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ID1803106500

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    Plenarprotokoll 18/31 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 31. Sitzung Berlin, Freitag, den 11. April 2014 I n h a l t : Begrüßung der Oppositionsführerin des Un- terhauses des Parlaments der Republik der Union Myanmar, Frau Aung San Suu Kyi . . 2583 A Tagesordnungspunkt 1: (Fortsetzung) a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes über die Feststellung des Bundes- haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2014 (Haushaltsgesetz 2014) Drucksache 18/700 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2583 B b) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bundes 2013 bis 2017 Drucksache 17/14301 . . . . . . . . . . . . . . . . 2583 B Einzelplan 12 Bundesministerium für Verkehr und digi- tale Infrastruktur Alexander Dobrindt, Bundesminister BMVI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2583 C Roland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . 2587 D Sören Bartol (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2589 B Sven-Christian Kindler (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2591 A Reinhold Sendker (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 2593 A Bettina Hagedorn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 2594 B Sabine Leidig (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 2595 D Steffen Bilger (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 2597 A Harald Ebner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2597 D Dr. Valerie Wilms (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2598 C Kirsten Lühmann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 2599 D Eckhardt Rehberg (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 2601 A Arno Klare (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2602 A Arnold Vaatz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 2603 B Schlussrunde: Haushaltsgesetz 2014 Steffen Kampeter, Parl. Staatssekretär BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2605 A Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . 2607 D Johannes Kahrs (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2610 B Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2612 B Norbert Brackmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 2614 C Roland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . 2616 B Dr. Hans-Ulrich Krüger (SPD) . . . . . . . . . . . . 2617 B Ekin Deligöz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2618 D Bartholomäus Kalb (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 2620 C Ingrid Arndt-Brauer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 2622 C Ingbert Liebing (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 2624 C Swen Schulz (Spandau) (SPD) . . . . . . . . . . . 2626 A Kerstin Radomski (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 2627 D Carsten Körber (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 2629 A Nächste Sitzung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2630 D Berichtigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2630 D Inhaltsverzeichnis II Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 31. Sitzung. Berlin, Freitag, den 11. April 2014 Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 2631 A Anlage 2 Amtliche Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2632 A Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 31. Sitzung. Berlin, Freitag, den 11. April 2014 2583 (A) (C) (D)(B) 31. Sitzung Berlin, Freitag, den 11. April 2014 Beginn: 9.01 Uhr
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    Berichtigung 30. Sitzung, Seite 2553 B, die ersten beiden Absätze sind wie folgt zu lesen: Den Gipfel finde ich aber wirklich, dass Sie den An- teil, den Ihr Ministerium erbringen muss, damit das unsägliche Betreuungsgeld gezahlt werden kann, den Ar- beitslosen aufdrücken. Die Arbeitslosen sollen die 5 Millionen Euro aufbringen, die das Betreuungsgeld kostet. Das mag nicht viel Geld sein, aber ich finde, das ist an Symbolkraft nicht mehr zu toppen. Sie handeln nach dem Motto „Die Etats der Jobcenter reichen sowieso von vorne bis hinten nicht; da kommt es auf die 5 Millionen Euro auch nicht mehr an“. Ich halte das für eine ungeheure Unverschämtheit. Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 31. Sitzung. Berlin, Freitag, den 11. April 2014 2631 (A) (C) (B) Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten (D) Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Alpers, Agnes DIE LINKE 11.04.2014 Amtsberg, Luise BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 11.04.2014 Bareiß, Thomas CDU/CSU 11.04.2014 Bätzing-Lichtenthäler, Sabine SPD 11.04.2014 Beck (Bremen), Marieluise BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 11.04.2014 Becker, Dirk SPD 11.04.2014 Dörmann, Martin SPD 11.04.2014 Ehrmann, Siegmund SPD 11.04.2014 Ernstberger, Petra SPD 11.04.2014 Dr. Fabritius, Bernd CDU/CSU 11.04.2014 Färber, Hermann CDU/CSU 11.04.2014 Fograscher, Gabriele SPD 11.04.2014 Freitag, Dagmar SPD 11.04.2014 Fuchtel, Hans-Joachim CDU/CSU 11.04.2014 Gohlke, Nicole DIE LINKE 11.04.2014 Groß, Michael SPD 11.04.2014 Held, Marcus SPD 11.04.2014 Hellmuth, Jörg CDU/CSU 11.04.2014 Kelber, Ulrich SPD 11.04.2014 Keul, Katja BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 11.04.2014 Kömpel, Birgit SPD 11.04.2014 Krellmann, Jutta DIE LINKE 11.04.2014 Dr. Lengsfeld, Philipp CDU/CSU 11.04.2014 Dr. Lindner, Tobias BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 11.04.2014 Maisch, Nicole BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 11.04.2014 Mihalic, Irene BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 11.04.2014 Möhring, Cornelia DIE LINKE 11.04.2014 Nouripour, Omid BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 11.04.2014 Nowak, Helmut CDU/CSU 11.04.2014 Özdemir, Cem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 11.04.2014 Dr. Pfeiffer, Joachim CDU/CSU 11.04.2014 Pilger, Detlev SPD 11.04.2014 Poschmann, Sabine SPD 11.04.2014 Dr. Priesmeier, Wilhelm SPD 11.04.2014 Rohde, Dennis SPD 11.04.2014 Dr. Röttgen, Norbert CDU/CSU 11.04.2014 Rüthrich, Susann SPD3 11.04.2014 Dr. Schäuble, Wolfgang CDU/CSU 11.04.2014 Schlecht, Michael DIE LINKE 11.04.2014 Schmidt (Fürth), Christian CDU/CSU 11.04.2014 Schwabe, Frank SPD 11.04.2014 Silberhorn, Thomas CDU/CSU 11.04.2014 Dr. Steinmeier, Frank- Walter SPD 11.04.2014 Thönnes, Franz SPD 11.04.2014 de Vries, Kees CDU/CSU 11.04.2014 Dr. Wagenknecht, Sahra DIE LINKE 11.04.2014 Wellenreuther, Ingo 11.04.2014 Werner, Katrin 11.04.2014 Wunderlich, Jörn DIE LINKE 11.04.2014 Zech, Tobias CDU/CSU 11.04.2014 Ziegler, Dagmar SPD 11.04.2014 CDU/CSU DIE LINKE Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Anlagen 2632 Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 31. Sitzung. Berlin, Freitag, den 11. April 2014 (A) (C) (B) Anlage 2 Amtliche Mitteilungen Die folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass sie gemäß § 80 Absatz 3 Satz 2 der Geschäftsordnung von einer Berichterstattung zu den nachstehenden Vorlagen absehen: Ausschuss für Arbeit und Soziales – Unterrichtung durch die Bundesregierung Teilhabebericht der Bundesregierung über die Lebens- lagen von Menschen mit Beeinträchtigungen Teilhabe – Beeinträchtigung – Behinderung Drucksachen 17/14476, 18/413 Nr. 1.3 Ausschuss für Gesundheit – Bericht gemäß § 56a GO-BT des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung Technikfolgenabschätzung (TA) Fortpflanzungsmedizin – Rahmenbedingungen, wissen- schaftlich-technische Entwicklungen und Folgen Drucksachen 17/3759, 18/770 Nr. 24 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Fünfter Erfahrungsbericht der Bundesregierung über die Durchführung des Stammzellgesetzes (Fünfter Stammzellbericht) Drucksachen 17/12882, 18/770 Nr. 25 Offsetdruc sellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 K – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht über Erweiterungsszenarien zur elektroni- schen Dokumentation der Organspendeerklärung auf der elektronischen Gesundheitskarte Drucksachen 17/14326, 18/641 Nr. 18 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht zum Projekt „Deutsches Elektronisches Melde- system für Infektionsschutz“ (DEMIS) Drucksachen 17/14697, 18/641 Nr. 27 Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass der Ausschuss die nachstehenden Unions- dokumente zur Kenntnis genommen oder von einer Be- ratung abgesehen hat. Innenausschuss Drucksache 18/419 Nr. A.28 Ratsdokument 13173/13 Ausschuss für Wirtschaft und Energie Drucksache 18/419 Nr. A.83 Ratsdokument 10900/13 Drucksache 18/544 Nr. A.30 Ratsdokument 5160/14 Drucksache 18/642 Nr. A.3 Ratsdokument 5742/14 Drucksache 18/822 Nr. A.16 EP P7_TA-PROV(2014)0069 Drucksache 18/822 Nr. A.17 Ratsdokument 5489/14 (D) kerei, Bessemerstraße 83–91, 1 öln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de 22 31. Sitzung Inhaltsverzeichnis Epl 12 Verkehr und digitale Infrastruktur TOP 1 Schlussrunde Haushaltsgesetz 2014 Anlagen
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Kerstin Radomski


