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ID1822204300

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 18/222 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 222. Sitzung Berlin, Freitag, den 10. März 2017 Inhalt: Tagesordnungspunkt 50: a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Infrastruk- turabgabengesetzes Drucksache 18/11237 . . . . . . . . . . . . . . . . 22367 B b) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes zur Änderung des Zweiten Verkehr- steueränderungsgesetzes Drucksache 18/11235 . . . . . . . . . . . . . . . . 22367 B c) Erste Beratung des von den Abgeordne- ten Herbert Behrens, Sabine Leidig, Caren Lay, weiteren Abgeordneten und der Frak- tion DIE LINKE eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Aufhebung des Ge- setzes über die Erhebung einer zeitbe- zogenen Infrastrukturabgabe für die Benutzung von Bundesfernstraßen (In- frastrukturabgabenaufhebungsgesetz – InfrAGAufhG) Drucksache 18/11012 . . . . . . . . . . . . . . . . 22367 C Alexander Dobrindt, Bundesminister BMVI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22367 D Herbert Behrens (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 22370 C Andreas Schwarz (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 22371 D Oliver Krischer (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22373 A Steffen Bilger (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 22374 B Sabine Leidig (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . 22375 C Sebastian Hartmann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 22376 B Dr . Valerie Wilms (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22378 A Dr. Philipp Murmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . 22379 A Kirsten Lühmann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 22380 B Ulrich Lange (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 22381 B Tagesordnungspunkt 51: a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Ge- setzes zur Stärkung der betrieblichen Altersversorgung und zur Änderung anderer Gesetze (Betriebsrentenstär- kungsgesetz) Drucksache 18/11286 . . . . . . . . . . . . . . . . 22382 B b) Antrag der Abgeordneten Sabine Zimmermann (Zwickau), Matthias W . Birkwald, Katja Kipping, weiterer Ab- geordneter und der Fraktion DIE LINKE: Gesetzliche Rente stabilisieren – Gute Rente für alle sichern Drucksache 18/11402 . . . . . . . . . . . . . . . . 22382 C c) Antrag der Abgeordneten Markus Kurth, Kerstin Andreae, Maria Klein-Schmeink, weiterer Abgeordneter und der Frakti- on BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Für eine faire und nachhaltige betriebli- che Altersversorgung und ein stabiles Drei-Säulen-System Drucksache 18/10384 . . . . . . . . . . . . . . . . 22382 C Andrea Nahles, Bundesministerin BMAS . . . 22382 C Matthias W . Birkwald (DIE LINKE) . . . . . . . 22384 B Waltraud Wolff (Wolmirstedt) (SPD) . . . . . 22384 D Dr . Martin Rosemann (SPD) . . . . . . . . . . . . 22385 B Peter Weiß (Emmendingen) (CDU/CSU) . . . . 22387 A Markus Kurth (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22388 D Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 222 . Sitzung . Berlin, Freitag, den 10 . März 2017II Dr . Carola Reimann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 22390 A Dr . Michael Meister, Parl . Staatssekretär BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22391 B Ralf Kapschack (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22392 D Stephan Stracke (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 22393 D Anja Karliczek (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 22395 B Tagesordnungspunkt 52: a) Antrag der Abgeordneten Irene Mihalic, Dr . Konstantin von Notz, Luise Amtsberg, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Mehr Si- cherheit durch weniger Waffen Drucksache 18/11417 . . . . . . . . . . . . . . . . 22396 D b) Beschlussempfehlung und Bericht des In- nenausschusses zu dem Antrag der Abge- ordneten Irene Mihalic, Dr . Konstantin von Notz, Luise Amtsberg, weiterer Abgeord- neter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Handlungsbedarf im Waffen- recht für mehr öffentliche Sicherheit Drucksachen 18/9674, 18/11444 . . . . . . . . 