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    Plenarprotokoll 17/74 zes über die Feststellung des Bundes- haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2011 (Haushaltsgesetz 2011) (Drucksachen 17/2500, 17/2502) . . . . . . . b) Beschlussempfehlung des Haushaltsaus- schusses zu der Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bun- des 2010 bis 2014 (Drucksachen 17/2501, 17/2502, 17/3526) 8 Einzelplan 04 Bundeskanzlerin und Bundeskanzler- amt (Drucksachen 17/3504, 17/3523) . . . . . . . Dr. Frank-Walter Steinmeier (SPD) . . . . . . . . Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin . . . . . . . Dr. Lukrezia Jochimsen (DIE LINKE) . . . . . Reiner Deutschmann (FDP) . . . . . . . . . . . . . . Agnes Krumwiede (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. h. c. Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . Agnes Krumwiede (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Namentliche Abstimmung . . . . . . . . . . . . . . . Ergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Einzelplan 05 Auswärtiges Amt 8050 A 8050 A 8050 B 8050 C 8055 C 8089 B 8090 B 8091 A 8092 A 8092 B 8092 C 8094 D Deutscher B Stenografisc 74. Sit Berlin, Mittwoch, den I n h a Glückwünsche zum Geburtstag des Vizepräsi- denten Dr. Hermann Otto Solms . . . . . . . . . Wahl des Abgeordneten Siegmund Ehrmann als stellvertretendes Mitglied im Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes . . . . . . . . . . Erweiterung und Abwicklung der Tagesord- nung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Absetzung der Tagesordnungspunkte VI b und c . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nachträgliche Ausschussüberweisung . . . . . . Tagesordnungspunkt I (Fortsetzung): a) Zweite Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- 8049 A 8049 B 8049 B 8049 D 8049 D Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . Birgit Homburger (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . 8063 A 8066 D undestag her Bericht zung 24. November 2010 l t : Renate Künast (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Schlecht (DIE LINKE) . . . . . . . . Volker Kauder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Alexander Bonde (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Volker Kauder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Joachim Poß (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Hans-Peter Friedrich (Hof) (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Petra Merkel (Berlin) (SPD) . . . . . . . . . . . . . Wolfgang Börnsen (Bönstrup) (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8072 C 8076 C 8077 C 8080 C 8080 D 8081 A 8083 B 8086 D 8088 B (Drucksachen 17/3505, 17/3523) . . . . . . Klaus Brandner (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Link (Heilbronn) (FDP) . . . . . . . . . . . . 8092 C 8092 D 8097 A II Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 74. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 24. November 2010 Stefan Liebich (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Ruprecht Polenz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Marieluise Beck (Bremen) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Karl-Georg Wellmann (CDU/CSU) . . . . . . . . Wolfgang Gehrcke (DIE LINKE) . . . . . . . . . Marieluise Beck (Bremen) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Karl-Georg Wellmann (CDU/CSU) . . . . . . . . Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) . . . . . . . . Dr. Guido Westerwelle, Bundesminister AA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Agnes Malczak (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Alexander Ulrich (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Ute Granold (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . Viola von Cramon-Taubadel (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Peter Gauweiler (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Christoph Strässer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Bijan Djir-Sarai (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . Rüdiger Kruse (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Dr. Eva Högl (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Link (Heilbronn) (FDP) . . . . . . . . . . Dr. Eva Högl (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bettina Kudla (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Alexander Ulrich (DIE LINKE) . . . . . . . . 10 Einzelplan 14 Bundesministerium der Verteidigung (Drucksachen 17/3513, 17/3523) . . . . . . . Bernhard Brinkmann (Hildesheim) (SPD) . . . Klaus-Peter Willsch (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Inge Höger (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. h. c. Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . Alexander Bonde (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, Bundesminister BMVg . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Hans-Peter Bartels (SPD) . . . . . . . . . . Inge Höger (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, Bundesminister BMVg . . . . . . . . . . . . . . . 8098 C 8100 D 8102 C 8104 A 8106 B 8106 D 8107 A 8107 C 8108 C 8109 D 8111 B 8112 C 8114 A 8115 C 8116 D 8118 C 8120 B 8121 C 8122 D 8123 A 8123 C 8124 B 8124 D 8125 A 8126 C 8128 B 8130 D 8132 D 8133 D 8135 C 8136 B 8136 C 8137 A Rainer Arnold (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Elke Hoff (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Omid Nouripour (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Robert Hochbaum (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Ernst-Reinhard Beck (Reutlingen) (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt VI: a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes zu dem Übereinkommen des Euro- parats vom 16. Mai 2005 zur Verhütung des Terrorismus (Drucksache 17/3801) . . . . . . . . . . . . . . . Zusatztagesordnungspunkt 1: a) Antrag der Abgeordneten Agnes Krumwiede, Ekin Deligöz, Katja Dörner, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Kulturelle Bildung von Bundesseite nachhaltig för- dern – Auflegung eines Förderpro- gramms „Jugendkultur Jetzt“ (Drucksache 17/3066) . . . . . . . . . . . . . . . b) Antrag der Abgeordneten Sylvia Kotting- Uhl, Oliver Krischer, Hans-Josef Fell, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Kein Atommüllexport nach Russland (Drucksache 17/3854) . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt VII: a) Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Feststellung des Wirtschaftsplans des ERP-Sonderver- mögens für das Jahr 2011 (ERP-Wirt- schaftsplangesetz 2011) (Drucksachen 17/3119, 17/3835) . . . . . . . b) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Menschenrechte und Hu- manitäre Hilfe zu dem Antrag der Abge- ordneten Volker Beck (Köln), Tom Koenigs, Marieluise Beck (Bremen), wei- terer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Einigkeit über die Definition des Tatbestandes des Aggressionsverbrechens im IStGH- Statut erzielen (Drucksachen 17/1767, 17/3889) . . . . . . . c) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für wirtschaftliche Zusam- menarbeit und Entwicklung zu dem An- 8137 B 8139 C 8140 C 8141 D 8142 D 8144 D 8144 D 8145 A 8145 A 8145 B Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 74. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 24. November 2010 III trag der Abgeordneten Ute Koczy, Thilo Hoppe, Uwe Kekeritz, weiterer Abgeord- neter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Pakistan nach der Flut lang- fristig unterstützen und Schulden um- wandeln (Drucksachen 17/3206, 17/3779) . . . . . . . d)–j) Beschlussempfehlungen des Petitionsaus- schusses: Sammelübersichten 164, 165, 166, 167, 168, 169 und 170 zu Petitionen (Drucksachen 17/3664, 17/3665, 17/3666, 17/3667, 17/3668, 17/3669, 17/3670) . . . . 