Rede:
ID1705704700

insert_comment

Metadaten
  • sort_by_alphaVokabular
    Vokabeln: 12
    1. Das: 1
    2. Wort: 1
    3. hat: 1
    4. die: 1
    5. Kollegin: 1
    6. Dr.: 1
    7. Rosemarie: 1
    8. Hein: 1
    9. für: 1
    10. dieFraktion: 1
    11. Die: 1
    12. Linke.\n: 1
  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 17/57 Priska Hinz (Herborn) (BÜNDNIS 90/ Finanzplan des Bundes 2010 bis 2014 (Drucksache 17/2501) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Carsten Schneider (Erfurt) (SPD) . . . . . . . . . . Dr. Michael Meister (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . Otto Fricke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Carsten Schneider (Erfurt) (SPD) . . . . . . . Alexander Bonde (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Otto Fricke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Kretschmer (CDU/CSU) . . . . . . . . . Klaus Hagemann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Patrick Meinhardt (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Petra Sitte (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Kai Gehring (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Albert Rupprecht (Weiden) (CDU/CSU) . . . . Dr. Ernst Dieter Rossmann (SPD) . . . . . . . . . Eckhardt Rehberg (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 5907 B 5907 D 5917 A 5920 B 5923 B 5925 B 5926 A 5927 C 5928 D 5944 D 5945 C 5946 B 5948 A 5950 A 5951 A 5952 B 5953 D 5955 C 5957 B Deutscher B Stenografisch 57. Sitz Berlin, Dienstag, den 1 I n h a l Glückwünsche zum Geburtstag der Abgeord- neten Dr. h. c. Jürgen Koppelin, Herbert Frankenhauser, Ernst-Reinhard Beck (Reut- lingen), Klaus Breil, Josef Göppel und Manfred Zöllmer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Begrüßung des neuen Abgeordneten Bernd Siebert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 1: a) Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2011 (Haushalts- gesetz 2011) (Drucksache 17/2500) . . . . . . . . . . . . . . . . b) Unterrichtung durch die Bundesregierung: D N D D U D 5907 A 5907 B 5907 B Stefan Müller (Erlangen) (CDU/CSU) . . . . . . Nicolette Kressl (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5930 C 5932 A undestag er Bericht ung 4. September 2010 t : Norbert Barthle (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . r. Volker Wissing (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . orbert Barthle (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 30 Bundesministerium für Bildung und For- schung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Annette Schavan, Bundesministerin BMBF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . agmar Ziegler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . lrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Rosemarie Hein (DIE LINKE) . . . . . . . . 5932 D 5934 C 5935 D 5938 A 5938 A 5940 B 5941 C 5943 B Dr. Petra Sitte (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Eckhardt Rehberg (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . 5958 D 5959 B II Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 57. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 14. September 2010 Einzelplan 15 Bundesministerium für Gesundheit . . . Dr. Philipp Rösler, Bundesminister BMG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Karl Lauterbach (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . Daniel Bahr (Münster) (FDP) . . . . . . . . . . . . . Dr. Karl Lauterbach (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . Johannes Singhammer (CDU/CSU) . . . . . . . . Dr. Martina Bunge (DIE LINKE) . . . . . . . . . . Birgitt Bender (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jens Spahn (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Karl Lauterbach (SPD) . . . . . . . . . . . . Ewald Schurer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Harald Weinberg (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Alois Karl (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . Bärbel Bas (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Stefanie Vogelsang (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Einzelplan 16 Bundesministerium für Umwelt, Natur- schutz und Reaktorsicherheit . . . . . . . . Dr. Norbert Röttgen, Bundesminister