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    Plenarprotokoll 17/220 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 220. Sitzung Berlin, Freitag, den 1. Februar 2013 I n h a l t : Tagesordnungspunkt 35: a) – Zweite und dritte Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und FDP ein- gebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Entbürokratisierung des Gemeinnüt- zigkeitsrechts (Gemeinnützigkeitsent- bürokratisierungsgesetz – GemEntBG)  (Drucksachen 17/11316, 17/12123) . . – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Ent- wurfs eines Gesetzes zur Entbürokra- tisierung des Gemeinnützigkeits- rechts (Gemeinnützigkeitsentbüro- kratisierungsgesetz – GemEntBG) (Drucksachen 17/11632, 17/12037, 17/12123) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . – Bericht des Haushaltsausschusses ge- mäß § 96 der Geschäftsordnung (Drucksache 17/12124) . . . . . . . . . . . . b) Zweite und dritte Beratung des vom Bun- desrat eingebrachten Entwurfs eines Ge- setzes zur Förderung ehrenamtlicher Tätigkeit im Verein (Drucksachen 17/5713, 17/12125) . . . . . . c) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales – zu dem Antrag der Abgeordneten Katrin Kunert, Katja Kipping, Dr. Dietmar Bartsch, weiterer Abge- ordneter und der Fraktion DIE LINKE: Aufwandsentschädigungen für kom- munale Mandatsträgerinnen und Mandatsträger sowie Amtsträgerin- nen und Amtsträger nicht auf Leis- tungen nach dem Zweiten und Zwölften Buch Sozialgesetzbuch an- rechnen – zu dem Antrag der Abgeordneten Katja Kipping, Katrin Kunert, Diana Golze, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Keine Anrech- nung von Aufwandsentschädigun- gen für bürgerschaftliches Engage- ment auf Leistungen nach dem Zweiten und Zwölften Buch Sozial- gesetzbuch (Drucksachen 17/7646, 17/7653, 17/11253 Buchstabe a und b) . . . . . . . . . . . . . . . . . . d) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Erster Engagementbericht – Für eine Kultur der Mitverantwortung – Bericht der Sachverständigenkommission  und Stellungnahme der Bundesregierung (Drucksache 17/10580) . . . . . . . . . . . . . . Christian Freiherr von Stetten (CDU/CSU) . . Petra Hinz (Essen) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Birgit Reinemund (FDP) . . . . . . . . . . . . . Dr. Barbara Höll (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Britta Haßelmann (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Frank Steffel (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Ute Kumpf (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Christian Freiherr von Stetten  (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Marco Buschmann (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . Karl Holmeier (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Siegmund Ehrmann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . Markus Grübel (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Florian Bernschneider (FDP) . . . . . . . . . . . . . 27337 A 27337 B 27337 B 27337 C 27337 D 27338 A 27338 B 27339 C 27341 C 27342 D 27345 A 27347 D 27348 D 27350 B 27351 B 27352 A 27353 A 27354 A 27355 A Inhaltsverzeichnis II Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 220. Sitzung. Berlin, Freitag, den 1. Februar 2013 Klaus Riegert (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Reinhard Grindel (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 34: Antrag der Fraktion der SPD: Erkenntnisse der Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern zur Verfassungswidrigkeit der „Nationaldemokratischen Partei Deutschlands“ (Drucksache 17/12168) . . . . . . . . . . . . . . . . . Thomas Oppermann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Dr. Franz Josef Jung (CDU/CSU) . . . . . . . . . Ulla Jelpke (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . Hartfrid Wolff (Rems-Murr) (FDP) . . . . . . . . Wolfgang Wieland (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Hans-Peter Uhl (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Ralf Jäger, Minister (Nordrhein- Westfalen) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Stefan Ruppert (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . Petra Pau (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . Volker Beck (Köln) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wolfgang Bosbach (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Michael Hartmann (Wackernheim)  (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Patrick Kurth (Kyffhäuser) (FDP) . . . . . . . Dr. Patrick Sensburg (CDU/CSU) . . . . . . . . . Helmut Brandt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 37: a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes zu dem Vertrag vom 9. Dezember 2011 über den Beitritt der Republik Kroatien zur Europäischen Union (Drucksache 17/11872) . . . . . . . . . . . . . . . b) Antrag der Abgeordneten Josip Juratovic, Dietmar Nietan, Axel Schäfer (Bochum), weiterer Abgeordneter und der Fraktion der SPD: EU-Beitritt der Republik Kroatien zum Erfolg führen (Drucksache 17/12182) . . . . . . . . . . . . . . . Michael Link, Staatsminister  AA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Josip Juratovic (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Thomas Dörflinger (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Stefan Liebich (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Manuel Sarrazin (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Karl Holmeier (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 36: a) Beschlussempfehlung und Bericht des Verteidigungsausschusses zu dem Antrag der Abgeordneten Paul Schäfer (Köln), Wolfgang Gehrcke, Jan van Aken, weite- rer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Kein Zugang von Kindern und Jugendlichen zu Kriegswaffen bei Bun- deswehr-Veranstaltungen (Drucksachen 17/8609, 17/9597) . . . . . . . b) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Menschenrechte und hu- manitäre Hilfe