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ID1707403400

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    Vokabeln: 10
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    10. Linke.\n: 1
  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 17/74 zes über die Feststellung des Bundes- haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2011 (Haushaltsgesetz 2011) (Drucksachen 17/2500, 17/2502) . . . . . . . b) Beschlussempfehlung des Haushaltsaus- schusses zu der Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bun- des 2010 bis 2014 (Drucksachen 17/2501, 17/2502, 17/3526) 8 Einzelplan 04 Bundeskanzlerin und Bundeskanzler- amt (Drucksachen 17/3504, 17/3523) . . . . . . . Dr. Frank-Walter Steinmeier (SPD) . . . . . . . . Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin . . . . . . . Dr. Lukrezia Jochimsen (DIE LINKE) . . . . . Reiner Deutschmann (FDP) . . . . . . . . . . . . . . Agnes Krumwiede (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. h. c. Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . Agnes Krumwiede (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Namentliche Abstimmung . . . . . . . . . . . . . . . Ergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Einzelplan 05 Auswärtiges Amt 8050 A 8050 A 8050 B 8050 C 8055 C 8089 B 8090 B 8091 A 8092 A 8092 B 8092 C 8094 D Deutscher B Stenografisc 74. Sit Berlin, Mittwoch, den I n h a Glückwünsche zum Geburtstag des Vizepräsi- denten Dr. Hermann Otto Solms . . . . . . . . . Wahl des Abgeordneten Siegmund Ehrmann als stellvertretendes Mitglied im Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes . . . . . . . . . . Erweiterung und Abwicklung der Tagesord- nung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Absetzung der Tagesordnungspunkte VI b und c . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nachträgliche Ausschussüberweisung . . . . . . Tagesordnungspunkt I (Fortsetzung): a) Zweite Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- 8049 A 8049 B 8049 B 8049 D 8049 D Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . Birgit Homburger (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . 8063 A 8066 D undestag her Bericht zung 24. November 2010 l t : Renate Künast (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Schlecht (DIE LINKE) . . . . . . . . Volker Kauder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Alexander Bonde (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Volker Kauder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Joachim Poß (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Hans-Peter Friedrich (Hof) (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Petra Merkel (Berlin) (SPD) . . . . . . . . . . . . . Wolfgang Börnsen (Bönstrup) (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8072 C 8076 C 8077 C 8080 C 8080 D 8081 A 8083 B 8086 D 8088 B (Drucksachen 17/3505, 17/3523) . . . . . . Klaus Brandner (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Link (Heilbronn) (FDP) . . . . . . . . . . . . 8092 C 8092 D 8097 A II Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 74. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 24. November 2010 Stefan Liebich (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Ruprecht Polenz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Marieluise Beck (Bremen) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Karl-Georg Wellmann (CDU/CSU) . . . . . . . . Wolfgang Gehrcke (DIE LINKE) . . . . . . . . . Marieluise Beck (Bremen) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Karl-Georg Wellmann (CDU/CSU) . . . . . . . . Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) . . . . . . . . Dr. Guido Westerwelle, Bundesminister AA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Agnes Malczak (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Alexander Ulrich (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Ute Granold (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . Viola von Cramon-Taubadel (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Peter Gauweiler (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Christoph Strässer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Bijan Djir-Sarai (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . Rüdiger Kruse (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Dr. Eva Högl (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Link (Heilbronn) (FDP) . . . . . . . . . . Dr. Eva Högl (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bettina Kudla (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Alexander Ulrich (DIE LINKE) . . . . . . . . 10 Einzelplan 14 Bundesministerium der Verteidigung (Drucksachen 17/3513, 17/3523) . . . . . . . Bernhard Brinkmann (Hildesheim) (SPD) . . . Klaus-Peter Willsch (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Inge Höger (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. h. c. Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . Alexander Bonde (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, Bundesminister BMVg . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Hans-Peter Bartels (SPD) . . . . . . . . . . Inge Höger (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, Bundesminister BMVg . . . . . . . . . . . . . . . 8098 C 8100 D 8102 C 8104 A 8106 B 8106 D 8107 A 8107 C 8108 C 8109 D 8111 B 8112 C 8114 A 8115 C 8116 D 8118 C 8120 B 8121 C 8122 D 8123 A 8123 C 8124 B 8124 D 8125 A 8126 C 8128 B 8130 D 8132 D 8133 D 8135 C 8136 B 8136 C 8137 A Rainer Arnold (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Elke Hoff (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Omid Nouripour (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Robert Hochbaum (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Ernst-Reinhard Beck (Reutlingen) (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt VI: a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes zu dem Übereinkommen des Euro- parats vom 16. Mai 2005 zur Verhütung des Terrorismus (Drucksache 17/3801) . . . . . . . . . . . . . . . Zusatztagesordnungspunkt 1: a) Antrag der Abgeordneten Agnes Krumwiede, Ekin Deligöz, Katja Dörner, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Kulturelle Bildung von Bundesseite nachhaltig för- dern – Auflegung eines Förderpro- gramms „Jugendkultur Jetzt“ (Drucksache 17/3066) . . . . . . . . . . . . . . . b) Antrag der Abgeordneten Sylvia Kotting- Uhl, Oliver Krischer, Hans-Josef Fell, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Kein Atommüllexport nach Russland (Drucksache 17/3854) . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt VII: a) Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Feststellung des Wirtschaftsplans des ERP-Sonderver- mögens für das Jahr 2011 (ERP-Wirt- schaftsplangesetz 2011) (Drucksachen 17/3119, 17/3835) . . . . . . . b) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Menschenrechte und Hu- manitäre Hilfe zu dem Antrag der Abge- ordneten Volker Beck (Köln), Tom Koenigs, Marieluise Beck (Bremen), wei- terer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Einigkeit über die Definition des Tatbestandes des Aggressionsverbrechens im IStGH- Statut erzielen (Drucksachen 17/1767, 17/3889) . . . . . . . c) Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für wirtschaftliche Zusam- menarbeit und Entwicklung zu dem An- 8137 B 8139 C 8140 C 8141 D 8142 D 8144 D 8144 D 8145 A 8145 A 8145 B Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 74. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 24. November 2010 III trag der Abgeordneten Ute Koczy, Thilo Hoppe, Uwe Kekeritz, weiterer Abgeord- neter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Pakistan nach der Flut lang- fristig unterstützen und Schulden um- wandeln (Drucksachen 17/3206, 17/3779) . . . . . . . d)–j) Beschlussempfehlungen des Petitionsaus- schusses: Sammelübersichten 164, 165, 166, 167, 168, 169 und 170 zu Petitionen (Drucksachen 17/3664, 17/3665, 17/3666, 17/3667, 17/3668, 17/3669, 17/3670) . . . . 11 Einzelplan 23 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Drucksachen 17/3519, 17/3523) . . . . . . . Dr. Bärbel Kofler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Harald Leibrecht (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . Heike Hänsel (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . Volkmar Klein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Priska Hinz (Herborn) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Georg Schirmbeck (CDU/CSU) . . . . . . . . Johannes Selle (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Dr. Sascha Raabe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. h. c. Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . Dr. Sascha Raabe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dirk Niebel, Bundesminister BMZ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Sascha Raabe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Dr. h. c. Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . Dr. Sascha Raabe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dirk Niebel, Bundesminister BMZ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Niema Movassat (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Thilo Hoppe (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dagmar Wöhrl (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Thilo Hoppe (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dagmar Wöhrl (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Lothar Binding (Heidelberg) (SPD) . . . . . . . . Dr. Barbara Hendricks (SPD) . . . . . . . . . . Klaus Riegert (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 8145 C 8145 D 8146 C 8146 D 8148 C 8149 C 8151 A 8152 C 8153 B 8154 B 8156 A 8157 C 8157 C 8157 D 8158 A 8159 C 8160 B 8160 D 8161 B 8162 B 8163 A 8164 C 8164 D 8165 A 8165 C 8167 C Tagesordnungspunkt II: Antrag der Bundesregierung: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streit- kräfte an der EU-geführten Operation Atalanta zur Bekämpfung der Piraterie vor der Küste Somalias auf Grundlage des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen von 1982 und der Resolutionen 1814 (2008) vom 15. Mai 2008, 1816 (2008) vom 2. Juni 2008, 1838 (2008) vom 7. Okto- ber 2008, 1846 (2008) vom 2. Dezember 2008, 1897 (2009) vom 30. November 2009 und