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ID1811601700

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    Plenarprotokoll 18/116 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 116. Sitzung Berlin, Freitag, den 3. Juli 2015 I n h a l t : Glückwünsche zum Geburtstag der Abgeord- neten Petra Crone und Manfred Grund . . . 11283 A Tagesordnungspunkt 32: a) – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Ent- wurfs eines Gesetzes zur Verbesse- rung der Zusammenarbeit im Be- reich des Verfassungsschutzes Drucksachen 18/4654, 18/5051, 18/5415 11283 B – Bericht des Haushaltsausschusses ge- mäß § 96 der Geschäftsordnung Drucksache 18/5416 . . . . . . . . . . . . . . 11283 C b) Beschlussempfehlung und Bericht des In- nenausschusses – zu dem Antrag der Abgeordneten Petra Pau, Jan Korte, Dr. André Hahn, wei- terer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Wirksame Alternati- ven zum nachrichtendienstlich ar- beitenden Verfassungsschutz schaf- fen – zu dem Antrag der Abgeordneten Dr. Konstantin von Notz, Hans- Christian Ströbele, Irene Mihalic, wei- terer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Für eine Zäsur und einen Neustart in der deutschen Sicherheitsarchitektur Drucksachen 18/4682, 18/4690, 18/5415 . 11283 D Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister BMI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11284 A Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11285 D Petra Pau (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . 11287 A Dr. Eva Högl (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11288 C Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11291 D Stephan Mayer (Altötting) (CDU/CSU) . . . . 11293 D Dr. Konstantin von Notz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11295 D Uli Grötsch (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11296 D Clemens Binninger (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 11298 B Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11300 B Tagesordnungspunkt 31: a) Antrag der Abgeordneten Markus Kurth, Brigitte Pothmer, Beate Müller-Gemmeke, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Flexible und sichere Rentenübergänge ermögli- chen Drucksache 18/5212 . . . . . . . . . . . . . . . . . 11302 B b) Antrag der Abgeordneten Markus Kurth, Britta Haßelmann, Kordula Schulz-Asche, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Kommu- nales Ehrenamt stärken – Anrechnung von Aufwandsentschädigungen auf die Rente neu ordnen Drucksache 18/5213 . . . . . . . . . . . . . . . . . 11302 B Markus Kurth (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11302 C Peter Weiß (Emmendingen) (CDU/CSU) . . . 11304 B Markus Kurth (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11305 C Inhaltsverzeichnis II Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 116. Sitzung. Berlin, Freitag, den 3. Juli 2015 Matthias W. Birkwald (DIE LINKE) . . . . . . . 11307 A Katja Mast (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11308 D Matthäus Strebl (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 11310 B Kerstin Kassner (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 11311 D Dr. Martin Rosemann (SPD) . . . . . . . . . . . . . 11312 C Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . 11313 D Dr. Carsten Linnemann (CDU/CSU) . . . . . . . 11315 A Dagmar Schmidt (Wetzlar) (SPD) . . . . . . . . . 11316 A Albert Stegemann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 11317 B Ralf Kapschack (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11319 A Tagesordnungspunkt 33: a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes zur Änderung des Berufsqualifika- tionsfeststellungsgesetzes und anderer Gesetze Drucksache 18/5326 . . . . . . . . . . . . . . . . . 11320 B b) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Bericht zum Anerkennungsgesetz 2015 Drucksache 18/5200 . . . . . . . . . . . . . . . . . 11320 B Stefan Müller, Parl. Staatssekretär BMBF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11320 C Sigrid Hupach (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 11322 B Dr. Karamba Diaby (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 11323 B Özcan Mutlu (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11324 D Cemile Giousouf (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 11326 B Dr. Daniela De Ridder (SPD) . . . . . . . . . . . . . 