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ID1806805500

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 18/68 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 68. Sitzung Berlin, Dienstag, den 25. November 2014 I n h a l t : Tagesordnungspunkt I: a) Zweite Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes über die Feststellung des Bundes- haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2015 (Haushaltsgesetz 2015) (Drucksachen 18/2000, 18/2002) . . . . . . . 6411 A b) Beratung der Beschlussempfehlung des Haushaltsausschusses zu der Unterrich- tung durch die Bundesregierung: Finanz- plan des Bundes 2014 bis 2018 (Drucksachen 18/2001, 18/2002, 18/2826) 6411 B I.1 Einzelplan 01 Bundespräsident und Bundespräsi- dialamt (Drucksachen 18/2823, 18/2324) . . . . . . 6411 B I.2 Einzelplan 02 Deutscher Bundestag (Drucksachen 18/2802, 18/2823) . . . . . . 6411 C I.3 Einzelplan 03 Bundesrat (Drucksachen 18/2823, 18/2824) . . . . . . 6411 D I.4 a) Einzelplan 08 Bundesministerium der Finanzen (Drucksachen 18/2808, 18/2823) . . . 6411 D b) Einzelplan 20 Bundesrechnungshof (Drucksachen 18/2818, 18/2823) . . . 6411 D Dr. Dietmar Bartsch (DIE LINKE) . . . . . . . . 6412 A Norbert Barthle (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 6413 D Sven-Christian Kindler (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6416 C Johannes Kahrs (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6418 C Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6420 B Dr. Axel Troost (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 6423 A Carsten Schneider (Erfurt) (SPD) . . . . . . . . . 6424 A Dr. Tobias Lindner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6425 D Norbert Brackmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 6426 D Dr. Hans-Ulrich Krüger (SPD) . . . . . . . . . . . . 6428 B Bartholomäus Kalb (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 6429 C Cansel Kiziltepe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 6430 D I.5 Einzelplan 15 Bundesministerium für Gesundheit (Drucksachen 18/2814, 18/2823) . . . . . . 6432 A Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . 6432 B Helmut Heiderich (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 6433 C Maria Klein-Schmeink (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6435 A Petra Hinz (Essen) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 6436 B Hermann Gröhe, Bundesminister BMG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6438 B Kathrin Vogler (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 6440 D Burkhard Blienert (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 6441 C Kordula Schulz-Asche (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6443 A Hubert Hüppe (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 6444 B Inhaltsverzeichnis II Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 68. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 25. November 2014 Maria Klein-Schmeink (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6445 D Birgit Wöllert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 6446 C Hilde Mattheis (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6447 B Kordula Schulz-Asche (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6448 A Reiner Meier (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 6449 A I.6 a) Einzelplan 07 Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (Drucksachen 18/2807, 18/2823) . . . 6450 D b) Einzelplan 19 Bundesverfassungsgericht (Drucksachen 18/2817, 18/2823) . . . 6450 D Roland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . 6451 A Heiko Maas, Bundesminister BMJV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6452 A Renate Künast (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6453 D Klaus-Dieter Gröhler (CDU/CSU) . . . . . . . . . 6455 C Dennis Rohde (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6457 C Caren Lay (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . 6459 B Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU/CSU) . . . . . . 6460 C Nicole Maisch (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6462 D Elvira Drobinski-Weiß (SPD) . . . . . . . . . . . . . 6464 A Mechthild Heil (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 6465 A Metin Hakverdi (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6466 C Dr. Volker Ullrich (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 6467 D Volker Beck (Köln) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6469 B I.7 Einzelplan 06 Bundesministerium des Innern (Drucksachen 18/2806, 18/2823) . . . . . . 6470 A Dr. Dietmar Bartsch (DIE LINKE) . . . . . . . . 6470 B Dr. Reinhard Brandl (CDU/CSU) . . . . . . . . . 6472 A Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6474 A Martin Gerster (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6475 B Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister BMI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6476 D Dr. André Hahn (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 6479 C Rüdiger Veit (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6481 A Volker Beck (Köln) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6482 C Stephan Mayer (Altötting) (CDU/CSU) . . . . 6483 D Dr. Eva Högl (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6486 A Dr. André Berghegger (CDU/CSU) . . . . . . . . 6487 C Susanne Mittag (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6489 C Michaela Engelmeier (SPD) . . . . . . . . . . . . . 6490 D Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6491 D Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten. . . . . . 6493 A Anlage 2 Erklärung nach § 31 GO der Abgeordneten Nina Warken (CDU/CSU) zur namentlichen Abstimmung über den Änderungsantrag der Abgeordneten Nicole Gohlke, weiterer Ab- geordneter und der Fraktion DIE LINKE zu dem von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Fünfundzwanzigsten Gesetzes zur Änderung des Bundesausbildungsförde- rungsgesetzes (25. BAföGÄndG) (Drucksa- che 18/3181) (66. Sitzung, Tagesordnungs- punkt 13 a) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6493 C Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 68. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 25. November 2014 6411 (A) (C) (D)(B) 68. Sitzung Berlin, Dienstag, den 25. November 2014 Beginn: 10.01 Uhr
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    Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 68. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 25. November 2014 6493 (A) (C) (B) Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten (D) Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Alpers, Agnes DIE LINKE 25.11.2014 Bellmann, Veronika CDU/CSU 25.11.2014 Bluhm, Heidrun DIE LINKE 25.11.2014 Dr. Braun, Helge CDU/CSU 25.11.2014 Dağdelen, Sevim DIE LINKE 25.11.2014 Dörner, Katja BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 25.11.2014 Feiler, Uwe CDU/CSU 25.11.2014 Fischer (Karlsruhe- Land), Axel E. CDU/CSU 25.11.2014 Frieser, Michael CDU/CSU 25.11.2014 Dr. Gysi, Gregor DIE LINKE 25.11.2014 Heller, Uda CDU/CSU 25.11.2014 Hellmich, Wolfgang SPD 25.11.2014 Kermer, Marina SPD 25.11.2014 Kotting-Uhl, Sylvia BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 25.11.2014 Nietan, Dietmar SPD 25.11.2014 Nissen, Ulli SPD 25.11.2014 Schön (St. Wendel), Nadine CDU/CSU 25.11.2014 Tempel, Frank DIE LINKE 25.11.2014 Walter-Rosenheimer, Beate BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 25.11.2014 Wunderlich, Jörn DIE LINKE 25.11.2014 Zech, Tobias CDU/CSU 25.11.2014 Anlage 2 Erklärung nach § 31 GO der Abgeordneten Nina Warken (CDU/CSU) zur namentlichen Abstimmung über den Ände- rungsantrag der Abgeordneten Nicole Gohlke, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE zu dem von der Bundesregierung einge- brachten Entwurf eines Fünfundzwanzigsten Gesetzes zur Änderung des Bundesausbildungs- förderungsgesetzes (25. BAföGÄndG), Druck- sache 18/3181 (66. Sitzung, Tagesordnungs- punkt 13 a) In der Ergebnisliste ist mein Name nicht aufgeführt. Mein Votum lautet: Nein. Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Anlagen Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de 68. Sitzung Inhaltsverzeichnis EPL 01 Bundespräsident EPL 02 Bundestag EPL 03 Bundesrat EPL 08, EPL 20 Finanzen, Bundesrechnungshof EPL 15 Gesundheit EPL 07, EPL 19 Justiz und Verbraucherschutz, Bundesverfassungsgericht EPL 06 Innen Anlagen
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Hilde Mattheis


