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ID1805806300

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 18/58 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 58. Sitzung Berlin, Freitag, den 10. Oktober 2014 I n h a l t : Tagesordnungspunkt 21: Unterrichtung durch die Bundesregierung: Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2014 Drucksache 18/2665 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5363 A Iris Gleicke, Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer . . . . . . . . . . . . 5363 C Dr. Dietmar Bartsch (DIE LINKE) . . . . . . . . 5365 D Mark Hauptmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 5367 A Monika Lazar (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5368 A Stephan Kühn (Dresden) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5369 B Wolfgang Tiefensee (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 5370 C Roland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . 5371 C Peter Stein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . 5372 D Steffi Lemke (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5374 C Daniela Kolbe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5375 D Jana Schimke (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 5376 D Sabine Poschmann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 5378 C Kai Wegner (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . 5379 B Arnold Vaatz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 5380 C Steffi Lemke (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5381 D Tagesordnungspunkt 22: a) Erste Beratung des von der Bundesre- gierung eingebrachten Entwurfs eines … Gesetzes zur Änderung des Grundge- setzes (Artikel 91 b) Drucksache 18/2710 . . . . . . . . . . . . . . . . . 5383 A b) Antrag der Abgeordneten Kai Gehring, Katja Dörner, Ekin Deligöz, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜND- NIS 90/DIE GRÜNEN: Kooperationsver- bot kippen – Zusammenarbeit von Bund und Ländern für bessere Bildung und Wissenschaft ermöglichen Drucksache 18/2747 . . . . . . . . . . . . . . . . . 5383 B Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin BMBF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5383 C Özcan Mutlu (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5384 B Dr. Rosemarie Hein (DIE LINKE) . . . . . . . . 5386 A Hubertus Heil (Peine) (SPD) . . . . . . . . . . . . . 5388 A Katja Dörner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5390 A Albert Rupprecht (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 5391 C Nicole Gohlke (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 5393 B Dr. Ernst Dieter Rossmann (SPD) . . . . . . . . . 5394 B Kai Gehring (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5395 D Patricia Lips (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 5396 D René Röspel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5398 A Özcan Mutlu (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5399 C Tankred Schipanski (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 5400 C Dr. Ernst Dieter Rossmann (SPD) . . . . . . . 5401 B Oliver Kaczmarek (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 5402 D Inhaltsverzeichnis II Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 58. Sitzung. Berlin, Freitag, den 10. Oktober 2014 Albert Rupprecht (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 5403 D Hubertus Heil (Peine) (SPD) . . . . . . . . . . . 5404 B Alexandra Dinges-Dierig (CDU/CSU) . . . . . . 5404 D Kai Gehring (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5405 D Tagesordnungspunkt 23: a) Antrag der Abgeordneten Caren Lay, Klaus Ernst, Dr. Dietmar Bartsch, weiterer Ab- geordneter und der Fraktion DIE LINKE: Gesetzliche Deckelung und Veröffentli- chung der Zinssätze für Dispo- und Überziehungskredite Drucksache 18/2741 . . . . . . . . . . . . . . . . . 5406 D b) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Recht und Verbraucher- schutz – zu dem Antrag der Abgeordneten Caren Lay, Dr. Dietmar Bartsch, Herbert Behrens, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Begrenzung und Vereinheitlichung der Zinssätze für Dispo- und Überziehungskredite – zu dem Antrag der Abgeordneten Nicole Maisch, Renate Künast, Luise Amtsberg, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜ- NEN: Begrenzung von Dispositions- und Überziehungszinsen Drucksachen 18/807, 18/1342, 18/2777 . . 