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ID1820300600

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 18/203 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 203. Sitzung Berlin, Donnerstag, den 24. November 2016 Inhalt: Erweiterung und Abwicklung der Tagesord- nung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20263 A Absetzung des Tagesordnungspunktes V c . . . 20263 B Nachträgliche Ausschussüberweisungen . . . . 20263 C Tagesordnungspunkt I (Fortsetzung): a) Zweite Beratung des von der Bundesre- gierung eingebrachten Entwurfs eines Ge- setzes über die Feststellung des Bundes- haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2017 (Haushaltsgesetz 2017) Drucksachen 18/9200, 18/9202 . . . . . . . . . 20264 B b) Beratung der Beschlussempfehlung des Haushaltsausschusses zu der Unterrich- tung durch die Bundesregierung: Finanz- plan des Bundes 2016 bis 2020 Drucksachen 18/9201, 18/9202, 18/9827 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20264 C I.13 Einzelplan 09 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Drucksachen 18/9809, 18/9824 . . . . . . . 20264 C Roland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . 20264 C Thomas Jurk (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20265 C Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20267 C Andreas Mattfeldt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 20269 A Sigmar Gabriel, Bundesminister BMWi . . . . . 20271 A Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20274 C Michael Schlecht (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . 20275 D Dr. Joachim Pfeiffer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 20276 D Klaus Ernst (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 20278 B Kerstin Andreae (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20279 D Hubertus Heil (Peine) (SPD) . . . . . . . . . . . . . 20281 A Eva Bulling-Schröter (DIE LINKE) . . . . . . . . 20282 C Barbara Lanzinger (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 20283 D Dr. Julia Verlinden (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20285 A Mark Hauptmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 20286 B Dr. Julia Verlinden (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20287 A Peter Stein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . 20288 B Dr. Heinz Riesenhuber (CDU/CSU) . . . . . . . . 20290 A I.14 Einzelplan 30 Bundesministerium für Bildung und Forschung Drucksachen 18/9821, 18/9824 . . . . . . . 20292 A Nicole Gohlke (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 20292 B Anette Hübinger (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 20293 C Ekin Deligöz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20295 C Swen Schulz (Spandau) (SPD) . . . . . . . . . . . . 20297 C Thomas Rachel, Parl. Staatssekretär BMBF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20299 C Ralph Lenkert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 20301 C Tankred Schipanski (CDU/CSU) . . . . . . . . 20302 B Dr. Philipp Lengsfeld (CDU/CSU) . . . . . . . . . 20303 D Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 203. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 24. November 2016II Ralph Lenkert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 20304 A Dr. Ernst Dieter Rossmann (SPD) . . . . . . . . . 20304 B Kai Gehring (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20305 B Albert Rupprecht (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 20306 D Martin Rabanus (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20309 B Sven Volmering (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 20310 A Dr. Simone Raatz (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 20311 B Tankred Schipanski (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 20312 C Rainer Spiering (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20314 A Oliver Kaczmarek (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 20315 A Tagesordnungspunkt IV: Antrag der Abgeordneten Peter Meiwald, Nicole Maisch, Harald Ebner, weiterer Abge- ordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu den Entwürfen der Kommis- sion für zwei Rechtsakte zur Festlegung wissenschaftlicher Kriterien für die Bestim- mung endokrinschädigender Eigenschaften im Zusammenhang mit Pflanzenschutzmit- teln und Biozidprodukten (C(2016) 3751, C(2016) 3752) hier: Stellungnahme gegenüber der Bun- desregierung gemäß Artikel 23 Ab- satz 3 des Grundgesetzes Schutz vor Hormongiften verbessern – Die Kriterien für endokrine Disruptoren müs- sen dem Vorsorgeprinzip entsprechen Drucksache 18/10382 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20316 B Zusatztagesordnungspunkt 1: a) Erste Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und SPD eingebrachten Ent- wurfs eines Vierten Gesetzes zur Ände- rung des Conterganstiftungsgesetzes Drucksache 18/10378 . . . . . . . . . . . . . . . . 