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ID1804316800

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 18/43 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 43. Sitzung Berlin, Donnerstag, den 26. Juni 2014 I n h a l t : Glückwünsche zum Geburtstag der Vizepräsi- dentin Ulla Schmidt sowie der Abgeordneten Hans-Christian Ströbele und Christoph Strässer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3831 A Wahl des Abgeordneten Sven-Christian Kindler als stellvertretendes Mitglied für das Kuratorium der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ . . . . . . . . . . . 3831 B Erweiterung und Abwicklung der Tagesord- nung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3831 B Nachträgliche Ausschussüberweisung . . . . . . 3831 D Tagesordnungspunkt II: (Fortsetzung) II.14 Einzelplan 09 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Drucksachen 18/1009, 18/1023 . . . . . . 3832 A Roland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . 3832 B Thomas Jurk (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3833 D Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3835 B Andreas Mattfeldt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 3836 D Sigmar Gabriel, Bundesminister BMWi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3839 B Michael Schlecht (DIE LINKE) . . . . . . . . 3840 A Oliver Krischer (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3840 D Michael Schlecht (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . 3843 D Dr. Michael Fuchs (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 3845 C Klaus Ernst (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 3847 C Dieter Janecek (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3848 B Wolfgang Tiefensee (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 3849 B Eva Bulling-Schröter (DIE LINKE) . . . . . . . 3850 C Dr. Joachim Pfeiffer (CDU/CSU) . . . . . . . . . 3851 D Dr. Julia Verlinden (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3853 C Marcus Held (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3854 C Dr. Peter Ramsauer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 3855 D Klaus Ernst (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 3857 B Andreas G. Lämmel (CDU/CSU) . . . . . . . . . 3858 A Daniela Ludwig (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 3859 A II.15 Einzelplan 30 Bundesministerium für Bildung und Forschung Drucksachen 18/1020, 18/1023 . . . . . . 3860 B Roland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . 3860 C Anette Hübinger (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 3861 D Ekin Deligöz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3863 C Dr. Karamba Diaby (SPD) . . . . . . . . . . . . . 3865 A Hubertus Heil (Peine) (SPD) . . . . . . . . . . . . . 3866 B Kai Gehring (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3867 D Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin BMBF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3869 D Nicole Gohlke (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 3872 A René Röspel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3873 C Inhaltsverzeichnis II Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 43. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 26. Juni 2014 Özcan Mutlu (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3875 C Michael Kretschmer (CDU/CSU) . . . . . . . . . 3876 C Dr. Ernst Dieter Rossmann (SPD) . . . . . . . . . 3878 B Katrin Albsteiger (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 3879 C Martin Rabanus (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3881 A Tankred Schipanski (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 3882 B Tagesordnungspunkt VIII: a) Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Achten Ge- setzes zur Änderung des Weingesetzes Drucksache 18/1780 . . . . . . . . . . . . . . . . . 