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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 17/59 Elke Ferner (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6176 B Einzelplan 09 Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Rainer Brüderle, Bundesminister BMWi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hubertus Heil (Peine) (SPD) . . . . . . . . . . . . . Dr. Michael Fuchs (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Peter Friedrich (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Ralph Lenkert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Dr. Michael Fuchs (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Sahra Wagenknecht (DIE LINKE) . . . . . . . . . Fritz Kuhn (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . Dr. Claudia Winterstein (FDP) . . . . . . . . . . . . Bettina Hagedorn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Claudia Winterstein (FDP) . . . . . . . . . . . . Klaus Ernst (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . Markus Kurth (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ingrid Fischbach (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Bettina Hagedorn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Heinrich L. Kolb (FDP) . . . . . . . . . . . . . . Anton Schaaf (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Klaus Ernst (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Katja Kipping (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 6152 C 6152 D 6154 B 6156 D 0000 A6158 C 6160 A 6160 B 6160 C 6161 D 6178 C 6180 A 6180 C 6181 A 6182 B 6184 A 6186 C 6188 A 6189 C 6190 B 6191 A Deutscher B Stenografisch 59. Sitz Berlin, Donnerstag, den I n h a l Erweiterung und Abwicklung der Tagesord- nung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nachträgliche Ausschussüberweisung . . . . . . Tagesordnungspunkt 1: (Fortsetzung) a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes über die Feststellung des Bundes- haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2011 (Haushaltsgesetz 2011) (Drucksache 17/2500) b) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bundes 2010 bis 2014 (Drucksache 17/2501) . . . . . . . . . . . . . . . . G D M D D D 6151 A 6152 B 6152 C 6152 C Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hubertus Heil (Peine) (SPD) . . . . . . . . . . . 6164 A 6165 A undestag er Bericht ung 16. September 2010 t : arrelt Duin (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Joachim Pfeiffer (CDU/CSU) . . . . . . . . . ichael Schlecht (DIE LINKE) . . . . . . . . . . r. Georg Nüßlein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . r. Michael Luther (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Garrelt Duin (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 11 Bundesministerium für Arbeit und So- ziales . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Ursula von der Leyen, Bundesministerin BMAS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bettina Hagedorn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . 6165 D 6167 D 6169 D 6170 C 6172 A 6172 D 6173 D 6174 A 6174 D Max Straubinger (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Anton Schaaf (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 6192 B 6193 C II Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 59. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 16. September 2010 Katja Mast (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Axel E. Fischer (Karlsruhe-Land) (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 2: a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes zum Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über Finanzbeiträge der Europäi- schen Union zum Internationalen Fonds für Irland (2007 bis 2010) (Drucksache 17/2629) b) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes zur Modernisierung der Regelungen über Teilzeit-Wohnrechteverträge, Ver- träge über langfristige Urlaubsprodukte sowie Vermittlungsverträge und Tausch- systemverträge (Drucksache 17/2764) c) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Vier- ten Gesetzes zur Änderung der