20316 C b) Antrag der Abgeordneten Sylvia Kotting- Uhl, Dr. Julia Verlinden, Annalena Baerbock, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Atomkosten verursachergerecht anlas- ten –Kernbrennstoffsteuer beibehalten und anheben Drucksache 18/10034 . . . . . . . . . . . . . . . . 20316 C Tagesordnungspunkt V: a) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zu dem Pro- tokoll vom 27. Juni 1997 zur Neufas- sung des Internationalen Überein- kommens vom 13. Dezember 1960 über Zusammenarbeit zur Sicherung der Luftfahrt „EUROCONTROL“ Drucksachen 18/9877, 18/10314 . . . . . 20317 A – Zweite Beratung und Schlussabstim- mung des von der Bundesregierung ein- gebrachten Entwurfs eines Gesetzes zu dem Protokoll vom 8. Oktober 2002 über den Beitritt der Europäischen Gemeinschaft zum Internationalen Übereinkommen vom 13. Dezember 1960 über Zusammenarbeit zur Si- cherung der Luftfahrt „EUROCON- TROL“ entsprechend den verschie- denen vorgenommenen Änderungen in der Neufassung des Protokolls vom 27. Juni 1997 Drucksachen 18/9878, 18/10314 . . . . . 20317 A b) Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Ent- wurfs eines Gesetzes zur Beteiligung des Bundes an den Kosten der Inte- gration und zur weiteren Entlastung von Ländern und Kommunen Drucksachen 18/9980, 18/10264, 18/10307 Nr. 12, 18/10397 . . . . . . . . . 20317 C Eckhardt Rehberg (CDU/CSU) (Erklärung nach § 31 GO) . . . . . . . . . . . . . . 20317 D Sevim Dağdelen (DIE LINKE) (Erklärung nach § 31 GO) . . . . . . . . . . . . . . 20318 D Bernhard Daldrup (SPD) (Erklärung nach § 31 GO) . . . . . . . . . . . . . . 20319 C Britta Haßelmann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜ- NEN) (Erklärung nach § 31 GO) . . . . . . . . 20321 B d)–j) Beratung der Beschlussempfehlungen des Petitionsausschusses: Sammelübersich- ten 375, 376, 377, 378, 379, 380 und 381 zu Petitionen Drucksachen 18/10266, 18/10267, 18/10268, 18/10269, 18/10270, 18/10271, 18/10272 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20322 C Tagesordnungspunkt II: Wahlvorschlag der Fraktionen CDU/CSU, SPD, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Wahl der Mitglieder des Natio- nalen Begleitgremiums gemäß § 8 Absatz 3 des Standortauswahlgesetzes Drucksache 18/10377 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20323 A Tagesordnungspunkt I (Fortsetzung): a) Zweite Beratung des von der Bundesre- gierung eingebrachten Entwurfs eines Ge- setzes über die Feststellung des Bundes- Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 203. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 24. November 2016 Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 203. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 24. November 2016 III haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2017 (Haushaltsgesetz 2017) Drucksachen 18/9200, 18/9202 . . . . . . . . . 20264 B b) Beratung der Beschlussempfehlung des Haushaltsausschusses zu der Unterrich- tung durch die Bundesregierung: Finanz- plan des Bundes 2016 bis 2020 Drucksachen 18/9201, 18/9202, 18/9827 . 20264 C I.15 Einzelplan 11 Bundesministerium für Arbeit und So- ziales Drucksachen 18/9811, 18/9824 . . . . . . . 20323 B Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . 20323 B Andrea Nahles, Bundesministerin BMAS . . . 20325 A Markus Kurth (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20326 D Axel E. Fischer (Karlsruhe-Land) (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20328 A Ewald Schurer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20329 C Sabine Zimmermann (Zwickau) (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20330 D Karl Schiewerling (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 20332 C Matthias W. Birkwald (DIE LINKE) . . . . . . . 20334 D Karl Schiewerling (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 20335 B Ekin Deligöz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20335 C Dr. Carola Reimann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 20337 A Mark Helfrich (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 20338 A Kerstin Griese (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20339 D Tobias Zech (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . 20340 C Sabine Zimmermann (Zwickau) (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20341 A Katja Mast (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20343 B Antje Lezius (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . 20344 A I.16 Einzelplan 17 Bundesministerium für Familie, Seni- oren, Frauen und Jugend Drucksachen 18/9816, 18/9824 . . . . . . . 20345 D Michael Leutert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 20346 A Manuela Schwesig, Bundesministerin BMFSFJ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20347 B Katja Dörner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20348 C Ekin Deligöz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20349 C Alois Rainer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . 20350 D Ulrike Gottschalck (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 20352 B Jörn Wunderlich (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 20353 D Nadine Schön (St. Wendel) (CDU/CSU) . . . . 20355 C Dr. Franziska Brantner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20357 B Svenja Stadler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20358 C Marcus Weinberg (Hamburg) (CDU/CSU). . . 20359 C Sönke Rix (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20361 D Sylvia Pantel (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 20362 D Christina Schwarzer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 20364 C I.17 Einzelplan 10 Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Drucksachen 18/9810, 18/9824 . . . . . . . 20366 A Heidrun Bluhm (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 20366 B Cajus Caesar (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . 20368 A Sven-Christian Kindler (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20369 D Ulrich Freese (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20371 B Christian Schmidt, Bundesminister BMEL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20372 B Dr. Kirsten Tackmann (DIE LINKE) . . . . . . . 20374 D Dr. Wilhelm Priesmeier (SPD) . . . . . . . . . . . . 20375 C Harald Ebner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20376 D Johannes Röring (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 20378 A Elvira Drobinski-Weiß (SPD) . . . . . . . . . . . . . 20379 D Franz-Josef Holzenkamp (CDU/CSU) . . . . . . 20380 B Christina Jantz-Herrmann (SPD) . . . . . . . . . . 20382 B Alois Gerig (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . 20383 B Jeannine Pflugradt (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 20384 D Willi Brase (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20385 C Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20386 D Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . . 20387 A (A) (C) (B) (D) Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 203. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 24. November 2016 20263 203. Sitzung Berlin, Donnerstag, den 24. November 2016 Beginn: 9.00 Uhr
  • folderAnlagen
    Willi Brase (A) (C) (B) (D) Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 203. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 24. November 2016 20387 Anlage zum Stenografischen Bericht Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Connemann, Gitta CDU/CSU 24.11.2016 De Ridder, Dr. Daniela SPD 24.11.2016 Gleicke, Iris SPD 24.11.2016 Heller, Uda CDU/CSU 24.11.2016 Hennrich, Michael CDU/CSU 24.11.2016 Hintze, Peter CDU/CSU 24.11.2016 Kretschmer, Michael CDU/CSU 24.11.2016 Marwitz, Hans-Georg von der CDU/CSU 24.11.2016 Möhring, Cornelia DIE LINKE 24.11.2016 Scharfenberg, Elisabeth BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 24.11.2016 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Schimke, Jana CDU/CSU 24.11.2016 Schlecht, Michael DIE LINKE 24.11.2016 Schnieder, Patrick CDU/CSU 24.11.2016 Strebl, Matthäus CDU/CSU 24.11.2016 Sütterlin-Waack, Dr. Sabine CDU/CSU 24.11.2016 Tank, Azize DIE LINKE 24.11.2016 Timmermann-Fechter, Astrid CDU/CSU 24.11.2016 Wawzyniak, Halina DIE LINKE 24.11.2016 Zeulner, Emmi * CDU/CSU 24.11.2016 *aufgrund gesetzlichen Mutterschutzes Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken, www.satzweiss.com Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim, www.printsystem.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de 203. Sitzung Inhaltsverzeichnis EPL 09 Wirtschaft und Energie EPL 30 Bildung und Forschung TOP IV Überweisungen im vereinfachten Verfahren TOP V Abschließende Beratungen ohne Aussprache TOP II Wahl zum Begleitgremium gemäß Standortauswahlgesetz EPL 11 Arbeit und Soziales EPL 17 Familie, Senioren, Frauen und Jugend EPL 10 Ernährung und Landwirtschaft Anlage
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Anja Hajduk


