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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 18/116 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 116. Sitzung Berlin, Freitag, den 3. Juli 2015 I n h a l t : Glückwünsche zum Geburtstag der Abgeord- neten Petra Crone und Manfred Grund . . . 11283 A Tagesordnungspunkt 32: a) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Ent- wurfs eines Gesetzes zur Verbesse- rung der Zusammenarbeit im Be- reich des Verfassungsschutzes Drucksachen 18/4654, 18/5051, 18/5415 11283 B – Bericht des Haushaltsausschusses ge- mäß § 96 der Geschäftsordnung Drucksache 18/5416 . . . . . . . . . . . . . . 11283 C b) Beschlussempfehlung und Bericht des In- nenausschusses – zu dem Antrag der Abgeordneten Petra Pau, Jan Korte, Dr. André Hahn, wei- terer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Wirksame Alternati- ven zum nachrichtendienstlich ar- beitenden Verfassungsschutz schaf- fen – zu dem Antrag der Abgeordneten Dr. Konstantin von Notz, Hans- Christian Ströbele, Irene Mihalic, wei- terer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Für eine Zäsur und einen Neustart in der deutschen Sicherheitsarchitektur Drucksachen 18/4682, 18/4690, 18/5415 . 11283 D Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister BMI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11284 A Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11285 D Petra Pau (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . 11287 A Dr. Eva Högl (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11288 C Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11291 D Stephan Mayer (Altötting) (CDU/CSU) . . . . 11293 D Dr. Konstantin von Notz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11295 D Uli Grötsch (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11296 D Clemens Binninger (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 11298 B Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11300 B Tagesordnungspunkt 31: a) Antrag der Abgeordneten Markus Kurth, Brigitte Pothmer, Beate Müller-Gemmeke, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Flexible und sichere Rentenübergänge ermögli- chen Drucksache 18/5212 . . . . . . . . . . . . . . . . . 11302 B b) Antrag der Abgeordneten Markus Kurth, Britta Haßelmann, Kordula Schulz-Asche, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Kommu- nales Ehrenamt stärken – Anrechnung von Aufwandsentschädigungen auf die Rente neu ordnen Drucksache 18/5213 . . . . . . . . . . . . . . . . . 11302 B Markus Kurth (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11302 C Peter Weiß (Emmendingen) (CDU/CSU) . . . 11304 B Markus Kurth (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11305 C Inhaltsverzeichnis II Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 116. Sitzung. Berlin, Freitag, den 3. Juli 2015 Matthias W. Birkwald (DIE LINKE) . . . . . . . 11307 A Katja Mast (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11308 D Matthäus Strebl (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 11310 B Kerstin Kassner (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 11311 D Dr. Martin Rosemann (SPD) . . . . . . . . . . . . . 11312 C Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . 11313 D Dr. Carsten Linnemann (CDU/CSU) . . . . . . . 11315 A Dagmar Schmidt (Wetzlar) (SPD) . . . . . . . . . 11316 A Albert Stegemann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 11317 B Ralf Kapschack (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11319 A Tagesordnungspunkt 33: a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes zur Änderung des Berufsqualifika- tionsfeststellungsgesetzes und anderer Gesetze Drucksache 18/5326 . . . . . . . . . . . . . . . . . 11320 B b) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Bericht zum Anerkennungsgesetz 2015 Drucksache 18/5200 . . . . . . . . . . . . . . . . . 11320 B Stefan Müller, Parl. Staatssekretär BMBF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11320 C Sigrid Hupach (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 11322 B Dr. Karamba Diaby (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 11323 B Özcan Mutlu (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11324 D Cemile Giousouf (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 11326 B Dr. Daniela De Ridder (SPD) . . . . . . . . . . . . . 