . . . . . . . . . . . . . . . . . 10898 A Thomas Hitschler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 10898 B Inge Höger (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . 10902 A Philipp Mißfelder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 10902 D Agnieszka Brugger (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10903 D Ingo Gädechens (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 10905 B Namentliche Abstimmung . . . . . . . . . . . . . . . 10906 A Ergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10907 C Tagesordnungspunkt 31: a) Antrag der Abgeordneten Petra Pau, Jan Korte, Martina Renner, weiterer Abgeord- neter und der Fraktion DIE LINKE: Un- abhängige Polizeibeschwerdestelle auf Bundesebene einrichten Drucksache 18/4450 . . . . . . . . . . . . . . . . . 10906 B b) Erste Beratung des von den Abgeordneten Ulla Jelpke, Jan Korte, Sevim Dağdelen, weiteren Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Aufenthalts- gesetzes – Aufenthaltsrecht für Opfer rechter Gewalt Drucksache 18/2492 . . . . . . . . . . . . . . . . . 10906 B c) Antrag der Abgeordneten Ulla Jelpke, Jan Korte, Diana Golze, weiterer Abgeordne- ter und der Fraktion DIE LINKE: Bundes- programme gegen Rechtsextremismus verstetigen und finanziell absichern Drucksache 18/2493 . . . . . . . . . . . . . . . . . 10906 C Petra Pau (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . 10906 D Günter Baumann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 10910 A Irene Mihalic (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10912 A Wolfgang Gunkel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 10912 D Dr. Volker Ullrich (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 10914 A Frank Tempel (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 10915 D Dr. Volker Ullrich (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 10916 C Monika Lazar (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10916 D Marian Wendt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 10917 D Dr. Lars Castellucci (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 10918 C Petra Pau (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . 10919 B Martin Patzelt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 10920 A Susann Rüthrich (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 10922 A Tagesordnungspunkt 32: Unterrichtung durch die Bundesregierung: Agrarpolitischer Bericht der Bundesregie- rung 2015 Drucksache 18/4970 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10923 A Christian Schmidt, Bundesminister BMEL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10923 B Dr. Kirsten Tackmann (DIE LINKE) . . . . . . . 10924 D Dr. Wilhelm Priesmeier (SPD) . . . . . . . . . . . . 10926 A Friedrich Ostendorff (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10927 C Christian Schmidt (Fürth) (CDU/CSU) . . . 10929 B Ingrid Pahlmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 10930 B Rainer Spiering (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10931 C Franz-Josef Holzenkamp (CDU/CSU) . . . . . . 10932 D Tagesordnungspunkt 33: Beratung des von den Fraktionen der CDU/ CSU und SPD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Neuordnung des Rechts der Syndikusanwälte Drucksache 18/5201 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10934 B Heiko Maas, Bundesminister BMJV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10934 B Harald Petzold (Havelland) (DIE LINKE) . . 10935 B Dr. Jan-Marco Luczak (CDU/CSU) . . . . . . . . 10936 B Renate Künast (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10937 D Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU/CSU) . 10938 D Christian Flisek (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10940 A Dr. Silke Launert (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 10941 B Tagesordnungspunkt 34: a) Antrag der Abgeordneten Harald Ebner, Kordula Schulz-Asche, Uwe Kekeritz, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Bevölke- rung vor Krebsgefahr durch das Un- krautvernichtungsmittel Glyphosat schüt- Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 113. Sitzung. Berlin, Freitag, den 19. Juni 2015 III zen und EU-Neuzulassungsverfahren für Glyphosat stoppen Drucksache 18/5101 . . . . . . . . . . . . . . . . . 