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und

    Herren! Wir sprechen hier über den Haushalt des Wirt-
    schafts- und Energieministers. Ein Energieminister im
    21. Jahrhundert hat sicherlich die Verantwortung dafür,
    dass auch und gerade ein Industrieland wie Deutschland
    seine eigenen Klimaschutzziele erreicht.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie der Abg. Eva Bulling-Schröter [DIE LINKE])


    Da ist es schon ein großer Makel, Herr Minister, dass sich
    die Experten bei der Verantwortungszuschreibung einig
    sind: Der Klimaschutz in Deutschland scheitert vor allem
    an der Kohlepolitik von Minister Gabriel.


    (Hubertus Heil [Peine] [SPD]: Quatsch mit Soße!)


    Sie, der zuständige Minister, haben eine klare Ziel-
    setzung für den Kohleausstieg verhindert und Frau
    Hendricks mit einem entkernten Klimaschutzplan nach
    Marrakesch geschickt. Ich betone da Ihre Verantwortung,
    weil es schon interessant ist, dass gerade ein SPD-Minis-
    ter, der für Energie verantwortlich ist, dies zulässt. Ich
    sage dazu: Man kann über den Zeitpunkt des Kohleaus-
    stiegs wahrlich streiten, und man muss ihn industrie- und
    arbeitsmarktpolitisch verantwortlich organisieren; das
    wissen auch wir Grünen, und wir werden deswegen über
    den richtigen Zeitpunkt streiten. Aber dass man den Zeit-
    punkt ganz killt und das Thema Kohleausstieg nicht als
    Ziel formuliert, ist keine richtige Politik im 21. Jahrhun-
    dert.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)


    Thomas Jurk






    (A) (C)



    (B) (D)


    Herr Gabriel, ich muss Ihnen sagen: Gerade Sie als So-
    zialdemokrat haben da wirklich die Chance verpasst,
    einmal mutig und überraschend ein Innovationsziel zu
    setzen. Dazu fehlt Ihnen offensichtlich die Kraft. Da ma-
    chen Sie den Rücken nicht gerade.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Ich sage das vor dem Hintergrund, dass sich ande-
    re Länder solche Ziele gesetzt haben; in der Folge ist
    Deutschland im Klimaschutz-Index von Platz 22 auf
    Platz 29 abgerutscht, hinter Indien, Indonesien und
    Ägypten. Die kanadische Regierung zum Beispiel hat
    sich Anfang dieser Woche das Ziel gesetzt, 2030 aus der
    Kohle auszusteigen. Offensichtlich brauchen wir in der
    nächsten Legislaturperiode eine andere Regierung, um
    hier auf einen Zukunftspfad zu kommen.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)


    Aber, Herr Minister, es wird auch nicht besser, wenn
    wir uns einmal genauer anschauen, wie es mit der Ener-
    gieeffizienz und der Wende dort aussieht; dieser Bereich
    ist ja eigentlich der Riese der Energiewende. Da müssen
    wir feststellen, dass das, was Sie vorschlagen, im Grun-
    de gar nicht funktioniert. Mehr als eine halbe Milliarde
    Euro bleibt in 2016 ungenutzt, weil Ihr Energieeffizienz-
    fonds nicht funktioniert und weil die Mittel des Gebäude-
    sanierungsprogramms nicht richtig abfließen. Auch beim
    Anreizprogramm Energieeffizienz bleiben weit über
    100 Millionen Euro übrig.


    (Hubertus Heil [Peine] [SPD]: Sagen Sie auch mal etwas zu Moorburg?)


    500 Millionen Euro bleiben ungenutzt. Es gibt ein
    Wirrwarr an Zuständigkeiten und Programmen. Das
    lähmt die Energieeinsparung und die Unternehmen, die
    daran Interesse haben. Natürlich gibt es aufgrund des
    Niedrigzinsumfeldes schwierige Rahmenbedingungen;
    aber das ist doch lange bekannt. Wenn also die Kampa-
    gnen und die Programme nicht wirken, dann muss man
    doch einmal über die Instrumentenwahl nachdenken.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie der Abg. Eva Bulling-Schröter [DIE LINKE])


    Da sagen wir ganz klar: Hier braucht es mehr Markt.
    Ausschreibungen zur Steigerung der Effizienz werden
    langsam – viel zu langsam – angegangen. Wir schlagen
    seit zwei Jahren vor, ein 800-Millionen-Euro-Programm
    aufzulegen. Sie fangen in diesem Jahr ganz zögerlich an.
    Von den geplanten 50 Millionen Euro sind 1,6 Millionen
    Euro in Anspruch genommen worden. Das ist doch ein
    Armutszeugnis. Sie bekommen beim Thema Energieeffi-
    zienz keinen richtigen Drive hinein.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Ich will Ihnen ein kleines Beispiel nicht ersparen.
    Kanzlerin Merkel hat gestern gesagt, dass wir bei der
    Batterieherstellung grundsätzlich einen Nachholbedarf
    haben. Aber das wirklich gut laufende Photovoltaik-Bat-
    teriespeicherprogramm bremsen Sie aus.


    (Thomas Jurk [SPD]: Nein!)


