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ID1712427100

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  • sort_by_alphaVokabular
    Vokabeln: 18
    1. Kollege: 2
    2. Steffen: 2
    3. Vielen: 1
    4. Dank,: 1
    5. Frau: 1
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    18. Bockhahn.\n: 1
  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 17/124 zur Übernahme von Gewährleistungen im Rahmen eines europäischen Stabilisie- rungsmechanismus (Drucksache 17/6916) . . . . . . . . . . . . . . . . . . in Verbindung mit Zusatztagesordnungspunkt 2: Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und FDP: Parlamentsrechte im Rahmen zu- künftiger europäischer Stabilisierungs- maßnahmen sichern und stärken (Drucksache 17/6945) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sigmar Gabriel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Marco Buschmann (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . Manuel Sarrazin (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Marco Buschmann (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . Peter Altmaier (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Klaus Ernst (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Peter Altmaier (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 1: (Fortsetzung) a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes über die Feststellung des Bundes- haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2012 (Haushaltsgesetz 2012) (Drucksache 17/6600) . . . . . . . . . . . . . . . 14551 B 14551 C 14551 D 14554 D 14574 D 14575 D 14575 D 14576 B 14576 C 14576 D 14578 C Deutscher B Stenografisch 124. Sitz Berlin, Donnerstag, den I n h a l Wahl des Abgeordneten Siegmund Ehrmann und des Herrn Markus Meckel als ordentli- che Mitglieder des Stiftungsrates der Stif- tung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Wahl der Abgeordneten Dr. Valerie Wilms als stellvertretendes Mitglied im Eisenbahn- infrastrukturbeirat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Erweiterung der Tagesordnung . . . . . . . . . . . Nachträgliche Ausschussüberweisungen . . . . Nachruf auf den ehemaligen Abgeordneten Hans Apel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Zusatztagesordnungspunkt 1: Erste Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und FDP eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Gesetzes R K J J B A O U M N 14549 A 14549 B 14549 B 14550 B 14550 D Peter Altmaier (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Sigmar Gabriel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14559 B 14559 B undestag er Bericht ung 8. September 2011 t : ainer Brüderle (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . laus Ernst (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . ürgen Trittin (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Otto Fricke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ürgen Trittin (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . artholomäus Kalb (CDU/CSU) . . . . . . . . . . xel Schäfer (Bochum) (SPD) . . . . . . . . . . . tto Fricke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . lrich Maurer (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . anuel Sarrazin (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . orbert Barthle (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 14560 D 14563 A 14565 A 14566 A 14566 B 14567 C 14568 D 14570 A 14571 A 14572 B 14573 B b) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bundes 2011 bis 2015 (Drucksache 17/6601) . . . . . . . . . . . . . . . 14578 D II Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 124. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 8. September 2011 Einzelplan 09 Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Dr. Philipp Rösler, Bundesminister BMWi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hubertus Heil (Peine) (SPD) . . . . . . . . . . . . . Dr. Michael Fuchs (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Roland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . Fritz Kuhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Georg Nüßlein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Klaus Brandner (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Florian Toncar (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Schlecht (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Dr. Tobias Lindner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Joachim Pfeiffer (CDU/CSU) . . . . . . . . . Garrelt Duin (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ernst Hinsken (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Dr. Michael Luther (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Einzelplan 11 Bundesministerium für Arbeit und Soziales Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin BMAS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hubertus Heil (Peine) (SPD) . . . . . . . . . . . Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin BMAS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Ilja Seifert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin BMAS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anette Kramme (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Claudia Winterstein (FDP) . . . . . . . . . . . . Katja Kipping (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Dr. Martin Lindner (Berlin) (FDP) . . . . . . Katja Kipping (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Priska Hinz (Herborn) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Karl Schiewerling (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Dr. Ilja Seifert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Karl Schiewerling (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Katja Kipping (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Karl Schiewerling (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Katja Mast (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . D S S K K P A A B T a b c d e in 14578 D 14581 C 14584 C 14587 B 14588 D 14590 D 14592 C 14594 B 14596 C 14597 D 14598 D 14601 A 14602 D 14604 D 14606 A 14607 C 14607 D 14609 C 14609 D 14610 B 14611 B 14612 D 14613 D 14614 A 14615 C 14616 C 14618 A 14618 C 14619 A 14619 B 14619 C r. Heinrich L. Kolb (FDP) . . . . . . . . . . . . . . abine Zimmermann (DIE LINKE) . . . . . . . . Dr. Martin Lindner (Berlin) (FDP) . . . . . . abine Zimmermann (DIE LINKE) . . . . . . . . atrin Göring-Eckardt (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Peter Weiß (Emmendingen) (CDU/CSU) . atrin Göring-Eckardt (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . aul Lehrieder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . ngelika Krüger-Leißner (SPD) . . . . . . . . . . xel E. Fischer (Karlsruhe-Land) (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ettina Hagedorn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . agesordnungspunkt 3: ) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Zwei- ten Gesetzes zur Änderung des Um- weltauditgesetzes (Drucksache 17/6611) . . . . . . . . . . . . . . . . ) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes zur Verleihung der Rechtsfähigkeit an das Gemeinsame Wattenmeersekre- tariat – Common Wadden Sea Secreta- riat (CWSS) (CWSSRechtsG) (Drucksache 17/6612) . . . . . . . . . . . . . . . . ) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes zu dem Abkommen vom 21. Okto- ber 2010 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Großherzogtum Luxemburg über die Erneuerung und Erhaltung der Grenzbrücke über die Mosel zwischen Wellen und Grevenma- cher (Drucksache 17/6615) . . . . . . . . . . . . . . . ) Erste Beratung des von der Bundesre- gierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Beher- bergungsstatistikgesetzes und des Han- delsstatistikgesetzes (Drucksache 17/6851) . . . . . . . . . . . . . . . ) Antrag des Bundesministeriums der Fi- nanzen: Entlastung der Bundesregie- rung für das Haushaltsjahr 2010 – Vor- lage der Vermögensrechnung des Bundes für das Haushaltsjahr 2010 – (Drucksache 17/6009) . . . . . . . . . . . . . . . Verbindung mit 14620 D 14622 A 14623 A 14623 A 14623 B 14624 A 14624 C 14625 A 14626 D 14628 A 14629 C 14631 A 14631 A 14631 A 14631 B 14631 B Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 124. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 8. September 2011 III Zusatztagesordnungspunkt 3: a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes zur Änderung von Vorschriften über Verkündung und Bekanntma- chungen (Drucksache 17/6610) . . . . . . . . . . . . . . . . b) Antrag der Abgeordneten Johanna Voß, Ulla Lötzer, Dr. Barbara Höll, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Universaldienste für Breit- band-Internetanschlüsse jetzt (Drucksache 17/6912) . . . . . . . . . . . . . . . . c) Antrag der Abgeordneten Kai Gehring, Krista Sager, Ekin Deligöz, weiterer Ab- geordneter und der Fraktion BÜND- NIS 90/DIE GRÜNEN: Den Hochschul- pakt weiterentwickeln: Mehr Studien- plätze, bessere Studienbedingungen und höhere Lehrqualität schaffen (Drucksache 17/6918) . . . . . . . . . . . . . . . . d) Antrag der Abgeordneten Krista Sager, Memet Kilic, Ekin Deligöz, weiterer Ab- geordneter und der Fraktion BÜND- NIS 90/DIE GRÜNEN: Anerkennung ausländischer Abschlüsse tatsächlich voranbringen (Drucksache 17/6919) . . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 4: a) Beschlussempfehlung und Bericht des Haushaltsausschusses – zu dem Antrag des Bundesministe- riums der Finanzen: Entlastung der Bundesregierung für das Haushalts- jahr 2009 – Vorlage der Haushaltsrechnung des Bundes für das Haushaltsjahr 2009 – – zu dem Antrag des Bundesministe- riums der Finanzen: Entlastung der Bundesregierung für das Haushalts- jahr 2009 – Vorlage der Vermögensrechnung des Bundes für das Haushaltsjahr 2009 – – zu der Unterrichtung durch den Bun- desrechnungshof: Bemerkungen des Bundesrechnungshofes 2010 zur Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes (einschließlich der Fest- stellungen zur Jahresrechnung 2009) – zu der Unterrichtung durch den Bun- desrechnungshof: Bemerkungen des Bundesrechnungshofes 2010 zur b c in Z A d A g (D 14631 B 14631 C 14631 C 14631 C Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes – Weitere Prüfungsergebnisse – (Drucksachen 17/1500, 17/2305, 17/3650, 17/3956 Nr. 3, 17/5350, 17/5820 Nr. 5, 17/6423) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ) Beschlussempfehlung und Bericht des Haushaltsausschusses zu dem Antrag des
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    ung C, letzter Absatz, der n: „Von gewissen Teilen kandalisiert, wir würden ersorgung der Menschen htlingen aus Irak und Pa- rten Kolleginnen und Kol- h hauptsächlich damit be- emismusbekämpfung auf- itig immer als Retter der sterin Schröder mit ihrem für, dass Armut gar nicht e ich konstruktive Politik. SU und der FDP) nsere Ministerin tatkräftig en, die Opfer von Gewalt zten Jahr haben wir in den Geld zur Anschubfinan- es bundesweiten Hilfetele- Meine Damen und Herren, i lich-konstruktive Haushaltsbera allen eine gute Nacht wünschen Danke schön. (Beifall bei der CDU/CS Vizepräsident Eduard Osw Der Herr Kollege macht sch letzte Redner war. In der Tat ste weiteren Wortmeldungen mehr auch keiner mehr trauen. Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 124. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 8. September 2011 14719 (A) (C) )(B) Anlage zum Stenografischen Bericht Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Behrens, Herbert DIE LINKE 08.09.2011 Dr. Dehm, Diether DIE LINKE 08.09.2011 Gerster, Martin SPD 08.09.2011 Glos, Michael CDU/CSU 08.09.2011 Heveling, Ansgar CDU/CSU 08.09.2011 Hunko, Andrej DIE LINKE 08.09.2011 Dr. Jochimsen, Lukrezia DIE LINKE 08.09.2011 Kamp, Heiner FDP 08.09.2011 Krestel, Holger FDP 08.09.2011 Krischer, Oliver BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 08.09.2011 Dr. Lehmer, Max CDU/CSU 08.09.2011 Maisch, Nicole BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 08.09.2011 von der Marwitz, Hans- Georg CDU/CSU 08.09.2011 Nietan, Dietmar SPD 08.09.2011 Nink, Manfred SPD 08.09.2011 Dr. Röttgen, Norbert CDU/CSU 08.09.2011 Schreiner, Ottmar SPD 08.09.2011 Werner, Katrin DIE LINKE 08.09.2011 Wunderlich, Jörn DIE LINKE 08.09.2011 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Lambrecht, Christine SPD 08.09.2011 (D 124. Sitzung Berlin, Donnerstag, den 8. September 2011 Inhalt: Wahl des Abgeordneten Siegmund Ehrmannund des Herrn Markus Meckel als ordentlicheMitglieder des Stiftungsrates der Stiftungzur Aufarbeitung der SED-Diktatur Wahl der Abgeordneten Dr. Valerie Wilmsals stellvertretendes Mitglied im Eisenbahninfrastrukturbeirat Erweiterung der Tagesordnung Nachträgliche Ausschussüberweisungen Nachruf auf den ehemaligen Abgeordneten Hans Apel ZP 1 Erste Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und FDP eingebrachten Entwurfs eines Gesetzeszur Änderung des Gesetzes zur Übernahmevon Gewährleistungen im Rahmen eineseuropäischen Stabilisierungsmechanismus ZP 2 Beratung des Antrags der Fraktionen der CDU/CSU und FDPParlamentsrechte im Rahmen zukünftigereuropäischer Stabilisierungsmaßnahmen sichernund stärken a) Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2012 (Haushaltsgesetz 2012) b) Beratung der Unterrichtung durch die Bundesregierung Finanzplan des Bundes 2011 bis 2015 Epl. 09: BMWi Epl. 11: BMAS 3 a) Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Umweltauditgesetzes b) Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Verleihung der Rechtsfähigkeit an das Gemeinsame Wattenmeersekretariat - Common Wadden Sea Secretariat (CWSS) (CWSSRechtsG) c) Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zu dem Abkommen vom 21. Oktober 2010 zwische... d) Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Beherbergungsstatistikgesetzes und des Handelsstatistikgesetzes e) Beratung des Antrags des Bundesministeriums der Finanzen Entlastung der Bundesregierung für das Haushaltsjahr 2010 - Vorlage der Vermögensrechnung des Bundes für das Haushaltsjahr 2010 - ZP 3 a) Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung von Vorschriften über Verkündung und Bekanntmachungen b) Beratung des Antrags der Abgeordneten Johanna Voß, Ulla Lötzer, Dr. Barbara Höll, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE Universaldienste für Breitband-Internetanschlüsse jetzt c) Beratung des Antrags der Abgeordneten Kai Gehring, Krista Sager, Ekin Deligöz, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Den Hochschulpakt weiterentwickeln: Mehr Studienplätze, bessere Studienbedingungen und höhere Lehrqualität schaffen d) Beratung des Antrags der Abgeordneten Krista Sager, Memet Kilic, Ekin Deligöz, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Anerkennung ausländischer Abschlüsse tatsächlich voranbringen Tagesordnungspunkt 4 a:Beratung der Beschlussempfehlung und des Berichtsdes Haushaltsausschusses (8. Ausschuss)– zu dem Antrag des Bundesministeriums derFinanzen Entlastung der Bundesregierung für das Haushaltsjahr 2009 - Vorlage der Haushaltsrechnung des Bundes für das Haushaltsjahr 2009 - Entlastung der Bundesregierung für das Haushaltsjahr 2009 - Vorlage der Vermögensrechnung des Bundes für das Haushaltsjahr 2009 - Bemerkungen des Bundesrechnungshofes 2010 zur Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes (einschließlich der Feststellungen zur Jahresrechnung 2009) Bemerkungen des Bundesrechnungshofes 2010 zur Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes - Weitere Prüfungsergebnisse - Tagesordnungspunkt 4 b: Beratung der Beschlussempfehlung und des Berichts des Haushaltsausschusses (8. Ausschuss) zu dem Antrag des Präsidenten des Bundesrechnungshofes Rechnung des Bundesrechnungshofes für das Haushaltsjahr 2010 - Einzelplan 20 - Tagesordnungspunkt 4 c: Beratung der Beschlussempfehlung und des Berichtsdes Ausschusses für Verkehr, Bau undStadtentwicklung (15. Ausschuss) – zu dem Antrag der Abgeordneten UlrichLange, Dirk Fischer (Hamburg), Arnold Vaatz,weiterer Abgeordneter und der Fraktion derCDU/CSU sowie der Abgeordneten PatrickDöring, Werner Simmling, Oliver Luksic, weitererAbgeordneter und der Fraktion der FDPSicherheit im Eisenbahnverkehr verbessern –Streckennetz mit Sicherungssystemen ausstatten – zu dem Antrag der Abgeordneten UweBeckmeyer, Waltraud Wolff (Wolmirstedt),Sören Bartol, weiterer Abgeordneter und derFraktion der SPD sowie der AbgeordnetenDr. Anton Hofreiter, Undine Kurth (Quedlinburg),Winfried Hermann, weiterer Abgeordneterund der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-NENKonsequenzen aus dem Zugunglück vonHordorf ziehen – zu dem Antrag der Abgeordneten SabineLeidig, Dr. Dietmar Bartsch, Herbert Behrens,weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIELINKEUmgehend die Konsequenzen aus dem Unglückvon Hordorf ziehen Zusatzpunkt 4:Beratung des Antrags der BundesregierungAusnahme von dem Verbot der Zugehörigkeitzu einem Aufsichtsrat für Mitglieder der Bundesregierung Epl. 30: BMBF Epl. 10: BMELV Epl. 15: BMG Epl. 17: BMFSFJ Anlage zum Stenografischen Bericht Anlage
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Miriam Gruß


