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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 17/17 Roland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . Dr. Anton Hofreiter (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Arnold Vaatz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Johannes Kahrs (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sebastian Körber (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . Sabine Leidig (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Bettina Herlitzius (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dirk Fischer (Hamburg) (CDU/CSU) . . . . . . Florian Pronold (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Daniela Raab (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Ingrid Arndt-Brauer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Florian Toncar (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Norbert Brackmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Leo Dautzenberg (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . Anlage 2 Amtliche Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1466 D 1468 A 1469 B 1470 D 1472 C 1473 C 1474 D 1475 D 1477 A 1478 B 1500 B 1502 B 1503 D 1505 A 1507 C 1509 A 1509 D Deutscher B Stenografisch 17. Sitz Berlin, Freitag, den 2 I n h a l Tagesordnungspunkt 2 (Fortsetzung): Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2010 (Haushaltsge- setz 2010) (Drucksache 17/200) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 12 Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister BMVBS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Uwe Beckmeyer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Claudia Winterstein (FDP) . . . . . . . . . . . . S H N C D D F D P D D 1461 A 1461 B 1461 B 1463 B 1465 A undestag er Bericht ung 2. Januar 2010 t : chlussrunde: aushaltsgesetz 2010 . . . . . . . . . . . . . . . . . . orbert Barthle (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . arsten Schneider (Erfurt) (SPD) . . . . . . . . . r. h. c. Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . r. Dietmar Bartsch (DIE LINKE) . . . . . . . . ritz Kuhn (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . Otto Fricke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. h. c. Hans Michelbach (CDU/CSU) . . . . . etra Merkel (Berlin) (SPD) . . . . . . . . . . . . . r. Volker Wissing (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . r. Wolfgang Schäuble, Bundesminister BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1479 B 1479 C 1481 B 1483 C 000 A1485 A 1488 A 1490 A 1491 C 1493 D 1495 D 1497 C Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 17. Sitzung. Berlin, Freitag, den 22. Januar 2010 1461 (A) ) (B) ) 17. Sitz Berlin, Freitag, den 2 Beginn: 9.0
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    Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 17. Sitzung. Berlin, Freitag, den 22. Januar 2010 1509 (A) ) (B) ) – Drucksachen 17/234, 17/317 Nr. 4 –Petermann, Jens DIE LINKE 22.01.2010 Mitteilung gemäß § 37 Absatz 4 der Bundeshaushalts- ordnung über die Einwilligung in eine überplanmäßige Ausgabe bei Kapitel 12 25 Titel 632 03 – Verwaltungs- kostenerstattung an Länder – bis zur Höhe von 20,543 Mio. Euro Nietan, Dietmar SPD 22.01.2010 Özoğuz, Aydan SPD 22.01.2010 Anlage 1 Liste der entschuldigt A z z – m d n Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Bellmann, Veronika CDU/CSU 22.01.2010 Binder, Karin DIE LINKE 22.01.2010 Brase, Willi SPD 22.01.2010 Edathy, Sebastian SPD 22.01.2010 Ernst, Klaus DIE LINKE 22.01.2010 Friedhoff, Paul K. FDP 22.01.2010 Frieser, Michael CDU/CSU 22.01.2010 Dr. Fuchs, Michael CDU/CSU 22.01.2010 Günther (Plauen), Joachim FDP 22.01.2010 Hasselfeldt, Gerda CDU/CSU 22.01.2010 Jelpke, Ulla DIE LINKE 22.01.2010 Klein, Volkmar CDU/CSU 22.01.2010 Kramme, Anette SPD 22.01.2010 Krumwiede, Agnes BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 22.01.2010 Kurth, Undine BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 22.01.2010 Lafontaine, Oskar DIE LINKE 22.01.2010 Leutert, Michael DIE LINKE 22.01.2010 Leutheusser- Schnarrenberger, Sabine FDP 22.01.2010 Dr. de Maizière, Thomas CDU/CSU 22.01.2010 Mast, Katja SPD 22.01.2010 Nahles, Andrea SPD 22.01.2010 Nešković, Wolfgang DIE LINKE 22.01.2010 P R S S S S S S W W Z Z A (C (D Anlagen zum Stenografischen Bericht en Abgeordneten nlage 2 Amtliche Mitteilungen Der Bundesrat hat in seiner 865. Sitzung am 18. De- ember 2009 beschlossen, dem nachstehenden Gesetz uzustimmen: Gesetz zur Beschleunigung des Wirtschaftswachs- tums (Wachstumsbeschleunigungsgesetz) Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben itgeteilt, dass der Ausschuss gemäß § 80 Absatz 3 Satz 2 er Geschäftsordnung von einer Berichterstattung zu den achstehenden Vorlagen absieht: Haushaltsausschuss – Unterrichtung durch die Bundesregierung Haushaltsführung 2009 olenz, Ruprecht CDU/CSU 22.01.2010 oth (Heringen), Michael SPD 22.01.2010 ager, Krista BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 22.01.2010 chäfer (Köln), Paul DIE LINKE 22.01.2010 chlecht, Michael DIE LINKE 22.01.2010 chulz, Jimmy FDP 22.01.2010 eif, Detlef CDU/CSU 22.01.2010 üßmair, Alexander DIE LINKE 22.01.2010 agenknecht, Sahra DIE LINKE 22.01.2010 erner, Katrin DIE LINKE 22.01.2010 apf, Uta SPD 22.01.2010 immermann, Sabine DIE LINKE 22.01.2010 bgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich 1510 Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 17. Sitzung. Berlin, Freitag, den 22. Januar 2010 (A) (C) (B) ) Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union – Unterrichtung durch die deutsche Delegation in der Parla- mentarischen Versammlung der OSZE 18. Jahrestagung der Parlamentarischen Versammlung der OSZE vom 29. Juni bis 3. Juli 2009 in Wilna, Li- tauen – Drucksachen 17/7, 17/85 Nr. 1.1 – Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass der Ausschuss die nachstehenden Unions- dokumente zur Kenntnis genommen oder von einer Bera- tung abgesehen hat. Auswärtiger Ausschuss Drucksache 17/136 Nr. A.2 EuB-BReg 40/2009 Drucksache 17/136 Nr. A.3 EuB-BReg 41/2009 Drucksache 17/136 Nr. A.4 EuB-BReg 43/2009 Drucksache 17/136 Nr. A.6 Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Drucksache 17/136 Nr. A.59 EuB-EP 1976; P7_TA-PROV(2009)0020 Drucksache 17/136 Nr. A.60 Ratsdokument 10359/09 Drucksache 17/136 Nr. A.62 Ratsdokument 11696/09 Drucksache 17/136 Nr. A.63 Ratsdokument 11817/09 Drucksache 17/136 Nr. A.65 Ratsdokument 11978/09 Drucksache 17/136 Nr. A.66 Ratsdokument 12192/09 Drucksache 17/136 Nr. A.67 Ratsdokument 12289/09 Drucksache 17/136 Nr. A.68 Ratsdokument 12482/09 Drucksache 17/136 Nr. A.70 Ratsdokument 14270/09 Drucksache 17/178 Nr. A.24 Ratsdokument 15307/09 Drucksache 17/178 Nr. A.25 Ratsdokument 15330/09 EuB-BReg 48/2009 Drucksache 17/136 Nr. A.11 Ratsdokument 13617/09 Rechtsausschuss Drucksache 16/9538 Nr. A.2 Ratsdokument 8648/08 Drucksache 16/10666 Nr. A.2 Ratsdokument 12137/08 Drucksache 16/10958 Nr. A.4 Ratsdokument 13548/08 Ausschuss für Wirtschaft und Technologie Drucksache 17/136 Nr. A.57 Ratsdokument 12739/09 (D Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Drucksache 17/136 Nr. A.79 Ratsdokument 10940/09 Ausschuss für Gesundheit Drucksache 17/136 Nr. A.81 Ratsdokument 11970/1/09 REV 1 Drucksache 17/136 Nr. A.83 Ratsdokument 11533/09 Drucksache 17/136 Nr. A.86 Ratsdokument 13355/09 Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Drucksache 17/136 Nr. A.87 Ratsdokument 6257/1/09 REV 1 Drucksache 17/136 Nr. A.88 Ratsdokument 11294/09 Drucksache 17/136 Nr. A.89 Ratsdokument 11614/09 91, 1 0, T 17. Sitzung Berlin, Freitag, den 22. Januar 2010 Inhalt: Redetext Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Anlage 2
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Daniela Raab


