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ID1705712500

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 17/57 Priska Hinz (Herborn) (BÜNDNIS 90/ Finanzplan des Bundes 2010 bis 2014 (Drucksache 17/2501) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Carsten Schneider (Erfurt) (SPD) . . . . . . . . . . Dr. Michael Meister (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . Otto Fricke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Carsten Schneider (Erfurt) (SPD) . . . . . . . Alexander Bonde (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Otto Fricke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Kretschmer (CDU/CSU) . . . . . . . . . Klaus Hagemann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Patrick Meinhardt (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Petra Sitte (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Kai Gehring (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Albert Rupprecht (Weiden) (CDU/CSU) . . . . Dr. Ernst Dieter Rossmann (SPD) . . . . . . . . . Eckhardt Rehberg (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 5907 B 5907 D 5917 A 5920 B 5923 B 5925 B 5926 A 5927 C 5928 D 5944 D 5945 C 5946 B 5948 A 5950 A 5951 A 5952 B 5953 D 5955 C 5957 B Deutscher B Stenografisch 57. Sitz Berlin, Dienstag, den 1 I n h a l Glückwünsche zum Geburtstag der Abgeord- neten Dr. h. c. Jürgen Koppelin, Herbert Frankenhauser, Ernst-Reinhard Beck (Reut- lingen), Klaus Breil, Josef Göppel und Manfred Zöllmer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Begrüßung des neuen Abgeordneten Bernd Siebert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 1: a) Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2011 (Haushalts- gesetz 2011) (Drucksache 17/2500) . . . . . . . . . . . . . . . . b) Unterrichtung durch die Bundesregierung: D N D D U D 5907 A 5907 B 5907 B Stefan Müller (Erlangen) (CDU/CSU) . . . . . . Nicolette Kressl (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5930 C 5932 A undestag er Bericht ung 4. September 2010 t : Norbert Barthle (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . r. Volker Wissing (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . orbert Barthle (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 30 Bundesministerium für Bildung und For- schung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Annette Schavan, Bundesministerin BMBF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . agmar Ziegler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . lrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Rosemarie Hein (DIE LINKE) . . . . . . . . 5932 D 5934 C 5935 D 5938 A 5938 A 5940 B 5941 C 5943 B Dr. Petra Sitte (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Eckhardt Rehberg (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 5958 D 5959 B II Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 57. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 14. September 2010 Einzelplan 15 Bundesministerium für Gesundheit . . . Dr. Philipp Rösler, Bundesminister BMG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Karl Lauterbach (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . Daniel Bahr (Münster) (FDP) . . . . . . . . . . . . . Dr. Karl Lauterbach (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . Johannes Singhammer (CDU/CSU) . . . . . . . . Dr. Martina Bunge (DIE LINKE) . . . . . . . . . . Birgitt Bender (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jens Spahn (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Karl Lauterbach (SPD) . . . . . . . . . . . . Ewald Schurer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Harald Weinberg (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Alois Karl (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . Bärbel Bas (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Stefanie Vogelsang (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Einzelplan 16 Bundesministerium für Umwelt, Natur- schutz und Reaktorsicherheit . . . . . . . . Dr. Norbert Röttgen, Bundesminister BMU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hans-Josef Fell (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sylvia Kotting-Uhl (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Matthias Miersch (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Heinz-Peter Haustein (FDP) . . . . . . . . . . . . . . Michael Leutert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Sven-Christian Kindler (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Marie-Luise Dött (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Eva Bulling-Schröter (DIE LINKE) . . . . . Ulrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bärbel Höhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dorothée Menzner (DIE LINKE) . . . . . . . . . . B D D B I D H R F P R D U D C N J E R G N A L 5959 A 5959 A 5961 B 5962 D 5963 C 5963 D 5965 D 5966 D 5968 C 5970 B 5971 C 5973 B 5974 C 5976 A 5977 A 5978 C 5979 A 5979 B 5980 D 5983 A 5983 D 5985 C 5986 C 5988 A 5989 A 5990 A 5991 C 5993 A 5993 D 5995 B 5995 C 5995 C ärbel Höhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Norbert Röttgen (CDU/CSU) . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . r. Georg Nüßlein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Bärbel Höhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ralph Lenkert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Ulrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Hans-Josef Fell (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Bärbel Kofler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Maria Flachsbarth (CDU/CSU) . . . . . . ernhard Schulte-Drüggelte (CDU/CSU) . . . Einzelplan 10 Bundesministerium für Ernährung, Land- wirtschaft und Verbraucherschutz . . . . lse Aigner, Bundesministerin BMELV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Wilhelm Priesmeier (SPD) . . . . . . . . . . . . einz-Peter Haustein (FDP) . . . . . . . . . . . . . oland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . riedrich Ostendorff (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . eter Bleser (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . olf Schwanitz (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Erik Schweickert (FDP) . . . . . . . . . . . . . . lrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Erik Schweickert (FDP) . . . . . . . . . . . . . . aren Lay (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . icole Maisch (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ulia Klöckner (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Ulrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . lvira Drobinski-Weiß (SPD) . . . . . . . . . . . . ainer Erdel (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . eorg Schirmbeck (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . ächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . nlage iste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 5996 C 5997 A 5997 C 5998 B 5999 C 6000 A 6001 A 6001 C 6002 A 6002 D 6003 B 6004 D 6006 C 6006 D 6009 A 6010 C 6011 B 6012 C 6014 B 6016 B 6017 D 6019 A 6019 B 6019 C 6021 A 6021 D 6023 B 6023 D 6025 B 6026 A 6027 D 6029 A Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 57. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 14. September 2010 5907 (A) ) )(B) 57. Sitz Berlin, Dienstag, den 1 Beginn: 10.0
  • folderAnlagen
    Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 57. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 14. September 2010 6029 (A) (C) (D)(B) Anlage zum Stenografischen Bericht Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Bartol, Sören SPD 14.09.2010 Bernschneider, Florian FDP 14.09.2010 Binder, Karin DIE LINKE 14.09.2010 Oswald, Eduard CDU/CSU 14.09.2010 Dr. Schockenhoff, Andreas CDU/CSU 14.09.2010 Dr. Schui, Herbert DIE LINKE 14.09.2010 Dr. Seifert, Ilja DIE LINKE 14.09.2010 Dr. Steinmeier, Frank- Walter SPD 14.09.2010 Dr. Terpe, Harald BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 14.09.2010 Ulrich, Alexander DIE LINKE 14.09.2010 Weinberg (Hamburg), Marcus CDU/CSU 14.09.2010 Widmann-Mauz, Annette CDU/CSU 14.09.2010 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich 57. Sitzung Berlin, Dienstag, den 14. September 2010 Inhalt: Redetext Anlage zum Stenografischen Bericht
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Gerda Hasselfeldt


