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ID1704700300

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 17/47 DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin BMFSFJ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kathrin Vogler (DIE LINKE) . . . . . . . . . . Dr. Hans-Peter Bartels (SPD) . . . . . . . . . . . . . Florian Bernschneider (FDP) . . . . . . . . . . . . . Kai Gehring (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. h. c. Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . Dorothee Bär (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Hans-Peter Bartels (SPD) . . . . . . . . . . DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrich Lange (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Uwe Beckmeyer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Werner Simmling (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . Sabine Leidig (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister BMVBS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Anton Hofreiter (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sabine Leidig (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Uwe Beckmeyer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister 4821 B 4822 B 4823 D 4824 D 4826 C 4827 C 4828 A 4829 A 4829 D 4832 D 4834 B 0000 A4835 C 4836 C 4837 C 4839 A 4842 B 4842 C 4842 D Deutscher B Stenografisch 47. Sitz Berlin, Freitag, den I n h a l Tagesordnungspunkt 26: Erste Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und der FDP eingebrachten Ent- wurfs eines Gesetzes zur Änderung wehr- und zivildienstrechtlicher Vorschriften 2010 (Wehrrechtsänderungsgesetz 2010 – WehrRÄndG 2010) (Drucksache 17/1953) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, Bundesminister BMVg . . . . . . . . . . . . . . . Rainer Arnold (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Elke Hoff (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Paul Schäfer (Köln) (DIE LINKE) . . . . . . . . . Agnes Malczak (BÜNDNIS 90/ T a b D 4815 A 4815 B 4817 A 4818 C 4819 C Markus Grübel (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Sönke Rix (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4830 D 4831 D undestag er Bericht ung 11. Juni 2010 t : agesordnungspunkt 27: ) Antrag der Abgeordneten Dr. Anton Hofreiter, Winfried Hermann, Bettina Herlitzius, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Durch eine neue Investitionspolitik zu mehr Verkehr auf der Schiene (Drucksache 17/1988) . . . . . . . . . . . . . . . ) Antrag der Abgeordneten Sabine Leidig, Herbert Behrens, Thomas Lutze, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Grundlegende Neuausrichtung der Ver- kehrsinvestitionspolitik für Klima- und Umweltschutz, Barrierefreiheit, soziale Gerechtigkeit und neue Arbeitsplätze (Drucksache 17/1971) . . . . . . . . . . . . . . . r. Anton Hofreiter (BÜNDNIS 90/ 4832 C 4832 C BMVBS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Martin Burkert (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4843 A 4843 D II Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 47. Sitzung. Berlin, Freitag, den 11. Juni 2010 Patrick Döring (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ralph Lenkert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Uwe Beckmeyer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . Gustav Herzog (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Matthias Lietz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 28: Zweite und dritte Beratung des von der Bun- desregierung eingebrachten Entwurfs eines Sechsten Gesetzes zur Änderung des Film- förderungsgesetzes (Drucksachen 17/1292, 17/1938) . . . . . . . . . . Wolfgang Börnsen (Bönstrup) (CDU/CSU) . . Angelika Krüger-Leißner (SPD) . . . . . . . . . . Dr. Claudia Winterstein (FDP) . . . . . . . . . . . . Kathrin Senger-Schäfer (DIE LINKE) . . . . . . Claudia Roth (Augsburg) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dorothee Bär (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Burkhardt Müller-Sönksen (FDP) . . . . . . . . . Marco Wanderwitz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 29: a) Große Anfrage der Abgeordneten Ulrich Kelber, Marco Bülow, Rolf Hempelmann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der SPD: Verlängerung von Restlaufzei- ten von Atomkraftwerken – Auswir- kungen auf die Entwicklung des Wett- bewerbs auf dem Strommarkt und auf den Ausbau der Erneuerbaren Ener- gien (Drucksache 17/832) . . . . . . . . . . . . . . . . . b) Antrag der Abgeordneten Ulrich Kelber, Marco Bülow, Rolf Hempelmann, weite- rer Abgeordneter und der Fraktion der SPD: Laufzeitverlängerung nicht mehr durchsetzbar – Energiekonzept neu jus- tieren – Energiepolitische Bremse lösen (Drucksache 17/1980) . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Thomas Bareiß (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Dorothée Menzner (DIE LINKE) . . . . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sylvia Kotting-Uhl (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . M S F M K J D J T B s t K o S F R ( P K D M D P T a b D R W 4845 A 4845 C 4846 D 4847 C 4848 D 4850 A 4850 B 4851 C 4853 B 4854 A 4855 A 4856 A 4856 D 4857 C 4858 D 4858 D 4859 A 4860 B 4861 C 4862 C 4863 C ichael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . ylvia Kotting-Uhl (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ranz Obermeier (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . arco Bülow (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . laus Breil (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ens Koeppen (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . r. Hermann Ott (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ens Koeppen (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . agesordnungspunkt 30: eschlussempfehlung und Bericht des Aus- chusses für Arbeit und Soziales zu dem An- rag der Abgeordneten Matthias W. Birkwald, laus Ernst, Heidrun Dittrich, weiterer Abge- rdneter und der Fraktion DIE LINKE: Zur tabilisierung des Rentenniveaus: Riester- aktor streichen – Keine nachholenden entendämpfungen vornehmen Drucksachen 17/1145, 17/1804) . . . . . . . . . . eter Weiß (Emmendingen) (CDU/CSU) . . . atja Mast (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Heinrich L. Kolb (FDP) . . . . . . . . . . . . . . atthias W. Birkwald (DIE LINKE) . . . . . . . r. Wolfgang Strengmann-Kuhn (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . . . aul Lehrieder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . agesordnungspunkt 31: ) Antrag der Fraktionen SPD und BÜND- NIS 90/DIE GRÜNEN: Evaluierung der deutschen Beteiligung an ISAF und des deutschen und internationalen Engage- ments für den Wiederaufbau Afghanis- tans seit 2001 (Drucksache 17/1964) . . . . . . . . . . . . . . . ) Antrag der Abgeordneten Burkhard Lischka, Karin Roth (Esslingen), Dr. Sascha Raabe, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der SPD: Stärkung der humanitären Lage in Afghanistan und der partnerschaftli- chen Kooperation mit Nichtregierungs- organisationen (Drucksache 17/1965) . . . . . . . . . . . . . . . r. h. c. Gernot Erler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . oderich Kiesewetter (CDU/CSU) . . . . . . . . olfgang Gehrcke (DIE LINKE) . . . . . . . . . 4864 D 4865 A 4865 C 4866 D 4868 A 4869 A 4870 C 4871 A 4871 C 4871 C 4873 A 4874 B 4875 C 4876 B 4877 A 4878 C 4878 D 4879 A 4880 B 4881 C Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 47. Sitzung. Berlin, Freitag, den 11. Juni 2010 III Dr. Bijan Djir-Sarai (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Frithjof Schmidt (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Holger Haibach (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Omid Nouripour (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Sascha Raabe (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . Anlage 2 Amtliche Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4882 B 4883 C 4884 B 4885 B 4885 D 4886 C 4887 A 4887 D Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 47. Sitzung. Berlin, Freitag, den 11. Juni 2010 4815 (A) ) )(B) 47. Sitz Berlin, Freitag, den Beginn: 9.0
  • folderAnlagen
    Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 47. Sitzung. Berlin, Freitag, den 11. Juni 2010 4887 (A) ) )(B) sierung der Finanzmärkte befördern. Dr. Röttgen, Norbert CDU/CSU 11.06.2010 setzgeberischen Maßnahmen muss es sein, einen unabhängigen, transparenten und objektivierten Rating- prozess zu gewährleisten, dessen Ergebnisse zu einer nachhaltigen und effizienten Allokation der finanziellen Ressourcen beitragen und auf diese Weise eine Stabili- Polenz, Ruprecht CDU/CSU 11.06.2010 Remmers, Ingrid DIE LINKE 11.06.2010 Anlage 1 Liste der entschuldigt A 2 A n – – ß 2 1 z V r l Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Beck (Köln), Volker BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 11.06.2010 Bender, Birgitt BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 11.06.2010 Bluhm, Heidrun DIE LINKE 11.06.2010 Bosbach, Wolfgang CDU/CSU 11.06.2010 Drobinski-Weiß, Elvira SPD 11.06.2010 Gerdes, Michael SPD 11.06.2010 Glos, Michael CDU/CSU 11.06.2010 Göring-Eckardt, Katrin BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 11.06.2010 Goldmann, Hans- Michael FDP 11.06.2010 Groschek, Michael SPD 11.06.2010 Dr. Harbarth, Stephan CDU/CSU 11.06.2010 Hasselfeldt, Gerda CDU/CSU 11.06.2010 Haustein, Heinz-Peter FDP 11.06.2010 Hempelmann, Rolf SPD 11.06.2010 Herlitzius, Bettina BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 11.06.2010 Höfken, Ulrike BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 11.06.2010 Juratovic, Josip SPD 11.06.2010 Kopp, Gudrun FDP 11.06.2010 Kunert, Katrin DIE LINKE 11.06.2010 Lühmann, Kirsten SPD 11.06.2010 Lutze, Thomas DIE LINKE 11.06.2010 Piltz, Gisela FDP 11.06.2010 D S S S D D W D Z Z A (C (D Anlagen zum Stenografischen Bericht en Abgeordneten nlage 2 Amtliche Mitteilungen Der Bundesrat hat in seiner 871. Sitzung am 4. Juni 010 beschlossen, zu den nachstehenden Gesetzen einen ntrag gemäß Artikel 77 Absatz 2 des Grundgesetzes icht zu stellen: Zweites Gesetz zur Änderung des Vorläufigen Ta- bakgesetzes Ausführungsgesetz zur Verordnung (EG) Nr. 1060/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 über Rating- agenturen (Ausführungsgesetz zur EU-Ratingver- ordnung) Der Bundesrat hat ferner die nachstehende Entschlie- ung gefasst: Der Bundesrat sieht in der Verordnung (EG) Nr. 1060/ 009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 6. September 2009 über Ratingagenturen und dem hier ur Beratung stehenden Ausführungsgesetz zu dieser erordnung einen wichtigen, aber bei weitem nicht aus- eichenden ersten Schritt zu einer angemessenen Regu- ierung von Ratingagenturen. Ziel der notwendigen ge- r. Schäuble, Wolfgang CDU/CSU 11.06.2010 chmidt (Fürth), Christian CDU/CSU 11.06.2010 cholz, Olaf SPD 11.06.2010 üßmair, Alexander DIE LINKE 11.06.2010 r. Tackmann, Kirsten DIE LINKE 11.06.2010 r. Westerwelle, Guido FDP 11.06.2010 icklein, Andrea SPD 11.06.2010 r. Wiefelspütz, Dieter SPD 11.06.2010 apf, Uta SPD 11.06.2010 immermann, Sabine DIE LINKE 11.06.2010 bgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich 4888 Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 47. Sitzung. Berlin, Freitag, den 11. Juni 2010 (A) ) )(B) Der Bundesrat fordert die Bundesregierung daher auf, a) die Regulierung von Ratingagenturen weiter zu ver- bessern, vor allem indem die Abhängigkeit der Ra- tingagenturen von ihren Auftraggebern verringert wird, indem die wirtschaftliche und finanzielle Ver- flechtung von Ratingagenturen und Finanzmarkt- akteuren ausgeschlossen wird und indem mögliche Marktmanipulationen durch die Finanzdienstleis- tungsaufsicht nicht nur strenger kontrolliert, sondern – wenn nötig – auch geahndet werden können. b) die Gründung einer Europäischen Ratingagentur zu befördern, deren Ratings, etwa von europäischen Staatsanleihen, nicht nur allein den Grundsätzen der Unabhängigkeit, Transparenz und Objektivität gehor- chen sollten, sondern auch für aufsichtsrechtliche Zwecke maßgeblich sein sollten. Dieses ist auch er- forderlich, um die Marktmacht einiger weniger Agen- turen zu brechen. c) die Anbindung aufsichtsrechtlicher Regelungen an Ra- tings, wie sie etwa für Kreditinstitute, Wertpapierfir- men, Versicherungsunternehmen oder Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung bei der Berechnung ihrer