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ID1710607300

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    Vokabeln: 8
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    8. Wort.\n: 1
  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 17/106 Dr. Rosemarie Hein (DIE LINKE) . . . . . . . . . Ekin Deligöz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Eckhardt Rehberg (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Willi Brase (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sylvia Canel (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Brigitte Pothmer (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Albert Rupprecht (Weiden) (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Oliver Kaczmarek (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Uwe Schummer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Thomas Oppermann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Antrag der Abgeordneten Rolf Hempelmann, Dirk Becker, Hubertus Heil (Peine), weiterer Abgeordneter und der Fraktion der SPD: Pro- gramm für eine nachhaltige, bezahlbare und sichere Energieversorgung (Drucksache 17/5481) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Frank-Walter Steinmeier (SPD) . . . . . . . . Peter Altmaier (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Eva Bulling-Schröter (DIE LINKE) . . . . . Hubertus Heil (Peine) (SPD) . . . . . . . . . . . Ulrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Gregor Gysi (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Frank Schwabe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 12176 B 12178 C 12179 D 12180 D 12182 A 12183 B 12184 A 12185 B 12186 C 12187 C 12191 C 12191 C 12194 A 12195 A 12195 B 12196 B 12198 A 12200 C 12201 C Deutscher B Stenografisch 106. Sitz Berlin, Freitag, den I n h a l Tagesordnungspunkt 23: a) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Berufsbildungsbericht 2011 (Drucksache 17/5400) . . . . . . . . . . . . . . . . b) Antrag der Abgeordneten Priska Hinz (Herborn), Brigitte Pothmer, Krista Sager, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Aus- und Weiterbildung stärken, Abbrüche ver- ringern, Erfolgsquoten erhöhen (Drucksache 17/5489) . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Annette Schavan, Bundesministerin BMBF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dagmar Ziegler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Heiner Kamp (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . N M T A D A s a (D in Z 12171 A 12171 B 12171 C 12173 B 12174 D Uwe Schummer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Katja Mast (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12187 D 12188 A undestag er Bericht ung 15. April 2011 t : adine Schön (St. Wendel) (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ichael Kretschmer (CDU/CSU) . . . . . . . . . agesordnungspunkt 24: ntrag der Abgeordneten Rolf Hempelmann, r. Matthias Miersch, Dirk Becker, weiterer bgeordneter und der Fraktion der SPD: Ein- etzung eines Sonderausschusses „Atom- usstieg und Energiewende“ rucksache 17/5473) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Verbindung mit usatztagesordnungspunkt 6: 12188 D 12190 A 12191 C Bärbel Höhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12202 D II Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 106. Sitzung. Berlin, Freitag, den 15. April 2011 Dr. Georg Nüßlein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Ulrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Rolf Hempelmann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Horst Meierhofer (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . Oliver Krischer (BÜNDNIS 90/ Dr. Wilhelm Priesmeier (SPD) . . . . . . . . . . . . Cornelia Behm (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 27: 12204 A 12204 D 12206 B 12207 C 12227 D 12229 B DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jens Koeppen (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Hermann Ott (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Matthias Miersch (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Andreas G. Lämmel (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 25: – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Neuregelung maut- rechtlicher Vorschriften für Bundes- fernstraßen (Drucksachen 