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ID1710601700

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    11. Grünen.: 1
  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 17/106 Dr. Rosemarie Hein (DIE LINKE) . . . . . . . . . Ekin Deligöz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Eckhardt Rehberg (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Willi Brase (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sylvia Canel (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Brigitte Pothmer (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Albert Rupprecht (Weiden) (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Oliver Kaczmarek (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Uwe Schummer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Thomas Oppermann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Antrag der Abgeordneten Rolf Hempelmann, Dirk Becker, Hubertus Heil (Peine), weiterer Abgeordneter und der Fraktion der SPD: Pro- gramm für eine nachhaltige, bezahlbare und sichere Energieversorgung (Drucksache 17/5481) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Frank-Walter Steinmeier (SPD) . . . . . . . . Peter Altmaier (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Eva Bulling-Schröter (DIE LINKE) . . . . . Hubertus Heil (Peine) (SPD) . . . . . . . . . . . Ulrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Gregor Gysi (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Frank Schwabe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . 12176 B 12178 C 12179 D 12180 D 12182 A 12183 B 12184 A 12185 B 12186 C 12187 C 12191 C 12191 C 12194 A 12195 A 12195 B 12196 B 12198 A 12200 C 12201 C Deutscher B Stenografisch 106. Sitz Berlin, Freitag, den I n h a l Tagesordnungspunkt 23: a) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Berufsbildungsbericht 2011 (Drucksache 17/5400) . . . . . . . . . . . . . . . . b) Antrag der Abgeordneten Priska Hinz (Herborn), Brigitte Pothmer, Krista Sager, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Aus- und Weiterbildung stärken, Abbrüche ver- ringern, Erfolgsquoten erhöhen (Drucksache 17/5489) . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Annette Schavan, Bundesministerin BMBF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dagmar Ziegler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Heiner Kamp (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . N M T A D A s a (D in Z 12171 A 12171 B 12171 C 12173 B 12174 D Uwe Schummer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Katja Mast (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12187 D 12188 A undestag er Bericht ung 15. April 2011 t : adine Schön (St. Wendel) (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ichael Kretschmer (CDU/CSU) . . . . . . . . . agesordnungspunkt 24: ntrag der Abgeordneten Rolf Hempelmann, r. Matthias Miersch, Dirk Becker, weiterer bgeordneter und der Fraktion der SPD: Ein- etzung eines Sonderausschusses „Atom- usstieg und Energiewende“ rucksache 17/5473) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Verbindung mit usatztagesordnungspunkt 6: 12188 D 12190 A 12191 C Bärbel Höhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12202 D II Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 106. Sitzung. Berlin, Freitag, den 15. April 2011 Dr. Georg Nüßlein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Ulrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Rolf Hempelmann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Horst Meierhofer (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . Oliver Krischer (BÜNDNIS 90/ Dr. Wilhelm Priesmeier (SPD) . . . . . . . . . . . . Cornelia Behm (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 27: 12204 A 12204 D 12206 B 12207 C 12227 D 12229 B DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jens Koeppen (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Hermann Ott (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Matthias Miersch (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Andreas G. Lämmel (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 25: – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Neuregelung maut- rechtlicher Vorschriften für Bundes- fernstraßen (Drucksachen 17/4979, 17/5519) . . . . . . . – Bericht des