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ID1801206900

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 18/12 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 12. Sitzung Berlin, Freitag, den 31. Januar 2014 I n h a l t : Zur Geschäftsordnung Britta Haßelmann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 841 B Michael Grosse-Brömer (CDU/CSU) . . . . . . 842 A Zusatztagesordnungspunkt 2: Wahl von Mitgliedern des Verwaltungsra- tes der Kreditanstalt für Wiederaufbau ge- mäß § 7 Absatz 1 Nummer 4 des Gesetzes über die Kreditanstalt für Wiederaufbau  Drucksache 18/398 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 843 B Tagesordnungspunkt 1: Regierungserklärung durch die Bundes- kanzlerin (Fortsetzung der Aussprache) . . . . . . . . . . . . . 843 B Verkehr und digitale Infrastruktur . . . . . . 843 B Alexander Dobrindt, Bundesminister  BMVI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 843 C Sabine Leidig (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 846 C Sören Bartol (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 848 A Stephan Kühn (Dresden) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 849 C Ulrich Lange (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 851 B Dieter Janecek (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 852 C Herbert Behrens (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . 853 A Kirsten Lühmann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 853 D Tabea Rößner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 855 C Gero Storjohann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 856 D Dr. Konstantin von Notz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 857 A Martin Dörmann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 859 A Reinhold Sendker (CDU/CSU). . . . . . . . . . . . 860 A Matthias Gastel (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 861 B Birgit Kömpel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 861 D Arnold Vaatz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 863 A Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktor- sicherheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 864 C Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin BMUB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 864 C Ralph Lenkert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 866 A Dr. Georg Nüßlein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 866 D Peter Meiwald (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 868 A Ute Vogt (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 869 C Eva Bulling-Schröter (DIE LINKE) . . . . . 869 D Heidrun Bluhm (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . 870 D Marie-Luise Dött (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 872 A Christian Kühn (Tübingen) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 873 B Sören Bartol (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 874 B Volkmar Vogel (Kleinsaara) (CDU/CSU) . . . 875 B Steffen Kanitz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 876 D Inhaltsverzeichnis II Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 12. Sitzung. Berlin, Freitag, den 31. Januar 2014 Bildung und Forschung . . . . . . . . . . . . . . . . 877 D Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin  BMBF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 878 A Nicole Gohlke (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 880 A Dr. Ernst Dieter Rossmann (SPD) . . . . . . . 881 B René Röspel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 882 A Kai Gehring (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 883 C Patricia Lips (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . 885 C Özcan Mutlu (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 886 C Ralph Lenkert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 887 B Dr. Thomas Feist (CDU/CSU) . . . . . . . . . . 887 C Oliver Kaczmarek (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 888 B Kai Gehring (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 889 D Oliver Kaczmarek (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 890 A Dr. Wolfgang Stefinger (CDU/CSU) . . . . . . . 890 B Dr. Simone Raatz (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 891 B Stephan Albani (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 892 C Zusatztagesordnungspunkt 1: Vereinbarte Debatte: zur aktuellen Situation in der Ukraine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 894 A Franz Thönnes (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 894 A Wolfgang Gehrcke (DIE LINKE) . . . . . . . . . 895 C Manuel Sarrazin (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 895 D Marieluise Beck (Bremen) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 896 D Karl-Georg Wellmann (CDU/CSU) . . . . . . . . 897 A Marieluise Beck (Bremen) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 898 B Andrea Lindholz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 899 B Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 900 C Berichtigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 900 B/D Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 901 A Anlage 2 Amtliche Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 901 D Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 12. Sitzung. Berlin, Freitag, den 31. Januar 2014 841 (A) (C) (D)(B) 12. Sitzung Berlin, Freitag, den 31. Januar 2014 Beginn: 9.01 Uhr
