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ID1805009600

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 18/50 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 50. Sitzung Berlin, Mittwoch, den 10. September 2014 I n h a l t : Glückwünsche zum Geburtstag der Abgeord- neten Karin Evers-Meyer, Dr. Angela Merkel, Günter Lach, Dr. Harald Terpe, Dr. Wilhelm Priesmeier, Jürgen Trittin, Max Straubinger, Norbert Brackmann, Dr. Axel Troost, Bartholomäus Kalb, Karsten Möring, Volker Kauder, Hans- Peter Uhl und Wolfgang Gehrcke . . . . . . . . 4547 B Tagesordnungspunkt 1: (Fortsetzung) a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes über die Feststellung des Bundes- haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2015 (Haushaltsgesetz 2015) Drucksache 18/2000 . . . . . . . . . . . . . . . . . 4547 B b) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bundes 2014 bis 2018 Drucksache 18/2001 . . . . . . . . . . . . . . . . . 4547 C Einzelplan 04 Bundeskanzlerin und Bundeskanzleramt Dr. Gregor Gysi (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 4547 D Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin . . . . . . . 4554 B Katrin Göring-Eckardt (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4560 B Thomas Oppermann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . 4565 A Matthias W. Birkwald (DIE LINKE) . . . . . 4566 A Herbert Behrens (DIE LINKE) . . . . . . . . . 4568 A Volker Beck (Köln) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4570 A Volker Kauder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 4571 A Aydan Özoğuz, Staatsministerin BK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4574 C Gerda Hasselfeldt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 4577 A Bettina Hagedorn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 4579 C Harald Petzold (Havelland) (DIE LINKE) . . 4581 A Monika Grütters, Staatsministerin BK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4582 B Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4584 A Hiltrud Lotze (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4585 A Rüdiger Kruse (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 4586 C Ulle Schauws (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4588 A Burkhard Blienert (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 4588 D Einzelplan 09 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Sigmar Gabriel, Bundesminister BMWi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4590 B Roland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . 4594 B Dr. Michael Fuchs (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 4595 C Dr. Barbara Hendricks (SPD) . . . . . . . . . . 4598 A Kerstin Andreae (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4598 B Wolfgang Tiefensee (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 4600 A Klaus Ernst (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . 4601 B Dr. Joachim Pfeiffer (CDU/CSU) . . . . . . . . . 4603 A Klaus Ernst (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 4603 C Inhaltsverzeichnis II Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 50. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 10. September 2014 Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4605 C Sigmar Gabriel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4606 C Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4607 B Thomas Jurk (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4607 D Eva Bulling-Schröter (DIE LINKE) . . . . . . . . 4609 A Karl Holmeier (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 4610 A Dr. Julia Verlinden (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4612 A Andreas Mattfeldt (CDU/CSU) . . . . . . . . . 4612 C Mark Hauptmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 4613 C Jan Metzler (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . 4615 A Andreas Mattfeldt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 4616 B Einzelplan 14 Bundesministerium der Verteidigung Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin BMVg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4618 B Dr. Alexander S. Neu (DIE LINKE) . . . . . . . 4620 B Rainer Arnold (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4621 D Dr. Tobias Lindner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4624 A Henning Otte (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 4625 A Inge Höger (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . 4627 B Karin Evers-Meyer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 4628 C Agnieszka Brugger (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4629 D Ingo Gädechens (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 4631 B Gabi Weber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4633 A Bartholomäus Kalb (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 4634 A Dr. Karl-Heinz Brunner (SPD) . . . . . . . . . . . . 4635 C Einzelplan 23 Bundesministerium für wirtschaftliche Zu- sammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller, Bundesminister BMZ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4637 A Heike Hänsel (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . 4639 C Sonja Steffen (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4641 A Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4642 C Jürgen Klimke (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 4644 A Annette Groth (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 4645 C Dr. Bärbel Kofler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 4646 C Uwe Kekeritz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4648 B Johannes Selle (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 4649 C Gabriela Heinrich (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 4650 C Tobias Zech (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . 4651 D Stefan Rebmann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 4652 D Volkmar Klein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 4654 C Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4655 A Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4656 C Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 4657 A Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 50. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 10. September 2014 4547 (A) (C) (D)(B) 50. Sitzung Berlin, Mittwoch, den 10. September 2014 Beginn: 10.31 Uhr
  • folderAnlagen
    (D) Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 50. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 10. September 2014 4657 (A) (C) (B) Anlage zum Stenografischen Bericht Liste der entschuldigten Abgeordneten (D) Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Alpers, Agnes DIE LINKE 10.09.2014 Beckmeyer, Uwe SPD 10.09.2014 Bleser, Peter CDU/CSU 10.09.2014 Buchholz, Christine DIE LINKE 10.09.2014 Connemann, Gitta CDU/CSU 10.09.2014 Dağdelen, Sevim DIE LINKE 10.09.2014 Dinges-Dierig, Alexandra CDU/CSU 10.09.2014 Färber, Hermann CDU/CSU 10.09.2014 Ferner, Elke SPD 10.09.2014 Heil (Peine), Hubertus SPD 10.09.2014 Hintze, Peter CDU/CSU 10.09.2014 Dr. Krüger, Hans-Ulrich SPD 10.09.2014 Leutert, Michael DIE LINKE 10.09.2014 Ostendorff, Friedrich BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10.09.2014 Petry, Christian SPD 10.09.2014 Dr. Reimann, Carola SPD 10.09.2014 Sarrazin, Manuel BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 10.09.2014 Schlecht, Michael DIE LINKE 10.09.2014 Steiniger, Johannes CDU/CSU 10.09.2014 Ulrich, Alexander DIE LINKE 10.09.2014 Weinberg, Harald DIE LINKE 10.09.2014 Zimmermann, Pia DIE LINKE 10.09.2014 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Anlagen 50. Sitzung Inhaltsverzeichnis TOP 1 Einbringung Haushaltsgesetz 2015 – Finanzplan des Bundes 2014 bis 2018 Epl 04 Bundeskanzlerin und Bundeskanzleramt Epl 09 Wirtschaft und Energie Epl 14 Verteidigung Einzelplan Anlagen
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Dr. Julia Verlinden


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Herr Mattfeldt, ich bin darüber informiert, dass Sie

    ein Skeptiker der Frackingtechnologie sind. Da sind wir
    einer Meinung.


    (Philipp Graf Lerchenfeld [CDU/CSU]: Das war nicht die Frage! – Max Straubinger [CDU/ CSU]: Es geht um das Handeln!)


    – Ja, genau. Es geht um das Handeln. – Deswegen warte
    ich seit einiger Zeit darauf, dass die Bundesregierung
    endlich einen Vorschlag für eine Änderung des Bundes-
    bergrechts vorlegt;


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Kerstin Andreae [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Genau!)


    denn nur so können wir rechtssicher die Frackingtechno-
    logie verhindern.


    (Andreas Mattfeldt [CDU/CSU]: Was sagen Sie zum Handeln des Ministers?)


    Wir brauchen mehr als nur eine Änderung des Was-
    serhaushaltsgesetzes.


    (Karl Holmeier [CDU/CSU]: Thema verfehlt!)


    Wir brauchen mehr als nur eine Änderung der Umwelt-
    verträglichkeitsprüfung für Bergbau. Wir brauchen klare
    Anweisungen aus Richtung der Bundesregierung. Wir
    als Bundesländer können die Missstände, die auf Bun-
    desebene existieren, nicht ausmerzen.


    (Beifall bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN – Kerstin Andreae [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN], an Bundesminister Sigmar Gabriel gewandt: Vorsicht, die Niedersachsen!)


    Wir können das Thema aber gerne einmal bei einem
    Kaffee vertiefen, Herr Mattfeldt.





    Dr. Julia Verlinden


    (A) (C)



    (D)(B)


    (Lachen bei Abgeordneten der SPD – Zurufe von der CDU/CSU: Oh!)


    Sie alle reden immer von Energieeffizienz, aber ich
    glaube, Sie haben es noch nicht verstanden


    (Zurufe von der CDU/CSU und der SPD: Ah!)


    als echte Strategie der Energie-, Wirtschafts- und Außen-
    politik. Sie alle sprechen immer in Ihren Reden davon,
    aber es passiert nichts. Energieeffizienz nützt nicht nur
    dem Klima, sondern schont auch unsere Kassen. Derzeit
    geben wir 100 Milliarden Euro für den Import von
    Erdöl, Erdgas und Kohle aus, und zwar jedes Jahr. Diese
    Ausgaben zu senken, sollte doch auch in Ihrem Interesse
    sein.

    Mehr als 35 Prozent unseres Erdgases kommt aus
    Russland. Dieses Gas benötigen wir in erster Linie zum
    Heizen des Fraunhofer-Instituts IWES. Eine Studie hat
    jüngst gezeigt, dass wir durch eine schnellere energeti-
    sche Sanierung unserer Häuser und durch einen raschen
    Ausbau der erneuerbaren Energien diese Erdgasimporte
    bis 2030 komplett überflüssig machen können. Dafür
    müssen wir aber jetzt mit dem Energiesparen anfangen.
    Das heißt, wir brauchen eine spürbare Erhöhung der
    KfW-Mittel für energetische Sanierung. Dies ist im au-
    genblicklichen Entwurf des Haushalts leider nicht vorge-
    sehen. Aber nicht nur das: Wir brauchen auch einen
    Energiesparfonds, mit dem wir Effizienzpolitik und
    Energieeinsparungen umfassend, sozial gerecht und wir-
    kungsvoll finanzieren. Das wäre der richtige Weg, um
    hier endlich voranzukommen.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Seit der Bundestagswahl ist nun fast ein Jahr vergan-
    gen. In den Wahlprogrammen aller im Bundestag vertre-
    tenen Parteien finden sich, wie gesagt, diese rhetorisch
    starken Bekenntnisse zur Energieeffizienz. Aber es geht
    ums Handeln. Das haben Sie ja eben sehr richtig ange-
    merkt. Selbst im Wahlprogramm der FDP stand etwas
    zum Thema Energieeffizienz. Aber was ist in diesem Be-
    reich seit einem Jahr passiert? So gut wie gar nichts.


    (Thomas Jurk [SPD]: Die Mittel gehen hoch!)


    Diesmal können Sie nicht der FDP die Schuld dafür ge-
    ben.


    (Thomas Jurk [SPD]: Die Mittel gehen nach oben!)


    – Nein, gehen sie nicht.


    (Thomas Jurk [SPD]: Doch! Haushalt lesen!)


    Der vorliegende Haushaltsentwurf steht nicht für
    große Sprünge bei der Energieeffizienz im nächsten Jahr,
    schlimmer noch, es geht schrittchenweise zurück mit der
    Energiewende. Es geht zurück, Herr Jurk. So wollen Sie
    zum Beispiel die Mittel für das eben angesprochene er-
    folgreiche Marktanreizprogramm für erneuerbare Ener-
    gien im Wärmebereich um 12 Millionen Euro kürzen.
    Wie passt das bitte schön mit der Energiewende zusam-
    men?


    (Thomas Jurk [SPD]: Energieeffizienz!)

    Zur Erinnerung, Herr Gabriel: Auch diese Legislatur-
    periode dauert nur vier Jahre. Das erste Jahr ist um. Es
    wird langsam Zeit, dass Sie in die Hufe kommen. Wir
    brauchen eine Energieeinsparpolitik, die sich auch im
    Bundeshaushalt ganz klar niederschlägt, und zwar jetzt,
    sofort.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)




Rede von Johannes Singhammer
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CSU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CSU)

Für die CDU/CSU spricht jetzt der Kollege Mark

Hauptmann.


(Beifall bei der CDU/CSU)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Mark Hauptmann


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kollegen!

    Deutschland geht es gut und sorgt dafür, dass das so
    bleibt. – So könnte die Überschrift in den Zeitungen lau-
    ten, nachdem wir in dieser Woche über den Haushalt de-
    battiert haben. Denn dieses Jahr haben wir mit dem
    Haushalt einen großartigen Erfolg erzielt. Zum ersten
    Mal seit 1969 liegt für 2015 ein Haushaltsentwurf vor,
    der ohne Neuverschuldung auskommt. Dies zieht sich in
    der Finanzplanung bis 2018 so weiter. Dem Schulden-
    machen auf Kosten kommender Generationen wird hier-
    mit ein Riegel vorgeschoben. Die schwarze Null ist da-
    her auch eine historische Leistung im Sinne der
    Generationengerechtigkeit, auf die wir zu Recht stolz
    sein können.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Sehr geehrter Herr Kollege Ernst, diesen Erfolg ge-
    rade im Hinblick auf die Generationengerechtigkeit wol-
    len wir uns von Ihnen und von Ihren Kollegen, die per-
    manent nach Steuererhöhungen und Umverteilung
    schreien, nicht zerreden lassen. Wir haben hier quasi ei-
    nen zukunftsweisenden Erfolg erzielt.

    Der stabile Bundeshaushalt ist aber aktuell auch auf
    die gute Beschäftigungssituation zurückzuführen, die
    wir vor allem unseren mittelständischen Unternehmen
    zu verdanken haben. Die Kernaufgabe der deutschen
    Wirtschaftspolitik muss daher die Impulsgebung für mit-
    telständische Aktivitäten sowie die gezielte Förderung
    innovativer Technologien sein. Wir brauchen Mittel-
    stand, wir brauchen Investitionen, und wir brauchen
    Technologien für eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik.

    Kommen wir zum ersten Punkt, zum Mittelstand. Der
    Mittelstand ist bei uns in Deutschland Innovationsmotor
    und das Fundament unseres deutschen Wohlstands. Über
    1 500 deutsche Unternehmen sind Weltmarktführer in
    ihren jeweiligen Marktsegmenten. Das Bundeswirt-
    schaftsministerium hat festgestellt, dass neun von zehn
    Spitzenunternehmen Mittelständler sind. Der Bereich
    Mittelstandspolitik hat im Einzelplan dieses Haushalts-
    entwurfes ein Volumen von 875 Millionen Euro. Der
    größte Teil entfällt dabei auf die Investitionsförderung in
    strukturschwachen Regionen.

    Die Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesse-
    rung der regionalen Wirtschaftsstruktur“, GRW, hat im
    Haushalt 2015 eine Aufwertung um 17 Millionen Euro





    Mark Hauptmann


    (A) (C)



    (D)(B)

    auf 600 Millionen Euro erfahren. Gerade ostdeutsche
    Bundesländer haben in den vergangenen Jahren von die-
    ser Förderung profitiert, beispielsweise durch Fördermit-
    tel für die Erschließung des Breitbandausbaus. Die
    strukturschwächeren ländlichen Räume haben hier be-
    sonders mit den kleinen und mittelständischen Unterneh-
    men eine Infrastruktur vorzuweisen, die wir nachhaltig
    stärken sollten. Die Erhöhung der GRW-Mittel ent-
    spricht daher exakt der Zielsetzung unserer Wirtschafts-
    politik, allen Regionen einen marktorientierten Struktur-
    wandel mit verlässlichen Rahmenbedingungen zu
    ermöglichen und positive Wachstumskräfte freizusetzen.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Zweitens: zum Bereich der Innovationen. Ein innova-
    tiver Mittelstand ist für die Wettbewerbsfähigkeit der
    deutschen Wirtschaft entscheidend. Aufgrund ihrer Spe-
    zialisierung und unmittelbaren Kundennähe tragen ge-
    rade die mittelständischen Unternehmen mit vielen Ent-
    wicklungen zu innovativen Produkten bei. Kleine, aber
    hochinnovative Familienbetriebe stärken als Hidden
    Champions das Qualitätssiegel „Made in Germany“.
    Ziel einer erfolgreichen Mittelstandspolitik muss also
    sein, entsprechende Rahmenbedingungen für unterneh-
    merisches Handeln zu schaffen, um Gründung, Wachs-
    tum, Innovationen und Investitionen zu erleichtern. Die
    Erhöhung der Förderung des Kapitels zu Innovationen
    und Technologie im Haushaltsentwurf um 39 Millio-
    nen Euro auf über 2,38 Milliarden Euro ist hierbei ein
    klarer Schritt in die richtige Richtung.

    Es wurde bereits angesprochen: Unser deutsches
    Leuchtturmprojekt zur Unterstützung von anwendungs-
    orientierter technologieoffener Forschung ist das
    Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand. Auch hier
    haben wir dafür gesorgt, dass mit der Erhöhung der
    ZIM-Mittel um 30 Millionen Euro auf rund 543 Millio-
    nen Euro ein Schritt in die richtige Richtung gemacht
    wird. Mit der Unterstützung von ZIM können Unterneh-
    men und kooperierende Forschungseinrichtungen Zu-
    schüsse für anspruchsvolle Forschungs- und Entwick-
    lungsprojekte erhalten und so auch innovative Ideen in
    ganz Deutschland umsetzen.

    Es ist zu begrüßen, dass die neuen Länder mit einem
    Anteil von 40 Prozent besonders von diesen Forschungs-
    unterstützungsleistungen profitieren. Warum ist das so?
    Während im Süden und im Westen der Republik die
    großen Unternehmen Forschungs- und Entwicklungs-
    aufgaben übernehmen, findet diese Innovationsleistung
    in Ostdeutschland – Herr Claus, Sie haben das angespro-
    chen – gerade bei den kleinen und mittelständischen
    Unternehmen statt. Die Bezeichnung des Mittelstandes
    als „Brutkasten“ für innovative Ideen und Entwicklun-
    gen ist daher gerade für die neuen Bundesländer in
    besonderem Maße zutreffend. ZIM kann diese Lücke
    füllen und kleine und mittlere Betriebe entscheidend
    stärken.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Neben den vielen Chancen gibt es natürlich auch
    zahlreiche Herausforderungen. Wir alle wissen, dass der
    demografische Wandel uns alle betrifft. Wir müssen
    auch Antworten im Hinblick auf den ländlichen Raum
    und den demografischen Wandel dort finden. Meine Hei-
    mat, der Freistaat Thüringen, ist hier bereits einen Schritt
    weiter als wir im Bund.

    Seit dem 1. September dieses Jahres werden Familien
    in Thüringen mit einem Sanierungsbonus von mindes-
    tens 12 000 Euro unterstützt, wenn sie bestehende
    Gebäude energetisch und barrierearm umgestalten und
    mindestens 50 000 Euro investieren. Insgesamt inves-
    tiert der Freistaat Thüringen 25 Millionen Euro in dieses
    Projekt.

    Wenn wir dies flächendeckend in ganz Deutschland
    haben wollen, dann brauchen wir diesen Sanierungs-
    bonus auch mit der Unterstützung des Bundes. In den
    Koalitionsvertrag hat der Sanierungsbonus schon
    Eingang gefunden; nun müssen wir ihn auch mit Leben
    erfüllen.

    Drittens: der Bereich der Technologie. Von der Inno-
    vationsfähigkeit unserer mittelständischen Betriebe ist es
    nicht weit zur Technologiepolitik. Die große Stärke un-
    seres Landes liegt darin, dass wir gerade hier wollen,
    dass der Erhalt der Technologie und die Erschließung
    neuer Märkte weiter gefördert werden.

    Von daher, sehr geehrter Herr Minister, gestatten Sie
    mir eine kurze Anmerkung. Wir alle wollen Hochtech-
    nologie in diesem Land halten. Von daher verstehen wir
    in der Union teilweise nicht die Frage, dass wir auf der
    Grundlage der zu rot-grünen Zeiten festgelegten Export-
    richtlinien im Bereich der Verteidigung weitere Ein-
    schränkungen vornehmen wollen und eben einen Abbau
    dieser Technologie zumindest billigend in Kauf nehmen.
    Von daher bitte ich Sie – das sollte auch noch einmal
    zusammen mit uns überlegt werden –, dass wir diesen
    Bereich gerade dort, wo Dual-Use-Güter hergestellt wer-
    den, wo also zivile als auch sicherheitsrelevante Güter
    hergestellt werden, besonders berücksichtigen. Sie alle
    kennen diese Spill-Over-Effekte, die im Bereich der si-
    cherheitsrelevanten Forschung auch auf die zivile Nut-
    zung entstehen. Denken Sie an das GPS, an die Sensorik,
    die Optik, die IT-Sicherheit, die Oberflächentechnik, die
    Mechatronik und, und, und.

    Wir alle wollen, dass diese Bereiche auch in Zukunft
    erfolgreich hier in Deutschland bleiben können und hier
    für Arbeitsplätze und für die Hochtechnologie in diesem
    Land sorgen.

    Von daher bitte ich Sie, dass wir noch einmal darüber
    nachdenken, wie wir es schaffen können, Hochtechnolo-
    gie in diesem Bereich auch in Zukunft in diesem Land
    erfolgreich zu erhalten, und wie wir hier dafür sorgen,
    dass wir auch beim Haushaltsentwurf 2016 sagen kön-
    nen: Deutschland geht es gut, und wir sorgen auch in Zu-
    kunft dafür, dass dies so bleibt.

    Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)