Haushaltsausschusses gemäß § 96 der Geschäftsordnung (Drucksache 17/5520) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Andreas Scheuer, Parl. Staatssekretär BMVBS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Uwe Beckmeyer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Patrick Döring (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Florian Pronold (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Patrick Döring (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Herbert Behrens (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Dr. Anton Hofreiter (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Thomas Jarzombek (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 26: Antrag der Abgeordneten Dr. Kirsten Tackmann, Cornelia Möhring, Dr. Dietmar Bartsch, weiterer Abgeordneter und der Frak- tion DIE LINKE: Agrarförderung in Deutschland und Europa geschlechterge- recht gestalten (Drucksache 17/5477) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Kirsten Tackmann (DIE LINKE) . . . . . . . Christoph Poland (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . A N te N s R v K h (D D C W G J S N A L A Z A E o D A A 12209 A 12210 B 12211 B 12212 B 12213 C 12215 B 12215 B 12215 C 12216 D 12218 C 12219 D 12220 B 12220 D 12221 D 12222 D 12224 C 12224 C 12225 C ntrag der Abgeordneten Dr. Konstantin von otz, Wolfgang Wieland, Jerzy Montag, wei- rer Abgeordneter und der Fraktion BÜND- IS 90/DIE GRÜNEN: Keine Vorratsdaten- peicherung von Fluggastdaten – ichtlinienvorschlag über die Verwendung on Fluggastdatensätzen OM(2011) 32 endg., Ratsdok. 6007/11 ier: Stellungnahme gegenüber der Bun- desregierung gemäß Artikel 23 Ab- satz 3 des Grundgesetzes i. V. m. § 9 Absatz 4 EUZBBG rucksache 17/5490) . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Konstantin von Notz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . lemens Binninger (CDU/CSU) . . . . . . . . . . olfgang Gunkel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . isela Piltz (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Konstantin von Notz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . an Korte (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . tephan Mayer (Altötting) (CDU/CSU) . . . . ächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . nlage 1 iste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . nlage 2 u Protokoll gegebene Rede zur Beratung des ntrags: Agrarförderung in Deutschland und uropa geschlechtergerecht gestalten (Tages- rdnungspunkt 26) r. Christel Happach-Kasan (FDP) . . . . . . . nlage 3 mtliche Mitteilung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12230 B 12230 C 12231 C 12233 B 12234 C 12235 C 12236 D 12237 D 12239 C 12241 A 12242 A 12243 A Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 106. Sitzung. Berlin, Freitag, den 15. April 2011 12171 (A) ) )(B) 106. Sitz Berlin, Freitag, den Beginn: 9.0
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    Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 106. Sitzung. Berlin, Freitag, den 15. April 2011 12241 (A) ) )(B) rischen UnionNiebel, Dirk FDP 15.04.2011 * für die Teilnahme an Sitzungen der Parlamentarischen Versamm- lung des Europarates ** für die Teilnahme an der 124. Jahreskonferenz der Interparlamenta- Lindner, Christian FDP 15.04.2011 Möller, Kornelia DIE LINKE 15.04.2011 Anlage 1 Liste der entschuldigte Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Arnold, Rainer SPD 15.04.2011 Beck (Köln), Volker BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 15.04.2011 Becker, Dirk SPD 15.04.2011 Blumenthal, Sebastian FDP 15.04.2011 Brinkmann (Hildesheim), Bernhard SPD 15.04.2011 Dr. Danckert, Peter SPD 15.04.2011 Dr. Dehm, Diether DIE LINKE 15.04.2011 Friedhoff, Paul K. FDP 15.04.2011 Friedrich, Peter SPD 15.04.2011 Dr. Fuchs, Michael CDU/CSU 15.04.2011 Dr. Geisen, Edmund Peter FDP 15.04.2011 Dr. Gerhardt, Wolfgang FDP 15.04.2011 Gerster, Martin SPD 15.04.2011 Götz, Peter CDU/CSU 15.04.2011** Heil, Mechthild CDU/CSU 15.04.2011 Hinz (Herborn), Priska BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 15.04.2011 Höfken, Ulrike BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 15.04.2011 Kampeter, Steffen CDU/CSU 15.04.2011 Kotting-Uhl, Sylvia BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 15.04.2011 Krumwiede, Agnes BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 15.04.2011 Dr. Lammert, Norbert CDU/CSU 15.04.2011** Lindemann, Lars FDP 15.04.2011 N P P P R R R D S S S S D U W W W W D W W Z A (C (D Anlagen zum Stenografischen Bericht n Abgeordneten ink, Manfred SPD 15.04.2011 ieper, Cornelia FDP 15.04.2011 loetz, Yvonne DIE LINKE 15.04.2011 oß, Joachim SPD 15.04.2011 oth (Heringen), Michael SPD 15.04.2011 oth (Esslingen), Karin SPD 15.04.2011 upprecht (Tuchenbach), Marlene SPD 15.04.2011 r. Schäuble, Wolfgang CDU/CSU 15.04.2011 chlecht, Michael DIE LINKE 15.04.2011 chmidt (Eisleben), Silvia SPD 15.04.2011 chuster, Marina FDP 15.04.2011* enger-Schäfer, Kathrin DIE LINKE 15.04.2011 r. Terpe, Harald BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 15.04.2011 lrich, Alexander DIE LINKE 15.04.2011** agner, Daniela BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 15.04.2011 einberg, Harald DIE LINKE 15.04.2011 ellmann, Karl-Georg CDU/CSU 15.04.2011* erner, Katrin DIE LINKE 15.04.2011* r. Westerwelle, Guido FDP 15.04.2011 inkler, Josef Philip BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 15.04.2011 olff (Wolmirstedt), Waltraud SPD 15.04.2011 ypries, Brigitte SPD 15.04.2011 bgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich 12242 Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 106. Sitzung. Berlin, Freitag, den 15. April 2011 (A) ) )(B) Anlage 2 Zu Protokoll gegebene Rede zur Beratung des Antrags: Agrarförderung in Deutschland und Europa geschlechtergerecht gestalten (Tagesordnungspunkt 26) Dr. Christel Happach-Kasan (FDP): Die rechtliche Gleichstellung der Frauen in Deutschland ist längst voll- zogen, ihre formale Bildung ist der der männlichen Kol- legen weitgehend überlegen und dennoch sind Frauen in der gesellschaftlichen Realität deutlich benachteiligt. Es ist kein Ruhmesblatt für unsere Gesellschaft, die gesellschaftliche Teilhabe eines Teils der Bevölkerung zu beschränken. Es ist zum Nachteil für unsere Gesell- schaft, dass ihre Kreativität und Intelligenz nicht in dem Umfang genutzt wird, wie dies in anderen Gesellschaf- ten realisiert ist. Wir haben eine Kanzlerin, zwei Vizepräsidentinnen im Deutschen Bundestag, mehrere Ministerinnen, aber gleichwohl sind wir ein weitgehend männerbestimmtes Land. Ein an der Universität Lüneburg erarbeiteter Bericht, der sich mit der medialen Präsenz von Politikerinnen be- schäftigt, kommt zu dem Schluss: „Gemessen an ihrer Vielfalt und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung werden Frauen medial unzureichend abgebildet.“ Der Anteil der Politikerinnen in Pressemedien beträgt 18 Prozent. Auf den Titelseiten der Zeitungen beträgt der Anteil der Poli- tikerinnen nur 13 Prozent. Es gibt somit eine deutliche Unterrepräsentation der Spitzenpolitikerinnen in den Me- dien. Frau Merkel ist als Bundeskanzlerin überdurch- schnittlich in den Medien präsent, aber selbst die Bundes- ministerinnen sind – wie andere Politikerinnen – nach wie vor in den Medien unterrepräsentiert. Um Frauen eine bessere gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, werden verschiedene Vorschläge disku- tiert. Zumeist wird die Quote vorgeschlagen. Ich bin skeptisch, ob eine Quote zu einer Verhaltensänderung von Männern und Frauen führen wird. Der heute von der Linken gemachte Vorschlag, das bestehende gesellschaftliche Defizit über eine Änderung der Agrarförderung zu beheben, ist zumindest innovativ. Ich bezweifele allerdings, dass er zielführend ist. Der Titel des Antrags legt nahe, dass unsere bisherige Agrarförderung und Agrarpolitik geschlechterungerecht ist und es möglich sei, diese geschlechterspezifisch und damit angeblich geschlechtergerechter zu gestalten. Ich teile diese Einschätzung nicht: Agrarpolitik, Agrarförde- rung ist geschlechterneutral und muss es auch bleiben. Frauen im ländlichen Raum sind das Rückgrat für un- sere Dörfer. Sie haben oft eine Vielzahl von Doppel- und Dreifachbelastungen in der Familie, im eigenen Beruf, in den landwirtschaftlichen Betrieben und auch in der dörf- lichen Gemeinschaft. Sie sind oft die tragende Säule im ehrenamtlichen sozialen Engagement und in vielen Ver- einen. Wir sind uns einig, dass ehrenamtliches Engage- m s U F a d z a d e F s u d d a s e D d v te D z ic d v L e li u K n g k M In te b a D fa ti V s te u le g d k s d in u (C (D ent und