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen!

    Diese erste Haushaltswoche – Herr Kampeter hat es ge-
    sagt – stand ganz im Zeichen der Null. Bundesfinanz-
    minister Wolfgang Schäuble hat uns einen Haushaltsent-
    wurf für 2014 vorgelegt, mit dem wir in diesem Jahr die
    sogenannte strukturelle Null erreichen und die schwarze
    Null klar vor Augen haben. Die Bemühungen der Union
    um einen strukturell ausgeglichenen Haushalt ziehen
    sich wie ein schwarzer Faden, Herr Schulz, durch die
    letzten Jahre. Seit 2009 die Schuldenbremse beschlossen
    wurde, begann die letzte Etappe auf dem Weg zu dem
    Ziel, im September dieses Jahres erstmals seit 45 Jahren
    einen schuldenfreien Haushalt aufzustellen.





    Kerstin Radomski


    (A) (C)



    (D)(B)

    Es war kein einfacher Weg bis hierhin. Unter dem
    Einfluss der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise
    mussten wir 2010 eine Neuverschuldung von 80 Milliar-
    den Euro beschließen. Damals schien das Ziel in weiter
    Ferne. In den Folgejahren kamen zusätzliche finanzielle
    Belastungen durch die europäische Staatsschuldenkrise,
    die Energiewende und die Flutkatastrophe hinzu. Aber
    wir haben es geschafft. Es ist nicht die Aufgabe der Op-
    position, die Regierung zu loben.


    (Sven-Christian Kindler [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das machen Sie schon selbst!)


    Aber wir als Union sind zu Recht stolz darauf.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Der zu beratende Haushaltsentwurf für 2014 liegt mit
    deutlichem Sicherheitsabstand über den Vorgaben der
    Schuldenbremse. Schon seit 2012, vier Jahre früher als
    vorgeschrieben, halten wir diese Obergrenze, die laut
    Grundgesetz erst ab 2016 gilt, ein. Wir nutzen die Ver-
    schuldungsspielräume nicht aus; das möchten andere.
    Wir senken die Nettokreditaufnahme kontinuierlich ab.
    Das ist eine solide und nachhaltige Politik. Das zeigt ein-
    mal mehr: Die Haushaltspolitik ist bei dieser Regierung
    in guten Händen.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    In den Beratungen der letzten Tage wurde der Grund,
    warum wir die Schuldenbremse eingeführt haben, von
    dem einen oder anderen Redner immer wieder verges-
    sen. Zur Erinnerung zitiere ich Wolfgang Schäuble aus
    den Haushaltsberatungen 2011:

    Bei der Reduzierung der zu hohen Defizite nehmen
    wir unsere Verantwortung für unsere Kinder und
    Enkel wahr. Denn nachhaltige Politik heißt: Man
    darf nicht immer höhere Schulden auf die kommen-
    den Generationen abwälzen.

    Keine neuen Schulden zu machen, bedeutet, die
    Handlungsfähigkeit zukünftiger Generationen zu bewah-
    ren. Das, meine Damen und Herren, ist wichtig für un-
    sere Kinder und Enkelkinder.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    In den kommenden Wochen wird es darum gehen,
    alle Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen und zu
    schauen, welche Ausgaben im Interesse und zum Wohle
    der Menschen sind. Im Blick muss dabei auch stehen,
    wo wir die Ausgaben reduzieren können. Generationen-
    gerechte Haushaltspolitik bedeutet nicht nur, keine
    Schulden mehr zu machen. Nein, sie muss auch für die
    Zukunft Handlungsspielräume eröffnen und erhalten.

