Rede:
ID1814013700

insert_comment

Metadaten
  • sort_by_alphaVokabular
    Vokabeln: 28
    1. Schmidt,: 2
    2. eine: 2
    3. oder: 2
    4. .: 2
    5. Christian: 1
    6. sind: 1
    7. Sie: 1
    8. bereit,: 1
    9. Zwischenfra-ge: 1
    10. Zwischenbemerkung: 1
    11. von: 1
    12. Herrn: 1
    13. Ostendorffzuzulassen?: 1
    14. Ja: 1
    15. nein?Christian: 1
    16. Bundesminister: 1
    17. für: 1
    18. Ernährungund: 1
    19. Landwirtschaft:Ja: 1
    20. Meine: 1
    21. Antwort: 1
    22. wird: 1
    23. ja: 1
    24. nicht: 1
    25. auf: 1
    26. die: 1
    27. Redezeit: 1
    28. an-gerechnet: 1
  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 18/140 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 140. Sitzung Berlin, Donnerstag, den 26. November 2015 Inhalt: Glückwünsche zum Geburtstag der Abgeord- neten Heinz-Joachim Barchmann und Alois Karl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13711 A Wahl von Herrn Michael Reiffenstuel und Herrn Ansgar Hollah als Mitglieder des Stif- tungsrates der „Stiftung Flucht, Vertrei- bung, Versöhnung“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13711 A Erweiterung und Abwicklung der Tagesord- nung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13711 B Nachträgliche Ausschussüberweisungen . . . . 13711 D Tagesordnungspunkt I: (Fortsetzung) a) Zweite Beratung des von der Bundes- regierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haus- haltsjahr 2016 (Haushaltsgesetz 2016) Drucksachen 18/5500, 18/5502 . . . . . . . 13712 A b) Beratung der Beschlussempfehlung des Haushaltsausschusses zu der Unterrich- tung durch die Bundesregierung: Fi- nanzplan des Bundes 2015 bis 2019 Drucksachen 18/5501, 18/5502, 18/6127 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13712 B I .13 Einzelplan 09 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Drucksachen 18/6109, 18/6124 . . . . . . . 13712 B Dr . Diether Dehm (DIE LINKE) . . . . . . . . . . 13712 B Thomas Jurk (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13713 B Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13714 D Andreas Mattfeldt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 13716 A Hubertus Heil (Peine) (SPD) . . . . . . . . . . . . . 13718 C Michael Schlecht (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . 13720 A Dr . Michael Fuchs (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 13721 C Kerstin Andreae (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13723 D Sigmar Gabriel, Bundesminister BMWi . . . . . 13725 A Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13727 B Oliver Krischer (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13728 A Eva Bulling-Schröter (DIE LINKE) . . . . . . . . 13731 A Barbara Lanzinger (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 13732 B Dieter Janecek (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13734 A Peter Stein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . 13734 D Bernd Westphal (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13736 B Mark Hauptmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 13736 D Jan Metzler (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . 13738 C I .14 Einzelplan 15 Bundesministerium für Gesundheit Drucksachen 18/6114, 18/6124 . . . . . . . 13740 B Dr . Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . 13740 B Hermann Gröhe, Bundesminister BMG . . . . . 13741 C Ekin Deligöz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13743 D Petra Hinz (Essen) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 13745 A Dr . Georg Nüßlein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 13747 A Harald Weinberg (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . 13748 D Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 140 . Sitzung . Berlin, Donnerstag, den 26 . November 2015II Burkhard Blienert (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 13750 B Maria Klein-Schmeink (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13752 A Michael Hennrich (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 13753 B Dr . Edgar Franke (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 13755 B Dietrich Monstadt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 13757 A Tagesordnungspunkt III: a) Unterrichtung durch die Bundesregie- rung: Bericht der Bundesregierung über den Stand von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und über das Unfall- und Berufskrankheiten- geschehen in der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2013 Drucksache 18/3474 . . . . . . . . . . . . . . . 