11 Einzelplan 23 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Drucksachen 17/3519, 17/3523) . . . . . . . Dr. Bärbel Kofler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Harald Leibrecht (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . Heike Hänsel (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . Volkmar Klein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Priska Hinz (Herborn) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Georg Schirmbeck (CDU/CSU) . . . . . . . . Johannes Selle (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Dr. Sascha Raabe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. h. c. Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . Dr. Sascha Raabe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dirk Niebel, Bundesminister BMZ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Sascha Raabe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Dr. h. c. Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . Dr. Sascha Raabe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dirk Niebel, Bundesminister BMZ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Niema Movassat (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Thilo Hoppe (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dagmar Wöhrl (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Thilo Hoppe (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dagmar Wöhrl (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Lothar Binding (Heidelberg) (SPD) . . . . . . . . Dr. Barbara Hendricks (SPD) . . . . . . . . . . Klaus Riegert (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 8145 C 8145 D 8146 C 8146 D 8148 C 8149 C 8151 A 8152 C 8153 B 8154 B 8156 A 8157 C 8157 C 8157 D 8158 A 8159 C 8160 B 8160 D 8161 B 8162 B 8163 A 8164 C 8164 D 8165 A 8165 C 8167 C Tagesordnungspunkt II: Antrag der Bundesregierung: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streit- kräfte an der EU-geführten Operation Atalanta zur Bekämpfung der Piraterie vor der Küste Somalias auf Grundlage des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen von 1982 und der Resolutionen 1814 (2008) vom 15. Mai 2008, 1816 (2008) vom 2. Juni 2008, 1838 (2008) vom 7. Okto- ber 2008, 1846 (2008) vom 2. Dezember 2008, 1897 (2009) vom 30. November 2009 und nachfolgender Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen in Verbindung mit der Gemeinsamen Aktion 2008/851/GASP des Rates der Europäi- schen Union vom 10. November 2008, dem Beschluss 2009/907/GASP des Rates der Europäischen Union vom 8. Dezember 2009, dem Beschluss 2010/437/GASP des Rates der Europäischen Union vom 30. Juli 2010 und dem erwarteten Beschluss des Rates der Europäischen Union vom 13. De- zember 2010 (Drucksache 17/3691) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Guido Westerwelle, Bundesminister AA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Guido Westerwelle, Bundesminister AA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Edelgard Bulmahn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . Thomas Kossendey, Parl. Staatssekretär BMVg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Christine Buchholz (DIE LINKE) . . . . . . . . . Joachim Spatz (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Christine Buchholz (DIE LINKE) . . . . . . . . . Katja Keul (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Philipp Mißfelder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt III: Antrag der Bundesregierung: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der EU-geführten Opera- tion „ALTHEA“ zur weiteren Stabilisie- rung des Friedensprozesses in Bosnien und Herzegowina im Rahmen der Implementie- rung der Annexe 1-A und 2 der Dayton- Friedensvereinbarung sowie an dem NATO-Hauptquartier Sarajevo und seinen Aufgaben, auf Grundlage der Resolution des Sicherheitsrates der Vereinten Natio- nen 1575 (2004) und Folgeresolutionen (Drucksache 17/3692) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8169 B 8169 C 8170 D 8171 A 8171 D 8173 B 8174 C 8175 B 8175 C 8176 A 8177 A 8178 A IV Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 74. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 24. November 2010 Dr. Werner Hoyer, Staatsminister AA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dietmar Nietan (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Christian Schmidt, Parl. Staatssekretär BMVg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sevim Dağdelen (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Dr. Rainer Stinner (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . Sevim Dağdelen (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Katja Keul (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Philipp Mißfelder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt IV: Antrag der Bundesregierung: Fortsetzung des Einsatzes bewaffneter deutscher Streit- kräfte bei der Unterstützung der gemeinsa- men Reaktion auf terroristische Angriffe gegen die USA auf Grundlage des Arti- kels 51 der Satzung der Vereinten Nationen und des Artikels 5 des Nordatlantikver- trags sowie der Resolutionen 1368 (2001) und 1373 (2001) des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen (Drucksache 17/3690) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Werner Hoyer, Staatsminister AA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Groschek (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Thomas Kossendey, Parl. Staatssekretär BMVg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Paul Schäfer (Köln) (DIE LINKE) . . . . . . . . Omid Nouripour (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Philipp Mißfelder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Rolf Mützenich (SPD) . . . . . . . . . . . . . Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 8178 B 8179 B 8180 D 8181 D 8182 C 8183 A 8183 C 8184 C 8185 C 8185 D 8187 A 8188 C 8189 D 8190 D 8191 D 8192 C 8193 A 8193 D 8195 A Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 74. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 24. November 2010 8049 (A) (C) (D)(B) 74. Sit Berlin, Mittwoch, den Beginn: 9
  • folderAnlagen
    Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 74. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 24. November 2010 8195 (A) (C) (D)(B) Anlage zum Stenografischen Bericht Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Bätzing-Lichtenthäler, Sabine SPD 24.11.2010 Bellmann, Veronika CDU/CSU 24.11.2010 Bluhm, Heidrun DIE LINKE 24.11.2010 Bögel, Claudia FDP 24.11.2010 Bülow, Marco SPD 24.11.2010 Dyckmans, Mechthild FDP 24.11.2010 Frankenhauser, Herbert CDU/CSU 24.11.2010 Friedhoff, Paul K. FDP 24.11.2010 Laurischk, Sibylle FDP 24.11.2010 Nord, Thomas DIE LINKE 24.11.2010 Oswald, Eduard CDU/CSU 24.11.2010 Röspel, René SPD 24.11.2010 Scharfenberg, Elisabeth BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 24.11.2010 Scheel, Christine BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 24.11.2010 Dr. Schmidt, Frithjof BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 24.11.2010 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Klöckner, Julia CDU/CSU 24.11.2010 Kramme, Anette SPD 24.11.2010 Kretschmer, Michael CDU/CSU 24.11.2010 Schnurr, Christoph FDP 24.11.2010 Schreiner, Ottmar SPD 24.11.2010 74. Sitzung Berlin, Mittwoch, den 24. November 2010 Inhalt: Redetext Anlage zum Stenografischen Bericht
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Birgit Homburger