BMU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hans-Josef Fell (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sylvia Kotting-Uhl (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Matthias Miersch (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Heinz-Peter Haustein (FDP) . . . . . . . . . . . . . . Michael Leutert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Sven-Christian Kindler (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Marie-Luise Dött (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Eva Bulling-Schröter (DIE LINKE) . . . . . Ulrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bärbel Höhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dorothée Menzner (DIE LINKE) . . . . . . . . . . B D D B I D H R F P R D U D C N J E R G N A L 5959 A 5959 A 5961 B 5962 D 5963 C 5963 D 5965 D 5966 D 5968 C 5970 B 5971 C 5973 B 5974 C 5976 A 5977 A 5978 C 5979 A 5979 B 5980 D 5983 A 5983 D 5985 C 5986 C 5988 A 5989 A 5990 A 5991 C 5993 A 5993 D 5995 B 5995 C 5995 C ärbel Höhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Norbert Röttgen (CDU/CSU) . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . r. Georg Nüßlein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Bärbel Höhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ralph Lenkert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Ulrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Hans-Josef Fell (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Bärbel Kofler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Maria Flachsbarth (CDU/CSU) . . . . . . ernhard Schulte-Drüggelte (CDU/CSU) . . . Einzelplan 10 Bundesministerium für Ernährung, Land- wirtschaft und Verbraucherschutz . . . . lse Aigner, Bundesministerin BMELV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Wilhelm Priesmeier (SPD) . . . . . . . . . . . . einz-Peter Haustein (FDP) . . . . . . . . . . . . . oland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . riedrich Ostendorff (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . eter Bleser (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . olf Schwanitz (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Erik Schweickert (FDP) . . . . . . . . . . . . . . lrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Erik Schweickert (FDP) . . . . . . . . . . . . . . aren Lay (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . icole Maisch (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ulia Klöckner (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Ulrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . lvira Drobinski-Weiß (SPD) . . . . . . . . . . . . ainer Erdel (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . eorg Schirmbeck (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . ächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . nlage iste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 5996 C 5997 A 5997 C 5998 B 5999 C 6000 A 6001 A 6001 C 6002 A 6002 D 6003 B 6004 D 6006 C 6006 D 6009 A 6010 C 6011 B 6012 C 6014 B 6016 B 6017 D 6019 A 6019 B 6019 C 6021 A 6021 D 6023 B 6023 D 6025 B 6026 A 6027 D 6029 A Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 57. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 14. September 2010 5907 (A) ) )(B) 57. Sitz Berlin, Dienstag, den 1 Beginn: 10.0
  • folderAnlagen
    Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 57. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 14. September 2010 6029 (A) (C) (D)(B) Anlage zum Stenografischen Bericht Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Bartol, Sören SPD 14.09.2010 Bernschneider, Florian FDP 14.09.2010 Binder, Karin DIE LINKE 14.09.2010 Oswald, Eduard CDU/CSU 14.09.2010 Dr. Schockenhoff, Andreas CDU/CSU 14.09.2010 Dr. Schui, Herbert DIE LINKE 14.09.2010 Dr. Seifert, Ilja DIE LINKE 14.09.2010 Dr. Steinmeier, Frank- Walter SPD 14.09.2010 Dr. Terpe, Harald BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 14.09.2010 Ulrich, Alexander DIE LINKE 14.09.2010 Weinberg (Hamburg), Marcus CDU/CSU 14.09.2010 Widmann-Mauz, Annette CDU/CSU 14.09.2010 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich 57. Sitzung Berlin, Dienstag, den 14. September 2010 Inhalt: Redetext Anlage zum Stenografischen Bericht
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Ulrike Flach