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (FDP)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (FDP)


    Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und

    Kollegen! Im Familienhaushalt gibt es einen Aufwuchs
    von 9,27 Millionen Euro, und wir geben insgesamt
    6,48 Milliarden Euro aus. Ich muss der Opposition wi-
    dersprechen: Wir setzen auf viele zukunftsweisende Pro-
    jekte und investieren auch in diese Projekte.


    (Caren Marks [SPD]: Da haben Sie wenig Ansprüche an die Zukunft!)


    Das betrifft zum Beispiel die Umgestaltung des Zivil-
    dienstes zum Bundesfreiwilligendienst; der Herr Staats-
    sekretär hat das bereits erklärt, und mein Kollege Herr
    Bernschneider wird in seiner Rede noch ausführlich da-
    rauf eingehen. Auch die Familienhebammen sind bereits
    genannt worden. Außerdem ist eine Familienpflegezeit
    geplant.

    Diese Dinge werden gesellschaftliche Veränderungen
    hervorrufen und Antworten auf gesellschaftliche Frage-
    stellungen geben.

    Ich will bei den Kindern beginnen. Kinder brauchen
    Schutz und Chancen. Die Chancen sind im Zusammen-
    hang mit der Initiative „Offensive Frühe Chancen“ er-
    wähnt worden. Damit machen wir genau das, was von
    allen immer gefordert wird, bei der Betreuung nicht nur
    auf die Quantität, sondern auch auf Qualität zu setzen.
    Wir fördern den Spracherwerb benachteiligter Jugendli-
    cher. Das ist für eine erfolgreiche Integration das Wich-

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    (C (D gste. Integration kann nur gelingen, wenn die Sprache rlernt wird. Deswegen ist das genau die richtige Initiave mit Blick auf die aktuellen gesellschaftspolitischen ragestellungen. Auch das Bundeskinderschutzgesetz, ein Schutzgeetz für die Kinder, ist auf den Weg gebracht. Demnächst ird dazu die Anhörung stattfinden. Etwas ist schon erähnt worden, was mir persönlich sehr am Herzen liegt: ie Familienhebammen. Die Familienhebammen werden on uns gefördert werden. Das ist eine Initiative mit Vorildcharakter, mit der man gerade jungen Familien früheitig hilft, bevor es zu spät ist. Genau diesen präventien Ansatz verfolgt die schwarz-gelbe Koalition. Das ist er richtige Ansatz. Familien brauchen Zeit, Geld und Infrastruktur. Zum tichwort Zeit: Ich habe das Familienpflegezeitgesetz ngesprochen. Auch dazu wird es demnächst eine Anhöng geben. it diesem Gesetz werden sicherlich nicht alle Pflegerobleme gelöst werden, aber es wird ein Mosaikstein ei der Bewältigung von Pflege sein. Von daher ist es ein chtiger Schritt auf dem Weg zu einer besseren Vereinarkeit von Pflege und Beruf. Deswegen ist auch das der chtige Ansatz. Stichwort Geld: Das Elterngeld macht im Etat den rößten Anteil aus. Der Aufwuchs von 215 Millionen uro spricht dafür, dass es angenommen wird. Ganz beonders freut es mich – das ist schon erwähnt worden –, ass auch mehr Väter Verantwortung übernehmen und u Hause bleiben. Dieser gesellschaftliche Wandel wird on unserer Fraktion ausdrücklich begrüßt. Auch das Thema Infrastruktur ist schon angesprochen orden. Ich sehe nicht, dass wir hier Defizite haben. Von undesseite erfüllen wir die Vorgaben und lösen unsere ersprechungen ein. Man muss aber ganz klar auch als ppell an die Länder sagen: Von den Ländern werden ie Gelder zur Verbesserung der Infrastruktur ganz unrschiedlich abgerufen. Manche Länder rufen das Geld ur zu 60 Prozent ab, andere rufen zu 100 Prozent ab. ie Gelder, die wir zur Verfügung stellen, sollten wirkch angenommen werden. Hier müssen auch die Länder nd Kommunen ihren Anteil leisten und ihre Hausaufgaen machen. Auch für die Mehrgenerationenhäuser haben wir Geler zur Verfügung gestellt und ein Folgeprogramm aufelegt. Ich hoffe, dass das Folgeprogramm funktionieren ird und dass sich hier Strukturen etablieren. Allerdings das muss ich an dieser Stelle sagen – muss das keine inanzierung für die Ewigkeit werden. Wenn sich die äuser irgendwann einmal selbst tragen, dann ist das mso besser. Dann können sie vor Ort entsprechend nanziert werden. Miriam Gruß )