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Ich danke Ihnen herzlich für die Frage. – Es gelingt

    vielleicht, die kleinen, aber feinen Unterschiede in einer
    Großen Koalition ein Stück weit dadurch zu verdeutli-
    chen, dass ich darauf hinweise, dass unser Herz einfach
    dafür schlägt, in größerem Maße eine gleiche Teilhabe
    zu gewährleisten und zu ermöglichen, dass sich die pri-
    vaten Versicherungen beteiligen. Das dürfte auf der
    Hand liegen. Wir müssen eine Debatte darüber führen,
    ob uns das, was im Entwurf des Eckpunktepapiers vor-
    gesehen ist, ausreicht. Ich sage – da darf ich auch für un-
    sere Position sprechen –, dass wir da eine Teilhabe auf
    Augenhöhe möchten und fordern. Es wird eine Debatte
    geben. Wir haben ein Anhörungsverfahren. Und kein
    Gesetz – so lautet das Struck’sche Gesetz – geht so aus
    dem Parlament hinaus, wie es hereingekommen ist. Wir
    debattieren, und ich glaube, es ist auch eine Qualität von
    Parlament, dass hier zwischen Opposition und Koali-
    tionsfraktionen debattiert wird. Von daher: Wir freuen
    uns über jede Unterstützung.

