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ID1712311900

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    11. Wort.\n: 1
  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 17/123 Thomas Oppermann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . Dr. Guido Westerwelle, Bundesminister AA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. h. c. Gernot Erler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Dr. Andreas Schockenhoff (CDU/CSU) . . . . . Stefan Liebich (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Dr. Frithjof Schmidt (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Rainer Stinner (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Rolf Mützenich (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Wolfgang Götzer (CDU/CSU) . . . . . . . . . Dr. Diether Dehm (DIE LINKE) . . . . . . . . . . Dr. Hermann Otto Solms (FDP) . . . . . . . . . . . Gerda Hasselfeldt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Bernd Neumann, Staatsminister bei der Bundeskanzlerin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Siegmund Ehrmann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . Reiner Deutschmann (FDP) . . . . . . . . . . . . . . Agnes Krumwiede (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 14 Bundesministerium der Verteidigung Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister 14445 A 14445 B 14446 D 14448 B 14450 C 14451 D 14453 C 14454 B 14455 D 14456 D 14492 B 14495 A 14497 A 14499 C 14501 A 14502 B 14503 A Deutscher B Stenografisch 123. Sitz Berlin, Mittwoch, den 7 I n h a l Tagesordnungspunkt 1: (Fortsetzung) a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes über die Feststellung des Bundes- haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2012 (Haushaltsgesetz 2012) (Drucksache 17/6600) . . . . . . . . . . . . . . . . b) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bundes 2011 bis 2015 (Drucksache 17/6601) . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 05 Auswärtiges Amt Dr. Guido Westerwelle, Bundesminister AA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . E R D D D R J V 14443 A 14443 B 14443 B Veronika Bellmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Klaus Brandner (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14458 A 14458 D undestag er Bericht ung . September 2011 t : rika Steinbach (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . uprecht Polenz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Einzelplan 04 Bundeskanzleramt r. Frank-Walter Steinmeier (SPD) . . . . . . . . r. Angela Merkel, Bundeskanzlerin . . . . . . . r. Gregor Gysi (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . ainer Brüderle (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . ürgen Trittin (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . olker Kauder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . 14460 A 14461 A 14462 A 14467 D 14474 B 14480 D 14484 D 14488 B BMVg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Rainer Arnold (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14504 C 14506 C II Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 123. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 7. September 2011 Dr. h. c. Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . Paul Schäfer (Köln) (DIE LINKE) . . . . . . . . . Dr. Tobias Lindner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ernst-Reinhard Beck (Reutlingen) (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bernhard Brinkmann (Hildesheim) (SPD) . . . Dr. h. c. Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . Bernhard Brinkmann (Hildesheim) (SPD) . . . Elke Hoff (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Omid Nouripour (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Thomas Silberhorn (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Klaus-Peter Willsch (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister BMVg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 23 Thilo Hoppe (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. h. c. Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . Dr. Sascha Raabe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Dirk Niebel (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Sascha Raabe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Christian Ruck (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Niema Movassat (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Sibylle Pfeiffer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Niema Movassat (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Priska Hinz (Herborn) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Klaus Riegert (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Lothar Binding (Heidelberg) (SPD) . . . . . . . . Volkmar Klein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Uwe Kekeritz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14508 D 14510 D 14513 A 14514 A 14515 C 14516 D 14517 A 14517 C 14519 A 14520 B 14521 C 14523 A 14530 D 14531 D 14533 A 14534 D 14535 B 14535 D 14537 D 14539 B 14539 C 14539 D 14540 D 14541 C 14543 B 14543 C Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dirk Niebel, Bundesminister BMZ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Bärbel Kofler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Sibylle Pfeiffer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Heike Hänsel (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . Marina Schuster (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Heike Hänsel (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . V V G N A L 14523 B 14525 A 14526 C 14528 B 14530 B 14530 C olkmar Klein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) . . . . . . olkmar Klein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . udrun Kopp (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . nlage iste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 14543 C 14544 B 14544 C 14545 C 14546 C 14547 A Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 123. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 7. September 2011 14443 (A) ) )(B) 123. Sitz Berlin, Mittwoch, den 7 Beginn: 9.0
  • folderAnlagen
    Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 123. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 7. September 2011 14547 (A) (C) )(B) Anlage zum Stenografischen Bericht Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Beck (Bremen), Marieluise BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 07.09.2011* Behrens, Herbert DIE LINKE 07.09.2011 Bockhahn, Steffen DIE LINKE 07.09.2011 Dr. Dehm, Diether DIE LINKE 07.09.2011 Gerster, Martin SPD 07.09.2011 Glos, Michael CDU/CSU 07.09.2011 Gohlke, Nicole DIE LINKE 07.09.2011 Maisch, Nicole BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 07.09.2011 von der Marwitz, Hans- Georg CDU/CSU 07.09.2011 Menzner, Dorothee DIE LINKE 07.09.2011 Nietan, Dietmar SPD 07.09.2011 Nink, Manfred SPD 07.09.2011 Schreiner, Ottmar SPD 07.09.2011 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich * Hunko, Andrej DIE LINKE 07.09.2011 Dr. Jochimsen, Lukrezia DIE LINKE 07.09.2011 Kramme, Anette SPD 07.09.2011 Krestel, Holger FDP 07.09.2011 Krischer, Oliver BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 07.09.2011 Lambrecht, Christine SPD 07.09.2011 Dr. Lehmer, Max CDU/CSU 07.09.2011 D S T W W (D für die Teilnahme an Sitzungen der Parlamentarischen Versamm- lung des Europarates r. Strengmann-Kuhn, Wolfgang BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 07.09.2011 tübgen, Michael CDU/CSU 07.09.2011 ack, Kerstin SPD 07.09.2011 erner, Katrin DIE LINKE 07.09.2011 underlich, Jörn DIE LINKE 07.09.2011 123. Sitzung Berlin, Mittwoch, den 7. September 2011 Inhalt Redetext a) Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2012 (Haushaltsgesetz 2012) b) Beratung der Unterrichtung durch die Bundesregierung Finanzplan des Bundes 2011 bis 2015 Epl. 05: AA Epl. 04: Bundeskanzleramt Epl. 14: Verteidigung Epl. 23: BMZ Anlage zum Stenografischen Bericht Anlage
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Dr. h.c. Jürgen Koppelin


