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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 18/50 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 50. Sitzung Berlin, Mittwoch, den 10. September 2014 I n h a l t : Glückwünsche zum Geburtstag der Abgeord- neten Karin Evers-Meyer, Dr. Angela Merkel, Günter Lach, Dr. Harald Terpe, Dr. Wilhelm Priesmeier, Jürgen Trittin, Max Straubinger, Norbert Brackmann, Dr. Axel Troost, Bartholomäus Kalb, Karsten Möring, Volker Kauder, Hans- Peter Uhl und Wolfgang Gehrcke . . . . . . . . 4547 B Tagesordnungspunkt 1: (Fortsetzung) a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes über die Feststellung des Bundes- haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2015 (Haushaltsgesetz 2015) Drucksache 18/2000 . . . . . . . . . . . . . . . . . 4547 B b) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bundes 2014 bis 2018 Drucksache 18/2001 . . . . . . . . . . . . . . . . . 4547 C Einzelplan 04 Bundeskanzlerin und Bundeskanzleramt Dr. Gregor Gysi (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 4547 D Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin . . . . . . . 4554 B Katrin Göring-Eckardt (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4560 B Thomas Oppermann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . 4565 A Matthias W. Birkwald (DIE LINKE) . . . . . 4566 A Herbert Behrens (DIE LINKE) . . . . . . . . . 4568 A Volker Beck (Köln) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4570 A Volker Kauder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 4571 A Aydan Özoğuz, Staatsministerin BK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4574 C Gerda Hasselfeldt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 4577 A Bettina Hagedorn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 4579 C Harald Petzold (Havelland) (DIE LINKE) . . 4581 A Monika Grütters, Staatsministerin BK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4582 B Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4584 A Hiltrud Lotze (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4585 A Rüdiger Kruse (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 4586 C Ulle Schauws (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4588 A Burkhard Blienert (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 4588 D Einzelplan 09 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Sigmar Gabriel, Bundesminister BMWi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4590 B Roland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . 4594 B Dr. Michael Fuchs (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 4595 C Dr. Barbara Hendricks (SPD) . . . . . . . . . . 4598 A Kerstin Andreae (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4598 B Wolfgang Tiefensee (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 4600 A Klaus Ernst (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . 4601 B Dr. Joachim Pfeiffer (CDU/CSU) . . . . . . . . . 4603 A Klaus Ernst (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 4603 C Inhaltsverzeichnis II Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 50. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 10. September 2014 Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4605 C Sigmar Gabriel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4606 C Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4607 B Thomas Jurk (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4607 D Eva Bulling-Schröter (DIE LINKE) . . . . . . . . 4609 A Karl Holmeier (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 4610 A Dr. Julia Verlinden (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4612 A Andreas Mattfeldt (CDU/CSU) . . . . . . . . . 4612 C Mark Hauptmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 4613 C Jan Metzler (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . 4615 A Andreas Mattfeldt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 4616 B Einzelplan 14 Bundesministerium der Verteidigung Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin BMVg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4618 B Dr. Alexander S. Neu (DIE LINKE) . . . . . . . 4620 B Rainer Arnold (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4621 D Dr. Tobias Lindner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4624 A Henning Otte (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 4625 A Inge Höger (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . 4627 B Karin Evers-Meyer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 4628 C Agnieszka Brugger (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4629 D Ingo Gädechens (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 4631 B Gabi Weber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4633 A Bartholomäus Kalb (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 4634 A Dr. Karl-Heinz Brunner (SPD) . . . . . . . . . . . . 4635 C Einzelplan 23 Bundesministerium für wirtschaftliche Zu- sammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller, Bundesminister BMZ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4637 A Heike Hänsel (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . 4639 C Sonja Steffen (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4641 A Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4642 C Jürgen Klimke (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 4644 A Annette Groth (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 4645 C Dr. Bärbel Kofler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 4646 C Uwe Kekeritz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4648 B Johannes Selle (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 4649 C Gabriela Heinrich (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 4650 C Tobias Zech (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . 4651 D Stefan Rebmann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 4652 D Volkmar Klein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 4654 C Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4655 A Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4656 C Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 4657 A Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 50. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 10. September 2014 4547 (A) (C) (D)(B) 50. Sitzung Berlin, Mittwoch, den 10. September 2014 Beginn: 10.31 Uhr
  • folderAnlagen
    (D) Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 50. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 10. September 2014 4657 (A) (C) (B) Anlage zum Stenografischen Bericht Liste der entschuldigten Abgeordneten (D) Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Alpers, Agnes DIE LINKE 10.09.2014 Beckmeyer, Uwe SPD 10.09.2014 Bleser, Peter CDU/CSU 10.09.2014 Buchholz, Christine DIE LINKE 10.09.2014 Connemann, Gitta CDU/CSU 10.09.2014 Dağdelen, Sevim DIE LINKE 10.09.2014 Dinges-Dierig, Alexandra CDU/CSU 10.09.2014 Färber, Hermann CDU/CSU 10.09.2014 Ferner, Elke SPD 10.09.2014 Heil (Peine), Hubertus SPD 10.09.2014 Hintze, Peter CDU/CSU 10.09.2014 Dr. Krüger, Hans-Ulrich SPD 10.09.2014 Leutert, Michael DIE LINKE 10.09.2014 Ostendorff, Friedrich BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10.09.2014 Petry, Christian SPD 10.09.2014 Dr. Reimann, Carola SPD 10.09.2014 Sarrazin, Manuel BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10.09.2014 Schlecht, Michael DIE LINKE 10.09.2014 Steiniger, Johannes CDU/CSU 10.09.2014 Ulrich, Alexander DIE LINKE 10.09.2014 Weinberg, Harald DIE LINKE 10.09.2014 Zimmermann, Pia DIE LINKE 10.09.2014 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Anlagen 50. Sitzung Inhaltsverzeichnis TOP 1 Einbringung Haushaltsgesetz 2015 – Finanzplan des Bundes 2014 bis 2018 Epl 04 Bundeskanzlerin und Bundeskanzleramt Epl 09 Wirtschaft und Energie Epl 14 Verteidigung Einzelplan Anlagen
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Mark Hauptmann