    Ein wichtiger Punkt – auch für uns in der Großen Ko-
    alition; da sind wir uns völlig einig – ist natürlich die
    Versorgungsstruktur und damit all das, was die Bund-
    Länder-Kommission im Bereich der Krankenhausfinan-
    zierung regeln möchte. Dass wir uns da ein sehr ambitio-
    niertes Ziel gesetzt haben, wurde hier schon ausgeführt.
    Wir wollen innerhalb dieses Jahres, also bis Jahresende,
    Eckpunkte vorlegen und ein Ergebnis präsentieren, wie
    wir gemeinsam mit den Ländern genau das erreichen
    können, was unser aller Anliegen ist, nämlich dass die
    Krankenhausfinanzierung gesichert ist und dass die Ver-
    sorgungsstrukturen, egal wo man lebt, und die Zugänge,
    egal ob man im ländlichen oder städtischen Bereich lebt,
    einigermaßen gleichwertig sind.

    Zum Versorgungsstrukturgesetz. Das neue Versor-
    gungsstrukturgesetz, das wir jetzt schon sehr intensiv de-
    battieren und uns natürlich mit der ganzen Problematik
    der Versorgung konfrontiert, die wir nicht erst seit heute
    kennen – schon seit etlichen Jahren versuchen wir immer
    wieder, das zu regulieren –, wird Punkte enthalten, zu
    denen wir nicht nur ein Nein der Opposition zu hören
    wünschen. Wenn wir in den ländlichen Räumen bei den
    Versorgungsstrukturen eine Verbesserung haben wollen,
    bedeutet das schlicht und ergreifend, dass wir auch eine
    Debatte über Überversorgung brauchen. Diese Debatte
    werden wir miteinander führen müssen.

    Ich glaube schon, dass es wichtig ist – nicht nur im
    Hinblick auf die Akzeptanz der Gesetze, die sich die
    Große Koalition als wichtige Ziele vorgenommen hat –,
    dass wir uns gemeinsam auf den Weg machen, insbeson-
    dere, so denke ich, für die Gebiete, in denen die Versor-
    gung noch großer Unterstützung bedarf. Da geht es nicht
    nur um die ärztliche Versorgung, um die Krankenhaus-
    landschaft; da geht es auch um die Versorgung von Men-
    schen mit psychischer Beeinträchtigung, da geht es um
    die Arzneimittelversorgung. Es ist eine ganze Palette.

    Dieses ambitionierte Ziel im Zusammenhang mit dem
    Einzelplan 15 ist, glaube ich, eines, das uns nach vier
    Jahren, in denen es nicht gelungen ist, Gesundheitspoli-
    tik zu machen, als diejenigen auszeichnet, die etwas für
    die Menschen erreichen, die nicht eine Märchenstunde
    abhalten, sondern ganz knallharte Tatsachen schaffen
    und Step by Step – vielleicht will der eine oder andere
    zwei Stufen überspringen; wir aber sagen: Step by Step –
    die Versorgungsqualität und die Versorgungssicherheit
    für die Menschen verbessern.

    Vielen Dank.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)




Rede von Ulla Schmidt
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)

Vielen Dank. – Das Wort hat jetzt Reiner Meier,

CDU/CSU-Fraktion.


(Beifall bei der CDU/CSU)







(A) (C)



(D)(B)


  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Reiner Meier


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CSU)


    Verehrte Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Da-

    men und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir
    beraten heute in zweiter Lesung den Entwurf des Bun-
    deshaushalts 2015. Auch wenn es manche immer noch
    nicht glauben wollen: Der Bund wird nächstes Jahr ohne
    Neuverschuldung auskommen.


    (Maria Klein-Schmeink [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Finanziert durch die Beitragszahler!)


    Der erste ausgeglichene Bundeshaushalt seit Franz Josef
    Strauß im Jahre 1969 zeigt eines: 45 Jahre später braucht
    es mit Wolfgang Schäuble wieder die Union im Finanz-
    ministerium, um dieses Ziel zu erreichen.


    (Beifall bei der CDU/CSU – Maria KleinSchmeink [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Wo wart ihr denn in der letzten Legislaturperiode?)


    Frau Kollegin Schulz-Asche, wenn Sie dem amtieren-
    den Gesundheitsminister vorwerfen, er verwalte nur und
    gestalte nicht, dann möchte ich Ihnen sagen: Dieser Ge-
    sundheitsminister hat im ersten Jahr so viele Reformen
    durchgebracht zum Wohle der Patienten und der Bevöl-
    kerung wie kein anderer Bundesminister.