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (FDP)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (FDP)


    Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen!

    ie beste Antwort auf die Thesen von Thilo Sarrazin ist
    ieser Haushalt, der Bildung und Forschung in den Mit-
    elpunkt stellt.


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU – Zurufe von der SPD: Oh! Oh!)


    ildung ist der Schlüssel zur Integration. Bildung ist der
    chlüssel zum Aufstieg in unserer Gesellschaft. Bildung

    st die Chance für jeden Jugendlichen, unabhängig von
    erkunft, von Religion und vom Geldbeutel.

    Diese Koalition will eine Bildungsrepublik, in der
    eder die Chance hat, nach vorn zu kommen, auch wenn
    r nicht von der Poleposition an den Start geht. Union
    nd FDP haben sich im Koalitionsvertrag klar zur Bil-
    ungsrepublik Deutschland bekannt, und die Förderung
    on Bildung und Forschung ist eines der zentralen Pro-
    ekte dieser Regierung. Um welche Größenordnung es
    eht, hat die Ministerin gerade deutlich gemacht: 54 Pro-
    ent mehr im Vergleich zu Ihrer Regierungszeit, 11,6 Mil-
    iarden Euro im Haushalt,


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)


    usätzlich 12 Milliarden Euro bis zum Ende dieser Le-
    islaturperiode.

    Dabei haben wir übrigens etwas getan, worüber in
    ieser Runde immer wieder diskutiert worden ist. Wir
    aben endlich auch die anderen Häuser beteiligt. Wir ha-
    en endlich dafür gesorgt, dass auch die anderen Minis-
    erien insgesamt 2 Milliarden Euro für Bildung und For-
    chung bereitstellen. Das heißt, wir erfassen die
    esamtausgaben, wir wissen, dass die Mittel zielgerich-

    et eingesetzt werden, und wir wollen eine Bildungsre-
    ublik schaffen, wie sie sich diese Koalition vorstellt.


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)


    Liebe Kolleginnen und Kollegen, keine andere Bun-
    esregierung hat Bildung und Forschung einen so hohen
    tellenwert eingeräumt,


    (Kai Gehring [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Ja, ja! Und was bringt das, was Sie machen, den Kindern und Jugendlichen?)


    brigens bei gleichzeitigem Sparkurs.


    (Klaus Hagemann [SPD]: Welcher Sparkurs, Frau Flach?)


    ch möchte diejenigen, die mit mir gemeinsam Anfang
    ieses Jahrzehnts Herrn Eichel erlebt haben, und die
    olleginnen und Kollegen von der SPD, die damals vol-





    Ulrike Flach


    (A) )


    )(B)

    ler Verzweiflung dem Wirken von Frau Bulmahn zu-
    schauten,


    (Dr. Ernst Dieter Rossmann [SPD]: Damals gab es übrigens auch solche Zuwächse! – Iris Gleicke [SPD]: Ach Gott!)


    daran erinnern: Wer hat denn damals auf das Drei-
    Körbe-Modell beim BAföG verzichten müssen, weil
    Herr Eichel die Sparbremse anzog?


    (Priska Hinz [Herborn] [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Wer hat denn das Ganztagsprogramm auf den Weg gebracht? – Willi Brase [SPD]: Reden Sie doch nicht immer von früher! Heute leben wir!)


    Das ist der entscheidende Unterschied: Der Finanzminis-
    ter dieser Koalition spart, und gleichzeitig setzen wir auf
    Bildung und Forschung, und das in einem Ausmaß, wie
    es das in Deutschland noch nie gegeben hat.


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU – Kai Gehring [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Ach! Bei der Kohl-Regierung lag das BAföG doch im Koma!)


    Übrigens unterscheiden wir uns an dieser Stelle auch
    von dem Land Nordrhein-Westfalen. Es ist ja im Augen-
    blick ganz nett, dass man das parallel beobachten kann.
    Damit in NRW etwas für Bildung ausgegeben werden
    könne, sagt die dortige Ministerpräsidentin, sei sie be-
    reit, einen nicht verfassungskonformen Haushalt auf den
    Weg zu bringen.


    (Kai Gehring [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das haben Sie jahrelang gemacht!)


    Das ist genau der Gegensatz zu uns.


    (Florian Pronold [SPD]: Die FDP macht Schulden, und wir müssen es ausbaden!)


    Wir leben mit der Verfassung, wir beachten die Schul-
    denbremse, und wir tun etwas für unsere Kinder und Ju-
    gendlichen.


