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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 17/131 Niema Movassat (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Hartwig Fischer (Göttingen) (CDU/CSU) . . . Thilo Hoppe (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Helmut Heiderich (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Sabine Weiss (Wesel I) (CDU/CSU) . . . . . . . Tagesordnungspunkt 29: Beratung der Großen Anfrage der Abgeordne- ten Katrin Göring-Eckardt, Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Fritz Kuhn, weiterer Ab- geordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN: Altersarmut in Deutsch- land (Drucksachen 17/3139, 17/6317) . . . . . . . . . . Paul Lehrieder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Matthias W. Birkwald (DIE LINKE) . . . . Elke Ferner (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nicole Bracht-Bendt (FDP) . . . . . . . . . . . . . . Frank Heinrich (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 30: Zweite und dritte Beratung des von den Frak- tionen der CDU/CSU und FDP eingebrachten Entwurfs eines Achten Gesetzes zur Ände- rung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes (Drucksachen 17/5894, 17/7170) . . . . . . . . . . Beatrix Philipp (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 15508 C 15509 D 15510 C 15511 B 15512 D 15514 A 15530 C 15531 D 15533 A 15534 C 15535 C 15537 B 15537 C Deutscher B Stenografisch 131. Sitz Berlin, Freitag, den 30 I n h a l Tagesordnungspunkt 28: Vereinbarte Debatte: 50 Jahre deutsche Ent- wicklungszusammenarbeit – 50 Jahre ver- lässliche Entwicklungspartnerschaften . . . Harald Leibrecht (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) . . . . . . . . Dr. Christian Ruck (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Heike Hänsel (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . Ute Koczy (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sibylle Pfeiffer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Dr. Sascha Raabe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Joachim Günther (Plauen) (FDP) . . . . . . . . . . P A D M D A P D 15495 A 15495 B 15496 C 15499 C 15501 B 15502 D 15504 A 15505 B 15507 B Katrin Göring-Eckardt (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15514 B undestag er Bericht ung . September 2011 t : eter Weiß (Emmendingen) (CDU/CSU) . . . Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . nette Kramme (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Heinrich L. Kolb (FDP) . . . . . . . . . . . . . . atthias W. Birkwald (DIE LINKE) . . . . . . . Dr. Dagmar Enkelmann (DIE LINKE) . . . Pascal Kober (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Peter Tauber (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . ngelika Krüger-Leißner (SPD) . . . . . . . . . . ascal Kober (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Wolfgang Strengmann-Kuhn (BÜND- NIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . 15515 B 15515 D 15517 C 15519 A 15520 B 15521 D 15522 A 15523 C 15526 A 15527 D 15529 A Dr. h. c. Wolfgang Thierse (SPD) . . . . . . . . . Reiner Deutschmann (FDP) . . . . . . . . . . . . . . 15539 D 15542 A II Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 131. Sitzung. Berlin, Freitag, den 30. September 2011 Cornelia Behm (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Rosemarie Hein (DIE LINKE) . . . . . . . . . Wolfgang Wieland (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Marco Wanderwitz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Patrick Kurth (Kyffhäuser) (FDP) . . . . . . . . . Stephan Mayer (Altötting) (CDU/CSU) . . . . . Wolfgang Börnsen (Bönstrup) (CDU/CSU) . . Tagesordnungspunkt 33: Antrag der Abgeordneten Karin Binder, Andrej Hunko, Dr. Dietmar Bartsch, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Die Bedeutung von Whistleblowing für die Gesellschaft anerkennen – Hinweisgeberin- nen und Hinweisgeber schützen (Drucksache 17/6492) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Karin Binder (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . Gitta Connemann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Jerzy Montag (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 32: Erste Beratung des von der Bundesregierung ein- gebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Ver- besserung der Versorgung bei besonderen Auslandsverwendungen (Einsatzversorgungs- Verbesserungsgesetz – EinsatzVVerbG) (Drucksache 17/7143) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister BMVg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Fritz Rudolf Körper (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . Elke Hoff (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Harald Koch (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . Henning Otte (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Agnes Malczak (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jürgen Hardt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15543 A 15543 D 15545 B 15547 A 15548 B 15549 C 15550 C 15551 D 15552 A 15553 A 15553 C 15559 D 15560 A 15561 A 15562 A 15563 A 15563 C 15564 A 15565 A 15566 C Sabine Leidig (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Kerstin Tack (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Pascal Kober (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ingrid Hönlinger (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A L A A 15554 C 15556 B 15557 C 15558 D nlage 1 iste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . nlage 2 mtliche Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15567 A 15567 D Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 131. Sitzung. Berlin, Freitag, den 30. September 2011 15495 (A) ) )(B) 131. Sitz Berlin, Freitag, den 30 Beginn: 9.0
