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ID1703101500

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    12. Linke.\n: 1
  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 17/31 2010 (Haushaltsgesetz 2010) (Drucksachen 17/200, 17/201) . . . . . . . . . b) Beschlussempfehlung des Haushaltsaus- schusses zu der Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bundes 2009 bis 2013 (Drucksachen 16/13601, 17/626) . . . . . . . 13 Einzelplan 10 Bundesministerium für Ernährung, Land- wirtschaft und Verbraucherschutz (Drucksachen 17/610, 17/623) . . . . . . . . . Rolf Schwanitz (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Georg Schirmbeck (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Dr. Kirsten Tackmann (DIE LINKE) . . . . . . . 14 Einzelplan 06 Bundesministerium des Innern (Drucksachen 17/606, 17/623) . . . . . . . . . Dr. Peter Danckert (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Jürgen Herrmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jan Korte (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . Florian Toncar (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wolfgang Wieland (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister BMI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2833 B 2833 C 2833 D 2834 A 2835 B 2837 D 2856 B 2856 C 2857 D 2859 B 2860 B 2862 B 2864 C 2865 C Deutscher B Stenografisc 31. Sit Berlin, Donnerstag, I n h a Glückwünsche zum Geburtstag der Abgeord- neten Dr. Claudia Winterstein . . . . . . . . . . . Wahl der Abgeordneten Petra Pau zum Mit- glied des Gemeinsamen Ausschusses nach Art. 53 a des Grundgesetzes und der Abge- ordneten Kersten Steinke zum stellvertreten- den Mitglied des Gemeinsamen Ausschusses nach Art. 53 a des Grundgesetzes . . . . . . . . Nachträgliche Ausschussüberweisung . . . . . . Tagesordnungspunkt I (Fortsetzung): a) Zweite Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes über die Feststellung des Bundes- haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2833 A 2833 B 2833 B Heinz-Peter Haustein (FDP) . . . . . . . . . . . . . . Alexander Bonde (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2839 B 2840 B undestag her Bericht zung den 18. März 2010 l t : Ilse Aigner, Bundesministerin BMELV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hans-Michael Goldmann (FDP) . . . . . . . . . . Caren Lay (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrike Höfken (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Peter Bleser (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . Waltraud Wolff (Wolmirstedt) (SPD) . . . . . . Georg Schirmbeck (CDU/CSU) . . . . . . . . Dr. Erik Schweickert (FDP) . . . . . . . . . . . . . . Franz-Josef Holzenkamp (CDU/CSU) . . . . . 2841 D 2844 B 2845 D 2847 A 2848 A 2849 B 2851 B 2852 D 2853 C 2854 C Dr. Peter Danckert (SPD) . . . . . . . . . . . . Katrin Kunert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . Norbert Barthle (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 2866 A 2867 D 2868 D II Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 31. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 18. März 2010 Jerzy Montag (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gabriele Fograscher (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Gisela Piltz (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Hartmann (Wackernheim) (SPD) . . Jan Korte (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . Wolfgang Wieland (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Stephan Kühn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Hans-Peter Uhl (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Michael Hartmann (Wackernheim) (SPD) . . . Reinhard Grindel (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 15 a) Einzelplan 07 Bundesministerium der Justiz (Drucksachen 17/607, 17/623) . . . . . . in Verbindung mit 15 b) Einzelplan 19 Bundesverfassungsgericht (Drucksachen 17/623, 17/624) . . . . . . Ewald Schurer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesministerin BMJ . . . . . . . . . . . . . . . Wolfgang Nešković (DIE LINKE) . . . . . . . . . Alexander Funk (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Dr. Konstantin von Notz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jerzy Montag (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jerzy Montag (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Grosse-Brömer (CDU/CSU) . . . . . . Wolfgang Nešković (DIE LINKE) . . . . . . Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wolfgang Wieland (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jerzy Montag (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Grosse-Brömer (CDU/CSU) . . . . . . Christine Lambrecht (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Florian Toncar (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Stephan Mayer (Altötting) (CDU/CSU) . . . . . Halina Wawzyniak (DIE LINKE) . . . . . . . 