17/4979, 17/5519) . . . . . . . – Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung (Drucksache 17/5520) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Andreas Scheuer, Parl. Staatssekretär BMVBS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Uwe Beckmeyer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Patrick Döring (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Florian Pronold (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Patrick Döring (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Herbert Behrens (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Dr. Anton Hofreiter (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Thomas Jarzombek (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 26: Antrag der Abgeordneten Dr. Kirsten Tackmann, Cornelia Möhring, Dr. Dietmar Bartsch, weiterer Abgeordneter und der Frak- tion DIE LINKE: Agrarförderung in Deutschland und Europa geschlechterge- recht gestalten (Drucksache 17/5477) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Kirsten Tackmann (DIE LINKE) . . . . . . . Christoph Poland (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . A N te N s R v K h (D D C W G J S N A L A Z A E o D A A 12209 A 12210 B 12211 B 12212 B 12213 C 12215 B 12215 B 12215 C 12216 D 12218 C 12219 D 12220 B 12220 D 12221 D 12222 D 12224 C 12224 C 12225 C ntrag der Abgeordneten Dr. Konstantin von otz, Wolfgang Wieland, Jerzy Montag, wei- rer Abgeordneter und der Fraktion BÜND- IS 90/DIE GRÜNEN: Keine Vorratsdaten- peicherung von Fluggastdaten – ichtlinienvorschlag über die Verwendung on Fluggastdatensätzen OM(2011) 32 endg., Ratsdok. 6007/11 ier: Stellungnahme gegenüber der Bun- desregierung gemäß Artikel 23 Ab- satz 3 des Grundgesetzes i. V. m. § 9 Absatz 4 EUZBBG rucksache 17/5490) . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Konstantin von Notz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . lemens Binninger (CDU/CSU) . . . . . . . . . . olfgang Gunkel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . isela Piltz (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Konstantin von Notz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . an Korte (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . tephan Mayer (Altötting) (CDU/CSU) . . . . ächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . nlage 1 iste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . nlage 2 u Protokoll gegebene Rede zur Beratung des ntrags: Agrarförderung in Deutschland und uropa geschlechtergerecht gestalten (Tages- rdnungspunkt 26) r. Christel Happach-Kasan (FDP) . . . . . . . nlage 3 mtliche Mitteilung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12230 B 12230 C 12231 C 12233 B 12234 C 12235 C 12236 D 12237 D 12239 C 12241 A 12242 A 12243 A Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 106. Sitzung. Berlin, Freitag, den 15. April 2011 12171 (A) ) )(B) 106. Sitz Berlin, Freitag, den Beginn: 9.0
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    Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 106. Sitzung. Berlin, Freitag, den 15. April 2011 12241 (A) ) )(B) rischen UnionNiebel, Dirk FDP 15.04.2011 * für die Teilnahme an Sitzungen der Parlamentarischen Versamm- lung des Europarates ** für die Teilnahme an der 124. Jahreskonferenz der Interparlamenta- Lindner, Christian FDP 15.04.2011 Möller, Kornelia DIE LINKE 15.04.2011 Anlage 1 Liste der entschuldigte Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Arnold, Rainer SPD 15.04.2011 Beck (Köln), Volker BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 15.04.2011 Becker, Dirk SPD 15.04.2011 Blumenthal, Sebastian FDP 15.04.2011 Brinkmann (Hildesheim), Bernhard SPD 15.04.2011 Dr. Danckert, Peter SPD 15.04.2011 Dr. Dehm, Diether DIE LINKE 15.04.2011 Friedhoff, Paul K. FDP 15.04.2011 Friedrich, Peter SPD 15.04.2011 Dr. Fuchs, Michael CDU/CSU 15.04.2011 Dr. Geisen, Edmund Peter FDP 15.04.2011 Dr. Gerhardt, Wolfgang FDP 15.04.2011 Gerster, Martin SPD 15.04.2011 Götz, Peter CDU/CSU 15.04.2011** Heil, Mechthild CDU/CSU 15.04.2011 Hinz (Herborn), Priska BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 15.04.2011 Höfken, Ulrike BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 15.04.2011 Kampeter, Steffen CDU/CSU 15.04.2011 Kotting-Uhl, Sylvia BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 