Rede:
ID1602802600

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    8. SPD-Fraktion.: 1
  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 16/28 Dr. Wolfgang Gerhardt (FDP) . . . . . . . . . . . . Dr. Peter Ramsauer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Oskar Lafontaine (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Hubertus Heil (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Fritz Kuhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin . . . . . . . Dr. Guido Westerwelle (FDP) . . . . . . . . . . . . Dr. Peter Struck (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Oskar Lafontaine (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Bernd Neumann, Staatsminister BK . . . . . . . Dr. Angelica Schwall-Düren (SPD) . . . . . . . . Monika Knoche (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Jürgen Trittin (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Monika Knoche (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Jürgen Trittin (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Walter Kolbow (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Markus Löning (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Manfred Grund (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Dr. Norman Paech (DIE LINKE) . . . . . . . . . . Marieluise Beck (Bremen) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Axel Schäfer (Bochum) (SPD) . . . . . . . . . . . 2203 D 2207 A 2211 A 2216 B 2221 A 2226 C 2235 C 2239 C 2242 C 2244 B 2245 D 2262 C 2264 C 2266 C 2267 C 2268 A 2269 B 2270 C 2271 D 2272 C 2274 A Deutscher B Stenografisch 28. Sitz Berlin, Mittwoch, de I n h a l Erweiterung der Tagesordnung . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 1 (Fortsetzung): a) Erste Beratung des von der Bundes- regierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Feststellung des Bun- deshaushaltsplans für das Haushalts- jahr 2006 (Haushaltsgesetz 2006) (Drucksache 16/750) . . . . . . . . . . . . . . . . . b) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bundes 2005 bis 2009 (Drucksache 16/751) . . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 04 Bundeskanzleramt E A i Z A S D d ( D D E 2203 A 2203 B 2203 B Markus Meckel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Monika Griefahn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 2249 D 2250 A undestag er Bericht ung n 29. März 2006 t : inzelplan 05 uswärtiges Amt n Verbindung mit usatztagesordnungspunkt 1: ntrag der Fraktionen der CDU/CSU, der PD, der FDP und des BÜNDNISSES 90/ IE GRÜNEN: Belarus nach den Präsi- entschaftswahlen Drucksache 16/1077) . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Frank-Walter Steinmeier, Bundesminister AA . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Werner Hoyer (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . ckart von Klaeden (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 2252 D 2253 A 2257 A 2259 B Dr. Diether Dehm (DIE LINKE) . . . . . . . . Harald Leibrecht (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . 2275 A 2275 B II Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 28. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 29. März 2006 Thomas Silberhorn (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Dr. Diether Dehm (DIE LINKE) . . . . . . . . Wolfgang Gehrcke (DIE LINKE) . . . . . . . . . Hartwig Fischer (Göttingen) (CDU/CSU) . . . Wolfgang Gehrcke (DIE LINKE) . . . . . . . . . Erika Steinbach (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Uta Zapf (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Joachim Hörster (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 14 Bundesministerium der Verteidigung Dr. Franz Josef Jung, Bundesminister BMVg . . . . . . . . . . . . . . . Elke Hoff (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Hans-Peter Bartels (SPD) . . . . . . . . . . . . . Paul Schäfer (Köln) (DIE LINKE) . . . . . . . . . Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . Gerd Höfer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 23 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin BMZ . . . . . . . . . . . . . . . Hellmut Königshaus (FDP) . . . . . . . . . . . . . . Arnold Vaatz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Heike Hänsel (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . Thilo Hoppe (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hüseyin-Kenan Aydin (DIE LINKE) . . . . Dr. Bärbel Kofler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Hellmut Königshaus (FDP) . . . . . . . . . . . . Alexander Bonde (BÜNDNIS 90/ 2276 A 2276 D 2278 B 2279 B 2279 B 2279 D 2280 D 2282 A 2283 B 2285 D 2287 B 2289 A 2300 D 2301 A 2302 C 2304 D 2306 C 2308 B 2310 B 2310 C 2312 C 2313 A Alexander Bonde (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jürgen Herrmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Birgit Homburger (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . Rainer Arnold (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Johannes Kahrs (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . Johannes Kahrs (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Susanne Jaffke (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Alexander Bonde (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . D N B A L 2291 B 2293 B 2295 A 2295 D 2296 D 2298 D 2299 A 2299 B 2300 C DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Christian Ruck (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Dr. Uschi Eid (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . erichtigungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . nlage iste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 2313 B 2314 D 2315 B 2316 D 2316 B 2317 A Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 28. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 29. März 2006 2203 (A) ) (B) ) 28. Sitz Berlin, Mittwoch, de Beginn: 9.0
  • folderAnlagen
    ngen Einzelplan 15“ ist „Bun- it“ zu lesen. r 1. Satz ist wie folgt zu der Föderalismusreform, dazu führen sollen, glei- Mobilität in Deutschland s Bereichs der Bildungs- einbart haben. Dazu gehört, die internationale wie auch gsländern gewinnen. Ich undesbürgern deutlich zu einen Akt der Humanität cklungspolitik in unserem sowie bei Abgeord- SPD) betonen, dass es nicht nur ht nur über Geld und die uch darüber, dass wir in (Beifall bei der CDU/CSU BÜNDNIS 90/DIE GRÜN [DIE LINKE]: Ihretwegen Vizepräsidentin Gerda Ha Weitere Wortmeldungen lieg Wir sind damit am Schluss ordnung. Ich berufe die nächste Sitz Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 28. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 29. März 2006 2317 (A) (C) (B) ) Anlage zum Stenografischen Bericht Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Dr. Bartsch, Dietmar DIE LINKE 29.03.2006 Bernhardt, Otto CDU/CSU 29.03.2006 Dr. Bisky, Lothar DIE LINKE 29.03.2006 Bülow, Marco SPD 29.03.2006 Hintze, Peter CDU/CSU 29.03.2006 Dr. Höll, Barbara DIE LINKE 29.03.2006 Krichbaum, Gunther CDU/CSU 29.03.2006 Kurth (Quedlinburg), BÜNDNIS 90/ 29.03.2006 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich * Dr. Däubler-Gmelin, Herta SPD 29.03.2006 Deittert, Hubert CDU/CSU 29.03.2006* Fischer (Frankfurt), Joseph BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 29.03.2006 Fischer (Karlsruhe- Land), Axel E. CDU/CSU 29.03.2006* Dr. Fuchs, Michael CDU/CSU 29.03.2006 Gabriel, Sigmar SPD 29.03.2006 Goldmann, Hans- Michael FDP 29.03.2006 Gradistanac, Renate SPD 29.03.2006 Dr. Gysi, Gregor DIE LINKE 29.03.2006 Heinen, Ursula CDU/CSU 29.03.2006 Hermann, Winfried BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 29.03.2006 Hilsberg, Stephan SPD 29.03.2006 L M M P S S D D T W (D für die Teilnahme an den Sitzungen der Parlamentarischen Ver- sammlung des Europarates Undine DIE GRÜNEN intner, Eduard CDU/CSU 29.03.2006* üller (Gera), Bernward CDU/CSU 29.03.2006 üller (Köln), Kerstin BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 29.03.2006 flug, Johannes SPD 29.03.2006 cheel, Christine BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 29.03.2006 chmidt (Nürnberg), Renate SPD 29.03.2006 r. Schui, Herbert DIE LINKE 29.03.2006 r. Spielmann, Margrit SPD 29.03.2006 auss, Jörg SPD 29.03.2006 issmann, Matthias CDU/CSU 29.03.2006 28. Sitzung Berlin, Mittwoch, den 29. März 2006 Inhalt: Redetext Anlage zum Stenografischen Bericht
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Markus Meckel