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    (D) Berichtigung 10. Sitzung, Seite 657 B, zweiter Absatz, zweiter Satz ist wie folgt zu lesen: „Jetzt will ich nicht, dass wir uns anmaßen, eine Leadership-Funktion zu übernehmen, aber vielleicht könnte es eine „Smart Leadership“-Funktion sein: nicht oberlehrerhaft, nicht selbstgefällig, nicht populistisch, sondern ergebnisorientiert und nachhaltig. Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 12. Sitzung. Berlin, Freitag, den 31. Januar 2014 901 (A) (C) (B) Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten (D)  Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Alpers, Agnes DIE LINKE 31.01.2014 Bätzing-Lichtenthäler, Sabine SPD 31.01.2014 Binninger, Clemens CDU/CSU 31.01.2014 Birkwald, Matthias W. DIE LINKE 31.01.2014 Buchholz, Christine DIE LINKE 31.01.2014 Ehrmann, Siegmund SPD 31.01.2014 Freitag, Dagmar SPD 31.01.2014 Gerdes, Michael SPD 31.01.2014 Giousouf, Cemile CDU/CSU 31.01.2014 Grindel, Reinhard CDU/CSU 31.01.2014 Dr. Hahn, André DIE LINKE 31.01.2014 Hardt, Jürgen CDU/CSU 31.01.2014 Heller, Uda CDU/CSU 31.01.2014 Kauder, Volker CDU/CSU 31.01.2014 Krellmann, Jutta DIE LINKE 31.01.2014 Kühn-Mengel, Helga SPD 31.01.2014 Dr. Lamers, Karl A. CDU/CSU 31.01.2014 Maisch, Nicole BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 31.01.2014 Mast, Katja SPD 31.01.2014 Dr. Müller, Gerd CDU/CSU 31.01.2014 Dr. Murmann, Philipp CDU/CSU 31.01.2014 Dr. Neu, Alexander S. DIE LINKE 31.01.2014 Nietan, Dietmar SPD 31.01.2014 Petzold (Havelland), Harald DIE LINKE 31.01.2014 Pofalla, Ronald CDU/CSU 31.01.2014 Anlage 2 Amtliche Mitteilungen Der Haushaltsausschuss hat mitgeteilt, dass er gemäß § 80 Absatz 3 Satz 2 der Geschäftsordnung von einer Berichterstattung zu den nachstehenden Vorlagen ab- sieht: – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2013 Mitteilung gemäß § 37 Absatz 4 der Bundeshaushalts- ordnung über die Einwilligung in eine überplanmäßige Ausgabe bei Kapitel 11 12 Titel 681 12 – Arbeitslosen- geld II bis zur Höhe von 700 Mio. Euro Drucksachen 18/131(neu), 18/305 Nr. 5 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2013 Mitteilung gemäß § 4 Absatz 2 Satz 6 des Haushaltsge- setzes 2013 i. V. m. § 37 Absatz 4 der Bundeshaushalts- ordnung über die Einwilligung in eine außerplanmä- ßige Verpflichtungsermächtigung bei Kapitel 15 11 Titel 712 01 – Große Baumaßnahme des Robert Koch-Insti- tuts Drucksachen 18/132, 18/305 Nr. 6 Rüthrich, Susann SPD 31.01.2014 Dr. Schick, Gerhard BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 31.01.2014 Schieder (Schwandorf), Marianne SPD 31.01.2014 Schlecht, Michael DIE LINKE 31.01.2014 Schmidt (Fürth), Christian CDU/CSU 31.01.2014 Schmidt (Wetzlar), Dagmar SPD 31.01.2014 Tressel, Markus BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 31.01.2014 Dr. Uhl, Hans-Peter CDU/CSU 31.01.2014 Willsch, Klaus-Peter CDU/CSU 31.01.2014 Zimmermann (Zwickau), Sabine DIE LINKE 31.01.2014  Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Anlagen 902 Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 12. Sitzung. Berlin, Freitag, den 31. Januar 2014 (A) (C) (B) – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2013 Mitteilung gemäß § 37 Absatz 4 der Bundeshaushalts- ordnung über die Einwilligung in eine überplanmäßige Ausgabe bei Kapitel 17 02 Titel 686 01 Erläuterungs- nummer 2 – Zuweisungen an den Fonds für Opfer der Heimerziehung Ost Drucksachen 18/133, 18/305 Nr. 7 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2013 Einwilligung in eine überplanmäßige Ausgabe bei Kapi- tel 17 10 Titel 681 02 – Elterngeld – bis zu einer Höhe von 280 Mio. Euro Drucksachen 18/148, 18/305 Nr. 9 Offsetdruc sellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 K – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2013 Mitteilung gemäß § 37 Absatz 4 der Bundeshaushalts- ordnung über die Einwilligung in eine überplanmäßige Ausgabe bei Kapitel 12 25 Titel 893 01 – Prämien nach dem Wohnungsbau-Prämiengesetz – bis zur Höhe von 30 Mio. Euro Drucksachen 18/264, 18/305 Nr. 11 – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2013 Mitteilung gemäß § 37 Absatz 4 der Bundeshaushalts- ordnung über die Einwilligung in eine überplanmä- ßige Ausgabe bei Kapitel 07 04 Titel 632 01 „Verwal- tungskostenerstattung an Länder“ bis zur Höhe von 5,556 Mio. Euro Drucksachen 18/265, 18/305 Nr. 12 ö (D) kerei, Bessemerstraße 83–91, 1 ln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de 22 12. Sitzung Inhaltsverzeichnis ZP 2 Antrag auf Ergänzung der Tagesordnung: Wahl: Verwaltungsrat der KfW TOP 1 Verkehr und digitale Infrastruktur TOP 1 Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit TOP 1 Bildung und Forschung ZP 1 Vereinbarte Debatte zur Situation in der Ukraine Anlagen
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Dr. Norbert Lammert