15.04.2011 Krumwiede, Agnes BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 15.04.2011 Dr. Lammert, Norbert CDU/CSU 15.04.2011** Lindemann, Lars FDP 15.04.2011 N P P P R R R D S S S S D U W W W W D W W Z A (C (D Anlagen zum Stenografischen Bericht n Abgeordneten ink, Manfred SPD 15.04.2011 ieper, Cornelia FDP 15.04.2011 loetz, Yvonne DIE LINKE 15.04.2011 oß, Joachim SPD 15.04.2011 oth (Heringen), Michael SPD 15.04.2011 oth (Esslingen), Karin SPD 15.04.2011 upprecht (Tuchenbach), Marlene SPD 15.04.2011 r. Schäuble, Wolfgang CDU/CSU 15.04.2011 chlecht, Michael DIE LINKE 15.04.2011 chmidt (Eisleben), Silvia SPD 15.04.2011 chuster, Marina FDP 15.04.2011* enger-Schäfer, Kathrin DIE LINKE 15.04.2011 r. Terpe, Harald BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 15.04.2011 lrich, Alexander DIE LINKE 15.04.2011** agner, Daniela BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 15.04.2011 einberg, Harald DIE LINKE 15.04.2011 ellmann, Karl-Georg CDU/CSU 15.04.2011* erner, Katrin DIE LINKE 15.04.2011* r. Westerwelle, Guido FDP 15.04.2011 inkler, Josef Philip BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 15.04.2011 olff (Wolmirstedt), Waltraud SPD 15.04.2011 ypries, Brigitte SPD 15.04.2011 bgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich 12242 Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 106. Sitzung. Berlin, Freitag, den 15. April 2011 (A) ) )(B) Anlage 2 Zu Protokoll gegebene Rede zur Beratung des Antrags: Agrarförderung in Deutschland und Europa geschlechtergerecht gestalten (Tagesordnungspunkt 26) Dr. Christel Happach-Kasan (FDP): Die rechtliche Gleichstellung der Frauen in Deutschland ist längst voll- zogen, ihre formale Bildung ist der der männlichen Kol- legen weitgehend überlegen und dennoch sind Frauen in der gesellschaftlichen Realität deutlich benachteiligt. Es ist kein Ruhmesblatt für unsere Gesellschaft, die gesellschaftliche Teilhabe eines Teils der Bevölkerung zu beschränken. Es ist zum Nachteil für unsere Gesell- schaft, dass ihre Kreativität und Intelligenz nicht in dem Umfang genutzt wird, wie dies in anderen Gesellschaf- ten realisiert ist. Wir haben eine Kanzlerin, zwei Vizepräsidentinnen im Deutschen Bundestag, mehrere Ministerinnen, aber gleichwohl sind wir ein weitgehend männerbestimmtes Land. Ein an der Universität Lüneburg erarbeiteter Bericht, der sich mit der medialen Präsenz von Politikerinnen be- schäftigt, kommt zu dem Schluss: „Gemessen an ihrer Vielfalt und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung werden Frauen medial unzureichend abgebildet.“ Der Anteil der Politikerinnen in Pressemedien beträgt 18 Prozent. Auf den Titelseiten der Zeitungen beträgt der Anteil der Poli- tikerinnen nur 13 Prozent. Es gibt somit eine deutliche Unterrepräsentation der Spitzenpolitikerinnen in den Me- dien. Frau Merkel ist als Bundeskanzlerin überdurch- schnittlich in den Medien präsent, aber selbst die Bundes- ministerinnen sind – wie andere Politikerinnen – nach wie vor in den Medien unterrepräsentiert. Um Frauen eine bessere gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, werden verschiedene Vorschläge disku- tiert. Zumeist wird die Quote vorgeschlagen. Ich bin skeptisch, ob eine Quote zu einer Verhaltensänderung von Männern und Frauen führen wird. Der heute von der Linken gemachte Vorschlag, das bestehende gesellschaftliche Defizit über eine Änderung der Agrarförderung zu beheben, ist zumindest innovativ. Ich bezweifele allerdings, dass er zielführend ist. Der Titel des Antrags legt nahe, dass unsere bisherige Agrarförderung und Agrarpolitik geschlechterungerecht ist und es möglich sei, diese geschlechterspezifisch und damit angeblich geschlechtergerechter zu gestalten. Ich teile diese Einschätzung nicht: Agrarpolitik, Agrarförde- rung ist geschlechterneutral und muss es auch bleiben. Frauen im ländlichen Raum sind das Rückgrat für un- sere Dörfer. Sie haben oft eine Vielzahl von Doppel- und Dreifachbelastungen in der Familie, im eigenen Beruf, in den landwirtschaftlichen Betrieben und auch in der dörf- lichen Gemeinschaft. Sie sind oft die tragende Säule im ehrenamtlichen sozialen Engagement und in vielen Ver- einen. Wir sind uns einig, dass ehrenamtliches Engage- m s U F a d z a d e F s u d d a s e D d v te D z ic d v L e li u K n g k M In te b a D fa ti V s te u le g d k s d in u (C (D