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ID1618808600

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Metadaten
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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 16/188 Dr. Michael Meister (CDU/CSU) . . . . . . . . . 20241 A Volker Beck (Köln) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt I: Erste Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und SPD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Umsetzung steuerrecht- licher Regelungen des Maßnahmenpakets „Beschäftigungssicherung durch Wachs- tumsstärkung“ (Drucksache 16/10930) . . . . . . . . . . . . . . . . . in Verbindung mit Zusatztagesordnungspunkt 1: Dr. Gregor Gysi (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Fritz Kuhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. h. c. Hans Michelbach (CDU/CSU) . . . . . Dr. Axel Troost (DIE LINKE) . . . . . . . . . . Reinhard Schultz (Everswinkel) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Olav Gutting (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt II: a) Zweite Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes über die Feststellung des Bundes- 20235 B 20236 D 20243 A 20245 A 20246 C 20247 A 20247 C 20249 B Deutscher B Stenografisch 188. Sitz Berlin, Dienstag, den 2 I n h a l Glückwünsche zum Geburtstag der Abgeord- neten Hartwig Fischer (Göttingen) und Dr. Christoph Bergner . . . . . . . . . . . . . . . . . Wahl der Abgeordneten Jürgen Koppelin und Dr. Gesine Lötzsch in den Verwaltungs- rat der Kreditanstalt für Wiederaufbau . . Erweiterung und Abwicklung der Tagesord- nung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Zur Geschäftsordnung: Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Norbert Röttgen (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Dr. Dagmar Enkelmann (DIE LINKE) . . . . . . Thomas Oppermann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . K W ( i Z A B g D K ( J D 20231 A 20231 B 20236 D 20231 D 20232 D 20233 D 20234 C Antrag der Abgeordneten Ulla Lötzer, Dr. Barbara Höll, Werner Dreibus, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: undestag er Bericht ung 5. November 2008 t : onjunkturprogramm gegen die drohende irtschaftskrise Drucksache 16/10619) . . . . . . . . . . . . . . . . . n Verbindung mit usatztagesordnungspunkt 2: ntrag der Abgeordneten Christine Scheel, ärbel Höhn, Kerstin Andreae, weiterer Ab- eordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/ IE GRÜNEN: Nachhaltig investieren in lima, Bildung, soziale Gerechtigkeit Drucksache 16/11023) . . . . . . . . . . . . . . . . . oachim Poß (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Volker Wissing (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . 20237 A 20237 A 20237 B 20239 C haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2009 (Haushaltsgesetz 2009) (Drucksachen 16/9900, 16/9902) . . . . . . . 20250 C II Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 188. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 25. November 2008 b) Beschlussempfehlung des Haushaltsaus- schusses zu der Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bun- des 2008 bis 2012 (Drucksachen 16/9901, 16/9902, 16/10426) 1 Einzelplan 01 Bundespräsident und Bundespräsidial- amt (Drucksache 16/10424) . . . . . . . . . . . . . . . 2 Einzelplan 02 Deutscher Bundestag (Drucksachen 16/10402, 16/10423) . . . . . 3 Einzelplan 03 Bundesrat (Drucksachen 16/10423, 16/10424) . . . . . 4 a) Einzelplan 08 Bundesministerium der Finanzen (Drucksachen 16/10408, 16/10423) in Verbindung mit b) Einzelplan 20 Bundesrechnungshof (Drucksachen 16/10423, 16/10424) . . Carsten Schneider (Erfurt) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . Steffen Kampeter (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . Christine Scheel (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Peer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Otto Fricke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jochen-Konrad Fromme (CDU/CSU) . . . . . . Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . Jochen-Konrad Fromme (CDU/CSU) . . . . . . Dr. Axel Troost (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Bernhard Brinkmann (Hildesheim) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Axel Troost (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Bernhard Brinkmann (Hildesheim) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Eduard Oswald (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 5 U K C K P D U J V K K 6 G D U B O D D D P H D 7 U 20250 C 20250 D 20250 D 20251 A 20251 A 20251 B 20251 B 20254 A 20256 B 20259 C 20261 B 20263 C 20265 D 20268 A 20269 C 20271 D 20272 A 20272 B 20273 C 20275 C 20275 C 20276 A Einzelplan 30 Bundesministerium für Bildung und Forschung (Drucksachen 16/10420, 16/10423) . . . . . lrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . laus-Peter Willsch (CDU/CSU) . . . . . . . . . ornelia Hirsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . laus Hagemann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . riska Hinz (Herborn) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Annette Schavan, Bundesministerin BMBF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . we Barth (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . örg Tauss (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Priska Hinz (Herborn) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . olker Schneider (Saarbrücken) (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ai Gehring (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . atherina Reiche (Potsdam) (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 06 Bundesministerium