zu dem Antrag der Abge- ordneten Katrin Werner, Diana Golze, Paul Schäfer (Köln), weiterer Abgeordne- ter und der Fraktion DIE LINKE: Mili- tärische Verwendung von Minder- jährigen beenden – Ehemalige Kindersoldatinnen und Kindersoldaten unterstützen (Drucksachen 17/8491, 17/9916) . . . . . . . Jürgen Hardt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Angelika Graf (Rosenheim) (SPD) . . . . . . . . Pascal Kober (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Paul Schäfer (Köln) (DIE LINKE) . . . . . . . . Tom Koenigs (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Frank Heinrich (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 39: a) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Kultur und Medien – zu dem Antrag der Abgeordneten Wolfgang Börnsen (Bönstrup), Johannes Selle, Dorothee Bär, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der CDU/CSU sowie der Abgeordneten Dr. Claudia Winterstein, Burkhardt Müller-Sönksen, Reiner Deutschmann, weiterer Abgeordneter und der Frak- tion der FDP: Das Filmerbe stärken, die Kulturschätze für die Nachwelt bewahren und im digitalen Zeitalter zugänglich machen – zu dem Antrag der Abgeordneten Angelika Krüger-Leißner, Siegmund Ehrmann, Petra Ernstberger, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der SPD: Ein nationales Digitalisie- rungsprogramm für unser Filmerbe 27355 D 27357 A 27358 D 27359 A 27360 C 27362 A 27363 A 27364 B 27365 B 27367 A 27368 C 27369 D 27370 D 27372 A 27373 C 27374 D 27375 C 27377 A 27378 B 27378 C 27378 D 27380 A 27381 C 27382 C 27383 C 27384 C 27385 B 27385 C 27385 C 27386 C 27388 A 27389 A 27390 B 27391 A Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 220. Sitzung. Berlin, Freitag, den 1. Februar 2013 III – zu dem Antrag der Abgeordneten Kathrin Senger-Schäfer, Jan Korte, Herbert Behrens, weiterer Abgeordne- ter und der Fraktion DIE LINKE: Fi- nanzierung zur Bewahrung des deutschen Filmerbes endlich sicher- stellen – zu dem Antrag der Abgeordneten Claudia Roth (Augsburg), Tabea Rößner, Dr. Konstantin von Notz, wei- terer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Um- fassende Initiative zur Digitalisie- rung des Filmerbes starten (Drucksachen 17/11006, 17/10098, 17/11007, 17/8353, 17/11933) . . . . . . . . . . . . . . . . . . b) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Drit- ten Gesetzes zur Änderung des Bundes- archivgesetzes (Drucksache 17/12012) . . . . . . . . . . . . . . . Bernd Neumann, Staatsminister  BK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Angelika Krüger-Leißner (SPD) . . . . . . . . . . Dr. Claudia Winterstein (FDP) . . . . . . . . . . . . Kathrin Senger-Schäfer (DIE LINKE) . . . . . . Dr. Konstantin von Notz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Johannes Selle (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 38: a) Erste Beratung des von den Abgeordneten Volker Beck (Köln), Ingrid Hönlinger, Memet Kilic, weiteren Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜ- NEN eingebrachten Entwurfs eines ... Ge- setzes zur Änderung des Parteiengeset- zes – Begrenzung von Parteispenden und Transparenz beim Sponsoring für Parteien (Transparenzgesetz) (Drucksache 17/11877) . . . . . . . . . . . . . . . b) Antrag der Abgeordneten Raju Sharma, Jan Korte, Agnes Alpers, weiterer Abge- ordneter und der Fraktion DIE LINKE: Demokratie stärken, Lobbyismus ver- hindern und Parteienfinanzierung transparenter gestalten (Drucksache 17/9063) . . . . . . . . . . . . . . . Volker Beck (Köln) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Armin Schuster (Weil am Rhein)  (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gabriele Fograscher (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Dr. Stefan Ruppert (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . Volker Beck (Köln) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Raju Sharma (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berichtigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . Anlage 2 Erklärung des Abgeordneten Wolfgang Börnsen (Bönstrup) (CDU/CSU) zur nament- lichen Abstimmung über die Beschlussemp- fehlung: Fortsetzung der Beteiligung bewaff- neter deutscher Streitkräfte an dem Einsatz der Internationalen Sicherheitsunterstützungs- truppe in Afghanistan (International Security Assistance Force, ISAF) unter Führung der NATO auf Grundlage der Resolution 1386 (2001) und folgender Resolutionen, zuletzt Resolution 2069 (2012) vom 9. Oktober 2012 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen (219 Sitzung, Tagesordnungspunkt 7) . . . . . . Anlage 3 Amtliche Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27392 C 27392 D 27393 A 27394 A 27395 C 27396 C 27397 B 27398 B 27399 C 27399 C 27399 D 27400 D 27403 A 27404 B 27405 A 27406 A 27407 C 27407 B 27409 A 27410 A 27410 A Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 220. Sitzung. Berlin, Freitag, den 1. Februar 2013 27337 (A) (C) (D)(B) 220. Sitzung Berlin, Freitag, den 1. Februar 2013 Beginn: 9.00 Uhr
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    Berichtigung 219. Sitzung, Seite 27110 D, vierter Absatz, der erste Satz ist wie folgt zu lesen: „– Ich respektiere, dass Sie keinen Einsatz wollen, aber zu sagen, dass dadurch, dass wir ein unbemanntes Flugzeug gegenüber einem be- mannten Flugzeug bevorzugen, die Hemmschwelle ge- senkt würde, heißt umgekehrt, dass Sie lieber das Leben eines Piloten gefährden und auf den Einsatz dieser Waffe verzichten wollen.“ Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 220. Sitzung. Berlin, Freitag, den 1. Februar 2013 27409 (A) (C) (D)(B) Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten  Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Canel, Sylvia FDP 01.02.2013 Crone, Petra SPD 01.02.2013 Dağdelen, Sevim DIE LINKE 01.02.2013 Dittrich, Heidrun DIE LINKE 01.02.2013 Ernst, Klaus DIE LINKE 01.02.2013 Evers-Meyer, Karin SPD 01.02.2013 Dr. Fuchs, Michael CDU/CSU 01.02.2013 Gerster, Martin SPD 01.02.2013 Glos, Michael CDU/CSU 01.02.2013 Golze, Diana DIE LINKE 01.02.2013 Gottschalck, Ulrike SPD 01.02.2013 Gruß, Miriam FDP 01.02.2013 Dr. Gysi, Gregor DIE LINKE 01.02.2013 Hahn, Florian CDU/CSU 01.02.2013 Heil (Peine), Hubertus SPD 01.02.2013 Heinen-Esser, Ursula CDU/CSU 01.02.2013 Hoff, Elke FDP 01.02.2013 Humme, Christel SPD 01.02.2013 Kiesewetter, Roderich CDU/CSU 01.02.2013 Kindler, Sven-Christian BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 01.02.2013 Klein-Schmeink, Maria BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 01.02.2013 Klimke, Jürgen CDU/CSU 01.02.2013 Krellmann, Jutta DIE LINKE 01.02.2013 Kudla, Bettina CDU/CSU 01.02.2013 Lange, Ulrich CDU/CSU 01.02.2013 Laurischk, Sibylle FDP 01.02.2013 Leidig, Sabine DIE LINKE 01.02.2013 Meinhardt, Patrick FDP 01.02.2013 Menzner, Dorothée DIE LINKE 01.02.2013 Dr. h.c. Michelbach, Hans CDU/CSU 01.02.2013 Mißfelder, Philipp CDU/CSU 01.02.2013 Möller, Kornelia DIE LINKE 01.02.2013 Müller-Sönksen, Burkhardt FDP 01.02.2013 Ostendorff, Friedrich BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 01.02.2013 Otte, Henning CDU/CSU 01.02.2013 Remmers, Ingrid DIE LINKE 01.02.2013 Schaaf, Anton SPD 01.02.2013 Scharfenberg, Elisabeth BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 01.02.2013 Schlecht, Michael DIE LINKE 01.02.2013 Dr. Schmidt, Frithjof BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 01.02.2013 Schmidt (Eisleben), Silvia SPD 01.02.2013 Schmidt (Fürth), Christian CDU/CSU 01.02.2013 Schreiner, Ottmar SPD 01.02.2013 Sendker, Reinhold CDU/CSU 01.02.2013 Silberhorn, Thomas CDU/CSU 01.02.2013 Süßmair, Alexander DIE LINKE 01.02.2013 Dr. Tackmann, Kirsten DIE LINKE 01.02.2013 Trittin, Jürgen BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 01.02.2013 Dr. Volk, Daniel FDP 01.02.2013 Wagenknecht, Sahra DIE LINKE 01.02.2013 Walter-Rosenheimer, Beate BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 01.02.2013 Weinberg, Harald DIE LINKE 01.02.2013 Wellenreuther, Ingo CDU/CSU 01.02.2013 Ziegler, Dagmar SPD 01.02.2013  Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Anlagen 27410 Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 220. Sitzung. Berlin, Freitag, den 1. Februar 2013 (A) (C) (D)(B) Anlage 2 Erklärung des Abgeordneten Wolfgang Börnsen (Bönstrup) (CDU/CSU) zur namentlichen Abstimmung über die Beschlussempfehlung: Fortsetzung der Be- teiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an dem Einsatz der Internationalen Sicherheits- unterstützungstruppe in Afghanistan (Interna- tional Security Assistance Force, ISAF) unter Führung der NATO auf Grundlage der Resolu- tion 1386 (2001) und folgender Resolutionen, zuletzt Resolution 2069 (2012) vom 9. Oktober 2012 des Sicherheitsrates der Vereinten Natio- nen (219. Sitzung, Tagesordnungspunkt 7) Ich habe versehentlich mit Ja gestimmt. Mein Votum lautet Nein. Anlage 3 Amtliche Mitteilungen Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass der Ausschuss gemäß § 80 Absatz 3 Satz 2 der Geschäftsordnung von einer Berichterstattung zu den nachstehenden Vorlagen absieht: Finanzausschuss – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht über die Höhe des steuerfrei zu stellenden Exis- tenzminimums von Erwachsenen und Kindern für das Jahr 2012 (Neunter Existenzminimumbericht) – Drucksachen 17/11425, 17/11614 Nr. 1.3 – Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht über die Tätigkeit der Verkehrsinfrastruktur- finanzierungsgesellschaft im Jahr 2011 – Drucksachen 17/11435, 17/11614 Nr. 1.5 – Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass der Ausschuss die nachstehenden Unionsdokumente zur Kenntnis genommen oder von ei- ner Beratung abgesehen hat. Ausschuss für Wirtschaft und Technologie Drucksache 17/11762 Nr. A.2 Ratsdokument 15737/12 Drucksache 17/11919 Nr. A.12 Ratsdokument 16202/12 Drucksache 17/11919 Nr. A.13 Ratsdokument 16374/12 Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Drucksache 17/12126 Nr. A.28 EP P7_TA-PROV(2012)0460 Drucksache 17/12126 Nr. A.29 Ratsdokument 17611/12 Ausschuss für Gesundheit Drucksache 17/10710 Nr. A.51 Ratsdokument 12751/12 Drucksache 17/11439 Nr. A.11 EP P7_TA-PROV(2012)0320 Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Drucksache 17/11762 Nr. A.3 Ratsdokument 14657/12 Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Drucksache 17/11439 Nr. A.13 Ratsdokument 14641/12 Drucksache 17/11439 Nr. A.14 Ratsdokument 14728/12 Drucksache 17/11919 Nr. A.20 Ratsdokument 16537/12 Drucksache 17/11919 Nr. A.22 Ratsdokument 16723/12 Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe Drucksache 17/9647 Nr. A.18 EP P7_TA-PROV(2012)0087 Drucksache 17/9647 Nr. A.20 EP P7_TA-PROV(2012)0094 Drucksache 17/10710 Nr. A.62 EP P7_TA-PROV(2012)0222 Drucksache 17/10710 Nr. A.63 EP P7_TA-PROV(2012)0228 Drucksache 17/10710 Nr. A.64 EP P7_TA-PROV(2012)0229 Drucksache 17/11108 Nr. A.23 Ratsdokument 13655/12 Drucksache 17/11439 Nr. A.15 EP P7_TA-PROV(2012)0355 Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Drucksache 17/10208 Nr. A.25 Ratsdokument 9944/12 Drucksache 17/10710 Nr. A.76 Ratsdokument 12393/12 Drucksache 17/10710 Nr. A.77 Ratsdokument 12398/12 Drucksache 17/11439 Nr. A.18 Ratsdokument 14531/12 Drucksache 17/11439 Nr. A.19 Ratsdokument 14616/12 Drucksache 17/11439 Nr. A.20 Ratsdokument 14662/12 Drucksache 17/11617 Nr. A.14 EP P7_TA-PROV(2012)0386 Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union Drucksache 17/8967 Nr. A.13 Ratsdokument 6228/12 Drucksache 17/10710 Nr. A.84 Ratsdokument 12827/12 Drucksache 17/10710 Nr. A.85 Ratsdokument 12828/12 220. Sitzung Inhaltsverzeichnis TOP 35 Gemeinnützigkeitsrecht TOP 34 Erkenntnisse über Verfassungswidrigkeit der NPD TOP 37 Beitritt der Republik Kroatien zur EU TOP 36 Zugang von Kindern zu Kriegswaffen TOP 39 Digitalisierung des Filmerbes TOP 38 Transparenz beim Sponsoring für Parteien Anlagen
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Frhr. Christian von Stetten