    Die KfW kann von Oktober dieses Jahres bis Januar
    nächsten Jahres keine Förderung betreiben. In anderen
    Bereichen des Ministeriums liegt das Geld unverbraucht
    herum. Was ist das denn für eine Steuerung? Das ist doch
    ein Armutszeugnis. Herr Jurk, da brauchen Sie sich über-
    haupt nicht auf die Schulter zu klopfen.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)


    Wenn Sie dann einmal ein Programm auflegen und för-
    dern, dann ist es das falsche. Geht es um umweltschädli-
    che Subventionen und die Förderung fossiler Energieträ-
    ger, sind Sie immer ganz fröhlich und stramm dabei. Es
    fließen weiterhin Förderungen von über 280 Millionen
    Euro für Heizsysteme mit fossilen Brennstoffen, für Gas-
    und Ölheizungen. Wir behaupten ja nicht, dass wir auf
    solche Heizungen sofort verzichten könnten;


    (Zuruf von der SPD: Ach nein? Oh!)


    der Markt läuft wirklich gut. Aber dass Sie hier För-
    dergeld hineinstecken, zeigt, dass Sie eine völlig falsche
    Steuerung betreiben. Innovation und Zukunft erkennen
    Sie nicht. Auch das sind große verpasste Chancen beim
    Thema Energieeffizienz.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie der Abg. Eva Bulling-Schröter [DIE LINKE] – Hubertus Heil [Peine] [SPD]: Sagen Sie doch mal etwas zu Moorburg!)


    Jetzt möchte ich noch etwas zum Thema Mittelstand
    sagen. Darüber haben wir ja auch in der ersten Lesung
    gesprochen. Herr Minister, Sie haben noch viele Tage
    später behauptet, ich hätte Sie da mit falschen Zahlen
    konfrontiert. Nein, ich habe Sie mit Ihren eigenen Zielen
    aus der Digitalen Strategie 2025 konfrontiert, dass näm-
    lich die Mittel für das Zentrale Innovationsprogramm
    Mittelstand, ZIM, auf 700 Millionen Euro gesteigert
    werden sollen, während 200 Millionen Euro für die In-
    dustrielle Gemeinschaftsforschung bereitgestellt werden
    sollen. Die Zahlen sind und bleiben richtig. Sie haben
    dann gesagt: Nein, ich habe die Priorität in meiner Förde-
    rung – hin zur Mikroelektronik – verschoben. – So weit,
    so gut. Auch das ist ein richtig wichtiger Bereich. Aber
    auf meine Frage hin, wie hoch der Anteil der kleinen und
    mittleren Unternehmen bei der Mikroelektronikförde-
    rung ist – die Sie jetzt als die Priorität haben, welche die
    anderen Ziele, zeitlich gesehen, ersetzen soll –, mussten
    Sie zugestehen: Es sind weniger als 5 Prozent, die diese
    Förderung in Anspruch nehmen. Deswegen bleiben wir
    dabei: Industrielle Gemeinschaftsforschung muss besser
    gefördert werden. Sie haben es am Ende der Beratungen
    auch eingestanden und wenigstens 30 Millionen Euro
    hierfür draufgelegt. Das ist so gut wie gar nichts. Und
    auch beim ZIM sind Sie von Ihrem selbstgesteckten Ziel,
    dafür 100 Millionen Euro mehr bereitzustellen, weit ent-
    fernt.


    (Thomas Jurk [SPD]: Ich habe Ihnen doch die Tendenz dargestellt! Die geht ständig nach oben!)


    Deswegen sage ich Ihnen: Auch da besteht dringende
    Handlungsnotwendigkeit. Gerade bei der Industriellen
    Gemeinschaftsforschung – ich komme zum Schluss –

    Anja Hajduk






    (A) (C)



    (B) (D)


    handelt es sich um ein Programm mit einem qualitativ
    hochwertigen Bewertungsverfahren. 70 Prozent der be-
    willigungsfähigen Projekte werden dort mangels Geld
    abgelehnt.


    (Thomas Jurk [SPD]: Deshalb schmeißen wir das Geld nicht raus!)


    Es bleibt dabei: Wir brauchen eine andere Regierung
    für eine erfolgreiche Doppelstrategie für den Mittelstand,
    für steuerliche Forschungsförderung und wirkliche Pro-
    jektförderung. Das muss vorankommen. Herr Gabriel,
    dies sind Sie in dieser Legislaturperiode leider schuldig
    geblieben.

    Schönen Dank.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)




Rede von Dr. Norbert Lammert
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)

Andreas Mattfeldt ist der nächste Redner für die CDU/

CSU.