insbesondere das der Frauen einer höheren ge- ellschaftlichen Anerkennung bedarf. Fakt ist, dass es im ländlichen Raum Probleme und mstände gibt, die sich auf die Selbstbestimmung der rauen und ihre Entfaltungsmöglichkeiten nachteilig uswirken. Das ist jedoch in vielen Städten und im in- ustriellen Arbeitsumfeld genauso. Allerdings ist die so- iale Verbundenheit in ländlichen Regionen oft größer ls in vielen Städten, wodurch Defizite, beispielsweise ie ungenügende Zahl von Plätzen in Kinderbetreuungs- inrichtungen, weitgehend ausgeglichen werden. Der Duktus des vorliegenden Antrags suggeriert, dass rauen besonders förderungsbedürftig seien. Diese Ein- chätzung teile ich nicht. Frauen sind gut ausgebildet nd stark. Sie brauchen keine spezielle Förderung, son- ern einfach nur Gerechtigkeit. Der Bildungsbereich hat ies deutlich gezeigt. Frauen sind dort erfolgreich, wo es uf Leistung ankommt, zum Beispiel in der Schule. Uns Frauen wird mit derartigen Anträgen stets unter- tellt, es wäre eine Ausnahme, wenn wir aus eigener Kraft twas schaffen. Diese Unterstellung halte ich für eine iskriminierung, sie stärkt uns nicht, sondern schwächt ie Position der Frauen. Es ist deshalb gut, wenn Defizite, on denen wir meinen, dass sie sich besonders als nach- ilig für Frauen auswirken, als gesamtgesellschaftliche efizite begriffen werden. Frauen gehören schließlich ur Mitte der Gesellschaft und sind keine Randgruppe. Wenn wir den ländlichen Raum stärken wollen, und h halte dies für richtig, müssen wir überlegen, wie wir ie Bedingungen für Frauen, aber eben auch für Männer, erbessern, sich neue eigene Erwerbsquellen auf dem and zu erschließen. Dies ist allemal besser als frau- nspezifische Globalförderung. Der Ausbau von öffent- chen Verkehrsmitteln, Zugang zum schnellen Internet nd nicht zuletzt eine Verbreiterung des Angebots von inderbetreuungsplätzen ermöglicht Frauen und Män- ern den Start und den Ausbau eigener Erwerbsgrundla- en im ländlichen Raum. Die Möglichkeiten von Klein- rediten und Start-up-Förderungen helfen Frauen und ännern. Aber das ist keine Agrarförderung, sondern frastrukturförderung, Investitionsförderung und Wei- rbildung. Viele Projekte, die sich mit diesen Problem- ereichen beschäftigen, können für Frauen heute schon us dem Europäischen Sozialfond gefördert werden. ort gehört die Förderung auch hin. Wir sollten nicht an- ngen, mit der Gemeinsamen Europäischen Agrarpoli- k, GAP, noch eine Sozialpolitik „light“ zu machen. Wir arbeiten konstruktiv an den jetzt vorliegenden orschlägen von Herrn Ciolos zur Reform der Gemein- amen Agrarpolitik der Europäischen Union. Wir möch- n für unsere Landwirte, und damit meine ich Männer nd Frauen, dass bei der Reform der GAP das Zwei-Säu- n-Modell erhalten bleibt, dass es weiterhin einen Aus- leich für die Bereitstellung öffentlicher Güter gibt und ass der Bürokratieabbau vorangetrieben wird. Die Ent- opplung, welche in Deutschland schon fast abgeschlos- en ist, muss sich auch in anderen EU-Mitgliedstaaten urchsetzen. Wir setzen uns in der Agrarpolitik für eine die Zukunft gerichtete, multifunktionale, moderne und nternehmerische Landwirtschaft ein. Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 106. Sitzung. Berlin, Freitag, den 15. April 2011 12243 (A) (C) (D)(B) Anlage 3 Amtliche Mitteilung Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass der Ausschuss die nachstehenden Unions- dokumente zur Kenntnis genommen oder von einer Be- ratung abgesehen hat. Innenausschuss Drucksache 17/4509 Nr. A.8 Ratsdokument 16746/10 Rechtsausschuss Drucksache 17/4598 Nr. A.10 Ratsdokument 18122/10 Ausschuss für Gesundheit Drucksache 17/4927 Nr. A.23 Ratsdokument 2124 Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Drucksache 17/1270 Nr. A.5 Ratsdokument 6948/10 Drucksache 17/3791 Nr. A.17 Ratsdokument 14927/10 Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Drucksache 17/4927 Nr. A.36 Ratsdokument 2122 Drucksache 17/5123 Nr. A.24 Ratsdokument 2138 Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union Drucksache 17/178 Nr. A.41 Ratsdokument 15367/09 Drucksache 17/504 Nr. A.26 Ratsdokument 17193/09 106. Sitzung Berlin, Freitag, den 15. April 2011 Inhalt: Redetext Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Anlage 2 Anlage 3
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Sylvia Canel