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Vielen Dank, Herr Präsident. – Guten Morgen, liebe

    Kolleginnen und Kollegen! Das könnte heute ein wirk-
    lich guter Tag für das Ehrenamt werden. Ein guter Tag
    wird es auf jeden Fall; denn – das darf ich vorwegneh-
    men – die Abgeordneten der Regierungskoalition wer-
    den dem Gesetzentwurf heute zustimmen. Ein wirklich
    guter Tag und ein Tag mit Symbolkraft könnte es wer-
    den, wenn Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen der Op-
    positionsparteien, diesem Gesetzentwurf heute ebenfalls
    zustimmen.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der FDP – Markus Grübel [CDU/CSU], an die SPD gewandt: Macht Ihr? – Gegenruf der Abg. Iris Gleicke [SPD]: Wir warten mal, was er so sagt!)


    Um diese Zustimmung möchte ich gerne heute Mor-
    gen am Anfang dieser Debatte bei Ihnen werben. Sie ha-
    ben allen Grund, dem Gesetzentwurf zuzustimmen; denn
    wir haben viele Punkte von Ihnen mit in den Gesetzent-
    wurf aufgenommen. Wir haben viele Punkte des Bun-
    desrates mit aufgenommen, und wir haben selbstver-
    ständlich zahlreiche Gespräche und auch eine Anhörung

    mit den betroffenen Verbänden und Organisationen ge-
    führt bzw. durchgeführt und auch deren Anliegen aufge-
    nommen und eingearbeitet. Wir haben – das ist beson-
    ders wichtig – mit zahlreichen ehrenamtlich engagierten
    Bürgerinnen und Bürgern in unseren Wahlkreisen über
    diesen Gesetzentwurf diskutiert und auch deren Vor-
    schläge einfließen lassen. Bei diesem Gesetzentwurf hat
    also eine Art Bürgerbeteiligung stattgefunden.