    Es ist jetzt wichtig, nachhaltig zu investieren, damit
    Deutschland auch in Zukunft so gut dasteht wie heute.
    Deshalb investieren wir in dieser Legislaturperiode zu-
    sätzlich 6 Milliarden Euro in Kinderkrippen, Kitas,
    Schulen und Hochschulen. Es ist allen bekannt, dass wir
    weniger Rohstoffe als andere Länder haben. Die Investi-
    tionen in die Aus- und Weiterbildung sind daher die
    wichtigste Ressource dieses Landes für die Zukunft.
    Aber genauso brauchen wir Investitionen in die Infra-
    struktur. Ein Kollege aus dem Haushaltsausschuss sagte
    einmal, er möchte in Köpfe und in Beton investieren.
    Das kann ich nur unterstreichen.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD – Zuruf des Abg. Roland Claus [DIE LINKE])


    Zur Wahrheit generationengerechter Haushaltspolitik
    gehört auch, dass ein Investitionsstau vermieden werden
    muss. Es hilft nicht, keine Schulden zu machen und
    nachfolgenden Generationen eine marode Infrastruktur
    zu hinterlassen.


    (Beifall der Abg. Carsten Körber [CDU/CSU] und Lothar Binding [Heidelberg] [SPD])


    Deshalb unterstützen wir die dringend notwendige Er-
    neuerung öffentlicher Verkehrsinfrastruktur mit 5 Mil-
    liarden Euro. Zudem hat sich die Koalition darauf ver-
    ständigt, in dem Fall, dass sich weitere finanzielle
    Spielräume ergeben, die Mittel in den Bereich der Infra-
    struktur fließen zu lassen.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Lassen Sie mich noch kurz auf die Kritik der Opposi-
    tion eingehen: Dunkelrote oder grüne Nullen gibt es, zu-
    mindest in der Finanzpolitik, nicht. Vielleicht ist das ei-
    ner der Gründe, warum die Opposition – in der gesamten
    Debatte – der Absenkung der Neuverschuldung nicht
    den nötigen Respekt zollen konnte.


    (Anja Hajduk [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Ei, ei, ei!)


    Die Behauptung, die Absenkung der Neuverschuldung
    sei aufgrund der guten konjunkturellen Entwicklung
    oder der steigenden Steuereinnahmen sozusagen vom
    Himmel gefallen, ist haltlos. Die gute Konjunktur ist vor
    allen Dingen ein Verdienst der Menschen in diesem
    Land, ihrer Innovations- und Leistungsbereitschaft. Die
    Steuereinnahmen werden von den Menschen mit ihrer
    täglichen Arbeit erwirtschaftet.

    Es ist die Pflicht eines jeden Politikers – nicht nur ei-
    nes jeden Haushälters –, mit diesem Geld solide und
    sparsam umzugehen. Dass dies nicht überall gilt, sieht
    man an mancher Landesregierung. Ich komme aus Nord-
    rhein-Westfalen.


    (Christian Hirte [CDU/CSU]: Oje!)


    Dort regieren bekanntlich die Grünen mit. In Nordrhein-
    Westfalen sind die Steuereinnahmen seit 2010 um 9 Mil-
    liarden Euro gestiegen. Gleichzeitig wurden aber auch
    die Ausgaben um 7 Milliarden Euro erhöht. Zudem hat
    man zusätzlich noch jährlich bis zu 5 Milliarden Euro
    neue Schulden gemacht.


    (Sven-Christian Kindler [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Und die Schulden gesenkt!)


    Das ist eine verantwortungslose Politik. So geht man
    nicht mit dem Geld der Steuerzahler um. Das hat mit so-
    liden Staatsfinanzen nichts zu tun.





    Kerstin Radomski


    (A) (C)



    (D)(B)


    (Beifall bei der CDU/CSU – Ingrid ArndtBrauer [SPD]: Das ist polemisch!)