gesetzlichen Eigenkapitalanforderungen oder der Berechnung der Risiken ihres Anlagegeschäfts gilt, so zu überarbeiten, dass die prozyklischen, spe- kulationsfördernden und tendenziell systemgefähr- denden automatischen Wirkungen von Herabstufun- gen erheblich verringert werden. d) den Anleger- und Verbraucherschutz als eigenständi- ges Ziel zu verfolgen und eine verbraucherorientierte Überwachung von Finanzprodukten sicherzustellen und gesetzliche Regelungen einzuführen, die es den Verbraucherinnen und Verbrauchern ermöglichen, das Risiko von Finanzprodukten adäquat einzuschätzen. Begründung: Ratingagenturen erfüllen in den modernen Volkswirt- schaften eine wichtige Funktion. Verlässliche Ratings erlauben es den Marktteilnehmern, insbesondere auch den Verbraucherinnen und Verbrauchern, das Risiko von Finanzprodukten einzuschätzen und fundierte Anlage- und Finanzentscheidungen zu treffen. Das Vertrauen in die Verlässlichkeit der Ratings aber war, wie die Finanz- und Wirtschaftskrise gezeigt hat, allzu oft nicht gerechtfertigt. Die Ratingagenturen ha- ben dadurch entscheidend zu einer Verschärfung der Krise beigetragen. Ursachen dieser Fehlentwicklung waren unzutref- fende Modellannahmen, Interessenskonflikte, falsche Anreize, fehlender Wettbewerb und mangelnde Kon- trolle. Um hier dauerhaft und nachhaltig Abhilfe zu schaffen, ist eine Doppelstrategie vonnöten. Zum ei- nen muss die Regulierung der Ratingagenturen ver- bessert werden. Dabei ist insbesondere sicherzustel- len, dass Ratingentscheidungen nicht im Sinne der Auftraggeber verzerrt oder sogar – im schlimmsten Fall – manipuliert werden. Zum anderen sollte eine Europäische Ratingagentur eingerichtet werden, de- ren Ratings, beispielsweise von Anleihen europäi- scher Staaten, Ergebnis eines unabhängigen, transpa- renten und objektivierten Ratingprozesses und – m S z m U n (C (D insofern auch für die entsprechenden aufsichtsrechtli- chen Regelungen maßgeblich sein sollten. Es kann allerdings nicht die Aufgabe einer solchen Europäischen Ratingagentur sein, für alle angebote- nen Finanzprodukte Ratings bereitzustellen. Nicht zu- letzt deshalb ist es erforderlich, dass die allgemeine Anbindung aufsichtsrechtlicher Regelungen an Ra- tings überarbeitet wird. Deshalb ist es aber auch erfor- derlich, dass eine verbraucherorientierte Überwa- chung von Finanzprodukten stattfindet. Es muss gewährleistet sein, dass Informationen über Finanz- produkte, die sich an private Anleger richten, einfach und verständlich sind, eine Vergleichbarkeit mit Kon- kurrenzprodukten erlauben und es den Verbraucherin- nen und Verbrauchern ermöglichen, das Risiko von Finanzprodukten adäquat einzuschätzen. Erstes Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Er- richtung einer Stiftung „Deutsches Historisches Museum“ Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben itgeteilt, dass der Ausschuss gemäß § 80 Absatz 3 atz 2 der Geschäftsordnung von einer Berichterstattung u der nachstehenden Vorlage absieht: Auswärtiger Ausschuss – Unterrichtung durch die deutsche Delegation in der Inter- parlamentarischen Union 121. Versammlung der Interparlamentarischen Union vom 18. bis 21. Oktober 2009 in Genf, Schweiz – Drucksachen 17/647, 17/1485 Nr. 1 – Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Tech- nikfolgenabschätzung (18. Ausschuss) gemäß § 56a der Geschäftsordnung Technikfolgenabschätzung (TA) Transgenes Saatgut in Entwicklungsländern – Erfah- rungen, Herausforderungen, Perspektiven – Drucksachen 16/13874, 17/591 Nr. 1.22 – Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben itgeteilt, dass der Ausschuss die nachstehenden nionsdokumente zur Kenntnis genommen oder von ei- er Beratung abgesehen hat. Haushaltsausschuss Drucksache 17/1492 Nr. A.16 Ratsdokument 7275/10 Ausschuss für Wirtschaft und Technologie Drucksache 17/178 Nr. A.22 Ratsdokument 15461/09 Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Drucksache 17/592 Nr. A.5 Ratsdokument 5056/10 47. Sitzung Berlin, Freitag, den 11. Juni 2010 Inhalt: Redetext Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Anlage 2
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Rainer Arnold