11328 A Tagesordnungspunkt 35: Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes für sichere digitale Kommunikation und An- wendungen im Gesundheitswesen Drucksache 18/5293 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11329 A Annette Widmann-Mauz, Parl. Staats- sekretärin BMG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11329 B Pia Zimmermann (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . 11330 C Dirk Heidenblut (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11331 C Kathrin Vogler (DIE LINKE) . . . . . . . . . . 11332 A Maria Klein-Schmeink (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11333 B Dr. Katja Leikert (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 11334 B Kathrin Vogler (DIE LINKE) . . . . . . . . . . 11334 D Dr. Edgar Franke (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 11336 A Maik Beermann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 11337 B Tagesordnungspunkt 34: a) Antrag der Abgeordneten Pia Zimmermann, Harald Weinberg, Sabine Zimmermann (Zwickau), weiterer Abge- ordneter und der Fraktion DIE LINKE: Bürgerinnen- und Bürgerversicherung in der Pflege – Solidarische Pflegever- sicherung einführen Drucksache 18/5110 . . . . . . . . . . . . . . . . . b) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Gesundheit zu dem An- trag der Abgeordneten Harald Weinberg, Birgit Wöllert, Sabine Zimmermann (Zwi- ckau), weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Private Kranken- versicherung als Vollversicherung ab- schaffen – Hochwertige und effiziente Versorgung für alle Drucksachen 18/4099, 18/5354 . . . . . . . . 11338 C Pia Zimmermann (DIE LINKE) . . . . . . . . . . 11338 C Thomas Stritzl (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 11340 B Elisabeth Scharfenberg (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11342 C Mechthild Rawert (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 11343 C Erich Irlstorfer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 11344 C Heike Baehrens (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11345 D Erwin Rüddel (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 11346 D Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11348 C Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 11349 A Anlage 2 Amtliche Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11349 B Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 116. Sitzung. Berlin, Freitag, den 3. Juli 2015 11283 (A) (C) (D)(B) 116. Sitzung Berlin, Freitag, den 3. Juli 2015 Beginn: 9.01 Uhr
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    (D) Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 116. Sitzung. Berlin, Freitag, den 3. Juli 2015 11349 (A) (C) (B) Anlagen zum Stenografischen Bericht (D) Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Amtsberg, Luise BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Baerbock, Annalena BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Becker, Dirk SPD 03.07.2015 Dr. Böhmer, Maria CDU/CSU 03.07.2015 Dröge, Katharina BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Dr. Friedrich (Hof), Hans-Peter CDU/CSU 03.07.2015 Groneberg, Gabriele SPD 03.07.2015 Hagedorn, Bettina SPD 03.07.2015 Hartmann (Wackernheim), Michael SPD 03.07.2015 Ilgen, Matthias SPD 03.07.2015 Karawanskij, Susanna DIE LINKE 03.07.2015 Kiziltepe, Cansel SPD 03.07.2015 Koenigs, Tom BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Lemke, Steffi BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Maisch, Nicole BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Mißfelder, Philipp CDU/CSU 03.07.2015 Özoğuz, Aydan SPD 03.07.2015 Schlecht, Michael DIE LINKE 03.07.2015 Trittin, Jürgen BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 03.07.2015 Weinberg, Harald DIE LINKE 03.07.2015 Anlage 2 Amtliche Mitteilungen Die folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass sie gemäß § 80 Absatz 3 Satz 2 der Geschäftsordnung von einer Berichterstattung zu den nachstehenden Vorlagen absehen: Innenausschuss – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Bundesregierung über den Umsetzungs- stand der Empfehlungen des 2. Untersuchungsaus- schusses des Deutschen Bundestages in der 17. Wahlpe- riode (NSU-Untersuchungsausschuss) Drucksache 18/710 Finanzausschuss – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht über die Höhe des steuerfrei zu stellenden Exis- tenzminimums von Erwachsenen und Kindern für