11328 A Tagesordnungspunkt 35: Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes für sichere digitale Kommunikation und An- wendungen im Gesundheitswesen Drucksache 18/5293 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11329 A Annette Widmann-Mauz, Parl. Staats- sekretärin BMG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11329 B Pia Zimmermann (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . 11330 C Dirk Heidenblut (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11331 C Kathrin Vogler (DIE LINKE) . . . . . . . . . . 11332 A Maria Klein-Schmeink (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11333 B Dr. Katja Leikert (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 11334 B Kathrin Vogler (DIE LINKE) . . . . . . . . . . 11334 D Dr. Edgar Franke (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 11336 A Maik Beermann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 11337 B Tagesordnungspunkt 34: a) Antrag der Abgeordneten Pia Zimmermann, Harald Weinberg, Sabine Zimmermann (Zwickau), weiterer Abge- ordneter und der Fraktion DIE LINKE: Bürgerinnen- und Bürgerversicherung in der Pflege – Solidarische Pflegever- sicherung einführen Drucksache 18/5110 . . . . . . . . . . . . . . . . . b) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Gesundheit zu dem An- trag der Abgeordneten Harald Weinberg, Birgit Wöllert, Sabine Zimmermann (Zwi- ckau), weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Private Kranken- versicherung als Vollversicherung ab- schaffen – Hochwertige und effiziente Versorgung für alle Drucksachen 18/4099, 18/5354 . . . . . . . . 11338 C Pia Zimmermann (DIE LINKE) . . . . . . . . . . 11338 C Thomas Stritzl (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 11340 B Elisabeth Scharfenberg (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11342 C Mechthild Rawert (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 11343 C Erich Irlstorfer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 11344 C Heike Baehrens (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11345 D Erwin Rüddel (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 11346 D Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11348 C Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 11349 A Anlage 2 Amtliche Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11349 B Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 116. Sitzung. Berlin, Freitag, den 3. Juli 2015 11283 (A) (C) (D)(B) 116. Sitzung Berlin, Freitag, den 3. Juli 2015 Beginn: 9.01 Uhr
  • folderAnlagen
    (D) Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 116. Sitzung. Berlin, Freitag, den 3. Juli 2015 11349 (A) (C) (B) Anlagen zum Stenografischen Bericht (D) Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Amtsberg, Luise BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Baerbock, Annalena BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Becker, Dirk SPD 03.07.2015 Dr. Böhmer, Maria CDU/CSU 03.07.2015 Dröge, Katharina BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Dr. Friedrich (Hof), Hans-Peter CDU/CSU 03.07.2015 Groneberg, Gabriele SPD 03.07.2015 Hagedorn, Bettina SPD 03.07.2015 Hartmann (Wackernheim), Michael SPD 03.07.2015 Ilgen, Matthias SPD 03.07.2015 Karawanskij, Susanna DIE LINKE 03.07.2015 Kiziltepe, Cansel SPD 03.07.2015 Koenigs, Tom BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Lemke, Steffi BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Maisch, Nicole BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Mißfelder, Philipp CDU/CSU 03.07.2015 Özoğuz, Aydan SPD 03.07.2015 Schlecht, Michael DIE LINKE 03.07.2015 Trittin, Jürgen BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Weinberg, Harald DIE LINKE 03.07.2015 Anlage 2 Amtliche Mitteilungen Die folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass sie gemäß § 80 Absatz 3 Satz 2 der Geschäftsordnung von einer Berichterstattung zu den nachstehenden Vorlagen absehen: Innenausschuss – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Bundesregierung über den Umsetzungs- stand der Empfehlungen des 2. Untersuchungsaus- schusses des Deutschen Bundestages in der 17. Wahlpe- riode (NSU-Untersuchungsausschuss) Drucksache 18/710 Finanzausschuss – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht über die Höhe des steuerfrei zu stellenden Exis- tenzminimums von Erwachsenen und Kindern für das Jahr 2016 (10. Existenzminimumbericht) Drucksachen 