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Ich erteile dem Kollegen Christian Kühn für die Frak-

    tion Bündnis 90/Die Grünen das Wort.

    Christian Kühn (Tübingen) (BÜNDNIS 90/DIE
    GRÜNEN):

    Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau
    Ministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf
    der Tribüne! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich freue
    mich heute, nicht nur, weil ich meine erste Rede hier im
    Parlament halte, sondern auch, weil es uns Grünen in der
    letzten Legislaturperiode gelungen ist, zwei Konzepte zu
    entwickeln und auf den Weg zu bringen, die in den Ko-
    alitionsvertrag Eingang gefunden haben, nämlich die
    Mietpreisbremse und das Bestellprinzip bei den Makler-
    kosten.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Lachen des Abg. Sören Bartol [SPD])


    2010 haben es sowohl SPD als auch CDU/CSU noch ab-
    gelehnt. Dass es in dieser Legislaturperiode umgesetzt
    wird, ist ein grüner Erfolg. Darauf können wir Grüne
    stolz sein.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Lachen bei Abgeordneten der SPD)


    Frau Ministerin, Sie können von uns Grünen in dieser
    Legislaturperiode eine konstruktive Oppositionsarbeit in
    der Wohnungs- und Baupolitik erwarten. Wir wollen ge-
    meinsam dafür Sorge tragen, dass das Thema Bauen und
    Wohnen in diesem Parlament einen größeren Stellenwert
    bekommt. Ihre ersten Aussagen dazu haben wir sehr
    wohlwollend zur Kenntnis genommen. Aber Ihren war-
    men Worten – da will ich Frau Bluhm von der Linken
    recht geben – müssen haushalterische Taten folgen.