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CSU)


    Herr Präsident! Meine verehrten Kolleginnen und

    Kollegen! Herr Pronold, Sie haben so schön gesagt:
    „Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand.“
    Bei Ihnen bin ich beruhigt: Sie haben zumindest schon
    mal ein Amt.


    (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU und der FDP)


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    (C (D ir warten immer noch – wir werden das im Protokoll achlesen – auf die konstruktiven Vorschläge der SPD um Verkehrshaushalt. Mehr möchte ich an dieser Stelle icht sagen. (Johannes Kahrs [SPD]: Müssen Sie auch nicht!)


    Der Haushalt für das Jahr 2010 ist gewiss – wir haben
    s heute schon öfter gehört – einer der schwierigsten,
    en wir in den letzten Jahren zu beschließen hatten, und
    r stellt uns vor sehr große Herausforderungen. Nichts-
    estotrotz gibt es sicherlich einige Punkte – viele sind
    eute schon angesprochen worden –, die uns gerade in
    iesem Haushalt des Bundesministeriums für Verkehr,
    au und Stadtentwicklung ausgesprochen wichtig sein
    üssen. Ich möchte heute weder Zahlen noch allzu viel

    on dem wiederholen, was schon gesagt wurde. Ich
    öchte trotzdem einige wenige Punkte herausgreifen,

    ie mir persönlich und auch – da bin ich mir sicher –
    einer Arbeitsgruppe Verkehr sehr wichtig sind.

    Wir haben vom Herrn Minister, aber auch von Kolle-
    en gehört: Die ländliche Infrastruktur wird in den
    ächsten vier Jahren eines der ganz großen Themen sein
    nd sein müssen. Ich bin dem Minister ausgesprochen
    ankbar, dass er dafür gesorgt hat, dass sich dieser The-
    enschwerpunkt in der Umorganisation seines Ministe-

    iums niedergeschlagen hat. Da finden wir zum allerers-
    en Mal den Begriff der ländlichen Infrastruktur als eines
    er wichtigen Themen der kommenden Jahre.

    Warum ist das so wichtig? Natürlich brauchen wir
    etropolregionen. Aber wir müssen uns auch immer
    ieder bewusst machen, wie stark funktionierende Me-

    ropolregionen von einem funktionierenden ländlichen
    mfeld abhängig sind. Wir müssen uns von dem Gedan-
    en befreien, dass „ländlicher Raum“ nur Agrar- und
    andwirtschaft bedeutet. Das ist viel, viel mehr.

    Herr Minister, ich glaube, wir sollten uns vornehmen,
    iesen Begriff auszufüllen. Dazu gehören Mobilität und
    ine funktionierende Infrastruktur im ländlichen Raum.
    as passiert denn, wenn die Menschen im ländlichen
    aum keine Arbeitsplätze vor Ort mehr finden, zum
    eispiel, weil wir zwar Gewerbegebiete ansiedeln, die-

    en Gewerbegebieten aber keinen Anschluss an die
    ernstraßen der Zukunft geben, nämlich an die Daten-
    utobahnen? Dann werden wir im ländlichen Raum
    eine Arbeitsplätze mehr haben. Die Firmen ziehen in
    ie Stadt, die Menschen ziehen hinterher, und letztlich
    abe ich genau das, was ich verhindern wollte, nämlich
    en Verkehrsinfarkt in den Metropolregionen.

    Deswegen wird es wichtig sein, die Infrastruktur im
    ändlichen Raum auszubauen. Dazu gehört auch, auch
    enn das bedauerlicherweise nicht unser alleiniger Zu-

    tändigkeitsbereich ist, Herr Minister, der Ausbau der
    reitbandversorgung, und zwar bitte nicht immer nur

    n Sonntagsreden, sondern auch ganz konkret.


    (Zuruf des Abg. Uwe Beckmeyer [SPD])


    Lieber Kollege Beckmeyer, ich bin mir ziemlich si-
    her, dass wir gerade beim Thema DSL alle an einem
    trang ziehen, völlig ideologiefrei und ganz entspannt.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)







    (A) )



    (B) )


    Daniela Raab
    Ein zweites Thema, das mir sehr wichtig ist, für das
    wir Mittel ausgeben, das wir aber noch stärker heraus-
    stellen müssen: Wir fordern gerade von den Anwohnern
    von Straßen und Schienen immer eine hohe Akzeptanz
    derselben. Wir sagen immer: Das ist wichtig; wir brau-
    chen Verkehrswege; wir müssen mobil sein; wir müssen
    flexibel sein. Diesen Anwohnern sind wir aber auch ver-
    dammt viel schuldig. Wir müssen ihnen endlich einen
    sehr, sehr vernünftigen und nachhaltigen Lärmschutz
    und nicht nur den Standardlärmschutz anbieten. Jeder
    kennt den Spruch: Wer schlechte Qualität kauft, kauft
    doppelt. Da müssen wir uns endlich einmal heranwagen
    und etwas mehr Geld für den Lärmschutz in die Hand
    nehmen.