des Innern (Drucksachen 16/10406, 16/10423) . . . . . isela Piltz (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Michael Luther (CDU/CSU) . . . . . . . . . . lla Jelpke (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . ettina Hagedorn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . mid Nouripour (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Wolfgang Schäuble, Bundesminister BMI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Max Stadler (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Michael Bürsch (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . etra Pau (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . elmut Brandt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . agmar Freitag (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 16 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Drucksachen 16/10415, 16/10423) . . lrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20277 D 20278 A 20279 B 20281 B 20282 B 20284 A 20285 B 20286 C 20288 C 20290 A 20291 A 20291 D 20293 B 20294 B 20295 C 20296 C 20296 D 20298 B 20300 A 20301 A 20303 C 20305 B 20307 C 20308 B 20309 B 20310 B 20311 C 20313 A 20313 B Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 188. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 25. November 2008 III Andreas Weigel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Leutert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Bernhard Schulte-Drüggelte (CDU/CSU) . . . Hans-Josef Fell (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sigmar Gabriel, Bundesminister BMU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Leutert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Sigmar Gabriel, Bundesminister BMU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Marie-Luise Dött (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Hans-Kurt Hill (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Bärbel Höhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Marco Bülow (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Georg Nüßlein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Hans-Kurt Hill (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Dr. Georg Nüßlein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Ulrich Petzold (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . Anlage 2 Erklärung des Abgeordneten Jürgen Herrmann (CDU/CSU) zur namentlichen Ab- stimmung über die Anträge: Missbilligung der Amtsführung und Entlassung von Bun- desminister Wolfgang Tiefensee (187. Sit- zung, Tagesordnungspunkt 17 und Zusatzta- gesordnungspunkt 7) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20314 B 20315 B 20316 B 20317 D 20318 D 20321 A 20321 B 20321 C 20322 C 20323 D 20324 C 20325 D 20327 C 20328 C 20328 D 20329 A 20330 C 20331 A 20331 D Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 188. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 25. November 2008 20231 (A) ) (B) ) 188. Sitz Berlin, Dienstag, den 2 Beginn: 10.0
  • folderAnlagen
    Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 188. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 25. November 2008 20331 (A) (C) (B) ) Anlagen zum Stenografischen Bericht (187. Sitzung, Tagesordnungspunkt 17 und Zu- satztagesordnungspunkt 7) In der Ergebnisliste ist mein Name nicht aufgeführt. Mein Votum lautet „Nein“. Lehn, Waltraud SPD 25.11.2008 Lips, Patricia CDU/CSU 25.11.2008 Lopez, Helga SPD 25.11.2008 Anlage 1 Liste der entschuldigt A Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Beck (Bremen), Marieluise BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 25.11.2008 Dr. Bisky, Lothar DIE LINKE 25.11.2008 Bluhm, Heidrun DIE LINKE 25.11.2008 Bollen, Clemens SPD 25.11.2008 Bonde, Alexander BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 25.11.2008 Brunkhorst, Angelika FDP 25.11.2008 Ernst, Klaus DIE LINKE 25.11.2008 Fograscher, Gabriele SPD 25.11.2008 Friedhoff, Paul K. FDP 25.11.2008 Dr. Geisen, Edmund Peter FDP 25.11.2008 Gloser, Günter SPD 25.11.2008 Göppel, Josef CDU/CSU 25.11.2008 Gradistanac, Renate SPD 25.11.2008 Hänsel, Heike DIE LINKE 25.11.2008 Dr. Happach-Kasan, Christel FDP 25.11.2008 Hiller-Ohm, Gabriele SPD 25.11.2008 Hintze, Peter CDU/CSU 25.11.2008 Jaffke-Witt, Susanne CDU/CSU 25.11.2008 Dr. Jung, Franz Josef CDU/CSU 25.11.2008 Knoche, Monika DIE LINKE 25.11.2008 Krichbaum, Gunther CDU/CSU 25.11.2008 Krüger-Leißner, Angelika SPD 25.11.2008 N N D R R R S S S S S D T D W D Z A (D en Abgeordneten nlage 2 Erklärung des Abgeordneten Jürgen Herrmann (CDU/ CSU) zur namentlichen Abstimmung über die Anträge: Missbilligung der Amtsführung und Ent- lassung von Bundesminister Wolfgang Tiefensee itzsche, Henry fraktionslos 25.11.2008 oll, Michaela CDU/CSU 25.11.2008 r. Paech, Norman DIE LINKE 25.11.2008 awert, Mechthild SPD 25.11.2008 oth (Heringen), Michael SPD 25.11.2008 upprecht (Tuchenbach), Marlene SPD 25.11.2008 charfenberg, Elisabeth BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 25.11.2008 chauerte, Hartmut CDU/CSU 25.11.2008 chily, Otto SPD 25.11.2008 taffelt, Grietje BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 25.11.2008 trothmann, Lena CDU/CSU 25.11.2008 r. Terpe, Harald BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 25.11.2008 hönnes, Franz SPD 25.11.2008 r. Wiefelspütz, Dieter SPD 25.11.2008 inkelmeier-Becker, Elisabeth CDU/CSU 25.11.2008 r. Wodarg, Wolfgang SPD 25.11.2008 immermann, Sabine DIE LINKE 25.11.2008 bgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich 188. Sitzung Berlin, Dienstag, den 25. November 2008 Inhalt: Redetext Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Anlage 2
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Uwe Barth