das Jahr 2016 (10. Existenzminimumbericht) Drucksachen 18/3893, 18/4147 Nr. 1 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht über die Wirkung der kalten Progression im Verlauf des Einkommensteuertarifs für die Jahre 2013 bis 2016 (Erster Steuerprogressionsbericht) Drucksachen 18/3894, 18/4147 Nr. 2 Haushaltsausschuss – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2013 Über- und außerplanmäßige Ausgaben und Verpflich- tungsermächtigungen im ersten Vierteljahr des Haus- haltsjahres 2013 Drucksachen 17/13547, 18/770 Nr. 12 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2013 Über- und außerplanmäßige Ausgaben und Verpflich- tungsermächtigungen im zweiten Vierteljahr des Haus- haltsjahres 2013 Drucksachen 17/14801, 18/641 Nr. 30 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2013 Über- und außerplanmäßige Ausgaben und Verpflich- tungsermächtigungen im dritten Vierteljahr des Haus- haltsjahres 2013 Drucksachen 18/134, 18/305 Nr. 8 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2013 Über- und außerplanmäßige Ausgaben und Verpflich- tungsermächtigungen im vierten Vierteljahr des Haus- haltsjahres 2013 Drucksachen 18/1349, 18/1517 Nr. 1 Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur – Unterrichtung durch die Bundesregierung Tätigkeitsbericht 2013 der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisen- bahnen für den Bereich Eisenbahnen mit Stellung- nahme der Bundesregierung Drucksachen 18/4294, 18/4495 Nr. 1 Anlagen 11350 Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 116. Sitzung. Berlin, Freitag, den 3. Juli 2015 (A) (C) (D)(B) Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung – Unterrichtung durch die Bundesregierung Forschungsrahmenprogramm der Bundesregierung zur IT-Sicherheit Selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt 2015 – 2020 Drucksache 18/4304 Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass der Ausschuss die nachstehenden Unions- dokumente zur Kenntnis genommen oder von einer Be- ratung abgesehen hat. Auswärtiger Ausschuss Drucksache 18/5165 Nr. A.1 EuB-BReg 34/2015 Drucksache 18/5165 Nr. A.2 Ratsdokument 8504/15 Drucksache 18/5165 Nr. A.3 Ratsdokument 8532/15 Drucksache 18/5165 Nr. A.4 Ratsdokument 8534/15 Drucksache 18/5165 Nr. A.5 Ratsdokument 8535/15 Drucksache 18/5165 Nr. A.6 Ratsdokument 8682/15 Drucksache 18/5286 Nr. A.1 EP P8_TA-PROV(2015)0185 Drucksache 18/5286 Nr. A.2 Ratsdokument 9025/15 Innenausschuss Drucksache 18/3218 Nr. A.1 Ratsdokument 14520/14 Drucksache 18/4749 Nr. A.10 Ratsdokument 6890/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.11 Ratsdokument 6892/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.12 Ratsdokument 6893/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.13 Ratsdokument 6894/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.19 Ratsdokument 6953/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.20 Ratsdokument 6954/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.21 Ratsdokument 6957/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.22 Ratsdokument 6963/15 Drucksache 18/4749 Nr. A.23 Ratsdokument 7142/15 Drucksache 18/5286 Nr. A.4 Ratsdokument 8968/15 Ausschuss für Wirtschaft und Energie Drucksache 18/4749 Nr. A.31 Ratsdokument 7317/15 Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft Drucksache 18/5286 Nr. A.9 Ratsdokument 9196/15 Drucksache 18/5286 Nr. A.10 Ratsdokument 9197/15 Ausschuss für Arbeit und Soziales Drucksache 18/4504 Nr. A.11 Ratsdokument 6144/15 Drucksache 18/5165 Nr. A.10 Ratsdokument 7880/15 Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe Drucksache 18/3362 Nr. A.12 EP P8_TA-PROV(2014)0039 Drucksache 18/5165 Nr. A.12 Ratsdokument 8511/15 Drucksache 18/5286 Nr. A.13 EP P8_TA-PROV(2015)0180 Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union Drucksache 18/544 Nr. A.52 EP P7_TA-PROV(2013)0498 Drucksache 18/822 Nr. C.4 Ratsdokument 6849/13 Drucksache 18/3110 Nr. A.15 Ratsdokument 14152/14 Drucksache 18/4504 Nr. A.15 Ratsdokument 6813/15 Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de 116. Sitzung Inhaltsverzeichnis TOP 32 Zusammenarbeit im Bereich des Verfassungsschutzes TOP 31 Rentenversicherungsrecht TOP 33 Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz TOP 35 Sichere digitale Kommunikation im Gesundheitswesen TOP 34 Private Kranken- und Pflegeversicherung Anlagen
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Burkhard Lischka