18/3893, 18/4147 Nr. 1 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht über die Wirkung der kalten Progression im Verlauf des Einkommensteuertarifs für die Jahre 2013 bis 2016 (Erster Steuerprogressionsbericht) Drucksachen 18/3894, 18/4147 Nr. 2 Haushaltsausschuss – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2013 Über- und außerplanmäßige Ausgaben und Verpflich- tungsermächtigungen im ersten Vierteljahr des Haus- haltsjahres 2013 Drucksachen 17/13547, 18/770 Nr. 12 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2013 Über- und außerplanmäßige Ausgaben und Verpflich- tungsermächtigungen im zweiten Vierteljahr des Haus- haltsjahres 2013 Drucksachen 17/14801, 18/641 Nr. 30 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2013 Über- und außerplanmäßige Ausgaben und Verpflich- tungsermächtigungen im dritten Vierteljahr des Haus- haltsjahres 2013 Drucksachen 18/134, 18/305 Nr. 8 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2013 Über- und außerplanmäßige Ausgaben und Verpflich- tungsermächtigungen im vierten Vierteljahr des Haus- haltsjahres 2013 Drucksachen 18/1349, 18/1517 Nr. 1 Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur – Unterrichtung durch die Bundesregierung Tätigkeitsbericht 2013 der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisen- bahnen für den Bereich Eisenbahnen mit Stellung- nahme der Bundesregierung Drucksachen 18/4294, 18/4495 Nr. 1 Anlagen 11350 Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 116. Sitzung. Berlin, Freitag, den 3. Juli 2015 (A) (C) (D)(B) Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung – Unterrichtung durch die Bundesregierung Forschungsrahmenprogramm der Bundesregierung zur IT-Sicherheit Selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt 2015 – 2020 Drucksache 18/4304 Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass der Ausschuss die nachstehenden Unions- dokumente zur Kenntnis genommen oder von einer Be- ratung abgesehen hat. Auswärtiger Ausschuss Drucksache 18/5165 Nr. A.1 EuB-BReg 34/2015 Drucksache 18/5165 Nr. A.2 Ratsdokument 8504/15 Drucksache 18/5165 Nr. A.3 Ratsdokument 8532/15 Drucksache 18/5165 Nr. A.4 Ratsdokument 8534/15 Drucksache 18/5165 Nr. A.5 Ratsdokument 8535/15 Drucksache 18/5165 Nr. A.6 Ratsdokument 8682/15 Drucksache 18/5286 Nr. A.1 EP P8_TA-PROV(2015)0185 Drucksache 18/5286 Nr. A.2 Ratsdokument 9025/15 Innenausschuss Drucksache 18/3218 Nr. A.1 Ratsdokument 14520/14 Drucksache 18/4749 Nr. A.10 Ratsdokument 6890/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.11 Ratsdokument 6892/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.12 Ratsdokument 6893/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.13 Ratsdokument 6894/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.19 Ratsdokument 6953/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.20 Ratsdokument 6954/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.21 Ratsdokument 6957/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.22 Ratsdokument 6963/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.23 Ratsdokument 7142/15 Drucksache 18/5286 Nr. A.4 Ratsdokument 8968/15 Ausschuss für Wirtschaft und Energie Drucksache 18/4749 Nr. A.31 Ratsdokument 7317/15 Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft Drucksache 18/5286 Nr. A.9 Ratsdokument 9196/15 Drucksache 18/5286 Nr. A.10 Ratsdokument 9197/15 Ausschuss für Arbeit und Soziales Drucksache 18/4504 Nr. A.11 Ratsdokument 6144/15 Drucksache 18/5165 Nr. A.10 Ratsdokument 7880/15 Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe Drucksache 18/3362 Nr. A.12 EP P8_TA-PROV(2014)0039 Drucksache 18/5165 Nr. A.12 Ratsdokument 8511/15 Drucksache 18/5286 Nr. A.13 EP P8_TA-PROV(2015)0180 Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union Drucksache 18/544 Nr. A.52 EP P7_TA-PROV(2013)0498 Drucksache 18/822 Nr. C.4 Ratsdokument 6849/13 Drucksache 18/3110 Nr. A.15 Ratsdokument 14152/14 Drucksache 18/4504 Nr. A.15 Ratsdokument 6813/15 Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de 116. Sitzung Inhaltsverzeichnis TOP 32 Zusammenarbeit im Bereich des Verfassungsschutzes TOP 31 Rentenversicherungsrecht TOP 33 Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz TOP 35 Sichere digitale Kommunikation im Gesundheitswesen TOP 34 Private Kranken- und Pflegeversicherung Anlagen
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Özcan Mutlu