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)


    (Caren Marks [SPD]: Die wird vernichtend!)


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)





    (A) )

    Unterstützung und Perspektiven für Frauen sind ange-
    mahnt worden. Ich kann nur sagen: Ich begrüße es au-
    ßerordentlich, dass wir beispielsweise ein Hilfetelefon
    bei Gewalt gegen Frauen einrichten werden. Auch das
    wird kommen. Dafür haben wir insgesamt 3,1 Millionen
    Euro eingestellt.

    Wir planen eine Initiative, um Frauen den Wiederein-
    stieg in den Beruf zu erleichtern, insbesondere Allein-
    erziehenden. Wir machen hier unsere Hausaufgaben. Ich
    bin der Meinung, es ist richtig, wie wir es machen.

    Vielen Dank.


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)




Rede von Eduard Oswald
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CSU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CSU)

Vielen Dank, Frau Kollegin. – Nächster Redner ist für

die Fraktion Die Linke unser Kollege Steffen Bockhahn.
Bitte schön, Kollege Steffen Bockhahn.


(Beifall bei der LINKEN)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Steffen Bockhahn


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (None)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (DIE LINKE.)


    Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und

    Kollegen! Dieser Haushaltsentwurf ist nicht vom Minis-
    terium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, son-
    dern eher einer gegen sie.


    (Zurufe von der CDU/CSU: Oh! – Rita Pawelski [CDU/CSU]: Schlaumeier! – Dorothee Bär [CDU/CSU]: Nur weil es kurz vor 10 ist, muss das Niveau nicht so schlecht sein!)


    Dieses Ministerium ist unter anderem für Frauen- und
    Gleichstellungspolitik zuständig bzw. sollte es sein. Die
    Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern in
    der Bundesrepublik Deutschland sind nach wie vor be-
    schämend. Laut Statistischem Bundesamt sind es nach
    wie vor 23 Prozent, die Frauen für die gleiche Arbeit wie
    Männer im Schnitt weniger verdienen.


    (Rita Pawelski [CDU/CSU]: Nein!)


    Das heißt, Frauen müssen 84 Tage länger arbeiten, um
    den gleichen Lohn zu bekommen.


    (Norbert Geis [CDU/CSU]: Das stimmt doch gar nicht!)


    Allerdings hat auch für Frauen das Jahr nur 365 Tage,
    um korrekt zu sein: in Schaltjahren 366 Tage.


    (Markus Grübel [CDU/CSU]: Die Statistik muss man richtig angucken, Herr Kollege Bockhorn! Sie unterschreiten Ihre intellektuellen Fähigkeiten erheblich!)


    – Mein Name ist Bockhahn, Herr Kollege Grübel. Wenn
    Sie mir zuhören, können Sie noch etwas lernen.

    Das heißt, dass Frauen beim Einkommen generell be-
    nachteiligt sind. Wenn wir uns das genauer anschauen,
    stellen wir fest, dass dies nicht nur mit der Bezahlung am
    konkreten Arbeitsplatz zu tun hat, sondern natürlich
    auch mit den Berufsbildern und der Geschlechtervertei-
    lung.