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (FDP)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (FDP)


    Mein lieber Herr Präsident! Meine Damen und Her-

    ren! Bildung ist ein lebendiger Prozess. So lebendig, wie
    wir hier sitzen, so lebendig ist auch dieser Prozess.


    (Dagmar Ziegler [SPD]: Na ja!)


    Wir beginnen mit der frühkindlichen Bildung und brau-
    chen Übergänge in Aus-, Fort- und Weiterbildung.

    Wir haben es mit einer riesigen rot-grünen Erblast zu
    tun. Ja, Herr Rehberg, Sie haben völlig recht. Das darf
    nicht bestritten werden; das muss hier einmal gesagt
    werden.


    (Willi Brase [SPD]: Dazwischen waren vier Jahre Schwarz-Rot! Ohne Rot wäre die Krise nicht überwunden worden!)


    Notwendig ist, dass die frühkindliche Bildung endlich
    vom Kopf auf die Füße gestellt wird. Das ist bisher in
    keinem Bundesland wirklich gelungen. Selbstverständ-
    lich müssen wir zuallererst diejenigen fragen, die in den
    Bundesländern in Regierungsverantwortung sind, wa-
    rum das nicht geschehen ist.


    (Zuruf von der FDP: Ganz genau!)


    Die grundlegenden Weichen des gesamten Bildungs-
    systems bzw. der gesamten Bildungslaufbahn werden
    deshalb ganz am Anfang gestellt, weil dadurch eine be-
    sonders gute Integration und frühkindliche Förderung
    sozial schwacher Kinder möglich wird. Wir können sie
    besonders gut erreichen und das ausgleichen, was die El-
    ternhäuser nicht leisten. Wir müssen deshalb darauf ein
    besonderes Augenmerk haben – und fördern, fördern,
    fördern. Denn den Reparaturbetrieb, von dem zu lesen
    ist, dürfen wir uns nicht länger erlauben.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Kinder früh stärken heißt, Perspektiven zu eröffnen.
    Wenn wir Perspektiven eröffnen, gelingen auch die
    Übergänge. Übergänge sind besonders kritische Situatio-

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    (C (D en. In einer modernen und offenen Gesellschaft muss s sehr viele Möglichkeiten geben, Übergänge im Bilungssystem zu schaffen. Die Leistungsfähigkeit des ystems sichert ganz besonders die individuellen Auftiegschancen. Leistungsfähigkeit erreichen wir, wenn ir endlich aus Abschlüssen Anschlüsse machen; denn nschlüsse sind das, was uns weiterbringt, und es sind ie Übergänge, die wir verbessern müssen. (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Der Berufsbildungsbericht erhebt die Herstellung von
    urchlässigkeit zur zentralen Forderung. Das ist auch
    nsere zentrale Forderung. Gerade angesichts des zu-
    ünftigen Fachkräftemangels aufgrund des demografi-
    chen Wandels müssen wir in der frühkindlichen Bil-
    ung die Rahmenbedingungen schaffen, die nötig sind.
    as heißt, wir brauchen eine bessere Ausbildung für Er-

    ieherinnen und Erzieher, und wir müssen qualitativ bes-
    ere Rahmenbedingungen schaffen, damit Eltern ihre
    inder in den entsprechenden Einrichtungen abgeben
    önnen.

    Die Zahl der Schüler wird sich bis 2025 um knapp
    0 Prozent verringern. Das steht im Bildungsbericht.
    an könnte meinen, Deutschland habe heute zu viele
    inder; denn in Zukunft wird jedes fünfte Kind fehlen.
    ir können die Qualität im Bildungswesen nur dann si-

    hern, wenn wir diese demografische Rendite dort belas-
    en. Das ist unsere Forderung. Wir dürfen aus dem Bil-
    ungsbereich keine Gelder abziehen. Wir müssen
    indestens die Summe, die wir heute investieren, auch
    eiterhin in die Bildung investieren.