    Ich bin mir durchaus bewusst, dass das für diesen
    Haushalt eine Herausforderung bedeutet. Aber wir kön-
    nen nicht nur von Mobilität und Infrastruktur im Zusam-
    menhang mit Straße und Schiene reden, sondern wir
    müssen den geplagten Anwohnern – oftmals sind sie zu-
    tiefst geplagt – auch einen vernünftigen Lärmschutz an-
    bieten, der oftmals über die gerade noch ausreichende
    Lärmschutzwand hinausgehen muss.


    (Beifall der Abg. Bettina Herlitzius [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN] – Bettina Herlitzius [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Bitte machen!)


    Das muss vielleicht auch ein Tunnel, eine Einhausung
    oder ein vernünftiger Verlustausfall sein. Ich würde mir
    das sehr wünschen, meine liebe Frau Herlitzius. Ich
    hoffe, wir sind uns an dieser Stelle einig. Nur wenn wir
    das machen, dürfen wir fordern, dass der Lärm, der von
    Straßen und insbesondere Schienen naturgemäß ausgeht,
    akzeptiert wird.

    Das ist eine große Herausforderung für uns, der wir
    uns stellen müssen. Herr Minister, wir sind bereit dazu.
    So bekommen wir den Ausbau von Straßen, Schienen,
    Luftverkehr und Wasserstraßen hin. Wir haben uns an
    dieser Stelle viel vorgenommen. Ich sage es noch ein-
    mal: Gerade beim ländlichen Raum, bei der ländlichen
    Infrastruktur haben wir eine ausgesprochen hohe Verant-
    wortung für die Menschen, die dort wohnen. Es liegt viel
    vor uns. Es ist Zeit, dass wir endlich eine ideologiefreie
    Verkehrspolitik machen. Das haben wir in den letzten
    Jahren leider nicht erlebt. Da sind viele tragende Bran-
    chen schlicht und ergreifend aus dem Verkehrsministe-
    rium ausgesperrt worden, weil man sich mit ihnen nicht
    unterhalten wollte. Es ist Zeit, dass sich dies ändert. Ich
    bin mir sicher, wir haben einen guten Anfang gemacht.
    Wir haben einen sehr guten Minister dafür und eine her-
    vorragende Koalition. Packen wir es an!


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)




Rede von Dr. h.c. Wolfgang Thierse
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)

Weitere Wortmeldungen zu diesem Einzelplan liegen

nicht vor.

Wir kommen zur Schlussrunde. Als erstem Redner
erteile ich dem Kollegen Norbert Barthle für die CDU/
CSU-Fraktion das Wort.


(Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)


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(C (D Sehr verehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und ollegen! Wir treten nun ein in die Schlussrunde dieser ußergewöhnlichen Woche, in der der Haushalt in dieses arlament eingebracht wird. Wir haben eine Woche lang elegenheit gehabt, den Regierungsentwurf über alle inzelpläne hinweg intensiv zu beraten. Ich will zuerst agen, dass ich es für eine gute Übung halte und es würigen möchte, dass diese Übung stattfindet. Denn wir ürfen nie vergessen: Das Budgetrecht ist das Königsecht des Parlaments. Das ist Ausweis einer guten demoratischen Kultur. Allen Kolleginnen und Kollegen empehle ich, sich anzuschauen, wie in anderen Ländern das udgetrecht ausgestaltet ist. Dann werden Sie sehen, ass wir hier eine hohe demokratische Kultur haben, die s zu pflegen gilt. Wenn ich mir den Verlauf der Woche ansehe, dann ann ich die Bilanz ziehen, dass sich die Koalitionsreder in großer Einigkeit darüber im Klaren waren, dass ieser Haushalt, den wir für das Jahr 2010 vorlegen, ein aushalt des Übergangs und der Krisenbewältigung ist, ber eben auch ein Haushalt, der sich intensiv darum beüht, Impulse für Wachstum und für Beschäftigung zu etzen, und damit zur Bewältigung dieser Krise beiträgt. leichzeitig haben wir erfahren, sowohl in der hervorraenden Grundsatzrede unserer Bundeskanzlerin als auch n der perspektivischen Rede unseres Fraktionsvorsitenden als auch in der sehr substanziellen Rede des Bunesfinanzministers, dass wir in diesem Haushalt neue eichen setzen, (Joachim Poß [SPD]: Eine Eierei des Bundesfinanzministers war das!)

