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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 18/41 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 41. Sitzung Berlin, Dienstag, den 24. Juni 2014 I n h a l t : Wahl der Abgeordneten Kathrin Vogler als Schriftführerin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3565 A Tagesordnungspunkt I: a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Ge- setzes zur Absicherung stabiler und fai- rer Leistungen für Lebensversicherte (Lebensversicherungsreformgesetz – LVRG) Drucksache 18/1772 . . . . . . . . . . . . . . . . . 3565 B b) Antrag der Abgeordneten Susanna Karawanskij, Matthias W. Birkwald, Dr. Axel Troost, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Lebensver- sicherungen auf den Prüfstand stellen – Kein Schnellverfahren zu Lasten der Versicherten Drucksache 18/1815 . . . . . . . . . . . . . . . . . 3565 B Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3565 C Susanna Karawanskij (DIE LINKE) . . . . . . . 3566 D Carsten Schneider (Erfurt) (SPD) . . . . . . . . . . 3567 D Dr. Gerhard Schick (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3569 B Anja Karliczek (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 3570 C Tagesordnungspunkt II: a) Zweite Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Ge- setzes über die Feststellung des Bundes- haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2014 (Haushaltsgesetz 2014) Drucksachen 18/700, 18/702 . . . . . . . . . . . 3571 C b) Beratung der Beschlussempfehlung des Haushaltsausschusses zu der Unterrich- tung durch die Bundesregierung: Finanz- plan des Bundes 2013 bis 2017 Drucksachen 17/14301, 18/1026 . . . . . . . 3571 C II.1 Einzelplan 01 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bundespräsident und Bundespräsi- dialamt Drucksachen 18/1023, 18/1024 . . . . . . . 3571 C II.2 Einzelplan 02 Deutscher Bundestag Drucksachen 18/1002, 18/1023 . . . . . . . 3571 D II.3 Einzelplan 03 Bundesrat Drucksache 18/1024 . . . . . . . . . . . . . . . . 3571 D II.4 a) Einzelplan 08 Bundesministerium der Finanzen Drucksachen 18/1008, 18/1023. . . . . 3572 A b) Einzelplan 20 Bundesrechnungshof Drucksache 18/1024 . . . . . . . . . . . . . 3572 A c) Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Haushaltsbegleitge- setzes 2014 Drucksachen 18/1050, 18/1223, 18/1762 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3572 A d) Antrag der Fraktionen CDU/CSU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜ- NEN: Herstellung des Einver- nehmens von Bundestag und Bundesregierung zum Begehren der Republik Litauen, der dritten Stufe der Europäischen Wirt- schafts- und Währungsunion bei- Inhaltsverzeichnis II Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 41. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 24. Juni 2014 zutreten und den Euro als Umlauf- währung einzuführen hier: Stellungnahme des Deutschen Bundestages nach Artikel 23 Ab- satz 3 des Grundgesetzes i. V. m. § 9a des Gesetzes über die Zusam- menarbeit von Bundesregierung und Deutschem Bundestag in An- gelegenheiten der Europäischen Union Drucksache 18/1800 . . . . . . . . . . . . . 3572 B e) Beratung der Unterrichtung durch das Bundesministerium der Finanzen gemäß § 9a des Gesetzes über die Zusammenarbeit von Bundesregie- rung und Deutschem Bundestag in Angelegenheiten der Europäi- schen Union: Beitritt Litauens zum Euroraum Drucksache 18/1730 . . . . . . . . . . . . . 3572 B Dr. Dietmar Bartsch (DIE LINKE) . . . . . . . . 3572 C Norbert Barthle (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 3574 C Sven-Christian Kindler (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3576 B Johannes Kahrs (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3578 B Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3580 C Alexander Ulrich (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . 3582 D Dr. Hans-Ulrich Krüger (SPD) . . . . . . . . . . . . 3583 C Ekin Deligöz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3585 A Ralph Brinkhaus (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 3586 A Dr. Axel Troost (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 3588 A Lothar Binding (Heidelberg) (SPD) . . . . . . . . 3589 A Manuel Sarrazin (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3591 C Norbert Brackmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 3592 C Christian Petry (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3593 C Bartholomäus Kalb (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 3594 C Uwe Feiler (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . 3596 B II.5 Einzelplan 16 Bundesministerium für Umwelt, Na- turschutz, Bau und Reaktorsicherheit Drucksachen 18/1023, 18/1024 . . . . . . . 3598 B Ralph Lenkert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 3598 C Steffen-Claudio Lemme (SPD) . . . . . . . . . . . 3599 D Sven-Christian Kindler (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3600 D Steffi Lemke (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) 3601 C Christian Hirte (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 3603 A Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin BMUB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3604 D Annalena Baerbock (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3606 A Roland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . 3607 C Marie-Luise Dött (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 3608 C Peter Meiwald (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3610 A Dr. André Berghegger (CDU/CSU) . . . . . . . . 3611 C Sören Bartol (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3613 A Ralph Lenkert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . 3613 B Steffi Lemke (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3613 D Dr. Georg Nüßlein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 3615 B Dr. Klaus-Peter Schulze (CDU/CSU) . . . . . . 3617 A II.6 Einzelplan 15 Bundesministerium für Gesundheit Drucksachen 18/1023, 18/1024 . . . . . . . 3618 D Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . 3619 A Helmut Heiderich (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 3620 B Ekin Deligöz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3621 D Petra Hinz (Essen) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 3623 D Hermann Gröhe, Bundesminister BMG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3626 A Harald Weinberg (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . 3628 A Burkhard Blienert (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 3629 D Kordula Schulz-Asche (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3631 A Jens Spahn (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . 3631 D Dr. Edgar Franke (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 3634 C Maria Michalk (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 3636 C Reiner Meier (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 3638 A II.7 Einzelplan 17 Bundesministerium für Familie, Se- nioren, Frauen und Jugend Drucksachen 18/1016, 18/1023 . . . . . . . 3639 D Jörn Wunderlich (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . 3640 A Manuela Schwesig, Bundesministerin BMFSFJ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3641 C Katja Dörner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3643 B Alois Rainer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . 3644 C Ulrike Gottschalck (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . 3646 B Michael Leutert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 3647 D Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 41. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 24. Juni 2014 III Nadine Schön (St. Wendel) (CDU/CSU) . . . . 3648 D Dr. Franziska Brantner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3650 D Marcus Weinberg (Hamburg) (CDU/CSU) . . 3651 D Stefan Schwartze (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 3653 D Sylvia Pantel (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 3654 D Michael Leutert (DIE LINKE) . . . . . . . . . 3655 C Petra Crone (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3656 C Ingrid Pahlmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 3657 C II.8 Einzelplan 10 Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Drucksachen 18/1010, 18/1023 . . . . . . . 3659 B Sabine Leidig (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 3659 B Cajus Caesar (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 3660 D Sven-Christian Kindler (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3662 B Ulrich Freese (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3664 A Christian Schmidt, Bundesminister BMEL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3665 A Sven-Christian Kindler (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3666 C Karin Binder (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . 3667 C Elvira Drobinski-Weiß (SPD) . . . . . . . . . . . . 3668 D Nicole Maisch (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3669 C Franz-Josef Holzenkamp (CDU/CSU) . . . . . . 3671 A Petra Crone (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3672 D Sven-Christian Kindler (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3673 A Thomas Mahlberg (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 3674 A Rainer Spiering (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3675 D Marlene Mortler (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 3677 A Johann Saathoff (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3678 B Nächste Sitzung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3680 C Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten. . . . . . 3681 A Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 41. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 24. Juni 2014 3565 (A) (C) (D)(B) 41. Sitzung Berlin, Dienstag, den 24. Juni 2014 Beginn: 10.01 Uhr
  • folderAnlagen
    (D) Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 41. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 24. Juni 2014 3681 (A) (C) (B) Anlage zum Stenografischen Bericht Liste der entschuldigten Abgeordneten (D) Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Alpers, Agnes DIE LINKE 24.06.2014 Barchmann, Heinz- Joachim SPD 24.06.2014 Bätzing-Lichtenthäler, Sabine SPD 24.06.2014 Beermann, Maik CDU/CSU/CSU 24.06.2014 Dr. Böhmer, Maria CDU/CSU 24.06.2014 Brugger, Agnieszka BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 24.06.2014 Dr. Fabritius, Bernd CDU/CSU 24.06.2014 Flosbach, Klaus-Peter CDU/CSU 24.06.2014 Dr. Gauweiler, Peter CDU/CSU 24.06.2014 Groth, Annette DIE LINKE 24.06.2014 Hardt, Jürgen CDU/CSU 24.06.2014 Hübinger, Anette CDU/CSU 24.06.2014 Kaster, Bernhard CDU/CSU 24.06.2014 Kolbe, Daniela SPD 24.06.2014 Kühn (Tübingen), Christian BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 24.06.2014 Lange (Backnang), Christian SPD 24.06.2014 Maag, Karin CDU/CSU 24.06.2014 Özdemir, Cem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 24.06.2014 Rawert, Mechthild SPD 24.06.2014 Scharfenberg, Elisabeth BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 24.06.2014 Schlecht, Michael DIE LINKE 24.06.2014 Dr. Schmidt, Frithjof BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 24.06.2014 Dr. Schröder, Ole CDU/CSU 24.06.2014 Dr. Steinmeier, Frank- Walter SPD 24.06.2014 Strässer, Christoph SPD 24.06.2014 Thönnes, Franz SPD 24.06.2014 Vogel (Kleinsaara), Volkmar CDU/CSU 24.06.2014 Wagner, Doris BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 24.06.2014 Walter-Rosenheimer, Beate BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 24.06.2014 Wellmann, Karl-Georg CDU/CSU 24.06.2014 Werner, Katrin DIE LINKE 24.06.2014 Zdebel, Hubertus DIE LINKE 24.06.2014 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Anlagen 41. Sitzung Inhaltsverzeichnis TOP I Stabile Leistungen für Lebensversicherte TOP II Haushaltsgesetz 2014, Finanzplan 2013 - 2017 Epl 01 Bundespräsident Epl 02 Bundestag Epl 03 Bundesrat Epl 08, Finanzen Epl 20 Bundesrechnungshof Epl 16 Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Epl 15 Gesundheit Epl 17 Familie, Senioren, Frauen und Jugend Epl 10 Ernährung und Landwirtschaft Anlagen
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Johann Saathoff