10942 C b) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Ernährung und Landwirt- schaft zu dem Antrag der Abgeordneten Dr. Kirsten Tackmann, Karin Binder, Heidrun Bluhm, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Zulassung glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel einschränken Drucksachen 18/1873, 18/5087 . . . . . . . . 10942 C Harald Ebner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10942 D Hermann Färber (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 10944 A Harald Ebner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10946 C Hermann Färber (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 10946 D Dr. Kirsten Tackmann (DIE LINKE) . . . . . . . 10947 B Rita Hagl-Kehl (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10948 B Artur Auernhammer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 10949 C Elvira Drobinski-Weiß (SPD) . . . . . . . . . . . . . 10950 D Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10951 D Berichtigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10951 C Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 10953 A Anlage 2 Erklärung nach § 31 GO des Abgeordneten Christian Freiherr von Stetten (CDU/CSU) zu der namentlichen Abstimmung über die Be- schlussempfehlung des Auswärtigen Aus- schusses zu dem Antrag der Bundesregierung: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deut- scher Streitkräfte an der Multidimensionalen Integrierten Stabilisierungsmission der Ver- einten Nationen in Mali (MINUSMA) (Tages- ordnungspunkt 29) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10953 C Anlage 3 Amtliche Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10953 C Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 113. Sitzung. Berlin, Freitag, den 19. Juni 2015 10883 (A) (C) (D)(B) 113. Sitzung Berlin, Freitag, den 19. Juni 2015 Beginn: 9.00 Uhr
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    Berichtigung 112. Sitzung, Seite 10774 D, vorletzter Absatz, letzter Satz, ist wie folgt zu lesen: „Zu deren Mitgliedern gehören wiederum zahlreiche ärztliche und pflegerische Organisa- tionen, als deren Mitglied auch ich als Person.“ Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 113. Sitzung. Berlin, Freitag, den 19. Juni 2015 10953 (A) (C) (B) Anlagen zum Stenografischen Bericht (D) Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Amtsberg, Luise BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 19.06.2015 Baerbock, Annalena BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 19.06.2015 Bär, Dorothee CDU/CSU 19.06.2015 Brase, Willi SPD 19.06.2015 Dinges-Dierig, Alexandra CDU/CSU 19.06.2015 Dröge, Katharina BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 19.06.2015 Gleicke, Iris SPD 19.06.2015 Groneberg, Gabriele SPD 19.06.2015 Groß, Michael SPD 19.06.2015 Hartmann (Wackern- heim), Michael SPD 19.06.2015 Dr. Hendricks, Barbara SPD 19.06.2015 Ilgen, Matthias SPD 19.06.2015 Karawanskij, Susanna DIE LINKE 19.06.2015 Krellmann, Jutta DIE LINKE 19.06.2015 Kunert, Katrin DIE LINKE 19.06.2015 Mortler, Marlene CDU/CSU 19.06.2015 Nahles, Andrea SPD 19.06.2015 Özoğuz, Aydan SPD 19.06.2015 Renner, Martina DIE LINKE 19.06.2015 Dr. Schäuble, Wolfgang CDU/CSU 19.06.2015 Dr. Wagenknecht, Sahra DIE LINKE 19.06.2015 Weinberg, Harald DIE LINKE 19.06.2015 Wiese, Dirk SPD 19.06.2015 Anlage 2 Erklärung nach § 31 GO des Abgeordneten Christian Freiherr von Stetten (CDU/CSU) zu der namentlichen Ab- stimmung über die Beschlussempfehlung des Auswärtigen Ausschusses zu dem Antrag der Bundesregierung: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der Mul- tidimensionalen Integrierten Stabilisierungs- mission der Vereinten Nationen in Mali (MINUSMA) (Tagesordnungspunkt 29) Mein Name ist in der Ergebnisliste nicht enthalten. Mein Votum lautet „Ja“. Anlage 3 Amtliche Mitteilungen Der Bundesrat hat in seiner 934. Sitzung am 12. Juni 2015 beschlossen, den nachstehenden Gesetzen zuzu- stimmen bzw. einen Antrag gemäß Artikel 77 Absatz 2 des Grundgesetzes nicht zu stellen: – Gesetz zur Tarifeinheit (Tarifeinheitsgesetz) – Viertes Gesetz zur Änderung des Rindfleisch- etikettierungsgesetzes – Gesetz über die Feststellung eines Nachtrags zum Bundeshaushaltsplan für das Haushaltsjahr 2015 (Nachtragshaushaltsgesetz 2015) – Gesetz zur Förderung von Investitionen finanz- schwacher Kommunen und zur