Wirt- schaftsprüferordnung – Wahlrecht der Wirtschaftsprüferkammer (Drucksache 17/2628) d) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Neun- ten Gesetzes zur Änderung des Bundes- Immissionsschutzgesetzes (Drucksache 17/2866) Zusatztagesordnungspunkt 1: a) Antrag der Abgeordneten Dr. Harald Terpe, Birgitt Bender, Katrin Göring-Eckardt, wei- terer Abgeordneter und der Fraktion BÜND- NIS 90/DIE GRÜNEN: Gesundheitliche Risiken des Drogengebrauchs verrin- gern – Drugchecking ermöglichen (Drucksache 17/2050) . . . . . . . . . . . . . . . . b) Antrag der Abgeordneten Winfried Hermann, Kerstin Andreae, Birgitt Bender, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜND- NIS 90/DIE GRÜNEN: Sofortiger Bau- stopp für Stuttgart 21 und die Neubau- strecke Wendlingen–Ulm (Drucksache 17/2893) . . . . . . . . . . . . . . . . c) Antrag der Abgeordneten Tabea Rößner, Agnes Krumwiede, Ekin Deligöz, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜND- NIS 90/DIE GRÜNEN: Kultur und Rund- funk nicht durch die Frequenzumstel- lung schädigen (Drucksache 17/2920) . . . . . . . . . . . . . . . . d e f g h i) T a 6194 B 6195 B 6196 D 6196 D 6197 A 6197 A 6197 A 6197 B 6197 B ) Antrag der Abgeordneten Markus Kurth, Fritz Kuhn, Ekin Deligöz, weiterer Abge- ordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN: Bedarfsgerechte Regel- sätze und ein zuverlässiges Hilfesystem für Kinder, Jugendliche und Erwach- sene statt Experimenten (Drucksache 17/2921) . . . . . . . . . . . . . . . ) Antrag der Abgeordneten Brigitte Pothmer, Beate Müller-Gemmeke, Fritz Kuhn, wei- terer Abgeordneter und der Fraktion BÜND- NIS 90/DIE GRÜNEN: Kein Sachgrund, keine Befristung – Befristete Arbeitsver- träge begrenzen (Drucksache 17/2922) . . . . . . . . . . . . . . . ) Antrag der Abgeordneten Daniela Wagner, Bettina Herlitzius, Markus Kurth, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜND- NIS 90/DIE GRÜNEN: Heizkostenkom- ponente beim Wohngeld erhalten (Drucksache 17/2923) . . . . . . . . . . . . . . . ) Antrags der Abgeordneten Sabine Leidig, Dr. Dietmar Bartsch, Herbert Behrens, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Stuttgart 21, Neubaustre- cke Wendlingen–Ulm und Sparpaket der Bundesregierung (Drucksache 17/2914) . . . . . . . . . . . . . . . ) Antrag der Abgeordneten Katja Kipping, Matthias W. Birkwald, Diana Golze, wei- terer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Maßnahmen zur Gewährleis- tung eines menschenwürdigen Existenz- und Teilhabeminimums (Drucksache 17/2934) . . . . . . . . . . . . . . . Antrag der Abgeordneten Uwe Beckmeyer, Rainer Arnold, Sören Bartol, weiterer Ab- geordneter und der Fraktion der SPD: Kein Weiterbau von Stuttgart 21 bis zur Volks- abstimmung (Drucksache 17/2933) . . . . . . . . . . . . . . . agesordnungspunkt 3: ) Beschlussempfehlung und Bericht des Haushaltsausschusses: – zu dem Antrag der Abgeordneten Dr. Bärbel Kofler, Sören Bartol, Dirk Becker, weiterer Abgeordneter und der Frak- tion der SPD: Marktanreizprogramm und nationale Klimaschutzinitiative fortsetzen – zu dem Antrag der Abgeordneten Oliver Krischer, Sven-Christian Kindler, Hans- Josef Fell, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜ- NEN: Aufhebung der Haushaltssperre und Weiterführung des Marktan- 6197 C 6197 C 6197 C 6197 D 6197 D 6198 A Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 59. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 16. September 2010 III reizprogramms und der nationalen Klimaschutzinitiative zur Förderung erneuerbarer Energien (Drucksachen 17/2119, 17/2007, 17/2477) b) Beschlussempfehlung und Bericht des Haus- haltsausschusses zu dem Antrag des Präsi- denten des Bundesrechnungshofes: Rech- nung des Bundesrechnungshofes für das Haushaltsjahr 2009 – Einzelplan 20 – (Drucksachen 17/1730, 17/2489) . . . . . . . c) Beschlussempfehlung und Bericht des Haus- haltsausschusses – zu dem Antrag des Bundesministe- riums der Finanzen: Entlastung der Bundesregierung für das Haushalts- jahr 2008 – Vorlage der Haushalts- und Vermögensrechnung des Bun- des – (Jahresrechnung 2008) – zu der Unterrichtung durch den Bun- desrechnungshof: Bemerkungen des Bundesrechnungshofes 2009 zur Haus- halts- und Wirtschaftsführung des Bundes (einschließlich der Feststel- lungen zur Jahresrechnung 2008) – zu der Unterrichtung durch den Bundes- rechnungshof: Bemerkungen des Bun- desrechnungshofes 2009 zur Haus- halts- und Wirtschaftsführung des Bundes – Weitere Prüfungsergeb- nisse – (Drucksachen 16/12620, 17/790 Nr. 21, 17/77, 17/317 Nr. 3, 17/1300, 17/1644 Nr. 2, 17/2492) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 17 Bundesministerium für Familie, Senio- ren, Frauen und Jugend . . . . . . . . . . . . . Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin BMFSFJ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ekin Deligöz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dagmar Ziegler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Florian Toncar (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Steffen Bockhahn (DIE LINKE) . . . . . . . . . . Katja Dörner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Georg Schirmbeck (CDU/CSU) . . . . . . . . Ingrid Fischbach (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Steffen Bockhahn (DIE LINKE) . . . . . . . . Katja Dörner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Rolf Schwanitz (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . M D M D C A S S C A S C H I F B M R J S D A D 6198 A 6198 C 6198 D 6199 A 6199 B 6201 A 6201 C 6202 D 6204 B 6205 C 6206 A 6208 A 6208 B 6210 B 6211 B Thomas Jarzombek (CDU/CSU) . . . . . . . . iriam Gruß (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . iana Golze (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . onika Lazar (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . orothee Bär (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Kai Gehring (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . aren Marks (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ndreas Mattfeldt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . önke Rix (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 07 Bundesministerium der Justiz . . . . . . . . abine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesministerin BMJ . . . . . . . . . . . . . . . Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . hristine Lambrecht (SPD) . . . . . . . . . . . . . . ndrea Astrid Voßhoff (CDU/CSU) . . . . . . . iegfried Kauder (Villingen-Schwenningen) (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . hristine Lambrecht (SPD) . . . . . . . . . . . . . . alina Wawzyniak (DIE LINKE) . . . . . . . . . ngrid Hönlinger (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . lorian Toncar (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . urkhard Lischka (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . ichael Grosse-Brömer (CDU/CSU) . . . . . . Sevim Dağdelen (DIE LINKE) . . . . . . . . . Dr. Konstantin von Notz (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . aju Sharma (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . erzy Montag (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . tephan Mayer (Altötting) (CDU/CSU) . . . . Jerzy Montag (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Eva Högl (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . lexander Funk (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 06 Bundesministerium des Inneren . . . . . . r. Thomas de Maizière, Bundesminister BMI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6211 C 6213 A 6214 C 6216 A 6217 B 6219 A 6219 D 6221 A 6222 B 6223 C 6223 C 6224 C 6225 B 6227 B 6229 B 6229 C 6229 D 6231 A 6232 A 6233 B 6234 B 6235 B 6236 C 6237 D 6238 D 6239 C 6240 A 6241 B 6242 B 6243 B 6243 C IV Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 59. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 16. September 2010 Olaf Scholz (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hartfrid Wolff (Rems-Murr) (FDP) . . . . . . . . Steffen Bockhahn (DIE LINKE) . . . . . . . . . . Wolfgang Wieland (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Günter Krings (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Gabriele Fograscher (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Gisela Piltz (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jan Korte (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . Frank Tempel (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Dr. Konstantin von Notz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Hans-Peter Uhl (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Dr. Peter Danckert (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Florian Toncar (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jürgen Herrmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Dr. Peter Danckert (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . Anlage 2 Erklärung des Abgeordneten Jörn Wunderlich (DIE LINKE) zur Abstimmung über die Be- schlussempfehlung des Haushaltsausschusses zur Entlastung der Bundesregierung für das Haushaltsjahr 2008 (Drucksache 17/2492 Nr. 1) (Tagesordnungspunkt 3 c) . . . . . . . . . . . . . . . Anlage 3 Erklärung des Abgeordneten Jörn Wunderlich (DIE LINKE) zur Abstimmung über die Be- schlussempfehlung des Haushaltsausschusses zu Aufforderungen an die Bundesregierung zur Aufstellung und Durchführung der Bundes- haushaltspläne (Drucksache 17/2492 Nr. 2) (Tagesordnungspunkt 3 c) . . . . . . . . . . . . . . . 6245 D 6248 A 6249 C 6250 C 6251 D 6253 D 6255 A 6255 D 6256 C 6257 D 6258 D 6260 C 6262 A 6262 D 6264 A 6264 D 6265 A 6265 C 6265 D Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 59. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 16. September 2010 6151 (A) ) )(B) 59. Sitz Berlin, Donnerstag, den Beginn: 9.0
  • folderAnlagen
    finden. Ich sage an dieser Stelle ganz offen: Wenn wir Weitere Wortmeldungen zu diesem Einzelplan liegen Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 59. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 16. September 2010 6265 (A) (C) )(B) Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Liste der entschul bgeordneten entschuldigt bis entschuldigt bis * A l A l Abgeordnete(r) einschließlich Aigner, Ilse CDU/CSU 17.09.2010 Dr. Bartels, Hans-Peter SPD 17.09.2010 Bartol, Sören SPD 17.09.2010 Beck (Bremen), Marieluise BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 17.09.2010* Bernschneider, Florian FDP 17.09.2010 Binder, Karin DIE LINKE 17.09.2010 Birkwald, Matthias W. DIE LINKE 17.09.2010 Duin, Garrelt SPD 17.09.2010 Erdel, Rainer FDP 17.09.2010 Herzog, Gustav SPD 17.09.2010 Lay, Caren DIE LINKE 17.09.2010 Lenkert, Ralph DIE LINKE 17.09.2010 Meierhofer, Horst FDP 17.09.2010 Nahles, Andrea SPD 17.09.2010 Nink, Manfred SPD 17.09.2010 Oswald, Eduard CDU/CSU 17.09.2010 Pothmer, Brigitte BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 17.09.2010 Roth (Augsburg), Claudia BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 17.09.2010 Schnieder, Patrick CDU/CSU 17.09.2010 Dr. Schui, Herbert DIE LINKE 17.09.2010 D D D W W A (D für die Teilnahme an den Sitzungen der Parlamentarischen Ver- sammlung des Europarates nlage 2 Erklärung des Abgeordneten Jörn Wunderlich (DIE LINKE) zur Abstimmung über die Beschluss- empfehlung des Haushaltsausschusses zur Entlastung der Bundesregierung für das Haus- haltsjahr 2008 (Drucksache 17/2492 Nr. 1) (Ta- gesordnungspunkt 3 c) Für die Fraktion Die Linke erkläre ich: Das Votum autet Ablehnung. nlage 3 Erklärung des Abgeordneten Jörn Wunderlich (DIE LINKE) zur Abstimmung über die Beschluss- empfehlung des Haushaltsausschusses zu Aufforderungen an die Bundesregierung zur Aufstellung und Durchführung der Bundes- haushaltspläne (Drucksache 17/2492 Nr. 2) (Ta- gesordnungspunkt 3 c) Für die Fraktion Die Linke erkläre ich: Das Votum autet Zustimmung. r. Seifert, Ilja DIE LINKE 17.09.2010 r. Steinmeier, Frank- Walter SPD 17.09.2010 r. Terpe, Harald BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 17.09.2010 einberg, Harald DIE LINKE 17.09.2010 ieland, Wolfgang BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 17.09.2010 bgeordnete(r) einschließlich digten A 59. Sitzung Berlin, Donnerstag, den 16. September 2010 Inhalt: Redetext Anlagen zum Stenografischen Bericht
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Katrin Dagmar Göring-Eckardt