13758 D b) Unterrichtung durch die Bundesregie- rung: Sechster Erfahrungsbericht der Bundesregierung über die Durchfüh- rung des Stammzellgesetzes Drucksache 18/4900 . . . . . . . . . . . . . . . 13759 A c) Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschät- zung gemäß § 56a der Geschäftsordnung: Technikfolgenabschätzung (TA): Mo- derne Stromnetze als Schlüsselelement einer nachhaltigen Stromversorgung Drucksache 18/5948 . . . . . . . . . . . . . . . 13759 A Zusatztagesordnungspunkt 1: a) Antrag der Abgeordneten Dr . Frith- jof Schmidt, Claudia Roth (Augsburg), Omid Nouripour, weiterer Abgeordne- ter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Interministerielle Zusam- menarbeit bei der Bewältigung der Fluchtkrise in Drittstaaten verbessern Drucksache 18/6772 . . . . . . . . . . . . . . . 13759 B b) Antrag der Abgeordneten Sylvia Kot- ting-Uhl, Annalena Baerbock, Bärbel Höhn, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Sicherheit hat Vorrang – Ohne Stand von Wissenschaft und Technik keine Inbetriebnahme von Schacht Konrad Drucksache 18/6773 . . . . . . . . . . . . . . . 13759 B Tagesordnungspunkt IV: a)–f) Beratung der Beschlussempfehlungen des Petitionsausschusses: Sammelüber- sichten 249, 250, 251, 252, 253 und 254 zu Petitionen Drucksachen 18/6656, 18/6657, 18/6658, 18/6659, 18/6660, 18/6661 . . . . . . . . . . 13759 C Tagesordnungspunkt I: (Fortsetzung) a) Zweite Beratung des von der Bundes- regierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haus- haltsjahr 2016 (Haushaltsgesetz 2016) Drucksachen 18/5500, 18/5502 . . . . . . . 13712 A b) Beratung der Beschlussempfehlung des Haushaltsausschusses zu der Unterrich- tung durch die Bundesregierung: Fi- nanzplan des Bundes 2015 bis 2019 Drucksachen 18/5501, 18/5502, 18/6127 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13712 B I .15 Einzelplan 11 Bundesministerium für Arbeit und So- ziales Drucksachen 18/6111, 18/6124 . . . . . . . 13760 A Dr . Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . 13760 B Andrea Nahles, Bundesministerin BMAS . . . 13761 B Ekin Deligöz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13763 B Axel E . Fischer (Karlsruhe-Land) (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13764 D Ewald Schurer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13766 D Klaus Ernst (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . 13768 A Sabine Weiss (Wesel I) (CDU/CSU) . . . . . . . . 13769 C Brigitte Pothmer (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13771 D Katja Mast (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13772 D Stephan Stracke (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 13774 A Daniela Kolbe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13775 C Mark Helfrich (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 13776 B Dr . Martin Rosemann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . 13778 B I .16 Einzelplan 17 Bundesministerium für Familie, Seni- oren, Frauen und Jugend Drucksachen 18/6124, 18/6125 . . . . . . . 13779 B Michael Leutert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 13779 B Manuela Schwesig, Bundesministerin BMFSFJ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13780 D Ulle Schauws (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13782 C Alois Rainer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . 13783 D Ekin Deligöz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13785 A Michael Leutert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 13785 C Alois Rainer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . 13785 D Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 140 . Sitzung . Berlin, Donnerstag, den 26 . November 2015 Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 140 . Sitzung . Berlin, Donnerstag, den 26 . November 2015 III Dr . Carola Reimann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 13786 A Jörn Wunderlich (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 13787 A Nadine Schön (St . Wendel) (CDU/CSU) . . . . 13788 C Beate Walter-Rosenheimer (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13790 C Ulrike Gottschalck (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 13791 D Jörn Wunderlich (DIE LINKE) . . . . . . . . . . 13792 D Marcus Weinberg (Hamburg) (CDU/CSU) . . . 13793 D Sönke Rix (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13796 B Sylvia Pantel (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 13797 B I .17 Einzelplan 10 Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Drucksachen 18/6110, 18/6124 . . . . . . . 13799 C Heidrun Bluhm (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 13799 D Cajus Caesar (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . 13801 B Harald Ebner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13803 B Ulrich Freese (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13804 D Christian Schmidt, Bundesminister BMEL . . . 13805 D Friedrich Ostendorff (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13807 D Dr . Kirsten Tackmann (DIE LINKE) . . . . . . . 13808 C Dr . Wilhelm Priesmeier (SPD) . . . . . . . . . . . . 13809 D Nicole Maisch (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13811 B Ingrid Pahlmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 13812 D Dr . Karin Thissen (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 13814 C Gitta Connemann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 13815 D Harald Ebner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13817 B Bärbel Höhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13818 B Ursula Schulte (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13819 A Rita Hagl-Kehl (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13820 A Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13821 B Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . . 13823 A (A) (C) (B) (D) Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 140 . Sitzung . Berlin, Donnerstag, den 26 . November 2015 13711 140. Sitzung Berlin, Donnerstag, den 26. November 2015 Beginn: 9 .01 Uhr
  • folderAnlagen
    Rita Hagl-Kehl (A) (C) (B) (D) Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 140 . Sitzung . Berlin, Donnerstag, den 26 . November 2015 13823 Anlage zum Stenografischen Bericht Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Albsteiger, Katrin CDU/CSU 26 .11 .2015 Dörner, Katja BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 26 .11 .2015 Ehrmann, Siegmund SPD 26 .11 .2015 Ernstberger, Petra SPD 26 .11 .2015 Hartmann, Sebastian SPD 26 .11 .2015 Heiderich, Helmut CDU/CSU 26 .11 .2015 Irlstorfer, Erich CDU/CSU 26 .11 .2015 Kekeritz, Uwe BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 26 .11 .2015 Kindler, Sven-Christian BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 26 .11 .2015 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Lagosky, Uwe CDU/CSU 26 .11 .2015 Launert, Dr . Silke CDU/CSU 26 .11 .2015 Pronold, Florian SPD 26 .11 .2015 Scharfenberg, Elisabeth BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 26 .11 .2015 Schnieder, Patrick CDU/CSU 26 .11 .2015 Spinrath, Norbert SPD 26 .11 .2015 Strässer, Christoph SPD 26 .11 .2015 Veit, Rüdiger SPD 26 .11 .2015 Warken, Nina CDU/CSU 26 .11 .2015 Wicklein, Andrea SPD 26 .11 .2015 Deutscher Bundestag – 18 . Wahlperiode – 140 . Sitzung . Berlin, Donnerstag, den 26 . November 2015 Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken, www.satzweiss.com Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim, www.printsystem.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de 140. Sitzung Inhaltsverzeichnis EPL 09 Wirtschaft und Energie EPL 15 Gesundheit TOP III Überweisungen im vereinfachten Verfahren TOP IV Abschließende Beratungen ohne Aussprache EPL 11 Arbeit und Soziales EPL 17 Familie, Senioren, Frauen und Jugend EPL 10 Ernährung und Landwirtschaft Anlage
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Claudia Roth