Entlastung von Ländern und Kommunen bei der Aufnahme und Unterbringung von Asylbewerbern – Kleinanlegerschutzgesetz – Neuntes Gesetz zur Änderung des Bundesverfas- sungsgerichtsgesetzes (9. BVerfGGÄndG) – Gesetz zum Internationalen Erbrecht und zur Änderung von Vorschriften zum Erbschein sowie zur Änderung sonstiger Vorschriften – Gesetz zur Neuregelung der Unterhaltssicherung sowie zur Änderung soldatenrechtlicher Vor- schriften – Zweites Gesetz zur Änderung des Erneuerbare- Energien-Gesetzes – Erstes Gesetz zur Änderung des Informationswei- terverwendungsgesetzes Anlagen 10954 Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 113. Sitzung. Berlin, Freitag, den 19. Juni 2015 (A) (C) (D)(B) Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass der Ausschuss die nachstehenden Unionsdokumente zur Kenntnis genommen oder von ei- ner Beratung abgesehen hat. Auswärtiger Ausschuss Drucksache 18/5004 Nr. A.1 EuB-BReg 30/2015 Drucksache 18/5004 Nr. A.2 EuB-BReg 31/2015 Drucksache 18/5004 Nr. A.3 EuB-BReg 36/2015 Drucksache 18/5004 Nr. A.4 Ratsdokument 7949/15 Drucksache 18/5004 Nr. A.5 Ratsdokument 8129/15 Drucksache 18/5004 Nr. A.6 Ratsdokument 8216/15 Innenausschuss Drucksache 18/642 Nr. C.7 Ratsdokument 8229/13 Drucksache 18/1393 Nr. A.21 Ratsdokument 8478/14 Drucksache 18/1393 Nr. A.23 Ratsdokument 8720/14 Drucksache 18/2533 Nr. A.16 Ratsdokument 11580/14 Drucksache 18/2677 Nr. A.3 Ratsdokument 12719/14 Drucksache 18/3110 Nr. A.8 Ratsdokument 13699/14 Drucksache 18/4375 Nr. A.2 EP P8_TA-PROV(2015)0032 Drucksache 18/4749 Nr. A.5 Ratsdokument 6884/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.6 Ratsdokument 6885/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.7 Ratsdokument 6886/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.8 Ratsdokument 6887/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.9 Ratsdokument 6889/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.14 Ratsdokument 6945/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.15 Ratsdokument 6946/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.16 Ratsdokument 6948/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.17 Ratsdokument 6949/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.18 Ratsdokument 6952/15 Drucksache 18/5004 Nr. A.7 Ratsdokument 8293/15 Drucksache 18/5004 Nr. A.8 Ratsdokument 8961/15 Finanzausschuss Drucksache 18/4857 Nr. A.4 EU-Dok 100/2015 Drucksache 18/4857 Nr. A.5 EP P8_TA-PROV(2015)0089 Offsetdruc Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Te Haushaltsausschuss Drucksache 18/4504 Nr. A.5 Ratsdokument 6644/15 Drucksache 18/4504 Nr. A.6 Ratsdokument 6733/15 Drucksache 18/4504 Nr. A.7 Ratsdokument 6734/15 Drucksache 18/4504 Nr. A.8 Ratsdokument 6736/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.30 Ratsdokument 6586/15 Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft Drucksache 18/5004 Nr. A.11 Ratsdokument 8344/15 Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe Drucksache 18/419 Nr. A.159 Ratsdokument 14110/13 Drucksache 18/2677 Nr. A.11 Ratsdokument 12770/14 Drucksache 18/2935 Nr. A.7 EP P8_TA-PROV(2014)0023 Drucksache 18/3477 Nr. A.4 Ratsdokument 15345/14 Drucksache 18/3765 Nr. A.13 EP P8_TA-PROV(2014)0064 Drucksache 18/4749 Nr. A.37 EP P8_TA-PROV(2015)0071 Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung Drucksache 18/2845 Nr. A.12 Ratsdokument 13197/14 Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Drucksache 18/4504 Nr. A.13 Ratsdokument 5902/15 Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union Drucksache 18/2533 Nr. A.67 ERH 11/2014 Drucksache 18/4504 Nr. A.14 Ratsdokument 6632/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.41 EP P8_TA-PROV(2015)0067 Drucksache 18/4749 Nr. A.42 EP P8_TA-PROV(2015)0069 Ausschuss für Kultur und Medien Drucksache 18/4749 Nr. A.44 Ratsdokument 6729/15 kerei, Bessemerstraße 83–91, 1 lefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de 22 113. Sitzung Inhaltsverzeichnis TOP 28 Bundeswehreinsatz in Kosovo (KFOR) TOP 29 Bundeswehreinsatz in Mali (MINUSMA) TOP 30 Bundeswehreinsatz in Libanon (UNIFIL) TOP 31 Schutz für Opfer rechter Gewalt TOP 32 Agrarpolitischer Bericht 2015 TOP 33 Recht der Syndikusanwälte TOP 34 Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat Anlagen
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Günter Baumann