    (Beifall bei der CDU/CSU – Maria KleinSchmeink [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das lag vielleicht an seinen beiden Vorgängern!)


    Deshalb möchte ich von Ihnen weder verwaltet werden,
    noch möchte ich Ihnen die Gestaltung der Gesundheits-
    politik in Deutschland überlassen.


    (Beifall bei der CDU/CSU – Dr. Gesine Lötzsch [DIE LINKE]: Lieber gut verwaltet als schlecht gestaltet!)


    Indem wir einer unkontrollierten Schuldenpolitik eine
    klare Absage erteilen, bewahren wir uns und unseren
    Kindern Handlungsspielräume für die Zukunft. Die ge-
    setzliche Krankenversicherung steht heute wieder auf ei-
    nem soliden finanziellen Fundament. Im ersten Halbjahr
    2014 haben die gesetzlichen Krankenkassen über Prä-
    mien und freiwillige Leistungen insgesamt 517 Millio-
    nen Euro an die Versicherten zurückgegeben. Wenn man
    diese Ausschüttungen berücksichtigt, sind die Finanzen
    der GKV strukturell nahezu ausgewogen. Mit 16,2 Mil-
    liarden Euro Rücklagen bei den Kassen und weiteren
    10,4 Milliarden Euro beim Gesundheitsfonds verfügt die
    gesetzliche Krankenversicherung über hohe Reserven.

    Mit dem GKV-Finanzierungsgesetz haben wir dafür
    gesorgt, dass die Kassen den umständlichen Weg über
    Ausschüttungen künftig gar nicht mehr gehen müssen.
    Ab dem kommenden Jahr können die Krankenkassen die
    Höhe des Zusatzbeitrags selbst festsetzen und ihren
    Finanzierungsbedarf eigenverantwortlich justieren. Da-
    mit, meine Damen und Herren, stärken wir den Wettbe-
    werb in der gesetzlichen Krankenversicherung. Jeder
    Versicherte kann künftig für sich selbst entscheiden, ob
    er lieber kostenlose Zusatzleistungen oder niedrige Bei-
    träge haben will. In den nächsten Wochen werden wir se-
    hen, wie die Krankenkassen ihre Zusatzbeiträge für das
    kommende Jahr gestalten. Ich gehe davon aus, dass viele
    Kassen ihre Versicherten auch deutlich entlasten werden.

    Meine Damen und Herren, unser deutsches Gesund-
    heitssystem gehört zu den modernsten und leistungsfä-
    higsten Systemen weltweit.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Wegen der Vielfalt der Leistungsangebote und der Ak-
    teure kann es aber auch manchmal etwas kompliziert
    werden: Welche Leistungen übernimmt die Kasse? Was
    sind die Voraussetzungen für Kuren? Oder: Was muss
    ich im Ausland beachten? – Genau hier ist die Unabhän-
    gige Patientenberatung eine wertvolle Ergänzung zu den
    bestehenden Angeboten


    (Maria Klein-Schmeink [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Dafür habt ihr lange gebraucht, um das zu begreifen!)


    und unterstützt die Versicherten seit Jahren dabei, sich
    im Gesundheitssystem zu orientieren, und, wo es nötig
    ist, auch dabei, ihre Rechte zu verwirklichen. Ich freue
    mich deshalb besonders, dass es uns gelungen ist, die
    Unabhängige Patientenberatung finanziell besser auszu-
    statten. Von gut 5 Millionen Euro auf 9 Millionen Euro
    jährlich konnten wir das Budget erhöhen. Das ist eine
    wichtige Stärkung der Patientenrechte; denn künftig er-
    halten die Versicherten nicht nur die schon heute hervor-
    ragende Beratung, sondern sie bekommen diese Bera-
    tung schneller und idealerweise auch ohne Wartezeiten.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Meine sehr verehrten Damen und Herren, ein kranker
    Mensch interessiert sich nicht für Kennziffern oder Bü-
    rokratie, sondern alleine dafür, wie schnell er zum
    nächsten Arzt oder in das nächste Krankenhaus kommt.
    Wir haben deshalb mit dem Pflegestärkungsgesetz I den
    Versorgungszuschlag für Krankenhäuser in Höhe von
    0,8 Prozent und damit in voller Höhe um ein weiteres
    Jahr verlängert. Das ist mir wichtig; denn das kommt vor
    allem kleineren und ländlichen Krankenhäusern zugute,
    von denen viele für die Versorgung in der Fläche unent-
    behrlich geworden sind.