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die

    letzten paar Wochen, Herr Minister, haben gezeigt, dass
    Sie ein vollwertiges Mitglied dieser Bundesregierung
    sind. Sie haben das allgemeine Chaos in dieser Regie-
    rung endgültig auch in Ihr Ressort geholt.


    (Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN)


    Sie reden heute so, vorgestern anders. Sie irritieren die
    Öffentlichkeit, das Parlament und vor allen Dingen die
    Soldaten, die in diesen schwierigen Zeiten Orientierung
    statt Irritation bräuchten.

    In Ihrer heutigen Rede haben Sie viermal das Wort
    „Planungssicherheit“ in den Mund genommen. Das
    finde ich ziemlich abenteuerlich. Einerseits nehmen Sie
    das Wort „Planungssicherheit“ in den Mund, anderer-
    seits wollen Sie ein Gesetz im Schweinsgalopp durch die
    parlamentarischen Gremien peitschen. Das Wort
    „Schweinsgalopp“ ist angesichts der Titulierungen, die
    Sie inzwischen untereinander gebrauchen, durchaus
    mehrdeutig.


    (Heiterkeit und Beifall bei der SPD)


    Sie sprechen von Planungssicherheit, kündigen aber in
    derselben Rede an, dass das, was wir heute beschließen
    und was der Bundeswehr in der Umsetzung bis 1. Juli
    große Mühe bereitet, im September möglicherweise
    schon nicht mehr stimmt.


    (Omid Nouripour [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das ist Planungssicherheit!)


    Was ist das für eine Planungssicherheit, meine Damen
    und Herren von der Koalition?


    (Beifall bei der SPD, dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der LINKEN)


    Herr Minister, das, was in den letzten 14 Tagen abgelau-
    fen ist, ist in Wirklichkeit eine Demütigung aller seriö-
    sen Außenpolitiker und Sicherheitspolitiker in der
    Union. Dies finde ich unerträglich.


    (Beifall bei der SPD)


    Sie haben das Parlament und sich selbst unabge-
    stimmt unter Druck gesetzt. Warum? – Sie haben zwei
    Gründe, dieses Gesetz durchzupeitschen. Erstens sagen
    Sie, dass es so im Koalitionsvertrag steht. Darin steht
    aber viel Unsinn, den Sie zwischenzeitlich korrigieren
    mussten. Sie merken jeden Tag, dass das, was Kurt
    Schumacher in den 50er-Jahren gesagt hat, auch heute
    noch gilt: Nichts ist lehrreicher als die Wirklichkeit.


    (Beifall bei Abgeordneten der SPD)


    Deshalb sollte man sich nicht auf diesen Koalitionsver-
    trag berufen.

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    (C (D Der zweite Grund, aus dem Sie das Gesetz durchpeitchen wollen, sind Sie selbst. Sie haben beim Verbandsag der Reservisten – wieder einmal aus der Lamäng heaus, um Überschriften zu produzieren – den 1. Juli 2010 ls Stichtag öffentlich versprochen, zu einem Zeitpunkt, ls dies weder in der Ausplanung der Bundeswehr gereelt war noch Klarheit mit Ihrer eigenen Ministerkollein aus dem Familienministerium über die entsprehende Ausgestaltung des Zivildienstes bestand. Dies enne ich unverantwortlich. So dürfen wir mit den Resourcen der Bundeswehr wirklich nicht umgehen. (Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)


    Herr Minister, ich habe mir Ihre Hamburger Rede
    ehr genau angeschaut. Ich finde es schon witzig. Über
    wanzigmal haben Sie sich in dieser Rede selbst gelobt
    nd über sich gesagt, dass Sie der Herr der klaren Worte
    ind. Es ist sehr interessant, dass Sie sich so oft selbst lo-
    en. Vielleicht reicht es Ihnen auf Dauer doch nicht
    ehr, dass nur noch die Zeitungen mit den großen bun-

    en Bildern positiv über Sie berichten.

    Aber leider stimmt dieses Selbstlob nicht. Klartext re-
    en wäre etwas anderes. Klartext wäre, angesichts der fi-
    anziellen Debatte für Präzision zu sorgen. Dazu gehört:
    atürlich kann die Bundeswehr nicht von den Sparbe-
    ühungen ausgenommen werden; das würde auch gel-

    en, wenn Sozialdemokraten die Regierung führten.
    ber zur Wahrheit gehört auch: Ein Teil der Schulden-
    rise ist von Ihnen selbst verursacht.