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)

    Der
    will das nicht finden!)

    Die von Ihnen angesprochene Kritik an § 23 des Gesetz-
    entwurfs befindet sich auf Seite 4, zweiter Absatz des
    Änderungsantrags;


    (Irene Mihalic [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das ist aber die Begründung! Lesen Sie doch mal im Gesetz nach! – Hans-Christian Ströbele [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Zitieren Sie mal ganz genau!)


    nach unserer Lesart jedenfalls.


    (Hans-Christian Ströbele [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Sie haben nichts geändert!)


    Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir haben in inten-
    siven Gesprächen mit den Kollegen unseres Koalitions-
    partners den Gesetzentwurf an einigen, meiner Meinung
    nach wesentlichen Punkten nachgebessert.


    (Hans-Christian Ströbele [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: In § 23 ändert sich keine Zeile, nicht einmal ein Komma!)


    Mir war dabei ganz besonders wichtig, dass der Einsatz
    und die Auswahl der vom BfV eingesetzten Vertrauens-
    leute einer strikten Kontrolle unterliegen, und damit
    meine ich nicht die Kontrolle durch die Fachaufsicht,
    sondern ausdrücklich die parlamentarische Kontrolle.
    Als Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums
    begrüße ich es ausdrücklich, dass die Bundesregierung
    in Zukunft eine gesetzliche Berichtspflicht gegenüber
    dem Gremium hat. Ich meine, das war längst überfällig.

    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir als Abgeord-
    nete nehmen unsere Aufgabe als parlamentarische Kon-
    trolleure ernst. Wir erwarten eine entsprechende Koope-
    ration vonseiten der Bundesregierung, wenn es darum
    geht, deutsche – und ich füge ganz bewusst hinzu – und
    europäische Interessen zu schützen.

    Ich erhoffe mir und erwarte von der neuen Regelung
    zur Berichtspflicht, dass die Mitarbeiterinnen und Mitar-
    beiter beim Bundesamt für Verfassungsschutz zukünftig
    angehalten sind, bei der Auswahl der V-Leute noch ge-
    nauer hinzuschauen. Außerdem gehe ich davon aus, dass
    sie vor allem auf die Qualität der Informationen achten
    werden und nicht eine Vielzahl von unverwertbaren Do-
    kumenten, Bildern und Dateien sammeln, wie das in der
    Vergangenheit der Fall war. Schließlich wissen sie nun,
    dass sie Rechenschaft vor dem Parlament ablegen müs-
    sen. Sie werden daher im eigenen Interesse die neu auf-
    gestellten Kriterien zum Einsatz von V-Leuten einhalten.

    Ich glaube auch, dass der Einsatz von V-Leuten in Zu-
    kunft wohl zurückgehen wird,


    (Irene Mihalic [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Ich denke, die sind so wichtig!)


    ganz bestimmt nicht, weil dafür keine Notwendigkeit
    mehr besteht, sondern weil das Ermittlungsinstrument
    des Einsatzes von V-Personen nicht das Allheilmittel für
    die Aufklärung terroristischer Strukturen in Deutschland
    ist. Es ist nur ein Ermittlungsinstrument unter vielen,
    wenn auch ein höchst sensibles, weil die Sicherheitsbe-
    hörden mit Menschen zusammenarbeiten müssen, die
    unseren Staat im Grunde ablehnen. Das ist an sich schon
    schrecklich genug, aber ihr Einsatz ist aus den schon be-
    schriebenen Gründen und Umständen wichtig und erfor-
    derlich.


    (Irene Mihalic [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Ich habe noch keinen Grund gehört!)