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und

    Kollegen! Bei Ihnen, Herr Kollege Diaby, habe ich zeit-
    weise gedacht, hier redet ein Oppositionspolitiker und
    nicht ein Vertreter der Regierungskoalition. Aber sei’s
    drum. Wenn Sie auf dem richtigen Weg sind, freuen wir
    uns sogar.


    (Martin Rabanus [SPD]: Immer den Blick nach vorn, Kollege!)


    Gute Idee, mäßig umgesetzt – so kritisierte der Sach-
    verständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und
    Migration im Jahr 2011 den Gesetzentwurf zur Anerken-
    nung im Ausland erworbener Berufsabschlüsse. Leider
    hat sich daran bis heute nicht viel geändert, und das kriti-
    sieren wir.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Willi Brase [SPD]: Völlig daneben!)


    Seit 2012 gilt endlich das Berufsqualifikationsfest-
    stellungsgesetz – was für ein Wort! Wir sagen in der Tat:

    (A)






    Özcan Mutlu


    (A) (C)



    (D)(B)

    Das ist ein wichtiger und überfälliger Schritt. Lieber
    Kollege Müller, da sind wir bei Ihnen; das ist nicht das
    Problem.


    (Beifall bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN und der SPD – Dr. Daniela De Ridder [SPD]: Immerhin!)


    Aber Sie haben ein Bürokratiemonster mit erheblichen
    Schwächen geschaffen,


    (Widerspruch bei Abgeordneten der CDU/ CSU und der SPD – Dr. Thomas Feist [CDU/ CSU]: Ach, das ist doch Unfug!)


    und Sie haben auch heute hier die Chance verpasst, diese
    Schwächen im Gesetz zu beseitigen.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Sie hatten genügend Zeit, um nachzubessern, aber Sie
    haben diese Zeit leider nicht genutzt.

    Liebe Kolleginnen und Kollegen der Großen Koali-
    tion und der kleinen Taten, leider interessiert Sie nicht,
    wo die wirklichen Probleme der Menschen bei der Aner-
    kennung ihrer Berufsabschlüsse sind. Vielmehr wird das
    Gesetz wieder mal nur an den Stellen geändert, wo dies
    gemäß EU-Vorgaben zwingend erforderlich ist, nämlich
    bei der Frage der elektronischen Datenübermittlung und
    den Maßnahmen zur Evaluierung des Gesetzes – nicht
    mehr und nicht weniger. Das haben Sie den Ländern
    aber bereits 2011 versprochen.


    (Dr. Thomas Feist [CDU/CSU]: Wir halten, was wir versprechen! Das ist der Unterschied!)


    Deshalb sagen wir: Es ist und bleibt unverantwortlich,
    dass Sie notwendige Reformen, die dringend umgesetzt
    werden müssten, nicht angehen.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Es gibt immer noch keine Initiative, flächendeckend
    Stipendien für die Menschen anzubieten, die für die An-
    erkennung ihrer Qualifikation Nachqualifizierungen brau-
    chen. Was sollen diese Menschen machen? Sie sind gut
    ausgebildet, aber zu einer guten Beschäftigung, die ihrer
    Qualifikation entspricht, fehlt oftmals nur eine kurze
    Fort- oder Weiterbildung.


    (Dr. Thomas Feist [CDU/CSU]: Dann kann sie auch nicht so teuer sein!)


    Diese bleibt aber unerreichbar; denn sie kostet Geld, was
    die Menschen nicht haben.


    (Dr. Thomas Feist [CDU/CSU]: Und zusätzliche Bürokratie!)


    Für den Einzelnen bedeutet das in der Regel Arbeits-
    losigkeit und Abhängigkeit und in gewisser Weise auch
    Erniedrigung bzw. Benachteiligung.


    (Dr. Karamba Diaby [SPD]: Man kann auch übertreiben!)


    Für unser Land bedeutet das – das muss ich hier in Rich-
    tung der CDU/CSU unterstreichen – einen großen Ver-
    lust. Wir brauchen diese Fachkräfte dringend.

    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Dr. Thomas Feist [CDU/CSU]: Deswegen haben wir das Gesetz auch gemacht! Sie haben dagegengestimmt!)


    Das ist eine Binsenwahrheit, der inzwischen nicht mal
    mehr die CSU widersprechen möchte – und das ist auch
    gut so.

