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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 17/47 DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin BMFSFJ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kathrin Vogler (DIE LINKE) . . . . . . . . . . Dr. Hans-Peter Bartels (SPD) . . . . . . . . . . . . . Florian Bernschneider (FDP) . . . . . . . . . . . . . Kai Gehring (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. h. c. Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . Dorothee Bär (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Hans-Peter Bartels (SPD) . . . . . . . . . . DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrich Lange (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Uwe Beckmeyer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Werner Simmling (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . Sabine Leidig (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister BMVBS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Anton Hofreiter (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sabine Leidig (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Uwe Beckmeyer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister 4821 B 4822 B 4823 D 4824 D 4826 C 4827 C 4828 A 4829 A 4829 D 4832 D 4834 B 0000 A4835 C 4836 C 4837 C 4839 A 4842 B 4842 C 4842 D Deutscher B Stenografisch 47. Sitz Berlin, Freitag, den I n h a l Tagesordnungspunkt 26: Erste Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und der FDP eingebrachten Ent- wurfs eines Gesetzes zur Änderung wehr- und zivildienstrechtlicher Vorschriften 2010 (Wehrrechtsänderungsgesetz 2010 – WehrRÄndG 2010) (Drucksache 17/1953) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, Bundesminister BMVg . . . . . . . . . . . . . . . Rainer Arnold (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Elke Hoff (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Paul Schäfer (Köln) (DIE LINKE) . . . . . . . . . Agnes Malczak (BÜNDNIS 90/ T a b D 4815 A 4815 B 4817 A 4818 C 4819 C Markus Grübel (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Sönke Rix (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4830 D 4831 D undestag er Bericht ung 11. Juni 2010 t : agesordnungspunkt 27: ) Antrag der Abgeordneten Dr. Anton Hofreiter, Winfried Hermann, Bettina Herlitzius, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Durch eine neue Investitionspolitik zu mehr Verkehr auf der Schiene (Drucksache 17/1988) . . . . . . . . . . . . . . . ) Antrag der Abgeordneten Sabine Leidig, Herbert Behrens, Thomas Lutze, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Grundlegende Neuausrichtung der Ver- kehrsinvestitionspolitik für Klima- und Umweltschutz, Barrierefreiheit, soziale Gerechtigkeit und neue Arbeitsplätze (Drucksache 17/1971) . . . . . . . . . . . . . . . r. Anton Hofreiter (BÜNDNIS 90/ 4832 C 4832 C BMVBS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Martin Burkert (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4843 A 4843 D II Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 47. Sitzung. Berlin, Freitag, den 11. Juni 2010 Patrick Döring (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ralph Lenkert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Uwe Beckmeyer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . Gustav Herzog (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Matthias Lietz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 28: Zweite und dritte Beratung des von der Bun- desregierung eingebrachten Entwurfs eines Sechsten Gesetzes zur Änderung des Film- förderungsgesetzes (Drucksachen 17/1292, 17/1938) . . . . . . . . . . Wolfgang Börnsen (Bönstrup) (CDU/CSU) . . Angelika Krüger-Leißner (SPD) . . . . . . . . . . Dr. Claudia Winterstein (FDP) . . . . . . . . . . . . Kathrin Senger-Schäfer (DIE LINKE) . . . . . . Claudia Roth (Augsburg) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dorothee Bär (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Burkhardt Müller-Sönksen (FDP) . . . . . . . . . Marco Wanderwitz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 29: a) Große Anfrage der Abgeordneten Ulrich Kelber, Marco Bülow, Rolf Hempelmann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der SPD: Verlängerung von Restlaufzei- ten von Atomkraftwerken – Auswir- kungen auf die Entwicklung des Wett- bewerbs auf dem Strommarkt und auf den Ausbau der Erneuerbaren Ener- gien (Drucksache 17/832) . . . . . . . . . . . . . . . . . b) Antrag der Abgeordneten Ulrich Kelber, Marco Bülow, Rolf Hempelmann, weite- rer Abgeordneter und der Fraktion der SPD: Laufzeitverlängerung nicht mehr durchsetzbar – Energiekonzept neu jus- tieren – Energiepolitische Bremse lösen (Drucksache 17/1980) . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Thomas Bareiß (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Dorothée Menzner (DIE LINKE) . . . . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sylvia Kotting-Uhl (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . M S F M K J D J T B s t K o S F R ( P K D M D P T a b D R W 4845 A 4845 C 4846 D 4847 C 4848 D 4850 A 4850 B 4851 C 4853 B 4854 A 4855 A 4856 A 4856 D 4857 C 4858 D 4858 D 4859 A 4860 B 4861 C 4862 C 4863 C ichael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . ylvia Kotting-Uhl (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ranz Obermeier (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . arco Bülow (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . laus Breil (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ens Koeppen (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . r. Hermann Ott (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ens Koeppen (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . agesordnungspunkt 30: eschlussempfehlung und Bericht des Aus- chusses für Arbeit und Soziales zu dem An- rag der Abgeordneten Matthias W. Birkwald, laus Ernst, Heidrun Dittrich, weiterer Abge- rdneter und der Fraktion DIE LINKE: Zur tabilisierung des Rentenniveaus: Riester- aktor streichen – Keine nachholenden entendämpfungen vornehmen Drucksachen 17/1145, 17/1804) . . . . . . . . . . eter Weiß (Emmendingen) (CDU/CSU) . . . atja Mast (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Heinrich L. Kolb (FDP) . . . . . . . . . . . . . . atthias W. Birkwald (DIE LINKE) . . . . . . . r. Wolfgang Strengmann-Kuhn (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . . . aul Lehrieder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . agesordnungspunkt 31: ) Antrag der Fraktionen SPD und BÜND- NIS 90/DIE GRÜNEN: Evaluierung der deutschen Beteiligung an ISAF und des deutschen und internationalen Engage- ments für den Wiederaufbau Afghanis- tans seit 2001 (Drucksache 17/1964) . . . . . . . . . . . . . . . ) Antrag der Abgeordneten Burkhard Lischka, Karin Roth (Esslingen), Dr. Sascha Raabe, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der SPD: Stärkung der humanitären Lage in Afghanistan und der partnerschaftli- chen Kooperation mit Nichtregierungs- organisationen (Drucksache 17/1965) . . . . . . . . . . . . . . . r. h. c. Gernot Erler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . oderich Kiesewetter (CDU/CSU) . . . . . . . . olfgang Gehrcke (DIE LINKE) . . . . . . . . . 4864 D 4865 A 4865 C 4866 D 4868 A 4869 A 4870 C 4871 A 4871 C 4871 C 4873 A 4874 B 4875 C 4876 B 4877 A 4878 C 4878 D 4879 A 4880 B 4881 C Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 47. Sitzung. Berlin, Freitag, den 11. Juni 2010 III Dr. Bijan Djir-Sarai (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Frithjof Schmidt (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Holger Haibach (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Omid Nouripour (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Sascha Raabe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . Anlage 2 Amtliche Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4882 B 4883 C 4884 B 4885 B 4885 D 4886 C 4887 A 4887 D Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 47. Sitzung. Berlin, Freitag, den 11. Juni 2010 4815 (A) ) )(B) 47. Sitz Berlin, Freitag, den Beginn: 9.0
  • folderAnlagen
    Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 47. Sitzung. Berlin, Freitag, den 11. Juni 2010 4887 (A) ) )(B) sierung der Finanzmärkte befördern. Dr. Röttgen, Norbert CDU/CSU 11.06.2010 setzgeberischen Maßnahmen muss es sein, einen unabhängigen, transparenten und objektivierten Rating- prozess zu gewährleisten, dessen Ergebnisse zu einer nachhaltigen und effizienten Allokation der finanziellen Ressourcen beitragen und auf diese Weise eine Stabili- Polenz, Ruprecht CDU/CSU 11.06.2010 Remmers, Ingrid DIE LINKE 11.06.2010 Anlage 1 Liste der entschuldigt A 2 A n – – ß 2 1 z V r l Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Beck (Köln), Volker BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 11.06.2010 Bender, Birgitt BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 11.06.2010 Bluhm, Heidrun DIE LINKE 11.06.2010 Bosbach, Wolfgang CDU/CSU 11.06.2010 Drobinski-Weiß, Elvira SPD 11.06.2010 Gerdes, Michael SPD 11.06.2010 Glos, Michael CDU/CSU 11.06.2010 Göring-Eckardt, Katrin BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 11.06.2010 Goldmann, Hans- Michael FDP 11.06.2010 Groschek, Michael SPD 11.06.2010 Dr. Harbarth, Stephan CDU/CSU 11.06.2010 Hasselfeldt, Gerda CDU/CSU 11.06.2010 Haustein, Heinz-Peter FDP 11.06.2010 Hempelmann, Rolf SPD 11.06.2010 Herlitzius, Bettina BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 11.06.2010 Höfken, Ulrike BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 11.06.2010 Juratovic, Josip SPD 11.06.2010 Kopp, Gudrun FDP 11.06.2010 Kunert, Katrin DIE LINKE 11.06.2010 Lühmann, Kirsten SPD 11.06.2010 Lutze, Thomas DIE LINKE 11.06.2010 Piltz, Gisela FDP 11.06.2010 D S S S D D W D Z Z A (C (D Anlagen zum Stenografischen Bericht en Abgeordneten nlage 2 Amtliche Mitteilungen Der Bundesrat hat in seiner 871. Sitzung am 4. Juni 010 beschlossen, zu den nachstehenden Gesetzen einen ntrag gemäß Artikel 77 Absatz 2 des Grundgesetzes icht zu stellen: Zweites Gesetz zur Änderung des Vorläufigen Ta- bakgesetzes Ausführungsgesetz zur Verordnung (EG) Nr. 1060/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 über Rating- agenturen (Ausführungsgesetz zur EU-Ratingver- ordnung) Der Bundesrat hat ferner die nachstehende Entschlie- ung gefasst: Der Bundesrat sieht in der Verordnung (EG) Nr. 1060/ 009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 6. September 2009 über Ratingagenturen und dem hier ur Beratung stehenden Ausführungsgesetz zu dieser erordnung einen wichtigen, aber bei weitem nicht aus- eichenden ersten Schritt zu einer angemessenen Regu- ierung von Ratingagenturen. Ziel der notwendigen ge- r. Schäuble, Wolfgang CDU/CSU 11.06.2010 chmidt (Fürth), Christian CDU/CSU 11.06.2010 cholz, Olaf SPD 11.06.2010 üßmair, Alexander DIE LINKE 11.06.2010 r. Tackmann, Kirsten DIE LINKE 11.06.2010 r. Westerwelle, Guido FDP 11.06.2010 icklein, Andrea SPD 11.06.2010 r. Wiefelspütz, Dieter