    Was aus unserer Sicht aber auf keinen Fall stattfinden
    darf, ist die Zusammenarbeit mit Verbrechern. Dieser
    Gesetzentwurf regelt das. Dieser Gesetzentwurf sieht
    vor, dass die Anwerbung von V-Personen, die sich des
    Mordes oder des Totschlags strafbar gemacht haben,
    künftig nicht mehr möglich ist. Hier haben wir eine ganz
    klare Grenze gezogen.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Ich möchte an dieser Stelle die gute Zusammenarbeit
    mit dem Bundesinnenministerium loben. Ich habe die
    Gespräche als konstruktiv und zielführend empfunden.
    Die Ankündigung von Bundesinnenminister de Maizière
    in der ersten Lesung des Gesetzentwurfs, dass er für Än-
    derungsvorschläge offen ist, hat, wie ich finde, dazu ge-
    führt, dass wir ein wirklich gutes Ergebnis gefunden ha-
    ben.

    Was den NSU-Untersuchungsausschuss in der letzten
    Wahlperiode stark gemacht hat, das hat bei den Beratun-
    gen des heute zur Abstimmung stehenden Gesetzes auch





    Uli Grötsch


    (A) (C)



    (D)(B)

    die Mehrheit des Parlaments stark gemacht: der gemein-
    same Wille, das gemeinsame Arbeiten an der Umsetzung
    der Handlungsempfehlungen des NSU-Untersuchungs-
    ausschusses und jetzt der gemeinsame Weg hin zu einem
    Gesetz, das sich sehen lassen kann und dafür sorgen
    wird, dass die Missstände, die in der Vergangenheit vor-
    geherrscht haben, in der Zukunft nicht mehr möglich
    sein werden. Das ist unsere Aufgabe als Gesetzgeber,
    und dieser Aufgabe sind wir mit diesem Gesetzentwurf
    gerecht geworden.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Auch ich will, wie mein Vorredner, gegen Ende mei-
    ner Redezeit eine Lanze für das Bundesamt für Verfas-
    sungsschutz brechen: Es greift zu kurz, alle Verantwor-
    tung beim Bundesamt für Verfassungsschutz abzuladen
    und es sozusagen zur Strafe gleich abzuschaffen. Liebe
    Kolleginnen und Kollegen von der Opposition, in Ihren
    Anträgen fordern Sie genau das, meiner Meinung nach
    völlig zu Unrecht. Das BfV ist eine zentrale Säule in der
    Sicherheitsarchitektur der Bundesrepublik Deutschland.
    Das Bundesamt für Verfassungsschutz beschützt die
    Menschen in Deutschland vor den Gefahren einer Welt,
    die sich auch hinsichtlich terroristischer Bedrohungen so
    schnell und drastisch entwickelt, dass Außenstehenden
    leicht schwindelig werden kann. Was es meiner Meinung
    nach braucht, ist eine Stärkung des Bundesamtes für
    Verfassungsschutz, eine Stärkung hinsichtlich der Perso-
    nal- und der Sachausstattung. Dazu gehören natürlich
    der Wille und die feste Überzeugung von uns Parlamen-
    tariern, bei den nach der Sommerpause anstehenden
    Haushaltsberatungen dazu zu stehen, wenn es um die
    Stärkung des Bundesamtes geht.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Wir sprechen nämlich nicht nur über den Bereich des
    Rechtsterrorismus, sondern wir sprechen über alle Berei-
    che, die unseren Staat und damit die Menschen in
    Deutschland bedrohen.

    Vielen Dank.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)




Rede von Dr. Norbert Lammert
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)

Zum Schluss dieser Debatte erhält der Kollege

Clemens Binninger für die CDU/CSU-Fraktion das
Wort.


(Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Clemens Binninger


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Herr Präsident! Verehrte Kolleginnen und Kollegen!