(Beifall bei der CDU/CSU – Thomas Jurk [SPD]: Das kannst Du jetzt nicht so stehen lassen, Andreas!)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Andreas Mattfeldt


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und

    Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau
    Hajduk, auch wenn die Rollen zwischen Koalition und
    Opposition gerade bei Plenardebatten eindeutig geregelt
    sind, kann es nicht schaden, wenn Sie als Opposition ab
    und an auch einmal die Wirklichkeit in Deutschland be-
    trachten und sich ganz gelassen die Frage stellen: Woran
    liegt es, dass Deutschland – vor allem auch im Vergleich
    zu unseren europäischen Nachbarn – um so viel besser
    dasteht als andere?

    Meine Damen und Herren, wir haben in Deutsch-
    land ein kontinuierliches, ja mittlerweile beständiges
    wirtschaftliches Wachstum, und wir sind eine der füh-
    renden Exportnationen weltweit. Wenn mir jemand vor
    zehn Jahren gesagt hätte, dass wir im Jahr 2016 mit rund
    2,5 Millionen Arbeitslosen die niedrigste Arbeitslosen-
    zahl seit 25 Jahren haben, dann hätte ich zumindest zu
    dieser Zeit nur ungläubig den Kopf geschüttelt.

    Diese guten Daten sind nicht über Nacht und auch
    nicht von allein gekommen. Ich sage häufig ein wenig
    flapsig, dass bei hoher Arbeitslosigkeit und schlechten
    wirtschaftlichen Daten in Deutschland immer und aus-
    schließlich – Sie haben das ja deutlich gemacht, Frau
    Hajduk – die Regierungskoalition verantwortlich ist,
    während bei guten Arbeitsmarktdaten und hohem Wirt-
    schaftswachstum die Regierungskoalition hingegen – ge-
    rade aus Sicht der Opposition – überhaupt keinen Anteil
    daran hat. Das ist natürlich nicht richtig. Kluge und vo-
    rausschauende Entscheidungen, die wir in der vergange-
    nen und in dieser Legislaturperiode unter Führung der
    Union mit Angela Merkel als Bundeskanzlerin getroffen
    haben, sind für die gute wirtschaftliche Lage – nicht nur,
    aber zu einem ganz großen Teil – verantwortlich. Des-

    halb ist es gut, dass Sie, Frau Bundeskanzlerin, auch für
    eine weitere Kanzlerschaft zur Verfügung stehen.


    (Beifall bei der CDU/CSU – Hubertus Heil [Peine] [SPD]: Aber nicht auf der Spur ausrutschen! – Thomas Jurk [SPD]: Musst du dich jetzt um die Liste kümmern?)


    Meine sehr geehrten Damen und Herren, gerade in
    wirtschaftlich starken Zeiten tragen wir eine sehr große
    Verantwortung. Gerade jetzt ist es unsere Pflicht, güns-
    tige Rahmenbedingungen zu erhalten, damit wir mit
    zukünftigen Herausforderungen auch in schlechteren
    Zeiten besser zurechtkommen als vielleicht andere. Wir
    sollten dies auch tun – das ist mir sehr wichtig –, um den
    kommenden Generationen, die eben auch noch gestalten
    und nicht bloß Schulden verwalten wollen, Raum für
    eigene Entscheidungen und vor allen Dingen für eigene
    Visionen zu lassen. Darum ist es absolut richtig, in der
    jetzt guten konjunkturellen Lage keine neuen Schulden
    aufzunehmen und sogar Schulden zurückzuzahlen.

    Ich habe, liebe Kolleginnen und Kollegen der Opposi-
    tion, gerade in diesen Haushaltsberatungen, Herr Kolle-
    ge Claus, bei Ihren milliardenschweren Ausgabeanträgen
    gemerkt, dass Ihnen die schwarze Null überhaupt nicht
    gefällt. Warum Ihnen das nicht gefällt, ist mir ein we-
    nig schleierhaft, aber nach Ihrer Interpretation gehört das
    Schuldenmachen wohl zur Politik dazu.

    Wir als Union sehen das anders. Ich bin es auch ganz
    persönlich meinen eigenen Kindern schuldig, dass unse-
    re Politikergeneration dauerhaft mit dem vermaledeiten
    Schuldenmachen aufhört.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Deutschland geht es vor allen Dingen auch deshalb
    besser als anderen Ländern, weil Deutschland von einem
    starken Mittelstand geprägt ist. Diese mittelständischen
    Unternehmen haben einen großen Anteil an der wirt-
    schaftlichen Stabilität Deutschlands, an unserer Innovati-
    onsfähigkeit und unserer Technologieführerschaft in sehr
    vielen Bereichen. Auch im Exportbereich ist der Mittel-
    stand ein starker Partner für ausländische Unternehmen.
    Er genießt mit seinen qualitativ hochwertigen Produkten
    höchste Anerkennung. Die Marke „made in Germany“ –
    das erleben wir Parlamentarier gerade auf Auslandsrei-
    sen immer wieder – steht nach wie vor für Qualität und
    Verlässlichkeit, und sie verkauft sich ausgesprochen gut.