    (Beifall des Abg. Reinhard Grindel [CDU/ CSU])


    Zum Abschluss haben wir sogar, sehr geehrter Herr
    Präsident, den etwas umständlichen Arbeitstitel „Ge-
    meinnützigkeitsentbürokratisierungsgesetz“ in „Gesetz
    zur Stärkung des Ehrenamtes“ geändert. Ich glaube, da-
    rüber freuen sich alle Kolleginnen und Kollegen des
    Hauses. Bei der Bürgerbeteiligung ist deutlich gewor-
    den, dass die Bürger Klarheit darüber wollen, was das
    für ein Gesetz ist. Durch dieses Gesetz wird das Ehren-
    amt gestärkt. Deswegen soll es auch so heißen.

    Da das bürgerschaftliche Engagement in großen Tei-
    len in Vereinen, ehrenamtlichen Organisationen und Stif-
    tungen seinen Platz hat, bekommen diese heute einen
    besseren und verlässlicheren rechtlichen Rahmen für
    ihre Tätigkeiten. Wir reden heute nicht nur über das Eh-
    renamt, sondern wir werden heute im Parlament eine
    Entscheidung treffen und dadurch entbürokratisieren
    und flexibilisieren. Auch wenn es nicht jedem gefällt,
    werden wir dieses Gesetz rückwirkend zum 1. Januar
    2013 in Kraft treten lassen, damit die Betroffenen schon
    in diesem Jahr und nicht erst im nächsten Jahr von den
    Änderungen profitieren.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der FDP)


    Diese Vorteile schaffen wir unter anderem durch die Er-
    höhung der sogenannten Übungsleiterpauschale. Wir erhö-
    hen diese um 300 Euro von 2 100 Euro auf 2 400 Euro.
    Wir erhöhen auch den Ehrenamtsfreibetrag für Vor-
    standsmitglieder, Schiedsrichter, Platzwarte und andere
    besonders engagierte Helfer in den Vereinen um satte
    44 Prozent von 500 Euro auf 720 Euro.

    Wir geben den Vereinen mehr Rechtssicherheit; zahl-
    reiche Punkte, die bisher durch Ministeriumserlasse ge-
    regelt worden sind, befinden sich nun im Gesetzblatt.
    Auch neu gegründete Vereine erhalten jetzt den An-
    spruch auf eine rechtsverbindliche Bescheinigung, in der
    festgestellt wird, ob ihre Satzung den Vorschriften der
    Abgabenordnung entspricht. Bisher waren diese Be-
    scheinigungen der Finanzämter ja nur vorläufig, und die
    Vereinsverantwortlichen wussten nicht genau, ob sie
    sich darauf verlassen können.

    Wir ändern aber auch die Abgabenordnung und ver-
    längern die Frist zur Mittelverwendung um ein weiteres
    Jahr. Außerdem erhöhen wir die steuerfreie Umsatz-
    grenze für sportliche Veranstaltungen in Vereinen von
    35 000 auf 45 000 Euro.

    Wir bedanken uns bei Minister Dr. Schäuble, der sich
    persönlich für diesen Gesetzentwurf eingesetzt hat. Herr
    Staatssekretär, wir verbinden diesen Dank mit der Er-





    Christian Freiherr von Stetten


    (A) (C)



    (D)(B)


    wartung, dass die Erhöhung der Übungsleiterpauschale
    durch eine Initiative des Ministeriums in Zukunft auch
    den zahlreichen Mitgliedern der freiwilligen Feuerweh-
    ren zugutekommt.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


    Das alles sind wichtige Investitionen in unsere Ge-
    sellschaft. Die kulturelle und soziale Bedeutung der Ver-
    eine ist in den letzten Jahren nämlich noch einmal stark
    gestiegen. Wer sich in funktionierenden Vereinen auf-
    hält, wer die Wärme, die fast schon familiäre Atmo-
    sphäre spürt, der weiß, dass Vereine in verschiedenen
    Bereichen für zahlreiche Kinder zu einer Art Familiener-
    satz geworden sind. Wir im Deutschen Bundestag begrü-
    ßen und honorieren besonders die Integrationsleistung,
    die die Vereine im Hinblick auf ausländische Jugendli-
    che erbringen. Hier leisten die Vereine einen wesentli-
    chen Beitrag.

    Man muss auch betonen, dass Übungsleiter inzwi-
    schen mehr sind als nur durchtrainierte Vorturner. Sie
    kümmern sich immer mehr auch um die persönlichen
    Probleme der ihnen anvertrauten Jugendlichen. Viele Ju-
    gendliche lernen im Verein zum ersten Mal die Wichtig-
    keit von Pünktlichkeit, Fairness und kameradschaftli-
    chem Miteinander.