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Die Kollegin Katja Mast hat das Wort für die SPD-

    Fraktion.


    (Beifall bei der SPD)




Rede von Katja Mast
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)

Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kolle-

gen! Verehrter Kollege Straubinger, als Baden-Württem-
bergerin muss ich kurz etwas zu Stuttgart 21 sagen. Sie
sind doch nur sauer, dass es uns von der SPD mit der Be-

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(C (D eiligung der Bürgerinnen und Bürger in Badenürttemberg ernst ist. (Beifall bei der SPD – Max Straubinger [CDU/ CSU]: 15 Jahre Diskussion ohne Bürger! Das stimmt doch gar nicht!)


ie sind doch nur sauer, weil Sie es nicht hinbekommen
aben, in den letzten Monaten inhaltlich für dieses Pro-
ekt zu kämpfen, weil Sie stattdessen nur die Gegner
autstark haben demonstrieren lassen und weil Ihre Lan-
esregierung, zu der auch die FDP gehört, jetzt – endlich
inmal – kämpfen muss für dieses Projekt. Das ist Ihr
roblem beim Thema Stuttgart 21.


(Beifall bei der SPD – Max Straubinger [CDU/ CSU]: Die SPD macht sich billig aus dem Staub!)


Heute geht es aber nicht um Stuttgart 21. Ich möchte
icht weiter über Themen philosophieren, die nicht den
aushalt für Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik betreffen.
ir geht es um das, was in dem Haushalt, den Ursula

on der Leyen uns als Sozialministerin vorlegt, steckt.
ch sage Ihnen: Darin steckt erstens ein Wortbruch Ihrer
oalition und Ihrer Regierung, zweitens sozialer Kahl-

chlag – das wurde heute schon ausreichend begründet –,
rittens weniger Netto vom Brutto, viertens ist es ein
ildungskürzungsprogramm,


(Bettina Hagedorn [SPD]: Richtig!)


nd fünftens ist es ein Chancenabbauhaushalt.


(Dr. Heinrich L. Kolb [FDP]: Das wollen Sie uns alles in vier Minuten erklären? Ich bin gespannt!)


Der Wortbruch ist schnell erklärt. Mit Ihrer Erlaubnis,
rau Präsidentin, zitiere ich aus einem Interview mit
ngela Merkel, abgedruckt in der FAZ vom 11. Juni 2010:

Deshalb sparen wir nicht bei Bildung und For-
schung, sondern erhöhen diese Ausgaben …

Die Haushaltskürzungen im Bereich Arbeitsmarkt-
nd Sozialpolitik betreffen ausschließlich fördernde Ar-
eitsmarktpolitik und somit Kürzungen im Bildungsbe-
eich. Damit, Frau von der Leyen, sind Sie Bildungskür-
ungsministerin Nummer eins in Deutschland.


(Beifall bei der SPD)


Bildungskürzungen für zukünftige Generationen
assen wir Ihnen nicht durchgehen. Mein Vorredner
prach von Generationengerechtigkeit. Das, was Sie ma-
hen, ist das Gegenteil von Generationengerechtigkeit.
ildungskürzungen und Chancenabbau im Haushalt las-

en wir Ihnen auch deshalb nicht durchgehen, weil wir
ier über diejenigen diskutieren, die die stärkste Hilfe
nd Unterstützung von uns brauchen. Wir reden über al-
einerziehende Mütter, über Migrantinnen und Migran-
en, die langzeitarbeitslos sind, über Jugendliche, die
hancen brauchen, um in Ausbildung zu kommen, und
ber Menschen mit Behinderungen in Deutschland. Ge-
au denen nehmen Sie die Chancen auf Beteiligung weg.

Ich möchte Ihnen ein Beispiel nennen. In meinem
ahlkreis in Pforzheim besuche ich oft die Förder-





Katja Mast


(A) )


)(B)

schule, die Bohrainschule. Antonio und Katharina wer-
den dieses Jahr diese Schule verlassen, vermutlich nicht
mit einem Hauptschulabschluss. Sie werden ihn auch in
einem Jahr wahrscheinlich nicht haben, obwohl sie sich
anstrengen. Wir haben in der Großen Koalition einge-
führt, dass sie ein Leben lang ein Recht darauf haben,
den Hauptschulabschluss nachzuholen, damit sie Per-
spektiven und Chancen in dieser Gesellschaft haben.


(Bettina Hagedorn [SPD]: Richtig!)


Sie wollen Pflicht- in Ermessensleistungen umwandeln,
nehmen die entsprechende Haushaltsgrundlage weg,
16 Milliarden Euro in vier Jahren, und sagen Antonio
und Katharina, dass sie keine zweite Chance mehr in
dieser Gesellschaft haben werden.


(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der LINKEN)


Sie betreiben Schuldenabbau zulasten der kommen-
den Generationen und nicht für die kommende Genera-
tion, und Sie begehen Wortbruch, weil Sie Ausgaben für
Bildung kürzen und nicht erhöhen, wie Angela Merkel
das in dem erwähnten Interview gesagt hat. Deshalb
werden wir von den Oppositionsparteien Ihnen eine
Kampfansage zu diesem Haushalt machen, Frau von der
Leyen, nicht nur wegen der Regelsätze, nicht nur wegen
der Kürzungen bei der Rente, nicht nur wegen der Kür-
zungen beim Elterngeld, sondern auch, weil Sie Bil-
dungschancen wegnehmen.


(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der LINKEN – Dr. Heinrich L. Kolb [FDP]: Und der Rest bleibt ungehört und ungesagt!)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Katrin Dagmar Göring-Eckardt


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Der Kollege Axel Fischer hat jetzt das Wort für die

    CDU/CSU-Fraktion.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der FDP)


    Axel E. Fischer (Karlsruhe-Land) (CDU/CSU):
    Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und

    Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren!
    Liebe Kollegin Mast, weil Sie Stuttgart 21 angesprochen
    haben, einen Satz von mir dazu: Wenn die Menschen vor
    Ort erkennen, dass der Verzicht auf Stuttgart 21 das
    Gleiche kostet wie die Umsetzung, werden sie, glaube
    ich, für Stuttgart 21 sein.

    Heute reden wir aber über den Haushalt für Arbeit
    und Soziales. Der vorgelegte Haushalt für den Einzel-
    plan 11 trägt erstmals die Handschrift der christlich-libe-
    ralen Koalition.


    (Caren Marks [SPD]: Das merkt man!)


    Er hat zwei wesentliche Ziele. Das erste Ziel ist, Men-
    schen wieder in Arbeit zu bringen. Das ist eine unserer
    Zielsetzungen; sie ist vernünftig und richtig.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU – Bettina Hagedorn [SPD]: Deshalb kürzen Sie die Mittel!)


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    (C (D as zweite Ziel – auch dies ist klar; Frau Hagedorn, Sie prechen gerade von Mittelkürzungen – st die Konsolidierung des Haushaltes. Der Etat im Einelplan liegt – die Frau Ministerin hat darauf hingewieen – 10 Prozent unter dem, was im Finanzplan von inister Peer Steinbrück für 2011 vorgesehen war. Er iegt nicht bei 146,4 Milliarden Euro, sondern bei 31,8 Milliarden Euro. Das sind 11,4 Milliarden Euro eniger als im Etat 2010, und zwar ohne Einschnitte bei er Rente, ohne Einschnitte beim ALG II und ohne Einchnitte bei den Mitteln für Behinderte. Möglich wurde dies, weil wir relativ gut aus der größen Wirtschaftsund Finanzkrise seit dem Zweiten Weltrieg gekommen sind. Es ist völlig klar, dass wir den aushalt an die positiv veränderten Rahmenbedingunen anpassen. Weniger Arbeitslose, eine bessere Wirtchaftsentwicklung und mehr sozialversicherungspflichige Beschäftigte – das wirkt sich positiv auf den undeshaushalt aus. Die Entscheidungen, die wir in der roßen Koalition getroffen haben, um die Krise zu beältigen, waren richtig. Sie waren ja dabei, Frau agedorn. Sie sehen, dass wir diesen Kurs in der christ ich-liberalen Koalition richtungsweisend fortsetzen. enn die Wirtschaft brummt, geht es den Menschen in eutschland besser. Das halten wir fest. Wir haben ganz klar gesagt, dass es wichtig ist, dafür u sorgen, dass die Mittel aus den Eingliederungstiteln esser bei den Menschen ankommen. Im Jahr 2010 soll ie Bundesagentur für Arbeit mit 12,8 Milliarden bezuchusst werden. (Bettina Hagedorn [SPD]: Das glauben Sie doch im Ernst nicht! Das werden viel weniger!)