nachfolgender Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen in Verbindung mit der Gemeinsamen Aktion 2008/851/GASP des Rates der Europäi- schen Union vom 10. November 2008, dem Beschluss 2009/907/GASP des Rates der Europäischen Union vom 8. Dezember 2009, dem Beschluss 2010/437/GASP des Rates der Europäischen Union vom 30. Juli 2010 und dem erwarteten Beschluss des Rates der Europäischen Union vom 13. De- zember 2010 (Drucksache 17/3691) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Guido Westerwelle, Bundesminister AA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Guido Westerwelle, Bundesminister AA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Edelgard Bulmahn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . Thomas Kossendey, Parl. Staatssekretär BMVg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Christine Buchholz (DIE LINKE) . . . . . . . . . Joachim Spatz (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Christine Buchholz (DIE LINKE) . . . . . . . . . Katja Keul (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Philipp Mißfelder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt III: Antrag der Bundesregierung: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der EU-geführten Opera- tion „ALTHEA“ zur weiteren Stabilisie- rung des Friedensprozesses in Bosnien und Herzegowina im Rahmen der Implementie- rung der Annexe 1-A und 2 der Dayton- Friedensvereinbarung sowie an dem NATO-Hauptquartier Sarajevo und seinen Aufgaben, auf Grundlage der Resolution des Sicherheitsrates der Vereinten Natio- nen 1575 (2004) und Folgeresolutionen (Drucksache 17/3692) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8169 B 8169 C 8170 D 8171 A 8171 D 8173 B 8174 C 8175 B 8175 C 8176 A 8177 A 8178 A IV Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 74. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 24. November 2010 Dr. Werner Hoyer, Staatsminister AA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dietmar Nietan (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Christian Schmidt, Parl. Staatssekretär BMVg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sevim Dağdelen (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Dr. Rainer Stinner (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . Sevim Dağdelen (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Katja Keul (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Philipp Mißfelder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt IV: Antrag der Bundesregierung: Fortsetzung des Einsatzes bewaffneter deutscher Streit- kräfte bei der Unterstützung der gemeinsa- men Reaktion auf terroristische Angriffe gegen die USA auf Grundlage des Arti- kels 51 der Satzung der Vereinten Nationen und des Artikels 5 des Nordatlantikver- trags sowie der Resolutionen 1368 (2001) und 1373 (2001) des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen (Drucksache 17/3690) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Werner Hoyer, Staatsminister AA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Groschek (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Thomas Kossendey, Parl. Staatssekretär BMVg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Paul Schäfer (Köln) (DIE LINKE) . . . . . . . . Omid Nouripour (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Philipp Mißfelder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Rolf Mützenich (SPD) . . . . . . . . . . . . . Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 8178 B 8179 B 8180 D 8181 D 8182 C 8183 A 8183 C 8184 C 8185 C 8185 D 8187 A 8188 C 8189 D 8190 D 8191 D 8192 C 8193 A 8193 D 8195 A Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 74. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 24. November 2010 8049 (A) (C) (D)(B) 74. Sit Berlin, Mittwoch, den Beginn: 9
  • folderAnlagen
    Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 74. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 24. November 2010 8195 (A) (C) (D)(B) Anlage zum Stenografischen Bericht Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Bätzing-Lichtenthäler, Sabine SPD 24.11.2010 Bellmann, Veronika CDU/CSU 24.11.2010 Bluhm, Heidrun DIE LINKE 24.11.2010 Bögel, Claudia FDP 24.11.2010 Bülow, Marco SPD 24.11.2010 Dyckmans, Mechthild FDP 24.11.2010 Frankenhauser, Herbert CDU/CSU 24.11.2010 Friedhoff, Paul K. FDP 24.11.2010 Laurischk, Sibylle FDP 24.11.2010 Nord, Thomas DIE LINKE 24.11.2010 Oswald, Eduard CDU/CSU 24.11.2010 Röspel, René SPD 24.11.2010 Scharfenberg, Elisabeth BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 24.11.2010 Scheel, Christine BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 24.11.2010 Dr. Schmidt, Frithjof BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 24.11.2010 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Klöckner, Julia CDU/CSU 24.11.2010 Kramme, Anette SPD 24.11.2010 Kretschmer, Michael CDU/CSU 24.11.2010 Schnurr, Christoph FDP 24.11.2010 Schreiner, Ottmar SPD 24.11.2010 74. Sitzung Berlin, Mittwoch, den 24. November 2010 Inhalt: Redetext Anlage zum Stenografischen Bericht
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    Rede von Wolfgang Börnsen