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und

    Kollegen! Unter dem Tagesordnungspunkt 31 beraten
    wir heute drei Anträge der Fraktion Die Linke unter-
    schiedlicher Art.

    Ich möchte zunächst zum ersten Antrag sprechen. Die
    Fraktion fordert eine unabhängige Polizeibeschwerde-
    stelle auf Bundesebene und darüber hinaus eine Abstim-
    mung der Gesetzesinitiative, damit ähnliche Polizei-
    beschwerdestellen in den Ländern entstehen. Meine
    Damen und Herren, für mich liegt diesem Antrag ein ge-
    nerelles Misstrauen gegen unsere Polizei, gegen unsere
    Institutionen zugrunde,


    (Monika Lazar [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Nein, darum geht es gerade nicht! – Dr. André Hahn [DIE LINKE]: Das ist doch Unsinn!)


    und das tragen wir als Fraktion absolut nicht mit.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Wir möchten einen derartigen Generalverdacht gegen
    die Polizei so nicht stehen lassen.

    Das gibt mir die Gelegenheit, mich an dieser Stelle
    einmal ganz herzlich bei unseren Bundespolizistinnen
    und Bundespolizisten sowie Landespolizistinnen und
    Landespolizisten für den Job zu bedanken, den sie jeden
    Tag für uns alle in Deutschland leisten.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie des Abg. Dr. Lars Castellucci [SPD])

    Wir sehen die Bilder von – auch jungen – Polizisten, die
    bei Demonstrationen, bei Fußballchaoten zwischen die
    Fronten geraten. Da kann man sich nur bei den Leuten
    für das bedanken, was sie für uns leisten.

    Meine Damen und Herren, was Beschwerden über die
    Bundespolizei und Beschwerden innerhalb der Polizei
    anbelangt, gibt es bereits eine Reihe von Möglichkeiten,
    Abhilfe zu leisten. Als Erstes steht den Bürgerinnen und
    Bürgern eine unabhängige Justiz, die Staatsanwaltschaf-
    ten und Gerichte, zur Verfügung, um rechtswidriges Ver-
    halten bei der Polizei anzuprangern. Es gibt die Prüfun-
    gen der Verwaltungsgerichte, um Anzeigen von Bürgern
    nachzugehen. Es gibt staatsanwaltschaftliche, gegebe-
    nenfalls strafrechtliche Überprüfungen polizeilichen
    Handelns. Das kennen wir alle, da gibt es Beispiele.

    Im Falle einer Anzeige gegen Polizeibeamte beauf-
    tragt die zuständige Staatsanwaltschaft im Rahmen ihrer
    Sachleistungsbefugnis immer eine nicht betroffene Poli-
    zeibehörde mit der Ermittlung des Sachverhaltes. Das
    heißt, es gibt bereits unabhängige, objektive Ermittlun-
    gen. Es gibt bei uns eine generelle Trennung zwischen
    Staatsanwaltschaft als Teil der Judikative und Polizei als
    Teil der Exekutive, was einen unabhängigen Verfah-
    rensablauf absolut gewährleistet.

    Darüber hinaus haben wir Dienstaufsichtsbeschwer-
    destellen. Auch da gibt es Möglichkeiten, sich direkt
    über Fehlverhalten zu beschweren. Es gibt die gesetzlich
    vorgeschriebene Möglichkeit, sich bei Personalvertre-
    tungen oder Berufsorganisationen zu beschweren und ei-
    nen Sachverhalt aufklären zu lassen. Der Präsident des
    Bundespolizeipräsidiums Dr. Romann hat die Einrich-
    tung einer Sonderbeschwerdestelle angekündigt, die die
    Möglichkeit einer Beschwerde außerhalb des Dienst-
    wegs ermöglicht.





    Günter Baumann


    (A) (C)



    (D)(B)