5406 D Caren Lay (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . 5407 A Mechthild Heil (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 5408 B Nicole Maisch (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5410 B Dr. Johannes Fechner (SPD) . . . . . . . . . . . . . 5411 B Dr. Volker Ullrich (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 5412 B Dennis Rohde (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5413 A Dr. Carsten Sieling (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 5413 D Tagesordnungspunkt 24: a) Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD: Europa – Vorreiter im Kampf ge- gen die Todesstrafe Drucksache 18/2738 . . . . . . . . . . . . . . . . . 5414 D b) Antrag der Abgeordneten Annette Groth, Inge Höger, Wolfgang Gehrcke, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Todesstrafe weltweit ächten Drucksache 18/2740 . . . . . . . . . . . . . . . . . 5414 D Frank Schwabe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5415 A Annette Groth (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 5416 A Frank Heinrich (Chemnitz) (CDU/CSU) . . . . 5417 A Omid Nouripour (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5418 D Gabriela Heinrich (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 5420 A Dr. Stefan Heck (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 5420 D Tagesordnungspunkt 25: Vereinbarte Debatte: Weltmädchentag – Bil- dung und Gesundheit von Mädchen als Vo- raussetzung für Entwicklung . . . . . . . . . . . 5422 A Dr. Claudia Lücking-Michel (CDU/CSU) . . . 5422 B Annette Groth (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 5423 D Michaela Engelmeier (SPD) . . . . . . . . . . . . . 5424 C Uwe Kekeritz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5426 A Martin Patzelt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 5426 D Ursula Schulte (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5428 B Tagesordnungspunkt 26: Beschlussempfehlung und Bericht des Aus- schusses für Wirtschaft und Energie zu dem Antrag der Abgeordneten Kerstin Andreae, Anja Hajduk, Volker Beck (Köln), weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜND- NIS 90/DIE GRÜNEN: Fördermitteltrans- parenz erhöhen Drucksachen 18/980, 18/1676 . . . . . . . . . . . . 5429 D Andrea Wicklein (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 5430 A Thomas Lutze (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 5431 A Mark Hauptmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 5432 A Kerstin Andreae (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5433 B Thomas Jurk (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5434 C Hansjörg Durz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 5435 D Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5437 D Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 5439 A Anlage 2 Amtliche Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5440 A Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 58. Sitzung. Berlin, Freitag, den 10. Oktober 2014 5363 (A) (C) (D)(B) 58. Sitzung Berlin, Freitag, den 10. Oktober 2014 Beginn: 9.00 Uhr
  • folderAnlagen
    (D) Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 58. Sitzung. Berlin, Freitag, den 10. Oktober 2014 5439 (A) (C) (B) Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten (D) Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Aken, Jan van DIE LINKE 10.10.2014 Alpers, Agnes DIE LINKE 10.10.2014 Bartz, Julia CDU/CSU 10.10.2014 Dr. Castellucci, Lars SPD 10.10.2014 Dağdelen, Sevim DIE LINKE 10.10.2014 Dr. De Ridder, Daniela SPD 10.10.2014 Evers-Meyer, Karin SPD 10.10.2014 Dr. Fuchs, Michael CDU/CSU 10.10.2014 Gastel, Matthias BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10.10.2014 Golze, Diana DIE LINKE 10.10.2014 Göppel, Josef CDU/CSU 10.10.2014 Grindel, Reinhard CDU/CSU 10.10.2014 Grütters, Monika CDU/CSU 10.10.2014 Hartmann, Sebastian SPD 10.10.2014 Höhn, Bärbel BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10.10.2014 