  • folderAnlagen
    Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 131. Sitzung. Berlin, Freitag, den 30. September 2011 15567 (A) ) )(B) Nord, Thomas DIE LINKE 30.09.2011 EU-Visakodex tik (Präimplantationsdiagnostikgesetz – PräimG) – Gesetz zur Umsetzung aufenthaltsrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union und zur An- passung nationaler Rechtsvorschriften an den Menzner, Dorothee DIE LINKE 30.09.2011 Dr. Merkel, Angela CDU/CSU 30.09.2011 Anlage 1 Liste der entschuldigte A te z s – Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Bätzing-Lichtenthäler, Sabine SPD 30.09.2011 Dr. Böhmer, Maria CDU/CSU 30.09.2011 Brinkmann (Hildes- heim), Bernhard SPD 30.09.2011 Burchardt, Ulla SPD 30.09.2011 Buschmann, Marco FDP 30.09.2011 Dr. Geisen, Edmund Peter FDP 30.09.2011 Gottschalck, Ulrike SPD 30.09.2011 Hempelmann, Rolf SPD 30.09.2011 Höhn, Bärbel BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 30.09.2011 Jelpke, Ulla DIE LINKE 30.09.2011 Dr. Jochimsen, Lukrezia DIE LINKE 30.09.2011 Kekeritz, Uwe BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 30.09.2011 Kelber, Ulrich SPD 30.09.2011 Kolbe, Manfred CDU/CSU 30.09.2011 Korte, Jan DIE LINKE 30.09.2011 Krellmann, Jutta DIE LINKE 30.09.2011 Dr. Lehmer, Max CDU/CSU 30.09.2011 Leutheusser- Schnarrenberger, Sabine FDP 30.09.2011 Lühmann, Kirsten SPD 30.09.2011 Meierhofer, Horst FDP 30.09.2011 O D P D D S S D S D S W W W W W Z A (C (D Anlagen zum Stenografischen Bericht n Abgeordneten nlage 2 Amtliche Mitteilungen Der Bundesrat hat in seiner 886. Sitzung am 23. Sep- mber 2011 beschlossen, den nachstehenden Gesetzen uzustimmen bzw. einen Antrag gemäß Artikel 77 Ab- atz 2 des Grundgesetzes nicht zu stellen: Gesetz zur Regelung der Präimplantationsdiagnos- rtel, Holger SPD 30.09.2011 r. Ott, Hermann E. BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 30.09.2011 loetz, Yvonne DIE LINKE 30.09.2011 r. Priesmeier, Wilhelm SPD 30.09.2011 r. Ramsauer, Peter CDU/CSU 30.09.2011 charfenberg, Elisabeth BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 30.09.2011 cheel, Christine BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 30.09.2011 r. Schwanholz, Martin SPD 30.09.2011 enger-Schäfer, Kathrin DIE LINKE 30.09.2011 r. Stinner, Rainer FDP 30.09.2011 üßmair, Alexander DIE LINKE 30.09.2011 erner, Katrin DIE LINKE 30.09.2011 icklein, Andrea SPD 30.09.2011 öhrl, Dagmar G. CDU/CSU 30.09.2011 olff (Wolmirstedt), Waltraud SPD 30.09.2011 underlich, Jörn DIE LINKE 30.09.2011 immermann, Sabine DIE LINKE 30.09.2011 bgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich 15568 Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 131. Sitzung. Berlin, Freitag, den 30. September 2011 (A) ) )(B) – Gesetz zur Übertragung ehebezogener Regelun- gen im öffentlichen Dienstrecht auf Lebenspart- nerschaften – Neunundzwanzigstes Gesetz zur Änderung des Abgeordnetengesetzes – Einführung eines Ord- nungsgeldes – Gesetz zur Umsetzung der Europäischen Dienst- leistungsrichtlinie im Gesetz zum Schutz der Teil- nehmer am Fernunterricht (Fernunterrichts- schutzgesetz) – Gesetz zur Änderung des § 522 der Zivilprozess- ordnung – … Gesetz zur Änderung des Strafgesetzbuchs – Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte – Gesetz zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 und zur Anpassung der Chemikali- engesetzes und andere Gesetze im Hinblick auf den Vertrag von Lissabon Der Bundesrat hat ferner beschlossen, die folgende Entschließung zu fassen: Zu Artikel 1 Nummer 49 Buchstabe c (§ 28 Absatz 12 ChemG) Der Bundesrat nimmt zur Kenntnis, dass die Bundes- regierung entgegen dem Bundesratsvotum (Ziff. 2 der BR-Drucksache 215/11 – Beschluss –) bei einigen der neu unter die Meldepflicht fallenden Gemische statt ei- ner Mitteilung nach §16e ChemG an das Bundesinstitut für Risikobewertung an der übergangsweisen Übermitt- lung von Sicherheitsdatenblättern an eine externe Daten- bank festhält. Der Informationsgehalt in den Sicherheits- datenblättern ist jedoch vielfach nicht ausreichend, um eine adäquate Beratung in Vergiftungsfällen zu ermögli- chen. Der Standard eines Sicherheitsdatenblattes darf da- her nicht als ausreichend bei der noch zu erfolgenden Festlegung eines einheitlichen Formats nach Artikel 45 Absatz 4 der CLP-Verordnung (EG) 1272/2008 angese- hen werden. Die Bundesregierung wird somit insbesondere gebe- ten, sich bei den