    Wir haben uns entschieden, auch die Haftungsrisiken
    ehrenamtlich tätiger Vorstandsmitglieder zu verringern,
    um dafür zu sorgen, dass den Bürgerinnen und Bürgern
    der Schritt hin zur Übernahme von mehr Verantwortung
    in Vereinen leichter fällt. Natürlich wird auch weiterhin
    gelten: Wer grobe Fehler macht oder wer strafrechtlich
    relevantes Verhalten an den Tag legt, wird zur Verant-
    wortung gezogen werden. Aber derjenige, der sich enga-
    gieren will, der bereit ist, ein Vorstandsamt anzunehmen,
    darf in Zukunft nicht mehr das Gefühl haben, dass er für
    sich persönlich oder in finanzieller Hinsicht ein unkalku-
    lierbares Risiko eingeht. Diese Angst darf kein Grund
    mehr sein, ein Vorstandsamt nicht anzunehmen. Dafür
    werden wir heute sorgen. Wir begrenzen die Haftung ein
    weiteres Mal.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


    Liebe Kolleginnen und Kollegen, es wird im Laufe
    der heutigen Debatte noch öfter der Fall sein, dass wir
    uns klar zum Ehrenamt bekennen und feststellen, dass
    Deutschland mittlerweile zum Land der Ehrenamtlichen
    geworden ist; denn Millionen von Bürgern engagieren
    sich in gemeinnützigen Vereinen. Deutschland ist auf ei-
    nem guten Weg, auch zum Land der Stiftungen und Stif-
    ter zu werden. Diesen Weg wollen wir gemeinsam mit
    den Stifterinnen und Stiftern weitergehen. Um dies zu
    erreichen, beschließen wir auch zahlreiche Verbesserun-
    gen im Rahmen des Stiftungsrechts.

    Wenn wir das alles zusammenfassen, dann müssen
    wir doch sagen: Das sind gute Nachrichten für das Eh-
    renamt und für die entsprechenden Organisationen. Sie,
    liebe Kolleginnen und Kollegen von der Opposition,
    können dazu beitragen, dass heute auch ein symbolisch
    wichtiger Tag wird. Zeigen Sie der Bevölkerung durch
    Ihre Zustimmung, dass wir hier im Deutschen Bundestag
    trotz aller unterschiedlicher parteipolitischer Auffassun-

    gen ein gemeinsames Ziel haben: dass wir das Ehrenamt
    stärken wollen, weil die Ehrenamtlichen in der Gesell-
    schaft einen besonderen Beitrag für uns leisten. Stimmen
    Sie heute gemeinsam mit uns für den vorliegenden Ge-
    setzentwurf! Zeigen Sie, dass der gesamte Deutsche
    Bundestag hinter den Ehrenamtlichen steht!

    Herzlichen Dank.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)




Rede von Dr. Norbert Lammert
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)

Petra Hinz ist die nächste Rednerin für die SPD-Frak-

tion.


(Beifall bei der SPD)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Petra Hinz


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Guten Morgen, Herr Präsident! Liebe Kolleginnen

    und Kollegen! Bei fast jedem Tagesordnungspunkt hö-
    ren wir, welch historische Stunde wir gerade erleben
    dürfen. Die Schritte, die tatsächlich historisch und wich-
    tig waren und zu Recht auf den Weg gebracht wurden,
    liegen aber schon etwas länger zurück, und zwar bis zu
    dem Zeitpunkt, als die Kolleginnen und Kollegen in der
    14. Wahlperiode gemeinsam den Bericht der Enquete-
    Kommission „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engage-
    ments“ fertiggestellt haben. Dort ist all das eingeflossen,
    was für diejenigen Vereine, Verbände, Organisationen,
    die ehrenamtlich gemeinnützig tätig sind, wichtig war.
    Das war wirklich eine historische Stunde.

    Das andere wichtige Datum, mein lieber Herr Kollege
    Freiherr von Stetten, war in der letzten Wahlperiode, und
    zwar das Jahr 2007. Damals hatten wir in der Großen
    Koalition in dem Gesetz zur weiteren Stärkung des bür-
    gerschaftlichen Engagements die richtigen Schritte und
    die richtigen Maßnahmen beschlossen. Dann ist es in der
    Tat nicht gerade sehr schwer, aufbauend auf einer guten
    Grundlage, auf einem guten Fundament, doch zumindest
    einige Erfahrungen in Form von Ergänzungen umzuset-
    zen.

    Ich möchte das, was Sie hier einbringen, nicht schmä-
    lern. Aber ich habe schon eine andere Wahrnehmung so-
    wohl in Bezug auf die Beratung als auch auf den Um-
    gang mit unseren Anträgen. Dass Sie den Anregungen
    aus der Anhörung nun tatsächlich nicht in allen Punkten
    gefolgt sind, ist Ihre Entscheidung. Wenn Sie uns nun
    aber suggerieren wollen, Sie seien kooperativ, und wenn
    Sie jetzt auch vor der Öffentlichkeit darstellen wollen,
    Sie seien offen und hätten alle Anregungen aufgenom-
    men, dann weiß ich nicht, auf welcher Veranstaltung Sie
    waren.


    (Reinhard Grindel [CDU/CSU]: Auf einer guten!)


    Aber in der letzten Finanzausschusssitzung, in der wir
    über diesen Gesetzentwurf abschließend beraten haben,
    in der wir neun Anträge eingebracht haben und ich noch
    mit Ihnen darüber gesprochen habe, ob es Gemeinsam-
    keiten gibt, haben Sie ohne mit der Wimper zu zucken
    jeden Antrag abgelehnt.