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (FDP)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (FDP)


    Der Kurs in Prozentrechnung folgt im Anschluss un-

    er vier Augen, lieber Herr Tauss.

    Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    ehr geehrte Frau Ministerin, „Bildung und Forschung
    ind das Gebot der Stunde“, haben Sie gesagt. „Ich
    öchte, dass Deutschland eine Bildungsrepublik wird“,

    o klingt das bei der Kanzlerin. Mit diesen Sätzen, mit
    iesen Ankündigungen zeigen Sie, dass Sie die Prioritä-
    en richtig erkennen, aber Sie wecken natürlich auch
    offnungen damit,


    (Jörg Tauss [SPD]: Zu Recht!)


    ie Hoffnung zum Beispiel, dass kraft der Richtlinien-
    ompetenz der Kanzlerin die Bildungspolitik tatsächlich
    in Schwerpunkt in der politischen Arbeit der Bundes-
    egierung sein wird, die Hoffnung, dass die vielen Pro-
    leme und Unzulänglichkeiten in unserem Bildungssys-
    em nun auch wirklich gezielt angegangen und behoben
    erden, und die Hoffnung, dass das dafür notwendige
    eld nun auch wirklich bereitgestellt und zielgerichtet

    ingesetzt wird.

    Auf dem Bildungsgipfel, über den Sie auch gespro-
    hen haben, Frau Ministerin, der den Aufbruch in diese
    unschrepublik der Bundeskanzlerin kennzeichnen sollte,

    at man sich in der Tat nicht lumpen lassen: 10 Prozent
    es Bruttoinlandsprodukts sollen es bis 2015 sein, die für
    ildung und Forschung ausgegeben werden. Da will man
    atürlich nicht als Kleingeist oder Erbsenzähler am Weg-
    and stehen


    (Beifall des Abg. Andreas G. Lämmel [CDU/ CSU] sowie des Abg. Jörg Tauss [SPD])


    nd fragen, ob 2015 nun richtig ist; dass 2012 noch viel
    esser wäre, darüber können wir sicherlich schnell Ei-
    igkeit herbeiführen. Aber hier und heute sprechen wir
    ber den Bundeshaushalt 2009. Darin müsste sich diese
    rioritätensetzung, wenn man das denn bis 2015 errei-
    hen will, widerspiegeln.


    (Ulrike Flach [FDP]: Richtig!)


    as suche ich aber vergebens.


    (Beifall bei der FDP und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)


    ill man 10 Prozent erreichen, muss man mit gutem
    eispiel vorangehen.