22396 D in Verbindung mit Tagesordnungspunkt 29: Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Zweiten Geset- zes zur Änderung des Waffengesetzes und weiterer Vorschriften Drucksache 18/11239 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22396 D Irene Mihalic (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22397 A Oswin Veith (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . 22398 B Martina Renner (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 22400 B Gabriele Fograscher (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 22401 B Michael Frieser (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 22403 A Tagesordnungspunkt 53: Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines … Gesetzes zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes Drucksache 18/11300 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22404 B Alexander Dobrindt, Bundesminister BMVI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22404 C Herbert Behrens (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 22406 B Sören Bartol (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22407 B Stephan Kühn (Dresden) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22408 C Steffen Bilger (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 22409 B Andreas Rimkus (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22410 B Thomas Jarzombek (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 22411 B Tagesordnungspunkt 54: Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Fortentwicklung der haushaltsnahen Ge- trennterfassung von wertstoffhaltigen Ab- fällen Drucksache 18/11274 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22412 B Dr . Barbara Hendricks, Bundesministerin BMUB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22412 C Ralph Lenkert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 22413 C Dr. Thomas Gebhart (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 22414 B Peter Meiwald (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22415 D Michael Thews (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22417 A Dr. Anja Weisgerber (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 22418 B Tagesordnungspunkt 55: Beschlussempfehlung und Bericht des Aus- schusses für Arbeit und Soziales zu dem An- trag der Abgeordneten Cornelia Möhring, Katja Kipping, Sigrid Hupach, weiterer Ab- geordneter und der Fraktion DIE LINKE: Al- leinerziehende entlasten – Umgangsmehr- bedarf anerkennen Drucksachen 18/10283, 18/11434 . . . . . . . . . . 22419 D Markus Paschke (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22419 D Katja Kipping (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 22421 A Christel Voßbeck-Kayser (CDU/CSU) . . . . . . 22422 C Dr . Wolfgang Strengmann-Kuhn (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . 22424 A Dr . Fritz Felgentreu (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 22424 D Dr. Astrid Freudenstein (CDU/CSU) . . . . . . . 22425 D Dr . Franziska Brantner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22427 A Dr. Astrid Freudenstein (CDU/CSU) . . . . . . . 22427 B Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22427 D Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . . 22429 A Anlage 2 Amtliche Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22430 B (A) (C) (B) (D) Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 222 . Sitzung . Berlin, Freitag, den 10 . März 2017 22367 222. Sitzung Berlin, Freitag, den 10. März 2017 Beginn: 9.00 Uhr