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Vielen Dank, Herr Kollege Freese . – Nächster Redner

    ist der Minister Christian Schmidt .


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung
    und Landwirtschaft:

    Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen
    und Kollegen! Es kam eben etwas Unruhe auf . Vielen
    Dank, Kollege Freese, für die Erwähnung des Bereichs
    der Ernährung, der uns sehr wichtig ist, allerdings nicht
    im Sinne von: für Fast Food, sondern gegen Fast Food .
    Kinderernährung ist genau das Thema, bei dem wir an-
    setzen müssen .

    Ich möchte mich sehr bedanken: beim Haushaltsaus-
    schuss des Deutschen Bundestages und bei den Haupt-
    berichterstattern, bei Cajus Caesar, Ulrich Freese, Herrn
    Kindler – Frau Hajduk, bitte übermitteln Sie ihm die
    besten Grüße – und Frau Bluhm; Herr Claus ist schon

    Ulrich Freese






    (A) (C)



    (B) (D)


    nicht mehr da . Sie haben intensiv gearbeitet . Zu später
    Nachtstunde, in der Bereinigungssitzung, gab es dann ein
    gutes Ende für den Einzelplan 10; denn – und das habe
    ich sehr dankbar zur Kenntnis genommen – um 4 Uhr
    in der Nacht haben sich alle Fraktionen des Deutschen
    Bundestages


    (Bartholomäus Kalb [CDU/CSU]: Wir waren alle hellwach!)


    – alle hellwach – den Vorschlägen angeschlossen . Dafür
    kann ich nur großen Dank aussprechen .


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Ich bin ohnehin der Meinung, dass in der zweiten und
    dritten Lesung das Parlament und nicht die Bundesregie-
    rung im Mittelpunkt steht . Letztere ist in diesem Augen-
    blick dankbar, dass der Haushaltsausschuss des Bundes-
    tages die Zuwächse des Etats, die erst im Raum standen
    und dann schon fast vom Tisch waren, am Ende geneh-
    migt hat . Es geht um immerhin 108 Millionen Euro, die
    in früher Morgenstunde zusätzlich beschlossen wurden .

    Wir können mit dem Geld die richtigen Akzente in
    diesem Haushalt setzen: für einen verlässlichen gesund-
    heitlichen Verbraucherschutz, für eine ausgewogene
    Ernährung, für eine zukunftsfähige Land- und Forst-
    wirtschaft . Als weitere Branche nenne ich nur den Gar-
    tenbau . Cajus Caesar hat die 65 Millionen Euro genannt,
    die bereits im zweiten Haushalt der letzten 18 Monate ein
    Thema waren .

    Ich danke für die Unterstützung für vitale und attrak-
    tive ländliche Regionen . Der Haushalt setzt damit ein
    deutliches Zeichen, dass Ernährung und Landwirtschaft
    wichtige Lebensthemen sind, in die es sich zu investieren
    lohnt .

    Der Haushalt stellt für den Bereich der Ernährung fast
    90 Millionen Euro bereit . Das ist ein richtiger Schwer-
    punkt; denn wir wissen: Für die Menschen ist das Thema
    Ernährung das wichtigste Verbraucherschutzthema über-
    haupt . Diese Mittel werde ich ganz wesentlich dafür ein-
    setzen, gesunde und ausgewogene Ernährung verstärkt
    zu unterstützen .


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Ich tue dies auch an anderer Stelle im Verbraucher-
    schutz, etwa durch die Unterstützung von lebensmit-
    telklarheit .de, die bisher für einige Jahre gesichert war .
    Ich habe die Mittel für dieses Portal verstetigt, das zu
    einer wichtigen Anlaufstelle für Verbraucherinnen und
    Verbraucher geworden ist, die sich über die Kennzeich-
    nung von Lebensmitteln informieren wollen oder sich
    beschweren wollen, wenn sie sich durch ein konkretes
    Produkt getäuscht fühlen . Das kann ich mit den Mitteln,
    die Sie mir zur Verfügung stellen .


    (Beifall der Abg . Gitta Connemann [CDU/ CSU])


    Ich darf einen weiteren Punkt nennen . Liebe Gitta
    Connemann, das gestrige von dir und Kollegen initiier-
    te Fachgespräch in der CDU/CSU-Fraktion und andere
    Gespräche haben unterstrichen, dass beispielsweise Di-

    abetes nicht nur eine Frage der Gesundheitspolitik ist,
    sondern auch eine Frage der Prävention . Ich bin sehr
    dankbar, dass es uns, gemeinsam mit Kollegen Hermann
    Gröhe, gelungen ist, im Präventionsgesetz zu verankern,
    dass wir mit unserer Kampagne IN FORM und anderen
    Initiativen ganz deutliche Grundlagen für eine bessere
    Ernährungsprävention schaffen wollen .