    Wenn Sie nicht bereit sind, für vernünftige Einnah-
    en zu sorgen, dann weinen Sie bitte auch keine Kroko-

    ilstränen vor den Soldaten und erklären Ihnen nicht, al-
    es sei so schlimm, und Sie könnten nicht anders. Es ist
    hre Partei, die CSU, die die Absenkung der Mehrwert-
    teuer für Hoteliers beschlossen hat, es ist Ihre Partei, die
    afür gesorgt hat, dass Erben weniger Steuern bezahlen
    üssen. Auch diese Wirklichkeit müssen die Soldaten

    ennen.


    (Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN – Dr. h. c. Jürgen Koppelin [FDP]: 5 Milliarden Euro für die Abwrackprämie!)


    In der Debatte der letzten Tage habe ich gelernt, was
    ie unter intelligentem Sparen verstehen, Herr Minister.
    ie sparen über 8 Milliarden Euro im Bereich des Vertei-
    igungshaushaltes. Wenn man das Kleingedruckte liest,
    tellt man aber fest: Mehr als die Hälfte des Betrages soll
    m Jahr 2014 aufgebracht werden, in einem Jahr, in dem
    s zuvor eine Bundestagswahl gegeben hat, Sie wahr-
    cheinlich nicht mehr Minister sind und diese Koalition
    ängst so deutlich abgewirtschaftet hat, dass sie kein Ver-
    rauen mehr bei den Bürgern hat. Das heißt, intelligentes
    paren ist für Sie, die Lösung der Probleme auf die
    ächste Legislaturperiode und die nächste Bundesregie-
    ung zu schieben. Ich könnte auch sagen: Es ist eine
    uftnummer, eine Luftbuchung, die nur dazu da ist,
    eutlich zu machen, dass Sie die 8 Milliarden Euro errei-
    hen.





    Rainer Arnold


    (A) )


    )(B)

    Mit der Wirklichkeit hat das alles nichts zu tun, und
    zwar deshalb nicht, weil eine Absenkung des Personal-
    umfangs bei der Bundeswehr um 40 000 Zeitsoldaten
    nicht nur die Bundeswehr verändern würde – dazu sage
    ich noch etwas –, sondern auch der Bedeutung und den
    Interessen unseres Landes in Europa und innerhalb der
    NATO in keiner Weise gerecht würde. Ich glaube schon,
    dass es zu einer moderaten Absenkung des Personalum-
    fangs kommen muss. Aber wer den Personalumfang um
    40 000 auf 150 000 senken will, der muss eines wissen:
    Ja, dies kann man machen. Die Briten machen es ähn-
    lich. Es lohnt sich aber, genau zu schauen, was es für das
    innere Gefüge einer Armee bedeutet, wenn Soldaten
    häufig und langandauernd im Einsatz sind, herausgelöst
    aus Familie, sozialem Umfeld, Elternbeirat, Kirche und
    Verein. Dies ist dann eine Armee, die mit der deutschen
    Tradition und Kultur, mit Staatsbürgern in Uniform und
    innerer Führung, am Ende nichts mehr zu tun hat. Dies
    alles haben Sie nicht abgewogen und nicht diskutiert.


    (Beifall bei der SPD)


    Hinzu kommt: Selbst wenn Ihre Kommission am
    Ende sagt, eine Absenkung um 40 000 Mann sei absurd,
    und es zu einer moderaten Absenkung des Personalum-
    fangs kommt, ist das in keiner Weise mit Ihrem vorge-
    legten Entwurf des Wehrrechtsänderungsgesetzes kom-
    patibel. Wenn wir die Zahl der Zeit- und Berufssoldaten
    senken, brauchen wir logischerweise auch weniger
    Wehrpflichtige, damit es im Lot ist und keine zu großen
    Ausbildungskapazitäten gebunden werden. Aber das
    können Sie gar nicht. Das Bundesverfassungsgericht
    wird Ihnen die Rote Karte zeigen, wenn Sie immer weni-
    ger junge Menschen einberufen. Wir haben schon jetzt
    das Problem, dass ein einfaches „Weiter so“ bei der
    Wehrpflicht – die Union wollte ursprünglich nach dem
    Motto „Augen zu und durch“ verfahren – in keiner
    Weise machbar ist, und zwar nicht nur in verfassungs-
    rechtlicher Hinsicht.