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    Dr. Astrid Freudenstein (A) (C) (B) (D) Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 222 . Sitzung . Berlin, Freitag, den 10 . März 2017 22429 Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Albsteiger, Katrin CDU/CSU 10 .03 .2017 Andreae, Kerstin BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10 .03 .2017 Beermann, Maik CDU/CSU 10 .03 .2017 Binder, Karin DIE LINKE 10 .03 .2017 Brandl, Dr . Reinhard CDU/CSU 10 .03 .2017 Bulling-Schröter, Eva DIE LINKE 10 .03 .2017 Dröge, Katharina * BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10 .03 .2017 Ehrmann, Siegmund SPD 10 .03 .2017 Esken, Saskia SPD 10 .03 .2017 Ferner, Elke SPD 10 .03 .2017 Fuchs, Dr . Michael CDU/CSU 10 .03 .2017 Glöckner, Angelika SPD 10 .03 .2017 Gohlke, Nicole DIE LINKE 10 .03 .2017 Hartmann (Wackern- heim), Michael SPD 10 .03 .2017 Hasselfeldt, Gerda CDU/CSU 10 .03 .2017 Held, Marcus SPD 10 .03 .2017 Herzog, Gustav SPD 10 .03 .2017 Janecek, Dieter BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10 .03 .2017 Jung, Xaver CDU/CSU 10 .03 .2017 Jüttner, Dr . Egon CDU/CSU 10 .03 .2017 Katzmarek, Gabriele SPD 10 .03 .2017 Knoerig, Axel CDU/CSU 10 .03 .2017 Kovac, Kordula CDU/CSU 10 .03 .2017 Kühn-Mengel, Helga SPD 10 .03 .2017 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Kunert, Katrin DIE LINKE 10 .03 .2017 Lange (Backnang), Christian SPD 10 .03 .2017 Lerchenfeld, Philipp Graf CDU/CSU 10 .03 .2017 Marks, Caren SPD 10 .03 .2017 Mast, Katja SPD 10 .03 .2017 Mattheis, Hilde SPD 10 .03 .2017 Merkel, Dr . Angela CDU/CSU 10 .03 .2017 Möhring, Cornelia DIE LINKE 10 .03 .2017 Mosblech, Volker CDU/CSU 10 .03 .2017 Nietan, Dietmar SPD 10 .03 .2017 Obermeier, Julia CDU/CSU 10 .03 .2017 Özdemir, Cem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10 .03 .2017 Radwan, Alexander CDU/CSU 10 .03 .2017 Rawert, Mechthild SPD 10 .03 .2017 Riesenhuber, Dr . Heinz CDU/CSU 10 .03 .2017 Röring, Johannes CDU/CSU 10 .03 .2017 Röspel, René SPD 10 .03 .2017 Rüthrich, Susann * SPD 10 .03 .2017 Sarrazin, Manuel BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10 .03 .2017 Schauws, Ulle BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10 .03 .2017 Schlecht, Michael DIE LINKE 10 .03 .2017 Schmidt, Dr . Frithjof BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10 .03 .2017 Schulte, Ursula SPD 10 .03 .2017 Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 222 . Sitzung . Berlin, Freitag, den 10 . März 201722430 (A) (C) (B) (D) Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Strebl, Matthäus CDU/CSU 10 .03 .2017 Terpe, Dr . Harald BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10 .03 .2017 Ulrich, Alexander DIE LINKE 10 .03 .2017 Veit, Rüdiger SPD 10 .03 .2017 Vogt, Ute SPD 10 .03 .2017 Wagenknecht, Dr . Sahra DIE LINKE 10 .03 .2017 Wagner, Doris BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10 .03 .2017 Walter-Rosenheimer, Beate BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10 .03 .2017 Wawzyniak, Halina DIE LINKE 10 .03 .2017 Weber, Gabi SPD 10 .03 .2017 Wiese (Ehingen), Heinz CDU/CSU 10 .03 .2017 Wöllert, Birgit DIE LINKE 10 .03 .2017 Zdebel, Hubertus DIE LINKE 10 .03 .2017 Zimmermann, Pia DIE LINKE 10 .03 .2017 Zollner, Gudrun CDU/CSU 10 .03 .2017 *aufgrund gesetzlichen Mutterschutzes Anlage 2 Amtliche Mitteilungen ohne Verlesung Die folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass sie gemäß § 80 Absatz 3 Satz 2 der Geschäftsordnung von einer Berichterstattung zu den nachstehenden Vorlagen absehen: Auswärtiger Ausschuss – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Bundesregierung zur Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinten Nationen und einzelnen, global agie- renden, internationalen Organisationen und Insti- tutionen im Rahmen des VN-Systems in den Jah- ren 2014 und 2015 Drucksachen 18/9482, 18/9596 Nr. 1.12 – Unterrichtung durch die Delegation der Bundesrepu- blik Deutschland in der Parlamentarischen Versamm- lung des Europarates Tagung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates vom 25. bis 29. Januar 2016 Drucksachen 18/10794, 18/10924 Nr. 1.12 – Unterrichtung durch die Delegation der Bundesrepu- blik Deutschland in der Parlamentarischen Versamm- lung des Europarates Tagung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates vom 18. bis 22. April 2016 Drucksachen 18/10795, 18/10924 Nr. 1.13 – Unterrichtung durch die Delegation der Bundesrepu- blik Deutschland in der Parlamentarischen Versamm- lung des Europarates