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (FDP)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (FDP)


    Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und

    Herren! Wir haben mit Erfolg mehr Netto vom Brutto
    durchgesetzt, und, verehrter Herr Steinmeier, das gilt
    auch für das Jahr 2011.


    (Beifall bei Abgeordneten der FDP – Lachen bei Abgeordneten der LINKEN)


    Der Steuerzahlertag 2010 lag zehn Tage früher. Der
    Konjunkturmotor ist angesprungen. Wir machen große
    Anstrengungen zur Verschärfung des EU-Stabilitätspak-
    tes, um eine harte Gemeinschaftswährung zu garantie-
    ren. Wir haben die Haushaltskonsolidierung zugunsten
    künftiger Generationen vorangetrieben. Wir haben zu-





    Birgit Homburger


    (A) (C)



    (D)(B)

    sätzlich in Bildung und Forschung investiert. Wir haben
    bei Hartz IV dafür gesorgt, dass das Schonvermögen
    verdreifacht wird.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Im Sinne von „Leistung muss sich lohnen“ haben wir da-
    für gesorgt, dass Kinder aus Hartz-IV-Familien das Geld,
    das sie bei einem Ferienjob verdienen, auch behalten
    dürfen.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Wir sorgen für mehr Datenschutz für Arbeitnehmer und
    Verbraucher. Und wir stärken Solidarität, Wettbewerb
    und Gerechtigkeit im Gesundheitswesen.

    Das heißt, meine Damen und Herren, wir entlasten
    Familien, wir fördern Studierende, wir schaffen Gerech-
    tigkeit für Hartz-IV-Empfänger, wir unterstützen Sparer,
    wir stabilisieren die Staatsfinanzen zugunsten zukünfti-
    ger Generationen,


    (Widerspruch bei Abgeordneten der SPD)


    wir verbessern die Chancen für Arbeitnehmer, wir stär-
    ken die Patientinnen und Patienten, wir schützen die
    Verbraucher. Für diese Menschen machen wir Politik.


    (Swen Schulz [Spandau] [SPD]: Sie machen gegen die Menschen Politik!)


    Sie nennen es Klientel, wir nennen sie Bürger. Sie sind
    dagegen, wir sind dafür. Wir sind für Fortschritt, Sie sind
    für Stillstand. Wir werden uns von Ihnen nicht abhalten
    lassen, die Zukunft dieses Landes weiter zu gestalten.


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU – Swen Schulz [Spandau] [SPD]: Schrecklich, schrecklich!)


    Was tut die Opposition? Sie stellen falsche Behaup-
    tungen auf. Sie frönen unverantwortlichem Populismus.
    Sie beschimpfen und verunglimpfen.


    (Zuruf von der LINKEN: Mit Recht!)


    Das, was Frau Roth auf dem Parteitag der Grünen gesagt
    hat, ist, wie ich finde, der Gipfel. Sie, Frau Roth, haben
    gesagt, und es nicht dementieren lassen:

    Ich rede von der Schande unseres Landes, und die
    heißt Schwarz-Gelb.


    (Beifall bei Abgeordneten der LINKEN und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)


    Wer solche Worte wählt, Frau Roth, über den ist alles ge-
    sagt.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Nicht diese Bundesregierung spaltet das Land, Ihre Op-
    positionsarbeit ist eine Gefahr für das Land.


    (Dr. Frank-Walter Steinmeier [SPD]: Am liebsten hätten Sie keine! Ich weiß!)

    Ich rede hier von der Chance unseres Landes, von der
    Zukunftsfähigkeit unseres Landes, und diese heißt:
    Schwarz-Gelb.


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)


    Deutschland ist das Comeback des Jahres 2010.


    (Lachen der Abg. Claudia Roth [Augsburg] [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])


    Das ist dadurch erreicht worden, dass wir Unternehmen
    haben, die innovationsfähig sind, dass wir fleißige Ar-
    beitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben. Es ist auch
    dadurch erreicht worden, dass die Gewerkschaften zu-
    rückhaltend waren. Wir haben aber auch durch kluge
    Rahmenbedingungen diese Entwicklung unterstützt.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Das bedeutet: Wir haben Subventionen reduziert und
    auch Wirtschaftshilfen. Wir machen Schluss mit Steuer-
    geld für Konzerne. Sie, Herr Steinmeier, haben vorhin
    hier vorgetragen, dass Sie das Ganze gerne so weiterge-
    führt hätten. Sie hätten Opel gerne zu einem Zeitpunkt,
    als klar war, dass sie das Geld gar nicht mehr brauchen,
    dieses persönlich hinterhergetragen. Wir haben mit unse-
    rem Wirtschaftsminister Rainer Brüderle dafür gesorgt,
    dass die Milliarden von Opel zurückgeholt werden. Das
    ist eine Wirtschaftspolitik für Arbeitsplätze und für Zu-
    kunft in Deutschland.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU – Petra Merkel [Berlin] [SPD]: Das sehen die Schwarzen aber auch anders!)