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CSU)


    Das Wort hat nun der Kollege Sven-Christian Kindler

    ür die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.






    (A) )


    )(B)


    (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen
    und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ange-
    sichts der Entwicklungen der vergangenen Wochen
    stelle ich mir zunehmend die Frage: Wer regiert eigent-
    lich in diesem Land, bzw. für wen wird hier regiert?
    Schwarz-Gelb kürzt brutal bei Arbeitslosen und armen
    Familien. Das ist auch klar; denn diese Menschen haben
    keine finanzstarke Lobby und finden deshalb bei dieser
    Regierung kein Gehör.

    Stattdessen können die Atomkonzerne millionen-
    schwere Anzeigenkampagnen auflegen. 40 ältere Män-
    ner stehen mit ihrem Namen hierfür bereit. Großmann
    und Co. gehen ein und aus im Kanzleramt, und die Re-
    gierung springt nachts aus dem Bett, wenn um 5.23 Uhr
    die Atomlobby in Geheimverträgen ihre Bedingungen
    diktieren will.


    (Lachen bei der FDP – Michael Kauch [FDP]: Unglaublich!)


    Die Frage ist also: Wer regiert in diesem Land? Ange-
    sichts dieser skandalösen Vorgänge ist doch offensicht-
    lich, dass Merkel, Westerwelle und Röttgen nur die
    Profitinteressen der Atomkonzerne durchsetzen. Diese
    Regierung ist nicht mehr als ein Marionettenkabinett im
    Dienste der Atomkonzerne.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei der SPD und der LINKEN)


    Herr Röttgen hat betont, sein Energiekonzept und
    diese Vereinbarungen seien eine grandiose Förderung
    erneuerbarer Energien. Wenn man aber die Betreiber er-
    neuerbarer Energien befragt, dann sagen diese: Das ist
    eine Katastrophe für den Weiterbetrieb und für den Aus-
    bau erneuerbarer Energien. Auch die Stadtwerke haben
    das scharf kritisiert. Die Betreiber erneuerbarer Energien
    haben diesen Ablassfonds als ein vergiftetes Geschenk
    bezeichnet, weil damit Milliardeninvestitionen in er-
    neuerbare Energien verhindert werden. Zudem wird die
    Marktmacht der vier großen Energiekonzerne zementiert
    und Wettbewerb verhindert. Für die Betreiber erneuerba-
    rer Energien ist langfristige Investitionssicherheit extrem
    wichtig, die jetzt aber massiv gefährdet ist, weil der
    hochsubventionierte Atomstrom die Netze vollstopft.

    So wird die Energiewende von Schwarz-Gelb verhin-
    dert. Wir haben damals unter Rot-Grün die Energierevo-
    lution für erneuerbare Energien eingeleitet, und zwar mit
    dem Atomkonsens und mit dem EEG. Jetzt geht es aber
    zurück, zurück in die nuklearen 80er-Jahre, zurück zu
    Kohl. Was wir derzeit erleben, ist eine Konterrevolution
    im Dienste des Atomkapitals und gegen die erneuerba-
    ren Energien.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei der SPD und der LINKEN – Michael Kauch [FDP]: Sie haben zu viel Ché Guevara gelesen!)


    – Das Wort „Revolution“, Herr Kauch, habe nicht ich
    benutzt, sondern hat die Kanzlerin benutzt, die diese

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    (C (D onterrevolution im Dienste des Atomkapitals eingeleiet hat. Diese Atomlobbypolitik zeigt sich auch deutlich im mwelthaushalt. Das Haushaltsvolumen wächst. Das ist uf den ersten Blick sehr erfreulich. Es wird aber vor alen Dingen gekürzt, und zwar im Umweltschutzbereich, m Klimaschutzbereich und im Naturschutzbereich. Hier ird um 10 Prozent gekürzt. Besonders drastisch ist die brutale Kürzung beim arktanreizprogramm für erneuerbare Wärme. Das st ein besonders gutes Programm, mit dem nicht nur das lima geschützt wird, sondern das auch für Kleinunterehmen und Handwerksbetriebe besonders wichtig ist nd konjunkturelle Entwicklungen fördert, weil jeder örder-Euro 7 bis 8 Euro privates Kapital mobilisiert. as bedeutet vielfache Gewinne für das Klima, für die esellschaft und für die Ökonomie. Bei dieser brutalen ürzung zeigt sich ganz klar: Statt mehr erneuerbarer ärme gibt es bei Norbert Röttgen wie so oft vor allen ingen heiße Luft. (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei der SPD und der LINKEN – Ulrich Kelber [SPD]: Bei den Erneuerbaren ist das eisiger Wind!)


    Stattdessen wächst im Umwelthaushalt vor allen Din-
    en der Atomendlagerbereich an. Dieser wächst um
    ehr als 35 Prozent an. Mit knapp 500 Millionen Euro

    st dies fast ein Drittel des gesamten Umweltetats. Die
    elder zum Beispiel für den Schwarzbau in Gorleben
    erden sogar verdoppelt. Parallel dazu ist jetzt geplant,

    n Gorleben atomkritische Landwirte und Eigentümer zu
    nteignen. Dies halte ich für besonders bemerkenswert,
    a diese Maßnahme von einer angeblich bürgerlichen
    egierung geplant wird. Das alles nur, weil Sie, Herr
    öttgen, sich nicht trauen, in anderen Regionen nach al-

    ernativen Standorten und Endlagermedien zu suchen,
    eil Sie sich nicht trauen, sich mit Herrn Mappus und
    errn Seehofer anzulegen.