    Frau Ministerin, Sie sagen, in 60 Jahren habe es ein
    iel wie das 3-Prozent-Ziel noch nicht gegeben. Ent-
    chuldigung! Ich will nicht Ziele feiern; mir wären Fei-
    rstunden beim Erreichen von Ergebnissen wichtiger.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN – Swen Schulz [Spandau] [SPD]: Aber gleichzeitig wollen Sie die Steuern senken und die Schulden abbauen!)







    (A) )



    (B) )


    Uwe Barth
    Was das 3-Prozent-Ziel angeht, haben Sie die Einladun-
    gen immer noch nicht drucken können; denn Sie werden
    dieses Ziel nicht erreichen.

    9 Prozent mehr im Haushalt – das ist richtig, das ist
    erfreulich; überhaupt keine Frage. Aber das relativiert
    sich natürlich, wenn man auf die anderen Einzelpläne
    schaut. Das Umwelt- oder das Gesundheitsministerium
    zum Beispiel bekommen weit über 50 Prozent mehr ge-
    genüber dem Vorjahr. Wenn wir eine Hitliste der prozen-
    tualen Zuwächse des Etats der einzelnen Ressorts erstel-
    len, landet Ihr Ressort, Frau Ministerin, gerade einmal
    auf Platz sieben.


    (Zuruf des Abg. Jörg Tauss [SPD])


    Um es ganz klar zu sagen: Eine Prioritätensetzung zu-
    gunsten der Bildung stelle ich mir anders vor. Eine sol-
    che sieht anders aus.


    (Beifall bei der FDP)


    1,2 Prozent des Gesamthaushaltes fließen in die Bil-
    dung. 1,2 Prozent! Das, Frau Ministerin, verkaufen Sie
    uns hier auch noch als den großen bildungspolitischen
    Aufbruch in neue Sphären.


    (Cornelia Pieper [FDP]: So ist es! Endlich einmal klare Worte!)


    Wenn wir bildungspolitisch in neue Galaxien aufbrechen
    wollen, um Ziele zu erreichen, die nie ein Mensch zuvor
    gesehen hat, dann brauchen wir dazu ein Raumschiff na-
    mens „Bildungsland Deutschland“ mit einer gut ausge-
    bildeten Mannschaft und mit einem Warp-Antrieb. Sie,
    Frau Ministerin, tuckern hier stattdessen mit dem Aus-
    flugsdampfer „Angela“ mit Holzvergaser durch die Ge-
    gend. In der aktuellen Situation sind Sie noch nicht ein-
    mal in der Lage, selbst für diesen eine gut ausgebildete
    Mannschaft zu stellen.


    (Beifall bei der FDP)


    Das ist die Realität: 10 Prozent der ausbildungswilli-
    gen Unternehmen können ihre Lehrplätze nicht beset-
    zen; Sie haben es angesprochen. Der Grund ist das Feh-
    len von ausbildungsfähigen Bewerbern. Mehr als die
    Hälfte der ausbildenden Unternehmen beklagt eklatante
    Schwächen der Schulabgänger in elementaren Rechen-
    fertigkeiten wie Addieren und Subtrahieren. Und wenn
    die Stiftung Lesen meldet, dass es in Deutschland
    4 Millionen erwachsene Analphabeten gibt, wird klar,
    liebe Kolleginnen und Kollegen, wie weit wir von dem
    Ziel einer Bildungsrepublik Deutschland noch entfernt
    sind.

    Gerade in Zeiten, wo das Geld knapper wird, muss
    die Erkenntnis gelten, dass wir uns gute Bildung leisten
    müssen, weil wir uns schlechte Bildung nicht leisten
    können.


    (Beifall bei der FDP – Jörg Tauss [SPD]: Schöner Satz!)


    Gerade weil in den letzten zehn Jahren insgesamt viel zu
    wenig in die Bildung investiert wurde, müssen wir jetzt
    verstärkt eine Erhöhung der Bildungsinvestitionen ein-
    fordern. Zugleich benötigen wir ein Umdenken bei der

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    (C (D taatlichen Förderung des Bildungswesens. Denn bei aler Notwendigkeit der Bereitstellung staatlicher Mittel st es nicht mit einem Griff in das Staatssäckel getan, ildung ist auch eine ganz persönliche Sache, an der jeem Einzelnen gelegen sein muss und für die jeder Einelne auch etwas tun muss. Ja, Herr Tauss, auch jeder Einzelne muss etwas dafür n. Nein, kein Schulgeld. (Beifall bei der FDP – Jörg Tauss [SPD]: Was dann?)