    Ich möchte einen weiteren Schwerpunkt nennen: un-
    ser Petitionswesen. Wir haben den Artikel 17 im Grund-
    gesetz der Bundesrepublik Deutschland, der besagt: Je-
    dermann kann sich mit Bitten oder Beschwerden an das
    Parlament wenden. – Gerade in der letzten Woche haben
    wir über den Bericht des Petitionsausschusses beraten.
    Ich war vor diesem Hintergrund, Frau Kollegin Pau, et-
    was enttäuscht über Ihren Antrag. Die Fraktion Die
    Linke bemüht sich seit Jahren um den Vorsitz im Peti-
    tionsausschuss und hat ihn auch inne; Kollegin Steinke
    macht das im Übrigen hervorragend. Wir sind überzeugt,
    dass wir hier den Bitten und Beschwerden der Bürger
    abhelfen können. Eigentlich, Kollegin Steinke, kämpfen
    wir gemeinsam darum, dass keine anderen Stellen neben
    uns geschaffen werden; denn wir als Parlamentsaus-
    schuss können die Angelegenheiten hervorragend klä-
    ren. Der Tätigkeitsbericht, den wir in der letzten Woche
    vorgelegt haben, besagt, dass bei uns jedes Jahr fast
    20 000 Bitten oder Beschwerden eingehen und wir den
    Bürgerinnen und Bürgern in über 40 Prozent der Fälle
    helfen können. Es gibt also beim Bundestag bereits die
    Möglichkeit, sich zu beschweren.

    Ich kann Ihnen sagen: Der Petitionsausschuss bietet
    verschiedene Möglichkeiten. Zum einen stellen wir fest,
    dass sich Bürgerinnen und Bürger über die Bundespoli-
    zei beschweren. Es wenden sich auch Bundespolizistin-
    nen und Bundespolizisten an uns, die sich über Probleme
    innerhalb der Bundespolizei beschweren. Beide Mög-
    lichkeiten gibt es bereits, und in beiden Fällen arbeiten
    wir es ordnungsgemäß auf. Ich könnte Ihnen eine Reihe
    von Beispielen für Petitionen von Bundespolizeibeamten
    aus dem letzten Jahr aufzählen, die sich zum Beispiel
    über eine nicht erfolgte Beförderung, eine ungenügende
    Ausstattung oder einen nicht genehmigten Sonderurlaub
    beschwert haben. Es gab also eine Reihe von Beschwer-
    den, denen Vertreter aller Fraktionen gemeinsam nach-
    gegangen sind, und in vielen Fällen konnten wir abhel-
    fen.

    Eine zusätzliche Stelle brauchen wir also eindeutig
    nicht. Eine weitere Kommission würde aus meiner Sicht
    eine Dopplung bedeuten. Deswegen lehnen wir diesen
    Antrag ab.

    Der zweite Antrag – Frau Pau hat ihn vorgestellt –
    enthält die Forderung nach einem dauerhaften Aufent-
    haltsrecht für ausländische Personen, die während des
    Aufenthalts im Bundesgebiet Opfer einer rechten Ge-
    walttat geworden sind oder denen eine rechte Gewalttat
    angedroht wurde. Das heißt, für diese Personen gilt
    dann, dass sie nicht mehr ausreisepflichtig sind.

    Wir alle – ich denke, da sind wir uns einig – verurtei-
    len rechte Gewalt. Wir haben das Beispiel NSU erlebt.
    Alle Fraktionen haben der Umsetzung der Empfehlun-
    gen des NSU-Untersuchungsausschusses zugestimmt.
    Da waren wir uns einig. Ich glaube, wir sollten nicht un-
    terscheiden zwischen rechter Gewalt, linker Gewalt und
    terroristisch motivierter Gewalt. Wir haben die Möglich-
    keit, mit rechtsstaatlichen Mitteln darauf zu reagieren.


    (Petra Pau [DIE LINKE]: Dann erweitern Sie das doch!)


    – Wir brauchen das nicht zu erweitern, weil die Mög-
    lichkeiten bereits bestehen.
    Das Bundesamt für Verfassungsschutz stellt in seinem
    Bericht fest, dass die Anzahl von Gewalttaten zugenom-
    men hat. Unsere Sicherheitsbehörden sind aufgefordert,
    zu reagieren. Ich denke, man kann deutlich sagen: Wir
    sind nicht auf einem Auge blind, sondern bearbeiten alle
    Gewalttaten gleich. In den letzten Wochen und Monaten
    gab es auch schlimme linksextremistisch motivierte Ge-
    walttaten. Unterschiede zu machen und Sonderregelun-
    gen für eine Opfergruppe zu erlassen, wäre – so sage ich
    das einmal – eine Privilegierung einer Opfergruppe.
    Dann hätten wir Opfer erster und Opfer zweiter Klasse.


    (Ulla Jelpke [DIE LINKE]: Wollen Sie das gleichsetzen?)