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)


    Wenn Sie sich den Haushalt anschauen, dann sehen
    Sie: Wir fördern die erfolgreichen Pakte natürlich wei-
    terhin verlässlich und in nie gekannter Höhe: 910 Millio-
    nen Euro für den Hochschulpakt, 326 Millionen Euro für
    die Exzellenzinitiative, deutlich mehr Mittel für die
    Deutsche Forschungsgemeinschaft, die HGF und die
    Max-Planck-Institute. Ich sage an dieser Stelle auch als
    Haushälterin für den Einzelplan des Wirtschaftsministe-
    riums: Es wird Zeit, dass wir das auch bei der Ressort-
    forschung tun – es kann nämlich nicht sein, dass durch
    eine 5-prozentige Erhöhung im normalen Forschungsbe-
    reich die verdienstvollen Forscher im Bereich der Res-
    sortforschung hintenangestellt werden –, das ist ein Ziel;
    das sollten wir uns setzen. Wir sollten gemeinsam über-
    legen, wie wir das auf den Weg bringen.


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)


    B
    E

    I
    s
    I

    S
    a

    S
    u

    D

    h
    d
    z

    S
    k
    f

    W
    z
    s
    w

    W
    D
    t


    e
    d
    l
    D
    t
    a
    z

    (C (D Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir erhöhen das AföG mit einem Mittelansatz von über 1,5 Milliarden uro. ch kann mich hier der Bundesbildungsund Forchungsministerin nur anschließen: Es liegt jetzt doch in hrer Verantwortung. (Dr. Ernst Dieter Rossmann [SPD]: Was meinen Sie mit 1,5 Milliarden Euro, Frau Kollegin?)


    (Dr. Ernst Dieter Rossmann [SPD]: Wie bitte?)


    ie sind immer so gerne bereit, uns zu sagen, wir täten
    ll das nicht, was wir versprochen haben.


    (Dr. Ernst Dieter Rossmann [SPD]: Sollen die 1,5 Milliarden Euro obendrauf kommen?)


    ie stehen in der Verantwortung dafür, das BAföG so
    mzusetzen, wie es eigentlich erforderlich ist.


    (Kai Gehring [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Alle Länder!)


    as wird sich am heutigen Nachmittag natürlich zeigen.

    Ich finde es schon merkwürdig, dass Sie die Gelegen-
    eit nutzen, um die begabten und leistungsstarken Kin-
    er aus geringverdienenden Familien gegen die zu set-
    en, die aus normalverdienenden Familien kommen.


    (Dr. Ernst Dieter Rossmann [SPD]: Um die geht es Ihnen doch gar nicht! Es geht Ihnen doch um die Apothekerkinder und die Steuerberaterkinder!)


    ie versuchen, einen Zwist zwischen Leistung und Her-
    unft heraufzubeschwören. Das ist eine Sache, die ein-
    ach nicht klappen kann.


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)


    Übrigens: Auch an dieser Stelle kann ich Nordrhein-
    estfalen nur lobend erwähnen. Wir haben dort ja ge-

    eigt, dass gerade die Kinder aus den einkommens-
    chwächeren Familien durch unser Stipendium gefördert
    erden.


    (Dr. Ernst Dieter Rossmann [SPD]: Das haben Sie gezeigt?)


    ir haben doch erlebt, was zum Beispiel an der Uni
    uisburg-Essen gelaufen ist, und wir sehen, wie es posi-

    iv läuft.


    (Zuruf von der SPD: Nichts läuft dort! – Gegenruf des Abg. Patrick Meinhardt [FDP]: Es läuft spitze!)


    Liebe Frau Kollegin, es empfiehlt sich immer, einfach
    inmal hinzugehen und zu schauen. – Wir haben genau
    ie Familien gefördert, die Ihrer Meinung nach angeb-
    ich immer rechts und links des Weges liegen bleiben.
    as Stipendium für leistungsstarke Schüler und Studen-

    en wird wirklich dazu dienen, den Leistungsstärkeren
    us einkommensschwächeren Regionen dieses Landes
    u helfen. Das ist doch der Punkt.





    Ulrike Flach


    (A) )


    )(B)


    (Dagmar Ziegler [SPD]: Das ist doch Quark! – Kai Gehring [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das geben die Zahlen nicht her!)