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Frau Präsidentin! Verehrte Kollegen! Petra Merkel,

    ich schätze Kollegen, auch und gerade aus der Opposi-
    tion, die fairerweise auch kulturpolitische Erfolge öffent-
    lich anerkennen. Das ist nicht selbstverständlich. Sie
    sind eine rühmliche Ausnahme.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU und der FDP – Petra Merkel [Berlin] [SPD]: Da sind wir uns doch immer einig, Herr Börnsen!)


    Gestern vor zehn Jahren berichtete die Berliner Zei-
    tung:

    Kultur-Staatsminister Naumann verlässt das rot-
    grüne Kabinett.

    Er geht lieber zur Wochenzeitung Die Zeit.

    Fast auf den Tag genau heute vor fünf Jahren hat Kul-
    turstaatsminister Neumann sein Amt angetreten. Von
    ihm ist nicht bekannt, dass er aussteigen will. Im Gegen-
    teil, ihm macht diese Arbeit Freude: weil er Erfolg hat,
    weil er sich der Unterstützung der Bundeskanzlerin si-
    cher sein kann und weil er eine breite gesellschaftliche
    Zustimmung erfährt.

    Die Süddeutsche Zeitung zog vor sechs Tagen fol-
    gende Bilanz:

    Bernd Neumann, der Kulturstaatsminister des Bun-
    des, ist im Kabinett Merkel ein fester Erfolg …
    Keiner der Vorgänger hat mit solchem Erfolg die
    Interessen seiner Klientel gewahrt.
    Herzliche Gratulation zu diesem medialen Ritterschlag,
    Herr Staatsminister!


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU und der FDP)


    Kulturpolitik in Deutschland ist Kernkompetenz im
    Bundeskanzleramt. Sie ist ein zentrales Regierungsanlie-
    gen. Sie dokumentiert die ideellen Werte, die es in unse-
    rer Gesellschaft zu fördern gilt: Toleranz, Verständnis,
    Kritikfähigkeit und Mitverantwortung. Sie ist sinnerfül-
    lend, identitätsstiftend und trägt zur Lebensfreude bei.
    Deshalb ist ihre Förderung und Finanzierung gerechtfer-
    tigt.

    Die Kulturpolitik des Bundes geht mit gutem Beispiel
    voran. In den fünf Neumann-Jahren ist der Kulturetat
    von 915 Millionen Euro auf 1,16 Milliarden Euro ange-
    stiegen. Ich finde, das ist ein großartiger Erfolg.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU und der FDP)


    Das Filmland Deutschland hat etwas davon gehabt:
    Mit dem Filmförderfonds und hochklassigen Filmschaf-
    fenden befinden wir uns jetzt in der europäischen Spit-
    zenklasse.

    Das Musikland Deutschland hat etwas davon gehabt:
    Mit der Initiative Musik wurden unabhängig von der
    Klassik Hunderte neue Projekte im Bereich der
    50 000 Pop- und Jazzgruppen angestoßen.

    Das Medienland Deutschland hat etwas davon ge-
    habt: Mit der klugen Initiative „Ein Netz für Kinder“
    wird erstmalig in dieser Form bei Heranwachsenden das
    Demokratieverständnis gefördert.

    Auch im sechsten Neumann-Jahr wird an der Kultur
    nicht gekürzt. Damit kann die Digitalisierung der Kinos
    verwirklicht werden. Das bedeutet nicht nur erstklassige
    Kinos in den Metropolen, sondern auch in der Fläche.
    Die mittelständische Kinowirtschaft wird gestärkt. Da-
    mit können die Veranstalter des 500-jährigen Reforma-
    tionsjubiläums 2017 sicher sein: Das Martin-Luther-
    Jahr kann als Ereignis von Weltrang gewürdigt werden.
    Experten gehen davon aus, dass 5 Prozent der weltweit
    400 Millionen Protestanten 2017 das Mutterland der
    Protestanten besuchen werden. Das ist eine kulturpoliti-
    sche und kulturhistorische Herausforderung.