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    (C (D Nun gibt sich das Ministerium viel Mühe, mit diveren Programmen Männer in klassische Frauenberufe zu ringen. Das kann man auch richtig finden. Eigentlich üsste der Ansatz aber doch sein, nicht Männer in chlecht bezahlte Frauenberufe zu bringen, sondern rauenberufe so attraktiv zu machen, dass auch Männer ie für sich attraktiv finden. Das wäre doch einmal ein nsatz, meine Damen und Herren. (Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Im Übrigen ist ganz erstaunlich, dass nach wie vor
    icht wirklich, also richtig ernst gemeint, etwas unter-
    ommen wird, um Frauen den Zugang in klassische
    ännerberufe zu erleichtern. Aber es ist auch relativ

    lar, warum das passiert; denn natürlich – ich weiß, wo-
    on ich rede – blockieren Männer gerne, wenn andere
    ich nähern und wenn es darum geht, den eigenen Platz,
    as eigene Revier zu verteidigen, gerade dann, wenn es
    m viel Geld geht.

    Die Bundesregierung, die Bundesbehörden und die
    usammensetzung der Fraktionen von Union und FDP
    ind abschreckende Beispiele dafür, wie es nicht laufen
    ollte. Die Frauenquote bei Ihnen ist abenteuerlich
    chlecht.


    (Beifall bei der LINKEN sowie des Abg. Sven-Christian Kindler [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])


    Meine Damen und Herren, nach wie vor gibt es ein
    anz großes Karrierehemmnis. An ihm konnten alle
    chönen Reden hier nichts verändern. Dieses Karriere-
    emmnis ist so ziemlich das Schönste, was einem pas-
    ieren kann. Es sind Kinder. Ja, das Elterngeld ist ein
    leiner Erfolg. Aber Sie haben diesen kleinen Erfolg in
    en Jahren, in denen Sie jetzt regieren, bereits noch klei-
    er gemacht. Sie konzipieren eine vernünftige Maß-
    ahme, fangen damit an und kündigen sogar an, sie aus-
    ubauen. Aber anstatt das zu tun, kürzen Sie.

    Das Erste, was Sie getan haben, war die Umsetzung
    er klugen Idee, Empfängern von Hartz IV diese Leis-
    ng gleich erst mal zu streichen.


    (Sven-Christian Kindler [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Unerhört!)


    as ist nach wie vor etwas ganz Unsoziales und etwas
    nanständiges, weil Sie damit Kinder von Geburt an un-
    rschiedlich machen.


    (Beifall bei der LINKEN, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Die Kollegin Ziegler hat schon vorhin kurz das Be-
    euungsgeld, liebevoll auch Herdprämie genannt, ange-
    prochen.


    (Dorothee Bär [CDU/CSU]: Das wird nur von Leuten gemacht, die Familienpolitik kaputt machen wollen, Herr Kollege! So ist es!)


    as ist ja nicht etwa nur eine schöne Idee, um irgend-
    em zu helfen, sondern es ist eine gigantische Ausrede.
    ußerdem stecken dahinter ein Rollenbild und ein Fami-





    Steffen Bockhahn


    (A) )


    )(B)

    lienmodell, die, mit Verlaub, definitiv nicht in das
    21. Jahrhundert gehören.


    (Beifall bei der LINKEN, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Dorothee Bär [CDU/CSU]: Es können auch Männer zu Hause bleiben! Es heißt: Wahlfreiheit!)


    Auf der einen Seite sorgen Sie damit nämlich dafür,
    dass gerade in strukturschwachen Regionen der Kitaaus-
    bau gar nicht vorangetrieben werden muss, weil es die
    Inanspruchnahme nicht gibt. Damit können Sie dann be-
    gründen, dass es keine Bedarfe gebe und man deswegen
    gar nicht die Plätze für 35 Prozent der Kinder vorhalten
    müsse.

    Das alleine wäre schon schlimm genug. Das eigent-
    liche Drama ist aber – –


    (Dorothee Bär [CDU/CSU]: So eine perfide Denke!)


    – Über kranke Denke sollten wir beide uns besser nicht
    unterhalten, Frau Bär. Das geht nämlich nicht zu Ihren
    Gunsten aus. Aber davon abgesehen – –


    (Dorothee Bär [CDU/CSU]: „Kranke“ habe ich nicht gesagt, sondern „perfide“! Schauen Sie bitte einmal ins Protokoll!)


    – Hören Sie doch einmal zu. Ich weiß, dass Sie ein lautes
    Organ haben. Aber Sie sind ja nachher auch noch an der
    Reihe. Dann können Sie versuchen, sich verständlich zu
    machen. Das ist in Ordnung.


    (Rita Pawelski [CDU/CSU]: Sie hat höchstens eine laute Stimme! Ein lautes Organ hat sie nicht!)


    Lassen Sie mich also noch einmal zu dem kommen,
    was ich wirklich absurd finde, weil es eine soziale Aus-
    grenzung sondergleichen ist, nämlich zu dem, was Sie
    mit dem Betreuungsgeld tun.


    (Dorothee Bär [CDU/CSU]: Reden wir jetzt einmal über den Haushalt für nächstes Jahr!)