    (Beifall bei der SPD)


    Auch die veränderte Berufs-, Ausbildungs- und Studien-
    welt ist in keiner Weise mehr kompatibel mit der derzei-
    tigen Einberufungspraxis.

    Nun reden Sie häufig davon, dass Sie Gemeinsamkeit
    und Konsens suchen. Die Wehrpflicht wäre ein Muster-
    beispiel für die Organisation eines Konsenses in der Ge-
    sellschaft. Sie ist mehr als eine Einzelentscheidung der
    gerade vorhandenen Mehrheit. Vielmehr geht es um
    Grundüberzeugungen vieler Menschen sowie die innere
    Verfasstheit und Struktur der Bundeswehr. Herr Minis-
    ter, wir bieten Ihnen nochmals an: Reden Sie mit uns
    auch über den Vorschlag, den meine Partei seit langem
    auf den Tisch gelegt hat! Dieser Vorschlag bedeutet im
    Kern: Lasst uns in allen – in allen! – gesellschaftlichen
    Bereichen die Freiwilligkeit stärken – das ist eine ak-
    zeptierte, positive Idee – und beruft diejenigen jungen
    Männer zur Bundeswehr ein, die sich freiwillig entschie-
    den haben, ihren Grundwehrdienst zu leisten. Das funk-
    tioniert in anderen Ländern im Norden Europas recht
    gut. Darüber müssen wir reden; denn dieses Modell bie-
    tet die Chance, ohne Ärger mit den Gerichten weniger
    junge Menschen einzuziehen. Das Modell bietet eine

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    (C (D eitere Chance. Die eigentlich richtige, gute Idee der ehrpflicht, die im Kern bedeutet, dass man in unserem and nicht alles kaufen kann und es eine gemeinsame, ollektive Verantwortung der Gesellschaft zur Wahrung er Sicherheit gibt, bliebe erhalten. Es ist uns sehr ernst, und wir bitten Sie eindringlich: toppen Sie den Schweinsgalopp! Reden Sie mit der Oposition und lassen Sie uns miteinander eine intelligente nd verträgliche Regelung suchen! Das heißt im Klarext: Nehmen Sie den vorliegenden Gesetzentwurf vom isch! Wenn Sie, Herr Minister, nicht zur Einsicht komen, hoffe ich sehr, dass die Bundeskanzlerin Sie stoppt, o wie sie es in den letzten Tagen schon ein paar Mal achen musste. Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPD – Dr. h. c. Jürgen Koppelin [FDP]: So ein Unsinn!)




Rede von Dr. Norbert Lammert
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)

Die Kollegin Elke Hoff erhält nun das Wort für die

DP-Fraktion.

(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Elke Hoff


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (FDP)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (FDP)


    Sehr geehrter Herr Präsident! Verehrte Kolleginnen

    nd Kollegen! Meine Damen und Herren! Herr Kollege
    rnold, ich schätze Sie sehr aus der Zusammenarbeit im
    erteidigungsausschuss. Sie reklamieren immer wieder
    eriosität bei der Beurteilung der Verteidigungspolitiker.
    as hätten Sie heute selbst an dieser Stelle, also in dieser
    irklich wichtigen Debatte, zum Ausdruck bringen kön-
    en.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Die Diskussion der vergangenen Wochen in der Öf-
    entlichkeit, aber auch unter den Kolleginnen und Kolle-
    en des Deutschen Bundestages hat sehr deutlich ge-
    acht, dass die Bundeswehr einen weiteren Schritt auf

    inem sehr schwierigen Weg hin zu den Einsatzrealitäten
    nd den voraussichtlichen Sicherheitsszenarien der Zu-
    unft eingeschlagen hat. Ich glaube, dass diese Diskus-
    ion trotz aller Kontroversität wichtig und richtig ist.
    en Menschen wird nämlich die Möglichkeit gegeben,
    arüber nachzudenken, ob sich die zukünftigen Struktu-
    en der Bundeswehr an Szenarien der Vergangenheit
    der an Szenarien der Zukunft orientieren sollten.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Viele Kolleginnen und Kollegen haben bei ihren Besu-
    hen im Einsatz oder auch bei Standortbesuchen die Er-
    ahrung machen können, dass die heutigen Anforderun-
    en an die Bundeswehr die an eine professionelle Armee
    ind. Bis heute hat mir noch niemand erklären können,
    arum Grundwehrdienstleistende in diesem Kontext eine
    erart wichtige Rolle spielen, dass die Einsatzfähigkeit
    er Bundeswehr durch eine Verkürzung der Wehrdienst-
    auer beeinträchtigt wird.