Verhandlungen zur vorgesehenen EU- Harmonisierung der Mitteilungspflichten dafür einzuset- zen, dass der Umfang dieser Mitteilungen bei allen Pro- dukten die vollständige Zusammensetzung (Rezeptur) unter Angabe der konkreten Konzentrationen der In- haltsstoffe umfasst, damit im Vergiftungsfall geeignete Informationen schnell zur Verfügung stehen. – Gesetz zur Umsetzung der Meeresstrategie-Rah- menrichtlinie sowie zur Änderung des Bundes- wasserstraßengesetzes und des Kreislaufwirt- schafts- und Abfallgesetzes – Gesetz zu dem Abkommen vom 9. März 2010 zwi- schen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Östlich des Uruguay zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und der Steuerverkür- zung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkom- men und vom Vermögen – – – – – – – – – – te G n (C (D Gesetz zu dem Abkommen vom 4. Juni 2010 zwi- schen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Turks- und Caicosinseln über den steuerlichen Informations- austausch Gesetz zu dem Abkommen vom 21. Juni 2010 zwi- schen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik San Marino über die Unterstützung in Steuer- und Steuerstrafsachen durch Informa- tionsaustausch Gesetz zu dem Abkommen vom 5. Oktober 2010 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Britischen Jungferninseln über die Unterstützung in Steuer- und Steuerstrafsachen durch Informationsaus- tausch Gesetz zu dem Abkommen vom 28. Februar 2011 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Ungarn zur Vermeidung der Dop- pelbesteuerung und der Steuerverkürzung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen Gesetz zu dem Abkommen vom 5. April 2011 zwi- schen der Bundesrepublik Deutschland und der Internationalen Organisation für erneuerbare Energien über den Sitz des IRENA-Innovations- und Technologiezentrums Gesetz zur Vierten, Fünften und Sechsten Ände- rung des Europäischen Übereinkommens vom 1. Juli 1970 über die Arbeit des im internationa- len Straßenverkehr beschäftigten Fahrpersonal (AETR) Gesetz zur Änderung des Übereinkommens vom 11. Oktober 1985 zur Errichtung der Multilatera- len Investitions-Garantie-Agentur Zweites Gesetz zur Änderung des Übereinkom- mens vom 4. August 1963 zur Errichtung der Afrikanischen Entwicklungsbank Gesetz zur Änderung des Übereinkommens vom 29. November 1972 über die Errichtung des Afri- kanischen Entwicklungsfonds Steuervereinfachungsgesetz 2011 Die Vorsitzende des Haushaltsausschusses hat mitge- ilt, dass der Ausschuss gemäß § 80 Absatz 3 Satz 2 der eschäftsordnung von einer Berichterstattung zu den achstehenden Vorlagen absieht: – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2011 Mitteilung gemäß § 37 Absatz 4 der Bundeshaus- haltsordnung über die Einwilligung in eine außerplan- mäßige Ausgabe im Einzelplan 05 Kapitel 05 02 Titel 866 01 – Darlehen an den Nationalen Übergangsrat zur Sicherung der demokratischen Entwicklung in Libyen in Höhe von 100 Mio. Euro – Drucksachen 17/6739, 17/6961 Nr. 1.6 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 131. Sitzung. Berlin, Freitag, den 30. September 2011 15569 (A) (C) (D)(B) – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2011 Mitteilung gemäß § 37 Absatz 4 der Bundeshaushalts- ordnung über die Einwilligung in eine überplanmäßige Ausgabe bei Kapitel 30 03 Titel 687 70 – Leistungen für die Europäischen Forschungseinrichtungen CERN, ESO, ESRF und ILL – bis zur Höhe von 10 Mio. Euro – Drucksachen 17/6740, 17/6961 Nr. 1.7 – – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2011 Mitteilung gemäß § 37 Absatz 4 der Bundeshaushalts- ordnung über die Einwilligung in eine überplanmäßige Ausgabe bei Kapitel 06 25 Titel 671 02 – Außergerichtli- cher Vergleich mit der Luftverkehrsindustrie zu streiti- gen Luftsicherheitsgebühren seit der Gebührenperiode 2000/2001 – bis zur Höhe von 77 Mio. Euro – Drucksachen 17/6786, 17/6961 Nr. 1.11 – Der Bundesrat hat in seiner 887. Sitzung am 30. Sep- tember 2011 beschlossen, zu dem nachstehenden Gesetz einen Antrag gemäß Artikel 77 Absatz 2 des Grundge- setzes nicht zu stellen: – Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Über- nahme von Gewährleistungen im Rahmen eines europäischen Stabilisierungsmechanismus (Stabi- lisierungmechanismusgesetz – StabMechG) Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass der Ausschuss die nachstehenden Unionsdokumente zur Kenntnis genommen oder von ei- ner Beratung abgesehen hat. Auswärtiger Ausschuss Drucksache 17/136 Nr. A.10 Ratsdokument 13130/09 Drucksache 17/6176 Nr. A.2 EP P7_TA-PROV(2009)0097 Drucksache 17/6176 Nr. A.3 EP P7_TA-PROV(2011)0227 Drucksache 17/6176 Nr. A.4 EP P7_TA-PROV(2011)0228 Drucksache 17/6407 Nr. A.2 Ratsdokument 10794/11 Drucksache 17/6985 Nr. A.4 EuB-BReg 174/2011 Finanzausschuss Drucksache 17/6985 Nr. A.16 Ratsdokument 11813/11 Ausschuss für Gesundheit Drucksache 17/6985 Nr. A.53 Ratsdokument 13074/11 131. Sitzung Berlin, Freitag, den 30. September 2011 Inhalt: Redetext Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Anlage 2
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Harald Leibrecht