    Ich wohne in der nördlichen Oberpfalz und kenne aus
    eigener Erfahrung die Probleme, die sich in manchen
    Orten durch die Landflucht stellen. Erst gehen die Ban-
    ken und die Fachgeschäfte, dann die Supermärkte und
    am Ende die Krankenhäuser, Ärzte und Apotheker. Im
    Bereich der Daseinsvorsorge, meine sehr verehrten Da-
    men und Herren, ist das für mich schlichtweg inakzepta-
    bel. Wir haben uns deshalb im Koalitionsvertrag aus-
    drücklich zu einer flächendeckenden ambulanten
    Versorgung, einer flächendeckenden Krankenhausver-
    sorgung und einer flächendeckenden Apothekenversor-
    gung bekannt. Genau an diese Ziele des Koalitionsver-
    trags halten wir uns, meine Damen und Herren.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Mit dem Referentenentwurf zum Versorgungsstärkungs-
    gesetz unseres Gesundheitsministers Hermann Gröhe





    Reiner Meier


    (A) (C)



    (D)(B)

    sind wir dabei auf einem guten Weg, und ich danke ihm
    für diese hervorragende Leistung.

    Weil wir gerade beim Thema Ärzte sind: Ich freue
    mich, dass viele Kassenärztliche Vereinigungen schon
    heute das Thema Unterversorgung offensiv angehen. Mit
    dem Versorgungsstärkungsgesetz werden wir an dieser
    Stelle die Instrumente der Selbstverwaltung noch weiter
    ausbauen. Kern der ambulanten Versorgung ist und
    bleibt für uns aber der niedergelassene Arzt als freier Be-
    rufsträger. Weisungsunabhängig und in seiner Diagnose
    und Therapie nur dem Wohl des Patienten verantwort-
    lich, bleibt er auch weiterhin absolut unverzichtbar.

    Wir müssen dennoch die Rahmenbedingungen für
    den Ärzteberuf weiter optimieren. Besonders junge
    Ärzte tragen häufig den Wunsch an mich heran, Familie
    und Beruf besser vereinbaren zu können.


    (Kordula Schulz-Asche [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Und die Pflege!)


    Ebenso müssen wir sehen, dass es Ärzte gibt, die zwar in
    der Stadt wohnen wollen, aber durchaus bereit sind, auf
    dem Land zu arbeiten. Hier brauchen wir noch mehr
    praktikable und flexible Modelle, damit wir trotz Ärz-
    temangels eine bestmögliche Versorgung der Patienten
    gewährleisten können. Ich bin überzeugt, dass wir ge-
    meinsam mit der Selbstverwaltung hier gut vorankom-
    men.

    Meine Damen und Herren, zum Ende meiner Rede-
    zeit möchte ich noch kurz auf ein Thema eingehen, das
    mir persönlich sehr wichtig ist. In der letzten Sitzungs-
    woche haben wir eingehend über das Thema Sterbehilfe
    gesprochen. Bei allen unterschiedlichen Meinungen zu
    diesem Thema treffen wir uns fast alle immer wieder an
    einem Punkt: nämlich der Überzeugung, dass wir die
    Hospiz- und Palliativversorgung auch finanziell stärken
    müssen.


    (Beifall bei der CDU/CSU – Kordula SchulzAsche [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Steht das im Haushalt? – Zuruf von der LINKEN: Wo steht das im Haushalt?)


    Eine menschliche und menschenwürdige Begleitung bis
    zum Ende ist die mindeste Grundlage für jede weitere
    Diskussion.

    Meine Damen und Herren, wir haben heute viele Ge-
    danken gehört. Wenn Einzelne von uns das eine oder an-
    dere Argument nicht so überzeugend gefunden haben, so
    bitte ich um Verständnis dafür, dass die Positionen für
    uns klar und deutlich definiert sind. Eines ist aber doch
    im Grunde unumstritten: Wir müssen aus der Schulden-
    spirale ausbrechen, damit am Ende nicht unsere Kinder
    die Zeche für uns alle bezahlen müssen.


    (Zuruf des Abg. Harald Weinberg [DIE LINKE])


    Dieser Haushalt ist ausgewogen und realisiert dieses
    Ziel. Deshalb bitte ich Sie um Zustimmung.

    Vielen Dank.

    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD – Zurufe vom BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)