Klare, Arno SPD 10.10.2014 Dr. Kofler, Bärbel SPD 10.10.2014 Kolbe, Daniela SPD 10.10.2014 Kretschmer, Michael CDU/CSU 10.10.2014 Krischer, Oliver BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10.10.2014 Meiwald, Peter BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10.10.2014 Dr. Middelberg, Mathias CDU/CSU 10.10.2014 Ostendorff, Friedrich BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10.10.2014 Pitterle, Richard DIE LINKE 10.10.2014 Dr. Schäuble, Wolfgang CDU/CSU 10.10.2014 Schlecht, Michael DIE LINKE 10.10.2014 Schmidt (Ühlingen), Gabriele CDU/CSU 10.10.2014 Dr. Schmidt, Frithjof BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10.10.2014 Schneider (Erfurt), Carsten SPD 10.10.2014 Schön (St. Wendel), Nadine CDU/CSU 10.10.2014 Schwartze, Stefan SPD 10.10.2014 Silberhorn, Thomas CDU/CSU 10.10.2014 Steffen, Sonja SPD 10.10.2014 Steinbach, Erika CDU/CSU 10.10.2014 Strobl (Heilbronn), Thomas CDU/CSU 10.10.2014 Dr. Terpe, Harald BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10.10.2014 Trittin, Jürgen BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10.10.2014 Ulrich, Alexander DIE LINKE 10.10.2014 Veit, Rüdiger SPD 10.10.2014 Dr. Wagenknecht, Sahra DIE LINKE 10.10.2014 Wöhrl, Dagmar G. CDU/CSU 10.10.2014 Wolff (Wolmirstedt), Waltraud SPD 10.10.2014 Dr. Zimmer, Matthias CDU/CSU 10.10.2014 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Anlagen 5440 Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 58. Sitzung. Berlin, Freitag, den 10. Oktober 2014 (A) (C) (D)(B) Anlage 2 Amtliche Mitteilungen Die folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass sie gemäß § 80 Absatz 3 Satz 2 der Geschäftsordnung von einer Berichterstattung zu den nachstehenden Vorlagen absehen: Auswärtiger Ausschuss Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Bundesregierung zum Stand der Bemühun- gen um Rüstungskontrolle, Abrüstung und Nichtver- breitung sowie über die Entwicklung der Streitkräfte- potenziale (Jahresabrüstungsbericht 2013) Drucksachen 18/933, 18/1379 (neu) Nr. 1.2 Unterrichtung durch die deutsche Delegation in der Parla- mentarischen Versammlung der NATO 58. Jahrestagung der Parlamentarischen Versammlung der NATO vom 9. bis 12. November 2012 in Prag, Tschechische Republik Drucksachen 18/1923, 18/2530 Nr. 2 Finanzausschuss Unterrichtung durch die Bundesregierung Erster Bericht des Ausschusses für Finanzstabilität zur Finanzstabilität in Deutschland Drucksachen 18/1795, 18/2048 Nr. 1.2 Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass der Ausschuss die nachstehenden Unionsdokumente zur Kenntnis genommen oder von ei- ner Beratung abgesehen hat. Auswärtiger Ausschuss Drucksache 18/1393 Nr. A.10 EP P7_TA-PROV(2014)0209 Drucksache 18/1935 Nr. A.1 EuB-BReg 49/2014 Drucksache 18/1935 Nr. A.2 EuB-BReg 51/2014 Drucksache 18/2055 Nr. A.1 EuB-BReg 53/2014 Drucksache 18/2533 Nr. A.3 EuB-BReg 62/2014 Drucksache 18/2533 Nr. A.4 EuB-BReg 65/2014 Drucksache 18/2533 Nr. A.5 EuB-BReg 70/2014 Drucksache 18/2533 Nr. A.6 EuB-BReg 71/2014 Drucksache 18/2533 Nr. A.8 Ratsdokument 10279/14 Drucksache 18/2533 Nr. A.9 Ratsdokument 10551/14 Drucksache 18/2533 Nr. A.10 Ratsdokument 11221/14 Drucksache 18/2533 Nr. A.11 Ratsdokument 11980/14 Drucksache 18/2533 Nr. A.12 Ratsdokument 12127/14 Drucksache 18/2533 Nr. A.13 Ratsdokument 12206/14 Drucksache 18/2677 Nr. A.1 Ratsdokument 12785/14 DCL 1 Drucksache 18/2677 Nr. A.2 Ratsdokument 12796/14 DCL 1 Innenausschuss Drucksache 18/419 Nr. A.20 EP P7_TA-PROV(2013)0376 Haushaltsausschuss Drucksache 18/2533 Nr. A.33 Ratsdokument 11121/14 Drucksache 18/2533 Nr. A.34 Ratsdokument 11473/14 Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur Drucksache 18/2055 Nr. A.11 Ratsdokument 10824/14 Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Drucksache 18/2533 Nr. A.64 Ratsdokument 10412/14 58. Sitzung Inhaltsverzeichnis TOP 21 Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit TOP 22 Änderung des Grundgesetzes (Artikel 91b) TOP 23 Zinssätze für Dispo- und Überziehungskredite TOP 24 Kampf gegen die Todesstrafe TOP 25 Vereinbarte Debatte zum Weltmädchentag TOP 26 Fördermitteltransparenz Anlagen
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Kai Gehring