    (Beifall bei der FDP)






    Elke Hoff


    (A) )


    )(B)

    Ich würde mich sehr freuen, wenn wir das, was bisher
    Gültigkeit hatte, zur Kenntnis nähmen. Ich habe hohen
    Respekt vor jedem Kollegen, der sagt, dass in seiner
    Wahrnehmung, dass nach der Tradition, in der er aufge-
    wachsen ist, in der er die Bundeswehr wahrgenommen
    hat, in der er selber an der Bundeswehr teilgenommen
    hat, es für ihn schwer ist, diesen Paradigmenwechsel zu
    vollziehen. Wenn wir uns die Aufgaben anschauen, die
    zurzeit nicht nur auf die Bundeswehr, sondern auch auf
    andere nationale Armeen zukommen, dann können wir
    feststellen, dass die Wehrpflicht den geringsten Anteil an
    einer angemessenen Ausrichtung der Streitkräfte auf die
    Zukunft hat.


    (Beifall bei der FDP)


    Es ist bereits an vielen Stellen gesagt worden: Diese
    Frage darf nicht vor dem Hintergrund der finanziellen
    Zwänge und der Haushaltskonsolidierung betrachtet
    werden. Ich möchte Sie an dieser Stelle gern an Art. 87 a
    Abs. 1 des Grundgesetzes erinnern. Dort steht:

    Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf.
    Ihre zahlenmäßige Stärke und die Grundzüge ihrer
    Organisation müssen sich aus dem Haushaltsplan
    ergeben.

    Insofern halte ich die Diskussion auch in der Verknüp-
    fung mit dem, was wir für die Zukunft unserer Bundes-
    wehr leisten können und wollen, für unabdingbar.


    (Beifall bei Abgeordneten der FDP)


    Selbst wenn man sich dazu entschließen würde, die
    Bundeswehr um 40 000 Zeit- und Berufssoldaten zu re-
    duzieren, ergäbe sich daraus zwingend, dass die Wehr-
    pflicht nicht mehr zu erhalten ist,


    (Johannes Kahrs [SPD]: Eine Bankrotterklärung! – Rainer Arnold [SPD]: Warum machen Sie dann ein solches Gesetz?)


    weil die Möglichkeiten der Ausbildung von Grundwehr-
    dienstleistenden nicht gegeben sind. Ich darf Ihnen drin-
    gend ein Gespräch mit dem Generalinspekteur und den
    Inspekteuren der Bundeswehr empfehlen, damit Sie sich
    einmal mit den Grundlagen für unsere Entscheidung sehr
    intensiv und auch vertieft beschäftigen können.

    Wir werden den heute von der Bundesregierung einge-
    brachten Gesetzentwurf, der auf den Koalitionsvereinba-
    rungen zwischen CDU/CSU und FDP fußt, verabschie-
    den. Wir sind nämlich der Auffassung, dass es notwendig
    ist – die Bundesregierung hat uns davon überzeugt –, den
    jungen Männern Planungssicherheit zu gewährleisten.
    Wir reden hier über eine Größenordnung von etwa 10 000
    Grundwehrdienstleistenden, die am 1. Juli ihren Dienst
    antreten. Auch von den Verantwortlichen in der Bundes-
    wehr habe ich bis heute keine Signale bekommen, dass
    man nicht in der Lage sei, die Verkürzung des Wehrdiens-
    tes zu bewältigen. Wir glauben, dass wir den jungen Män-
    nern diese Sicherheit einfach schuldig sind, bis innerhalb
    der Regierung eine endgültige Vereinbarung, wie es mit
    der Wehrpflicht in Zukunft weitergeht, gefunden ist.

    Wir als FDP-Fraktion werden dem vorgelegten Ge-
    setzentwurf deshalb zustimmen.

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    (C (D Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)