Tagung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates vom 20. bis 24. Juni 2016 Drucksachen 18/10796, 18/10924 Nr. 1.14 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht über Schüler-, Jugend- und Studentenaus- tausch mit der Republik Korea (Südkorea) und der Demokratischen Republik Korea (Nordkorea) Drucksachen 18/10912, 18/11025 Nr. 1.6 Ausschuss für Wirtschaft und Energie – Unterrichtung durch die Bundesregierung Sondergutachten der Monopolkommission gemäß § 44 Absatz 1 Satz 4 des Gesetzes gegen Wettbe- werbsbeschränkungen Wettbewerbspolitik: Herausforderung digitale Märkte Drucksachen 18/5080, 18/5285 Nr. 1 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Sondergutachten der Monopolkommission gemäß § 44 Absatz 1 Satz 4 des Gesetzes gegen Wettbe- werbsbeschränkungen Strafrechtliche Sanktionen bei Kartellverstößen Drucksache 18/7508 (v . 28 .01 .16) Ausschuss für Arbeit und Soziales – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Bundesregierung über die gesetzliche Ren- tenversicherung, insbesondere über die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben, der Nachhaltigkeits- rücklage sowie des jeweils erforderlichen Beitragssat- zes in den künftigen 15 Kalenderjahren (Rentenversicherungsbericht 2016) und Gutachten des Sozialbeirats zum Rentenversi- cherungsbericht 2016 und zum Alterssicherungsbe- richt 2016 Drucksachen 18/10570, 18/10696 Nr. 1.3 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 222 . Sitzung . Berlin, Freitag, den 10 . März 2017 Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 222 . Sitzung . Berlin, Freitag, den 10 . März 2017 22431 (A) (C) (B) (D) Ergänzender Bericht der Bundesregierung zum Ren- tenversicherungsbericht 2016 (Alterssicherungsbericht 2016) und Gutachten des Sozialbeirats zum Rentenversi- cherungsbericht 2016 und zum Alterssicherungsbe- richt 2016 Drucksachen 18/10571, 18/10696 Nr. 1.4 Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht über die Tätigkeit der Verkehrsinfrastruk- turfinanzierungsgesellschaft im Jahr 2015 Drucksache 18/9545 Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reak- torsicherheit – Unterrichtung durch die Bundesregierung Siebter Bericht der Bundesregierung über die Forschungsergebnisse in Bezug auf die Emissions- minderungsmöglichkeiten der gesamten Mobil- funktechnologie und in Bezug auf gesundheitliche Auswirkungen Drucksachen 18/10600, 18/10924 Nr. 1.1 Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass der Ausschuss die nachstehenden Uni- onsdokumente zur Kenntnis genommen oder von einer Beratung abgesehen hat . Innenausschuss Drucksache 18/10449 Nr . A .5 Ratsdokument 13442/16 Drucksache 18/10706 Nr . A .4 Ratsdokument 14617/16 Finanzausschuss Drucksache 18/10932 Nr . A .11 Ratsdokument 14903/16 Drucksache 18/11029 Nr . A .14 Ratsdokument 15818/16 Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft Drucksache 18/10932 Nr . A .19 Ratsdokument 14886/16 Drucksache 18/10932 Nr . A .20 Ratsdokument 15485/16 Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur Drucksache 18/10932 Nr . A .23 Ratsdokument 15047/16 Drucksache 18/11029 Nr . A .22 Ratsdokument 15705/16 Drucksache 18/11029 Nr . A .23 Ratsdokument 15777/16 Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Ent- wicklung Drucksache 18/10116 Nr . A .32 Ratsdokument 12373/16 Drucksache 18/10706 Nr . A .12 Ratsdokument 14774/16 Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union Drucksache 18/10449 Nr . A .23 Ratsdokument 13668/16 Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken, www.satzweiss.com Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim, www.printsystem.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de 222. Sitzung Inhaltsverzeichnis TOP 50 Infrastrukturabgaben und Verkehrsteuern TOP 51 Stärkung der betrieblichen Altersversorgung TOP 52, TOP 29 Gefahren durch Waffen TOP 53 Änderung des Straßenverkehrsgesetzes TOP 54 Getrennterfassung von wertstoffhaltigen Abfällen TOP 55 Entlastung Alleinerziehender Anlagen Anlage 1 Anlage 2
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Dr. Carola Reimann