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD)


    Das muss vor allem in den Schulen stattfinden. Ein
    gesunder Lebensstil lässt sich nicht einfach verordnen .
    Wir müssen die Ernährungskompetenz der Kinder und
    Jugendlichen stärken . Deswegen gehört das auf den
    Stundenplan . Das heißt allerdings, dass wir darüber mit
    den Ländern reden müssen .


    (Gitta Connemann [CDU/CSU]: Genau, richtig! Die Länder müssen mitziehen!)


    Ich habe die Kultusministerkonferenz um ein Gespräch
    über den Vorschlag der Einführung eines Schulfaches Er-
    nährungsbildung gebeten . Nun wollen wir einmal sehen,
    wie sich das entwickelt . Ich jedenfalls bin bereit, dafür zu
    sorgen, dass der Bund einen Beitrag hierzu leistet .


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Ich bündle die „Qualitätsoffensive Schulverpflegung“
    und die damit verbundenen Aktivitäten meines Hauses
    mit einer Informationskampagne für Eltern: von der Un-
    terstützung beim Angebot hochwertiger Schulverpfle-
    gung bis zur Bereitstellung eines Startersets Ernährungs-
    wissen für die Kinder . Ich werde die Aktivitäten in einem
    Nationalen Qualitätszentrum für gesunde Ernährung in
    Kita und Schule hier in Berlin zusammenführen . Es wird
    die zentrale Anlaufstelle werden – bei strenger Beach-
    tung der Länderkompetenzen, aber in Unterstützung der
    von allen Ländern mitgetragenen Initiative, die insbeson-
    dere die Schulverpflegung und die Schulvernetzungsstel-
    len in diesem Bereich zum Gegenstand hat .

    Das Engagement in Sachen Ernährungssicherung im
    globalen Kontext ist aber auch in anderer Hinsicht zu
    betrachten – einige Kolleginnen und Kollegen haben ja
    auf den Grund für die Unterbrechung der Sitzung und
    auf die Tatsache, dass wir diesen Einzelplan nun erst sehr
    spät beraten, hingewiesen –: Es geht um die Frage, wie
    wir nach den schrecklichen Terrorangriffen in Paris den
    Aktivitäten des IS bzw . dem Terror, den er in Syrien und
    im Irak ausübt – quasi als ein Staat, jedenfalls auf einem
    Territorium –, begegnen können .

    Lassen Sie mich zur katastrophalen Lage in Syrien
    noch einen anderen Aspekt ansprechen . Die Ursachen
    für das heutige Leid der Menschen dort sind vielfältig .
    Die Ernährungssituation gehört dazu . In Syrien sind in
    den Jahren 2006 bis 2010 60 Prozent der landwirtschaft-
    lichen Betriebe einer außerordentlichen Dürre zum Opfer
    gefallen. Die Folgen waren Hunger und Landflucht. Nun
    müssen wir daran arbeiten, dass die Ernährungssicherung
    in diesem Land wieder besser wird . Sie hat aufgrund der
    Kriegswirren natürlich noch mehr gelitten . Deswegen
    werde ich auch hier Akzente setzen . Es ist zu beklagen,
    dass die Weltgemeinschaft bisher nicht in der Lage ist,
    genügend Mittel zu generieren, um den Menschen in den

    Bundesminister Christian Schmidt






    (A) (C)



    (B) (D)


    Flüchtlingslagern und in den Lagern um Syrien herum
    nicht nur das Überleben zu ermöglichen, sondern ihnen
    auch eine Perspektive zu geben .