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und

    Kollegen! Die Debatte über den Haushalt des Bundes-
    kanzleramtes nähert sich dem Ende und gleich beginnt
    die Debatte über die Außenpolitik. An dieser Schnitt-
    stelle versuche ich, den Blick auf unsere europäischen
    Nachbarn, das heißt auf Weißrussland und die Ukraine,
    zu richten.


    (Beifall des Abg. Wolfgang Börnsen [Bönstrup] [CDU/CSU])


    Einige von uns haben die Wahl in Weißrussland be-
    obachtet. Wir haben gemeinsam feststellen müssen, dass
    diese Wahl, so die formale Sprache der OSZE, weder
    fair noch frei war. Wir könnten auch sagen: Es war eine
    gut organisierte Wahlfarce, die wir miteinander erlebt
    haben.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der FDP und des Abg. Thilo Hoppe [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])


    Das war nichts Neues, wir haben das vorher schon bei
    einem Referendum und früheren Wahlen erlebt. Neu ist
    aber – das ist ein Zeichen der Hoffnung –, dass es dies-
    mal mit Milinkewitsch einen gemeinsamen Kandidaten
    der Opposition gab und dass der Wahlkampf gut organi-
    siert war. Neu war auch, dass die Sozialdemokraten im
    Vorfeld kooperiert haben, auch wenn die Sozialdemokra-
    ten aus der Koalition – wir müssen das leider bekennen –
    später nicht mitgemacht haben.


    (Wolfgang Börnsen [Bönstrup] [CDU/CSU]: Leider!)


    Ihre Kooperation war wichtig. Wir können nur hoffen
    und sie auffordern, die Gemeinsamkeit der Opposition
    auch in Zukunft weiter zu erhalten. Das ist eine Schlüs-
    selfrage für die Zukunft von Belarus.


    (Beifall bei der SPD sowie des Abg. Wolfgang Börnsen [Bönstrup] [CDU/CSU] und des Abg. Thilo Hoppe [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])


    Wir haben mit Zittern auf den Sonntagnachmittag und
    -abend gewartet, weil angekündigt war, dass Blut fließen
    würde. Gewalt wurde angekündigt, und zwar durch ver-
    schiedenste Intrigen und Mittel. Es wurden öffentliche
    SMS versandt, in denen davor gewarnt wurde, zum Ok-
    toberplatz zu kommen. Es war ungeheuer bewunderns-
    wert, dass plötzlich 10 000 Menschen zum Oktoberplatz
    kamen, die viele Stunden lang in großer Kälte trotz der
    Drohungen für Freiheit und Demokratie protestiert ha-
    ben. Es war ein großes Erlebnis für diejenigen, die dabei
    waren. Diese Menschen haben deutlich gemacht: Wir
    lassen uns die Zukunft durch den Wahlbetrug und das
    autoritäre System nicht verbauen.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN und des Abg. Wolfgang Börnsen [Bönstrup] [CDU/ CSU])



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    (C (D Es hat hundertfache Verhaftungen gegeben. (Wolfgang Börnsen [Bönstrup] [CDU/CSU]: Über 700!)


    Zu den 700 muss man noch die hinzuzählen, die schon
    orher in Haft waren. Wir müssen Lukaschenko in aller
    eutlichkeit auffordern, diese Menschen freizulassen.
    arüber hinaus müssen wir auch Präsident Putin auffor-
    ern, sich für die schnelle Freilassung der Menschen ein-
    usetzen.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und der FDP – Wolfgang Börnsen [Bönstrup] [CDU/CSU]: Genau richtig!)


    Die Vorkommnisse machen deutlich: Belarus und die
    kraine sind eine europäische Herausforderung. Wir
    üssen deutlich machen, dass wir an der Seite der De-
    okratiebewegung stehen. Es ist daher gut, dass der Eu-

    opäische Rat vorgeschlagen hat, Milinkewitsch im
    pril einzuladen, um mit ihm über die Zukunft zu spre-

    hen.

    Wir müssen uns auch fragen: Was tun wir? Es ist rich-
    ig und gut, dass wir in der EU beschlossen haben, die
    anktionen bei der Visaerteilung deutlich zu erweitern.
    ch sage: Jeder Polizist, von dem man namentlich weiß,
    ass er Gewalt angewandt hat, jeder Richter, der an Ver-
    rteilungen beteiligt war, und jeder Schuldirektor oder
    niversitätsrektor, der Menschen, die sich an den De-
    onstrationen beteiligt haben, von der Schule oder Uni-

    ersität verweist, gehört auf die Liste derjenigen, die
    ein Visum für Länder der Europäischen Union erhalten.


    (Beifall bei der SPD und der CDU/CSU)


    ir müssen natürlich auch die Nachbarländer, das heißt
    ie Ukraine, Kroatien, Rumänien und Bulgarien – die
    änder, in die die Nomenklatura gern in Urlaub fährt –,

    ür dieses Vorhaben gewinnen, damit diese Liste Gel-
    ung erhält.