    Im Bund haben wir bei steigenden Steuereinnahmen
    die Ausgaben stabil gehalten und jeden Euro Mehrein-
    nahmen für den Abbau der Neuverschuldung eingesetzt.
    Die Herausforderung der kommenden Jahre ist, die Null-
    verschuldung im Haushalt tatsächlich zu halten und die
    Investitionen in einer gesunden Balance zu halten. Dafür
    haben uns die Menschen am 22. September letzten Jah-
    res gewählt, und daran werden wir uns auch weiter
    orientieren.

    Vielen Dank.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)




Rede von Dr. h.c. Edelgard Bulmahn
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)

Das war die erste Rede der Kollegin Radomski. Herz-

lichen Glückwunsch dazu!


(Beifall)


Als nächster Redner spricht jetzt der Kollege Carsten
Körber.


(Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Carsten Körber


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und

    Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Seit Diens-
    tag haben wir an dieser Stelle den Regierungsentwurf
    zum Bundesetat 2014 ausführlich beraten. Trotz aller
    – notwendigerweise vorhandenen – politischen Differen-
    zen kann ich feststellen, dass zumindest Einigkeit über
    die entscheidenden Themen der Haushaltspolitik be-
    steht: Haushaltskonsolidierung, Generationengerechtig-
    keit, Unterstützung von Ländern und Kommunen, För-
    derung von Bildung und Forschung.

    In der Sache gibt es natürlich eine Vielzahl von Dis-
    kussions-, vor allem aber Streit- und Konfliktpunkten.
    Es ist unsere vornehmste Aufgabe als Abgeordnete, ge-
    meinsam zu streiten und miteinander um die bestmögli-
    che Lösung zu ringen, vor allem dann, wenn es um das
    Budgetrecht – das Königsrecht – des Parlaments geht.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Der politische Streit, der Konkurrenzgedanke, ist We-
    senskern unserer Demokratie und nichts weniger als das.
    Dieses Ringen und Streiten sind wir den Bürgern schul-
    dig. Dass aus diesem Ringen und Streiten eine Politik er-
    wächst, die gut ist für die Menschen in unserem Land,
    die gut ist für unsere Wirtschaft und die gut ist für unser
    Gemeinwesen überhaupt, dafür tragen wir als unionsge-
    führte Koalition Sorge.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Der vorgelegte Haushalt zeigt, dass wir dem Auftrag,
    gut zu regieren, den wir am 22. September 2013 von den
    Wählerinnen und Wählern erhalten haben, gerecht wer-
    den. – An dieser Stelle hätte ich eigentlich Widerspruch
    der Opposition erwartet.

    Was grüne Haushaltspolitik in der Realität bedeutet,
    zeigt das ehemalige Musterländle. Baden-Württemberg
    hat im vergangenen Jahr unter einem grünen Minister-
    präsidenten im Ländervergleich die meisten neuen
    Schulden gemacht.


    (Norbert Barthle [CDU/CSU]: Beschämend! – Ingrid Arndt-Brauer [SPD]: Das ist natürlich ein Ding! – Lothar Binding [Heidelberg] [SPD]: Das Land war 60 Jahre lang schwarz; da ist es nicht so leicht!)


    Für solides Wirtschaften auf Länderebene kann ich
    Ihnen einen Blick nach Sachsen sehr empfehlen. Im
    Freistaat Sachsen zeigt die Union seit mehr als 20 Jah-
    ren, wie man es richtig macht.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Dort sieht man, dass Investitionen in die Zukunft und so-
    lides Haushalten zwei Seiten einer Medaille sind. Des-
    halb freue ich mich auch für die SPD auf Bundesebene,
    dass Sie einen soliden Koalitionspartner gefunden ha-
    ben.


    (Heiterkeit und Beifall bei der CDU/CSU – Ingrid Arndt-Brauer [SPD]: Ach du meine Güte!)


    Von den wilden Beglückungsfantasien der Linken in
    Sachen Haushaltspolitik will ich an dieser Stelle gar
    nicht erst anfangen.


    (Beifall des Abg. Harald Petzold [Havelland] [DIE LINKE])


    Glauben Sie denn noch immer, dass man bloß mit der
    Erhöhung des Spitzensteuersatzes und der Wiederein-
    führung der Vermögensteuer


    (Beifall des Abg. Harald Petzold [Havelland] [DIE LINKE])


    alle Sorgen los sein kann? Nein, es ist gut, dass die Op-
    position Opposition ist und dass die Große Koalition re-
    giert.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD – Sven-Christian Kindler [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Die einen sagen so, die anderen sagen so!)


    Der Haushalt, den die Regierung vorgelegt hat, ent-
    hält drei Kernpunkte, die für mich von entscheidender
    Bedeutung sind: Erstens. Es ist ein strukturell ausgegli-
    chener Haushalt. Zweitens. Wir setzen die Entlastung
    von Ländern und Kommunen fort. Drittens. Wir setzen
    entscheidende Schwerpunkte für die Zukunft. An dieser
    Stelle will ich dafür nur drei Beispiele nennen: 6 Milliar-
    den Euro mehr für Kitas und Bildung, 5 Milliarden Euro
    mehr für Verkehrsinfrastruktur und 3 Milliarden Euro
    mehr für Forschung.

    Ich habe bereits von Generationengerechtigkeit ge-
    sprochen. Als noch junger Abgeordneter bin ich beson-





    Carsten Körber


    (A) (C)



    (D)(B)

    ders dankbar, dass dieser Haushalt generationengerech-
    ter ist als sämtliche Haushalte seit 1969.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie des Abg. Carsten Schneider [Erfurt] [SPD])


    Nach dem strukturellen Haushaltsausgleich in diesem
    Jahr wollen wir 2015 ganz ohne neue Schulden auskom-
    men. Das gab es seit 45 Jahren nicht mehr. Der letzte
    schuldenfreie Haushalt wurde in der Großen Koalition
    unter Kanzler Kiesinger verabschiedet.


    (Norbert Barthle [CDU/CSU]: Das war ein Baden-Württemberger!)


    1969: Überlegen Sie einmal, liebe Kolleginnen und
    Kollegen, wie alt Sie damals waren! 1969 dauerte es
    noch ganze zehn Jahre, bis ich überhaupt geboren wurde.


    (Heiterkeit bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Die Haushaltspolitik mit ihrem Architekten Finanz-
    minister Schäuble ist vor diesem Hintergrund wahrhaft
    als historisch zu bezeichnen.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie des Abg. Carsten Schneider [Erfurt] [SPD])


    Sehr geehrte Damen und Herren, vergessen wir nicht:
    Es fällt kein Geld vom Himmel. Der Staat kann den Bür-
    gern nur das an Leistungen zugutekommen lassen, was
    er vorher von ihnen in Form von Steuern genommen hat.

    Lassen Sie uns nach vorne schauen: Dort steht 2015
    die schwarze Null. Ich appelliere an Sie alle, dieses Ziel
    mit aller Konsequenz zu verfolgen. Ich wünsche mir so-
    gar, dass wir in absehbarer Zeit nicht nur keine neuen
    Kredite mehr aufnehmen, sondern auch damit beginnen,
    Schulden tatsächlich zurückzuzahlen.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Dass dies möglich ist, zeigt wieder der Blick nach
    Sachsen. Der Freistaat hat mit Abstand die geringste
    Pro-Kopf-Verschuldung aller Bundesländer. Dort gibt es
    keine neuen Schulden, bestehende werden getilgt. Er-
    wirtschaftete Spielräume werden in Kindergärten und
    Bildung investiert.


    (Johannes Kahrs [SPD]: Und wer hat’s bezahlt? Hamburg!)


    Nur solide Haushalts- und Finanzpolitik schafft Ver-
    trauen. Nur Vertrauen schafft Voraussetzung für Investi-
    tionen. Investitionen sind Voraussetzung für wirtschaftli-
    ches Wachstum und Wohlstand.

    All das ist für mich verantwortungsvolles Handeln für
    die nachfolgenden Generationen. Das ist für mich ver-
    antwortungsvoller Umgang mit den Steuermitteln unse-
    rer Bürger. Das ist für mich der haushaltspolitische An-
    spruch dieser Koalition. Das ist für mich die Sicherung
    der Leistungsfähigkeit von morgen. In diesem Sinne
    wünsche ich uns allen erfolgreiche Beratungen.

    Vielen Dank.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)