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD – Anja Hajduk [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Nicht in der Lage oder nicht willens?)


    Ernährungssicherung ist ein entscheidender, ja, nach-
    haltiger Beitrag zu gesellschaftlicher und politischer
    Stabilität . Deswegen müssen wir das Menschenrecht auf
    Nahrung weltweit umsetzen . In ausgewählten Projekten,
    etwa mit der FAO, findet bereits eine Förderung statt,
    übrigens auch in Syrien . Auch Saatgut wird in kleinen
    Gebinden nach Syrien geschickt, damit die kleinen Land-
    wirte es nutzen können . Auch das ist ein Versuch, die Er-
    nährungssicherung weiter zu unterstützen .

    In unserem Haushalt werden gut 74 Millionen Euro
    für die FAO und entsprechende Maßnahmen bereitge-
    stellt . Damit ist Deutschland drittgrößter Beitragszahler,
    was internationale Maßnahmen angeht . Vielen Dank da-
    für, dass Sie mir die Möglichkeit geben, hier einen Ak-
    zent zu setzen .


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Internationale Verantwortung will ich auch in der
    Forstpolitik übernehmen . Eine wichtige Rolle spielt
    dabei unsere nachhaltige und gleichzeitig ökonomisch
    erfolgreiche Waldbewirtschaftung . Immerhin können
    die Förster ja von sich sagen, dass sie die Erfinder des
    Begriffs „Nachhaltigkeit“ sind . Carl von Carlowitz gilt
    als Begründer des Prinzips der Nachhaltigkeit – das liegt
    mittlerweile 302 Jahre zurück, wenn ich richtig rechne –,


    (Cajus Caesar [CDU/CSU]: Jawohl!)


    und war noch dazu ein Sachse .


    (Harald Ebner [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Was heißt denn hier „noch dazu“?)


    Die nachhaltige Waldbewirtschaftung hat sich bewährt .
    Wir müssen Deutschland zu einem Musterland in Sachen
    Wald machen .


    (Beifall bei der SPD und der CDU/CSU)


    Die Kompetenzen und Kapazitäten meines Hauses im
    Forstbereich will ich deswegen stärken . Ich bin dankbar,
    dass mir der Haushalt die Möglichkeit gibt, hierfür Plan-
    stellen zu schaffen .

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, in der letzten Haus-
    haltsdebatte habe ich von dem EU-Maßnahmenpaket be-
    richtet, das uns helfen wird, unsere Landwirte in der ak-
    tuell schwierigen Situation zu unterstützen . Seit letztem
    Freitag ist die Eilverordnung in Kraft . 70 Millionen Euro
    EU-Mittel werden unbürokratisch und wirkungsvoll zur
    Verfügung gestellt . Ich bin sehr froh, dass wir diese be-
    reitgestellten Hilfen national durch eine signifikante
    Unterstützung flankieren können. Als Ergebnis der par-
    lamentarischen Haushaltsberatungen werden die Bun-
    desmittel zur LUV um 80 Millionen aufgestockt . Das
    ist eine zusätzliche Beitragsentlastung, die von einigen
    Hundert Euro bis zu 2 000 Euro reichen wird . Das lässt

    sich sehen, besonders wenn ich die Ursprungsentlastung
    in Höhe von 100 Millionen Euro hinzurechne .


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Wir verschaffen den land- und forstwirtschaftlichen
    Betrieben Luft . Dadurch können sie ihre Produktion ver-
    stärkt an den Märkten ausrichten . Damit sind nicht alle
    Fragen beantwortet . Ja, es gibt Bereiche, bei denen wir
    das Ziel verfolgen, die Produktion für den Binnenmarkt
    zu erhöhen . Ich möchte darauf hinweisen, dass wir ge-
    genwärtig bei Öko- und Biomilch keine Preiseinbrüche
    erleben . Das heißt, dass die Nachfrage entsprechend
    hoch ist, dass also Nachfrage und Angebot im Gleichge-
    wicht sind . Daran müssen wir in anderen Bereichen noch
    arbeiten .