SPD 11.06.2010 apf, Uta SPD 11.06.2010 immermann, Sabine DIE LINKE 11.06.2010 bgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich 4888 Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 47. Sitzung. Berlin, Freitag, den 11. Juni 2010 (A) ) )(B) Der Bundesrat fordert die Bundesregierung daher auf, a) die Regulierung von Ratingagenturen weiter zu ver- bessern, vor allem indem die Abhängigkeit der Ra- tingagenturen von ihren Auftraggebern verringert wird, indem die wirtschaftliche und finanzielle Ver- flechtung von Ratingagenturen und Finanzmarkt- akteuren ausgeschlossen wird und indem mögliche Marktmanipulationen durch die Finanzdienstleis- tungsaufsicht nicht nur strenger kontrolliert, sondern – wenn nötig – auch geahndet werden können. b) die Gründung einer Europäischen Ratingagentur zu befördern, deren Ratings, etwa von europäischen Staatsanleihen, nicht nur allein den Grundsätzen der Unabhängigkeit, Transparenz und Objektivität gehor- chen sollten, sondern auch für aufsichtsrechtliche Zwecke maßgeblich sein sollten. Dieses ist auch er- forderlich, um die Marktmacht einiger weniger Agen- turen zu brechen. c) die Anbindung aufsichtsrechtlicher Regelungen an Ra- tings, wie sie etwa für Kreditinstitute, Wertpapierfir- men, Versicherungsunternehmen oder Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung bei der Berechnung ihrer gesetzlichen Eigenkapitalanforderungen oder der Berechnung der Risiken ihres Anlagegeschäfts gilt, so zu überarbeiten, dass die prozyklischen, spe- kulationsfördernden und tendenziell systemgefähr- denden automatischen Wirkungen von Herabstufun- gen erheblich verringert werden. d) den Anleger- und Verbraucherschutz als eigenständi- ges Ziel zu verfolgen und eine verbraucherorientierte Überwachung von Finanzprodukten sicherzustellen und gesetzliche Regelungen einzuführen, die es den Verbraucherinnen und Verbrauchern ermöglichen, das Risiko von Finanzprodukten adäquat einzuschätzen. Begründung: Ratingagenturen erfüllen in den modernen Volkswirt- schaften eine wichtige Funktion. Verlässliche Ratings erlauben es den Marktteilnehmern, insbesondere auch den Verbraucherinnen und Verbrauchern, das Risiko von Finanzprodukten einzuschätzen und fundierte Anlage- und Finanzentscheidungen zu treffen. Das Vertrauen in die Verlässlichkeit der Ratings aber war, wie die Finanz- und Wirtschaftskrise gezeigt hat, allzu oft nicht gerechtfertigt. Die Ratingagenturen ha- ben dadurch entscheidend zu einer Verschärfung der Krise beigetragen. Ursachen dieser Fehlentwicklung waren unzutref- fende Modellannahmen, Interessenskonflikte, falsche Anreize, fehlender Wettbewerb und mangelnde Kon- trolle. Um hier dauerhaft und nachhaltig Abhilfe zu schaffen, ist eine Doppelstrategie vonnöten. Zum ei- nen muss die Regulierung der Ratingagenturen ver- bessert werden. Dabei ist insbesondere sicherzustel- len, dass Ratingentscheidungen nicht im Sinne der Auftraggeber verzerrt oder sogar – im schlimmsten Fall – manipuliert werden. Zum anderen sollte eine Europäische Ratingagentur eingerichtet werden, de- ren Ratings, beispielsweise von Anleihen europäi- scher Staaten, Ergebnis eines unabhängigen, transpa- renten und objektivierten Ratingprozesses und – m S z m U n (C (D insofern auch für die entsprechenden aufsichtsrechtli- chen Regelungen maßgeblich sein sollten. Es kann allerdings nicht die Aufgabe einer solchen Europäischen Ratingagentur sein, für alle angebote- nen Finanzprodukte Ratings bereitzustellen. Nicht zu- letzt deshalb ist es erforderlich, dass die allgemeine Anbindung aufsichtsrechtlicher Regelungen an Ra- tings überarbeitet wird. Deshalb ist es aber auch erfor- derlich, dass eine verbraucherorientierte Überwa- chung von Finanzprodukten stattfindet. Es muss gewährleistet sein, dass Informationen über Finanz- produkte, die sich an private Anleger richten, einfach und verständlich sind, eine Vergleichbarkeit mit Kon- kurrenzprodukten erlauben und es den Verbraucherin- nen und Verbrauchern ermöglichen, das Risiko von Finanzprodukten adäquat einzuschätzen. Erstes Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Er- richtung einer Stiftung „Deutsches Historisches Museum“ Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben itgeteilt, dass der Ausschuss gemäß § 80 Absatz 3 atz 2 der Geschäftsordnung von einer Berichterstattung u der nachstehenden Vorlage absieht: Auswärtiger Ausschuss – Unterrichtung durch die deutsche Delegation in der Inter- parlamentarischen Union 121. Versammlung der Interparlamentarischen Union vom 18. bis 21. Oktober 2009 in Genf, Schweiz – Drucksachen 17/647, 17/1485 Nr. 1 – Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Tech- nikfolgenabschätzung (18. Ausschuss) gemäß § 56a der Geschäftsordnung Technikfolgenabschätzung (TA) Transgenes Saatgut in Entwicklungsländern – Erfah- rungen, Herausforderungen, Perspektiven – Drucksachen 16/13874, 17/591 Nr. 1.22 – Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben itgeteilt, dass der Ausschuss die nachstehenden nionsdokumente zur Kenntnis genommen oder von ei- er Beratung abgesehen hat. Haushaltsausschuss Drucksache 17/1492 Nr. A.16 Ratsdokument 7275/10 Ausschuss für Wirtschaft und Technologie Drucksache 17/178 Nr. A.22 Ratsdokument 15461/09 Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Drucksache 17/592 Nr. A.5 Ratsdokument 5056/10 47. Sitzung Berlin, Freitag, den 11. Juni 2010 Inhalt: Redetext Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Anlage 2
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Dr. h.c. Gernot Erler