    Ich möchte Sie an dieser Stelle übrigens einfach auch
    einmal an Ihre Verantwortung erinnern. Wir haben da-
    mals bei der Föderalismusreform gemeinsam dafür ge-
    stritten, dass das Kooperationsverbot nicht in die Verfas-
    sungsänderung eingetragen wurde.


    (Dr. Ernst Dieter Rossmann [SPD]: Da können Sie der Regierung ja einen Vorschlag machen!)


    Sie haben das Ganze mitgetragen. Sie haben diese Föde-
    ralismusreform sozusagen verbockt, und jetzt setzen Sie
    sich hin und lassen Ihre Länder gegen die jeweilige Bun-
    desregierung anlaufen, um zu versuchen, etwas zu blo-
    ckieren, was hier in Berlin passiert.

    Das geschieht auf dem Rücken der Kinder. Sie sollten
    sich endlich Ihrer Verantwortung bewusst sein. Die Län-
    der wollten die Bildungshoheit, sie haben sie bekommen
    – übrigens gegen die Stimmen von Frau Pieper und mir;
    wir waren immer anderer Meinung –, und jetzt erfüllen
    Sie sie bitte schön. Setzen Sie das Geld für diejenigen
    ein, die gerne ein höheres BAföG haben wollen, ver-
    kämpfen Sie sich nicht in dem Bereich, indem Sie sagen,
    Stipendien seien etwas Schreckliches, und prügeln Sie
    nicht auf die Leistungsstarken dieser Gesellschaft ein!


    (Dagmar Ziegler [SPD]: Das ist doch unverschämt!)


    Der Unterschied zwischen Ihnen und uns ist, dass wir
    Leistung in diesem Lande fördern wollen. Das werden
    wir tun.


    (Dagmar Ziegler [SPD]: Dann fangen Sie doch einmal an!)


    Dafür nehmen wir das Geld in die Hand, und wir werden
    dafür sorgen, dass jeder unabhängig von seiner Herkunft
    auch das tun kann, was er sollte.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Wir werden Ihnen im Laufe der kommenden Beratungen
    zeigen, wie wir das Titel für Titel weiter fortführen wer-
    den.


    (Beifall bei der FDP – Dagmar Ziegler [SPD]: Das Märchen hat ein Ende! – Kai Gehring [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Ein Plus für die Stromindustrie!)




Rede von Katrin Dagmar Göring-Eckardt
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Das Wort hat die Kollegin Dr. Rosemarie Hein für die

Fraktion Die Linke.


(Beifall bei der LINKEN)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Dr. Rosemarie Hein


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (None)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (DIE LINKE.)


    Danke schön. – Frau Präsidentin! Meine verehrten

    Kolleginnen und Kollegen! Während der Sommertour
    bin ich durch meinen Wahlkreis Magdeburg und den
    Bördekreis gefahren


    (Zuruf von der CDU/CSU: Nur im Sommer?)


    u
    r
    v
    d
    f
    h

    v
    d
    p
    z

    V
    i
    i
    g
    r
    h
    n

    W
    ti
    p
    d
    s
    t
    w
    b
    i
    z
    c
    e
    ü
    n

    k
    t

    S
    F

    z

    D
    w
    o
    o
    b
    k
    W

    (C (D nd habe nachgefragt, wie die Programme der Bundesegierung in der Praxis ankommen und was man sich daon verspricht. So habe ich nach den angekündigten Bilungsbündnissen gefragt. Dann sah ich in ungläubig ragende Gesichter: Davon habe man noch nie etwas geört. Das brachte mich darauf, nachzuschauen, was aus den ielen vollmundigen Ankündigungen der Bundesbilungsministerin geworden ist. Frau Ziegler hat schon ein aar Dinge genannt. Ich möchte noch ein paar dazuseten; hier also die besten acht: on den Zukunftskonten, dem Bausparen in der Bildung, st nichts mehr zu hören. Die Weiterbildungsallianz ist m Haushalt 2011 nicht mehr erwähnt, möglicherweise escheitert. Das BAföG-Gesetz – Sie haben gerade daüber gesprochen – ist mit seiner bescheidenen Erhöung – nicht mit seiner starken Erhöhung – im Moment och im Vermittlungsausschuss gefangen. (Tankred Schipanski [CDU/CSU]: Aber nicht wegen der Koalition, sondern wegen der SPD!)