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und

    Herren! Die heutige erste Lesung des Entwurfs eines
    Betriebsrentenstärkungsgesetzes ist ein klares Zeichen
    für die Handlungsfähigkeit unserer Regierungskoalition .
    Wir werden in den verbleibenden Wochen dieser Legis-
    laturperiode die Zeit nutzen und bis Juni weitere wichti-
    ge Weichenstellungen in der Alterssicherung vornehmen .
    Neben dem Betriebsrentenstärkungsgesetz werden wir
    die Absicherung der Erwerbsminderung weiter verbes-
    sern . Wir werden mit der Ost-West-Rentenangleichung
    die Weichen dafür stellen, dass 2025 endlich ein einheit-
    liches Rentenrecht in ganz Deutschland gilt . Wenn sich
    die Union in den nächsten Tagen noch einen Ruck gibt,
    steht auch der gesetzlichen Solidarrente eigentlich nichts
    mehr im Wege . Dann bekommen Beschäftigte, die jahr-
    zehntelang gearbeitet, aber nur wenig verdient haben,
    auf jeden Fall mehr als die Grundsicherung im Alter . Das
    hilft vor allem Frauen . Das will ich in der Woche des In-
    ternationalen Frauentags noch einmal betonen .


    (Beifall bei der SPD sowie der Abg . Sabine Weiss [Wesel I] [CDU/CSU])


    Das Betriebsrentenstärkungsgesetz ist ein gelungenes
    Beispiel dafür, wie man ein Gesetzgebungsverfahren er-
    folgreich und sehr gut vorbereitet . Vor rund zwei Jahren
    haben die ersten Diskussionen begonnen . Seitdem ist
    es unserer Ministerin gelungen, die für die Umsetzung
    zentral wichtigen Sozialpartner nicht nur ins Boot zu ho-
    len, sondern auch von dieser Idee zu überzeugen . Das
    hat mit viel Beharrlichkeit und guter, fundierter wissen-
    schaftlicher Begleitung zu tun, vor allem aber auch mit
    der Bereitschaft, mit allen Beteiligten ergebnisoffen die
    Vor- und Nachteile zu diskutieren und abzuwägen . Da
    schließe ich Ihren Ministerkollegen Herrn Schäuble aus-

    drücklich ein . Für diesen Einsatz will ich mich an dieser
    Stelle bedanken .


    (Beifall bei der SPD und der CDU/CSU)


    Die im Gesetz vorgesehenen Maßnahmen sind sehr
    geeignet, die Verbreitung von Betriebsrenten in kleinen
    Unternehmen und bei Beschäftigten mit kleinen Einkom-
    men zu steigern . Das wird auch von den Gewerkschaften
    so gesehen . Natürlich wünschen wir uns eine stärkere
    Tarifbindung im Land. Das finde ich auch nicht verwerf-
    lich, Kollegen . Deswegen haben wir, eingehend auf Ihren
    Einwand, durch die Möglichkeit der Bezugnahme vor-
    gesehen, tarifvertragliche Regelungen anzuwenden . Die
    Hinweise, dass es in bestimmten Branchen Schwierigkei-
    ten gibt, will ich gerne aufnehmen. Ich finde es aber sehr
    erfreulich, dass zum Beispiel Verdi klar sagt, man werde
    sich aktiv dafür einsetzen, das Sozialpartnermodell um-
    zusetzen .


    (Beifall bei der SPD)


    Dabei sind die Branchen, im Speziellen der Einzelhan-
    del, angesprochen .

    Neben diesem Sozialpartnermodell sind es vor allen
    Dingen drei Regelungen, die die Betriebsrente attraktiver
    machen .

    Erstens . Zukünftig zahlen Arbeitgeber den Großteil
    der durch diese Entgeltumwandlung ersparten Beiträge
    in die Betriebsrente ihrer Beschäftigten ein .


    (Matthias W. Birkwald [DIE LINKE]: Warum nicht alles?)


    Das ist heutzutage leider nicht die Regel . Es gibt aber,
    wie ich finde, keinen Grund, warum Arbeitgeber davon
    profitieren sollten, dass ihre Arbeitnehmer Teile ihres Ar-
    beitslohns umwandeln . Da machen wir jetzt den ersten
    Schritt . In den jetzt anstehenden Beratungen werden wir
    deshalb noch einmal klären, ob diese Regelungen nicht
    auch außerhalb des Sozialpartnerschaftsmodells Anwen-
    dung finden sollten.


    (Beifall bei der SPD)


    Gerade für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die
    wenig verdienen – da bin ich ganz bei Ihnen –, ist es
    wichtig, dass sich die Arbeitgeber an ihrer Betriebsrente
    beteiligen .

    Zweitens . Wir als Staat werden uns deswegen an die-
    ser Arbeitgeberfinanzierung massiv beteiligen. Zahlt der
    Arbeitgeber einen Beitrag von 240 bis 480 Euro für sei-
    nen Beschäftigten, bekommt er bis zu 144 Euro erstat-
    tet . Das läuft ganz einfach und simpel über das Steuer-
    abzugsverfahren . In den anstehenden parlamentarischen
    Beratungen können wir gerne prüfen, ob wir die bisher
    vorgesehene Lohngrenze in Höhe von 2 000 Euro nicht
    besser auf 2 500 Euro anheben .