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und

    Kollegen! Sehr geehrter Herr Minister Schmidt! Frau
    Mortler, Sie haben für eine Premiere in meinem Leben
    gesorgt. Es ist allererste Mal in meinem Leben, dass mir
    jemand zum Namenstag gratuliert. Ganz herzlichen
    Dank dafür!


    (Beifall)


    Ich gebe offen und frei zu: Ich habe gar nicht gewusst,
    dass er heute ist.


    (Heiterkeit – Franz-Josef Holzenkamp [CDU/ CSU]: Da geben wir dir gerne Nachhilfeunterricht!)




Rede von Dr. Norbert Lammert
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)

Das macht Frau Mortler ab jetzt jedes Jahr; dann wer-

den Sie sich daran gewöhnen.


  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Johann Saathoff


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Danke, Herr Präsident.

    Es gibt in der Landwirtschaftspolitik viel zu tun, liebe
    Kolleginnen und Kollegen. An erster Stelle steht als zen-
    trale Zukunftsaufgabe aus meiner Sicht ganz klar die
    Entwicklung der ländlichen Räume.

    Die SPD-Bundestagsfraktion beschäftigt sich schon
    seit einigen Jahren intensiv mit der Entwicklung der
    ländlichen Räume. Unter der Federführung meines Kol-
    legen Willi Brase


    (Beifall bei der SPD)


    haben wir Sozialdemokraten vor kurzem hier im Deut-
    schen Bundestag eine Konferenz zu diesem Thema
    durchgeführt.

    Wir sind uns alle einig, dass die Wichtigkeit der länd-
    lichen Entwicklung deutlich stärker als bisher betont
    werden muss. Aus meiner Sicht ist es bei der Entwick-
    lung der ländlichen Räume auch notwendig, das parla-
    mentarische Bewusstsein für diese Problematik zu stär-
    ken. Die Mehrheit der Parlamentarier lebt nämlich im
    Gegensatz zur Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger
    nicht im ländlichen Raum und erlebt somit dessen Ent-
    wicklung und dessen Probleme nicht am eigenen Leibe.