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (FDP)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (FDP)


    Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und

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    Redet
    Herren! Seit mittlerweile 50 Jahren gibt es das Bundes-
    entwicklungsministerium, und die deutsche Entwick-
    lungspolitik hat viel erreicht. Ich bewundere Walter
    Scheel, den Gründer des BMZ, der schon in den Kinder-
    jahren deutscher Entwicklungspolitik die zukünftigen
    Herausforderungen erkannt hat. So sagte er bereits 1964
    – ich zitiere –:

    Deutschlands Zusammenarbeit mit den Entwick-
    lungsländern geht jeden von uns an. … Wir können
    diese Herausforderung nur dann zu einer geschicht-
    lichen Chance gestalten, wenn alle Bürger unserer
    res publica bereit sind, diese Herausforderung an-
    zunehmen, und ihr im Geist menschlicher Solidari-
    tät zu begegnen.

    Walter Scheel ist es wesentlich zu verdanken
    wicklungspolitik in Deutschland von Anfang

    (C (D ung . September 2011 0 Uhr em überparteilichen Konsens fußt, dass sie breite Akeptanz in der Bevölkerung genießt. 50 Jahre BMZ und deutsche Entwicklungszusammenrbeit bedeuten jedoch nicht 50 Jahre dieselbe Politik. wölf Minister haben seit 1961 die Entwicklungspolitik itgestaltet und sie an die Herausforderungen der Zeit ngepasst. Leider kann ich in der kurzen Zeit nicht alle ngemessen würdigen. Die erste Frau in diesem Amt war Entwicklungsinisterin Marie Schlei. Sie erkannte in den 1970er-Jahn das Potenzial der Frauen für die Entwicklung ihrer änder. Carl-Dieter Spranger baute nach der Wiederverinigung eine gesamtdeutsche EZ auf und unterstützte ie Transformationsprozesse in den ehemaligen Ostlockstaaten. Heidemarie Wieczorek-Zeul hat sich auch wirtschaftlich schwierigen Zeiten für eine starke EZ ingesetzt. Unter Bundesminister Niebel erfährt die ooperation mit der Wirtschaft und mit der Zivilgesell chaft eine stärkere Akzentuierung. ur wenn Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft an eiem Strang ziehen, kann nachhaltige Entwicklungspolik und Entwicklung gelingen. ext (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    (Zuruf von der SPD: Aber keine Akzeptanz!)