    (Bettina Hagedorn [SPD]: Jawohl!)


    (Bettina Hagedorn [SPD]: Das tut ihr ja nicht!)


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


    ies ist der Wirtschafts- und Finanzkrise geschuldet. Im
    ächsten Jahr geben wir ein Darlehen von etwa
    ,6 Milliarden Euro. 2012 gehen wir aufgrund weiterer
    ositiver Entwicklungen am Arbeitsmarkt von 2,2 Mil-
    iarden Euro aus. Ab 2013 kann die BA diese Darlehen
    urückzahlen.


    (Bettina Hagedorn [SPD]: Nach der Bundestagswahl, genau! Da wird das alles zurückgezahlt!)


    uch das ist positiv für den Bundeshaushalt.

    Im Frühjahr dieses Jahres haben wir verabredet, ge-
    auer die Frage zu untersuchen, wie Arbeitslose wieder
    n den Arbeitsmarkt gebracht werden können und wel-
    he Instrumente hierfür erforderlich sind. Wir haben be-
    chlossen, eine Evaluation durchzuführen und zu
    chauen, welche Instrumente wirkungsvoll und welche
    eniger wirkungsvoll sind.

    Mein Dank gilt Bundesministerin Dr. von der Leyen
    nd dem Ministerium dafür, dass sie dieses Thema vo-
    antreiben und eine Instrumentenreform vornehmen





    Axel E. Fischer (Karlsruhe-Land)



    (A) )


    )(B)

    wollen. Mein Dank gilt genauso Herrn Weise sowie den
    Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bundesagentur
    für ihre Arbeit, weil sie sich intensiv um dieses Thema
    kümmern.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


    So können wir ohne große Probleme feststellen: Im
    Jahr 2006 – bei 4,5 Millionen Arbeitslosen – belief sich
    der Eingliederungstitel auf 8 Milliarden Euro. Für 2014
    – bei dann etwa 3 Millionen Arbeitslosen – planen wir
    ebenfalls 8 Milliarden Euro ein. Das ist meines Erach-
    tens ein gutes Verhältnis, ein gutes Ziel. Wir werden in
    diesem Bereich vorankommen. Dass die Konjunktur, un-
    sere wirtschaftliche Entwicklung besser ist als erwartet,
    ist doch positiv. Genauso positiv ist es, wenn weniger
    Mittel gebraucht werden, weil es weniger Bedürftige
    gibt.

    Sparen heißt in erster Linie: weniger Geld ausgeben.
    Wenn der Anteil der Sozialausgaben im Bundeshaushalt
    über 50 Prozent beträgt und wir zu Einsparungen in die-
    sem Bereich von gut 30 Prozent kommen, dann ist das
    nun einmal sozial ausgewogen. In Zeiten knapper Kas-
    sen muss man sich auf die Kernaufgaben konzentrieren,
    und das tun wir in diesem Bereich.

    Meine Damen und Herren, vorhin kam die Diskussion
    über das Elterngeld auf: Wer bekommt Elterngeld? Wie
    wird das ausgestaltet?