    Die Sicherheit in unserem Land ist zurzeit sowohl von
    innen wie von außen so bedroht wie noch nie. Eine
    starke Zunahme von gewaltbereitem Rechtsextremis-
    mus, die uns mit großer Sorge erfüllen muss, die Bedro-
    hung durch den IS, mehr als 3 000 sogenannte Foreign
    Fighters aus Europa, die für den IS morden und irgend-
    wann zurückkommen und für uns auch ein Problem dar-
    stellen, neue Formen von Angriffen wie Cyberattacken,
    wie wir in diesem Hause selber leidvoll erfahren muss-
    ten – all das zeigt, wie schwierig es ist, die Sicherheit für
    die Menschen in diesem Land zu gewährleisten, und wie
    wichtig es ist, dass wir dafür Sicherheitsbehörden, auch
    Nachrichtendienste, haben, die das tun können. Ich halte
    es mit Blick auf die Anträge der Opposition an diesem
    Punkt schlicht für unverantwortlich,


    (Dr. Eva Högl [SPD]: Ja!)


    fast schon naiv, bei dieser Sicherheitslage zu sagen: Wir
    schaffen die Nachrichtendienste ab. – Nicht mit uns.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Wenn wir heute im Zusammenhang mit dem NSU
    über konkrete Veränderungen im Bereich des Verfas-
    sungsschutzes reden, muss man, um es für die Öffent-
    lichkeit deutlich zu machen, etwas vorausschicken: Ja,
    es gab schwere Fehler beim Verfassungsschutz – auf
    diese sind viele Redner zu sprechen gekommen –, aber
    Fehler gab es auch bei der Polizei in Bund und Ländern,
    Fehler gab es auch bei der Justiz bis hin zum General-
    bundesanwalt,


    (Dr. Eva Högl [SPD]: Genau!)


    und Fehler gab es auch bei uns in der Politik, bei der par-
    lamentarischen Kontrolle der Dienste. Es war also eine
    Ansammlung von verschiedenen Fehlern. Wir alle sind
    gefordert. Bei aller Kritik an den Nachrichtendiensten
    dürfen wir nicht so tun, als ob es nur die träfe. Denn für
    einiges, was hinterher schiefging, waren sie gar nicht zu-
    ständig. Wir alle sind gefordert, und wir alle hier sind
    aufgerufen, einen Teil dazu beizutragen.

    An dieser Stelle gestatten Sie mir, weil ja auch viel
    über das Verhältnis von Bund und Ländern gesprochen
    wird, etwas Kritik in Richtung der Länder. Bei einer De-
    batte von dieser Wichtigkeit und der gleichzeitig immer
    wieder vorgetragenen Kritik der Länder, wir würden hier
    im Rahmen des Föderalismus zu weit gehen, hätte ich
    mir gewünscht, dass in der zweiten und dritten Lesung
    außer dem Vertreter des Landes Bayern – herzlich will-
    kommen – noch ein paar andere da wären; bis auf ihn ist
    die ganze Bundesratsbank leer.


    (Beifall bei der CDU/CSU, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Michael Grosse-Brömer [CDU/CSU]: Auf die Bayern ist Verlass, jedenfalls bei der inneren Sicherheit!)


    Beim Stichwort „Föderalismus“ muss man natürlich
    sagen, dass die NSU-Verbrechensserie – das klang schon
    in der Rede meiner geschätzten Kollegin Högl an – den
    Föderalismus an seine Grenzen gebracht hat. In Deutsch-
    land sind für die Bekämpfung von Extremismus und Ter-
    rorismus 37 verschiedene Behörden bei Verfassungs-
    schutz und Polizei zuständig. Dass es da sehr schnell zu
    Reibungsverlusten, zu Informationsverlusten kommen
    kann, liegt auf der Hand. Wenn man diese Fehler korri-
    giert, nimmt man, glaube ich, keinen Angriff auf den
    Föderalismus vor. Ganz im Gegenteil: Wir stärken das





    Clemens Binninger


    (A) (C)



    (D)(B)

    föderale System, indem wir seine Schwachstellen besei-
    tigen.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Hierzu passt vielleicht ein interessanter Satz aus unse-
    ren Empfehlungen. An die Kollegen der Linken und der
    Grünen gerichtet sage ich: Es war klar, irgendwann en-
    den alle Gemeinsamkeiten; das ist so. Ich gestehe Ihnen
    selbstverständlich Ihre Position zu, die hinsichtlich der
    Dienste eine grundlegend andere ist. Da werden wir
    auch nie zusammenkommen. Sie von den Linken wollen
    sie abschaffen, wir wollen sie stärker machen. Sie von
    den Grünen wollen eine andere Behörde aufbauen und
    die Dienste in Teilen abschaffen. Da wird es keinen Kon-
    sens geben. Wir sollten auch nicht so tun, als ob.