    Bereits jetzt ist unser Land nach Frankreich auch we-
    gen seines Kulturreichtums das zweitbeliebteste Reise-
    land in Europa. Gut 90 Milliarden Euro werden durch
    den Kulturtourismus eingenommen, und fast 2 Millionen
    Menschen sichert er den Arbeitsplatz. Folgerichtig wird
    im Kulturetat 2011 auch der Denkmalschutz weiter ge-
    stärkt. 550 Kulturdenkmäler von nationaler Bedeutung
    wurden allein durch diese staatliche Förderung für uns
    alle gesichert. Tausende weitere kommen hinzu, ange-
    stoßen und finanziert durch großartige Bürger und Pri-
    vatinitiativen. Ihnen und den vielen Millionen Men-
    schen, die unserer Gesellschaft im kulturellen Ehrenamt
    verantwortungsbewusst Wissen und Wärme geben, gilt
    unser Dank.





    Wolfgang Börnsen (Bönstrup)



    (A) (C)



    (D)(B)

    Durch die Neumann-Jahre wurde rückblickend auch
    der Kultur- und Kreativwirtschaft bei uns zum Durch-
    bruch verholfen. Diese Boombranche stellt bei 63 Mil-
    liarden Euro Wertschöpfung bereits jetzt über 1 Million
    Arbeitsplätze. Die Neumann-Jahre haben den großen
    Museen, gerade auch hier in Berlin, den Gedenkstätten
    und den Diktaturmahnmalen Profil und Perspektive ge-
    geben.


    (Jürgen Trittin [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Neumann glaubt das selber nicht! Er ist ganz erstaunt!)


    Auch ein Beweis für ernsthafte Kulturförderung ist
    die Beibehaltung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes
    für Kulturgüter. Dafür treten wir auch weiterhin ein.


    (Beifall der Abg. Agnes Krumwiede [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])


    Was Bernd Neumann für 2011 vorausblickend ange-
    kündigt hat, findet die Unterstützung der gesamten
    Union: die bundesweite Einrichtung von Zeitzeugenbü-
    ros, die Beibehaltung der Stasiüberprüfung bis 2019, die
    Schaffung eines Denkmals für Freiheit und Einheit, um
    auch an die glücklichen Epochen unserer Geschichte zu
    erinnern, und die Verwirklichung der Stiftung „Flucht,
    Vertreibung, Versöhnung“, die durch die anerkennens-
    werte polnische Beteiligung ihre Arbeit jetzt endlich auf-
    nehmen kann. Auch die Fortentwicklung der Künstlerso-
    zialkasse gehört dazu. Deren Stabilisierung war der erste
    Schritt, weitere müssen folgen.

    Schließen möchte ich mit einem Appell und einem
    Dank.

    Mein Appell gilt der Opposition. Sagen Sie nicht, wie
    angekündigt, Nein zu mehr Geld für die Kultur, und ge-
    ben Sie nicht die parlamentarische Gemeinsamkeit in der
    Kulturpolitik auf. Damit würden Sie der Kulturpolitik
    und den Kulturschaffenden unseres Landes schaden.

    Mein Dank gilt den Initiatoren und Machern der
    Europäischen Kulturhauptstadt 2010, der Stadt Essen
    und der gesamten Ruhrregion. Sie haben unser Kultur-
    land würdig, vital, locker und wunderbar ideenreich re-
    präsentiert.


    (Jörg van Essen [FDP]: Sehr richtig!)


    Herzlichen Dank von uns allen.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)




Rede von Katrin Dagmar Göring-Eckardt
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Das Wort hat Dr. Lukrezia Jochimsen für die Fraktion

Die Linke.


(Beifall bei der LINKEN)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Dr. Lukrezia Jochimsen


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (None)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (DIE LINKE.)


    Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen!

    Natürlich kann die Opposition auch loben, lieber Herr
    Kollege Börnsen.


    (Volker Kauder [CDU/CSU]: Also machen Sie mal!)

    Das ist auch gar nicht so ungewöhnlich. Auch wir tun
    das immer dann, wenn es angebracht ist.


    (Volker Kauder [CDU/CSU]: Machen Sie mal! Es ist angebracht!)


    Der Kulturhaushalt 2011, der uns heute ungekürzt
    und sogar um 27 Millionen Euro erhöht vorgelegt wird,
    verdient unseren Respekt, auch wenn wir dabei in Rech-
    nung stellen, dass von den zusätzlich bewilligten 27 Mil-
    lionen Euro über 15 Millionen Euro für den Denkmal-
    schutz vorgesehen sind, die wiederum im Haushalt des
    Bauministeriums gestrichen wurden.


    (Dr. Dagmar Enkelmann [DIE LINKE]: Aha!)