Rede von Claudia Roth
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Christian Schmidt, sind Sie bereit, eine Zwischenfra-

ge oder eine Zwischenbemerkung von Herrn Ostendorff
zuzulassen? Ja oder nein?

Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung
und Landwirtschaft:

Ja . Meine Antwort wird ja nicht auf die Redezeit an-
gerechnet .


  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Claudia Roth


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Natürlich nicht .

    Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung
    und Landwirtschaft:

    Das gibt mir die Möglichkeit, darauf gut zu antworten .


    (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Schönen Dank, Herr Minister . – Nachdem Sie jetzt
    zum eigentlichen Thema zurückgekehrt sind, nämlich
    der Lage unserer landwirtschaftlichen Betriebe, die für
    viele Bauernfamilien katastrophal ist – der Preisverfall
    bei Milch und bei Schweinefleisch ist dramatisch –, ha-
    ben Sie erklärt, dass Sie durch eine weitere Entlastung
    bei den Beiträgen zur Unfallversicherung helfen wollen
    und dass es EU-Mittel in Form eines Liquiditätszuschus-
    ses von bis zu 10 000 Euro geben wird .

    Aber Sie haben die Frage, die Sie sich selber gestellt
    haben, nicht beantwortet: Wie stabilisieren wir denn die
    Märkte? Darauf brauchen wir eine Antwort . Die von Ih-
    nen genannten Mittel werden bei den bäuerlichen Fami-
    lienbetrieben nur dazu führen, das Sterben etwas zu ver-
    längern . Na ja, aber das hilft ihnen perspektivisch nicht .

    Daher die Frage an Sie: Was unternehmen Sie, um den
    Überschuss, den wir auf den Märkten zu beklagen ha-
    ben, in den Griff zu bekommen und um die Märkte zu
    stabilisieren? Hierauf gilt es eine Antwort zu geben . Der
    Bundesminister muss doch dazu Position beziehen und
    sich erklären . Meine Frage ist, was Sie den Bauernfami-
    lien dieses Jahr im Haushalt mitgeben können, damit sie
    Hoffnung schöpfen können, von ihrer Produktion wieder

    Bundesminister Christian Schmidt






    (A) (C)



    (B) (D)


    leben zu können, statt nur darauf hoffen zu müssen, von
    irgendwoher ein bisschen Sterbegeld zu bekommen .


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)


    Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung
    und Landwirtschaft:

    Lieber Kollege, nachdem wir gewisse zarte Anzeichen
    dafür haben, dass sich der Milchmarkt etwas bessert –
    leider gilt das nicht für den Bereich Schweinefleisch –,
    will ich darauf hinweisen, dass uns diejenigen, die uns
    empfehlen, den Export zu stoppen, die Frage beantwor-
    ten müssten, wie denn die hergestellten Produkte in un-
    serem Lande abgesetzt werden sollen . Alles hat seine Be-
    rechtigung . Der Export allein – auch das ist klar – wird
    nicht selig machen .

    Wir brauchen bei den Betrieben einen vernünftigen
    Mix aus Größe und Qualität, und wir brauchen Bauern,
    die die Erwartungen der Verbraucher im Blick haben . Ich
    glaube, dass wir angesichts der prognostizierten steigen-
    den Nachfrage, gerade auch bei Milchprodukten, zuver-
    sichtlich in die Zukunft blicken können . Ich will darauf
    hinweisen, dass die aktuelle Zahl von 7 Milliarden Men-
    schen auf der Welt in wenigen Jahren auf 9 Milliarden
    anwachsen wird . Auch diese Menschen wollen ernährt
    werden .


    (Abg . Friedrich Ostendorff [BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN] nimmt seinen Platz wieder ein)


    – Jetzt läuft meine Redezeit weiter, oder?