    Petra Hinz (Essen)



    (A) (C)



    (D)(B)


    Hier, Herr Präsident, greife ich gerne Ihre Worte auf,
    dass nämlich das sogenannte Gemeinnützigkeitsentbüro-
    kratisierungsgesetz gar nichts mit dem zu tun hat, was
    wir seinerzeit in der letzten Wahlperiode auf den Weg
    gebracht haben. Wir haben Ihnen einen Vorschlag ge-
    macht, wie wir dieses Gesetz nennen könnten, und den
    Antrag eingebracht, dieses Gesetz „Gesetz zur Stärkung
    des Bürgerschaftlichen Engagements“ zu nennen. Genau
    darum geht es nämlich. Dabei ging es nicht nur um eine
    Überschrift. Aber selbst in dieser Frage waren Sie nicht
    kompromissbereit.

    Wenn Sie heute über das Ehrenamt sprechen – viele
    Laien gebrauchen oft verschiedene Begriffe –, dann sa-
    gen Sie damit etwas ganz anderes aus. Sie wollen eine
    ganz andere Richtung einschlagen. Ich finde, das ist für
    Sie sehr beschämend. Es ist aber Ihre Sache, wie Sie das
    Ihren Vereinsvertretern, Ihren Organisationen erklären.

    Alle Anträge, die wir eingebracht haben, sind ge-
    meinsam mit den Verbänden, Organisationen und Verei-
    nen auf den Weg gebracht worden. Wir haben hier die
    23 Millionen Menschen, die 600 000 Vereine, Initiati-
    ven, Organisationen und Stiftungen hinter uns, weil
    diese die Anträge gemeinsam mit uns formuliert haben.

    Ja, in Ihrem Gesetzentwurf geht es um die Entbüro-
    kratisierung in der Abgabenordnung. Dagegen gibt es
    nichts zu sagen. Aber damit greifen Sie nur einige
    Punkte heraus, sind aber vielen Anregungen, die ganz
    einfach aufgrund der veränderten Situation gerade im
    Sozial- und im Gesundheitsbereich wichtig sind, über-
    haupt nicht gefolgt.


    (Beifall bei der SPD)


    Das ist nicht in Ordnung. Darüber sind Sie ganz eiskalt
    hinweggegangen.

    Ich komme nun zur Anhebung der Übungsleiterpau-
    schale von 2 100 auf 2 400 Euro. Johannes Rau hat ein-
    mal gesagt:

    Das ehrenamtliche Engagement ist die Seele der
    Demokratie.

    Ja, er hat recht. So weit reichen nämlich das Engagement
    und die Unterstützung der Ehrenamtlichen. Johannes
    Rau, Willy Brandt und in der Nachfolge Peer Steinbrück
    haben sich sehr stark für diesen Bereich eingesetzt und
    haben die entsprechenden Maßnahmen auf den Weg ge-
    bracht.


    (Beifall bei der SPD – Heiterkeit bei der CDU/ CSU – Dr. Frank Steffel [CDU/CSU]: Steinbrück ist ein Mann des Ehrenamtes! – Zurufe von der CDU/CSU und der FDP: Oh!)


    – Bei so vielen Beifallsbekundungen kann meine Zeit
    angehalten werden, da dürfen Sie auch die Hände benut-
    zen und klatschen.


    (Christian Freiherr von Stetten [CDU/CSU]: Mitleidsbekundung!)


    Ich habe mit Vereinen und Organisationen in meinem
    Wahlkreis gesprochen. Ich möchte hier den Präsidenten
    meines Vereins TUSEM Essen herausgreifen, der ganz

    klar sagt: Natürlich freuen wir uns über die Anhebung
    der Übungsleiterpauschale. Aber ist es tatsächlich das,
    was die ehrenamtlich Tätigen, diejenigen, die gemein-
    nützig tätig sind, brauchen und wollen?


    (Reinhard Grindel [CDU/CSU]: Ja, auch!)


    – Auch! Lieber Kollege, Sie rufen dazwischen: „Auch!“
    Aber wir haben in der Anhörung erfahren, dass viele das
    gar nicht mehr in Anspruch nehmen können: sicherlich
    einige wenige in großen Vereinen, aber viele andere
    nicht. Darüber müssen wir reden.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN – Reinhard Grindel [CDU/CSU]: Das hat mit der Größe der Vereine nichts zu tun!)


    Hier stellt sich die Frage, ob wir nur die Großen fördern
    oder auch die Kleinen.


    (Reinhard Grindel [CDU/CSU]: Es geht auch um die Kleinen!)


    – Gut. – Hierzu schreibt mir mein Präsident, Herr Ulrich
    Gaißmayer: Es sind die kleinen Dinge, die Auszeichnun-
    gen, die unkomplizierten Dinge. Denn beim Ehrenamt
    geht es nicht in erster Linie um die finanzielle Ausstat-
    tung, sondern um die Anerkennung.


    (Reinhard Grindel [CDU/CSU]: Das wird es auch!)


    Ich habe mit einer Kollegin aus der Ehrenamt Agen-
    tur Essen gesprochen, die genau dies auch noch einmal
    beschreibt: Es kann nicht immer alles nur über Steuern
    geregelt werden, sondern wir müssen das Ehrenamt im
    Sinne der Enquete-Kommission nach vorne bringen. Wir
    sagen: Hier haben Sie nichts auf den Weg gebracht.


    (Beifall bei der SPD)


    Wir stimmen dem Gesetzentwurf und damit der An-
    hebung der Ehrenamtspauschale von jährlich 500 Euro
    auf 720 Euro zu. Dennoch ist das nicht das Mittel, das
    vor Ort letzten Endes gebraucht wird.