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kollegen!

    Deutschland geht es gut und sorgt dafür, dass das so
    bleibt. – So könnte die Überschrift in den Zeitungen lau-
    ten, nachdem wir in dieser Woche über den Haushalt de-
    battiert haben. Denn dieses Jahr haben wir mit dem
    Haushalt einen großartigen Erfolg erzielt. Zum ersten
    Mal seit 1969 liegt für 2015 ein Haushaltsentwurf vor,
    der ohne Neuverschuldung auskommt. Dies zieht sich in
    der Finanzplanung bis 2018 so weiter. Dem Schulden-
    machen auf Kosten kommender Generationen wird hier-
    mit ein Riegel vorgeschoben. Die schwarze Null ist da-
    her auch eine historische Leistung im Sinne der
    Generationengerechtigkeit, auf die wir zu Recht stolz
    sein können.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Sehr geehrter Herr Kollege Ernst, diesen Erfolg ge-
    rade im Hinblick auf die Generationengerechtigkeit wol-
    len wir uns von Ihnen und von Ihren Kollegen, die per-
    manent nach Steuererhöhungen und Umverteilung
    schreien, nicht zerreden lassen. Wir haben hier quasi ei-
    nen zukunftsweisenden Erfolg erzielt.

    Der stabile Bundeshaushalt ist aber aktuell auch auf
    die gute Beschäftigungssituation zurückzuführen, die
    wir vor allem unseren mittelständischen Unternehmen
    zu verdanken haben. Die Kernaufgabe der deutschen
    Wirtschaftspolitik muss daher die Impulsgebung für mit-
    telständische Aktivitäten sowie die gezielte Förderung
    innovativer Technologien sein. Wir brauchen Mittel-
    stand, wir brauchen Investitionen, und wir brauchen
    Technologien für eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik.

    Kommen wir zum ersten Punkt, zum Mittelstand. Der
    Mittelstand ist bei uns in Deutschland Innovationsmotor
    und das Fundament unseres deutschen Wohlstands. Über
    1 500 deutsche Unternehmen sind Weltmarktführer in
    ihren jeweiligen Marktsegmenten. Das Bundeswirt-
    schaftsministerium hat festgestellt, dass neun von zehn
    Spitzenunternehmen Mittelständler sind. Der Bereich
    Mittelstandspolitik hat im Einzelplan dieses Haushalts-
    entwurfes ein Volumen von 875 Millionen Euro. Der
    größte Teil entfällt dabei auf die Investitionsförderung in
    strukturschwachen Regionen.

    Die Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesse-
    rung der regionalen Wirtschaftsstruktur“, GRW, hat im
    Haushalt 2015 eine Aufwertung um 17 Millionen Euro





    Mark Hauptmann


    (A) (C)



    (D)(B)

    auf 600 Millionen Euro erfahren. Gerade ostdeutsche
    Bundesländer haben in den vergangenen Jahren von die-
    ser Förderung profitiert, beispielsweise durch Fördermit-
    tel für die Erschließung des Breitbandausbaus. Die
    strukturschwächeren ländlichen Räume haben hier be-
    sonders mit den kleinen und mittelständischen Unterneh-
    men eine Infrastruktur vorzuweisen, die wir nachhaltig
    stärken sollten. Die Erhöhung der GRW-Mittel ent-
    spricht daher exakt der Zielsetzung unserer Wirtschafts-
    politik, allen Regionen einen marktorientierten Struktur-
    wandel mit verlässlichen Rahmenbedingungen zu
    ermöglichen und positive Wachstumskräfte freizusetzen.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Zweitens: zum Bereich der Innovationen. Ein innova-
    tiver Mittelstand ist für die Wettbewerbsfähigkeit der
    deutschen Wirtschaft entscheidend. Aufgrund ihrer Spe-
    zialisierung und unmittelbaren Kundennähe tragen ge-
    rade die mittelständischen Unternehmen mit vielen Ent-
    wicklungen zu innovativen Produkten bei. Kleine, aber
    hochinnovative Familienbetriebe stärken als Hidden
    Champions das Qualitätssiegel „Made in Germany“.
    Ziel einer erfolgreichen Mittelstandspolitik muss also
    sein, entsprechende Rahmenbedingungen für unterneh-
    merisches Handeln zu schaffen, um Gründung, Wachs-
    tum, Innovationen und Investitionen zu erleichtern. Die
    Erhöhung der Förderung des Kapitels zu Innovationen
    und Technologie im Haushaltsentwurf um 39 Millio-
    nen Euro auf über 2,38 Milliarden Euro ist hierbei ein
    klarer Schritt in die richtige Richtung.

    Es wurde bereits angesprochen: Unser deutsches
    Leuchtturmprojekt zur Unterstützung von anwendungs-
    orientierter technologieoffener Forschung ist das
    Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand. Auch hier
    haben wir dafür gesorgt, dass mit der Erhöhung der
    ZIM-Mittel um 30 Millionen Euro auf rund 543 Millio-
    nen Euro ein Schritt in die richtige Richtung gemacht
    wird. Mit der Unterstützung von ZIM können Unterneh-
    men und kooperierende Forschungseinrichtungen Zu-
    schüsse für anspruchsvolle Forschungs- und Entwick-
    lungsprojekte erhalten und so auch innovative Ideen in
    ganz Deutschland umsetzen.

    Es ist zu begrüßen, dass die neuen Länder mit einem
    Anteil von 40 Prozent besonders von diesen Forschungs-
    unterstützungsleistungen profitieren. Warum ist das so?
    Während im Süden und im Westen der Republik die
    großen Unternehmen Forschungs- und Entwicklungs-
    aufgaben übernehmen, findet diese Innovationsleistung
    in Ostdeutschland – Herr Claus, Sie haben das angespro-
    chen – gerade bei den kleinen und mittelständischen
    Unternehmen statt. Die Bezeichnung des Mittelstandes
    als „Brutkasten“ für innovative Ideen und Entwicklun-
    gen ist daher gerade für die neuen Bundesländer in
    besonderem Maße zutreffend. ZIM kann diese Lücke
    füllen und kleine und mittlere Betriebe entscheidend
    stärken.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Neben den vielen Chancen gibt es natürlich auch
    zahlreiche Herausforderungen. Wir alle wissen, dass der
    demografische Wandel uns alle betrifft. Wir müssen
    auch Antworten im Hinblick auf den ländlichen Raum
    und den demografischen Wandel dort finden. Meine Hei-
    mat, der Freistaat Thüringen, ist hier bereits einen Schritt
    weiter als wir im Bund.

    Seit dem 1. September dieses Jahres werden Familien
    in Thüringen mit einem Sanierungsbonus von mindes-
    tens 12 000 Euro unterstützt, wenn sie bestehende
    Gebäude energetisch und barrierearm umgestalten und
    mindestens 50 000 Euro investieren. Insgesamt inves-
    tiert der Freistaat Thüringen 25 Millionen Euro in dieses
    Projekt.

    Wenn wir dies flächendeckend in ganz Deutschland
    haben wollen, dann brauchen wir diesen Sanierungs-
    bonus auch mit der Unterstützung des Bundes. In den
    Koalitionsvertrag hat der Sanierungsbonus schon
    Eingang gefunden; nun müssen wir ihn auch mit Leben
    erfüllen.

    Drittens: der Bereich der Technologie. Von der Inno-
    vationsfähigkeit unserer mittelständischen Betriebe ist es
    nicht weit zur Technologiepolitik. Die große Stärke un-
    seres Landes liegt darin, dass wir gerade hier wollen,
    dass der Erhalt der Technologie und die Erschließung
    neuer Märkte weiter gefördert werden.

    Von daher, sehr geehrter Herr Minister, gestatten Sie
    mir eine kurze Anmerkung. Wir alle wollen Hochtech-
    nologie in diesem Land halten. Von daher verstehen wir
    in der Union teilweise nicht die Frage, dass wir auf der
    Grundlage der zu rot-grünen Zeiten festgelegten Export-
    richtlinien im Bereich der Verteidigung weitere Ein-
    schränkungen vornehmen wollen und eben einen Abbau
    dieser Technologie zumindest billigend in Kauf nehmen.
    Von daher bitte ich Sie – das sollte auch noch einmal
    zusammen mit uns überlegt werden –, dass wir diesen
    Bereich gerade dort, wo Dual-Use-Güter hergestellt wer-
    den, wo also zivile als auch sicherheitsrelevante Güter
    hergestellt werden, besonders berücksichtigen. Sie alle
    kennen diese Spill-Over-Effekte, die im Bereich der si-
    cherheitsrelevanten Forschung auch auf die zivile Nut-
    zung entstehen. Denken Sie an das GPS, an die Sensorik,
    die Optik, die IT-Sicherheit, die Oberflächentechnik, die
    Mechatronik und, und, und.

    Wir alle wollen, dass diese Bereiche auch in Zukunft
    erfolgreich hier in Deutschland bleiben können und hier
    für Arbeitsplätze und für die Hochtechnologie in diesem
    Land sorgen.

    Von daher bitte ich Sie, dass wir noch einmal darüber
    nachdenken, wie wir es schaffen können, Hochtechnolo-
    gie in diesem Bereich auch in Zukunft in diesem Land
    erfolgreich zu erhalten, und wie wir hier dafür sorgen,
    dass wir auch beim Haushaltsentwurf 2016 sagen kön-
    nen: Deutschland geht es gut, und wir sorgen auch in Zu-
    kunft dafür, dass dies so bleibt.

    Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)




Rede von Johannes Singhammer
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CSU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CSU)

Vielen Dank. – Nächster Redner ist der Kollege Jan

Metzler, CDU/CSU.


(Beifall bei der CDU/CSU)







(A) (C)



(D)(B)


  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Jan Metzler


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen!

    Sehr geehrte Damen und Herren! Ein ausgeglichener
    Bundeshaushalt: ein Ziel, an dem Generationen von
    Politikerinnen und Politikern gearbeitet haben. Seit Jah-
    ren wird daran beharrlich gefeilt, oft gegen Widerstände
    und – das ist heute in der Debatte gewissermaßen auch
    noch einmal als „Restreminiszenz“ deutlich geworden –
    auch mit Rückschlägen, aber immer das Langfristziel
    vor Augen.

    Ein großer Dank geht dabei zuallererst an unseren
    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, liebe Kolle-
    ginnen und Kollegen.

    Der erste ausgeglichene Bundeshaushalt seit 45 Jah-
    ren – das ist für mich ein klares Bekenntnis zur Genera-
    tionengerechtigkeit.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Ein Paradigmenwechsel weg von einer Politik des
    Schuldenmachens ohne Steuererhöhungen eröffnet
    Deutschland neue Chancen und Perspektiven.

    Was heißt das konkret? Die Zinsen sind mit rund
    9 Prozent der drittgrößte Posten im Bundeshaushalt. Je
    weniger Zinsbelastung, desto mehr Gestaltungsspiel-
    raum für unser Land. Das wird sich auch schon im
    kommenden Jahr zeigen, liebe Kolleginnen und Kolle-
    gen. Die Zinsausgaben sinken dann um beinahe 650 Mil-
    lionen Euro. Das ist beachtlich. Das festigt das Vertrauen
    in die deutsche Finanz- und Haushaltspolitik sowohl im
    Inland als auch im Ausland.

    Maßgebliche Treiber der positiven Haushaltsentwick-
    lung sind ohne Frage die starke Wirtschaft mit einem
    leistungsfähigen Mittelstand und der daraus resultie-
    rende solide Arbeitsmarkt.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Gerade dieser Tage erlebt die deutsche Industrie erneut
    einen Exportrekord. Darauf können wir stolz sein.

    Deshalb müssen wir jetzt die finanziellen Spielräume
    nutzen und die richtigen Impulse setzen, um Deutsch-
    land auch in Zukunft fit zu halten. Natürlich gilt: Die
    weltwirtschaftliche Entwicklung hat ebenfalls einen
    maßgeblichen Einfluss auf unser Land und darauf, wie
    wir gemeinsam den bestmöglichen wirtschaftspoliti-
    schen Rahmen für Deutschland gestalten können. Jetzt
    gilt es, unsere entschlossene und unaufgeregte Politik
    fortzusetzen. Finanzminister Wolfgang Schäuble hat das
    gestern betont, und, liebe Kolleginnen und Kollegen, er
    hat recht damit.

    Wie packen wir das an?

    Erstens. Wir werden auch weiterhin gezielt in die Inf-
    rastruktur als Fundament der deutschen Wirtschaft in-
    vestieren.

    Zweitens. Die gerade erst von der Bundesregierung
    verabschiedete Digitale Agenda ist Dreh- und Angel-
    punkt der Hightech-Strategie für die kommenden Jahre.
    Sie wird die Innovationskraft in Deutschland weiter vo-
    ranbringen.

    Drittens. Wir werden auch weiterhin beständig in Bil-
    dung, Wissenschaft und Forschung investieren und hier
    vor allem in die Vernetzung mit der Wirtschaft.

    Viertens – und damit abschließend –: Wir setzen ei-
    nen wirtschaftspolitischen Rahmen, der solide Wachs-
    tumsimpulse schafft und Innovation als Schlüssel dazu
    identifiziert.

    Das ist der richtige Weg, liebe Kolleginnen und Kol-
    legen, weil wir ein Land der Forscher und der kreativen
    Köpfe sind. Also müssen wir den Wirtschaftsstandort
    Deutschland auch verlässlich und darüber hinaus beson-
    ders attraktiv als Nährboden für Innovationen gestalten
    und erhalten. Wir werden mehr Anreize als bisher für
    Neugründungen und Innovationen schaffen. Neue Ideen
    aus Wissenschaft und Forschung sollen erfolgreich in
    Deutschland zum Produkt oder zur Dienstleistung wer-
    den. Unternehmen müssen auch weiterhin bei uns inves-
    tieren, produzieren und ansässig sein wollen, egal ob es
    sich dabei um einen kleinen Betrieb, einen Mittelständ-
    ler oder einen Konzern handelt. Nur so kann es uns auch
    weiterhin gelingen, Vorreiter auf den Märkten von mor-
    gen zu sein.