    Frau Jelpke, das brauchen wir auf jeden Fall nicht.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Deswegen lehnen wir die Privilegierung einer Opfer-
    gruppe absolut ab. Das Herleiten eines nachträglichen
    Aufenthaltstitels für Personen, denen politisches Asyl in
    Deutschland nach einem rechtsstaatlichen Verfahren ver-
    wehrt wurde, über einen anderen Weg ist absolut nicht
    nachvollziehbar.

    In den Vorlagen wurde der Tatbestand sehr weit ge-
    fasst und, so möchte ich es sagen, auch schwammig for-
    muliert. Ich möchte zwei Sätze aus dem Gesetzentwurf
    zitieren:

    Zur Feststellung einer rassistischen oder vorteils-
    motivierten Gewalttat genügen in diesem Zusam-
    menhang nachvollziehbare Angaben der Opfer, wo-
    bei deren Ängste und subjektive Wahrnehmungen
    angemessen zu berücksichtigen sind …

    Wenn ein Opfer also sagt: „Mir könnte das eventuell
    passieren“, reicht das für einen Aufenthaltstitel. Das
    kann so natürlich nicht sein.

    Ein weiteres Zitat:

    Erforderlich ist nicht, dass eine gerichtliche Verur-
    teilung des Täters vorliegt, die eine solche Moti-
    vation als bewiesen annimmt. Ebenso wenig ist
    erforderlich, dass Ermittlungsbehörden oder die
    Staatsanwaltschaft von einer solchen Motivation
    ausgehen.

    Die Argumente der Linksfraktion können wir nicht
    nachvollziehen. Wir – das gilt für alle Behörden – sind
    nicht auf einem Auge blind. Wir behandeln alle Strafta-
    ten gleich. Eine anderslautende Unterstellung müssen
    alle Parteien, die auf der demokratischen Grundlage fu-
    ßen, ablehnen. Deshalb müssen wir, die CDU/CSU-
    Fraktion, die Vorlagen zu den Tagesordnungspunkten 31 a
    und 31 b ablehnen.

    Vielen Dank.


    (Beifall bei der CDU/CSU)




Rede von Dr. h.c. Edelgard Bulmahn
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)

Vielen Dank. – Als nächste Rednerin hat Irene

Mihalic von Bündnis 90/Die Grünen das Wort.






(A) (C)



(D)(B)


  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Dr. Irene Mihalic


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen!

    Liebe Kollegen! Zu Beginn dieser Wahlperiode haben
    wir mit allen vier Fraktionen hier einen Antrag zu den
    Konsequenzen aus dem NSU-Terror beschlossen und da-
    rin ausdrücklich eine Fehlerkultur bei den Sicherheitsbe-
    hörden angemahnt. Doch leider, liebe Kolleginnen und
    Kollegen von der Großen Koalition, fehlt bis jetzt jegli-
    che gesetzgeberische Initiative, um die institutionellen
    Voraussetzungen für das Entstehen einer solchen Fehler-
    kultur zu schaffen, zumindest an den Stellen, an denen
    der Bund in der Verantwortung steht. Dabei könnte man
    diese Voraussetzungen durch die Einrichtung der Stelle
    eines unabhängigen Polizeibeauftragten schaffen.

    Herr Kollege Baumann, Sie haben diese Forderung
    damit zurückgewiesen, dass das Ausdruck einer Miss-
    trauenskultur wäre. Ich frage mich allen Ernstes: Mit
    dem Wehrbeauftragten haben Sie doch auch nicht die ge-
    ringsten Probleme; oder darf ich Ihrer Zustimmung ent-
    nehmen, dass Sie den Soldatinnen und Soldaten der
    Bundeswehr misstrauen? Ich glaube nicht, dass das der
    Fall ist.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Die Stelle eines unabhängigen Polizeibeauftragten ha-
    ben wir Grüne, unterstützt von den Linken, bereits in
    zwei Haushaltsberatungen beantragt. Dieser Forderung
    haben Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen von Union
    und SPD, stets die kalte Schulter gezeigt. Von Ihnen hieß
    es immer: Wozu brauchen wir denn noch einen Beauf-
    tragten? Er sei doch ohnehin nur für die Polizeibehörden
    des Bundes zuständig. – Ja, und genau in diesen Zustän-
    digkeitsbereich fallen die skandalösen Vorfälle bei der
    Bundespolizeidirektion Hannover, die jetzt bekannt ge-
    worden sind. Dort hat es in mindestens einer Dienst-
    gruppe über Jahre hinweg eine scheinbar völlig undurch-
    dringliche Struktur mit einem informellen Machtgefüge
    des Sich-gegenseitig-Schützens und des Schweigens ge-
    geben. Folter, Nötigung und sogar Vergewaltigung ste-
    hen als Vorwürfe im Raum. Diese schlimmen Vorfälle
    – auch das will ich hier in aller Deutlichkeit sagen – be-
    treffen selbstverständlich nicht die gesamte Polizei; aber
    weil solche Vorwürfe eben nicht nur in Hannover, son-
    dern auch an anderer Stelle leider immer wieder auftau-
    chen, müssen endlich Konsequenzen gezogen werden.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der LINKEN)