    (Dr. Konstantin von Notz [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Warten wir den nächsten Skandal ab!)


    – Da werden Sie mit Ihrer Lösung sicherlich auch nicht
    zu einem besseren Ergebnis kommen.


    (Dr. Konstantin von Notz [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Da kommt noch einer! Da können Sie die Uhr nach stellen!)


    – Ja, ja, für Skandale sind Sie immer zu haben, Herr Kol-
    lege von Notz. Das weiß ich. Aber Politik in diesem
    Land besteht aus ein bisschen mehr, als immer nur
    „Skandal“ zu schreien.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Ich will Ihnen nur einen Satz aus unseren Empfeh-
    lungen verkürzt wiedergeben – ich hoffe, ich zitiere
    richtig –, Empfehlung Nummer 32 aus unserem Ab-
    schlussbericht NSU; diese betrifft den Bereich der Ver-
    fassungsschutzbehörden. Dort steht unsere gemeinsame
    Empfehlung – beschlossen von allen Fraktionen in die-
    sem Hause –, dass wir im Hinblick auf die Verfassungs-
    schutzbehörden fordern, dass zukünftig alle notwendi-
    gen Informationen an einer zentralen Stelle gebündelt,
    dort gründlich ausgewertet und die Ergebnisse allen Ver-
    fassungsschutzbehörden zur Verfügung gestellt werden
    sollen.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Genau dafür sorgen wir heute mit diesem Gesetz. Ich
    muss sagen: Jetzt so zu tun, als würden wir Empfehlun-
    gen nicht umsetzen, geht einigermaßen an der Realität
    vorbei.


    (Dr. Konstantin von Notz [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Ja, ja! Weil Sie sich jetzt eine Nummer rausgepickt haben! – Gegenruf des Abg. Burkhard Lischka [SPD]: Nein, weil Sie nicht lesen, Herr Notz! Das ist das Problem! – Beifall bei der SPD und der CDU/CSU)


    Ich darf für die Zuhörer, die dem Zwiegespräch zwi-
    schen Herrn von Notz und Herrn Lischka nicht folgen
    konnten, kurz sagen: Herr von Notz, Sie haben gesagt,
    ich hätte mir eine Nummer herausgepickt – das war die
    zentrale Empfehlung unseres Ausschusses –,


    (Dr. Eva Högl [SPD]: Genau!)

    und Kollege Lischka hat zu Recht darauf hingewiesen,
    dass Sie wenigstens die Ergebnisse und unsere Anträge
    lesen sollten; dann wäre manche Debatte seriöser.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Jetzt zu den konkreten Änderungen, die wir vorneh-
    men. Wir stärken das BfV. Ich verstehe schon, dass sich
    manche fragen: Ist es denn nicht ein Paradoxon, dass wir
    die Stelle, an der auch Fehler passiert sind, jetzt stärken,
    ihr mehr Personal zur Verfügung stellen und ihr mehr
    Befugnisse geben? Aber es wäre ja ein Widerspruch in
    sich, zu sagen: Auch wenn dort Fehler passiert sind, kor-
    rigieren wir sie nicht – nur um irgendetwas Politisches
    zu erreichen – und machen die Situation hinterher viel
    schlimmer. – Fehler zu korrigieren, heißt, diese auszu-
    merzen und dort, wo notwendig, für neue Stärken zu sor-
    gen. Anders geht es nicht.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Das, was Sie machen würden, wäre nur eine weitere
    Schwächung des Verfassungsschutzes, und dabei ma-
    chen wir nicht mit.

    Es geht uns um mehrere Punkte: Das BfV wird als
    Zentralstelle gestärkt, der Informationsfluss wird verbes-
    sert, und auch die Analysefähigkeit von NADIS wird
    verbessert; das war unsere Forderung.