    (Beifall bei der SPD)


    Schulen, Arztpraxen, Dorfläden sterben. Die ländlichen
    Regionen verlieren zunehmend Einwohner, die sie ei-
    gentlich tragen sollen. Ich war vor meiner Wahl in den
    Deutschen Bundestag über zehn Jahre hauptamtlicher
    Bürgermeister der Gemeinde Krummhörn. Das ist länd-
    licher Raum, liebe Kolleginnen und Kollegen, wie er im
    Buche steht. Von den 19 Ortschaften der Gemeinde sind
    mittlerweile 11 ohne jegliches Gewerbe. Jedes Jahr ver-
    loren wir deutlich Einwohner, und die Geburtenzahlen
    haben sich in diesen zehn Jahren fast halbiert. Die im-
    mensen Investitionen in die Dorferneuerung schienen
    ohne Dorfbewohner ihren Sinn zu verlieren. Es war
    deutlich zu erkennen, dass die Menschen ihrem Arbeits-
    platz hinterherziehen – eine Folge der drastisch gestiege-
    nen Mobilitätskosten. Außerdem suchen sie die Nähe zu
    Geschäften, Schulen, Kindertagesstätten und Freizeitein-
    richtungen.





    Johann Saathoff


    (A) (C)



    (D)(B)

    Aus dieser Erfahrung heraus halte ich es für unab-
    dingbar, dass es uns mit einem Maßnahmenplan zur Re-
    attraktivierung des ländlichen Raums gelingt, dort auch
    wieder Wertschöpfung stattfinden zu lassen.


    (Beifall bei der SPD und der CDU/CSU sowie der Abg. Dr. Kirsten Tackmann [DIE LINKE])


    Wir müssen uns verabschieden von der reinen Produk-
    tion landwirtschaftlicher Produkte; stattdessen muss zur
    Produktion die Veredelung der Produkte kommen. Hier-
    bei geht es vor allem um regionale Produkte, die wieder
    zu identifizieren, herzustellen und zu vermarkten sind.
    Regionalität als Marke ist – insbesondere im Tourismus –
    noch nicht ausreichend erkannt. Vor allem ist Regionali-
    tät nicht beliebig kopierbar.


    (Beifall bei der SPD und der CDU/CSU)


    Wenn über regionale Wertschöpfung wieder Arbeits-
    plätze im ländlichen Raum entstehen, wird das dazu füh-
    ren, dass wieder vermehrt Menschen auf dem Land woh-
    nen wollen.

    Als zweites Element werden wir die Dorferneuerung
    als reines Programm für den Tiefbau umwandeln müssen
    in eine Art soziale Dorferneuerung,


    (Beifall bei der SPD)


    die zum Ziel hat, Initiativen und Projekte des sozialen
    Miteinanders und des sozialen Zusammenhaltes zu för-
    dern. Ich denke da nicht nur an Dorfgemeinschafts-
    häuser, sondern auch an Dorfläden und soziale Hilfsein-
    richtungen wie Dorf- oder Gemeindekümmerer. Den
    Menschen, liebe Kolleginnen und Kollegen, muss gehol-
    fen werden, wenn sie erkennen, dass die Lebensbedin-
    gungen im ländlichen Raum durch Solidarisierung ge-
    halten und verbessert werden können.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Um das zu schaffen, möchte die Koalition die Ge-
    meinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur
    und des Küstenschutzes“ perspektivisch zu einer Ge-
    meinschaftsaufgabe „Ländliche Entwicklung“ weiterent-
    wickeln. Für meine Heimat Ostfriesland ist das – wie für
    viele andere Regionen in Deutschland auch – ein wichti-
    ges Thema. Zum einen halte ich es nicht nur, aber auch
    als Deichrichter der Deichacht Krummhörn für unbe-
    dingt erforderlich, dass die Mittel für den Küstenschutz
    trotz der Erweiterung um den Hochwasserschutz für
    Flüsse und trotz der Erweiterung um die Entwicklung
    ländlicher Räume in unverminderter Höhe erhalten blei-
    ben.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Der Küstenschutz, liebe Kolleginnen und Kollegen, hat
    nicht ohne Grund Verfassungsrang. Ich kann mir vorstel-
    len, dass sich der ein oder andere alpin sozialisierte Ab-
    geordnete


    (Heiterkeit bei der SPD)


    manchmal fragt, ob die Mittel für den Küstenschutz in
    dieser Höhe und in dieser Kontinuität erforderlich sind.

    (Rainer Spiering [SPD]: Sind sie!)


    „Beter düür, as neet to kopen“ ist hier die ostfriesische
    Devise.


    (Gitta Connemann [CDU/CSU]: Ach?)