    (Jürgen Trittin [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Der hat ja schon vor Herrn Brüderle Angst!)


    Vor Herrn Brüderle hat er natürlich auch Angst; da
    ann er sich auch nicht durchsetzen.

    Stattdessen wollen Sie den ungeeigneten und unsiche-
    en Standort in Gorleben gegen den Willen der Bevölke-
    ung und gegen die Expertise der wissenschaftlichen
    utachten durchboxen. Das zeigt deutlich: Herr Röttgen,
    ie sind ein eiskalter Atompolitiker und bauen diesen
    mwelthaushalt schleichend zum Atometat um.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei der SPD und der LINKEN)


    Doch das lassen wir uns nicht gefallen. Das lassen
    ich die Stadtwerke nicht gefallen, das lassen sich die
    etreiber erneuerbarer Energien nicht gefallen, und das

    ässt sich vor allen Dingen die sehr große Mehrheit der
    evölkerung nicht gefallen. Deswegen werden wir das
    egierungsviertel am nächsten Samstag umzingeln und

    hnen mit Zehntausenden Menschen klarmachen, dass





    Sven-Christian Kindler


    (A) )


    )(B)

    wir diesen Atomwahnsinn ablehnen. Deswegen werden
    wir auch im November wieder auf die Straße gehen und
    uns gegen ein Atomklo in Gorleben querstellen. Wir
    wollen so schnell wie möglich eine erneuerbare Zukunft
    und keine strahlende Zukunft. 100 Prozent erneuerbare
    Energien sind möglich, und das geht ohne Kohle und
    Atom.

    Vielen Dank.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei der SPD und der LINKEN)




Rede von Gerda Hasselfeldt
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CSU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CSU)

Nächste Rednerin ist die Kollegin Marie-Luise Dött

für die CDU/CSU-Fraktion.


(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Marie-Luise Dött


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Das Ge-

    samtvolumen des Haushaltsansatzes des BMU ist um
    3,1 Prozent höher als im Jahr 2010. Richtig ist, dass der
    Programmhaushalt des BMU um 9,6 Prozent gesunken
    ist; Herr Haustein hat schon darauf hingewiesen. Das ist
    unserem zentralen Ziel, der Haushaltskonsolidierung,
    geschuldet. Hierzu müssen alle Ministerien ihren Beitrag
    leisten, auch das BMU.

    Richtig ist aber auch, dass zusätzliche Mittel in den
    Endlagerbereich fließen. Nach Aufhebung des Erkun-
    dungsmoratoriums setzen wir die Erkundungsarbeiten
    am potenziellen Endlager Gorleben fort. Die Zeit des
    verantwortungslosen rot-grünen Aussitzens eines drän-
    genden Problems ist vorbei. Wir übernehmen Verant-
    wortung und stellen uns dieser Aufgabe. Wir überlassen
    sie nicht kommenden Generationen.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


    Meine Damen und Herren, wir übernehmen Verant-
    wortung für unser Land, wir übernehmen Verantwortung
    für Klimaschutz, für eine sichere, bezahlbare Energie-
    versorgung, für Arbeitsplätze und Wohlstand. Wir haben
    im Koalitionsvertrag eindeutige und sehr konkrete Aus-
    sagen zur Klima- und Energiepolitik gemacht. Klima-
    schutz, Energiemix, erneuerbare Energien, Energieeffi-
    zienz, Gebäudesanierung, Kohle und CCS, Kernenergie,
    Energieinfrastruktur und Energieforschung sind die
    Handlungsfelder, die im Koalitionsvertrag erwähnt sind.
    Genau diese Themen sind, untersetzt mit über 60 Einzel-
    maßnahmen, im Energiekonzept der Bundesregierung
    enthalten. Diese Maßnahmen werden wir Schritt für
    Schritt umsetzen. Das Konzept sichert das Erreichen un-
    serer sehr ambitionierten Klimaziele. Das Konzept be-
    rücksichtigt aber auch, dass Energieversorgung mehr ist
    als Klimapolitik. Es geht auch um den Wirtschaftsstand-
    ort und um Arbeitsplätze.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