    Einem Polizeibeauftragten hier beim Deutschen Bun-
    destag könnten sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch
    Beamtinnen und Beamte auf Wunsch anonym Hinweise
    geben. Das heißt, keiner, der hier sein Herz ausschüttet,
    müsste am Ende Angst davor haben, von den Kollegin-
    nen und Kollegen als Nestbeschmutzer diffamiert zu
    werden. Hierin liegt der entscheidende Schwachpunkt
    beim sogenannten Vertrauensbüro, das Bundespolizei-
    präsident Romann jetzt als schnelle Konsequenz aus
    dem Skandal in Hannover präsentiert hat. Denn dieses
    Vertrauensbüro ist Teil der Polizeihierarchie und natür-
    lich auch dem Legalitätsprinzip verpflichtet, strafrecht-
    lich relevante Sachverhalte zu verfolgen. Das betrifft
    nicht nur die Beamten, die sich strafrechtlich relevant im
    Sinne der Vorfälle, die ich eben geschildert habe, verhal-
    ten haben, sondern auch die Beamten, die solche Vor-
    fälle nicht sofort melden, sondern vielleicht zeitlich ver-
    zögert. Denn dann muss diese Vertrauensstelle sofort
    wegen Strafvereitelung ermitteln. Im Klartext: Das
    bringt überhaupt nichts. Solche Vorgänge wie in Hanno-
    ver werden auch zukünftig viel zu spät bekannt oder
    vielleicht nur durch puren Zufall.

    Leider ist der Antrag von Ihnen, liebe Kolleginnen
    und Kollegen von den Linken, bei der Frage der Unab-
    hängigkeit sehr ungenau. Sie sagen, eine solche Stelle
    müsse räumlich von den Polizeidienststellen getrennt ar-
    beiten und Mitarbeiter dürften in keinem institutionellen
    oder hierarchischen Verhältnis zum betroffenen Beamten
    stehen. Das reicht meiner Ansicht nach nicht aus.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

    Wir brauchen eine völlig autonome Stelle, am besten

    hier beim Parlament;

    (Günter Baumann [CDU/CSU]: Petitionsaus schuss!)

    denn es geht auch um die Verbesserung der parlamenta-
    rischen Kontrolle. Die Unabhängigkeit ist ein zentraler
    und unverzichtbarer Bestandteil eines Polizeibeauftrag-
    ten. Leider bleiben Sie mit der Forderung bei einer Be-
    schwerdestelle stehen. Wir brauchen aber keinen Kum-
    merkasten – entschuldigen Sie, wenn ich das so flapsig
    sage –, sondern ein echtes Rad im Getriebe der Sicher-
    heitsarchitektur.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

    Es ist natürlich gut, dass sich die Linken mit uns auf

    den Weg machen. Die zentrale Frage ist jetzt: Wo steht
    die SPD, wo stehen CDU/CSU? Der Vorschlag für einen
    Polizeibeauftragten trifft auf äußerst positive Resonanz,
    sowohl bei Bürgern als auch bei Experten jeglicher
    Couleur und auch bei immer mehr Polizeibeamten. Auch
    der ehemalige Wehrbeauftragte und Sozialdemokrat
    Reinhold Robbe, der nun nicht gerade bekannt dafür ist,
    ein ausgewiesener Grünenversteher zu sein, sagt: Wir
    brauchen einen unabhängigen Polizeibeauftragten beim
    Deutschen Bundestag. – Ich finde, das kann Sie jetzt
    nicht unbeeindruckt lassen.

    Meine Damen und Herren von der Koalition, geben
    Sie sich einen Ruck. Packen Sie endlich dieses wichtige
    Reformwerk mit uns gemeinsam an.

    Herzlichen Dank.

    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)