3884 A b) Antrag der Abgeordneten Sylvia Kotting- Uhl, Oliver Krischer, Annalena Baerbock, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Keine Bad Bank für Atom – Rückstellungen der Atomwirtschaft in öffentlich-rechtli- chem Fonds sicherstellen Drucksache 18/1465 . . . . . . . . . . . . . . . . . 3884 B c) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Bericht der Bundesregierung nach Arti- kel 5 des Gesetzes zur Regelung von De- Mail-Diensten und zur Änderung weite- rer Vorschriften Drucksache 17/10720 . . . . . . . . . . . . . . . . 3884 B Zusatztagesordnungspunkt 1: Antrag des Präsidenten des Bundesrechnungs- hofes: Rechnung des Bundesrechnungshofes für das Haushaltsjahr 2013: – Einzel- plan 20 – Drucksache 18/1560 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3884 C Tagesordnungspunkt IX: a)–g) Beratung der Beschlussempfehlungen des Petitionsausschusses: Sammel- übersichten 60, 61, 62, 63, 64, 65 und 66 zu Petitionen Drucksachen 18/1632, 18/1633, 18/1634, 18/1635, 18/1636, 18/1637, 18/1638 . . 3884 D Zusatztagesordnungspunkt 2: Beratung der Zweiten Beschlussempfehlung des Wahlprüfungsausschusses: zu Einsprü- chen gegen die Gültigkeit der Wahl zum 18. Deutschen Bundestag am 22. Septem- ber 2013 Drucksache 18/1710 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3885 B Tagesordnungspunkt II: (Fortsetzung) II.16 a) Einzelplan 07 Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Drucksachen 18/1007, 18/1023. . . . 3885 C b) Einzelplan 19 Bundesverfassungsgericht Drucksache 18/1017 . . . . . . . . . . . . 3885 C Halina Wawzyniak (DIE LINKE) . . . . . . . . . 3885 C Dennis Rohde (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3886 D Dr. Tobias Lindner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3888 B Klaus-Dieter Gröhler (CDU/CSU) . . . . . . . . . 3889 A Heiko Maas, Bundesminister BMJV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3891 B Roland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . 3892 C Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3893 C Nicole Maisch (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3895 B Burkhard Lischka (SPD) . . . . . . . . . . . . . . 3896 A Katja Keul (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3896 C Dr. Eva Högl (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3897 A Katja Keul (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3898 B Dr. Stephan Harbarth (CDU/CSU) . . . . . . . . . 3899 B Elvira Drobinski-Weiß (SPD) . . . . . . . . . . . . 3901 A Mechthild Heil (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 3902 A Dr. Volker Ullrich (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 3903 B II.17 Einzelplan 06 Bundesministerium des Innern Drucksachen 18/1006, 18/1023 . . . . . . 3904 C Dr. Dietmar Bartsch (DIE LINKE) . . . . . . . . 3904 D Dr. Reinhard Brandl (CDU/CSU) . . . . . . . . . 3906 B Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3908 B Martin Gerster (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3909 C Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister BMI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3912 C Dr. André Hahn (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 3914 C Michael Hartmann (Wackernheim) (SPD) . . . 3915 D Irene Mihalic (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3917 D Thomas Strobl (Heilbronn) (CDU/CSU) . . . . 3919 A Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 43. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 26. Juni 2014 III Michaela Engelmeier-Heite (SPD) . . . . . . . . . 3920 C Dr. André Berghegger (CDU/CSU) . . . . . . . . 3921 C Oswin Veith (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . 3922 D Nächste Sitzung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3924 C Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . . 3925 A Anlage 2 Erklärung nach § 31 GO der Abgeordneten Dr. Katarina Barley (SPD) zur namentlichen Abstimmung über den Änderungsantrag der Abgeordneten Anja Hajduk, Sven-Christian Kindler, Ekin Deligöz, Dr. Tobias Lindner, Kerstin Andreae, Uwe Kekeritz, Claudia Roth (Augsburg), Peter Meiwald, Agnieszka Brugger, Annalena Baerbock, Dr. Franziska Brantner, Dr. Thomas Gambke, Britta Haßelmann, Tom Koenigs, Omid Nouripour, Lisa Paus, Brigitte Pothmer, Corinna Rüffer, Dr. Frithjof Schmidt, Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Jürgen Trittin, Doris Wagner und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 18/1847) zum Gesetz- entwurf der Bundesregierung über die Feststel- lung des Bundeshaushaltsplans für das Haus- haltsjahr 2014 – (Haushaltsgesetz 2014) – hier: Einzelplan 23 – Geschäftsbereich des Bun- desministeriums für wirtschaftliche Zusam- menarbeit und Entwicklung (42. Sitzung, Ta- gesordnungspunkt II.12) . . . . . . . . . . . . . . . . . 3925 D Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 43. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 26. Juni 2014 3831 (A) (C) (D)(B) 43. Sitzung Berlin, Donnerstag, den 26. Juni 2014 Beginn: 9.00 Uhr
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    (D) Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 43. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 26. Juni 2014 3925 (A) (C) (B) Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten (D) Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Alpers, Agnes DIE LINKE 26.06.2014 Bätzing-Lichtenthäler, Sabine SPD 26.06.2014 Beck (Bremen), Marieluise BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 26.06.2014 Beermann, Maik CDU/CSU 26.06.2014 Dr. Böhmer, Maria CDU/CSU 26.06.2014 Brugger, Agnieszka BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 26.06.2014 Dağdelen, Sevim DIE LINKE 26.06.2014 Dr. De Ridder, Daniela SPD 26.06.2014 Dr. Fabritius, Bernd CDU/CSU 26.06.2014 Dr. Felgentreu, Fritz SPD 26.06.2014 Flosbach, Klaus-Peter CDU/CSU 26.06.2014 Dr. Gauweiler, Peter CDU/CSU 26.06.2014 Gröhe, Hermann CDU/CSU 26.06.2014 Heinrich, Gabriela SPD 26.06.2014 Dr. Hendricks, Barbara SPD 26.06.2014 Hintze, Peter CDU/CSU 26.06.2014 Kaster, Bernhard CDU/CSU 26.06.2014 Kühn (Tübingen), Christian BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 26.06.2014 Künast, Renate BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 26.06.2014 Kunert, Katrin DIE LINKE 26.06.2014 Leutert, Michael DIE LINKE 26.06.2014 Maag, Karin CDU/CSU 26.06.2014 Özdemir, Cem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 26.06.2014 Scharfenberg, Elisabeth BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 26.06.2014 Dr. Schröder, Ole CDU/CSU 26.06.2014 Dr. Sieling, Carsten SPD 26.06.2014 Dr. Sütterlin-Waack, Sabine CDU/CSU 26.06.2014 Thönnes, Franz SPD 26.06.2014 Werner, Katrin DIE LINKE 26.06.2014 Zdebel, Hubertus DIE LINKE 26.06.2014 Anlage 2 Erklärung nach § 31 GO der Abgeordneten Dr. Katarina Barley (SPD) zur namentlichen Abstimmung über den Ände- rungsantrag der Abgeordneten Anja Hajduk, Sven-Christian Kindler, Ekin Deligöz, Dr. Tobias Lindner, Kerstin Andreae, Uwe Kekeritz, Claudia Roth (Augsburg), Peter Meiwald, Agnieszka Brugger, Annalena Baerbock, Dr. Franziska Brantner, Dr. Thomas Gambke, Britta Haßelmann, Tom Koenigs, Omid Nouripour, Lisa Paus, Brigitte Pothmer, Corinna Rüffer, Dr. Frithjof Schmidt, Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Jürgen Trittin, Doris Wagner und der Fraktion BÜND- NIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 18/1847) zum Gesetzentwurf der Bundesregierung über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2014 (Haushaltsgesetz 2014) hier: Einzelplan 23 Geschäftsbereich des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwick- lung (42. Sitzung, Tagesordnungspunkt II.12) An der 4. namentlichen Abstimmung am 25. Juni 2014 zum Thema Bundeshaushalt BMWZ habe ich teil- genommen und mit „Nein“ gestimmt. Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Anlagen 43. Sitzung Inhaltsverzeichnis Epl 09 Wirtschaft und Energie Epl 30 Bildung und Forschung TOP VIII, ZP 1 Überweisungen im vereinfachten Verfahren TOP IX, ZP 2 Abschließende Beratungen ohne Aussprache Epl 07, 19 Justiz und Verbraucherschutz, Bundesverfassungsgericht Epl 06 Innen Anlagen
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Dr. André Berghegger