    (Jörg Tauss [SPD]: Aha!)


    (Jörg Tauss [SPD]: Schulgeld, oder was?)


    Wenn Sie sich einen Moment gedulden, dann sage ich
    s Ihnen, lieber Herr Tauss.


    (Jörg Tauss [SPD]: Ich gedulde mich!)


    Gerade im Bereich der Hochschul- und Weiterbildung
    üssen wir die Bereitschaft zu privaten Investitionen

    rhöhen. Die FDP-Fraktion hat hier deshalb den Vor-
    chlag unterbreitet, ein System des privaten Bildungs-
    parens aufzubauen. Damit soll ein Kapitalstock beför-
    ert werden,


    (Dr. Petra Sitte [DIE LINKE]: Damit haben Sie ja auch Erfahrung!)


    us dem jeder später seine privaten Bildungsinvestitio-
    en bezahlen kann. Die entsprechende Systematik ken-
    en Sie: Die Vermögensbildung gerade von einkom-
    ensschwächeren Schichten wird ja in analoger Weise

    urch Bausparprämien und vermögenswirksame Leis-
    ungen gefördert. Genau diese Logik und dieses System
    ollen wir in den Bereich der Bildungsinvestitionen
    bertragen.


    (Beifall bei der FDP – Zuruf des Abg. Volker Schneider [Saarbrücken] [DIE LINKE])


    Meine Damen und Herren, die Bildungsrepublik
    eutschland ist auch unser Ziel. Das ist ganz klar. Mit
    iesem Haushalt verpasst die schwarz-rote Koalition lei-
    er eine weitere und, wie ich hoffe, die letzte Chance,
    afür nicht nur ein Zeichen zu setzen, sondern endlich
    uch Fakten zu schaffen.


    (Cornelia Pieper [FDP]: So ist es!)


    as machen wir dann nächstes Jahr im Herbst.

    Herzlichen Dank.


    (Beifall bei der FDP – Christian Lange [Backnang] [SPD]: Schauen wir mal! – Jörg Tauss [SPD]: Erschrecken Sie doch die Leute nicht so, Herr Barth!)




Rede von Dr. h.c. Susanne Kastner
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)

Für die SPD-Fraktion gebe ich das Wort dem Kolle-

en Jörg Tauss.


(Beifall bei der SPD – Zuruf von der FDP: Wir hatten schon die Hoffnung, er bliebe uns Vizepräsidentin Dr. h. c. Susanne Kastner erspart! – Volker Schneider [Saarbrücken] [DIE LINKE]: Da wir gerade von Erschrecken sprechen!)





(A) )


(B) )



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von: Unbekanntinfo_outline


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: ()


    Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen! Liebe Kolle-

    gen! Ich fand Ihre Rede, Frau Ministerin, bemerkens-
    wert. Sie war sehr gut.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU – Lachen bei der FDP sowie bei Abgeordneten der LINKEN)


    – Nein, das spricht für die Koalition, dass wir auch sol-
    che Dinge einmal aussprechen können. – Vor allen Din-
    gen haben mir Ihre Hinweise auf die Studierenden gefal-
    len. Wichtig war auch die Bemerkung, Exzellenz dürfe
    nicht zulasten der Breite gehen. Das ist schon fast sozial-
    demokratisch.


    (Uwe Barth [FDP]: Jetzt würde ich mir Sorgen machen, wenn ich Ministerin wäre!)


    Auch die Forderung nach Aufstieg durch Bildung – die
    stammt ja auch von uns –


    (Uwe Barth [FDP]: Ich habe gewusst, dass da etwas kommt!)


    fand ich prima. Ihre Gute-Laune-Rede, Frau Schavan,
    hat mich etwas mit der Schlechte-Laune-Rede des Kolle-
    gen Willsch versöhnt. Deswegen habe ich, Kollege
    Willsch, in mein Konzept ein paar Gemeinheiten zur
    CDU und zur Unionsfraktion insgesamt hereingeschrie-
    ben. Daran sind Sie selber schuld. Ich werde das dann
    vortragen. Außerdem möchte ich Ihnen sagen: Ihre Atta-
    cke auf den Kollegen Hagemann fand ich nicht in Ord-
    nung.