    Sie verkennen in diesem Zusammenhang nicht nur
    eine wichtige Integrationsmaßnahme, sondern nehmen
    auch ökonomischen Schaden in Kauf.


    (Martin Rabanus [SPD]: Kurz vor der Staatspleite sind wir noch nicht!)


    Denn eine schnelle und unbürokratische Anerkennung
    bringt nicht nur finanzielle, sondern auch soziale Aner-
    kennung. Allein schon aus wirtschaftlicher Sicht können
    wir es uns nicht leisten, dass diese hochqualifizierten
    Menschen, die Zuwanderinnen und Zuwanderer, die aus
    den vielfältigsten Gründen zu uns kommen, als Hilfs-
    kräfte angestellt werden und zum Teil degradiert wer-
    den. Da muss viel mehr getan werden. Da ist in der Tat
    viel Luft nach oben – zu viel Luft nach oben, lieber Kol-
    lege Diaby!


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)


    Das Land Hamburg beispielsweise hat mit einem Sti-
    pendienprogramm sehr gute Erfahrungen gemacht. Auch
    das Land Baden-Württemberg will diesen Weg gehen.


    (Cemile Giousouf [CDU/CSU]: Das sind europäische Mittel! Das können sie auch machen! – Dr. Thomas Feist [CDU/CSU]: Das kann jedes Bundesland machen!)


    Ich frage einfach: Warum nicht daraus lernen und es flä-
    chendeckend einführen? Nein, der Bund prüft und prüft
    und prüft und lässt die Länder alleine.


    (Dr. Thomas Feist [CDU/CSU]: So ein Quatsch!)


    Das ist genau wie bei dem folgenden Beispiel, das ich
    jetzt vortragen möchte: Das Aufenthaltsgesetz sieht eine
    Verordnungsermächtigung vor, nach der der für Hoch-
    schulabsolventen vorgesehene Aufenthaltstitel der Blauen
    Karte EU auch Ausländerinnen und Ausländern erteilt
    werden kann, die über keinen Hochschulabschluss ver-
    fügen, aber eine mindestens fünfjährige Berufserfahrung
    nachweisen können. Mit dieser simplen Verordnung
    können wir erreichen, dass qualifizierte Nichtakademi-
    kerinnen und Nichtakademiker mit Erfahrung bei uns
    eingesetzt werden. Aber auch hier prüfen Sie nur – in
    diesem Fall das Haus von Frau Ministerin Nahles –, und
    das seit Monaten. Ich sage: Hier ist keine Zeit mehr zu
    verlieren, nichts mehr zu prüfen. Schreiten Sie zur Tat,
    und geben Sie diesen Menschen eine Chance!


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN – Dr. Karamba Diaby [SPD]: Wir sind dabei!)


    Ich hoffe, dass die angekündigte unbürokratische An-
    erkennung durch Qualifikationsanalysen, wenn Doku-





    Özcan Mutlu


    (A) (C)



    (D)(B)

    mente fehlen, auch wirklich unbürokratisch umgesetzt
    wird und dass das Prozedere der Anerkennung in der Tat
    vereinfacht wird. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse Ih-
    res Projekts „Prototyping Transfer“. Und vor allem bin
    ich gespannt, wie schnell das alles tatsächlich geht.

    Meine Damen und Herren, ich komme zum Schluss.
    Sie haben zu wenig getan, um die Länder vom Mehrwert
    einheitlicher Verfahren zu überzeugen.


    (Dr. Thomas Feist [CDU/CSU]: Sie haben gar nichts getan!)


    Es gibt weiterhin keine einheitlichen Kostensätze; das
    haben wir gerade sogar von einem Vertreter der Regie-
    rungskoalition gehört. Wir brauchen flächendeckende
    und funktionierende Strukturen bei den Anerkennungs-
    verfahren statt eines unsäglichen und unglaublichen Zu-
    ständigkeitsgerangels. Auch beim Ausbildungszugang
    für Geflüchtete oder beim Arbeitsmarktzugang für Men-
    schen, die schon Fertigkeiten und Qualifikationen mit-
    bringen, sind bisher von Ihnen keine Heldentaten, ge-
    schweige denn Taten zu sehen.