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen!

    Vor dreieinhalb Monaten, am 26. Februar 2010, hat der
    Deutsche Bundestag einem neuen Afghanistan-Mandat
    zugestimmt. Vorausgegangen war ein intensiver Diskus-
    sionsprozess – ganz besonders auch bei den Sozialdemo-
    kraten. Unsere Vorschläge sind damals von der Regie-
    rungskoalition weitgehend übernommen worden und in
    das neue Afghanistan-Mandat eingeflossen.

    Wichtigste Punkte waren dabei: Neufestsetzung der
    Prioritäten auf die Ausbildung von afghanischen Sicher-
    heitskräften – sowohl Polizei als auch Soldaten – durch
    eine Erhöhung der Ausbildungskapazitäten mit dem
    Ziel, dass die afghanischen Sicherheitskräfte so rasch
    wie möglich selber in den Stand versetzt werden, sich
    gegen die Aufständischen zu verteidigen; Erstellung ei-
    nes Stufenplans zum Abzug aus Afghanistan mit einer
    ersten Übergabe von einzelnen Distrikten in die Verant-
    wortung Afghanistans ab 2011 und einem Abschluss
    möglichst in einem Zeitkorridor zwischen 2013 und
    2015; Verdoppelung der zivilen Anstrengungen für den
    Aufbau, damit die Bevölkerung mehr Vertrauen in die
    eigene Zukunft gewinnt; Verbesserung der Regierungs-
    führung in Kabul, um eine größere Zustimmung der ei-
    genen Bevölkerung zu erreichen – nach der Londoner
    Afghanistan-Konferenz sollte eine Afghanistan-Konfe-
    renz in Kabul stattfinden, auf der entsprechende Krite-
    rien und Zwischenschritte verbindlich vereinbart werden
    sollten –; schließlich verstärkte Unterstützung des inter-
    nen Versöhnungs- und Wiedereingliederungsprozesses,
    für den auch erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung
    gestellt werden und wozu die Ende Mai in Kabul stattge-
    fundene Friedensjirga einen entsprechenden Beitrag ge-
    leistet hat.