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr

    Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Da-
    men und Herren! Als – wenn ich richtig gezählt habe –
    elfter Redner in dieser Debatte wird es sich nicht vermei-
    den lassen, das eine oder andere Thema noch einmal an-
    zusprechen. Aber das mache ich bewusst; denn ich
    glaube, die Themen sind es auf alle Fälle wert.

    Frei nach Goethes Faust könnte ich sagen: Zwei Her-
    zen schlagen in meiner Brust; denn als Mitglied des In-
    nenausschusses und des Haushaltsausschusses habe ich
    in den letzten Wochen und Monaten unterschiedliche
    Herangehensweisen an das eine oder andere Thema fest-
    gestellt. Aber aus voller Überzeugung werbe ich heute
    um die Zustimmung zu diesem Einzelplan. Ich denke
    nämlich, dass es eine sehr gute Lösung ist, die uns vor-
    gelegt worden ist.

    Durch die Haushaltsplanberatungen haben sich noch
    einige Änderungen ergeben; wir haben bereits mehrfach
    davon gehört. Die Mittel wurden an verschiedenen Stel-
    len aufgestockt, ohne aber unser übergeordnetes Ziel,
    nämlich einen ausgeglichenen Haushalt und nächstes
    Jahr einen Haushalt ohne neue Verschuldung, aus den
    Augen zu verlieren. Deswegen an dieser Stelle Dank an
    Bundesminister Schäuble für die gute Vorarbeit und den
    Regierungsentwurf, Dank an Sie, Herr de Maizière, für
    die Unterstützung aus Ihrem Haus und Dank an die Kol-
    leginnen und Kollegen aus dem Haushalts- und dem In-
    nenausschuss für die vertrauensvollen und konstruktiven
    Beratungen.

    Der Etat des Bundesinnenministers wird insgesamt
    um rund 128 Millionen Euro aufgestockt. Das ist eine
    gute, eine maßvolle Anhebung, vor allen Dingen ist sie
    sehr seriös gegenfinanziert.

    Ich möchte mich auf zwei Bereiche beschränken, de-
    ren wiederholte Erwähnung es aus meiner Sicht wert ist.
    Der erste Bereich ist – ich hatte das Stephan Mayer
    schon gesagt – das THW. Hier stocken wir die Mittel um
    insgesamt 10 Millionen Euro zusätzlich auf. Wir alle
    wissen – ich wiederhole das gerne –: Das Geld ist sehr
    sinnvoll angelegt. Gut, dass es in diesen Beratungen
    möglich war, so zu handeln. Die vielen ehrenamtlichen
    Helfer leisten einen unschätzbar wertvollen Beitrag für
    uns und unsere Gesellschaft sowohl im In- als auch im
    Ausland; Kollege Brandl hatte es eben gesagt.


    (Beifall bei der CDU/CSU)






    Dr. André Berghegger


    (A) (C)



    (D)(B)

    Die Naturgewalten sind es, die uns immer wieder vor
    große Herausforderungen stellen und natürlich auch Tra-
    gödien verursachen. Wir alle haben die Bilder der jünge-
    ren Vergangenheit noch vor Augen – die Stichworte sind
    auch schon gefallen –: die Hochwasserkatastrophe ak-
    tuell auf dem Balkan und just vor einem Jahr die Hoch-
    wasserkatastrophe an der Elbe. Das THW, andere Hilfs-
    organisationen, die Bundeswehr und viele andere Helfer
    haben wieder einmal einen bewundernswerten Einsatz
    gezeigt, Menschen geholfen, Güter gerettet. All das
    könnten wir alleine nicht leisten. An dieser Stelle herzli-
    chen Dank dafür.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    In diesem Sinne ist das THW aus meiner Sicht von
    unschätzbarem Wert. Aber das THW hat auch einen
    Preis; dessen müssen wir uns bewusst sein. Ich glaube,
    aus voller Überzeugung versuchen wir alles, das THW
    leistungsfähig zu erhalten. Jeder kennt es aus seinem
    Wahlkreis: Wir wollen sehr gerne motivierte Helfer und
    vor allen Dingen eine gute Ausrüstung. Deswegen bin
    ich froh und glücklich, dass wir den Erwerb von Fahr-
    zeugen und Materialien unterstützen und Verbesserun-
    gen bei der Aus- und Fortbildung in verschiedenen Be-
    reichen bei den Ortsvereinen erzielen.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Der zweite Bereich, die IT-Sicherheit. Um insgesamt
    18 Millionen Euro werden wir in Zukunft die Mittel für
    den Ausbau und den Betrieb der Netze des Bundes und
    weiterer zentraler IT-Infrastrukturen erhöhen. Herr
    Minister, Sie haben es in Ihrer Keynote Anfang der Wo-
    che bei einer Konferenz zum Datenschutz und vorhin
    auch noch einmal angesprochen: Unsere Gesellschaft ist
    nach und nach geprägt von einer digitalen Normalität,
    von einer digitalen Selbstverständlichkeit. Internet 4.0
    und Internet der Dinge sind Begriffe, die noch nicht je-
    der kennt. Aber Tatsache ist auch: Unsere Wirtschaft –
    Produktion, Dienstleistung und Handel – ist fast voll-
    ständig auf IT-Strukturen aufgebaut. Auch die kritischen
    Infrastrukturen, wie zum Beispiel die Energienetze, sind
    durch IT-Systeme gesteuert. Das bringt natürlich beim
    Betrieb und bei der Betreuung ungemein große Vorteile,
    schafft jedoch gleichzeitig auch neue Risiken. Deswegen
    ist die Sicherheit der Infrastruktur ein hohes Gut und hat
    hohe Bedeutung. Wir müssen das Vertrauen der Men-
    schen in diese Infrastruktur, auch in die Digitalisierung,
    erhöhen; denn das bringt am Ende sogar Wettbewerbs-
    vorteile für unser Land. Ziel muss es sein, die IT-Infra-
    struktur, die IT-Sicherheit zu verbessern.