    Deshalb wiederhole ich mich: Es sind genug der
    Worte gefallen, lieber Kollege Diaby, nun wollen wir
    von Ihnen – vielleicht sagt ja gleich Frau De Ridder et-
    was dazu – endlich Taten sehen.


    (Dr. Karamba Diaby [SPD]: Wir sind dabei!)


    Danke sehr, auch Ihnen, Herr Präsident, für die Ge-
    duld.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)




Rede von Johannes Singhammer
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CSU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CSU)

Nächste Rednerin ist für die CDU/CSU-Fraktion die

Kollegin Cemile Giousouf.


(Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Cemile Giousouf


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und

    Kollegen! Aus Brüssel können dieser Tage auch gute
    Nachrichten kommen. Am 10. Juni, also an dem Tag, als
    der vorliegende Bericht vom Bundeskabinett beschlos-
    sen wurde, hat der Brüsseler Thinktank Migration Policy
    Group eine Studie vorgestellt, in der die Integrations-
    politik von 38 Ländern verglichen wurde. Nach dieser
    Studie ist Deutschland in die Top Ten der besten Integra-
    tionsländer aufgestiegen.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Mehr noch: Deutschland wird inzwischen von anderen
    Ländern in der Integrationspolitik als Vorbild gesehen.

    Besonders gut gefiel den internationalen Forschern,
    dass Einwanderer in Deutschland leicht Zugang zum Ar-
    beitsmarkt finden.


    (René Röspel [SPD]: Das hat auch lange genug gedauert!)

    Demnach haben 78 Prozent von ihnen Arbeit. Nur in we-
    nigen Ländern ist die Beschäftigungsquote höher.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie des Abg. Dr. Ernst Dieter Rossmann [SPD])


    Vor allem aber wird unser Anerkennungsgesetz gelobt.
    Dieses Gesetz habe seit 2012 die Anerkennung ausländi-
    scher Berufsabschlüsse deutlich erleichtert. Hier sei
    Deutschland europaweit führend. Das, liebe Kolleginnen
    und Kollegen, ist für die Politik des BMBF eine glatte
    Eins!


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Der eingebrachte Gesetzentwurf der Bundesregierung
    zur Änderung des Anerkennungsgesetzes, den wir disku-
    tieren, dient dazu, Vorgaben der novellierten EU-Richtli-
    nie zur Berufsanerkennung in deutsches Recht umzuset-
    zen. Durch die vorgesehenen Änderungen werden ein
    einfacherer Zugang zur Anerkennung und raschere Ver-
    fahren ermöglicht, wodurch die Hürden für den Wechsel
    in einen anderen EU-Mitgliedstaat sinken. Dies betrifft
    einerseits die Einführung der Option einer elektroni-
    schen Übermittlung von Unterlagen innerhalb der EU,
    und andererseits gibt es nunmehr einen einheitlichen An-
    sprechpartner, der das Anerkennungsverfahren betreut.


    (Özcan Mutlu [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Quod erat demonstrandum!)


    Lieber Herr Kollege Karamba Diaby, Sie haben eben
    in Ihrer Rede Punkte angesprochen, die wir in der Be-
    richterstatterrunde eigentlich schon abgestimmt hatten.
    Deswegen wundert es mich, dass Sie diese Punkte hier
    noch einmal aufwerfen.


    (Dr. Karamba Diaby [SPD]: Für die Zunkunft! – Özcan Mutlu [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Gründet mal wieder eine Arbeitsgruppe!)


    Aber ich glaube, wir sind uns alle darin einig, dass wir es
    einerseits geschafft haben, ein historisches Gesetz, das
    hochkomplex und hochkompliziert ist, auf den Weg zu
    bringen,


    (Özcan Mutlu [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Vereinfachen Sie es!)


    und dass wir andererseits natürlich Dinge noch verbes-
    sern können. Aber man muss natürlich gut unterschei-
    den, wer die Dinge verbessern kann. Und da möchte ich
    auf Punkte eingehen, die bereits Staatssekretär Müller
    angesprochen hat.