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (FDP)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (FDP)


    Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    an hat mir eben mitgeteilt, dass aus dem Wahlkreis der
    ollegin Hänsel Gäste anwesend seien; die begrüßen wir
    atürlich herzlich. Sie werden hoffentlich mitbekommen
    aben, wie schwer wir es mit dieser Kollegin aus Ihrem
    ahlkreis haben. Vielleicht haben Sie das nächste Mal

    ine andere Kandidatin parat.


    (Heiterkeit bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU – Priska Hinz [Herborn] [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Auch nicht die feine Art!)


    Die Kollegin Hänsel hat hier behauptet, der Bundes-
    inister für wirtschaftliche Zusammenarbeit habe sich

    u Panzerlieferungen geäußert. Ich will nicht weiter
    azu Stellung nehmen. Aber ich fordere Sie, Frau Kolle-





    Dr. h. c. Jürgen Koppelin


    (A) )


    )(B)

    gin Hänsel, auf, mir die Dokumente zu geben, die zei-
    gen, dass er diese Äußerung gemacht hat. Der Bundes-
    minister sagt, er habe sich nie dazu geäußert.


    (Heike Hänsel [DIE LINKE]: Interviews in der Zeit und der Welt!)


    – Sie liefern das. Dann ist es ja kein Problem.

    Auch der nächste Punkt ist mir wichtig. In der Haus-
    haltsdebatte kam immer wieder der Hinweis, die Bun-
    desregierung oder der Bund würde die Lieferung von
    Panzern nach Saudi-Arabien genehmigen. Ich habe eine
    Äußerung dieser Art von der Bundesregierung bisher
    nicht gehört. Eine solche kann sie auch gar nicht ma-
    chen; sie wird weder Ja noch Nein sagen. Diejenigen, die
    behaupten, wir würden Panzerlieferungen nach Saudi-
    Arabien genehmigen, bitte ich, uns die entsprechenden
    Dokumente vorzulegen.