2869 C 2870 A 0000 A2871 C 2872 A 2872 C 2873 C 2874 D 2876 A 2877 B 2878 D 2880 C 2880 C 2880 D 2882 C 2884 B 2886 B 2887 B 2888 B 2889 A 2891 A 2891 B 2892 C 2894 A 2894 D 2895 B 2895 C 2897 C 2899 A 2899 C Raju Sharma (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Dr. Patrick Sensburg (CDU/CSU) . . . . . . . . . 16 Einzelplan 17 Bundesministerium für Familie, Senio- ren, Frauen und Jugend (Drucksachen 17/616, 17/623) . . . . . . . . . Rolf Schwanitz (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Andreas Mattfeldt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Steffen Bockhahn (DIE LINKE) . . . . . . . . . . Florian Toncar (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Katja Dörner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin BMFSFJ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sven-Christian Kindler (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin BMFSFJ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sönke Rix (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Miriam Gruß (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Heidrun Dittrich (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Norbert Geis (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Kai Gehring (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Miriam Gruß (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Thomas Jarzombek (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Caren Marks (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Einzelplan 30 Bundesministerium für Bildung und For- schung (Drucksachen 17/620, 17/623) . . . . . . . . . Klaus Hagemann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Eckhardt Rehberg (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Klaus Hagemann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Dr. Petra Sitte (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Dr. Ernst Dieter Rossmann (SPD) . . . . . . . . . Eckhardt Rehberg (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Michael Leutert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Klaus Hagemann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Krista Sager (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Annette Schavan, Bundesministerin BMBF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2900 C 2901 A 2902 C 2902 D 2904 D 2907 A 2908 B 2910 A 2911 C 2914 A 2914 B 2914 C 2915 D 2917 B 2918 B 2919 D 2920 C 2921 D 2923 B 2924 C 2924 D 2926 D 2928 B 2928 C 2930 A 2930 C 2931 A 2932 A 2933 B 2934 A 2935 B Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 31. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 18. März 2010 III Dagmar Ziegler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Patrick Meinhardt (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Rosemarie Hein (DIE LINKE) . . . . . . . . . Kai Gehring (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Albert Rupprecht (Weiden) (CDU/CSU) . . . . Swen Schulz (Spandau) (SPD) . . . . . . . . . . . . Michael Kretschmer (CDU/CSU) . . . . . . . . . Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 2938 A 2939 B 2940 C 2942 A 2943 C 2945 A 2946 B 2947 D 2949 A Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 31. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 18. März 2010 2833 (A) (C) (D)(B) 31. Sit Berlin, Donnerstag, Beginn: 9
  • folderAnlagen
    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 31. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 18. März 2010 2949 (A) (C) (D)(B) Anlage zum Stenografischen Bericht Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Barchmann, Heinz- Joachim SPD 18.03.2010 Burchardt, Ulla SPD 18.03.2010 Cramon-Taubadel, Viola von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 18.03.2010 Götz, Peter CDU/CSU 18.03.2010 Kramme, Anette SPD 18.03.2010 Liebing, Ingbert CDU/CSU 18.03.2010 Möller, Kornelia DIE LINKE 18.03.2010 Pflug, Johannes SPD 18.03.2010 Rief, Josef CDU/CSU 18.03.2010 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Dr. Götzer, Wolfgang CDU/CSU 18.03.2010 Gohlke, Nicole DIE LINKE 18.03.2010 Golze, Diana DIE LINKE 18.03.2010 Granold, Ute CDU/CSU 18.03.2010 Heinen-Esser, Ursula CDU/CSU 18.03.2010 Hempelmann, Rolf SPD 18.03.2010 Hörster, Joachim CDU/CSU 18.03.2010* Hoff, Elke FDP 18.03.2010 Hoppe, Thilo BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 18.03.2010 Koch, Harald DIE LINKE 18.03.2010 * für die Teilnahme an den Sitzungen der Parlamentarischen Ver- sammlung des Europarates Roth (Esslingen), Karin SPD 18.03.2010 Scharfenberg, Elisabeth BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 18.03.2010 Dr. Scheer, Hermann SPD 18.03.2010 Senger-Schäfer, Kathrin DIE LINKE 18.03.2010 Dr. Steffel, Frank CDU/CSU 18.03.2010 Trittin, Jürgen BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 18.03.2010 Werner, Katrin DIE LINKE 18.03.2010 31. Sitzung Berlin, Donnerstag, den 18. März 2010 Inhalt: Redetext Anlage zum Stenografischen Bericht Anlage
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Hans-Michael Goldmann