    Sie stellen nämlich sozial benachteiligte Familien mit
    geringem Einkommen vor die Frage, 150 Euro zu neh-
    men oder sich für einen Kitaplatz zu entscheiden, den sie
    sich nicht leisten können.


    (Dorothee Bär [CDU/CSU]: Diejenigen, die sich das nicht leisten können, bekommen es doch bezahlt!)


    Vor diese Wahl stellen Sie sozial benachteiligte Fami-
    lien. Das hat aber weder etwas mit dem Anspruch auf
    frühkindliche Bildung zu tun, noch ist es familienpoli-
    tisch sinnvoll. Dies ist definitiv der falsche Weg. Der
    richtige Weg wäre, dass Sie überall in Deutschland be-
    zahlbare Kitas schaffen.


    (Beifall bei der LINKEN, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Dorothee Bär [CDU/CSU]: Genau! Weil die Eltern sich nicht um ihre Kinder kümmern können! Das ist Ihre Denke! Sie glauben, dass das Kind in der Ein n p W In e te D m e L e – re s s D re K e s g is D n g m b – d h e s la (C (D richtung besser aufgehoben ist als zu Hause! Das denken Sie!)


    Nun möchte ich Ihnen einmal einige Beispiele nen-
    en, wie das laufen kann.

    Ein schlechtes Beispiel kommt aus Mecklenburg-Vor-
    ommern, dem bekanntlich schönsten Bundesland der
    elt. Dort regiert die SPD noch zusammen mit der CDU.
    Mecklenburg-Vorpommern beträgt das Durchschnitts-

    inkommen 1 500 Euro brutto, und ein Krippenplatz kos-
    t 300 Euro im Monat – 300 Euro im Monat bei einem
    urchschnittsbruttoeinkommen von 1 500 Euro: Ich kann
    ir nicht vorstellen, wer sich das leisten können soll.


    (Zuruf von der CDU/CSU: Da habt ihr doch mal mitregiert!)


    Allerdings darf ich Ihnen auch sagen: In Berlin sieht
    s ganz vorbildlich aus. Dort haben wir eine rot-rote
    andesregierung. Die Krippenbeiträge in Berlin sind
    rstens sozial gestaffelt und zweitens – –


    (Andreas Mattfeldt [CDU/CSU]: Da gibt es die höchste Kinderarmut! – Weitere Zurufe von der CDU/CSU)


    Wissen Sie, was ich wirklich abenteuerlich finde? Sie
    den hier in einer ganz abwertenden Art und Weise über

    oziale Leistungen. Das macht deutlich, dass Ihnen die
    ozialen Belange dieses Landes einen Dreck wert sind.
    afür sollten Sie sich schämen, meine Damen und Her-
    n. Das ist abenteuerlich.


    (Beifall bei der LINKEN – Lachen bei der CDU/CSU)


    Sie können sich das ruhig anhören. In Berlin sind die
    indergärten für die Eltern komplett kostenfrei, weil es

    inen Anspruch gibt, dass frühkindliche Bildung umge-
    etzt wird, dass frühkindliche Bildung für alle Kinder
    ewährt wird, dass Chancengleichheit tatsächlich real
    t.


    (Dorothee Bär [CDU/CSU]: Weil Bayern das bezahlt! So sieht es nämlich aus! Haben Sie schon einmal etwas vom Ausgleich gehört? Bayern bezahlt!)


    as ist vernünftige Familienpolitik. Davon können Sie
    och eine Menge lernen.


    (Beifall bei der LINKEN)


    Ich möchte etwas zum Thema Rechtsextremismus sa-
    en. Ich komme, wie gesagt, aus Mecklenburg-Vorpom-
    ern, wo letztes Wochenende Wahlen stattgefunden ha-

    en.


    (Dorothee Bär [CDU/CSU]: Elf Minuten! Das ist ein Witz!)


    Sie sollten sich langsam wieder dämpfen. – 6 Prozent
    er Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, die über-
    aupt zur Wahl gegangen sind, haben sich für die rechts-
    xtreme NPD entschieden.

    Herr Staatssekretär Kues, ich muss mit einigem Er-
    chrecken noch einmal vor meinem geistigen Auge ab-
    ufen lassen, was Sie vorhin auf meine Zwischenfrage





    Steffen Bockhahn


    (A) )


    )(B)

    gesagt haben. Wenn es Ihnen nicht egal ist, wer sich ge-
    gen Rechtsextremismus engagiert, dann finde ich solche
    Äußerungen absurd, abenteuerlich und gemeingefähr-
    lich. Fahren Sie nach Gnoien, Lassan, Lübtheen und La-
    lendorf und fragen Sie die Menschen, die dort tagtäglich
    unter Nazis leiden, ob es ihnen recht wäre, wenn jemand,
    der sich heute für Demokratie und Toleranz und gegen
    Rechtsextremismus einsetzen will, das nicht tun darf,
    weil es Ihnen nicht genehm ist. Eine solche Ignoranz
    kann man nur haben, wenn man nicht oft genug nach
    draußen kommt.