    (Lachen bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN – Thilo Hoppe [BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN]: Mehr Transparenz! – Christian Lange [Backnang] [SPD]: Es wird Zeit, dass Sie aus dem Bundestag herausfliegen! – Zuruf des Abg. Dr. h. c. Gernot Erler [SPD])


    – Warten Sie doch einmal ab, Kollege Erler! Auch Sie
    haben sich mehrfach dazu geäußert. Zeigen Sie uns die
    Dokumente oder sagen Sie uns, worin Sie eine Bestäti-
    gung der Bundesregierung oder des Bundessicherheits-
    rates sehen. In dem Fall wären Sie klüger als ich, und ich
    würde auf Sie zurückkommen. Ich sage Ihnen: Es wird
    wahrscheinlich keine Lieferung geben. Nehmen Sie das
    einfach zur Kenntnis. Es gibt keine Genehmigung. Das
    ist meine Kenntnis. Aber die Bundesregierung wird auch
    dazu nicht Stellung nehmen.

    Sie sagen, es werde genehmigt. Ich sage: Es wird
    nicht genehmigt. Die Bundesregierung – das wissen Sie
    doch; Sie waren selber einmal Mitglied einer Bundes-
    regierung – kann dazu nicht Stellung nehmen. Sie haben
    es viel einfacher. Sie können etwas in die Luft behaup-
    ten, aber die Regierung kann nicht das Gegenteil vertre-
    ten, weil sie weder Ja noch Nein sagen darf. Ich sage Ih-
    nen: Es wird nicht genehmigt. Nehmen Sie das einfach
    zur Kenntnis!


    (Sibylle Pfeiffer [CDU/CSU]: Man kann es ja mal behaupten! – Dr. h. c. Gernot Erler [SPD]: Das ist eine Aussage, Herr Kollege!)


    Nun komme ich zum Etat. Da darf man schon einmal
    erfreuliche Dinge herausstellen. Nach sehr vielen Jahren
    – Dirk Niebel hat schon darauf hingewiesen, wann das
    Ministerium gegründet wurde – kann ich feststellen,
    dass es endlich eine ausgesprochen gute Zusammen-
    arbeit zwischen dem Bundesminister des Auswärtigen
    und dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammen-
    arbeit gibt. Darauf haben wir lange gewartet. Das war
    bei Rot-Grün mit Joschka Fischer nicht möglich. Selbst
    als die SPD beide Ministerien hatte, war das anschei-
    nend nicht der Fall. Endlich gibt es eine gute Zusam-
    menarbeit.


    (Beifall des Abg. Harald Leibrecht [FDP])


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    (C (D Das wird dadurch dokumentiert, dass es abgestimmte onzepte zu Südamerika, zu Afrika gibt. Zu den enschenrechten ist schon etwas gesagt worden. Frau ollegin Wieczorek-Zeul, haben Sie während Ihrer elfhrigen Amtszeit auf einer Botschafterkonferenz des uswärtigen Amts sprechen und die tolle Politik der daaligen Bundesregierung verkaufen dürfen? Dirk iebel durfte es. Ich habe nur Positives über diese Konrenz im Auswärtigen Amt gehört. Dafür möchte ich irk Niebel ganz herzlich danken. Der nächste Punkt, der angesprochen wurde, war die DA-Quote. Auch dazu habe ich mir spontan etwas aufeschrieben. Als diese Koalition ihre Arbeit aufnahm, g die Quote bei 0,36 Prozent. (Thilo Hoppe [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Jetzt geht das wieder los!)


    (Beifall bei der FDP)


    etzt liegt sie bei 0,38 Prozent. Das ist zwar nicht heraus-
    gend. Es ist aber allemal besser als das, was wir über-

    ommen haben – darüber darf man sich doch wohl ein-
    al freuen –, und das bei der Haushaltssituation, die wir

    atten.

    Ich kann nur sagen: In den elf Jahren, in denen die So-
    ialdemokraten in diesem Ministerium gesessen haben,
    ätten sie all das machen können, was die verehrte Kol-
    gin hier angekündigt hat, auch in Bezug auf die
    ,7 Prozent. All diese Wohltaten hätten Sie von der SPD
    den elf Jahren tun können. Nun kommen Sie aber bitte

    icht und sagen, Sie wollten wieder in die Regierung
    nd gerade das Ministerium übernehmen. Diese Chance
    aben Sie vertan.


    (Christian Lange [Backnang] [SPD]: Sie wollen es ja abschaffen! – Dr. Bärbel Kofler [SPD]: Wir kommen wenigstens wieder ins Parlament!)