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (FDP)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (FDP)


    Sehr geehrter Herr Präsident! Liebes Geburtstags-

    kind! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Man kann noch
    so viel drum herumreden: Es ist ein Superhaushalt, den
    wir hier heute verabschieden. Es sind sehr starke Säulen





    Hans-Michael Goldmann


    (A) (C)



    (D)(B)

    darin, die die Landwirtschaft braucht. Ich nenne zum
    Beispiel die soziale Säule. Andere träumen davon, dass
    im Haushalt 750 Millionen Euro bereitgestellt werden,
    um Schwächen des einen oder anderen landwirtschaftli-
    chen Betriebs, zum Beispiel eines Milchviehbetriebs,
    aufzufangen. Wenn mir einer damals gesagt hätte, dass
    wir aus dem Gespräch mit Frau Aigner – es war 10 Uhr
    abends im Büro von Frau Aigner –


    (Zurufe von der SPD: Oh! – Georg Schirmbeck [CDU/CSU]: Darauf musst du gar nicht hinweisen!)


    mit 750 Millionen Euro herausgehen – auch Herr Ripke
    war dabei –, dann hätte ich gesagt: Du träumst. Wir ha-
    ben die Summe zum Beispiel für die Unfallversicherung
    verwendet. Das ist eine Supersache, gerade für die Fami-
    lienbetriebe. Wir haben ein Kredithilfeprogramm aufge-
    legt, und wir haben etwas für die Grünlandbetriebe ge-
    macht. Liebe Freunde, lassen Sie uns doch aufhören mit
    Nord und Süd, Ost und West, Groß und Klein. Das ist al-
    les Kappes. Es geht darum, dass wir die landwirtschaftli-
    che Struktur in Deutschland insgesamt erhalten, dass wir
    eine solide Basis haben, um uns den wirklichen Zu-
    kunftsaufgaben zuzuwenden, die in einem Maß auf uns
    zurauschen, dass wir im nächsten Jahr noch unser blaues
    Wunder erleben werden. Wenn es darum geht, zum Bei-
    spiel die Mittel für unsere ländlichen Räume auf der eu-
    ropäischen Arbeitsebene zu erkämpfen, dann müssen
    wir gemeinsam an einem Strang ziehen. Deswegen soll-
    ten wir heute den Haushalt nicht zerreden, sondern wir
    sollten ihn mit Freuden zur Kenntnis nehmen. Er setzt
    genau die richtigen Akzente: eine starke Säule für die
    Landwirtschaft, eine starke Säule für den ländlichen
    Raum, eine starke Säule für Familienbetriebe, die nach-
    haltig wirtschaften.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Lassen Sie mich noch etwas zur Ampelkennzeich-
    nung sagen. Ich glaube, Sie, Herr Kelber, kommen aus
    Bonn. Mit Haribo haben Sie es vielleicht nicht so, da Sie
    Haribo als Lebensmittelkonzernlobby bezeichnen. Das
    mag Ihre Einschätzung sein, aber Sie wissen genau, dass
    die Lebensmittelwirtschaft klassisch mittelständisch
    strukturiert ist.