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen!

    Die Große Koalition vergibt mit ihrer Vorlage heute die
    historische Chance, aus einer Verbotsverfassung eine Er-
    möglichungsverfassung für bessere Wissenschaft und
    Bildung zu machen.





    Kai Gehring


    (A) (C)



    (D)(B)


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie des Abg. Stefan Liebich [DIE LINKE])


    Die GroKo hat 2006 gegen grünen Widerstand das
    Problem „Kooperationsverbot“ in die Verfassung ge-
    schrieben. 2014 will sie es nur zur Hälfte lösen. Mehr
    Kooperation in der Wissenschaft, das ist gut. Bildung
    bleibt leider außen vor, das ist schlecht. Sie machen da-
    mit nur halbe Sachen.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Gute Hochschulen stehen immer auf dem Fundament
    guter Kitas und Schulen. Es bleibt schlichtweg nicht
    nachvollziehbar, dass wichtige bildungspolitische Im-
    pulse und Verbesserungen wie eine neue Bund-Länder-
    Ganztagsschulinitiative ausgeschlossen bleiben sollen.
    Das wollen wir mit unserem Antrag ändern.

    Als Irrweg hat die SPD im Bundestagswahlkampf das
    Kooperationsverbot bezeichnet – das stimmt –; heute
    verteidigen und kritisieren Sie den Koalitionskompro-
    miss zugleich. Ich sage: Liebe CDU/CSU, als guter Ko-
    alitionspartner sollten Sie die SPD erlösen. Geben Sie
    als Union im Bund und in den Ländern den Widerstand
    gegen mehr Kooperation in der Bildung auf! Sonst ist
    das 7-Prozent-Ziel nicht zu schaffen.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie des Abg. Stefan Liebich [DIE LINKE])


    Eine Grundgesetzänderung muss guten Lösungen den
    Weg bereiten. Ich sage: Ja, der Vorschlag von Ministerin
    Wanka ist für die Wissenschaft besser als der alte Vor-
    schlag von Ministerin Schavan.


    (Beifall der Abg. Dr. Ernst Dieter Rossmann [SPD] und René Röspel [SPD])


    Aber das geplante Einstimmigkeitsprinzip, wonach alle
    16 Länder zustimmen müssen, steht einer neuen Koope-
    rationskultur entgegen.


    (Hubertus Heil [Peine] [SPD]: Nein!)


    Statt Blockade und Vetomöglichkeiten in unser Grund-
    gesetz zu schreiben, sollten die Verfahrensregeln der Ge-
    meinsamen Wissenschaftskonferenz überlassen bleiben.
    Es wäre falsch, mit dem Einstimmigkeitsprinzip innova-
    tive Entscheidungen zu verzögern.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Hochschulen und Forschungseinrichtungen brauchen
    neue, dauerhafte und gemeinschaftliche Wege in der Fi-
    nanzierung – dazu sind hier schon viele Beispiele ge-
    nannt worden –, sonst platzen die Universitäten und
    Fachhochschulen aus allen Nähten. Denn auch in den
    nächsten Jahren und im nächsten Jahrzehnt hält der Stu-
    dierendenboom an.

    Die zeitlich befristeten Wissenschaftspakte – Hoch-
    schulpakt, Pakt für Forschung und Innovation, Exzel-
    lenzinitiative; auch der Qualitätspakt Lehre – schaffen
    eben keine dauerhafte Finanzierungs- und Planungssi-
    cherheit, vor allem nicht für das wissenschaftliche Per-
    sonal, das endlich gute Karrierewege statt Befristungs-
    unwesen braucht. Es bedarf in unserem Land einer
    Offensive für wissenschaftlichen Nachwuchs und plan-
    bare Wissenschaftskarrieren.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Leider fehlt der Großen Koalition die gemeinsame
    Idee, was sie denn überhaupt mit den neuen Koopera-
    tionsmöglichkeiten in der Wissenschaft anfangen will.
    Weder für Spitzenforschung mit internationaler Strahl-
    kraft noch für regionale Strukturpolitik, also weder für
    Spitze noch für Breite, haben Sie zusätzliches Geld zur
    Verfügung. Bildlich gesprochen: Frau Wanka kriegt zum
    1. Januar 2015 ein neues Rennrad, aber Herr Schäuble
    schließt es im Fahrradkeller ein.


    (Albert Rupprecht [CDU/CSU]: Stimmt doch überhaupt nicht! Sie haben keine Ahnung von den Zahlen!)


    Von Kooperation, die auf dem Papier steht, hat niemand
    etwas, nicht die Studierenden, nicht die Wissenschaftler
    und auch nicht die Hochschulen.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie der Abg. Dr. Rosemarie Hein [DIE LINKE])


    Wir wollen, dass der Bund dauerhaft Forschung und
    Lehre an Hochschulen mit unterstützen und verbessern
    kann. Daher ist eine Öffnung der Verfassung für Wissen-
    schaft überfällig.