  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Norbert Barthle


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    (Steffen Kampeter [CDU/CSU]: Sehr richtig!)


    eg von ideologischen Schwerpunkten der Vergangen-
    eit, weg von ideologischen Orientierungen, hinein in
    in Jahrzehnt der Chancen, die wir ergreifen wollen. Als
    inen Ausblick in ein neues Jahrzehnt nenne ich: Wir
    eutschen waren schon immer dann stark, wenn wir

    chwierige Situationen zu bewältigen hatten, zum Bei-
    piel nach der deutschen Wiedervereinigung. Auch
    etzt, beim Eintritt in dieses neue Jahrzehnt, werden wir
    eweisen, dass wir die vor uns liegenden Herausforde-
    ungen meistern können.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der FDP)


    In den vergangenen Tagen und Wochen haben wir in
    en Medien immer wieder das Beispiel von der schwä-
    ischen Hausfrau gelesen, das die Bundeskanzlerin he-
    angezogen hatte. Es wurde gefragt, ob es richtig ist, so
    iele Schulden zu machen. Ein ganz einfaches Wort
    azu: Wenn der schwäbischen Hausfrau durch ein Un-
    etter das Dach verhagelt wird, dann wird sie Schulden

    ufnehmen, um das Dach reparieren zu können. Wenn
    as Dach repariert ist, überlegt sie sich, wie es weiter-
    eht. Diese Diskussion müssen wir noch führen. Wir
    üssen noch eine ernsthafte Debatte darüber führen, wie

    s nach der Bewältigung dieser Krise weitergeht, ob man






    (A) )



    (B) )


    Norbert Barthle
    sozusagen auf die eine oder andere Urlaubsreise verzich-
    ten muss, ob man quasi auf das eine oder andere Essen
    beim Italiener verzichten muss.

    Diese Debatte müssen wir ernsthaft führen. Deshalb
    komme ich an dieser Stelle zu den Diskussionsbeiträgen
    der Opposition; denn da habe ich – ohne das pauschal
    verunglimpfen zu wollen – an vielen Stellen Ernsthaftig-
    keit vermisst. Es wurde manches Neue und manches
    Richtige gesagt. Das Problem war nur, dass das Neue,
    das Sie gesagt haben, nicht richtig war und dass das
    Richtige, das Sie gesagt haben, nicht neu war.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der FDP – Alexander Bonde [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Der Spruch war jetzt aber weder richtig noch neu!)


    Wir haben mit einer Ausnahme relativ wenige konstruk-
    tive Beiträge aus der Opposition gehört. Es wurde gefor-
    dert, die Ermäßigung des Mehrwertsteuersatzes für
    Beherbergungsbetriebe rückgängig zu machen.


    (Alexander Bonde [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Mövenpick! – Ute Kumpf [SPD]: Das würde die schwäbische Hausfrau nicht annehmen!)


    Da fielen auch böse Worte; das muss man an dieser
    Stelle sagen. Von Bimbesrepublik, Klientelpolitik usw.
    war da die Rede. Liebe Kollegin Lötzsch, Sie haben ge-
    sagt, das sei ein Haushalt von Lobbyisten für Lobbyis-
    ten.


    (Beifall bei Abgeordneten der LINKEN – Dr. Gesine Lötzsch [DIE LINKE]: Genau so ist es auch!)


    Ich freue mich darauf, mit Ihnen zu diskutieren, wenn
    wir den größten Einzeletat, den für Arbeit und Soziales,
    durchgehen. Dann werde ich Sie fragen, wo da die
    Lobbyisten sitzen, für wen der Haushalt gemacht ist. Da
    bin ich gespannt.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU und der FDP – Steffen Kampeter [CDU/CSU]: Wir sind die Lobbyisten der sozialen Marktwirtschaft!)


    Ich will ein Fazit ziehen. Die gesamte linke Seite die-
    ses Hauses hat sich während dieser Woche darin ergan-
    gen, Klamauk und Radau zu machen,


    (Fritz Kuhn [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Hier ist die Mitte!)


    anstatt sich der Verantwortung, die man in dieser
    schwierigen Situation zu tragen hat, bewusst zu sein und
    dieser gerecht zu werden. Das habe ich in dieser Woche
    vermisst. Deshalb kann ich nur sagen: Das war ein
    schwacher Start der Opposition.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der FDP – Alexander Bonde [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Die Hälfte der Redezeit ist um, und Sie haben nichts gesagt!)


    Wir werden jetzt in die parlamentarischen Beratungen
    dieses Haushalts eintreten. Das ist ein aufwendiges Ver-

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    (C (D ahren. Denn wir Haushälter werden jeden Einzelplan nd jeden Titel durchwühlen, sozusagen jeden einzelnen uro in diesem Haushalt umdrehen, und das sind immerin 325 Milliarden Euro. Wir werden bei dieser Arbeit atürlich im Hinterkopf haben, was im Sommer mit der ufstellung des Haushaltes für das Jahr 2011 auf uns zuommt. Denn wir sind bestrebt, aus dem guten Hausaltsentwurf, den der Finanzminister vorgelegt hat, eien noch besseren Haushalt zu machen. (Steffen Kampeter [CDU/CSU]: Ja, genau! Wenn das überhaupt noch geht!)


    Das werden wir tun, indem wir – auch wenn wir uns
    ewusst sind, dass dieser Haushalt kein Sparhaushalt ist –
    eden einzelnen Posten daraufhin überprüfen, ob wir dort
    icht doch noch etwas einsparen,


    (Fritz Kuhn [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Oh ja! Das haben wir schon gemerkt!)


    twas noch effektiver gestalten oder das zur Verfügung
    tehende Geld noch verantwortungsbewusster einsetzen
    önnen, natürlich auch mit Blick darauf, dass sich die
    eiten inzwischen geändert haben.

    Das betrifft die Nettokreditaufnahme; wir werden
    ns bemühen, sie etwas zu senken. Das betrifft natürlich
    uch die Verpflichtungsermächtigungen; hier wollen
    ir uns für die kommenden Jahre nicht zu sehr binden,

    ondern uns sehr restriktiv verhalten. Und das betrifft die
    rage – sie ist mir besonders wichtig –, ob wir nicht
    och noch neue Schwerpunkte hin zu Investitionen set-
    en können. Wir müssen raus aus den konsumtiven Aus-
    aben, rein in die Investitionen. Das wird ein Schwer-
    unkt unserer Beratungen sein.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


    Ein kleiner Randaspekt: Auch wir wollen die parla-
    entarische Kontrolle der Bundesbeteiligungen effekti-

    er als bisher gestalten. Hier haben wir Parlamentarier
    ur relativ geringe Einflussmöglichkeiten. Diese möch-
    en wir gerne etwas ausbauen. Auch das wird ein
    chwerpunkt unserer Beratungen sein.


    (Beifall des Abg. Alexander Bonde [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN] – Alexander Bonde [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Sehr gut! Der erste vernünftige Satz!)


    Ich freue mich auf eine intensive Zusammenarbeit mit
    en Kolleginnen und Kollegen von der FDP. Ich kann
    ur sagen: Diese Woche hat gezeigt, dass wir in der
    hristlich-soz – –, in der christlich-liberalen Koalition
    in neues Klima haben.


    (Alexander Bonde [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das war knapp!)


    Das war schon richtig. – Das bemerken sogar die Zu-
    chauer an den Fernsehschirmen. In der Großen Koali-
    ion – bei allem Respekt für die Kollegen von der SPD –
    ar es manchmal so, dass wir nicht herzerfreut und herz-

    rfüllt, sondern eher pflichtbewusst geklatscht haben,


    (Dr. h. c. Jürgen Koppelin [FDP]: Hört! Hört!)







    (A) )



    (B) )


    Norbert Barthle
    und bei den Rednern der FDP haben wir unsere Hände
    mühsam unter dem Tisch gehalten, damit sie nicht doch
    hochzucken und klatschen.


    (Dr. h. c. Jürgen Koppelin [FDP]: Hört! Hört!)


    Jetzt ist es so, dass wir, wenn die Kollegen von der FDP
    reden, herzerfüllt und herzerfreut mitklatschen können.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


    Das ist ein neues Klima.


    (Steffen Kampeter [CDU/CSU]: Hört! Hört!)


    Deshalb freue ich mich auf die kommenden Haushalts-
    beratungen mit Ihnen. Wir werden einen Haushalt vorle-
    gen, der noch besser ist als der Entwurf, den wir gerade
    beraten. In diesem Sinne: Bis Ende März!

    Herzlichen Dank.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP – Alexander Bonde [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Es gehört wirklich etwas dazu, bei dieser Rekordverschuldung minutenlang über Ihr Klatschverhalten zu reden! Als ob die Leute interessiert, wer wann für wen geklatscht hat, wenn ihr sie in die Schulden führt!)