    (Ulrich Kelber [SPD]: Nestlé, Coca-Cola: die kleinen Mittelständler!)


    Da muss man sich fragen, ob man den Mut zur Fachlich-
    keit hat oder ob man Botschaften hinterherläuft. Ich sage
    Ihnen, Herr Kelber: An dieser Stelle muss man den Mut
    zur Fachlichkeit haben.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU – Ulrich Kelber [SPD]:Wir zwingen die Bevölkerung in die Fachlichkeit!)


    – Herr Kelber, Sie brüllen immer so. Überlassen Sie das
    mir. Ich habe das Mikro.


    (Waltraud Wolff [Wolmirstedt] [SPD]: Wer schreit, hat nicht immer recht!)

    Sie sind doch nicht ernsthaft davon überzeugt, dass eine
    Ampelkennzeichnung – rot, gelb, grün –, bei der Coca-
    Cola mit drei grünen Punkten und einem roten Punkt er-
    scheinen würde, die Qualitätsantwort auf die Interessen
    der Verbraucher ist, denen es darum geht, zu wissen, was
    wirklich in den Produkten ist. Sie können doch nicht
    ernsthaft behaupten, dass das etwas Gutes ist.


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU – Ulrich Kelber [SPD]: Was sagen Sie zur Verbraucherbefragung?)


    Sie wissen, dass die Kennzeichnung, die jetzt auf euro-
    päischer Ebene auf den Weg gebracht wird, Inhalts-
    stoffe, auch allergene Inhaltsstoffe umfasst und die Qua-
    lität eines Produktes zum Ausdruck bringt. Damit sind
    wir genau auf dem richtigen Weg. Wir müssen dem Bür-
    ger keine Lösungen vorgaukeln


    (Ulrich Kelber [SPD]: Deshalb sind alle Verbraucherverbände anderer Meinung als Sie!)


    – ganz ruhig, Herr Kelber –, wir müssen für den Bürger
    Lösungen entwickeln. Sie müssen schlicht und ergrei-
    fend Ihre Meinung korrigieren.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU – Ulrich Kelber [SPD]: Lobbyistensprachrohr!)


    Nun will ich etwas zu den Bankgebühren sagen.
    Schauen Sie in die Pressemitteilung, dann werden Sie
    feststellen, dass der Journalist meinte, feststellen zu
    müssen, dass die Vorgehensweise von Frau Ministerin in
    diesem Punkt zögerlich ist. Ich habe einen ganz anderen
    Ansatz. Ich führe solche Fachgespräche als Ausschuss-
    vorsitzender mit Unterstützung der Kolleginnen und
    Kollegen aus dem Ausschuss – wenigstens ist das die
    Regel –, um uns für ein schwieriges Thema zu konditio-
    nieren.

    Ich freue mich, dass meiner Einladung zehn Cracks
    aus der Bankwirtschaft sowie aus dem Verbraucher-
    schutzbereich und den Gewerkschaften gefolgt sind und
    uns informiert haben. Wir sollten den richtigen Weg des
    Miteinanders praktizieren. Frau Aigner, ich werde Ihnen
    das Protokoll des gestrigen Gesprächs zuleiten; denn es
    sind sehr viele gute Anregungen gekommen.

    Ich habe kein Verständnis dafür, dass die CDU/CSU
    aus Termingründen abgesagt hat.


    (Beifall bei Abgeordneten der SPD)


    So sollte mit dem Ausschuss und dem Ausschussvor-
    sitzenden nicht umgegangen werden. Das schadet unse-
    rer Arbeit im Ausschuss. Ich mache manchmal Fehler;
    aber andere machen auch Fehler. Wir sollten an einem
    Strang ziehen und die Dinge gemeinsam voranbringen.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der SPD und der LINKEN)


    Herr Kelber, ich will noch etwas zu Ihrem Schwarz-
    buch sagen: Das ist doch wohl der größte Witz des Jahr-
    hunderts. Nach zig Jahren Regierungsverantwortung
    kommen Sie vier Wochen nach Beginn der gemeinsa-
    men parlamentarischen Arbeit mit einem Schwarzbuch.