    Erstens. Eine große Herausforderung liegt natürlich in
    der Vereinheitlichung des Gesetzesvollzugs durch die
    Länder. Mittlerweile – das ist erfreulich – gibt es in je-
    dem Bundesland ein Anerkennungsgesetz. Allerdings
    liegt die Umsetzung auch der Bundesregelungen in Län-
    derzuständigkeit. Es gilt, diese weiter zu vereinheitli-
    chen, beispielsweise durch die dringend benötigte zen-
    trale Gutachtenstelle für die Gesundheitsberufe. Wir sind
    sehr froh, dass sich die Länder endlich bewegen konn-
    ten, diese bei der KMK einzurichten.





    Cemile Giousouf


    (A) (C)



    (D)(B)


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Denn es kann nicht sein, dass ein ausgebildeter Medizi-
    ner für jedes einzelne Bundesland gesonderte Anträge
    stellen muss, die alle unterschiedlich beschieden werden
    können. So ist jedenfalls die derzeitige Rechtslage.


    (Özcan Mutlu [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Jetzt sind wieder die Länder schuld! Immer, wenn ihr nicht weiterwisst, sind die Länder schuld! – Gegenruf des Abg. Dr. Thomas Feist [CDU/CSU]: Sie hat doch recht!)


    Die Gutachtenstelle muss selbstverständlich auch zen-
    trale Antragstelle für ganz Deutschland sein.

    Das gilt auch für den Bereich Pflege. Hier stehen wir
    einerseits vor einem gravierenden Fachkräftemangel. Im
    Jahr 2030 werden uns wahrscheinlich 466 000 Pflege-
    kräfte fehlen. Dabei sind die Altenpflegeeinrichtungen
    nicht berücksichtigt. Auf der anderen Seite gibt es viele
    Menschen, die sich gerade mit Qualifikationen im Ge-
    sundheitsbereich bei uns vorstellen. Aber es hapert eben
    an der Umsetzung vor Ort.

    Vor diesem Hintergrund ist die Praxis der einzelnen
    Länderbehörden, was Pflegekräfte angeht, einfach un-
    verständlich, zum Beispiel wenn das Landesamt für so-
    ziale Dienste in Schleswig-Holstein die philippinischen
    Nursing Curricula abqualifiziert oder wenn vom Regie-
    rungspräsidium Darmstadt trotz sechsjähriger Berufs-
    erfahrung ein Katalog von Anpassungsmaßnahmen
    gefordert wird. Der Kern des Problems ist: Die Bedin-
    gungen für die Anerkennung scheinen oft nicht klar er-
    sichtlich. Behörden behelfen sich dann, indem sie bei der
    nächsthöheren Dienststelle nachfragen oder den Fall res-
    triktiv behandeln. Mit dem Anerkennungsgesetz wollen
    wir gerade das verhindern: Mit dem Anerkennungsge-
    setz wollen wir klare Bedingungen schaffen, den Büro-
    kratieabbau fördern und es gleichzeitig als Instrument
    gegen den Fachkräftemangel nutzen und ein Zeichen der
    Willkommenskultur in Deutschland setzen.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Noch etwas: Es gibt leider bei den Gesundheitsberu-
    fen unterschiedliche Sprachanforderungen in den einzel-
    nen Bundesländern. Auch das führt eben zum Anerken-
    nungstourismus.

    Der zweite Punkt betrifft den Verwaltungsvollzug in
    den Länderbehörden jenseits der Gesundheitsberufe,
    etwa beim Lehramt. Es ist sehr bedauerlich, dass manche
    Länder, darunter auch Nordrhein-Westfalen, den Beruf
    des Lehrers erst gar nicht aufgenommen haben.