    Das ist schon ein kleiner Etikettenschwindel. Es bleibt
    aber verdienstvoll, dass auf diese Weise der Schutz der
    Kultur in den verarmten Kommunen betrieben wird, den
    ein anderes Ministerium kalt zur Disposition gestellt hat.


    (Beifall bei der LINKEN)


    Die massiven Kürzungen in der Städtebauförderung
    und beim Denkmalschutz sind schwerwiegende Fehlent-
    scheidungen. Darauf haben wir immer wieder hingewie-
    sen. Diese Fehlentscheidungen werden durch die 15 Mil-
    lionen Euro im Kulturhaushalt natürlich nur zu einem
    Teil revidiert, womit wir beim eigentlichen Problem die-
    ser Debatte sind: Der Abstand zwischen dem, was der
    Bund kulturell ermöglicht, und dem, was die Kommunen
    für die Kultur leisten können, wird immer größer. Die
    Linksfraktion ist nach wie vor der Auffassung, dass der
    Bund finanzpolitisch umsteuern und die kulturelle Infra-
    struktur in unseren großen und kleinen Städten, auf dem
    Land und in den Armutsvierteln retten muss,


    (Beifall bei der LINKEN)


    und zwar aus nationaler Verantwortung und auch aus
    Verantwortung als Verursacher; denn die Misere der
    Kommunen ist eine Folge der absoluten Misswirtschaft
    der Regierung, und das wissen Sie hier auch.


    (Beifall bei der LINKEN)


    In diesem Zusammenhang begrüßen wir, dass die
    Kulturstiftung des Bundes zusätzliche 2 Millionen
    Euro erhält. Wir setzen uns seit Jahren für diese Einrich-
    tung ein, weil sie nach unserer Ansicht eine Schlüssel-
    rolle im Verhältnis zwischen Bund, Ländern und Kom-
    munen spielen sollte. Mit der Förderung von national
    bedeutsamen Projekten überall im Land werden die
    Kommunen entlastet. Wichtig dabei ist aber, dass die
    Länder diese Modellprogramme dann auch übernehmen
    und fortsetzen.

    Wir brauchen einen kooperativen Kulturföderalis-
    mus. Ohne ihn wird die Kulturkrise, die Bedrohung der
    Theater, der Bibliotheken, der Museen und der soziokul-
    turellen Zentren, in den nächsten Jahren in den Ländern
    und den Kommunen nicht zu bewältigen sein.


    (Beifall bei der LINKEN sowie der Abg. Agnes Krumwiede [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])


    Wir brauchen mehr nationale Verantwortung für diese
    Kultur. Diese kulturelle Vielfalt kann nur von Bund,





    Dr. Lukrezia Jochimsen


    (A) (C)



    (D)(B)

    Ländern und Kommunen gemeinsam erhalten werden.
    Dafür müssen wir endlich auch die gesetzlichen Grund-
    lagen schaffen. Wir fordern seit Jahren beharrlich die
    Verankerung des Staatsziels Kultur und eine Gemein-
    schaftsaufgabe Kultur im Grundgesetz.


    (Beifall bei der LINKEN)


    Das muss jetzt endlich geschehen – in diesen Zeiten der
    Not.

    Und noch etwas muss geschehen in diesen Zeiten der
    Not: Wir müssen genau hinsehen, wofür die hart um-
    kämpften Mittel ausgegeben werden. Da kann ich Ihnen,
    Herr Staatsminister, den Vorwurf einfach nicht ersparen,
    dass Sie Millionen für die Bundesstiftung „Flucht, Ver-
    treibung, Versöhnung“ ausgeben. Mit einem Stiftungsrat
    ohne Vertreter des Zentralrats der Juden in Deutschland,
    mit einem Wissenschaftlichen Beirat ohne Vertreter der
    Roma und Sinti widerspricht diese Institution eindeutig
    ihrem Stiftungszweck,


    (Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten der SPD und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)


    den wir hier in diesem Haus verabschiedet haben. Ich
    frage: Wie lange wollen Sie dieses Gebilde – als Bun-
    desstiftung wohlgemerkt – der Öffentlichkeit gegenüber
    vertreten und finanzieren? 2,5 Millionen Euro im Jahr
    2011 – spätestens da endet das Lob für den Kulturhaus-
    halt; denn mit diesen Millionen ließe sich wahrlich Bes-
    seres für die Kultur unseres Landes bewirken.

    Ich danke Ihnen.


    (Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten der SPD und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)