    Durch das Projekt „Netze des Bundes“ sollen lang-
    fristig gemeinsame Infrastrukturen für die Bundesver-
    waltung aufgebaut werden. Dabei spielen die Stichworte
    „moderne Sicherheitsarchitektur“ und „moderne Sicher-
    heitsstruktur“ eine wichtige Rolle, um möglichen Gefah-
    ren und Risiken zu begegnen. Auch führende Fachleute
    warnen nämlich mehr und mehr vor einer ungebremsten
    Digitalisierung. Sie, Herr Minister, haben es verstanden,
    die Risiken im Blick zu behalten, die wir gerade be-
    schrieben haben, ohne aber die großartigen Möglichkei-
    ten der Digitalisierung zu vernachlässigen. Das finde ich
    sehr überzeugend. Insofern ist ein erhöhter Mitteleinsatz
    sehr wichtig. Durch diesen Beitrag wird die IT-Infra-
    struktur sicherer, wird Vertrauen geschaffen, und so wer-
    den die Chancen einer Digitalisierung in den Vorder-
    grund gestellt. Das ist uneingeschränkt zu begrüßen. Wir
    unterstützen Sie dabei.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Da sich viele meiner Vorredner schon auf das kom-
    mende Ereignis bezogen haben, werde ich das auch tun.


    (Monika Lazar [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Nein! Nicht schon wieder!)


    Ich habe viel über Digitalisierung gesprochen. Ich
    möchte jetzt aber mit einer ganz einfachen analogen
    Fußballweisheit schließen: Das Runde muss in das
    Eckige, und das möglichst oft.


    (Thomas Strobl [Heilbronn] [CDU/CSU]: Das richtige Eckige!)


    In diesem Sinne wünsche ich unserer Mannschaft gleich
    viel Erfolg.

    Vielen Dank für das freundliche Zuhören.

    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeord neten der SPD)




Rede von Ulla Schmidt
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)

Vielen Dank. – Nächster Redner ist Oswin Veith,

CDU/CSU-Fraktion.

(Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Oswin Veith


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Ich bin jetzt wohl der Letzte hier heute. Schön, dass

    Sie noch da sind.

    (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der SPD – Armin Schuster [Weil am Rhein] [CDU/CSU]: So würde ich das nicht sagen!)


    Verehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und
    Kollegen! Ich freue mich, heute als Innenpolitiker für
    meine Fraktion im Zuge der Haushaltsberatungen spre-
    chen zu können. Es ist das erste Mal, dass ich an der Ver-
    abschiedung eines Haushaltes auf Bundesebene teilneh-
    men darf. Die letzten fast 20 Berufsjahre habe ich am
    Hessischen Rechnungshof, als Bürgermeister und als Vi-
    zelandrat und Kämmerer meines Wahlkreises verbracht
    und weiß also, wie das ist: Es ist immer das Ringen zwi-
    schen Haushältern und Fachpolitikern, zwischen mehr
    Geld für den eigenen Politikbereich und strenger Haus-
    haltsdisziplin.

    Diese Haushaltswoche aber markiert eine finanzpoli-
    tische Zäsur von, wie ich meine, geradezu historischer
    Dimension. Wir durchbrechen mit dem jetzt vorgelegten
    Haushalt den seit über 45 Jahren andauernden Schulden-
    kreislauf, an dem alle Bundesregierungen mehr oder we-
    niger fröhlich beteiligt waren. Dieser Haushalt ist daher
    ein starkes Signal an die Menschen in unserem Land und
    vor allem an die junge Generation.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)






    Oswin Veith


    (A) (C)



    (D)(B)

    Natürlich ist der Entwurf ein Kompromiss zwischen
    unserem innenpolitischen Gestaltungsspielraum und der
    vom Grundgesetz abverlangten Haushaltsdisziplin. Aber
    er ist, wie ich finde, ein guter Kompromiss. Ich will den
    Haushältern der Großen Koalition, insbesondere den
    Kollegen Dr. Brandl und Dr. Berghegger, für die im Vor-
    feld der heutigen Lesung geleistete Arbeit sehr herzlich
    danken.

    Meine sehr verehrten Damen und Herren, Deutsch-
    land ist eines der sichersten Länder. Wir setzen heute die
    Rahmenbedingungen, die nötig sind, damit es morgen
    noch sicherer wird. Zwei Drittel der Ausgaben im Innen-
    ressort entfallen auf die innere Sicherheit, der Großteil
    davon auf die Arbeit unserer Bundespolizei. Das ist un-
    ser klares Bekenntnis zur hervorragenden Arbeit unserer
    Sicherheitsbehörden. Wir als Große Koalition stehen
    hinter den Beamtinnen und Beamten. Ihr Einsatz für die
    Bürger unseres Landes verdient Anerkennung und Wert-
    schätzung. Dafür danke ich hier öffentlich sehr herzlich.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Ein Blick auf die Kriminalstatistik zeigt, dass wir auf
    einem guten Weg sind. Wir haben es gehört: Die Zahl
    der Straftaten nimmt kontinuierlich ab, vor allem die
    Zahl der Straftaten gegen Leib und Leben und die Zah-
    len der Gewaltkriminalität. Dies zeigt, dass der Trend
    positiv ist. Das ist auch das Ergebnis von richtigen poli-
    tischen Entscheidungen und entschlossenem Handeln
    unserer Sicherheitsbehörden. Ich sage hier auch: Ohne
    die Bemühungen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion der
    letzten Jahre und ohne die Arbeit unserer Bundesinnen-
    minister Dr. de Maizière und Dr. Friedrich wäre dieser
    Erfolg nicht möglich gewesen. Auch ihnen gilt an dieser
    Stelle unser besonderer Dank.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Zur inneren Sicherheit gehört auch der Brand- und
    Katastrophenschutz. Bereits in der Vergangenheit hat das
    Innenministerium die Feuerwehren in den Ländern bei
    dieser wichtigen Aufgabe deutlich unterstützt, und es
    wird dies auch in Zukunft tun. Hinzu kommt die Unter-
    stützung des Technischen Hilfswerks. Ich freue mich,
    dass es gelungen ist – wir haben heute schon mehrfach
    davon gehört –, den Etat des THW um weitere 10 Mil-
    lionen Euro auf 190 Millionen Euro zu erhöhen. Das ist
    ein gutes Signal an die 80 000 freiwilligen THW-Helfer
    in unserem Land und zugleich, wie ich meine, ein gutes
    Signal für das gesamte Ehrenamt, das die Sicherheitsar-
    chitektur in unsere Städten und Gemeinden maßgeblich
    mitträgt.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir wollen Men-
    schen, die sich legal in Deutschland aufhalten, hier ar-
    beiten und ihren Beitrag zum Gemeinwesen leisten, bei
    der Integration besser unterstützen. Wir wollen es allen
    Interessenten ermöglichen, einen Integrationskurs zu be-
    suchen, dort die deutsche Sprache zu erlernen, um sich
    mit den Lebensverhältnissen in Deutschland vertraut
    machen zu können. Dafür haben wir den Mittelansatz
    um 40 Millionen Euro erhöht. Wir stellen dem Bundes-
    amt für Migration und Flüchtlinge 300 zusätzliche Stel-
    len zur Verfügung und wollen damit die Zeit der Bear-
    beitung von Asylanträgen spürbar verkürzen. Hier durch
    mehr Personal zu einer beschleunigten Bearbeitung der
    Anträge zu kommen, ist für alle Beteiligten notwendig
    und auch sinnvoll.