    Der Haushaltsentwurf des BMZ zeigt doch eindeutig,
    ass es endlich einmal eine intensive Einbindung und
    tärkung aller an der Entwicklungshilfe Beteiligten gibt,
    eien es die Stiftungen, die Kirchen oder die Nichtregie-
    ngsorganisationen. Ich sage auch: Ich bin stolz darauf,

    ass Minister Niebel es geschafft hat, die drei Organisa-
    onen – GTZ, InWEnt und DED – mit immerhin
    8 000 Mitarbeitern zusammenzuführen, wenn es auch
    ein leichter Weg war. Das ist eine sehr erfreuliche Er-
    lgsbilanz, die der Minister vorgelegt hat.

    Bei den entscheidenden Sitzungen – auch im Auf-
    ichtsrat – haben die Arbeitnehmer zugestimmt, hat die
    ewerkschaft Verdi zugestimmt, haben die Anteilseig-
    er zugestimmt – nur nicht die Vertreter der SPD und der
    rünen. Das bedaure ich sehr. Selbst die Arbeitnehmer
    nd die Gewerkschaften haben zugestimmt – nur Sie ha-
    en nicht zugestimmt.


    (Heike Hänsel [DIE LINKE]: Wir wurden ja ausgeschlossen!)


    s wäre aber gut gewesen, auch für diese Gesellschaft.

    Wir wollen mit diesem Haushalt eine Stärkung im Be-
    ich Bildung, im Bereich der ländlichen Entwicklung





    Dr. h. c. Jürgen Koppelin


    (A) )


    )(B)

    – ein ganz starker Beitrag; wir werden darauf achten,
    dass wir hier noch zusätzliche Mittel bekommen –, im
    Gesundheitswesen und natürlich bei der Beachtung der
    Menschenrechte. Zum Gesundheitswesen sage ich noch
    – und damit komme ich zum Schluss, weil meine Rede-
    zeit leider abgelaufen ist –: Herr Minister, ich finde es
    vollkommen richtig, dass Sie die Mittel beim Global
    Fund gestoppt haben. Es kann nicht sein, dass wir Kor-
    ruption bezahlen.


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)


    Zunächst müssen die Vorfälle aufgedeckt werden, und
    wenn wir dann Klarheit haben, können die Mittel freige-
    geben werden. Wir sagen nicht Nein zum Global Fund,
    wir sagen Nein zu Korruption; denn mit Korruption hel-
    fen wir den Menschen nicht.

    Herzlichen Dank für Ihre Geduld.


    (Beifall bei der FDP)




Rede von Petra Pau
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (DIE LINKE.)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (DIE LINKE.)

Der Kollege Dr. Sascha Raabe hat für die SPD-Frak-

tion das Wort.


(Beifall bei der SPD)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Dr. Sascha Raabe


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Kolleginnen

    und Kollegen! Herr Kollege Koppelin, man erlebt doch
    immer wieder Überraschungen im Parlament. Sie ver-
    künden hier, dass der Bundessicherheitsrat angeblich
    nicht die Lieferung von Panzern nach Saudi-Arabien ge-
    nehmigen wird.

    Aber das macht doch eigentlich die Haltung des Bun-
    desentwicklungsministers noch schlimmer. Wenn selbst
    diejenigen, die für das Militär im Bundessicherheitsrat
    sitzen, sagen: „Nein, diese Panzerlieferungen nicht“ und
    ausgerechnet der Bundesentwicklungsminister – er sitzt
    nur darum im Bundessicherheitsrat, weil seine Vorgän-
    gerin, Frau Wieczorek-Zeul, durchgesetzt hat, dass end-
    lich auch das Entwicklungsministerium vertreten ist,
    damit vom Bundessicherheitsrat weniger Waffenliefe-
    rungen in Entwicklungsländer genehmigt werden – sich
    für Panzerlieferungen nach Saudi-Arabien ausspricht,
    dann ist das ein wahrer Hohn.


    (Beifall bei der SPD – Sibylle Pfeiffer [CDU/ CSU]: Das ist alles Spekulation! Wir wissen doch nichts!)


    – Es ist keine Spekulation, Frau Kollegin, dass Minister
    Niebel sich in der Zeit für diese Panzerlieferungen aus-
    gesprochen hat. Wenn der Minister schon Zeitungen zi-
    tiert, dann muss er auch die Interviews gegen sich gelten
    lassen, die er gegeben hat, auch wenn sie ihm heute viel-
    leicht peinlich sein sollten.