    Hans-Michael Goldmann


    (A) (C)



    (D)(B)

    In diesem Buch bringen Sie zum Ausdruck, dass Ver-
    braucherpolitik in Ihrer Zeit dunkel und schwarz war.
    Unsere ist christlich-liberal. Wir machen eine zukunfts-
    orientierte Politik, die wir weiterhin konsequent betrei-
    ben werden.

    Herzlichen Dank.


    (Beifall bei der FDP und der CDU/CSU)




Rede von Dr. Norbert Lammert
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)

Das Wort erhält nun die Kollegin Caren Lay für die

Fraktion Die Linke.


(Beifall bei der LINKEN)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Caren Lay


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (None)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (DIE LINKE.)


    Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und

    Herren! Es ist wohl dem Weltverbrauchertag zu ver-
    danken, dass wir heute zur Kernzeit zum Thema Ver-
    braucherpolitik sprechen können. Den Rest der Zeit
    bleibt die Verbraucherpolitik für die Bundesregierung
    eher eine Nebensache; dieses Thema wird gern in die
    Abend- und Nachtstunden verbannt. Wir haben zwar eine
    Verbraucherministerin, die immer häufiger in Funk und
    Fernsehen überaus markige Forderungen verkauft – das
    hat heute mehrfach eine Rolle gespielt –,


    (Georg Schirmbeck [CDU/CSU]: Eine aparte Frau! Die hat etwas zu sagen!)


    so häufig, dass man leider immer wieder vergisst, dass
    Ihr Ministerium in den wesentlichen Punkten gar nichts
    zu entscheiden hat, sondern bestenfalls mitsprechen
    darf; aber egal ob es um den finanziellen, um den wirt-
    schaftlichen oder um den digitalen Verbraucherschutz
    geht, um Fahrgast- oder Patientenrechte: Zuständig für
    die harten Fakten sind immer die anderen Ministerien.
    Verbraucherinnen und Verbraucher bleiben so die Rand-
    figuren der Regierungspolitik.


    (Beifall bei der LINKEN)


    Das schlägt sich auch im Haushalt nieder. Frau
    Aigner, Ihre PR in eigener Sache steht in keinem Verhält-
    nis zu den Zahlen und Fakten Ihres Haushaltsentwurfs.
    Schauen wir uns die Zahlen einmal an: Von Ihrem Ge-
    samtetat von fast 6 Milliarden Euro planen Sie für ver-
    braucherpolitische Maßnahmen gerade einmal 2,5 Pro-
    zent ein; das sind 148 Millionen Euro. Das steht in
    keinem Verhältnis zu den anderen Aufgaben Ihres
    Ministeriums.

    Noch deutlicher wird die untergeordnete Stellung ver-
    braucherpolitischer Maßnahmen durch einen Vergleich
    mit dem Etat des Wirtschaftsministers Brüderle, der
    hauptsächlich für die unternehmerische Seite der Märkte
    verantwortlich zeichnet. Wirtschaftsminister Brüderle
    kann dieses Jahr allein 230 Millionen Euro, also deutlich
    mehr Mittel, als für den Verbraucherschutz zur Verfü-
    gung stehen, für das Nationale Weltraumprogramm aus-
    geben. Es ist schön und sicherlich überaus zeitgemäß,
    dass die Bundesregierung in die bemannte Raumfahrt in-
    vestiert; aber mit dem unterirdischen Stellenwert, den
    die Verbraucherpolitik für sie hat, können wir uns als
    Linke nicht zufriedengeben.

    (Beifall bei der LINKEN)


    Wir sagen: Verbraucherpolitik darf nicht länger eine Ne-
    benrolle spielen.