    Zum Zivilrecht haben Sie auch etwas gesagt, mein
    lieber Kollege. Ja, das stimmte, suggerieren Sie den Kol-
    leginnen und Kollegen, den Vertretern in den Vereinen
    und Organisationen, aber bitte nicht, dass sie jetzt kom-
    plette Rechtssicherheit im Bereich der Haftung haben.
    Das Strafrecht gilt nach wie vor. Es ist ein richtiger
    Schritt, kein Thema, aber Sie springen im Bereich des
    Sports, wenn ich das einmal so sagen darf, ein wenig zu
    kurz.

    Sie halten fest an einem verengten Begriff der Ge-
    meinnützigkeit; das gilt auch in Bezug auf den neuen Ti-
    tel. Ich sage Ihnen: Sie gehen in eine andere Richtung als
    wir.

    Die Kolleginnen und Kollegen, die den Bericht der
    Enquete-Kommission mitgestaltet haben – ich schaue
    jetzt auch einmal in die Reihen der CDU –, werden si-
    cherlich nicht alles gutheißen, was Sie hier heute auf den
    Weg bringen, wobei ich sagen muss: Für mich ist es
    wichtig und gut, dass wir heute einmal in der Kernzeit





    Petra Hinz (Essen)



    (A) (C)



    (D)(B)


    über 23 Millionen Menschen und ihr ehrenamtliches En-
    gagement debattieren,


    (Reinhard Grindel [CDU/CSU]: Ja!)


    über das, was diese Menschen für unsere Gesellschaft
    leisten.


    (Dr. Birgit Reinemund [FDP]: Sie treffen aber einen falschen Ton!)


    Die Begründung Ihres Gesetzentwurfes ist aber verrä-
    terisch; denn darin bringen Sie ganz klar Ihr Verständnis
    von bürgerschaftlichem Engagement der ehrenamtlich
    Tätigen, der Engagierten, der Vertreterinnen und Vertre-
    ter der Vereine zum Beispiel in den Bereichen Kultur
    und Sport usw. in unserer Gesellschaft zum Ausdruck.
    Ich zitiere jetzt wörtlich aus der Drucksache:

    In Zeiten knapper öffentlicher Kassen gewinnt die
    Förderung und Stärkung der Zivilgesellschaft an
    Bedeutung,


    (Iris Gleicke [SPD]: Aha!)


    – bis dahin ist das wunderbar, aber es geht weiter –

    denn die öffentliche Hand wird sich wegen der un-
    umgänglichen Haushaltskonsolidierung auf ihre un-
    abweisbar notwendigen Aufgaben konzentrieren
    müssen.

    Nein, nein, wir können unsere ehrenamtlich Enga-
    gierten, die bürgerschaftliches Engagement zeigen, nicht
    missbrauchen, indem sie die Folgen Ihrer bis in die
    Kommunen hinein verfehlten Haushaltspolitik tragen
    sollen.


    (Beifall bei der SPD, der LINKEN und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Hier werden wir nicht mitmachen; denn wir werden die-
    jenigen, die ehrenamtliches Engagement zeigen, nicht
    missbrauchen, sondern ganz im Gegenteil stärken und
    honorieren. Das, was die Menschen hier leisten, ist tat-
    sächlich ein ganz wichtiger Beitrag zum Gelingen unse-
    rer Gesellschaft.

    Da uns Ihr Gesetzentwurf nicht weit genug bzw. stel-
    lenweise in eine falsche Richtung geht, haben wir einen
    Entschließungsantrag eingebracht, in dem wir in fünf
    Punkten noch einmal sehr deutlich darauf eingehen, wo-
    hin wir im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements
    letzten Endes gehen wollen.

    Ich würde mich freuen – dadurch würden Sie heute in
    der Tat ein Zeichen setzen –, wenn wir den Gesetzent-
    wurf gemeinsam annehmen und beschließen würden und
    Sie gleichzeitig unserem Entschließungsantrag in der
    kompletten Stärke Ihrer Koalition auch zustimmen
    könnten; denn dann wäre es heute in der Tat nicht nur
    eine Kernzeitdebatte für das Ehrenamt, sondern tatsäch-
    lich eine gute Stunde, weil wir dann nämlich das errei-
    chen würden, was die bürgerschaftlich engagierten Men-
    schen in unserer Gesellschaft wirklich brauchen.

    Ich möchte mich bei allen, die für uns und unsere Ge-
    sellschaft zum Gelingen des Miteinanders beitragen,
    ganz herzlich bedanken, und ich kann nur dazu auffor-

    dern, genau hinzuschauen, was hier teilweise beschlos-
    sen wird. Nicht überall da, wo Ehrenamt draufsteht, wird
    das Ehrenamt auch gefördert. Wir sind die tatsächlichen
    Garanten dafür, dass bürgerschaftliches Engagement ge-
    fördert wird.

    Vielen Dank.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der LINKEN – Zurufe von der CDU/CSU und der FDP: Oh! – Patrick Döring [FDP]: Geht es auch eine Nummer kleiner, Frau Kollegin? – Gegenruf der Abg. Iris Gleicke [SPD]: Soll ich Ihnen einmal das Schreiben meines Bürgermeisters zum Jugendzentrum zuleiten?)