    (Beifall bei der SPD)


    Drittens . Kolleginnen und Kollegen, wir werden erst-
    mals einen Freibetrag einführen . Das halte ich für extrem
    wichtig . Wenn ich mit Leuten über die Betriebsrente
    rede, werde ich ganz oft gefragt: Frau Reimann, lohnt
    sich die Betriebsrente für mich denn überhaupt? Wenn

    Markus Kurth






    (A) (C)



    (B) (D)


    es schlecht läuft und ich im Alter auf Grundsicherung
    angewiesen bin, wird die Rente doch angerechnet . Dann
    habe ich nichts davon und hätte vielleicht das Geld vor-
    her lieber für andere Sachen ausgegeben. – Das finde ich
    sehr nachvollziehbar. Deshalb finde ich es wichtig, einen
    Freibetrag einzuführen .

    Die Ministerin hat diesen Schritt gerade als „histo-
    risch“ bezeichnet; ich glaube, dass das ein ganz wichtiger
    Punkt ist . Ein Sockelbetrag von 100 Euro bleibt immer
    frei . Darüber hinaus werden zusätzlich 30 Prozent des
    übersteigenden Einkommens aus einer zusätzlichen Al-
    tersvorsorge bis zu einer Höchstgrenze von 50 Prozent
    ebenfalls nicht angerechnet . Damit kann eine Zusatzrente
    bis zu einem Höchstbetrag von 200 Euro anrechnungsfrei
    bleiben . Das ist eine ganze Menge, wenn man bedenkt,
    dass der Regelbedarf für Alleinstehende im Moment bei
    409 Euro liegt .


    (Beifall bei der SPD sowie der Abg . Antje Lezius [CDU/CSU])


    Kolleginnen und Kollegen, mit diesem Betriebsren-
    tenstärkungsgesetz kann es uns gelingen, die Zahl der
    Betriebsrenten in kleineren Unternehmen und bei Arbeit-
    nehmerinnen und Arbeitnehmern insgesamt zu erhöhen .
    Das ist das Ziel . Jetzt wird es darauf ankommen, dass die
    Sozialpartner diese neuen Spielräume wirklich nutzen
    und mit Leben füllen . Die bisherigen Signale sind viel-
    versprechend . Aber eins müssen alle Beteiligten wissen:
    Sollte es nicht klappen und sollten wir auf diesem Weg
    keine Fortschritte erzielen, dann werden wir um ein Obli-
    gatorium nicht herumkommen .

    Danke .


    (Beifall bei der SPD – Markus Kurth [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Aha! Schon eingeplant, das Obligatorium?)




Rede von Michaela Tadjadod
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)

Vielen Dank, Frau Kollegin . – Jetzt spricht für die

Bundesregierung der Parlamentarische Staatssekretär
Dr . Michael Meister .


(Beifall bei der CDU/CSU)


D
  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Dr. Michael Meister


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (None)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)



    Frau Präsidentin, vielen Dank! – Ich möchte mich zu-
    nächst einmal im Namen von Frau Kollegin Nahles und
    im Namen meines Ministers bei den Vertretern der Koa-
    lition, die hier gesprochen haben, für die positive Würdi-
    gung des Gesetzentwurfs, den wir gemeinsam vorgelegt
    haben, ganz herzlich bedanken .

    Wir wissen, dass wir eine gesetzliche Rente haben . An
    dieser ändern wir heute nichts . Sie bleibt, wie auch schon
    dargestellt worden ist, der wesentliche Stützpfeiler für
    die Altersvorsorge . Wir müssen allerdings aufgrund der
    Geburtenzahlen und der Alterung unserer Gesellschaft
    einen Wandel feststellen . Deshalb ist es richtig, dass wir
    die gesetzliche Rente im Umlageverfahren durch eine
    betriebliche und private Altersvorsorge im Kapitalde-
    ckungsverfahren flankieren.

    Im Kapitaldeckungsverfahren stellt sich aktuell – das
    stellen wir fest, wenn wir die Landschaft anschauen –
    eine gewisse Herausforderung; denn wir befinden uns
    in einer Niedrigzinsphase . Wenn wir jetzt einfach nichts
    tun, dann wird es in Zukunft aufgrund dieser Niedrig-
    zinsphase und der immer höheren Kapitalanforderungen,
    die nötig sind, um eine Zusage einzuhalten, dazu kom-
    men, dass es bei uns in Zukunft weniger kapitalgedeckte
    Angebote gibt . Das kann aber nicht unser Ziel sein .

    Schauen wir uns einmal Folgendes an: 40 Prozent
    der Beschäftigten, die heute ein Einkommen unter
    1 500 Euro im Monat haben, haben weder eine Betriebs-
    noch Riester-Rente .