    Alle wohnungspolitischen, alle baupolitischen, alle
    mietrechtlichen Instrumente und auch alle Fördermittel
    müssen auf zwei große Herausforderungen ausgerichtet
    werden: zur Energiewende auch bei den Gebäuden bei-
    zutragen und den demografischen Wandel zu meistern.
    Wir finden es richtig, dass Sie die Mietpreisbremse
    schnell umsetzen wollen. Angesichts der vielen Podi-
    umsveranstaltungen, auf denen man im Augenblick ist,
    warne ich Sie davor, gegenüber denjenigen einzukni-
    cken, die gerade gegen die Mietpreisbremse arbeiten.
    Bleiben Sie hier in der Großen Koalition standfest, zum
    Wohle der Mieterinnen und Mieter in Deutschland.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Leider haben Sie ein Konzept von uns nicht übernom-
    men.


    (Steffi Lemke [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Nicht nur eins!)


    Sie begehen mit der Absenkung der Modernisierungs-
    umlage – das muss man wirklich sagen – einen Kon-
    struktionsfehler,


    (Sören Bartol [SPD]: Mist!)


    indem Sie eine zeitliche Befristung einführen wollen.
    Das wird am Ende zu nichts anderem führen als zu ei-
    nem Konjunkturprogramm für Anwaltskanzleien. Nichts
    gegen Anwaltskanzleien – auch Anwälte brauchen Jobs –,
    aber eines ist ganz klar: Eine Absenkung der Moderni-
    sierungsumlage in dieser Form ist nicht sinnvoll. Viel-
    leicht schwenken Sie doch noch auf unser Konzept um,
    nämlich auf eine inhaltliche Begrenzung der Moderni-
    sierungsumlage nur auf die Fälle, wo auf die beiden ge-
    nannten großen Herausforderungen reagiert wird, also
    auf den demografischen Wandel in Form des Abbaus
    von Barrieren und auf die Energiewende in Form ener-
    getischer Gebäudesanierung.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Im Zusammenhang mit der energetischen Gebäude-
    sanierung haben wir sehr wohlwollend zur Kenntnis ge-
    nommen, dass Sie die Sanierungsquote auf 2,5 Prozent
    erhöhen wollen. Doch wenn man in den Koalitionsver-
    trag schaut, sieht man, dass dort steht: Sie wollen das
    KfW-Gebäudesanierungsprogramm „verstetigen“ und
    das Programm zur energetischen Stadtsanierung „fort-
    schreiben“. – Wenn man aber die Sanierungsquote stei-
    gern will, kann man die Programme nicht auf dem glei-
    chen Niveau fortführen. Die jetzige Quote liegt bei unter
    1 Prozent. Wenn man darüber hinauskommen will, muss
    man mehr Mittel einsetzen. Hier gibt es in Ihrem Koali-
    tionsvertrag eine riesige Leerstelle; das zeigen auch Ihre
    Aussagen. Ich finde es schade, dass Sie nicht bereit sind,
    gerade in diesem Bereich Mittel einzusetzen. Ich glaube,
    das zeugt von großer Zukunftsvergessenheit der Großen
    Koalition bei der energetischen Gebäudesanierung.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)






    Christian Kühn (Tübingen)



    (A) (C)



    (D)(B)

    Ein paar Worte an die Sozialdemokratie. Die Heiz-
    kosten steigen dreimal schneller als die Löhne. Gerade
    deshalb müssten Sie erkennen: Die energetische Sanie-
    rung ist nicht nur eine Frage des Klimaschutzes, sondern
    auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Ich hoffe,
    dass Sie hier nachlegen und die Regierung ein bisschen
    vor sich hertreiben werden.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Ich komme zum Schluss. Die eigentliche Herausfor-
    derung, vor der die Große Koalition und auch Sie als
    Ministerin stehen, ist das, was Sie hier beschworen ha-
    ben, nämlich die Verzahnung von Umwelt- und Baupoli-
    tik. Ich sage ganz klar: Die klassische Antwort der So-
    zialdemokratie „Mehr Beton hilft mehr“ wird an dieser
    Stelle nicht helfen.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Dr. Matthias Miersch [SPD]: Dann haben Sie aber die Sozialdemokratie falsch verstanden!)