    (Bettina Hagedorn [SPD]: Wir haben doch zusammen beschlossen, dass das einkommensunabhängig sein soll!)


    Elterngeld bekommt jeder. Es ist aber völlig klar und lo-
    gisch, dass wir bei einer Familie, die Arbeitslosengeld II
    bezieht und mit der Geburt eines Kindes eine Erhöhung
    dieses Satzes bekommt,


    (Bettina Hagedorn [SPD]: Fragen Sie doch mal Frau von der Leyen! Sie hat das doch eingeführt als Familienministerin, und zwar einkommensunabhängig!)


    weil auch das Kind einen Anspruch hat, dann das Eltern-
    geld anrechnen. Das liegt in der Natur der Sache.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


    Unsere Sozialsysteme sind geschaffen, um Bedürfti-
    gen zu helfen, aber nicht, um Luxus zu finanzieren.


    (Katja Kipping [DIE LINKE]: Wie können Sie bei 400 Euro von Luxus reden? Was haben Sie für ein Luxusverständnis?)


    Wer arbeitet, muss in Deutschland mehr haben als der,
    der nicht arbeitet. Das muss unsere Prämisse sein.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU – Zuruf von der SPD: Dann reden wir über Mindestlöhne! Dann klappt das!)


    Nun zur Diskussion über den Heizkostenzuschuss.
    Bei gesunkenen Energiekosten wird der den Wohngeld-
    empfängern bei höheren Preisen gewährte Heizkosten-
    zuschuss wieder gestrichen. Das ist ein völlig normaler

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    (C (D organg und in der Sache völlig richtig. Ich kann Ihre ritik daran nicht nachvollziehen. Sie weisen immer wieder darauf hin, dass in Deutschand starke Schultern mehr tragen sollen als schwache chultern. Dabei haben Sie uns auf Ihrer Seite. Auch wir ind der Auffassung, dass starke Schultern mehr tragen ollen als schwache Schultern. Schauen wir uns dazu inmal die Realität an: Weniger als ein Zehntel der Menchen trägt über die Hälfte der Steuerlast. Starke Schulern tragen also mehr. Die Hälfte der Menschen trägt twa 6 Prozent der Steuerlast. Schwache Schultern traen also weniger. Deshalb ist es wichtig, dass man diese iskussion offen und fair führt. Meine Damen und Herren, mit dem Regierungsenturf haben wir eine gute Vorlage, die wir heute in erster esung und dann in den Ausschüssen beraten. An einien Punkten gibt es für uns noch Diskussionsund Vernderungsbedarf. Wir werden darüber nachdenken, wie ir bei ALG-II-Aufstockern mit der Anrechnung des El erngeldes umgehen. Wir werden das Urteil des Bundeserfassungsgerichts umsetzen. Das heißt, wir werden ine Neuberechnung des Arbeitslosengeldes II vornehen müssen. Wir müssen in diesem Hause dann auch ber Folgendes diskutieren: Gehören zum Arbeitsloseneld II auch Genussmittel wie Alkohol oder Tabak? Geört das mobile Internet dazu? Muss Hundefutter usw. ezahlt werden? Diese Diskussion werden wir offen fühen und dann einen bestimmten Satz festlegen. Außerdem werden wir dafür sorgen, dass die Bilungsleistungen treffsicher bei den Kindern ankomen. Wir stehen dazu, dass wir die Bildungsleistungen ls Sachleistungen gewähren wollen. Ich bin mir sicher, ass die Bundesarbeitsministerin und das Bundesarbeitsinisterium Vorschläge machen werden, wie wir dies ielführend hinbekommen können. Herzlichen Dank. Damit ist die Aussprache zu diesem Einzelplan been et. Ich rufe die Tagesordnungspunkte 2 a bis d sowie die usatzpunkte 1 a bis 1 i auf – es handelt sich um Übereisungen im vereinfachten Verfahren ohne Debatte –: a)


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)