    Denn die Vernachlässigung des Küstenschutzes – das
    lehrt uns die Geschichte und das zeigen uns Beispiele
    aus anderen Ländern – ist nicht billiger, liebe Kollegin-
    nen und Kollegen, die Vernachlässigung ist unbezahlbar.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU – Zuruf der Abg. Gitta Connemann [CDU/CSU])


    Ende vergangenen Jahres fegte Orkan „Xaver“ über die
    Nordsee. Die Flutlinie war genauso hoch wie 1962. Den
    stetigen Küstenschutzmaßnahmen ist es zu verdanken,
    dass ein solcher Orkan heute keine Katastrophe mehr zur
    Folge hat.

    Künftig werden wir auch den präventiven Hochwas-
    serschutz mit einem Sonderrahmenplan absichern; dieser
    soll bereits im Haushalt 2015 berücksichtigt werden. Die
    zuständige Bund-Länder-Arbeitsgruppe wird im Herbst
    tagen; dann können Entscheidungen zu Maßnahmen und
    Mitteln getroffen werden.

    Hier sollen in den nächsten Jahrzehnten Flussauen re-
    naturiert, Polder angelegt und weitere Schritte zur Errei-
    chung der Ziele der EG-Wasserrahmenrichtlinie getan
    werden, die auch Prävention beim Hochwasserschutz
    bedeuten. Eines ist auch hier klar: Vorsorgemaßnahmen
    kommen uns volkswirtschaftlich wesentlich günstiger
    als Hochwasserschäden ohne präventive Maßnahmen.

    Im Herbst werden wir dann weitere Schritte zur Um-
    setzung der GAP in Deutschland gehen. Außerdem wer-
    den wir uns mit der Hofabgabeklausel beschäftigen, wie
    wir heute schon mehrfach gehört haben. Wir müssen da-
    bei die agrarstrukturelle Wirkung der Verpflichtung zur
    Hofabgabe genau betrachten. Dabei stellt sich die grund-
    sätzliche Frage, ob die Verpflichtung zur Hofabgabe zur
    Erlangung der verdienten Rente heute noch zeitgemäß
    ist.

    Sie sehen also: Die Koalition hat noch einiges vor.

    Das gilt auch für den Bereich der Eiweißpflanzen.
    Wir bekommen mit der Eiweißpflanzenstrategie 3 Mil-
    lionen Euro zusätzlich für den ökologischen Landbau.
    Das ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung und
    darf an dieser Stelle ruhig einmal erwähnt werden.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Sojabohnen, Lupinen und Erbsen bereichern die Frucht-
    folge, fördern die Bodenfruchtbarkeit und tragen insge-
    samt zur biologischen Vielfalt bei. Aus SPD-Sicht möchte
    ich auch noch ergänzen, dass es sich dabei nicht um gen-
    technisch veränderte Pflanzen handelt, sondern im
    Gegenteil: Das ist ein erster Schritt zu mehr Unabhän-
    gigkeit von Futtermittelimporten und gentechnisch ver-
    änderten Pflanzen.


    (Beifall bei der SPD sowie des Abg. Artur Auernhammer [CDU/CSU])






    Johann Saathoff


    (A) (C)



    (B)

    Wir werden die Forschung in den Bereichen Boden-
    struktur, Pflanzengesundheit und Nährstoffversorgung
    sowie andere landwirtschaftliche Fachfragen weiter vo-
    ranbringen. Damit unterstützen wir eine Strategie, die
    mit der Entkopplung der Direktzahlungen begonnen hat
    und langfristig den Erhalt öffentlicher Gelder vollständig
    an die Erbringung öffentlicher Leistungen koppelt.


    (Beifall bei der SPD)


    Im Rahmen des Direktzahlungs-Durchführungsgesetzes
    haben wir ja gerade eine Mittelumschichtung in die
    zweite Säule, die Ausweisung ökologischer Vorrangflä-
    chen, den Erhalt von Dauergrünland und die Besserstel-
    lung kleinerer Betriebe beschlossen. Jetzt wollen wir mit
    der Eiweißpflanzenstrategie einen weiteren wichtigen
    Schritt machen.

    Wie ich schon sagte: Es gibt viel zu tun, liebe Kolle-
    ginnen und Kollegen. Packen wir es an!


    (Beifall bei der SPD und der CDU/CSU)