    Sie müssen klar sagen, was die Verzahnung bedeutet.
    Sie bedeutet nämlich mehr als das Hin- und Herschieben
    von Planstellen. Sie dürfen nicht nur Fragen stellen
    – wie Sie das heute getan haben –, sondern Sie müssen
    auch Antworten geben auf die Fragen, wie Sie den Flä-
    chenverbrauch in Deutschland reduzieren wollen, wie
    Sie für mehr Nachhaltigkeit auf den Baustellen sorgen
    wollen, wie Sie ökologische Baustoffe fördern wollen,
    wie Sie die Energiewende im Gebäudebereich meistern
    wollen. Das sind die Herausforderungen, vor denen Sie
    stehen. An deren Bewältigung werden wir Sie messen.

    Wir Grüne werden Sie dabei als kritische, konstruk-
    tive und kluge Opposition begleiten. Ich verspreche Ih-
    nen, dass wir in dieser Legislaturperiode weiterhin die
    Ideenschmiede in der Wohnungs- und Baupolitik in
    Deutschland sein werden.

    Danke schön.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)




Rede von Dr. Norbert Lammert
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)

Auch Ihnen, lieber Herr Kühn, herzlichen Glück-

wunsch zur ersten Rede. Ich wünsche Ihnen Erfolg bei
und Freude an Ihrer parlamentarischen Arbeit.


(Beifall)


Nächster Redner ist der Kollege Sören Bartol für die
SPD-Fraktion.


(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Sören Bartol


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und

    Kollegen! Die Bau- und Stadtentwicklungspolitik ist zu-
    rück auf der politischen Bühne, mit einem neuen Res-
    sortzuschnitt, einer neuen Ministerin und dem Gestal-
    tungsanspruch einer aktiven Stadtentwicklungs- und
    sozialen Wohnungsbaupolitik.
    Ihnen, Frau Ministerin, möchte ich zunächst meine
    herzlichen Glückwünsche zu Ihrem neuen Amt als Um-
    welt- und Bauministerin übermitteln.


    (Beifall bei der SPD sowie der Abg. MarieLuise Dött [CDU/CSU])


    Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und die gemein-
    same Umsetzung dessen, was wir uns als Koalition in
    der Bau-, Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik vor-
    genommen haben: die Reform des Wohngeldes und die
    Mietpreisbremse, die Stärkung der Städtebauförderung
    und die Förderung des Neu- und Umbaus von Wohnun-
    gen, die zugleich bezahlbar, energiesparsam und alters-
    gerecht sind. Das alles ist ein Gesamtpaket, und nur als
    solches ist es auch sinnvoll.

    Es besteht dringender Handlungsbedarf. Wohn- und
    vor allen Dingen Heiz- und Warmwasserkosten steigen
    schneller als die Einkommen. Bei Haushalten im unteren
    Einkommensbereich fressen sie inzwischen bis zu
    40 Prozent des Budgets auf. Das Wohngeld ist seit 2009
    nicht mehr angepasst worden. Haushalte mit kleinen
    Einkommen oder Renten werden alleine wegen hoher
    Wohnkosten in Arbeitslosengeld II oder die Grundsiche-
    rung gedrängt. Das ist ein Verschiebebahnhof zwischen
    den öffentlichen Kassen, und das geht zulasten der Be-
    troffenen.


    (Beifall bei der SPD und der CDU/CSU)


    Die Wohngeldanpassung ist überfällig. Sie zügig an-
    zupacken und zu beschließen, ist eine der ersten Aufga-
    ben. Angesichts der steigenden Energiekosten ist aber
    auch mehr als deutlich, dass der energetische Umbau
    weitergehen muss. Wenn ich energetischer Umbau sage,
    dann meine ich eben nicht nur die Gebäudedämmung,
    sondern vor allen Dingen auch die quartiersbezogenen
    Ansätze der Strom- und Wärmeversorgung, den Einsatz
    erneuerbarer Energien im Gebäudebereich und die Ener-
    gieberatung. Technologieoffenheit und Bezahlbarkeit
    sind die Leitlinien, die sich diese Koalition dabei gesetzt
    hat.