    Dennoch können wir in diesem Bereich, wie ich mei-
    ne, noch viel für kleine und mittelständische Unterneh-
    men machen, was nicht immer mit Haushaltsmitteln
    zu tun haben muss. So haben wir zum Beispiel mit der
    Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit Kanada
    einen ersten Schritt getan, um exporthemmende Regula-
    rien abzubauen und unsere Wirtschaft damit zu stärken.

    Gerade für eine Exportnation wie Deutschland sind
    solche Freihandelsabkommen von größter Wichtigkeit.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Sie erleichtern in besonderem Maße den Zugang zu neuen
    Märkten. Außerdem können wir so gemeinsam mit Part-
    nern in der Europäischen Union und unseren transatlanti-
    schen Partnern in Zeiten der Globalisierung, die wirklich

    Anja Hajduk






    (A) (C)



    (B) (D)


    häufig nicht einfach sind, aktiv weltweite Standards und
    unsere Vorstellungen von Freihandel, Umweltschutz,
    Datensicherheit und Verbraucherschutz gegenüber Staa-
    ten wie zum Beispiel Russland und China durchsetzen.

    Ich sage deutlich: Weitere Abkommen sind aus deut-
    scher Sicht zwingend erforderlich, wenn wir unseren
    hohen Lebensstandard auch in Zukunft – mit enormen
    Ausgaben für Soziales und Umwelt – halten wollen.


    (Hubertus Heil [Peine] [SPD]: Aber nicht das Fracking einführen!)


    Für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass gerade Sie
    von den Linken und insbesondere auch Sie von den Grü-
    nen – das gilt leider auch für Teile der SPD – das Abkom-
    men mit den Vereinigten Staaten bekämpft haben. Liebe
    Kollegen der Grünen, in ganz ferner Zukunft mögen Sie
    auch einmal wieder Regierungsverantwortung tragen,
    und spätestens dann werden Sie lernen, dass man das,
    was man verteilen möchte, vorher erst erarbeitet haben
    muss.


    (Katharina Dröge [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Oh!)


    Das wird, so leid es mir tut, nur mit einer ganz starken
    Wirtschaft gehen. Ich bin mir ganz sicher: Irgendwann
    in der Zukunft blicken Sie nicht mehr selbstverliebt auf
    Ihren Kampf gegen TTIP zurück; denn dieses heute noch
    nicht umgesetzt zu haben – da bin ich mir ganz sicher –,
    wird uns in der Zukunft erheblich belasten.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Meine Damen und Herren, ich komme nun zu den
    Rahmendaten des Etats. Sehr vieles hat der Kollege Jurk
    richtigerweise ja schon vorgestellt. Der Haushalt des
    Wirtschaftsministeriums ist mit 7,73 Milliarden Euro
    ausgestattet.

    Mit dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand,
    das angesprochen wurde, und der industriellen Gemein-
    schaftsforschung haben wir – da bin ich mir sicher – her-
    vorragende Instrumentarien, um den Mittelstand zu för-
    dern und zu unterstützen. Diese Programme werden sehr
    stark nachgefragt, sodass wir regelmäßig natürlich nicht
    alle Anträge bewilligen können und – das mag ja auch
    gar nicht verkehrt sein – die besten auswählen müssen.


    (Beifall des Abg. Thomas Jurk [SPD])


    Diese Programme helfen dem Mittelstand, Produkte
    zu entwickeln und gegebenenfalls auch Spielräume zu
    schaffen, damit diese Produkte auch erfolgreich ver-
    marktet werden können. Das ZIM kann nach unseren Be-
    ratungen mit dem Haushaltsvermerk über 10 Millionen
    Euro mehr verfügen, und auch den Titel für die indus-
    trielle Gemeinschaftsforschung haben wir in den Bera-
    tungen von 210 Millionen Euro um 30 Millionen Euro
    angehoben. Das ist schon eine stattliche Summe.

    Ein weiteres Instrument für die Förderung von kleinen
    und mittelständischen Unternehmen sind die Auslands-
    messen. Viele Unternehmen haben oft nicht die finanzi-
    ellen und vor allen Dingen nicht die personellen Ressour-
    cen, um sich Auslandsmärkte gezielt zu erschließen. Die
    Beteiligung an Ausstellungen und Messen ist für viele

    Unternehmen aber ein ganz wichtiger Vertriebsfaktor,
    um mit den qualitativ hochwertigen Produkten, die unser
    Mittelstand herstellt, auch Umsätze zu generieren. Da-
    rum haben wir uns dafür eingesetzt, dass die Mittel für
    das Auslandsmesseprogramm in diesem Jahr noch ein-
    mal um 1,5 Millionen Euro heraufgesetzt wurden.

    Einen ganz neuen und, wie ich meine, mutigen Schritt
    gehen wir, um große Auslandsprojekte strategisch besser
    zu begleiten. Wir werden im kommenden Jahr einen Ko-
    ordinator der Bundesregierung für strategische Auslands-
    projekte einsetzen. Er wird Großprojekte und vor allem
    auch Aufträge bei Infrastruktur- und Industrieprojekten
    mit herausragender Bedeutung für unsere Wirtschaft
    begleiten. Dies tun wir vor allem, um unsere deutsche
    Wettbewerbsfähigkeit auszubauen sowie Markanteile auf
    ausländischen Märkten zu erschließen; denn entschei-
    dend für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Angebote
    in strategisch relevanten Bereichen ist – das mussten wir
    bei einem nicht erhaltenen U-Boot-Auftrag schmerzhaft
    lernen – heute mehr denn je die gezielte politische Be-
    gleitung. Deshalb, Herr Minister, müssen Großprojekte
    heute stärker politisch flankiert werden, als wir dies in
    der Vergangenheit getan haben. Ich bin froh, dass wir das
    mit der Einsetzung eines Koordinators und einer kleinen,
    aber feinen Geschäftsstelle nun tun.

    Meine Damen und Herren, ich sprach anfangs von
    klugen und vorausschauenden Entscheidungen, die wir
    für zukünftige Generationen treffen müssen. Darum
    bin ich froh darüber, dass wir auch in den diesjährigen
    Haushaltsberatungen mit der Einrichtung von sechs For-
    schungsinstituten unter dem Dach des Deutschen Zen-
    trums für Luft- und Raumfahrt die Forschungslandschaft
    in Deutschland weiter stärken werden. Für diese sechs
    neuen Institute stellen wir zusätzlich 42 Millionen Euro
    bereit. Die Institute werden so wichtige Themen wie das
    virtuelle Flugzeug – unter dem Stichpunkt Industrie 4.0 –
    oder den Schutz maritimer Infrastrukturen mittels Satel-
    litentechnologie bearbeiten.

    Als Niedersachse – das sei mir abschließend er-
    laubt – möchte ich die maritime Wirtschaft natürlich
    nicht vergessen. Sie ist für uns ein großer und wichtiger
    Wirtschaftszweig und schafft vor allen Dingen hochqua-
    lifizierte und sehr gut bezahlte Arbeitsplätze gerade bei
    uns in der Region.


    (Beifall bei Abgeordneten der SPD sowie des Abg. Michael Grosse-Brömer [CDU/CSU])


    Deutschland ist vor allen Dingen im Spezial- und Kreuz-
    fahrtschiffbau weltweit führend. Deshalb ist es richtig
    gewesen, dass wir den Ansatz des Regierungsentwurfes
    für den innovativen Schiffbau von 15 Millionen Euro
    wieder auf 25 Millionen Euro heraufgesetzt haben.

    Sehr geehrter Herr Minister Gabriel, zum Schluss
    möchte ich mich für die – müssen wir jetzt schon sagen –
    sehr gute Zusammenarbeit in den vergangenen vier Jah-
    ren bei Ihnen persönlich, ganz besonders aber bei Ihrem
    Staatssekretär Herrn Rainer Sontowski bedanken. Auch
    beim gesamten Haushaltsreferat möchte ich mich für die

    Andreas Mattfeldt






    (A) (C)



    (B) (D)


    gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit
    bedanken.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Wir haben für das Jahr 2017 – wie auch in den ver-
    gangenen Jahren – einen sehr verantwortungsbewussten
    und zukunftsweisenden Haushaltsplan aufgestellt, dem
    jeder – das sage ich auch deutlich mit Blick in Richtung
    Opposition – in diesem Haus zustimmen könnte, und ich
    werbe um Ihre Unterstützung.

    Herzlichen Dank.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)