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, diese erheblichen
    Veränderungen des Einsatzkonzeptes sind auf der Lon-
    doner Afghanistan-Konferenz auf breite Zustimmung
    gestoßen. Parallel dazu hat auch die amerikanische Re-
    gierung erhebliche Veränderungen an ihrem Afghanis-
    tan-Konzept vorgenommen. All das kommt aber nicht
    von ungefähr. So viel ändert man nur, wenn das bishe-
    rige Konzept zu wenig erfolgreich war, wenn also ein
    entsprechender Druck entstanden ist, das eigene Vorge-
    hen kritisch zu überprüfen. Das war in der Tat der Fall
    und sichtbar an der erschreckenden Zunahme von soge-
    nannten sicherheitsrelevanten Zwischenfällen, deren
    Anzahl allein im Jahr 2009 im ganzen Land um
    80 Prozent gestiegen ist – in den Nordprovinzen in
    Afghanistan sogar um 300 Prozent –, sichtbar an den zu-
    nehmenden Verlusten von afghanischen und internatio-
    nalen Sicherheitskräften, aber auch sichtbar an den
    wachsenden Vertrauenslücken zwischen der afghani-
    schen Bevölkerung und der afghanischen Führung; diese
    erkennt man insbesondere an der Tatsache, dass die Un-
    terstützung für die Aufständischen leider nicht abnimmt,
    sondern in bestimmten Regionen sogar zunimmt.

    Das ist nach der Afghanistan-Konferenz in London
    aufgrund der zögerlichen Regierungsbildung von Präsi-
    dent Karzai und der mehrfachen Verschiebung dieser
    wichtigen Afghanistan-Konferenz in Kabul auch nicht
    besser geworden. Sie sollte erst im Mai und dann im Juni