    Die Mietpreisbremse brauchen wir als kurzfristig
    wirksames Instrument, damit sich in Städten und Bal-
    lungsräumen die Preisspirale nicht weiter nach oben
    dreht. So sind zum Beispiel nach dem neuen GSW-Woh-
    nungsmarktbericht von dieser Woche die Mieten in Ber-
    lin bei neu abgeschlossenen Verträgen weiter deutlich
    angestiegen: allein von 2012 auf 2013 in Mitte, Fried-
    richshain und Kreuzberg im Mittel um 12 Prozent. Aus-
    reißer von bis zu 40 Prozent Mietsteigerungen, die es
    durchaus auch gibt, sind dabei noch gar nicht berück-
    sichtigt.

    Diese – ich nenne das so – Exzesse wollen wir mit ei-
    ner Begrenzung bei Wiedervermietung in den Griff be-
    kommen, und ich freue mich, dass der Bundesjustizmi-
    nister dies in enger Abstimmung mit der Bauministerin
    im Sinne des Koalitionsvertrages schnell umsetzen will.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Wer hier Alarm schlägt und das Ende jeder Neubau-
    aktivität sieht, der hat einfach nicht aufmerksam gelesen:





    Sören Bartol


    (A) (C)



    (D)(B)

    Die Mietpreisbremse gilt nicht für den Neubau, sie ist
    regional begrenzt und zeitlich befristet, und sie ist, wie
    schon gesagt, Teil des bau- und wohnungspolitischen
    Gesamtpakets dieser Koalition, eines Pakets, das eben
    nicht nur Mieterinnen und Mieter besser absichert und
    ihre Rechte stärkt, sondern das natürlich auch die Inves-
    titionsbedingungen der Wohnungswirtschaft ganz klar
    verbessert und damit, wie ich finde, eine gute Grundlage
    für das von der Ministerin angekündigte Bündnis für
    Wohnen ist.


    (Beifall bei der SPD und der CDU/CSU)


    Dazu zählen die Fortführung der Bundesmittel für die
    soziale Wohnraumförderung der Länder, die bis Ende
    des Jahrzehnts gesichert ist, die gezielte Förderung des
    genossenschaftlichen Neubaus, die verbilligte Abgabe
    von ehemaligen Militärliegenschaften für den Woh-
    nungsbau und – das ist in dieser Debatte schon oft ge-
    nannt worden – die massive Aufstockung der Städte-
    bauförderung von 455 auf 700 Millionen Euro.

    Sozial stabile Quartiere, ein gesundes und sicheres
    Wohnumfeld, Einkaufsmöglichkeiten, aber auch der
    Rückbau von Leerstand – all das steigert die Lebensqua-
    lität für die Bewohnerinnen und Bewohner, aber es
    sichert und erhöht am Ende auch den Wert der Immobi-
    lien. Zum guten Wohnen gehört eine intakte Nachbar-
    schaft, in den Stadtquartieren der Metropolen wie auch
    in den ländlichen Gemeinden. Denn vor Ort entscheidet
    sich, ob Integration gelingt und demografischer Wandel
    gestaltet werden kann, ob Menschen in politische Le-
    thargie verfallen oder mitmachen. Deshalb bin ich sehr
    froh, dass die soziale Wohnungs- und aktive Stadtent-
    wicklungspolitik mit dieser Koalition endlich wieder
    dort sind, wo sie hingehören, nämlich ganz oben auf der
    Tagesordnung.

    Vielen Dank. Ich freue mich auf die gemeinsame Ar-
    beit.


    (Beifall bei der SPD und der CDU/CSU)