    Wir müssen aber noch mehr tun. Wir müssen die
    ontakte in die Gesellschaft hinein befördern. In diesem
    usammenhang wäre es eine Katastrophe, wenn in Zu-
    unft die Schengenvisa nach Polen und Litauen, in die
    nmittelbaren Nachbarländer – bisher kosteten die Visa
    0 Euro –, bezahlt werden müssten. Wir müssen uns da-
    ür einsetzen, dass die Gebühren für Schengenvisa für
    eute, die sich in NGOs oder der Opposition engagieren,
    illiger sind. Ansonsten würden wir die Kommunikation
    bbrechen, indem wir Barrieren schaffen. Das wäre eine
    atastrophe.

    Ebenso sollten wir neue und bessere Instrumente zur
    nterstützung von NGOs schaffen. In der EU haben wir
    urchaus manches versucht. Das ist aber zu bürokratisch
    nd zu schwerfällig. Das reicht nicht wirklich. Ich trete
    aher sehr dafür ein, dass wir eine europäische Stiftung
    ür Demokratie schaffen, die kurzfristig kleinere Sum-
    en zur Verfügung stellen kann, damit wir NGOs in
    elarus und anderen Ländern flexibel unterstützen kön-
    en. Wir wissen, dass eine Zivilgesellschaft oft keine
    nterstützung in Millionenhöhe braucht, sondern klei-
    ere Summen, die schnell, flexibel und auf direktem






    (A) )



    (B) )


    Markus Meckel
    Weg von einer kompetenten Stiftung zur Verfügung ge-
    stellt werden können. Das sollten wir, so denke ich, mit-
    einander auf den Weg bringen.

    Klar ist, dass die Länder zwischen Russland und der
    Europäischen Union – Belarus ist im Augenblick am
    stärksten gefährdet – in Zukunft unsere Aufmerksamkeit
    brauchen werden. Ich hoffe sehr, dass es uns während
    der deutschen EU-Präsidentschaft im nächsten Jahr ge-
    lingen wird, europäische Initiativen zu entwickeln, damit
    wir gerade diesem Raum mehr Aufmerksamkeit schen-
    ken und ihm mehr Unterstützung für eine demokratische
    und Wohlfahrtsentwicklung bieten können.


    (Beifall bei der SPD, der CDU/CSU und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Wolfgang Börnsen [Bönstrup] [CDU/CSU]: Hilfreiche Rede!)




Rede von Dr. h.c. Susanne Kastner
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)

Das Wort hat die Kollegin Monika Griefahn, SPD-

Fraktion.


  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Monika Griefahn


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Frau Präsidentin! Meine lieben Kolleginnen und Kol-

    legen! Ich schlage den Bogen zurück zur Kultur. Die
    Goethe-Institute können im Bereich der Kultur, also
    unterhalb der politischen Ebene, durch ihre Programme
    und Begegnungen in den Ländern, in denen die politi-
    schen Bedingungen noch nicht so gut sind, sehr viel er-
    reichen. Das gilt auch für Belarus. Insofern ist die Kul-
    turpolitik für uns ein sehr wichtiger Faktor.

    Wenn man die Struktur eines Haushaltsentwurfs als
    Gradmesser dafür nimmt, welche Bedeutung man einem
    bestimmten Bereich beimisst, dann kann man zur Kul-
    turpolitik vielleicht sagen: 1 Milliarde Euro im Haushalt
    des Kulturstaatsministers und etwa 545 Millionen Euro
    im Haushalt des Auswärtigen Amtes – das ist nicht wirk-
    lich viel. Wenn man aber berücksichtigt, was wir damit
    bewegen und dass im Haushalt des Kulturstaatsministers
    eine Erhöhung stattgefunden hat, sieht das anders aus.
    Mit den Mitteln, die wir für den Dialog zur Verfügung
    stellen, haben wir viele Kontakte mit den NGOs und Op-
    positionsbewegungen vor Ort ermöglichen können. Die
    Kulturpolitik ist daher ein sehr wichtiger Faktor, den wir
    alle unterstützen müssen.