    Wir wollen den Umbau unserer Energieversorgung
    möglichst wirtschaftlich erreichen, gerade um bezahlba-
    ren Strom für alle sicherzustellen. Energieeffizienz ist
    ein zentraler Ansatz unserer Politik. Wir stärken die er-
    neuerbaren Energien. Die Kernenergie ist eine Brücke,

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    (C (D ie wir nutzen. Sicherheit hat höchste Priorität. Die Geinne kommen allen zugute. (Dr. Bärbel Kofler [SPD]: Ja, ja! „Sie kommen allen zugute“, ist richtig! Die Frage ist nur: Wem genau? Wer ist „alle“? – Sven-Christian Kindler [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Den Konzernen!)


    ir setzen auf Forschung und Technologieoffenheit.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU und der FDP)


    Meine Damen und Herren von der Opposition, ich
    erstehe Ihre Aufgeregtheit und Ihre zum Teil unrichtige
    is unsachliche Diskussion. Es ist natürlich ein harter
    chlag,


    (Sven-Christian Kindler [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Ja, für die Erneuerbaren!)


    ass diese Bundesregierung ein klima-, wirtschafts- und
    ozialverträgliches Energiekonzept vorlegt. Das ist Ih-
    en nie gelungen.

    Das ist und bleibt der Unterschied zwischen unseren
    olitikansätzen: Sie wissen vor allen Dingen, was Sie
    icht wollen. Sie drücken sich vor Antworten auf
    chwierige Fragen. Sie haben nie Antworten gegeben
    uf die wichtigen Fragen der Energie- und Klimapolitik,
    icht auf die Herausforderungen der Entwicklung der
    nergieeffizienz, nicht auf die Erfordernisse des Netz-
    usbaus, nicht auf die Frage der Endlagerung radioakti-
    er Abfälle, nicht auf die erforderliche Entwicklung von
    peicherkapazitäten und nicht auf die komplexen He-
    ausforderungen zur Sicherung des Erreichens unserer
    limaziele.


    (Zuruf von der CDU/CSU: Was haben die überhaupt gemacht?)


    Sie versuchen, den Bürgern weiszumachen, dass er-
    euerbare Energien umsonst zu haben sind und dass der
    mstieg auf erneuerbare Energien von heute auf morgen
    hne Probleme machbar ist. Das ist keine Realpolitik,
    as ist eine Mischung aus Wunschdenken, Opportunis-
    us und Klientelpolitik.

    Es ist Wunschdenken, weil Sie weder Lösungen für
    ie Netzanbindung noch für die Speicherung des fluk-
    uierenden Stroms aus Erneuerbaren haben.


    (Ulrich Kelber [SPD]: Sie haben den Speicherbonus abgelehnt! Sie persönlich haben das Gesetz verhindert, Frau Dött!)


    s ist Opportunismus mit Blick auf die potenziellen
    ähler in den Bürgerbewegungen vor Ort, wenn es um

    ie Verhinderung des Netzausbaus zum Anschluss der
    rneuerbaren Energien geht.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP – Ulrich Kelber [SPD]: Es gibt niemanden, der mehr Schuld hat als Sie!)


    ast, but not least ist es Klientelpolitik für die gutverdie-
    ende Lobby der erneuerbaren Energien in Ihren eigenen





    Marie-Luise Dött


    (A)


    )(B)

    Reihen, wenn es um möglichst hohe Vergütungen für
    den Solarstrom geht, die die Bürger zu bezahlen haben.


    (Ulrich Kelber [SPD]: Sie helfen den Atomkonzernen!)