ent und insbesondere das der Frauen einer höheren ge- ellschaftlichen Anerkennung bedarf. Fakt ist, dass es im ländlichen Raum Probleme und mstände gibt, die sich auf die Selbstbestimmung der rauen und ihre Entfaltungsmöglichkeiten nachteilig uswirken. Das ist jedoch in vielen Städten und im in- ustriellen Arbeitsumfeld genauso. Allerdings ist die so- iale Verbundenheit in ländlichen Regionen oft größer ls in vielen Städten, wodurch Defizite, beispielsweise ie ungenügende Zahl von Plätzen in Kinderbetreuungs- inrichtungen, weitgehend ausgeglichen werden. Der Duktus des vorliegenden Antrags suggeriert, dass rauen besonders förderungsbedürftig seien. Diese Ein- chätzung teile ich nicht. Frauen sind gut ausgebildet nd stark. Sie brauchen keine spezielle Förderung, son- ern einfach nur Gerechtigkeit. Der Bildungsbereich hat ies deutlich gezeigt. Frauen sind dort erfolgreich, wo es uf Leistung ankommt, zum Beispiel in der Schule. Uns Frauen wird mit derartigen Anträgen stets unter- tellt, es wäre eine Ausnahme, wenn wir aus eigener Kraft twas schaffen. Diese Unterstellung halte ich für eine iskriminierung, sie stärkt uns nicht, sondern schwächt ie Position der Frauen. Es ist deshalb gut, wenn Defizite, on denen wir meinen, dass sie sich besonders als nach- ilig für Frauen auswirken, als gesamtgesellschaftliche efizite begriffen werden. Frauen gehören schließlich ur Mitte der Gesellschaft und sind keine Randgruppe. Wenn wir den ländlichen Raum stärken wollen, und h halte dies für richtig, müssen wir überlegen, wie wir ie Bedingungen für Frauen, aber eben auch für Männer, erbessern, sich neue eigene Erwerbsquellen auf dem and zu erschließen. Dies ist allemal besser als frau- nspezifische Globalförderung. Der Ausbau von öffent- chen Verkehrsmitteln, Zugang zum schnellen Internet nd nicht zuletzt eine Verbreiterung des Angebots von inderbetreuungsplätzen ermöglicht Frauen und Män- ern den Start und den Ausbau eigener Erwerbsgrundla- en im ländlichen Raum. Die Möglichkeiten von Klein- rediten und Start-up-Förderungen helfen Frauen und ännern. Aber das ist keine Agrarförderung, sondern frastrukturförderung, Investitionsförderung und Wei- rbildung. Viele Projekte, die sich mit diesen Problem- ereichen beschäftigen, können für Frauen heute schon us dem Europäischen Sozialfond gefördert werden. ort gehört die Förderung auch hin. Wir sollten nicht an- ngen, mit der Gemeinsamen Europäischen Agrarpoli- k, GAP, noch eine Sozialpolitik „light“ zu machen. Wir arbeiten konstruktiv an den jetzt vorliegenden orschlägen von Herrn Ciolos zur Reform der Gemein- amen Agrarpolitik der Europäischen Union. Wir möch- n für unsere Landwirte, und damit meine ich Männer nd Frauen, dass bei der Reform der GAP das Zwei-Säu- n-Modell erhalten bleibt, dass es weiterhin einen Aus- leich für die Bereitstellung öffentlicher Güter gibt und ass der Bürokratieabbau vorangetrieben wird. Die Ent- opplung, welche in Deutschland schon fast abgeschlos- en ist, muss sich auch in anderen EU-Mitgliedstaaten urchsetzen. Wir setzen uns in der Agrarpolitik für eine die Zukunft gerichtete, multifunktionale, moderne und nternehmerische Landwirtschaft ein. Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 106. Sitzung. Berlin, Freitag, den 15. April 2011 12243 (A) (C) (D)(B) Anlage 3 Amtliche Mitteilung Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass der Ausschuss die nachstehenden Unions- dokumente zur Kenntnis genommen oder von einer Be- ratung abgesehen hat. Innenausschuss Drucksache 17/4509 Nr. A.8 Ratsdokument 16746/10 Rechtsausschuss Drucksache 17/4598 Nr. A.10 Ratsdokument 18122/10 Ausschuss für Gesundheit Drucksache 17/4927 Nr. A.23 Ratsdokument 2124 Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Drucksache 17/1270 Nr. A.5 Ratsdokument 6948/10 Drucksache 17/3791 Nr. A.17 Ratsdokument 14927/10 Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Drucksache 17/4927 Nr. A.36 Ratsdokument 2122 Drucksache 17/5123 Nr. A.24 Ratsdokument 2138 Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union Drucksache 17/178 Nr. A.41 Ratsdokument 15367/09 Drucksache 17/504 Nr. A.26 Ratsdokument 17193/09 106. Sitzung Berlin, Freitag, den 15. April 2011 Inhalt: Redetext Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Anlage 2 Anlage 3
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Dr. Georg Nüßlein