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    (C (D tattfinden. Jetzt können wir nur hoffen, dass sie im Juli atsächlich stattfinden wird. Ausbleibende Erfolge des Afghanistan-Einsatzes eröhen auch die Kritik und Skepsis im eigenen Land. Das ird in den Umfragen in der deutschen Öffentlichkeit eutlich sichtbar. All das muss uns klarmachen, worin in dieser Situaion unsere Verantwortung liegt. Wir haben im Februar onzeptionelle Veränderungen und neue Prioritätensetungen vorgenommen. Wir haben aber in der Verganenheit die Erfahrung gemacht, dass viele gute Ansätze nd Pläne an mangelnder oder fehlerhafter Umsetzung or Ort gescheitert sind. Wir wissen, dass der Preis sehr och wäre, wenn uns das im Rahmen des Neuansatzes rneut passieren würde. Die Konsequenz daraus ist, dass wir nicht einfach abarten können, was am Ende bei den von uns gefassten eschlüssen zur Veränderung des Mandates herausommt. Wir müssen vielmehr seitens des Bundestages en gesamten Afghanistan-Einsatz einer systematischen nd regelmäßigen Untersuchung unterziehen. Genau das at der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier n unserer Debatte am 26. Februar hier gefordert und anekündigt, dass wir dazu einen entsprechenden Vorchlag vorlegen werden. Mit dem gemeinsamen Antrag von SPD und ündnis 90/Die Grünen zur Evaluierung der deutschen eteiligung an ISAF und des deutschen und internatioalen Engagements für den Wiederaufbau Afghanistans eit 2001 haben wir diese Ankündigung wahrgemacht. ieser Antrag zielt auf eine wissenschaftlich fundierte valuierung der Umsetzung unserer eigenen Beschlüsse, ei der wir auch auf Expertise von außen angewiesen ind. Diese Expertise gibt es. Sie ist wertvoll und wichig für uns. Sie besteht in den Erfahrungen und vor Ort ewonnenen Erkenntnissen von Experten, Aktivisten nd Mitgliedern engagierter Nichtregierungsorganisatioen und der Zivilgesellschaft. Wir müssen so vorgehen, damit wir nicht in einigen onaten womöglich erneut und ohne Vorwarnung vor ollendeten bzw. nicht vollendeten Tatsachen stehen und amit wir jederzeit die Möglichkeit zur Nachsteuerung nd Feinjustierung unserer eigenen Beschlüsse haben, enn rote Lampen aufleuchten, was die Umsetzung aneht, und damit wir eine sichere Grundlage für eine neurliche Debatte über dieses Mandat haben, welche ohne weifel kommen wird – vielleicht schneller als erwartet. Deshalb wollen wir nicht auf ein irgendwann vorzuleendes Gutachten warten; vielmehr fordern wir in unseem Antrag, dass der Deutsche Bundestag eine Kommision einsetzt, die die gesamte Evaluierungsaufgabe egleitet. Sie soll den Kontakt mit den Experten und enagierten Truppen von außen halten und im Abstand von rei bis vier Monaten Zwischenergebnisse vorlegen. Liebe Kolleginnen und Kollegen von den Koalitionsraktionen, es ist bedauerlich, dass Sie die Möglichkeit, uf der Basis dieses Antrags zügig zu einem gemeinsaen Ergebnis zu kommen, nicht genutzt haben. Wir ha en Ihnen das alles am 18. Mai zugeleitet. Es ist schade, Dr. h. c. Gernot Erler )


    (A)





    (A) )

    weil dadurch die Chance, dass wir weiter gemeinsam die
    Verantwortung tragen, nicht in dem Maße genutzt wird,
    wie es möglich gewesen wäre.

    Aber wir haben quasi unmittelbar vor unserer Debatte
    erfahren, dass Sie sich einer intensiven und wissen-
    schaftlich fundierten Begleitung des Strategiewechsels
    im Afghanistan-Einsatz nicht völlig versperren wollen.
    Das begrüßen wir selbstverständlich. Allerdings helfen
    uns dabei Hinweise auf die ohnehin bestehenden Be-
    richtspflichten der Bundesregierung und Kontrollrechte
    des Bundestages nicht wirklich weiter. Für uns ist es
    wichtig, dass wir bei der Bewertung und Begleitung der
    Umsetzung der neuen Strategie zu belastbaren Kriterien,
    sogenannten Benchmarks, kommen. Dabei brauchen wir
    auch die wissenschaftliche Expertise von außen.