    Die Finanzkrise hat es gezeigt: Verbraucherinnen und
    Verbraucher sind den windigen Geschäftspraktiken der
    Banken ausgeliefert. Da ist es unsere Verantwortung als
    Politikerinnen und Politiker, die Märkte verbraucherge-
    recht zu regulieren. Wir können diese Verantwortung
    nicht einfach auf die Menschen abwälzen.


    (Beifall bei der LINKEN)


    Es gibt sehr viele Vorschläge, wie das geschehen soll,
    beispielsweise die Einrichtung eines Marktwächters wie
    in Großbritannien oder einer Behörde für finanziellen
    Verbraucherschutz, wie in den USA geplant. Nichts von
    alledem finden wir in Ihrem Haushalt. Sie können sich
    nicht länger davor drücken, Verbraucherinnen und Ver-
    braucher vor betrügerischen Praktiken von Unternehmen
    zu schützen. Mit freiwilligen Infoblättern ist es hier nicht
    getan.


    (Beifall bei der LINKEN)


    Ich freue mich sehr, dass Verbraucherministerin
    Aigner immer häufiger die Zusammenarbeit mit den
    Verbraucherzentralen sucht – das ist gut und schön –;
    aber es kann nicht sein, dass eine Bundesregierung im-
    mer stärker auf den Sachverstand und den Service von
    Verbraucherschutzorganisationen zurückgreift, ohne
    ihnen gleichzeitig auch nur einen einzigen Cent mehr zur
    Verfügung zu stellen.


    (Beifall bei der LINKEN)


    Allein mit der Anschubfinanzierung für die Verbraucher-
    stiftung ist es hier sicherlich nicht getan. Das ist nichts
    anderes als eine Auslagerung des Problems, zumal man
    jetzt noch nicht einmal alle Gelder, die tatsächlich zur
    Verfügung gestanden hätten, zur Verfügung stellt.

    Wir Linke fordern mehr Geld für die Arbeit der Ver-
    braucherorganisationen, insbesondere für den Bereich
    finanzielle Verbraucherberatung. Wir erinnern uns:
    Innerhalb von nur wenigen Tagen war es der Bundesre-
    gierung in der Krise möglich, einen Schutzschirm für
    Banken im Umfang von 470 Milliarden Euro zu span-
    nen. Dagegen sind die 10 Millionen Euro, die wir heute
    für die Verbesserung der finanziellen Verbraucherbera-
    tung beantragen, doch wirklich ein Klacks.


    (Beifall bei der LINKEN)


    Wer Banken aus der selbstverschuldeten Krise retten
    kann, der kann und darf beim Schutz der Verbraucherin-
    nen und Verbraucher nicht sparen.

    Auch an anderer Stelle wäre mehr Geld für die Ver-
    besserung des Verbraucherschutzes notwendig gewesen:
    zur Verbesserung der Forschung, für notwendige Auf-
    klärungsarbeit, für ein Siegel „Ohne Gentechnik“, für
    eine Ampelkennzeichnung oder für Modellprojekte, die
    sich vielleicht auch einmal an einkommensschwache
    Haushalte richten. An all diesen Stellen wird gespart.
    Hierfür ist kein Geld vorhanden.





    Caren Lay


    (A) (C)



    (D)(B)

    Wir Linke wären offen gewesen für die Erschließung
    alternativer Einnahmequellen. Es könnten sich ja auch
    einmal die Unternehmerinnen und Unternehmer an der
    Finanzierung des Verbraucherschutzes beteiligen.


    (Beifall bei der LINKEN)


    Wenn man bedenkt, wie viele Beratungen die Verbrau-
    cherzentralen machen müssen, um die Verbraucher al-
    lein über Fallen im Bereich Internet und Telekommuni-
    kation aufzuklären, wäre das nicht zu viel verlangt
    gewesen.

    Verbraucherschutz ist eine öffentliche Aufgabe, ist
    eine notwendige Aufgabe. Wer hier spart, der spart an
    der falschen Stelle.

    Vielen Dank.


    (Beifall bei der LINKEN)