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CSU)


    Erstens habe ich das gelesen. Zweitens haben Sie, lie-

    ber Kollege Kelber, doch gemerkt, dass ich momentan
    keine konfrontative Rede halten will, sondern vom Kon-
    sens reden möchte. Drittens zwingen Sie mich jetzt,
    noch einmal zu sagen, dass Sie da eine klare Vereinba-
    rung mit den Versorgern getroffen haben, in der steht:
    Die Bundesregierung wird keine Initiative ergreifen, um
    diesen Sicherheitsstandard und die diesem zugrunde lie-
    gende Sicherheitsphilosophie zu ändern.


    (Ulrich Kelber [SPD]: Ich habe doch gerade den anderen Teil zitiert! Ich habe Ihnen gerade das Gegenteil erzählt!)


    Nun sagen Sie, dass der Satz, der vorne steht, gegen-
    standslos sei, weil das, was weiter hinten steht, gelte. Ich
    möchte jetzt die Gegenfrage stellen – Sie können sie
    jetzt schlicht nicht beantworten; aber vielleicht können
    wir einmal bilateral darüber reden –, was der Passus im
    Vertrag eigentlich bedeutet.


    (Dr. Barbara Hendricks [SPD]: Das, was im Gesetz steht, ist relevant!)


    Was wollten Sie denn damit sagen? Sie haben sich ver-
    pflichtet, nichts an den Sicherheitsstandards und der
    Sicherheitsphilosophie zu ändern. Es wird doch wohl ir-
    gendeinen Grund haben, dass das in diesem Vertrag
    steht.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP – Ulrich Kelber [SPD]: Der dynamische Faktor steht im Gesetz!)


    Man kann doch jetzt nicht kommen und sagen: „Wir ha-
    ben es einmal da vorne reingeschrieben und weiter hin-
    ten im Vertrag zurückgenommen!“ Es geht hier auch um
    Ehrlichkeit.


    (Ulrich Kelber [SPD]: Das ist die Unwahrheit! Sie dürfen nicht die Unwahrheit sagen!)


    Ich will darauf hinaus, dass Sie offenkundig unsere
    Sicherheitseinschätzungen teilen, denn Sie haben auf
    Basis dieser Sicherheitseinschätzungen gesagt, dass wir
    die Kernkraft in diesem Land 20 Jahre länger nutzen
    können. Das ist doch Fakt; ich mache Ihnen da gar kei-
    nen Vorwurf, sondern stelle es nur fest.

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    (C (D (Ulrich Kelber [SPD]: Das ist kein Fakt! Das ist eine Lüge!)


    Es ist auch für Sie etwas Neues, wenn wir nun die
    estrisiken, die Sie damals in Kauf genommen haben,
    emeinsam neu bewerten. Ich unterstreiche, dass das
    hema Ausstieg für uns von der Union nichts Neues ist,
    uch wenn man jetzt so tut, als seien wir diejenigen ge-
    esen, die die Kernenergie bis zum Sankt-Nimmerleins-
    ag nutzen wollten. In unserem Energiekonzept und in
    nserem Koalitionsvertrag steht ganz klar: Wir werden
    ussteigen und keine neuen Anlagen bauen. Es ist also
    lsch, uns in Richtung der Atomlobby schieben zu wol-
    n,


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


    enngleich ich das parteipolitische Kalkül dahinter na-
    rlich nachvollziehen kann.