    Ich glaube aber, diesem Minister ist eigentlich nichts
    peinlich. Denn wenn ihm irgend etwas peinlich wäre,
    dann würde er sich nicht hier hinstellen und von einem
    Rekordhaushalt reden und Pressemitteilungen seines
    Hauses herausgeben, nach denen in diesem Haushalt ein
    Aufwuchs von 750 Millionen Euro steckt. Das ist doch

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    (C (D rickserei; für so dumm kann man die Leute doch gar icht halten. Wenn man zunächst in einer Finanzplanung agt, dass man die Mittel ewig nach unten kürzt, anchließend ein wenig drauflegt und dann auf einmal bei inem tatsächlichen Plus von nur 113 Millionen Euro so t, als seien das 750 Millionen Euro, dann ist das doch illig. Das hat das Haus nicht verdient, das haben auch ie Menschen nicht verdient, und die Republik hat dieen Minister nicht verdient. (Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN – Helga Daub [FDP]: War bei Ihnen der Haushalt höher?)


    Ich frage mich auch, wie Herr Minister Niebel jemals
    uf einen Aufwuchs kommen möchte, wenn er mittler-
    eile einer der wenigen Minister in diesem Kabinett ist,
    ie die Finanztransaktionsteuer immer noch ablehnen.


    (Heike Hänsel [DIE LINKE]: Das stimmt!)


    Das muss man einmal überlegen: Wir brauchen inno-
    ative Finanzierungsinstrumente. Die Finanztransak-
    onsteuer ist ein Instrument, das schon vor zehn Jahren,
    001, Ihre Vorgängerin Heidemarie Wieczorek-Zeul im-
    er wieder gefordert hat.


    (Sibylle Pfeiffer [CDU/CSU]: Warum habt ihr es nicht gemacht 2001?)


    ieser Vorschlag kam von Attac und von den NGOs als
    in Instrument für Entwicklung. Jetzt sind wir endlich so
    eit, dass dieser Vorschlag auch von anderen gutgehei-
    en wird. Anstatt stolz und froh zu sein, dass die Initia-
    ve der Entwicklungspolitiker, solch eine Steuer zu ge-
    erieren, endlich umgesetzt wird, sagt ausgerechnet
    ieser Entwicklungsminister erst neulich im Ausschuss:
    issen Sie, Herr Raabe, mich interessiert nicht, was die
    undeskanzlerin sagt, ich bin gegen diese Steuer. – Das
    t einfach nur noch peinlich, Herr Minister.


    (Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)


    Es wurde vorhin Ostafrika angesprochen. Es ist be-
    annt, dass Sie nicht zum Pathos neigen. Wir würden
    ns sicherlich das eine oder andere Mal mehr Leiden-
    chaft wünschen, wenn solche Katastrophen wie in
    stafrika auftreten. Wir würden uns wünschen, dass der
    ntwicklungsminister im Fernsehen, in den Medien
    ichtbar ist und die Bevölkerung auf eine solche Hunger-
    atastrophe hinweist. Auch in Ihrer heutigen Rede, Herr
    inister, haben Sie nicht besonders viel zu dieser Kata-

    trophe gesagt. Es geht mir gar nicht darum, dass Sie
    ränen vergießen; denn die Menschen in Ostafrika brau-
    hen in der Tat nicht Ihre Tränen, sondern Ihr Geld und
    re Hilfe. Das kommt aber immer nur zögerlich, immer

    ur auf Druck hin. Das ist zu wenig. Sie verweigern sich
    ier. Angesichts einer solchen Hungerskatastrophe ist es
    icht in Ordnung, dass Sie im Prinzip immer nur ein paar
    leckerbeträge bereitstellen. Da müssen wir richtig hel-
    n, da müssen wir viel helfen. Auch das findet sich im
    aushalt leider nicht wieder.


    (Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN – Hartwig Fischer [Göttingen] Dr. Sascha Raabe )





    (A) )

    [CDU/CSU]: Es ist eine absolute Frechheit, es
    so darzustellen!)