    Deswegen freue ich mich, dass wir in diesem Jahr so-
    wohl im Haushalt des BKM als auch bei den Stipendien
    – auch das ist ein wichtiger Austauschfaktor – eine Stei-
    gerung verzeichnen können. Aus dem 6-Milliarden-Pro-
    gramm werden dem DAAD, der Humboldt-Stiftung und
    anderen zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt. Da-
    durch haben wir die Möglichkeit, in den Ländern direkt
    Multiplikatoren zu gewinnen.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Damit haben wir das umgesetzt, was wir im Koalitions-
    vertrag festgeschrieben haben.

    Der Etat für Kultur ist der kleinste und damit sensi-
    belste Etat im Bundeshaushalt. Deswegen sollte er vor-

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    (C (D ichtig behandelt werden. Wir beschreiben Kulturpolitik ls sehr wichtiges Politikfeld. Wenn es auch noch Kürungen, zum Beispiel in der Programmarbeit oder in der uswärtigen Kulturund Bildungspolitik, gibt – daran üssen wir noch arbeiten –, so haben wir doch einen gu en Einstieg gefunden. Von diesem Punkt aus müssen ir uns jetzt auf den Weg machen. Günther Oettinger hat gestern bei Sandra Maischberger esagt, wir müssten in Deutschland nicht nur Ökonomie nd Wirtschaft, sondern ganz besonders unsere Kultur nd Werte betonen. Ich denke, damit hat er einen guten atz gesagt, den wir alle hier umsetzen sollten. (Hans-Joachim Otto [Frankfurt] [FDP]: Ihr seid ja ganz schön großkoalitionär geworden!)


    (Zuruf von der SPD: So ist es richtig!)


    Ich fand es beeindruckend, dass er so etwas sagt.


    (Lothar Mark [SPD]: Dass von einem Schwaben so etwas kommt!)


    Dass von einem Schwaben so etwas kommt – genau
    as habe auch ich gedacht.

    Ich finde, dass ein wichtiger Satz in unserer Koali-
    ionsvereinbarung lautet: „Kulturförderung ist keine
    ubvention, sondern Investition in die Zukunft.“


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    it der Förderung von Künstlerinnen und Künstlern en-
    agieren wir uns für kulturelle Kreativität. Das ist
    icht nur ein Lebensmittel für Menschen, sondern auch
    oraussetzung für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.
    enn nur mit Kreativität können wir neue Produkte und
    esigns entwickeln und damit in der Welt konkurrenzfä-
    ig sein.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Kulturelle Kompetenz schafft auch fachliche Kompe-
    enz. Wer beispielsweise ein Musikinstrument erlernt,
    rlangt bessere Fähigkeiten in den Bereichen Sprache
    nd Mathematik. Das müssen wir alle erkennen und un-
    erstützen. So, wie unser Körper täglich Vitamine
    raucht, so braucht unser Geist Kunst und Kultur.


    (Gitta Connemann [CDU/CSU]: Sehr richtig!)


    enauso brauchen Künstlerinnen und Künstler die Frei-
    eit, um künstlerisch tätig zu sein. Aus diesem Grund
    leibt es – das ist mir ganz wichtig – Aufgabe des Staa-
    es, zu gewährleisten, dass Kunst und Kultur unbelaste-
    er von ökonomischen Zwängen entstehen können. Wir
    erden sie nicht ganz unbelastet machen können, aber

    in bisschen unbelasteter. Das ist ein wichtiger Punkt.

    Wir brauchen allerdings auch Stiftungen und Privat-
    ersonen als Förderer, um die kulturelle Vielfalt, die wir
    lücklicherweise immer noch haben, zu gewährleisten.
    ie Kombination macht es. Aber ich sage ausdrücklich:
    er Staat hat hierbei eine wichtige Aufgabe.


    (Beifall bei der SPD sowie des Abg. Wolfgang Börnsen [Bönstrup] [CDU/CSU] – Zuruf von der FDP: Das ist unstrittig!)







    (A) )



    (B) )


    Monika Griefahn
    Als wunderbares Beispiel für einen sehr guten Beitrag
    zur freien Entfaltung der Künste können wir die Kultur-
    stiftung des Bundes erwähnen. Der Etat von nunmehr
    knapp 38 Millionen Euro bedeutet eine Erhöhung der
    Mittel um knapp 2,2 Millionen Euro als letzten der drei
    Erhöhungsschritte.


    (Hans-Joachim Otto [Frankfurt] [FDP]: Was wird eigentlich aus der Fusion? – Gegenruf Langsam!)