    (Beifall bei Abgeordneten der SPD)


    Darüber sollten wir in allernächster Zeit reden. Wir
    haben Ihr Angebot so verstanden, dass Sie dazu bereit
    sind. Deswegen macht es Sinn, dass wir jetzt die beiden
    Anträge an die Ausschüsse überweisen, damit wir die
    Zeit dort nutzen können, um zu prüfen, ob wir zu ge-
    meinsamen Ergebnissen kommen können. Ich glaube,
    das wäre im Sinn der Sache.

    Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.


    (Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)




Rede von Petra Pau
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (DIE LINKE.)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (DIE LINKE.)

Das Wort hat der Kollege Roderich Kiesewetter für

die Unionsfraktion.


(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Roderich Kiesewetter


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Frau Präsidentin! Meine lieben Kolleginnen und Kol-

    legen! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist schon er-
    freulich, wenn ein Brückenschlag stattfindet, auch wenn
    er etwas verklausuliert formuliert wurde. Nicht nur, weil
    wir als Bundestag den ISAF-Einsatz unserer Streitkräfte
    zum zehnten Mal nacheinander verlängert haben, sind
    wir uns einig, was die Bilanzierung der deutschen ISAF-
    Beteiligung angeht. Wir brauchen dazu die vor Ort vor-
    liegenden Informationen. Auch in London sind die Be-
    wertungen des COMISAF und ziviler Organisationen
    mit eingeflossen. Wir müssen wissen, was die internatio-
    nale Gemeinschaft sagt. Wir wollen einen ganzheitlichen
    sicherheitspolitischen Ansatz, also zivile und militäri-
    sche Erkenntnisse vor Ort mitverwerten.

    Aber eine Evaluierung ist nur eine Entscheidungs-
    hilfe. Sie nimmt uns die politische Entscheidung nicht
    ab. Evaluierung ist nie ein Selbstzweck, sondern es geht
    um die Umsetzung unserer zentralen Sicherheitsinteres-
    sen. Wir sollten deshalb erst einmal die Auswirkungen
    der Umsetzung der in London beschlossenen neuen Stra-
    tegie abwarten. Dabei dürfen wir unser Ziel nicht außer
    Acht lassen, nämlich die Übergabe in Verantwortung.
    Diese kann nur stattfinden, wenn die Sicherheit und Sta-
    bilität vor Ort selbsttragend sind.

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    (C (D Nebenbei gesagt, es hilft nichts, mit mathematischem alkül geostrategische und regionale Kontexte außer cht zu lassen. Der wesentliche Unterschied zwischen nserer Auffassung und der in Ihrem Antrag vertretenen, err Kollege Erler, liegt darin, dass wir glauben, dass er Bundestag nicht die Aufgabe der Exekutive leisten arf und leisten kann. s ist Aufgabe der Bundesregierung, die wesentlichen enchmarks vorzustellen. Wir als Bundestag wollen die ntsprechenden Informationen. Die Evaluierung kostet ber Zeit und Geld, wenn sie solide und aussagekräftig ein soll. (Katja Mast [SPD]: Alles andere kostet auch Geld!)


    (Zuruf von der FDP: Richtig!)


    Ich möchte zwei Beispiele nennen. In der Entwick-
    ungszusammenarbeit – der Kollege Haibach wird das
    och ansprechen – haben wir zwei Jahre gebraucht, um
    u einem sinnvollen Ergebnis zu kommen. Im Einsatz-
    auptquartier SHAPE der NATO wurde über anderthalb
    ahre an Evaluationskriterien gearbeitet, um dann festzu-
    tellen, was das für Konsequenzen hat. Nun ist diese
    ufgabe nach Afghanistan delegiert worden. Von der
    valuierung dürfen wir uns daher nur Entscheidungshil-

    en erwarten; wir können uns die Entscheidung aber
    icht abnehmen lassen.

    Für uns als Regierungskoalition ist es wichtig, dass
    ir ressortübergreifende Benchmarks für die Umsetzung
    es aktuellen Mandats entwickeln. Dabei geht es um die
    fghanische Armee, aber auch um die afghanische Poli-
    ei und den Fortschritt in anderen Bereichen. Wir sind
    erne zu einer öffentlichen Anhörung unter Beteiligung
    issenschaftlicher Experten bereit. Wir bauen aber auch
    arauf, dass die bewährte jährliche Unterrichtung des
    undestags über die Entwicklung in Afghanistan fortge-

    etzt wird. Das betrifft Regierungsführung, Innenpolitik,
    ustiz, Entwicklung und vor allen Dingen Sicherheit als
    oraussetzung für die Übergabe in Verantwortung.