    Es ist schon einiges zu Ihrem entwicklungspolitischen
    Konzept gesagt worden. Sie sind derjenige, der immer
    erklärt, er mache alles neu. In der Tat taucht auf den
    27 Seiten 33-mal das Wort „Innovation“ auf. Trotzdem
    steht nichts Neues drin, Herr Minister. Ständig wird das
    Credo „Wirtschaft! Wirtschaft! Wirtschaft!“ wiederholt.
    Wir bestreiten nicht die Bedeutung der Wirtschaft; es
    waren die Sozialdemokraten – auch in der Regierung –,
    die mit Public-private-Partnership immer auch auf die
    Bedeutung der Privatwirtschaft und der Wirtschaftsför-
    derung hingewiesen haben.


    (Heike Hänsel [DIE LINKE]: Leider, leider! Das war ja das Problem!)


    Man darf das aber nicht im Gegensatz zur traditionellen
    Entwicklungszusammenarbeit sehen, die viele Men-
    schen vor Ort leisten.

    Herr Minister, da stört mich schon der abfällige Ton,
    in dem Sie über Entwicklungshelfer reden. Sie haben
    sich im Spiegel-Interview über den Entwicklungshelfer
    lustig gemacht, „der mit seinem selbstgestrickten
    Alpaka-Pullover seit den sechziger Jahren durch die
    Welt geht“.


    (Georg Schirmbeck [CDU/CSU]: Da hat er recht! Davon gibt es viel zu viele!)


    Herr Minister, ich sage Ihnen einmal: Mir sind enga-
    gierte Entwicklungshelfer im Alpaka-Pullover immer
    noch viel lieber als Entwicklungsminister, die mit der
    Militärmütze durch die Gegend reisen,


    (Beifall bei der SPD sowie des Abg. Uwe Kekeritz [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])


    oder FDP-Businessdelegationen und Yuppies, die glau-
    ben, sie könnten Afrika im Nadelstreifen entwickeln,
    oder aber GIZ-Vertreter, die über das FDP-Parteibuch in
    den Vorstand gekommen sind und meinen, sie müssten
    in der ersten Klasse Champagner trinkend im Nadelstrei-
    fen nach Afrika fliegen.


    (Sibylle Pfeiffer [CDU/CSU]: Das sagt der Richtige! – Zurufe von der CDU/CSU: Oh!)


    Da lobe ich mir die Entwicklungshelfer im Alpaka-Pull-
    over. Ich finde, es gibt keinen Grund, so abfällig über
    diese Menschen zu reden.

    Ebenso habe ich es als sehr stillos empfunden, dass
    Sie das Ministerium, das Sie übernommen haben, gegen-
    über dem Spiegel als „Almosenministerium der roten
    Heidi“ bezeichnet haben. Wissen Sie, es ist eine Frage
    des Stils, wie man über seine Vorgängerin redet. Ich
    halte es für spätpubertär, peinlich, niveau- und stillos, so
    über die Vorgängerin zu reden.


    (Beifall bei der SPD)


    Sie beleidigen mit diesen markigen Sprüchen all die Mit-
    arbeiterinnen und Mitarbeiter im Ministerium, die seit
    Jahren eine verdammt gute Arbeit für die Menschen ma-
    chen.

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    (C (D (Beifall bei der SPD sowie des Abg. Uwe Kekeritz [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])


    ie müssen sich nicht von Ihnen als Mitarbeiter des „Al-
    osenministeriums“ beschimpfen lassen, was auch im-
    er sie für einen Pullover tragen.


    (Hartwig Fischer [Göttingen] [CDU/CSU]: Das war doch Herr Stiegler, der immer einen Pullover trug!)


    Es ist unglaublich, dass Sie dann auch noch die Dreis-
    gkeit haben, zu sagen, sie hätten aus diesem vermeintli-
    hen „Almosenministerium“ ein Globalisierungsminis-
    rium gemacht. Wissen Sie, Herr Minister, wer wie Sie
    des internationale Instrument ablehnt, wer beim Global
    und die Mittel nicht freigibt,


    (Marina Schuster [FDP]: Ja, warum?)


    er multilaterale Arbeit ablehnt, wer nur auf binationale
    rojekte mit deutschem Fähnchen setzt, ausgerechnet
    er sollte nicht von „Globalisierungsministerium“ spre-
    hen. Das glaubt Ihnen doch kein Mensch.