    Was wir ebenfalls tun müssen: Wir müssen insgesamt
    mutiger werden. Wir müssen Unternehmer in ihrem Tun
    bestärken und den Gründergeist fördern.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie des Abg. Marcus Held [SPD])


    Auch unternehmerisches Scheitern kann dazugehören.
    Aber gerade hiermit tun wir uns in unserer Gesellschaft
    immer noch schwer. Das müssen wir lernen, um den Mut
    zum Risiko nicht zu verlieren und Menschen in ihrem
    Bestreben nicht zu bremsen, sondern sie zu stärken.

    Hier setzt der Haushaltsplan des Bundesministeriums
    für Wirtschaft und Energie an:

    Beispiel eins. Mit dem Förderprogramm EXIST soll
    eine Kultur der unternehmerischen Selbstständigkeit an
    Hochschulen und Forschungseinrichtungen etabliert und
    somit die Zahl der Unternehmensneugründungen erhöht
    werden.

    Beispiel zwei. Das Programm INVEST zielt darüber
    hinaus auf eine Stärkung des Wagniskapitalmarktes in
    Deutschland ab.

    Beispiel drei. Der entscheidende Impulsgeber ist das
    Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand mit einem
    Volumen von mehr als 540 Millionen Euro. Der Wissens-
    transfer zwischen Forschung und Mittelstand wird hier
    gefördert und Innovation so beschleunigt.

    Das sind passgenaue Programme, meine sehr geehr-
    ten Damen und Herren. Insgesamt werden Innovation,
    Gründergeist und Wissenstransfer in der deutschen Wirt-
    schaft mit fast 850 Millionen Euro gefördert, mehr als
    10 Prozent des gesamten Wirtschaftsetats. Das ist rich-
    tungsweisend, liebe Kolleginnen und Kollegen.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD)






    Jan Metzler


    (A) (C)



    (D)(B)

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die regionale Wirt-
    schaftspolitik, der strukturpolitische Eckpfeiler der sozia-
    len Marktwirtschaft. Mit der GRW, der Gemeinschaftsauf-
    gabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“,
    werden wir die schwächeren Regionen in Deutschland
    weiter fördern und voranbringen. Die GRW ist ein Er-
    folgsmodell seit 1969. So können beispielsweise durch
    die Förderung von Unternehmen, Industrie- und Gewer-
    begeländen oder der touristischen Infrastruktur wettbe-
    werbsfähige Arbeitsplätze geschaffen und nachhaltig ge-
    sichert werden. Wir müssen auch künftig schwächeren
    Regionen in Deutschland unter die Arme greifen; denn
    die Unterschiede zwischen ländlichen Regionen und
    strukturstarken Ballungszentren werden durch den de-
    mografischen Wandel und den Fachkräftemangel weiter
    zunehmen. Dieser Entwicklung werden wir uns stellen.
    Darum ist es wichtig, dass für dieses zentrale und be-
    währte Instrument ab dem nächsten Jahr mehr Mittel,
    nämlich insgesamt rund 600 Millionen Euro jährlich, zur
    Verfügung gestellt werden.

    Förderung von Innovation, eine verlässliche Infra-
    struktur und Vertrauen in unsere Haushalts- und Finanz-
    politik sind die Rahmenbedingungen, die wir als Politik
    setzen können und müssen, um der Wirtschaft ein lang-
    fristiges und nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen.

    Die Menschen vertrauen auf eine verlässliche Finanz-
    und Wirtschaftspolitik in unserem Land. Ein ausgegli-
    chener Haushalt ohne Neuverschuldung das erste Mal
    seit 1969 ist dabei ein starkes und das richtige Signal.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD)


    Dies ist kein einmaliges Ziel für ein Jahr, eine Regie-
    rung, eine Koalition oder eine Legislaturperiode. Nein,
    es muss vielmehr ein gesamtpolitischer Anspruch an uns
    alle sein, um den bisher eingeschlagenen Weg in die Zu-
    kunft erfolgreich fortsetzen zu können. Der erste ausge-
    glichene Bundeshaushalt seit 45 Jahren ist für mich
    – das möchte ich klar unterstreichen – ein klares Be-
    kenntnis zur Generationengerechtigkeit.

    Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)