    Die Beratung der Verfassungsänderung ist mit dieser
    Debatte in die entscheidende Phase getreten. Wir Grünen
    im Bundestag reichen der Großen Koalition die Hand.
    An uns scheitert ein großer Wurf nicht. Denn zusammen
    können wir aus der Verbotsverfassung endlich eine Er-
    möglichungsverfassung machen, die einer Bildungsre-
    publik einen klugen Rahmen setzt. Der Artikel 91 b
    kann mehr.

    Gesellschaftlich herbeigesehnt werden die vollstän-
    dige Aufhebung des Kooperationsverbots und eine tief-
    greifende Modernisierung unseres Bildungsföderalismus
    jedenfalls schon lange. Deshalb sollten wir das auch tun.
    Unsere Geduld ist am Ende. Wir wollen mehr Fortschritt
    für Bildung und Wissenschaft.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)




Rede von Dr. h.c. Edelgard Bulmahn
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)

Als nächste Rednerin hat die Kollegin Patricia Lips

das Wort.


(Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Patricia Lips


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen!

    Die BAföG-Novelle, die wir gestern debattiert haben,
    vor allen Dingen auch hinsichtlich der künftig alleinigen
    Zuständigkeit des Bundes, wie auch die Änderung des
    Grundgesetzes für eine bessere Zusammenarbeit mit den
    Hochschulen sind, auch schon für sich allein genommen,
    von großer Bedeutung. Beides zusammengenommen
    entwickelt jedoch ganz neue Möglichkeiten für unser na-
    tionales Bildungssystem, aber auch – das wurde deutlich





    Patricia Lips


    (A) (C)



    (D)(B)

    und ist uns mindestens ebenso wichtig – für die interna-
    tionale Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes.

    Lassen Sie mich an dieser Stelle eines ergänzen, weil
    es gestern ein bisschen kritisch anklang: Hier werden
    zeitgleich zwei Projekte umgesetzt, die vor allem den
    jungen Menschen in unserem Land zugutekommen.

    Mehr als 50 Prozent eines Geburtenjahrgangs begin-
    nen heute ein Hochschulstudium – Tendenz steigend.
    Die Schere zwischen den Förderungen im außeruniversi-
    tären Bereich und der Hochschulen geht systematisch
    immer weiter auseinander. Wir wissen das.

    Bereits seit Jahren steht deshalb zu Recht die Forde-
    rung im Raum, genau an dieser Stelle mehr zu tun. Das
    geschah ja auch schon. Es wurden bereits mehrfach die
    gemeinsamen Projekte wie Exzellenzinitiative, Hoch-
    schulpakt, Qualitätspakt Lehre und Professorinnen-Pro-
    gramm erwähnt. Sie haben diesen Aufwuchs zunächst
    gezielt, aber halt auch begrenzt, erfolgreich begleiten
    können. Dennoch müssen wir die Frage beantworten:
    Reicht dieses Engagement unter den bisherigen Mög-
    lichkeiten aus, um heute und in Zukunft im europäischen
    und internationalen Wettbewerb dauerhaft zu bestehen?
    Ich gebe Ihnen ja recht: Eine Grundgesetzänderung
    macht man nicht einfach so, so lapidar. Aber die Antwort
    auf diese Frage lautet: Nein.

    Es bedarf einer Weiterentwicklung. Deshalb streben
    wir – dagegen kann ja niemand etwas einwenden – eine
    Erweiterung planbarer und verlässlicher Gestaltungs-
    möglichkeiten für Hochschulen und Forschungseinrich-
    tungen an. Dies gilt auch für junge Wissenschaftlerinnen
    und Wissenschaftler. Damit ist eine Verbesserung der
    Leistungsfähigkeit und am Ende auch – das wurde heute
    noch nicht erwähnt; aber ich sage dies ausdrücklich – ein
    tatsächlicher Mehrwert für das Wissenschaftssystem
    verbunden. Es ist und kann nicht unser Ziel sein, dass
    ein stetiger Einsatz des Bundes an dieser Stelle künftig
    zum Ausfall von Anteilen des einen oder anderen Lan-
    des führt.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Die Basis, um zu diesem Mehrwert zu kommen, stellt
    die geplante Grundgesetzänderung dar.

    Lassen Sie mich noch einmal auf das Stichwort „Ko-
    operationsverbot“ zurückkommen. Man gewinnt ja in
    manchen Diskussionen wirklich den Eindruck, dass in
    unserem Bildungssystem ein Stoppschild zwischen
    Bund und Ländern steht,


    (Katja Dörner [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Ist es auch!)


    das es aber so nicht gibt. Es wurden bereits einige Bei-
    spiele wie die Projekte im Hochschulbereich genannt.
    Aber ich möchte doch auch noch die Milliarden erwäh-
    nen, die inzwischen seitens des Bundes unabhängig von
    Mittelaufstockungen für Betriebskosten, Sondervermö-
    gen und vielem anderen mehr in die frühkindliche Bil-
    dung, in Kitas und Krippen geflossen sind.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Das ist ein nicht unerheblicher Anteil.
    Ich möchte als Beispiel auch an das gemeinsame Pro-
    gramm „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ zur Verbes-
    serung der Lehramtsausbildung erinnern und nicht zu-
    letzt auch an die finanziellen Freiräume, die durch die
    Komplettübernahme des BAföG durch den Bund bei den
    Ländern entstehen.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Mit Interesse haben wir zur Kenntnis genommen, dass je
    nach Bundesland ein Großteil des Geldes nicht nur in die
    Hochschulen, sondern wiederum auch in Kitas fließt,
    aber auch in viele Bereiche der Schulen.


    (Özcan Mutlu [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Da müssen Sie sich entscheiden! Einerseits kritisieren und andererseits loben!)


    – Ich möchte jetzt keine Bewertung im Detail vorneh-
    men, Herr Mutlu. Sie haben nachher noch Zeit, darauf zu
    antworten. – Aber das kommt doch nicht von ungefähr.
    Das ist doch jetzt erst möglich geworden: eine verbes-
    serte Finanzierung des Bildungssystems mit knapp
    1,2 Milliarden Euro jährlich, über diese Legislaturpe-
    riode hinaus, aber insgesamt in Länderzuständigkeit.


    (Beifall des Abg. Hubertus Heil [Peine] [SPD])


    Ich wollte mit diesen Beispielen nur zeigen: Wir leisten
    also bereits einen erheblichen Beitrag über unsere ei-
    gentliche Zuständigkeit hinaus.

    Bei allen Forderungen nach einem Mehr an Finanzie-
    rung: Wir wissen um die Unterschiedlichkeit und Diffe-
    renziertheit in den Zielsetzungen der Länder. Am Ende
    kann es nicht das Ziel sein, dass der eine das Ziel der
    Reise bestimmt und der andere vielleicht nur und für im-
    mer die Reisekosten übernimmt.

    Meine sehr geehrten Damen und Herren, selbstver-
    ständlich ist Bildung auch eine gemeinschaftliche Auf-
    gabe; aber jeder an seiner Stelle. Da wird uns hier und
    heute auch kein Kultusminister widersprechen. Im Ge-
    genteil: Wir stehen zur Kulturhoheit der Länder und zur
    föderalen Kompetenzzuordnung.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie des Abg. René Röspel [SPD])


    Dies gilt im Übrigen auch für den heutigen Gesetzent-
    wurf, der die Überregionalität von Projekten betont und
    in bestimmten Fällen die Zustimmung aller Länder er-
    fordert; der Kollege Rupprecht hat es ja angesprochen.
    Deutschland ist ein großes Land mit teilweise völlig un-
    terschiedlichen Regionen und damit verbundenen He-
    rausforderungen. Dies gilt für viele Bereiche, auch für
    den weiten Raum der Bildung, vor allen Dingen aber für
    den Bereich der frühkindlichen und schulischen Bil-
    dung. Aus gutem Grund liegen deshalb die Zuständig-
    keiten der Länder gerade dort, wo sie sich besser ausken-
    nen, Entscheidungen treffen können und im Übrigen
    auch wollen.

    Kolleginnen und Kollegen, die BAföG-Novelle und
    die vorgelegte Grundgesetzänderung gehören zusam-
    men. Sie bieten die Chance, eine Strahlkraft in alle Bil-
    dungsbereiche hinein zu entfalten, nach innen wie nach





    Patricia Lips


    (A) (C)



    (D)(B)

    außen. Sie bieten darüber hinaus Wissenschaft und For-
    schung ganz neue und verlässliche Perspektiven. Inso-
    fern ist es eine gute Situation für alle Beteiligten: für den
    Bund und die Länder, für die Hochschulen und For-
    schungseinrichtungen und vor allem für junge Men-
    schen, die unser Land mit einer guten Ausbildung nach
    vorne bringen.

    Vielen Dank.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)