    (Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten der SPD und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN – Rita Pawelski [CDU/CSU]: Hat denn jemand das Gegenteil gesagt?)


    Ich verweise darauf, dass es besonders junge Männer
    ohne Perspektive waren, die die neuen Nazis gewählt ha-
    ben. Bei den unter 30-Jährigen haben gerade die Männer
    die NPD gewählt. Das Traurige daran ist, dass Sie genau
    die Maßnahmen, die dazu geeignet sind, die Abwande-
    rung und Perspektivlosigkeit junger Menschen in Ost-
    deutschland zu beenden, gestrichen und eingestellt ha-
    ben.

    Schöne Projekte in der Zivilgesellschaft sind in Ord-
    nung. Wir brauchen aber endlich auch Projekte, die aus
    Ihrem Haus zu finanzieren wären und sich mit guten
    Strukturen, hochqualifiziertem Personal und anständigen
    Sachmittelbudgets genau dieser Arbeit in den schwieri-
    gen Bereichen zuwenden, die wir als Zivilgesellschaft
    schon lange nicht mehr erreichen. Das ist eine Aufgabe,
    und das hat der letzte Sonntag einmal mehr deutlich ge-
    macht.


    (Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)


    Es gibt aber auch einige Bereiche, von denen man sa-
    gen kann, dass es eine gute Idee war, zum Beispiel die
    Mehrgenerationenhäuser. Sie sind ein Beleg für eine gut
    funktionierende Zivilgesellschaft. Sie sind ein Ort, an
    dem sich verschiedene Generationen begegnen und viele
    gute Projekte stattfinden.


    (Dorothee Bär [CDU/CSU]: Wer hat es verlängert? Wir! – Andreas Mattfeldt [CDU/CSU]: Eine Initiative der CDU/CSU!)


    – Das bestreite ich doch gar nicht. Sie können auch mal
    etwas Gutes machen. Das habe ich nicht abgestritten. Ich
    habe schließlich gesagt, dass Sie gut angefangen haben.
    Warum Sie aber jetzt 6 Millionen Euro streichen und da-
    mit definitiv das Aus für viele Mehrgenerationenhäuser
    besiegeln, habe ich noch nicht richtig verstanden.

    Projekte wie die Mehrgenerationenhäuser sind eine
    Möglichkeit, um völlig ideologiefrei etwas für Demo-
    kratie und Toleranz und damit auch gegen Rechtsextre-
    mismus zu tun. Das hätten Sie vorher bedenken müssen.


    (Beifall bei der LINKEN)


    Ich möchte noch auf die Mittel eingehen, die Sie für
    die Jugendpolitik zur Verfügung stellen. Nach wie vor


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    (C (D auch das hat Kollegin Ziegler schon angesprochen – ermissen wir von der Bundesregierung ein integriertes onzept zur Jugendpolitik. Das gibt es einfach nicht. Wenn man sich fragt, was Sie im Bereich der Jugendolitik machen, dann muss man feststellen, dass inzwichen ein Drittel Ihres Budgets für die Qualifizierungsffensive aufgewendet wird. Ich habe selten etwas gegen ualifizierungsmaßnahmen. Die Schwierigkeit besteht ber darin, sich darüber zu informieren, was Sie darunter erstehen. Wenn Sie die Suchfunktion auf der Website Ihres eienen Ministeriums nutzen, Herr Kues, um zu erfahren, as Sie unter dem Begriff „Qualifizierungsoffensive“ ngezeigt bekommen, dann ist das Ergebnis: null Treffer. as scheint mir eine sehr genaue Angabe zu sein. Denn ie Qualifizierungsoffensive macht inzwischen ein Dritl aller Maßnahmen der Jugendpolitik aus. Was aber wird konkret getan? Es wird nicht etwa etas dafür getan, die Träger von Programmen im Kindernd Jugendplan weiter zu qualifizieren oder junge Menchen in den Bereichen Demokratie und Toleranz oder rganisationsarbeit auszubilden. Das alles findet nicht tatt. Vor allem findet etwas statt, das definitiv nicht in r Ressort gehört, nämlich Erwachsenenförderung. Erachsenenförderung gehört aber aus meiner Sicht ins MAS und nicht in dieses Ministerium. Kurzum: Es ist eigentlich eine gute Nachricht, dass as Budget dieses Ministeriums gewachsen ist. Denn es at große gesellschaftliche Aufgaben. Aber es ist traurig, u sehen, wie schlecht Sie die zur Verfügung stehenden ittel einsetzen und dass Sie mehr ideologische Scheu lappen haben, als Sie es mir jemals vorwerfen können. (Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN – Dorothee Bär [CDU/CSU]: Wir haben überhaupt keine Ideologien! Wir haben Ideale! Das ist der Unterschied!)