    Ich begrüße außerdem, dass das Thema „Effektivität
    der Hilfe und effizienter Mitteleinsatz“ in Zeiten knap-
    per öffentlicher Kassen wieder ganz oben auf der
    Agenda steht. Hilfe zur Selbsthilfe war, ist und bleibt die
    Leitlinie deutscher Entwicklungszusammenarbeit. Denn
    wir können ein Land letztendlich nicht entwickeln; das
    kann ein Land nur aus eigener Kraft selber schaffen.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Wir können aber die notwendigen Werkzeuge bereit-
    Linie sicherlich Geld, aber auch Exper-
    how, um diese Entwicklung zu ermögli-
    usforderungen sind gestern wie heute

    mer leben Millionen Menschen in Ent-

    , dass Ent-
    an auf ei-

    stellen, in erster
    ten und Know-
    chen. Die Hera
    groß. Noch im





    Harald Leibrecht


    (A) )


    )(B)

    wicklungs- und Schwellenländern in extremer Armut,
    sterben Mütter und Kinder an vermeidbaren Krankheiten
    und bleibt Millionen Menschen der Zugang zu Gesund-
    heitsvorsorge, Nahrung und sauberem Trinkwasser ver-
    wehrt.

    Auch nach 50 Jahren werden das BMZ und die deut-
    sche Entwicklungszusammenarbeit dringend benötigt.
    Als eine der weltweit wichtigsten Wirtschaftsnationen
    trägt Deutschland eine besondere Verantwortung, die
    Schwächsten der Welt auf ihrem Weg aus der Armut zu
    unterstützen.


    (Beifall bei der FDP, der CDU/CSU, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)


    Dabei sollten wir nicht vergessen, dass Deutschland
    nach dem Zweiten Weltkrieg selbst Empfängerland in-
    ternationaler Entwicklungshilfe war. Die Hilfen der
    USA in Form des Marshallplans waren eine wichtige
    Voraussetzung für die rasante Wirtschaftsentwicklung
    und die Festigung der parlamentarischen Demokratie im
    Nachkriegsdeutschland. Die Deutschen haben in ihrer
    Geschichte selber erlebt, was internationale Hilfe und
    Zusammenarbeit bewirken können.

    Kritikern möchte ich an dieser Stelle sagen, dass Ent-
    wicklungszusammenarbeit keine Einbahnstraße ist.
    Auch die Geberländer profitieren von der Entwicklungs-
    zusammenarbeit. Sie ist ein wichtiges Instrument zur
    Förderung von Sicherheit und Frieden in der Welt. Wenn
    wir unseren Wohlstand in Deutschland sichern und aus-
    bauen möchten, müssen wir auch dafür sorgen, dass die
    Menschen in den Entwicklungsländern eine bessere Zu-
    kunft haben. Deutschland hat dank der deutschen Ent-
    wicklungszusammenarbeit weltweit einen hervorragen-
    den Ruf als verlässlicher Partner.

    In diesem Zusammenhang möchte ich auch die Arbeit
    der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusam-
    menarbeit sowie der KfW Entwicklungsbank würdigen.
    Mit ihrem Know-how leisten sie einen wesentlichen Bei-
    trag zur Entwicklung der Partnerländer und erfahren da-
    für weltweit Lob und Anerkennung. Dank gilt auch den
    deutschen Entwicklungshelfern, die in vielen Ländern
    der Erde unter oft schwierigsten Bedingungen eine wun-
    derbare Arbeit leisten.