    (Matthias W. Birkwald [DIE LINKE]: Wovon sollen die das denn bezahlen?)


    Angesichts dessen müssen wir uns doch Gedanken ma-
    chen, wie wir diese Zielgruppe, also Menschen mit ge-
    ringem Einkommen, in Zukunft erreichen können, um ihr
    die Chance zu geben, neben der gesetzlichen Rente privat
    oder betrieblich Altersvorsorge zu betreiben .


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Stichwort „kleine Unternehmen“: Lediglich 30 Pro-
    zent der Belegschaft in Unternehmen mit weniger als
    zehn Mitarbeitern haben eine Anwartschaft im Bereich
    der betrieblichen Rente .

    Deshalb will ich noch einmal deutlich sagen, dass wir,
    bezogen auf genau diese Zielgruppe, wollen, dass in Zu-
    kunft nicht weniger, sondern mehr Vorsorge für das Alter
    betrieben wird .


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Deshalb setzen wir an dieser Stelle Anreize .

    Es wird niemandem etwas genommen, was er bisher
    hat . Frau Kollegin Nahles hat es vorhin sehr deutlich ge-
    sagt: Alle Optionen, die bisher existieren, existieren auch
    in Zukunft . Aber wir führen weitere Optionen ein, um
    dafür zu sorgen, dass es eine betriebliche Altersvorsorge
    geben kann .

    An dieser Stelle muss man schon sagen, Herr Birkwald:
    Wenn wir zum Ausdruck bringen, dass wir eine Garantie
    wollen, dann bedeutet dies, dass Risiken ausgeschlossen
    werden sollen . Mit der Garantie einer Leistung werden
    aber auch Chancen ausgeschlossen . Deshalb ist das, was
    Sie erzählen, nichts Gutes für die Beschäftigten, sondern
    es ist eigentlich eine böse Botschaft, die Sie nur anders
    formulieren . Das ist wie eine bittere Medizin, die Sie mit
    Zucker überstreichen .


    (Zuruf des Abg . Matthias W . Birkwald [DIE LINKE])


    Wir sind von daher der Meinung, man muss den Be-
    schäftigten neben den Wegen, die es derzeit gibt, auch
    die Chance auf eine bessere Altersvorsorge einräumen,
    und das heißt eben, wegzukommen von der Garantie-
    leistung . Wenn man das macht, dann muss man natür-
    lich Kontrollen einführen . Die Kontrolle erfolgt über die
    Finanzaufsicht . Sie erfolgt aber auch über die Rahmen-
    bedingungen, die die Tarifpartner setzen, und sie erfolgt
    über die Steuerung der Tarifpartner . Ich habe mich schon

    Dr. Carola Reimann






    (A) (C)



    (B) (D)


    gewundert, dass gerade Linkspartei und Grüne hier ihr
    Misstrauen gegen die Verantwortungsbereitschaft der Ta-
    rifparteien formulieren .


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Ich kann das gar nicht in meinen Kopf kriegen . Wir ver-
    trauen den Tarifpartnern – eindeutig .


    (Matthias W. Birkwald [DIE LINKE]: Sie haben doch den Kollegen Kurth gehört! Die Gewerkschaften sind selber skeptisch!)


    Wir führen für die Geringverdiener einen sogenannten
    bAV-Förderbetrag ein; das ist schon dargestellt worden .
    Er beinhaltet eine 30-prozentige Förderung auf die Leis-
    tung, die der Arbeitgeber gewährt . Das heißt im Klartext:
    Der Mitarbeiter selbst muss nichts anderes tun, als zu sa-
    gen: Ja, ich will diese Form der Altersvorsorge . – Dann
    organisieren ihm sein Arbeitgeber und der Staat einen
    Anspruch auf Altersvorsorge, der nicht auf die Grundsi-
    cherung angerechnet wird . Ich glaube, auch hier ist das
    Prinzip absolut richtig, den Menschen zu sagen: Wenn du
    freiwillig selbst etwas für deine Altersvorsorge tust, dann
    hast du mehr als derjenige, der nichts tut .


    (Beifall bei der CDU/CSU – Zuruf des Abg. Matthias W. Birkwald [DIE LINKE])


    Genau dieses Prinzip implementieren wir hier . Ich halte
    das für einen richtigen und zielführenden Schritt .

    Dass wir hier eine Grenze setzen müssen, ist klar .
    Ich habe gesagt: Wir wollen versuchen, Menschen mit
    geringem Einkommen zu erreichen . Wir haben jetzt die
    2 000-Euro-Grenze gesetzt . Ich will dazusagen: Dieses
    Angebot ist additiv zu all den Möglichkeiten, die man
    bei der Altersvorsorge im steuerlichen Bereich und durch
    Riester-Rente hat . Das heißt, alles, was man seither ge-
    macht hat, kann man weiterhin tun, und es kommt das
    Angebot des Förderbetrages hinzu .

    Was steuerliche Freibeträge für die betriebliche Al-
    tersvorsorge angeht, haben wir bisher ein etwas büro-
    kratisches und komplexes System aus einem Festbetrag
    und einer prozentualen Größe bezogen auf die Beitrags-
    bemessungsgrenze . Wir gehen jetzt hin, vereinfachen an
    dieser Stelle und erhöhen . Bezogen auf das Jahr 2018
    entsprechen 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze
    über 6 000 Euro, die man steuerfrei in eine betriebliche
    Altersvorsorge einzahlen kann . Es muss immer klar sein:
    Das Ganze ist, weil es an die Beitragsbemessungsgrenze
    gekoppelt ist, eine dynamische Regelung . Das heißt, die
    Freibeträge werden in den Folgejahren aufwachsen und
    die Chancen für eine bessere betriebliche Altersversor-
    gung stärken .

    Wir nehmen auch die Themen „Arbeitslosigkeit“,
    „gebrochene Erwerbsbiografien“, „Elternzeit“ und „Aus-
    landsaufenthalte“ in den Blick. Denn wir sagen: Wenn
    jemand als Arbeitnehmer in eine solche Lage kommt,
    dann kann er bis zum Zehnfachen des Jahresbetrags
    nachholend in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen .
    Das heißt, wir wollen auch die Menschen, die in irgend-
    einer Form einen Bruch in ihrer Erwerbsbiografie haben,
    erfassen . So kann man zum Beispiel, wenn man aus dem

    Unternehmen ausscheidet, eine Abfindung nutzen, um
    die eigene betriebliche Altersversorgung aufzufüllen . Ich
    glaube, das ist ein gutes und flexibles Angebot.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich habe vorhin im
    Rahmen der Flankierung durch die Tarifpartner von Ga-
    rantierenten gesprochen . Wenn es nun heißt, dass am An-
    fang eine Rente zugesagt wird, ist damit nicht gemeint,
    dass wir eine konkrete Rente zusagen, wenn die Bei-
    tragsleistung beginnt . Nein, erst wenn die Rentenphase
    beginnt, wird eine Rente zugesagt . Das Ganze soll aber
    zugleich so erfolgen, dass das Rentenniveau zum einen
    nach unten abgesichert ist, aber sehr wohl auch über die
    Dauer des Rentenbezugs ansteigen kann . Ich glaube, dass
    das ein vernünftiger Anpassungsmechanismus mit Blick
    auf Vermögens- und Ertragslage ist . Wir werden im Ka-
    pitalanlagegesetz die Vorschriften so fassen, dass zwar
    Chancen und Risiken bei der Kapitalanlage zugelassen
    werden, die Risiken aber beherrschbar sein müssen .

    Letzte Bemerkung: Wir haben auch die Riester-Ren-
    te angefasst . Ich will hier ausdrücklich sagen: Ich halte
    die Riester-Rente für etwas Positives, weil sie, wenn man
    den staatlichen Anteil einbezieht, eine sehr ertragsstarke
    Lösung ist . Deshalb sollten wir die Riester-Rente nicht
    schlechtreden. Unser Ansatz an der Stelle ist vielmehr,
    das Zulageverfahren zu verbessern, dafür zu sorgen, dass
    die Menschen schneller Verlässlichkeit genießen und
    dass wir auch für Kleinbeträge Abfindungsregelungen
    bekommen .

    Alles das sind Verbesserungen . Ich glaube, wir sollten
    darüber diskutieren, ob wir die Riester-Rente nicht wei-
    ter stärken können, anstatt sie in der öffentlichen Debat-
    te schlechtzumachen; denn unser Ziel muss sein, mehr
    Menschen zur freiwilligen Vorsorge zu bewegen, aber
    nicht, sie von der freiwilligen Vorsorge abzuhalten .

    Vielen Dank .


    (Beifall bei der CDU/CSU)