    (Zurufe von der FDP: Och!)


    Ich sage in aller Deutlichkeit: Wir haben die Frau
    Ministerin in der Frage der Wissenschaftsinitiative
    unterstützt, auch unsere Haushälter, unser Kollege
    Hagemann. Herr Kollege Willsch, ich hätte mir ge-
    wünscht, dass Herr Kampeter die Frau Ministerin nicht
    so im Regen hätte stehen lassen, wie er es getan hat. Hier
    hätten wir uns auch vonseiten des Koalitionspartners in
    der Tat mehr Unterstützung gewünscht.


    (Uwe Barth [FDP]: Koalitionsausschuss!)


    Ich habe wenig Verständnis für den Kollegen Kampeter.

    Kollege Willsch, ich finde es nicht fair und nicht in
    Ordnung, wie Sie die Erfolge von Edelgard Bulmahn he-
    runterreden. Es gehörte zu Ihrer Souveränität, wenn Sie
    anerkennen würden, was damals nach Ihrer Regierungs-
    zeit erreicht wurde. Dann würden wir uns noch besser
    vertragen. Der Haushaltszuwachs lag bei 37,6 Prozent.
    Bei Schwarz-Rot ging es in dieser Tradition weiter. Kol-
    lege Willsch, das könnte man doch mit etwas mehr Sou-
    veränität einfach einmal sagen. Ihre Aufforderung an
    mich, gemeinsam mit Ihnen einen Tanzkurs zu belegen,
    entschädigt mich nicht für diese Verärgerung. Das will
    ich an dieser Stelle sagen.

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    (C (D In die Richtung der FDP und der Grünen sage ich: atürlich haben Sie Einsparvorschläge gemacht. Jetzt iegt dieses dicke Ding, das telefonbuchähnliche Werk, as der Kollege Koppelin immer in die Kameras hält, icht mehr da. (Abg. Uwe Barth [FDP] hält ein Schriftstück hoch)


    Sie haben es schon umgedreht, damit man es nicht
    ehr so sieht. Also gut, das ist das Ding, über das wir

    ier reden. – Gucken wir einmal, was drinsteht. Allein
    m Bereich der Arbeitsmarktinstrumente enthält es
    ürzungen von 2 Milliarden Euro.


    (Zurufe von der SPD: Hört! Hört!)


    as geht zulasten von arbeitslosen Jugendlichen, die wir
    on der Straße holen wollen und denen wir in diesem
    and helfen müssen.


    (Beifall bei der SPD – Zurufe von der FDP)


    n die Adresse der Grünen sage ich: Ihr habt dies gegen-
    ber der FDP sogar noch deutlich übertroffen. Das finde
    ch auch nicht in Ordnung. Wenn man Einsparvorschläge
    acht, dann sollte man auch sagen, wo diese Einsparun-

    en gemacht werden sollen.

    Zur FDP sage ich: Ganz nebenbei wollen Sie auch
    och das Erziehungsgeld um 500 Millionen Euro kür-
    en. Sagen Sie das einmal den Betroffenen. Das Erzie-
    ungsgeld ist in dem Ausmaß, wie es angenommen wird,
    in großartiges Ergebnis der letzten Jahre. Es wird auch
    on Männern immer mehr angenommen. Das wollen Sie
    infach um 500 Millionen Euro kürzen. Es gilt also nicht
    ur, Sparbücher hochzuhalten; es ist gut, dass Sie das
    mgedreht haben, damit man es nicht mehr so sieht. Es
    eht darum, ein Stück weit auch auf die Inhalte der Ver-
    ackung hinzuweisen.


    (Beifall bei der SPD)


    Zum Bildungsgipfel. Meine Begeisterung hält sich
    uch in Grenzen. Ich hätte mir in der Tat gewünscht,
    ass Konkreteres dabei herauskommt. Das 10-Prozent-
    iel mit 7 Prozent für Bildung, wie wir es immer gefor-
    ert haben, und – entsprechend dem Lissabon-Prozess –
    Prozent für Forschung ist wichtig. Die Bildungsrepu-

    lik, wie sie Jürgen Zöllner schon vor Jahren forderte,
    urde durch den Bildungsgipfel noch nicht erreicht; das

    st keine Frage.