    (Dr. Eva Högl [SPD]: Ja!)


    Jetzt muss man der Öffentlichkeit erklären: NADIS, das
    Informationssystem der Nachrichtendienste, war in der
    Vergangenheit nur eine Aktenfundstelle. Wenn also eine
    Landesbehörde etwa Erkenntnisse über gewaltbereite
    Neonazis hatte und etwas mehr wissen wollte, zum Bei-
    spiel, ob sie auch schon woanders bekannt sind, hat sie
    aus NADIS in der Vergangenheit nur ein Aktenzeichen
    bekommen. Dann hieß es: „Bitte dort anrufen und um
    Informationen bitten“, und dann konnte es schon einmal
    ein bisschen dauern. Jetzt stellen wir diese Informatio-
    nen zur Verfügung; sie werden analysiert. Das ermög-
    licht allen Behörden, die in diesem Verbund mitarbeiten,
    eine sehr viel bessere Einschätzung der Lage. Gerade an-
    gesichts der zunehmenden Gewaltbereitschaft und der
    steigenden Zahl von Anschlägen, die uns allen Sorge
    machen müssen, halte ich das für unverzichtbar. Wir
    können doch nicht nur mit Tagebuchnummern unter-
    einander handeln, sondern wir müssen auch Informatio-
    nen austauschen.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD – Hans-Christian Ströbele [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Die Strafverfolgungsbehörden!)


    Jetzt komme ich zu Ihrem Lieblingspunkt, Herr Kol-
    lege Ströbele – das ist gar nicht ironisch gemeint –,


    (Hans-Christian Ströbele [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Aha!)


    der auch mich lange beschäftigt hat: zum Einsatz von
    V-Leuten. Wir sollten nicht so tun, als ob wir nicht wüss-
    ten, dass V-Leute natürlich nicht Mitarbeiter einer Be-
    hörde sind, sondern Angehörige einer extremistischen
    Szene – Salafisten, Linksextremisten oder Neonazis –
    und das auch bleiben. Sie werden ja nicht zu geläuterten
    Bürgern, nur weil sie uns Informationen liefern; das wis-





    Clemens Binninger


    (A) (C)



    (D)(B)

    sen wir alle. Deshalb ist für uns alle klar, dass dieses In-
    strument für den Rechtsstaat eine Gratwanderung ist.


    (Dr. Eva Högl [SPD]: Ja!)


    Aber wir sagen genauso klar: Wir werden Situationen
    erleben, in denen man keinen anderen Zugang zu klei-
    nen, abgeschotteten Gruppen haben wird – im Bereich
    des Salafismus sowieso, aber auch im Bereich des Isla-
    mismus und bei Neonazis –, wenn man nicht eine Quelle
    im Umfeld platziert. Wollen wir dann ernsthaft sagen:
    „Nein, lieber verzichten wir darauf, das letzte Mittel an-
    zuwenden, und nehmen in Kauf, dass sich gewaltbereite
    Phänomene etablieren können“?


    (Hans-Christian Ströbele [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Aber dieses Mittel taugt nichts! Das ist ein untaugliches Mittel!)


    Wir sagen: Nein, für diesen Fall können wir nicht darauf
    verzichten; das ist der Punkt.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Ich selbst habe in allen NSU-Debatten an diesem
    Rednerpult gestanden und im Zusammenhang mit der
    Aufklärung immer wieder gesagt – daran lasse ich mich
    auch messen –, dass im Hinblick darauf, wie V-Leute im
    Bereich des Rechtsextremismus in der Vergangenheit
    eingesetzt waren, Aufwand und Ertrag in keinem Ver-
    hältnis standen. Weil das in der Vergangenheit so war,
    haben wir Änderungen vorgenommen.


    (Abg. Hans-Christian Ströbele [BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN] meldet sich zu einer Zwischenfrage)


    – Alles andere hätte mich enttäuscht. Herr Kollege
    Ströbele, ich würde Ihre Frage zulassen, wenn der Präsi-
    dent Sie aufruft.