    (Heiterkeit bei der SPD)


    ir wissen nicht, ob es da wieder herauskommt. Das na-
    onale Stipendienprogramm, das jetzt „Deutschlandsti-
    endium“ heißen soll, war mit 280 Millionen Euro dotiert;
    as haben Sie auf 26 Millionen Euro zusammenge-
    chrumpft. Die vorgesehenen Mittel für die Bildungsket-
    en wurden nur zur Hälfte abgerufen. Wie denn auch,
    enn man sie nicht kennt? Für die lokalen Bildungs-
    ündnisse gibt es noch heute kein Konzept; sie tauchen
    m Haushalt inzwischen nicht mehr auf. Das Programm
    ur Sicherung von Ausbildungsplätzen in strukturschwa-
    hen Regionen, von der Koalition im vergangenen Jahr
    ingefordert, ist ganz verschwunden. Auch das Gesetz
    ber die Anerkennung ausländischer Abschlüsse ist noch
    icht in Sicht.


    (Tankred Schipanski [CDU/CSU]: Ist in Arbeit!)


    In aller Munde ist allerdings jetzt die Bildungschip-
    arte, das Sommerlochmärchen der Bundesarbeitsminis-
    erin.


    (Beifall bei der LINKEN, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    ie hat immerhin schon Eingang in Satiresendungen des
    ernsehens gefunden.

    Insgesamt ist das Fazit des Haushaltsjahres 2010 eine
    iemlich große bildungspolitische Pleite.


    (Beifall bei der LINKEN)


    er Haushalt 2011 lässt nicht hoffen, dass es besser
    ird. So finden sich an vielen wichtigen Stellen mehr
    der weniger massive Kürzungen, etwa bei der Berufs-
    rientierung, bei der Förderung überbetrieblicher Aus-
    ildungsstätten – zwei Ihrer Flaggschiffe –, bei der Stär-
    ung der Leistungsfähigkeit im Bildungswesen, bei der
    eiterbildung. Ja, selbst noch bei vergleichbar kleinen





    Dr. Rosemarie Hein


    (A) )


    )(B)

    Summen wie der kulturellen Bildung wird gekürzt, und
    das in Relation ganz schön kräftig.

    Insgesamt werden bei allgemeiner und beruflicher
    Bildung gegenüber dem Haushalt 2010 27 Prozent ein-
    gespart. Meine Damen und Herren, das ist mehr als ein
    Viertel. Das müssen Sie den Leuten einmal erklären.


    (Beifall bei der LINKEN)


    Wenn man dann noch in Betracht zieht, dass die Mit-
    tel für die berufliche Qualifizierung, die über die Bun-
    desagentur für Arbeit ausgereicht werden, mit dem be-
    schlossenen Sparpaket ebenfalls gekürzt werden, dann
    verschärft das die Situation bei der Weiterbildung einmal
    mehr. Das retten Sie weder mit Bildungslotsen noch mit
    der Chipkarte.

    Eine der wenigen Positionen, die tatsächlich wächst,
    ist der Posten der Erstattung von Kreditausfällen bei der
    KfW-Bank. Hier erwartet man gegenüber dem Jahr 2009
    mehr als eine Verdoppelung. Hat sich eigentlich einmal
    jemand gefragt, warum das so ist?


    (Tankred Schipanski [CDU/CSU]: Das ist aber nicht im Einzelplan 30!)


    Kann es nicht sein, dass Ausbildung und Studium
    extrem unterfinanziert sind? Wäre es nicht gescheiter,
    die verschwundenen circa 250 Millionen Euro aus dem
    Stipendienprogramm, die Sie dafür eingeplant hatten, für
    eine vernünftige Ausfinanzierung des BAföG zu ver-
    wenden?