    Ich möchte aber auch einen Punkt ansprechen, den
    ir Abgeordnete sicher etwas anders sehen als die Re-
    ierung. Die wöchentliche Unterrichtung des Parlaments
    urch das Verteidigungsministerium – eine sehr fleißige
    rbeit – könnte auf eine breitere Basis gestellt werden.
    ir könnten uns durchaus vorstellen, dass unter Beteili-

    ung von AA, BMI und BMZ ein etwas weiter ausgrei-
    ender Bericht vorgelegt wird.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP – Zuruf des Abg. Hans-Christian Ströbele [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])


    Herr Ströbele, als Anfänger ehrt mich ein Zwischenruf
    on Ihnen.

    Die Bundesregierung wird vor Februar 2011 einen
    ericht über die Umsetzung des laufenden Mandats vor-

    egen. Daraus können wir auch den Änderungsbedarf bei
    ünftigen Mandaten entwickeln.

    Aber wir sehen auch Ihren Brückenschlag, und gerade
    ei Auslandseinsätzen sollten wir die Gemeinsamkeiten





    Roderich Kiesewetter


    (A) )


    )(B)

    im Bundestag betonen. Wir sind deshalb sehr dankbar
    für den Briefaustausch zwischen den Koalitionsfraktio-
    nen und den Fraktionen der Antragsteller. Wir stellen es
    uns so vor, dass uns im Sommer 2011, 18 Monate nach
    London, eine Wirkungsanalyse, gerne mit wissenschaft-
    licher Expertise, vorgelegt wird. Zunächst einmal müs-
    sen wir aber die Auswirkungen der Umsetzung der Be-
    schlüsse von London abwarten.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Ihr Vorschlag, einen solchen Bericht bereits Ende des
    Jahres vorzulegen, ist sehr ehrgeizig. Aber das ist so
    kurzfristig nicht wissenschaftlich vernünftig machbar.


    (Zuruf von der FDP: So ist es!)


    Sie wecken damit überzogene Erwartungen.

    Ich möchte gerne, dass wir eine wissenschaftlich va-
    lide und ressortübergreifende Benchmark-Diskussion
    führen. Wir können uns darüber in den anstehenden Ge-
    sprächen verständigen. Unser Angebot, bis zum Sommer
    2011 eine wissenschaftlich begleitete und geprüfte Ana-
    lyse erstellen zu lassen, ist, glaube ich, zielführend. Un-
    ser Interesse besteht darin, dass wir in Vorbereitung der
    Übergabe in Verantwortung, die nächstes Jahr beginnen
    soll, klare Vorgaben haben. Wir laden Sie ein, diesen
    Weg einer systematischen Wirksamkeitsanalyse mitzu-
    gehen. Wir setzen dabei allerdings auf eine bessere, um-
    fassendere und vor allen Dingen ganzheitlichere Unter-
    richtung des Bundestages. Hilfreich wäre auch ein
    Fortschritts- und Mängelbericht. Daneben ist es wichtig,
    dass wir in die Öffentlichkeit wirken. Wir brauchen Ak-
    zeptanz in der Bevölkerung; wir alle wissen, worum es
    geht. Deshalb ist entscheidend, dass wir unsere Kommu-
    nikationsstrategie entsprechend anpassen.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


    Ich fasse zusammen. Evaluierung kann nur begleiten.
    Sie kann uns die Verantwortung nicht abnehmen. Ent-
    scheidend ist, dass wir unsere politische Verantwortung
    behalten und wahrnehmen, aber nicht die Aufgabe der
    Exekutive übernehmen; das ist Sache der Regierung.
    Wir müssen auch auf Kompetenzen vor Ort zurückgrei-
    fen. Wir müssen uns darüber austauschen: Was wollen
    die Afghanen, und was erwarten die Afghanen von uns?

    Lassen Sie uns also gemeinsam für eine parlamentari-
    sche Kontrolle durch unser Parlament arbeiten, aber
    nicht für eine exekutivische Durchführung, die wir nicht
    leisten können.

    Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)