    Drittens. Wir haben mit dem Beratungsnetzwerk „In-
    tegration durch Qualifizierung (IQ)“ sehr gute Informa-
    tions- und Beratungsstrukturen aufgebaut. Ich finde es
    sehr gut, dass das IQ-Netzwerk jetzt auch in Richtung
    kostenloser Nachqualifizierungsangebote weiterentwi-
    ckelt wird. Zudem werden verstärkt Angebote für An-
    passungsqualifizierungen bei festgestellten Defiziten be-
    reitgestellt. Wir wollen ja nicht nur, dass die Menschen
    sich bei uns beraten lassen, sondern wir wollen ihnen
    auch helfen, die volle Anerkennung zu erreichen, indem
    sie sich ihre Qualifikationen anerkennen lassen und sich
    bei fehlenden Qualifikationen nachqualifizieren.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Viertens. Als notwendige Verbesserung nennt der Be-
    richt auch eine Vereinheitlichung der Verfahrensgebüh-
    ren. Im Bericht ist von einer Varianz von einem zweistel-
    ligen Betrag bis hin zu einer vierstelligen Summe die
    Rede. Da geht es natürlich auch um die unterschiedli-
    chen Kosten der Nachqualifizierung – keine Frage.
    Keine Frage ist auch, dass der Bund nicht alles dirigis-
    tisch vorgeben kann. Aber im Bereich der Kammern
    sollten schon verbindliche, einheitliche Sätze erhoben
    werden. Darauf, liebe Kolleginnen und Kollegen, sollten
    wir tatsächlich noch mehr insistieren.

    Fünftens. Es wurde auch untersucht, welche Meinung
    deutsche Arbeitgeber zur Rekrutierung von Zugewan-
    derten mit ausländischen Berufsabschlüssen haben. Le-
    diglich etwas über 40 Prozent der Befragten kennen in-
    zwischen die noch relativ neuen Anerkennungsregeln.
    Gerade für die KMUs ist das Anerkennungsgesetz eine
    gute Möglichkeit, Fachkräfte zu gewinnen. Deswegen
    appelliere ich auch an meine Bundestagskollegen, in ih-
    ren Wahlkreisen mit den Betriebsräten, mit den Kam-
    mern vor Ort mehr über das Anerkennungsgesetz zu
    sprechen und es noch bekannter zu machen.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Wir sprechen viel über Zahlen, Fakten und Daten,
    aber eines sollten wir dabei nicht vergessen: Für die
    Menschen, die aus freien Stücken zu uns kommen, aber
    auch für die, die aus den Krisengebieten dieser Welt zu
    uns flüchten, bedeutet die Möglichkeit zur Anerkennung
    ihres Berufsabschlusses in Deutschland eine ganz wich-
    tige Hilfestellung. Eine wachsende Herausforderung in
    den kommenden Jahren wird es sein, gut qualifizierten
    Flüchtlingen, die häufig ohne Papiere einreisen, den Zu-
    gang zum Arbeitsmarkt zu eröffnen. Wo formale Nach-
    weise fehlen, können praktische Prüfungen eine gute
    Lösung sein. Diese Möglichkeit bietet das Anerken-
    nungsgesetz. Darüber bin ich sehr froh. Dass wir damit
    Menschen schneller eine Möglichkeit geben, sich in un-
    serer Gesellschaft zu integrieren, hilft der Gesamtgesell-
    schaft.


    (Özcan Mutlu [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Davon sollten Sie Herrn de Maizière auch mal überzeugen!)


    Unsere Aufgabe ist es nunmehr, bei den Menschen mit
    einer hohen Bleibeperspektive frühzeitig die berufliche
    Kompetenz abzufragen. Im Pilotprojekt „Early Interven-
    tion“, bei dem BA und BAMF kooperieren, geschieht
    dies bereits. Das Anerkennungsgesetz ist hierfür – das
    sieht man ganz eindeutig an dieser Stelle – eben genau
    das richtige Instrument.

    Jetzt ist es Aufgabe – damit komme ich zum Schluss –
    aller Beteiligten, die Anwendung der Anerkennungsre-





    Cemile Giousouf


    (A) (C)



    (D)(B)

    gelungen weiter zu vereinheitlichen und sie im Sinne ei-
    ner gelebten Willkommenskultur auszugestalten. Das
    wäre im Geiste dieses Gesetzes, oder, um die Worte auf-
    zugreifen, die mir ein Unternehmer aus meinem Wahl-
    kreis vor kurzem sagte: Wir suchen doch händeringend
    Menschen, die bei uns arbeiten. Macht uns das Leben
    nicht so schwer!

    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD – Özcan Mutlu [BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN]: Das war eine Kritik an Ihrer Politik!)