    (Beifall bei der LINKEN, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    „Bei der Bildung wird nicht gekürzt“ – das haben Sie
    noch beim Sparpaket gesagt. Wir haben Ihnen das schon
    damals nicht geglaubt. Es wird aber noch schlimmer: Sie
    kürzen nicht nur heute, Sie legen auch später nichts
    drauf.

    Schon für die Stärkung der Leistungsfähigkeit im Bil-
    dungswesen planen Sie 23 Millionen Euro weniger als
    im vergangenen Jahr ein. Aber Sie planen auch weniger
    für die kommenden Jahre. Die Verpflichtungsermächti-
    gungen im Haushalt 2010 betrugen noch 1,6 Milliarden
    Euro. Jetzt stehen da noch 205 Millionen Euro. Das ist
    schon ein gewaltiger Unterschied.

    Alles in allem ist Ihr Haushalt kein geeignetes Mittel,
    die wichtigsten Defizite im Bildungssystem in irgendei-
    ner Weise zu beheben, auch dort nicht, wo Sie handeln
    dürften.

    So steht zu befürchten, dass einige der geschröpften
    Vorhaben zur Finanzierung der Bildungschipkarte die-
    nen. Diese soll nun zum Instrument des notwendigen
    Nachteilsausgleichs in der Bildung werden: Nachhilfe
    durch private Anbieter statt mehr Geld für bessere Schu-
    len. Sollen immer mehr private Bildungsträger retten,
    was eigentlich die öffentliche Aufgabe im Rahmen der
    Schulpflicht wäre? Sollen Eltern und Kinder künftig ent-
    scheiden, was ihnen wichtiger ist: das Mittagessen, der
    Nachhilfeunterricht, das Erlernen eines Musikinstru-
    mentes oder das Schwimmbad? Wissen Sie eigentlich,
    was Musikunterricht kostet? Haben Sie eine Ahnung da-

    v
    t
    f
    K
    D
    n

    w
    v
    F
    b
    w

    v
    b
    k
    c
    g
    k
    m
    d
    k

    r
    z
    b
    t
    S

    N

    r
    t
    n
    g
    r

    h
    d
    u
    k
    r

    (C (D on? Können Sie mir sagen, wie viele Wochen Musikunerricht man sich mit der Bildungskarte kaufen kann? Ich ürchte, Sie haben von den realen Lebensumständen von indern und Jugendlichen in diesem Lande, vor allen ingen aus benachteiligten Familien, keine blasse Ahung mehr. (Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Die Chipkarte soll durch die Jobcenter ausgegeben
    erden. Sind künftig die Jobcenter auch für die Bildung
    on Kindern und Jugendlichen zuständig? Die Rede von
    rau Flach lässt darauf schließen. Dann frage ich ganz
    estürzt: Wollen Sie das Bildungsministerium irgend-
    ann ganz schließen?


    (Beifall bei der LINKEN)


    Einer der erschreckendsten Befunde der im Sommer
    eröffentlichten OECD-Studie zur beruflichen Bildung,
    ei der die Bundesrepublik ansonsten recht gut weg-
    ommt, ist die Tatsache, dass ein Drittel der Jugendli-
    hen, die keinen gymnasialen Bildungsweg eingeschla-
    en haben, im Berufsübergangssystem landet, also
    einen regulären dualen Ausbildungsplatz erhält. Wie,
    eine Damen und Herren von der Koalition, wollen Sie

    as ändern? Mit diesem Haushalt leisten Sie jedenfalls
    einen Beitrag dazu.


    (Beifall bei der LINKEN sowie des Abg. Dr. Ernst Dieter Rossmann [SPD])


    Dagegen wäre einiges anders und besser zu finanzie-
    en, gäbe es nicht das unsägliche Kooperationsverbot
    wischen Bund und Ländern in der Bildung. Darum blei-
    en wir dabei und fordern immer wieder: Das Koopera-
    ionsverbot muss weg. Fangen Sie endlich an und legen
    ie eine vernünftige Initiative dazu vor!

    Danke schön.


    (Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten der SPD)