    Frau Lötzsch trauert der Fünfjahresbilanz hinterher.


    (Dr. Gesine Lötzsch [DIE LINKE]: Hätten Sie einmal eine gemacht!)


    Frau Künast schwadroniert über den Umbau der Indus-
    triegesellschaft; den wollen Sie ja inklusive der Schlüs-
    selbranchen erreichen. Dazu kann man nur sagen: Gott
    sei Dank, Frau Künast, entscheiden Sie nicht, was in
    deutschen Unternehmen produziert wird oder nicht. Die
    Planwirtschaft ist weltweit gescheitert, zuletzt vor
    20 Jahren hier in diesem Land. Planwirtschaft ist nicht
    besser, nur weil sie von den Grünen kommt und nicht
    mehr aus dem Politbüro.


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)


    Wir machen außerdem eine Gesundheitspolitik, die
    dieses System zukunftsfähig macht. Sie haben, Herr
    Steinmeier, den Arbeitgeberanteil in der gesetzlichen
    Krankenversicherung angesprochen. Ja, wir haben ihn
    festgeschrieben, weil wir nicht wollen, dass Arbeits-
    plätze in Deutschland durch steigende Zusatzkosten ge-
    fährdet werden.


    (Dr. Frank-Walter Steinmeier [SPD]: Das Märchen glauben Sie selber nicht!)


    Darüber hinaus haben wir dafür gesorgt, dass es einen
    Sozialausgleich geben wird, der solidarischer und ge-
    rechter ist als alles, was es bisher gab. Wir schaffen ei-
    nen automatischen Sozialausgleich, der über das Steuer-





    Birgit Homburger


    (A) (C)



    (D)(B)

    system finanziert wird. Das heißt, alle Bürgerinnen und
    Bürger in diesem Land tragen dazu bei.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU – Herbert Behrens [DIE LINKE]: Nicht alle!)


    Sie haben die Vorkasse angesprochen. Sie ist eine Er-
    findung der Opposition; es gibt keine Vorkasse. Nie-
    mand in diesem Land muss erst zahlen, bevor er zum
    Arzt gehen kann. Meine Damen und Herren von der Op-
    position, Sie bauschen da eine Lüge auf.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Im Gegenteil: Wir haben dafür gesorgt, dass es keine
    Leistungskürzungen gibt. Wir haben dafür gesorgt, dass
    im Gesundheitssystem Kosten eingespart werden. Wir
    haben nun einmal Milliardendefizite von Frau Schmidt
    geerbt.


    (Joachim Poß [SPD]: War Frau Merkel nicht dabei?)


    Wir nehmen jetzt Einsparungen bei den Kosten vor und
    sorgen dafür, dass die Leistungen für die Versicherten er-
    halten bleiben.

    Dabei haben wir etwas in einem Bereich geschafft,
    bei dem Sie sich in all den Jahren Ihrer Regierungstätig-
    keit nicht getraut haben, ihn anzufassen: Durch eine
    frühe Nutzenbewertung bei neuen Präparaten wird das
    Preismonopol der pharmazeutischen Unternehmen ge-
    brochen.


    (Renate Künast [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Was?)


    Dadurch sinken die Preise. Davon profitieren die Versi-
    cherten in Deutschland.

    Ich kann Ihnen nur sagen: Neun Jahre Ulla Schmidt
    lassen sich nicht in einem Jahr reparieren.


    (Beifall bei der FDP)


    Es verdient Respekt, was Philipp Rösler in diesem einen
    Jahr erreicht hat. Damit ist der Einstieg in ein zukunfts-
    festes Gesundheitswesen geschafft.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Sie von den Grünen sind dagegen; das haben Sie ge-
    rade noch einmal dazwischengerufen. Das ist nichts
    Neues. Sie sind gegen alles.


    (Fritz Kuhn [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Machen Sie sich locker!)


    Die Grünen sind die neue Dagegen-Partei. Jetzt sind Sie
    auch noch gegen Olympia. Ich finde es bemerkenswert,
    welche Stimmung beispielsweise bei der Fußballwelt-
    meisterschaft hier in Deutschland herrschte: Da war von
    einem Sommermärchen die Rede; es war ein Riesener-
    folg.


    (Renate Künast [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Weil Berlin immer so gutes Wetter geliefert hat!)

    Warum wollen Sie diesem Land eigentlich kein Winter-
    märchen gönnen? Die Universalbegründung der Dage-
    gen-Partei lautet: Es ist nicht ökologisch, zu teuer, nicht
    genügend transparent, mangelnde Einbindung der Bür-
    ger.


    (Cornelia Behm [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das sind doch alles gute Gründe, oder?)


    Dieses Begründungsmuster kennen wir von Ihnen,
    meine sehr verehrten Damen und Herren von den Grü-
    nen, auch bei Stuttgart 21 und beim Thema Castortrans-
    porte; jetzt gilt das auch noch für die Olympiade in Mün-
    chen. Es geht Ihnen nicht um die Sache; es geht Ihnen
    um Protest. Wir werden das deutlich machen, damit die
    Menschen in diesem Land merken, woran sie bei Ihnen
    sind.


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)


    Sie sind – das ist nichts Neues – auch gegen
    Stuttgart 21. Sie haben jetzt auf Ihrem Bundesparteitag
    einen Beschluss dazu gefasst. Wenn man die Vorschläge,
    die Sie da abliefern, etwas näher verfolgt – ich komme
    aus Baden-Württemberg –, hat man zwischenzeitlich den
    Eindruck, dass jeder Keller mit einer Modelleisenbahn
    ein Planungsbüro für Stuttgart 21 ist.

    Wenn ich mir das betrachte, Frau Künast, dann er-
    kenne ich, dass es einem bestimmten Muster folgt.
    Schauen Sie einmal nach Hamburg: Was haben Sie da-
    mals vor der Wahl alles versprochen? Sie wollten den
    Bau des Kohlekraftwerks Moorburg verhindern. An-
    schließend hat eine grüne Umweltsenatorin, Frau
    Hajduk, genau dieses Kraftwerk genehmigt. Sie halten
    uns permanent moraltriefende Vorträge. Sie spielen sich
    als Moralinstanz dieser Republik auf.


    (Claudia Roth [Augsburg] [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Frau Homburger, jetzt reicht es langsam! Kommen Sie mal runter!)


    Die grüne Hochmoral, die Sie ständig vor sich hertragen,
    ist nichts anderes, Frau Roth, als eine Lebenslüge.
    Schauen Sie den Tatsachen endlich ins Gesicht und sa-
    gen Sie deutlich, wofür Sie eigentlich stehen! Das, was
    Sie versprechen, können Sie nicht halten, und Sie wer-
    den es auch in Zukunft nicht halten.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Wir versuchen, Deutschland in allen Bereichen zu-
    kunftsfähig zu machen. Eine der großen Reformen, die
    wir vor uns haben, ist die Reform von Hartz IV. Diese
    Koalition steht für eine uneingeschränkte Solidarität mit
    den Bürgern. Wer Hilfe braucht, kann sich auf die Soli-
    darität der Gesellschaft verlassen. Für uns gilt aber auch:
    Diejenigen, die diese Hilfe erwirtschaften, können sich
    genauso auf unsere Solidarität verlassen.


    (Beifall bei der FDP)


    Deshalb werden wir sehr genau darauf achten, dass der
    Regelsatz streng nach den Regeln des Gesetzes und un-
    ter Ausnutzung des Wertespielraums festgesetzt wird.
    Das heißt, dass wir darauf achten, dass diejenigen, die





    Birgit Homburger


    (A) (C)



    (D)(B)

    Hilfe brauchen, diese Hilfe bekommen, aber wir achten
    genauso darauf, dass diejenigen, die ihr Geld durch harte
    Arbeit verdienen, am Ende mehr haben als diejenigen,
    die nichts tun.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Das gilt auch für die Bildungsleistungen für Kinder.
    Wir haben in diesem Hause oft genug gehört, da müsste
    man etwas tun. Wir tun es jetzt.


    (Zuruf von der LINKEN: Leider!)


    Wir sorgen dafür, dass Bildungsleistungen endlich auch
    für Kinder aus Hartz-IV-Familien gewährt werden,


    (Renate Künast [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Weil Sie ein Messer auf der Brust haben!)


    weil wir wissen, dass Bildung die soziale Frage unserer
    Zeit ist, weil wir wollen, dass es eine Möglichkeit zum
    Aufstieg durch Bildung gibt. Wenn wir das wollen, dann
    müssen wir die Kinder stärken. Genau das tun wir mit
    dem, was wir vorgesehen haben, indem wir das Geld
    treffsicher so einsetzen, dass es bei den Kindern an-
    kommt. Wir sind der Meinung, dass in diesem Land kein
    Kind verloren gehen darf und Kinder aus Hartz-IV-Fa-
    milien endlich die entsprechende Unterstützung bekom-
    men müssen.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Das ist gelebte Gemeinwohlpolitik.

    Das gilt auch für die Energiepolitik. Das neue Ener-
    giekonzept, das erste Gesamtkonzept seit 1973, ist ein
    zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit dieses Lan-
    des. Wir bauen eine tragfähige Brücke in das Zeitalter
    der erneuerbaren Energien. Im Gegensatz dazu machen
    die Grünen Wohlfühlpolitik.


    (Fritz Kuhn [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Aha!)


    Sie haben auf Ihrem Parteitag beschlossen, dass Sie er-
    reichen wollen, dass der Anteil der erneuerbaren Ener-
    gien im Jahr 2030 bei 100 Prozent liegt.


    (Fritz Kuhn [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Sehr gut! Das sind noch Ziele!)


    Man hat ein bisschen den Eindruck, dass die Umfragen
    Sie besoffen machen.


    (Claudia Roth [Augsburg] [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Sie haben doch keine Ahnung!)


    Der grüne Oberbürgermeister von Freiburg, Herr Salomon,
    hat im Jahr 2004 erklärt, er wolle den Anteil der erneuer-
    baren Energien bis zum Jahr 2010 auf 10 Prozent erhö-
    hen. Das Ergebnis ist: Er hat eine Erhöhung von 3,4 Pro-
    zent auf 3,7 Prozent erreicht. Er ist kläglich gescheitert.


    (Alexander Bonde [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Sie haben es verhindert! Das ist die Wahrheit! Sie sind Landesvorsitzende!)

    So wie er gescheitert ist, werden auch Sie mit den Uto-
    pien, die Sie auf Ihrem Parteitag beschlossen haben,
    scheitern.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU – Alexander Bonde [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Sie stellen doch den Wirtschaftsminister in Baden-Württemberg, der alles verhindert!)


    Sie sind gegen Kernkraftwerke. Sie sind gegen Koh-
    lekraftwerke. Sie sind gegen Wasserkraftwerke. Sie sind
    gegen Hochspannungsleitungen, die wir brauchen, um
    den Strom, der aus erneuerbaren Energien gewonnen
    wird, zum Verbraucher zu bringen. Wenn man immer
    nur dagegen ist, dann kann man die Zukunft nicht gestal-
    ten. Es geht um die Modernisierungsfähigkeit, um die
    Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Deshalb können wir
    Ihnen nur zurufen: Kommen Sie endlich aus Ihrer Ku-
    schelecke heraus, und stellen Sie sich der Realität, liebe
    Kolleginnen und Kollegen von den Grünen!


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Sie stellen auch permanent falsche Behauptungen auf.
    Sie behaupten, wir würden den Energiekonsens aufkün-
    digen. Da wird überhaupt nichts aufgekündigt. Wir ma-
    chen im Übrigen genau das, was wir vor der Wahl ange-
    kündigt haben. Schon damals haben Sie versucht, uns zu
    diskreditieren. Es hat aber nichts genützt. Wir haben von
    den Wählerinnen und Wählern den klaren Auftrag be-
    kommen, die Energieversorgung in Deutschland zu-
    kunftsfähig zu machen. Sie ziehen Ihre Legitimation aus
    Umfragen und Stimmungen. Wir ziehen unsere Legiti-
    mation aus einer Wahl.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Unsere Politik gefährdet nicht den Ausbau der erneu-
    erbaren Energien. Sie vollendet die Energiewende.


    (Lachen beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Unser Energiekonzept ist nicht der Ausstieg aus dem
    Ausstieg, sondern der realistische Einstieg ins Zeitalter
    der erneuerbaren Energien.


    (Renate Künast [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Erneuerbar!)


    Wir handeln; die Grünen träumen. Mit Träumerei kann
    man ein Land nicht gestalten.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Bei der Energiepolitik kann man meinetwegen unter-
    schiedlicher Auffassung sein.


    (Fritz Kuhn [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das ist aber großzügig!)


    Allerdings erwarte ich dann auch, dass man sich ehrlich
    verhält. Da ist aber bei den Grünen komplett Fehlan-
    zeige. Angesichts der Vorkommnisse bei den Castor-
    transporten ist ein Zitat von Herrn Trittin aus dem Jahr





    Birgit Homburger


    (A) (C)



    (D)(B)

    2001 legendär. Er schrieb seinerzeit an die Grünen-Basis
    in Niedersachsen:

    Nur weil jemand seinen Hintern auf die Straße
    setzt, finden wir das noch nicht richtig. … Genauso
    verhält es sich mit Aktionen gegen die notwendige
    Rücknahme von Atommüll aus Frankreich.

    Heute finden wir Herrn Trittin an vorderster Front bei
    Demonstrationen gegen die Castortransporte.


    (Zuruf vom BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Sagen Sie doch mal was Neues!)


    Die gesetzlichen Verpflichtungen gelten nicht nur, wenn
    Rot-Grün regiert. Sie gelten auch für die jetzige Bundes-
    regierung. Deshalb sage ich Ihnen: Die Heuchelei in
    Deutschland hat einen Namen. Sie heißt Trittin.


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU – Renate Künast [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Mövenpick!)


    Wir Liberale setzen uns dafür ein, dass jeder, der eine
    andere Meinung hat, diese andere Meinung äußern kann.
    Das ist ein demokratisches Grundrecht. Deswegen sind
    wir der Meinung, dass auch friedliche Demonstrationen
    geschützt werden müssen.

    Liebe Freunde von den Grünen,


    (Jürgen Trittin [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Wir sind nicht Freunde von Ihnen!)


    der Aufruf zum sogenannten Schottern im Rahmen die-
    ser Demonstrationen bedeutet, dass es eine Gefährdung
    nicht nur für Castortransporte gibt, sondern auch eine
    Gefährdung für den normalen Bahnverkehr, der über
    diese Schienen fährt. Schottern ist kein Kavaliersdelikt,
    sondern ein Straftatbestand. Wenn Sie für friedliche De-
    monstrationen sind, dann hätte ich von Ihnen erwartet,
    dass Sie dann auch eine klare Linie ziehen und sich deut-
    lich von denjenigen distanzieren, die zu Straftatbestän-
    den aufgerufen haben. Dieses Verhalten ist nicht hin-
    nehmbar. Ich erwarte, dass sich die Grünen klar zur
    Demokratie erklären.


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU – Lachen beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Zurufe vom BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Frau Künast, Sie reden in diesem Zusammenhang von
    einer Sternstunde der Demokratie. Was meinen Sie ei-
    gentlich damit? Die 131 verletzten Polizisten? Die Mil-
    lionen Euro, die für die Schutzmaßnahmen ausgegeben
    wurden? Zum Thema Schottern haben Sie sich nicht ge-
    äußert und sich nicht klar davon distanziert. Demokratie
    heißt Akzeptanz von Mehrheitsentscheidungen und die
    Durchführung sauberer rechtsstaatlicher Verfahren, und
    zwar von der politischen Entscheidung bis zur gerichtli-
    chen Überprüfung.


    (Beifall bei der FDP)




Rede von Dr. Norbert Lammert
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)

Einen Augenblick bitte, Frau Homburger. – Die De-

batte, liebe Kolleginnen und Kollegen, geht noch eine
Weile weiter, sodass viele Möglichkeiten bestehen, Ein-
wände auch noch verständlich vorzutragen, die im Au-
genblick durch die Gleichzeitigkeit der Zwischenrufe
selbst im Protokoll nicht zu erfassen sind.


(Jürgen Trittin [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Die sehen uns alle ganz genau! – Renate Künast [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Die Rede ist schlimmer als Schottern!)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Birgit Homburger


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (FDP)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (FDP)


    Herr Präsident, ich werde an dem Punkt noch einmal

    beginnen, an dem die Grünen eben nicht mehr zuhören
    wollten. Meine sehr verehrten Damen und Herren von
    den Grünen, Ihre Philosophie stellt den Protest auf der
    Straße über die Legitimität parlamentarischer Verfahren.
    Dieses Handlungsmuster kennen wir an verschiedenen
    Stellen. Ich bin der Meinung, dass Menschen in diesem
    Land einen Anspruch auf Verlässlichkeit haben. Deshalb
    werden wir an der Rechtsstaatlichkeit festhalten und
    nicht akzeptieren, dass die letzte Instanz in diesem Land
    die Sitzblockade ist.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Wir gehen die Erneuerung Deutschlands entschlossen
    an, und zwar in allen Bereichen.


    (Jürgen Trittin [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das fürchten viele in diesem Land!)


    Das gilt auch für die Bundeswehrreform. Wir haben im
    Koalitionsvertrag vereinbart, dass eine Strukturkommis-
    sion eingesetzt wird. Wir haben durchgesetzt, dass zu-
    nächst einmal die Wehrpflicht auf sechs Monate redu-
    ziert wird.

    Das hat zu einem Rutschbahneffekt geführt und auch
    zu einem neuen Nachdenken im Verteidigungsministe-
    rium. Jetzt sind wir an einem Punkt, an dem wir endlich
    nach vielen Jahren der Diskussion eine neue, zukunftsfä-
    hige Struktur für die Bundeswehr auf den Weg bringen
    und vor allen Dingen die Wehrpflicht aussetzen. Das be-
    deutet, dass es ein Meilenstein für die junge Generation
    ist. Tausende junge Männer werden im nächsten
    Sommer eben nicht mehr zur Kleiderkammer der Bun-
    deswehr gehen, sondern direkt in die Hörsäle und in die
    Berufsschulen gehen können.


    (Thomas Oppermann [SPD]: Hauptsache, Sie finden dort einen Platz!)


    Das, meine Damen und Herren, ist ein Erfolg, und es er-
    öffnet wiederum neue Chancen für die junge Generation
    in Deutschland.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Der Haushalt, den wir in dieser Woche abschließend
    beraten, ist ein Wendepunkt in der Haushaltspolitik.


    (Jürgen Trittin [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Ja, auch das haben wir so befürchtet!)


    Wir arbeiten mit Ausgabenkürzungen statt mit Ausga-
    benausweitung. Wir senken die Neuverschuldung im
    Bund um 40 Prozent, während unter gleichen wirtschaft-





    Birgit Homburger


    (A) (C)



    (D)(B)

    lichen Rahmenbedingungen Rot-Grün in NRW die Ver-
    schuldung um 35 Prozent erhöht. Das ist die Realität.
    Wir werden bis 2014 80 Milliarden Euro gegenüber
    dem Entwurf von Ihrem Herrn Steinbrück einsparen.
    Das ist die Realität, und es ist sozialer und gerechter als
    alles, was Sie in Ihrer Regierungszeit beschlossen haben.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Wir werden die Neuverschuldung weiter reduzieren.
    Sie haben hier immer wieder eingewandt, man könnte
    das schon jetzt tun und man könnte noch viel mehr tun.
    Ich will Ihnen einmal sagen, meine sehr verehrten Da-
    men und Herren von der SPD:


    (Jürgen Trittin [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN], an die SPD gewandt: Nun hört mal zu!)


    Sie haben über Jahre in diesem Land Regierungsverant-
    wortung getragen. In dieser Zeit gab es viele wirtschaft-
    lich gute Jahre mit sprudelnden Steuereinnahmen. In
    keinem einzigen dieser Jahre haben Sie es geschafft, die
    Ausgaben zu reduzieren – in keinem einzigen. Trotz
    Milliarden Mehreinnahmen haben Sie die Ausgaben al-
    lein von 2005 bis 2009 um 30 Milliarden Euro gestei-
    gert.


    (Thomas Oppermann [SPD]: Mit Ihrem Koalitionspartner!)


    Der letzte, der dieser Koalition haushaltspolitische Vor-
    schläge und Ratschläge geben sollte, ist die SPD.


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU – Thomas Oppermann [SPD], an die CDU/CSU gewandt: Und da klatschen Sie mit! Sie beklatschen noch die Kritik an Ihnen! – Gegenruf des Abg. Volker Kauder [CDU/CSU])


    Deshalb hat die Haushaltskonsolidierung für uns
    oberste Priorität. Wir stehen bei den Staatsausgaben auf
    der Bremse, und wir werden noch in diesem Jahr eine
    Steuervereinfachung auf den Weg bringen, die vor allen
    Dingen den Bürgerinnen und Bürgern in diesem Land
    nutzt.


    (Thomas Oppermann [SPD]: Da sind wir aber sehr gespannt!)


    Wir werden – auch die Bundeskanzlerin hat das gesagt –
    alles dafür tun, dass wir in dieser Legislaturperiode die
    Spielräume erarbeiten, die wir brauchen, um eine Entlas-
    tung der unteren und mittleren Einkommensgruppen in
    Deutschland zu ermöglichen.


    (Thomas Oppermann [SPD]: Als Wahlgeschenk!)


    Das ist eine Frage der Gerechtigkeit, Herr Oppermann,
    und wir werden uns auch von Ihnen davon nicht abhalten
    lassen.


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU – Thomas Oppermann [SPD]: Sie schottern unseren Sozialstaat!)


    Es geht um die Stabilisierung des Euro. Auch des-
    halb ist die Haushaltskonsolidierung von zentraler Be-
    deutung. Dabei geht es um Europa, aber es geht eben
    auch um das Ersparte der kleinen Leute. Wir haben hier
    eine Vorbildfunktion, die wir wahrnehmen, ganz anders
    als Sie seinerzeit im Jahr 2004, als Sie dafür gesorgt ha-
    ben, dass der Stabilitätspakt in Europa gelockert wurde.
    Das war einer der Momente, die dazu geführt haben,
    dass wir heute in dieser Krise sind.


    (Beifall bei der FDP – Zuruf von der SPD: Ah!)


    Wir werden dafür werben, dass der Stabilitätspakt ver-
    schärft wird.


    (Jürgen Trittin [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Sagen Sie mal was zu Irland! Das war doch immer unsere Zukunft!)


    – Verehrter Herr Trittin, ich komme gerade zum Beispiel
    Irland.

    Was die Frage Irland angeht: Hier zeigt sich, dass wir
    über die Entscheidungen, die wir im Frühjahr gefällt ha-
    ben, für die Krise gewappnet sind.


    (Jürgen Trittin [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Da sind doch Ihre steuerpolitischen Vorstellungen verwirklicht worden! – Gegenruf des Abg. Volker Kauder [CDU/CSU]: Schlimmer geht es nimmer!)


    Ich stelle an dieser Stelle fest, dass wir uns der Verant-
    wortung gestellt haben, während Sie von der Opposition
    dagegen gestimmt oder sich kraftvoll enthalten haben.


    (Renate Künast [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Sie waren doch gegen alles!)


    Das war alles, was Sie gemacht haben. Sie schlagen sich
    in die Büsche, wir haben die Verantwortung übernom-
    men.


    (Beifall bei der FDP)


    Wir brauchen deshalb Krisenmechanismen,


    (Jürgen Trittin [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Was lernen Sie aus Irland? – Petra Merkel [Berlin] [SPD]: Was lernen Sie denn?)


    die die Beteiligung privater Gläubiger vorsehen. Wir als
    Koalition hier im Deutschen Bundestag wollen – das ha-
    ben wir deutlich gemacht – einen Zukunftsmechanis-
    mus, der dafür sorgt, dass es eine Art Umschuldung, eine
    Art Insolvenzordnung für Staaten gibt. Ich bin der tiefen
    Überzeugung, dass wir dafür sorgen müssen, dass mehr
    Verantwortlichkeit in diesen Bereich zurückkehrt. Des-
    halb werden wir uns auf europäischer Ebene genau hier-
    für einsetzen.

    Was Sie hier tun, ist doppelt unverantwortlich. Bei der
    Rettung tauchen Sie ab, und hinterher gibt beispiels-
    weise Herr Gabriel Interviews, in denen er den Euro ka-
    puttredet. Herr Steinmeier schlägt sich in die Büsche,
    wenn es um die Abstimmung geht, gibt uns aber hier in
    seiner Rede Belehrungen, wie man es besser machen
    soll.


    (Dr. Frank-Walter Steinmeier [SPD]: Sie haben die gemeinsame Entschließung verhindert!)






    Birgit Homburger


    (A) (C)



    (D)(B)

    Ich bin der Auffassung, dass wir einen starken Euro
    brauchen. Wir brauchen solide Haushalte, strenge Stabi-
    litätskriterien und einen dauerhaften Krisenmechanis-
    mus, um einen harten Euro zu erreichen. Diese Koalition
    kämpft für einen harten Euro und gegen eine Transfer-
    union. Sie sind herzlich eingeladen, sich dieser Verant-
    wortung zu stellen.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU – Jürgen Trittin [BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN]: Wir haben schon lange eine Transferunion! Was ist die Europäische Union anderes als eine Transferunion?)


    Neue Herausforderungen erfordern kluges und beson-
    nenes Handeln. Das gilt auch für die aktuelle Sicher-
    heitslage. Wir als FDP-Bundestagsfraktion haben volles
    Vertrauen in die deutschen Sicherheitsbehörden und de-
    ren gute Ermittlungsarbeit, die sie in den letzten Jahren
    immer wieder bewiesen haben. Wir sind der Meinung,
    dass die vorhandenen Gesetze konsequent genutzt und
    Vollzugsdefizite abgebaut werden müssen. Wir als Ko-
    alition haben in der letzten Woche nochmals bewiesen:
    Wenn es notwendig ist, schnell zu handeln, dann tun wir
    das. Als sich gezeigt hat, dass bei der Frachtkontrolle
    Probleme bestehen, haben wir im Haushaltsausschuss
    sofort dafür gesorgt, dass 450 neue Stellen vorgesehen
    werden, durch die die Kontrolle und die Sicherheit ge-
    währleistet werden. Das ist ein Beispiel für das sofortige,
    entschlossene Handeln, das diese Koalition auszeichnet.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Der reflexartige Ruf nach schärferen Gesetzen sorgt
    nicht für mehr Sicherheit. Deshalb, denke ich, sollten
    wir die Lage ruhig analysieren und die nötigen Maßnah-
    men ergreifen. Denn Angst ist die stärkste Waffe des
    Terrors. Terroristen zielen auf unsere freiheitliche Ge-
    sellschaft. Sie wollen Angst, Schrecken und weniger
    Freiheit; das ist das Ziel der Terroristen. Ich bin der Auf-
    fassung, dass wir hier in diesem Hause gemeinsam dafür
    sorgen sollten, dass sie das nicht erreichen. Ich danke an
    dieser Stelle ganz ausdrücklich dem Bundesinnen-
    minister de Maizière, aber auch der Justizministerin
    Leutheusser-Schnarrenberger, die in Ruhe und Beson-
    nenheit reagiert und die nötigen Maßnahmen auf den
    Weg gebracht haben.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Schwarz-Gelb trägt Verantwortung für unser Land.
    Wir handeln entschlossen und treffen Entscheidungen,
    auch wenn sie unpopulär sind. Das ist der Unterschied
    zwischen Rot-Rot-Grün und Schwarz-Gelb: Wir gestal-
    ten Deutschland, Sie sind für den Stillstand. Wir wollen
    Deutschland zukunftsfähig machen, Sie wollen den
    Rollback in alte Rezepte von gestern. Wir übernehmen
    Verantwortung, Herr Kuhn, Sie drücken sich vor Ent-
    scheidungen und schlagen sich in die Büsche. Wir haben
    Kraft und Mut für Richtungsentscheidungen, Sie ma-
    chen eine Wohlfühlpolitik, versprechen allen alles und
    ziehen sich in Ihre Kuschelecke zurück.

    Wachstum, Bildung, Zusammenhalt – dafür steht
    diese Koalition, dafür arbeiten wir. Wir haben den Mut
    zu Veränderungen und zu Verantwortung. Das ist der
    Unterschied zur Opposition in diesem Haus.

    Vielen Dank.


    (Anhaltender Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)