    Nun räume ich ein, dass es einen Unterschied gibt:
    ir haben klipp und klar gesagt, dass wir die Laufzeiten

    erlängern, um den Ausbau der erneuerbaren Energien
    egenzufinanzieren. Darum bitte ich, uns abzunehmen,
    ass wir uns bei den Erwägungen, die wir jetzt machen
    üssen, ein bisschen schwertun, weil jetzt plötzlich die-

    es Geld – zumindest das, was aus der Nutzung der
    ernenergie kommen sollte – wegbrechen wird und am
    chluss nur noch die heute schon angesprochenen Ein-
    ahmen aus dem Emmissionshandel übrig bleiben wer-
    en. Da ist es schon schwierig, eine Lösung zu finden,
    enn die Finanzierung teilweise wegbricht, man aber
    leichzeitig die erneuerbaren Energien schneller aus-
    auen will. Das ist keine leichte Übung; da braucht man
    ine ganze Menge Gehirnschmalz.

    Ich möchte, ohne dass Sie es gleich wieder als Vor-
    urf verstehen sollen, deutlich unterstreichen: Wir ha-
    en uns damals bei der Erstellung des Energiekonzepts

    merhin Gedanken gemacht, wie man die Erforschung
    nd den Ausbau der erneuerbaren Energien, die Geld
    osten werden, angesichts knapper Haushaltskassen
    nanziert. Das haben andere versäumt oder vernachläs-
    igt.

    Es ist einigermaßen offensiv, Frau Kollegin Höhn,
    ich jetzt hier hinzustellen und zu sagen: Das kostet alles
    ichts, das geht zum Nulltarif.


    (Bärbel Höhn [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Ich habe Ihr eigenes Gutachten zitiert! – Oliver Krischer [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: EWI! – Gegenruf der Abg. Bärbel Höhn [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Was ist denn EWI?)


    as ist nicht korrekt. Sie sagen, die Kosten je Kilowatt-
    tunde Strom steigen um 0,5 Cent. Ich bin mir nicht si-
    her, ob das das Ende der Fahnenstange ist, weil Sie den
    missionshandel berücksichtigen müssen, weil Sie die
    öheren Kosten für die Nutzung der erneuerbaren Ener-
    ien berücksichtigen müssen usw.


    (Bärbel Höhn [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Glauben Sie Ihrem eigenen Gutachten nicht?)


    Ich will es nicht in Abrede stellen.





    Dr. Georg Nüßlein


    (A) )


    )(B)

    Das Problem ist: Wenn man solche Themen kritisch
    beleuchtet, wird man sofort an den politischen Pranger
    gestellt. Es heißt dann: Der will doch eigentlich gar nicht
    wirklich aussteigen. – Das stimmt so nicht. Ich will nur
    sagen: Wir müssen uns natürlich mit folgenden Proble-
    men beschäftigen: Was heißt das für die Verbraucher?
    Hier sitzt der angebliche Vertreter der Verbraucher, der
    morgen mit der Forderung nach Sozialtarifen kommt
    und dann uns und den Versorgern die Schuld für die Fol-
    gen der Ausstiegspolitik in die Schuhe schiebt. Was
    heißt das für die Wirtschaft? Was heißt das für die ener-
    gieintensiven Betriebe? Das sind die Themen, die uns an
    dieser Stelle beschäftigen müssen.

    Über dem Ganzen steht ganz zentral das Thema „Be-
    wahrung der Schöpfung“. Uns als Union hat Fukushima
    in der Tat mehr bewegt als Tschernobyl – nicht wegen
    der Kategorie oder der Zahl der Opfer; beides ist gleich
    erschütternd. Aber, lieber Kollege Gysi, das Reaktor-
    unglück in Tschernobyl beruhte in der Tat ganz eindeutig
    auf menschlichem Versagen und dem Versagen eines
    menschenverachtenden Sowjetregimes.


    (Beifall bei der CDU/CSU – Oliver Krischer [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Bis jetzt ging es ja!)


    Fukushima in Japan hat eine andere Dimension. Wir
    sehen ganz klar und deutlich die Probleme bei der Be-
    herrschbarkeit dieser Technologie. Seien Sie versichert:
    Wir werden uns dieser Thematik wohlüberlegt und ziel-
    orientiert annehmen.

    Vielen herzlichen Dank.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)




Rede von Petra Pau
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (DIE LINKE.)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (DIE LINKE.)

Der Kollege Hempelmann hat für die SPD-Fraktion

das Wort.


(Beifall bei der SPD)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Rolf Hempelmann


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen!

    Herr Nüßlein, wer Ihre, wie Sie selbst sagen, auf Kon-
    sens getrimmte Rede gerade gehört und in Erinnerung
    hat, was Ihr Kollege Altmaier zu Beginn der Debatte ge-
    sagt hat, wer außerdem weiß, wie Herr Kauder oder Herr
    Brüderle oder Herr Röttgen zur Energiepolitik stehen,
    weiß, wie breit das Meinungsspektrum zu diesen Fragen
    allein in Ihrer Fraktion ist. Vielleicht wäre es an der Zeit,
    dass Sie zunächst einmal in Ihren eigenen Reihen an ei-
    nem Energiekonsens arbeiten.


    (Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN – Ulrich Kelber [SPD]: Aber nicht zu lange Zeit dafür nehmen!)


    Die SPD-Bundestagsfraktion hat die Einsetzung eines
    Sonderausschusses beantragt. Warum haben wir das ge-
    tan?


    (Michael Grosse-Brömer [CDU/CSU]: Das fragen wir uns auch!)


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    (C (D icht, weil wir die Rechte der anderen Ausschüsse bechneiden wollen – das bei Gott nicht. (Michael Grosse-Brömer [CDU/CSU]: Das ist aber das Ergebnis!)


    Das ist nicht das Ergebnis. Hören Sie einfach einmal
    u. Die vielen Einzelfragen, die es zu diskutieren gibt,
    erden unter unterschiedlichsten Federführungen in den

    inzelnen Ausschüssen diskutiert. Gerade bei Anträgen
    ur Energiepolitik gibt es so lange Listen von federfüh-
    nden bzw. mitberatenden Ausschüssen, wie sonst sel-
    n. Vor diesem Hintergrund wollen wir zur Herstellung

    ines Konsenses zu den zentralen energiepolitischen
    ragen einen solchen Querschnittsausschuss bilden.
    ort kann man diese Themen bündeln und zu Ergebnis-

    en kommen. Detailfragen sind natürlich wieder in den
    achausschüssen zu behandeln.


    (Michael Grosse-Brömer [CDU/CSU]: Wir schließen Kollegen aus!)


    Die SPD-Bundestagsfraktion hat nicht nur diesen
    onderausschuss beantragt, sondern hat ein mehr als
    0 Seiten umfassendes Energieprogramm vorgelegt, das
    ine – ich betone: eine! – Grundlage für die Arbeit eines
    olchen Sonderausschusses sein kann. Es ist ein Vor-
    chlag, der aufzeigt, wie wir möglichst im Konsens
    inen Weg finden können, den Umbau des Energiesys-
    ms, der jetzt ansteht, gemeinsam zügig voranzubrin-
    en.

    Frau Höhn hat eben gesagt, dass es schon so etwas
    ie einen gesellschaftlichen Konsens gibt. Die Men-

    chen wollen beschleunigt aus der Kernenergie ausstei-
    en und beschleunigt in das Zeitalter der erneuerbaren
    nergien einsteigen; das ist unbestreitbar. Ich glaube
    ber, dass es bei dem, was wir hier machen und was die
    ffentlichkeit zu Recht von uns erwartet, um mehr geht.
    s geht auch darum, einen Konsens darüber zu finden,
    ie wir den zügigen Umbau des Energiesystems hin zu

    inem System, das von erneuerbaren Energien dominiert
    ird, gestalten sollen. Hierbei geht es nicht um triviale
    ragen. Es geht beispielsweise darum, wie wir das mit
    inem Höchstmaß an Versorgungssicherheit – und das zu
    der Sekunde im Jahr – verbinden. Es geht natürlich um
    ie Frage, wie wir das mit dem Ziel verbinden, zu ge-
    ährleisten, dass Energie bezahlbar bleibt, Herr Gysi,
    nd zwar nicht nur für die Industrie, sondern selbstver-
    tändlich auch für den privaten Endverbraucher, für den
    inzelnen Haushalt. Es geht auch um die Frage, wie wir
    as so klimaverträglich wie möglich hinbekommen.

    Diese Fragen erfordern eine Befassung im Detail und
    ine Verständigung zum Beispiel darüber, wie wir es in
    er Übergangsphase im Erzeugungsbereich mit Kohle-
    nd Gaskraftwerken halten; das hat heute explizit noch
    einer angesprochen. Darüber werden wir uns verständi-
    en müssen. Wie halten wir es mit der Industrie, und
    war nicht nur mit der Industrie, die wir als Zukunftsin-
    ustrie titulieren, sondern mit all den anderen Unterneh-
    en in unserem Land? Wer sich mit den Unternehmen in
    eutschland auskennt, der weiß, dass wir eine hochver-
    etzte Industrie haben, dass die Unterscheidung zwi-
    chen Alt und Neu eher in die Irre führt und dass wir





    Rolf Hempelmann


    (A) )


    )(B)

    sehr stromintensive Unternehmen haben, für die Energie
    bezahlbar bleiben muss. Diese Unternehmen sind die
    Basis für Wertschöpfungsketten in unserem Land, die
    nicht nur viele Arbeitsplätze sichern oder neue schaffen,
    sondern die auch dafür sorgen, dass wir bei den Techni-
    ken der erneuerbaren Energien weit vorne liegen.

    Das sind Fragen, über die man dezidiert und qualifi-
    ziert reden muss. Man muss das Ganze bündeln und ge-
    meinsam wenigstens Leitlinien festgelegen. Wir haben
    eine große Chance. Diese Chance sollten wir nicht unge-
    nutzt lassen.


    (Beifall bei der SPD)


    Wer den Zeitplan bis zum Juni dieses Jahres betrachtet,
    der hat Bedenken, dass die Koalitionsfraktionen diese
    Chance mit uns gemeinsam hier im Parlament tatsäch-
    lich nutzen wollen. Die Zeit, die uns am Ende bleibt, ist
    vergleichbar mit dem, was im letzten Jahr bei der Lauf-
    zeitverlängerung passiert ist. Diese Zeit reicht für eine
    Kopfbewegung: Das kann man nur noch abnicken. Das
    liegt weder im Interesse der Koalitionsfraktionen noch
    im Interesse des gesamten Parlaments.


    (Beifall bei der SPD)


    Ich glaube, es ist falsch, zu sagen: Wir brauchen zu-
    erst den gesellschaftlichen Konsens, und dann vollzie-
    hen wir das im Parlament nach; dafür brauchen wir erst
    einmal den Input einer Ethikkommission. – Ich will gar
    nicht in Abrede stellen, dass dort vernünftige Leute zu-
    sammensitzen. Es ist sicherlich auch interessant, was
    dort besprochen wird. Aber wichtig ist die ethische
    Frage. Sie hat uns geleitet. Sie war Grundlage für die
    Entscheidungen zum Energiekonsens, zum Atomkon-
    sens Anfang dieses Jahrtausends.


    (Beifall bei der SPD)


    Jetzt müssen die parlamentarische Befassung und die
    Lösung der konkreten Fragen, die ich gerade angespro-
    chen habe, im Mittelpunkt stehen.

    Wir haben ein sehr seriöses Angebot unterbreitet, das
    in anderthalb Jahren von meiner Fraktion erarbeitet wor-
    den ist. Es wurde übrigens in einer Querschnittsarbeits-
    gruppe „Energie“ vorbereitet, in der Vertreter von zehn
    unterschiedlichen Fachausschüssen sitzen. Ich glaube,
    dieses Querschnittsdenken hat sich bewährt. Lassen Sie
    uns angesichts der zu beantwortenden Querschnittsfra-
    gen auch im Parlament so verfahren und den vorgeschla-
    genen Sonderausschuss einsetzen. Ich glaube, er bietet
    die große Chance, dass wir zügig zu einer Verständigung
    kommen. Alle Parteien, aber auch die Gesellschaft ins-
    gesamt, können dabei nur gewinnen.

    Vielen Dank.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)