    Eines gebe ich jedoch gern zu: Die Aufstockung von
    Personal allein kann nur ein Baustein sein, wenn es da-
    rum geht, der Antragsflut Herr zu werden. Ein anderer
    wichtiger Baustein ist die Anerkennung von Serbien,
    Mazedonien und Bosnien-Herzegowina als sichere Her-
    kunftsstaaten. Denn rund 25 Prozent der in Deutschland
    gestellten Asylanträge stammen von Bewerbern aus den
    genannten Ländern. Obwohl ihre Erfolgsaussichten sehr
    gering sind – sie liegen im Schnitt bei unter 1 Prozent –,
    werden sie im Rahmen der bestehenden Quotenregelung
    zur Unterbringung auf die Kommunen verteilt. Das ver-
    stärkt die großen Probleme unserer kommunalen Fami-
    lie, geeignete Unterkünfte bereitzustellen. Das wollen
    wir ändern. Ein entsprechender Gesetzentwurf liegt vor;
    aber der Bundesrat muss mitziehen. Mein Appell geht
    daher an alle Landesregierungen, sich auch zum Wohle
    der Kommunen einzusetzen.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Öffentliche Dienstleistungen haben in Deutschland
    eine hohe Qualität. Das ist nur möglich, weil wir einen
    leistungsfähigen und verlässlichen öffentlichen Dienst in
    unserem Land haben, auf den wir alle stolz sein können.
    Wir wollen diesen leistungsbereiten und leistungsstarken
    öffentlichen Dienst trotz des demografischen Wandels
    und trotz des sich verschärfenden Wettbewerbs mit der
    Wirtschaft weiter zukunftsfähig halten. Einen ersten Bei-
    trag dazu leistet der Bund in diesem Jahr, indem er den
    Tarifabschluss für die Beschäftigten des öffentlichen
    Dienstes eins zu eins umsetzen wird. Der Gesetzentwurf
    liegt vor, und das Gesetz wird in Kürze verabschiedet.

    Meine lieben Kolleginnen und Kollegen, ich komme
    zum Schluss. Wir haben es uns mit diesem Haushalt
    nicht leicht gemacht. Wir wollen den Pfad der Verschul-
    dung schnellstens verlassen und haben keine Forderun-
    gen gestellt, die nicht seriös gegenfinanziert sind. Das,
    meine Damen, meine Herren, unterscheidet uns als Ko-
    alition von der Opposition,


    (Dr. André Hahn [DIE LINKE]: Oh Mann!)


    und das ist auch unsere Verantwortung den Menschen in
    unserem Land gegenüber. Trotz der knappen finanziellen
    Mittel ist es uns gelungen, in der Innenpolitik auch dies-
    mal klare politische Akzente zu setzen. Das ist der rich-
    tige Weg.

    Vielen Dank. – Uns allen ein spannendes Spiel!


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)