    Dass dies dringend notwendig ist, zeigt die DIHK-
    usbildungsumfrage, die in dieser Woche erschienen ist.
    dieser Ausbildungsumfrage wurde die mangelnde
    usbildungsreife der Schulabgänger als Ausbildungs-
    emmnis Nummer eins benannt. Mehr als drei Viertel
    er Unternehmen beklagen die unzureichende schulische
    ualifikation und die mangelnden persönlichen Kompe-
    nzen der Bewerber. Das heißt: Zu der schlechten
    chulausbildung kommt auch noch eine schlechte Erzie-
    ung hinzu. Das wiederum kennzeichnet den Reparatur-
    etrieb, den wir uns nicht länger leisten dürfen. Das De-
    zit beginnt bei der frühkindlichen Bildung, es setzt sich
    den Schulen fort und reicht bis hin in die weiterbil-

    enden Anstalten. Wir müssen dazu kommen, am An-
    ng mehr zu investieren und die frühkindliche Bildung

    u fördern.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Wenn nun die Zahl der Auszubildenden rückläufig ist
    nd diese oftmals nicht ausbildungsreif sind, dann ergibt
    ich eine doppelte Schieflage. Die individuelle Förde-
    ng in den Schulen muss gesteigert werden, damit jeder
    inzelne die Chance hat, einen Abschluss zu erreichen.
    azu gehört die Erziehungsunterstützung in den Schu-
    n, und dazu gehören Rahmenbedingungen, die viel
    esser sein müssen als die, die wir heute in den Schulen
    orfinden.


    (Zuruf von der SPD: Sozialarbeit!)






    Sylvia Canel


    (A) )


    )(B)

    Die Potenziale aller Schüler müssen gehoben werden.
    Früh müssen Perspektiven entwickelt werden, und die
    Berufsorientierung in den Schulen muss früher erfolgen
    und deutlich gestärkt werden. Dazu gehören eine engere
    Vernetzung der Schulen mit ihrem Umfeld und eine stär-
    kere Kooperation mit den Unternehmen vor Ort. Das
    muss – auch das sagt die PISA-Studie der OECD, und
    auch wir haben das schon länger immer wieder erklärt –
    Hand in Hand mit der Eigenständigkeit der Schulen ge-
    hen. Die erfolgreichsten Länder sind diejenigen Länder,
    in denen die Schulen ein hohes Maß an Eigenständigkeit
    haben, Eigenständigkeit zur individuellen Förderung, Ei-
    genständigkeit, möglichst früh mit der Förderung zu be-
    ginnen, und Eigenständigkeit, um mit den Unternehmen
    zu kooperieren, damit die Berufsbildung früher beginnen
    kann.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Die Durchlässigkeit von der Lehre zur Hochschule
    muss verbessert werden. Auch diejenigen, die aus nicht-
    akademischen Berufen kommen, müssen die Möglich-
    keit erhalten, in der Universität einen höheren Abschluss
    zu erlangen. Genau dieses Segment müssen wir stärken.
    Wir müssen für all diejenigen offen sein, die in ihre ei-
    gene Bildung investieren; deshalb müssen auch wir in
    Bildung investieren.

    Die Wissensgesellschaft erfordert eine gute Bildung
    für alle von Beginn an. Jedem einzelnen jungen Men-
    schen muss die beste Bildung zuteilwerden. Den positi-
    ven Trend, der von diesem Bildungsbericht ausgeht,
    müssen wir verstetigen. Es gibt viel zu tun. Ich denke,
    dass wir auf dem richtigen Weg sind.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)




Rede von Dr. h.c. Wolfgang Thierse
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)

Das Wort hat nun Brigitte Pothmer für die Fraktion

Bündnis 90/Die Grünen.


  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Brigitte Pothmer


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Frau

    Schavan, Sie haben darauf hingewiesen, dass es eine
    positive Entwicklung gibt. Ich bin die Letzte, die das
    kleinreden will. Aber diese positive Entwicklung haben
    wir im Wesentlichen der demografischen Entwicklung
    und dem wirtschaftlichen Aufschwung zu verdanken. Es
    ist mir sehr wichtig, Sie darauf hinzuweisen, dass alle
    Experten davon ausgehen, dass wir es bei denjenigen,
    die es in die Ausbildung geschafft haben, auch mit Crea-
    ming-Effekten zu tun haben.