    (Beifall der Abg. Helga Daub [FDP])


    In fünf Jahrzehnten haben die Bürger unseres Landes
    mit ihren Steuergeldern und ihrem Engagement einen
    großen Beitrag dazu geleistet, dass Hunger und Elend in
    der Welt bekämpft wurden. Ein Minister oder ein Minis-
    terium alleine kann niemals all das leisten, was wir als
    bürgerschaftliches Engagement bezeichnen.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Es sind nicht nur die großen Hilfsorganisationen, die
    seit vielen Jahren ganz hervorragende Arbeit leisten,
    sondern auch die vielen namenlosen Initiativen einzelner
    Menschen, von Schulen, Städten und Kommunen. Dies
    macht mich als Parlamentarier, der in diesem Bereich tä-
    tig ist, sehr stolz auf meine Landsleute. Das BMZ wirbt

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    (C (D uf seiner Homepage mit dem Slogan „Wir machen Zuunft. Machen Sie mit“. Dazu möchte auch ich an dieser telle aufrufen. 50 Jahre Entwicklungszusammenarbeit aben gezeigt: Es lohnt sich. Ich danke Ihnen. (Beifall bei der FDP, der CDU/CSU, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)




Rede von Dr. Norbert Lammert
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)

Nachdem der Kollege Leibrecht schon eine Reihe der

edeutenden Entwicklungspolitiker – aber natürlich bei
eitem nicht alle – namentlich genannt hat, freue ich
ich besonders, dass ich auf der Besuchertribüne
rhard Eppler und Egon Bahr begrüßen darf,


(Beifall)


ie dieses Thema und das dafür verantwortliche Ministe-
um über viele Jahre geprägt und begleitet haben. Seien
ie herzlich willkommen im Deutschen Bundestag und
erzlich bedankt für den Beitrag, den Sie zu diesem
ichtigen Thema geleistet haben.


(Beifall)


Ich erteile das Wort nun der Kollegin Heidemarie
ieczorek-Zeul für die SPD-Fraktion.


(Beifall bei der SPD)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Heidemarie Wieczorek-Zeul


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich

    rinnere an diesem Tag an den ersten Minister, der dieses
    inisterium ab 1961 leitete: Walter Scheel. Er hat da-
    als gesagt – ich zitiere –:

    Es geht darum, die Kluft zwischen reichen und ar-
    men Völkern zu beseitigen, … die Spannungen auf
    der Welt abzubauen, damit wir in Frieden leben
    können.

    as ist heute noch aktuell. Diese Position war umso
    ichtiger, als im Zeichen der Ost-West-Konfrontation
    ie Spaltung auch durch die sogenannte Dritte Welt und
    urch Afrika verlief.

    Unter der Amtsführung von Hans-Jürgen
    ischnewski ab 1966 gelang es schrittweise, das Minis-
    rium von der Orientierung an der Hallstein-Doktrin
    nd von der Außenwirtschaftsbindung durch das Wirt-
    chaftsministerium zu lösen. Erhard Eppler ist schon be-
    rüßt worden. Ich sage an dieser Stelle: Er hat eine Vor-
    iterrolle eingenommen. Er hat die Grundbedürfnisse

    er Menschen in den Mittelpunkt gestellt, die Aspekte
    es Klima- und Umweltschutzes integriert und mehr
    ompetenzen im Entwicklungsministerium gebündelt.
    eine Arbeit war wegweisend für unsere moderne Ent-
    icklungspolitik. Ich danke ihm – ich denke, auch in Ih-
    m Namen – für sein ganz besonderes Engagement.


    (Beifall bei der SPD, der CDU/CSU, der FDP und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Egon Bahr hat von 1974 an das Entwicklungsministe-
    um geleitet und seinen außenpolitischen Grundsatz
    Wandel durch Zusammenarbeit“ auf die Suche nach ei-





    Heidemarie Wieczorek-Zeul


    (A) )


    )(B)

    ner Lösung im sich zuspitzenden Nord-Süd-Konflikt
    übertragen. Auch ihn grüßen wir und danken ihm für
    sein Engagement.


    (Beifall bei der SPD, der CDU/CSU, der FDP und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)


    Marie Schlei, die so früh starb, hat 1976 als erste Frau
    die Leitung des BMZ übernommen und dabei vor allen
    Dingen den heute noch aktuellen Grundsatz verankert,
    dass nämlich Entwicklungsprozesse ohne das Engage-
    ment von Frauen keine Effizienz und keine Wirksamkeit
    haben. Wir danken ihr dafür sehr.


    (Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU, der FDP und der LINKEN)


    Die Entwicklungsminister, die folgten, Jürgen
    Warnke von 1982 an und Hans Klein von 1987 bis 1989,
    hatten mit den Folgen der Weltwirtschaftskrise und dem
    Anwachsen des Marktradikalismus von Weltbank und
    Internationalem Währungsfonds auch in der Entwick-
    lungspolitik zu kämpfen, und sie haben sich dem oft
    auch entgegengestellt.

    Von 1991 bis 1998 vertrat Carl-Dieter Spranger


    (Stefan Müller [Erlangen] [CDU/CSU]: Guter Mann!)


    die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Er hat die
    Entwicklungszusammenarbeit den Ost-West-Beziehun-
    gen und den Veränderungen nach dem Wegfall der
    Blockkonfrontation angepasst. Obwohl wir aus unter-
    schiedlichen Parteien stammen – er aus der CSU, ich bin
    Sozialdemokratin –, haben wir auch nach seinem Aus-
    scheiden aus dem BMZ eine sehr gute Zusammenarbeit
    praktiziert. Ich danke ihm ausdrücklich dafür.


    (Beifall bei der SPD, der CDU/CSU, der FDP und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Ich bin dankbar, dass ich selbst von 1998 bis 2009,
    also für elf Jahre, dieses Ministerium leiten durfte. Ich
    habe immer auch parteiübergreifende Kooperationen er-
    lebt. Übrigens kam in der Zeit der rot-grünen Koalition
    eine Staatssekretärin im Entwicklungsministerium vom
    Bündnis 90/Die Grünen.

    Dieses Ministerium ist durch all diese Minister und
    Ministerinnen gestaltet worden. Die Entwicklungszu-
    sammenarbeit hat sich als ein lernendes System erwie-
    sen. Wenn Fehler gemacht worden sind, dann sind sie er-
    kannt und auch überwunden worden. Jeder und jede
    dieser Minister und Ministerinnen hat eigene Akzente
    gesetzt. Ich danke Ihnen allen und vor allen Dingen den
    Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des deutschen Ent-
    wicklungsministeriums sowie all denen – Gewerkschaf-
    ten, Kirchen –, die sich in diesem Bereich engagieren.
    Ein herzliches Dankeschön. Sie haben sich für die Ge-
    rechtigkeit in der Welt engagiert.


    (Beifall im ganzen Hause)


    Dieses Ministerium ist ein kostbares Gut, das es im
    Sinne des Erhalts von Soft Power entschlossen zu vertei-

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    (C (D igen gilt. Deshalb haben wir es bewusst als eigenständies Ministerium erhalten wollen. Ich bin im Übrigen ankbar, dass die Leitung in über 30 von diesen 50 Jahn in den Händen von Sozialdemokratinnen und Sozial emokraten lag und die Entwicklungszusammenarbeit on diesen gestaltet werden konnte. Keiner dieser Minisr und keine dieser Ministerinnen hat es verdient, dass as BMZ der Jahre zuvor vom jetzt amtierenden Enticklungsminister als „Almosenministerium“ diffaiert wird. as ist eine Diffamierung gegenüber den Beschäftigten nd all denen, die sich engagieren. Herr Niebel, ich darf auch das sagen: Wenn Sie Ihre igene Erfahrung aus den letzten zwei Jahren ehrlich inräumen würden, dann müssten Sie öffentlich eingetehen, dass es ein dem Populismus geschuldeter Fehler ar, dass die FDP das Entwicklungsministerium auflö en wollte. (Beifall bei der SPD, der LINKEN und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    (Beifall des Abg. Dr. Sascha Raabe [SPD])


    eder, der genauer hinsieht, stellt fest: Sie, der Sie mich
    ls Linke Heidemarie Wieczorek-Zeul bezeichnet haben,
    aben viel mehr meiner Prägung des Entwicklungsmi-
    isteriums beibehalten, als Sie es offen eingestehen wol-
    n. Das zeigt sich gerade in den letzten Strategiepapie-
    n zu den Menschenrechten und zur ländlichen
    ntwicklung.

    Ich will aber auch sagen: Es gibt falsche Weichenstel-
    ngen, die an diesem Tag auch angesprochen werden
    üssen.

    Die erste dieser falschen Weichenstellungen ist eine
    orm der Renationalisierung von Entwicklungspolitik.
    ie strikte Bindung von zwei Dritteln der deutschen
    ittel für bilaterale Projekte stellt deutsche Außenwirt-

    chaftsinteressen in den Vordergrund. Das aber ist eine
    ufgabe anderer Ressorts, unter anderem des Wirt-

    chaftsministeriums. Wer das tut, entleert die Bedeutung
    es Entwicklungsministeriums.


    (Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)


    Der zweite Punkt. In manchen Bereichen drohen die
    renzen zwischen Militär- und ziviler Entwicklungs-
    olitik verwischt zu werden.

    Dritter Punkt. Als Rainer Offergeld – bis 1982 – noch
    inister war, betrug der Anteil der Mittel für die deut-

    che Entwicklungspolitik 0,48 Prozent. Wir waren also
    em 0,7-Prozent-Ziel schon relativ nahe. Herr Ruck, der
    ach mir spricht, und Sie alle wissen: Ich habe immer
    nd immer wieder dafür gekämpft und bin jedem Fi-
    anzminister – um es höflich auszudrücken – nahege-
    ckt, dass die Mittel in diesem Bereich aufgestockt wer-

    en sollten. Und wir haben bis zum Ende der Großen
    oalition im Jahr 2009 eine Steigerung von 0,26 Prozent
    Jahr 1998 auf 0,35 Prozent geschafft.





    Heidemarie Wieczorek-Zeul


    (A) )


    )(B)

    Herr Niebel, ich verstehe überhaupt nicht, dass Sie
    die Vorlage von über 300 Mitgliedern dieses Hauses aus
    allen Fraktionen – diese haben sehr, sehr deutlich gesagt:
    Stocken Sie die Mittel im Haushalt deutlich auf – in kei-
    ner Weise aufgenommen haben. Stattdessen stagnieren
    die Mittel des Entwicklungshaushalts. Das ist unakzep-
    tabel, wir dürfen das auch nicht zulassen.


    (Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)


    Die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft – ich
    freue mich, dass auch die Vertreter der Kirchen hier sind –,
    mit den Nichtregierungsorganisationen und mit Gewerk-
    schaften hat für mich immer einen ganz besonderen Stel-
    lenwert gehabt. Mit ihnen sowie mit fortschrittlichen Re-
    gierungen zusammen haben wir wichtige Erfolge im
    Hinblick auf die Millenniumsentwicklungsziele erreicht.
    Dass in Afrika heute über 34 Millionen Kinder mehr in
    die Schule gehen können, ist ein Erfolg der multilatera-
    len Entschuldung im Umfang von 125 Milliarden
    US-Dollar. Sie wurden zur Bekämpfung von Armut und
    Aids eingesetzt. Des Weiteren wurden sie mit eingesetzt
    zur Bekämpfung von Hunger in dieser Welt. Das sind
    wichtige Investitionen. Dass 7 Millionen Menschen vor
    dem Aids-Tod gerettet werden konnten, zeigt: Entwick-
    lung, die auf Partnerschaft setzt, wirkt. Sie muss fortge-
    setzt werden.


    (Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)


    In diesem Zusammenhang sind übrigens die wirklich
    verheerenden Strukturanpassungsprogramme des IWF
    überwunden worden. Wir haben die Weltbank umorien-
    tiert: weg vom Marktradikalismus der 80er- und 90er-
    Jahre.

    Die Millenniumsentwicklungsziele – dass Armut be-
    kämpft werden muss und dass Frauen gestärkt werden
    müssen – beinhalten acht Regeln für eine im sozialen,
    wirtschaftlichen und ökologischen Sinn gerechte Gestal-
    tung der Globalisierung. Aufgaben sind die Bekämpfung
    von HIV/Aids durch die Unterstützung des entsprechen-
    den globalen Fonds, die Verankerung der Kernarbeits-
    normen der Internationalen Arbeitsorganisation, keine
    Kinderarbeit, keine Zwangsarbeit, die Förderung freier
    Gewerkschaften und die Stärkung der Frauen. Das sind
    die Aufgaben der Zukunft, an denen wir festhalten müs-
    sen.


    (Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)


    Ich freue mich im Übrigen, dass es gelungen ist,
    „weltwärts“ als entwicklungspolitischen Freiwilligen-
    dienst in Gang zu setzen. Über 10 000 Jugendliche sind
    „weltwärts“ gegangen und haben einen Beitrag zum Ler-
    nen, zum Helfen und auch für interkulturelle Zusam-
    menarbeit geleistet. Ich danke den Jugendlichen, die
    diese Aufgabe immer wieder übernehmen, ganz beson-
    ders.

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    (C (D (Beifall bei der SPD, der LINKEN und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und der FDP)


    Ich möchte im letzten Teil meiner Ausführungen sie-
    en Herausforderungen nennen, vor denen deutsche Ent-
    icklungszusammenarbeit in den nächsten Jahren und

    ahrzehnten stehen wird.