    Wir steuern auf eine verfestigte Jugendarbeitslosig-
    keit zu, wenn wir nichts tun.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der SPD sowie der Abg. Dr. Petra Sitte [DIE LINKE])


    Frau Schavan, wenn 17 Prozent einer Alterskohorte
    keine Ausbildung haben, dann ist das ein riesiges volks-
    wirtschaftliches Problem, vor allem vor dem Hinter-

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    (C (D rund der Tatsache, dass eine kleine Kohorte junger eute eine große Kohorte alter Menschen unterstützen uss. Wenn von dieser kleinen Kohorte junger Leute och 17 Prozent dazu nicht nur keinen Beitrag leisten önnen, sondern selbst wahrscheinlich ein Leben lang limentiert werden müssen, dann ist das volkswirtschaftch nicht mehr zu schultern. Deswegen reicht es auch nicht aus, ein bisschen am bergangssystem zu verbessern. Nein, Frau Schavan, as Übergangssystem in dieser Form ist nach wie vor ein schungel. Es gibt immer noch mehr als 200 Maßnahen in diesem Bereich. Es kostet uns jährlich 4 Milliar en Euro. Alle Evaluierungsergebnisse zeigen, dass das bergangssystem seine Aufgabe, nämlich die Jugendli hen, die nicht ausbildungsfähig sind, ausbildungsfähier zu machen, nicht erfüllt. Deswegen muss dieses bergangssystem ersetzt werden. (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Jetzt will ich als Erstes ein ganz deutliches Bekennt-
    is zum dualen System abgeben. Das duale System ist
    ut, ja,


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei der CDU/CSU und der FDP)


    aber leider nicht für alle. Das duale System hat struk-
    relle Probleme. In einer Krise bilden Betriebe die Ju-

    endlichen nicht als Fachkräfte aus, die wir für den Auf-
    chwung brauchen.


    (Zuruf von der CDU/CSU: Das stimmt gar nicht!)


    Das ist ein strukturelles Problem.

    Zweitens. Viele der kleinen Dienstleistungsbetriebe
    nd viele der Neugründungen sind gar nicht in der Lage,
    as gesamte Spektrum einer Ausbildung zur Verfügung
    u stellen. Die fallen quasi als Beteiligte des dualen Sys-
    ms heraus. Das ist ein strukturelles Problem.

    Zu Recht beklagt die Wirtschaft immer wieder, dass
    iele der Jugendlichen keine Ausbildungsreife mitbrin-
    en. Deswegen müssen wir dem dualen System eine Er-
    änzung an die Seite stellen.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    eil die Folgekosten extrem hoch sind – sie werden in
    en nächsten Jahren 15 Milliarden Euro betragen –, sa-
    en wir: Lassen Sie uns das Übergangssystem in eine
    erufsausbildung mit Kammerabschluss überführen.
    chieben Sie die Jugendlichen, die jetzt keinen Ausbil-
    ungsplatz im dualen System bekommen haben, nicht
    eiter in dieses perspektivlose Übergangssystem ab,

    ondern legen Sie ein Sofortprogramm auf, mit dem
    iese Jugendlichen in einer überbetrieblichen Ausbil-
    ungswerkstatt nach einem ganz veränderten und neuen
    ystem eine Ausbildung mit Kammerabschluss bekom-
    en!


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD – Heiner Brigitte Pothmer )





    (A) )

    Kamp [FDP]: Das wollen Sie doch gar nicht!
    Damit haben Sie immer was zu schimpfen!)

    Die Ausbildung muss modularisiert werden. Die Aus-
    bildung in den überbetrieblichen Ausbildungswerkstät-
    ten braucht sehr hohe Praxisanteile. Insgesamt muss je-
    der Jugendliche, der jetzt arbeitslos ist, vom Jobcenter
    sofort ein Angebot für eine Ausbildung bekommen. Wir
    steuern auf ein Problem zu, das lautet: extrem hoher
    Fachkräftemangel bei gleichzeitig hoher Jugendarbeits-
    losigkeit. Frau Schavan, das ist nicht im Sinne der Volks-
    wirtschaft, und das können Sie im Hinblick auf die indi-
    viduellen Chancen, die die Jugendlichen verdient haben,
    nicht zulassen.

    Ich danke Ihnen.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD)