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    1. tocInhaltsverzeichnis
      Plenarprotokoll 16/188 Dr. Michael Meister (CDU/CSU) . . . . . . . . . 20241 A Volker Beck (Köln) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt I: Erste Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und SPD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Umsetzung steuerrecht- licher Regelungen des Maßnahmenpakets „Beschäftigungssicherung durch Wachs- tumsstärkung“ (Drucksache 16/10930) . . . . . . . . . . . . . . . . . in Verbindung mit Zusatztagesordnungspunkt 1: Dr. Gregor Gysi (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Fritz Kuhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. h. c. Hans Michelbach (CDU/CSU) . . . . . Dr. Axel Troost (DIE LINKE) . . . . . . . . . . Reinhard Schultz (Everswinkel) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Olav Gutting (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt II: a) Zweite Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes über die Feststellung des Bundes- 20235 B 20236 D 20243 A 20245 A 20246 C 20247 A 20247 C 20249 B Deutscher B Stenografisch 188. Sitz Berlin, Dienstag, den 2 I n h a l Glückwünsche zum Geburtstag der Abgeord- neten Hartwig Fischer (Göttingen) und Dr. Christoph Bergner . . . . . . . . . . . . . . . . . Wahl der Abgeordneten Jürgen Koppelin und Dr. Gesine Lötzsch in den Verwaltungs- rat der Kreditanstalt für Wiederaufbau . . Erweiterung und Abwicklung der Tagesord- nung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Zur Geschäftsordnung: Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Norbert Röttgen (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Dr. Dagmar Enkelmann (DIE LINKE) . . . . . . Thomas Oppermann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . K W ( i Z A B g D K ( J D 20231 A 20231 B 20236 D 20231 D 20232 D 20233 D 20234 C Antrag der Abgeordneten Ulla Lötzer, Dr. Barbara Höll, Werner Dreibus, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: undestag er Bericht ung 5. November 2008 t : onjunkturprogramm gegen die drohende irtschaftskrise Drucksache 16/10619) . . . . . . . . . . . . . . . . . n Verbindung mit usatztagesordnungspunkt 2: ntrag der Abgeordneten Christine Scheel, ärbel Höhn, Kerstin Andreae, weiterer Ab- eordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/ IE GRÜNEN: Nachhaltig investieren in lima, Bildung, soziale Gerechtigkeit Drucksache 16/11023) . . . . . . . . . . . . . . . . . oachim Poß (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Volker Wissing (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . 20237 A 20237 A 20237 B 20239 C haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2009 (Haushaltsgesetz 2009) (Drucksachen 16/9900, 16/9902) . . . . . . . 20250 C II Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 188. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 25. November 2008 b) Beschlussempfehlung des Haushaltsaus- schusses zu der Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bun- des 2008 bis 2012 (Drucksachen 16/9901, 16/9902, 16/10426) 1 Einzelplan 01 Bundespräsident und Bundespräsidial- amt (Drucksache 16/10424) . . . . . . . . . . . . . . . 2 Einzelplan 02 Deutscher Bundestag (Drucksachen 16/10402, 16/10423) . . . . . 3 Einzelplan 03 Bundesrat (Drucksachen 16/10423, 16/10424) . . . . . 4 a) Einzelplan 08 Bundesministerium der Finanzen (Drucksachen 16/10408, 16/10423) in Verbindung mit b) Einzelplan 20 Bundesrechnungshof (Drucksachen 16/10423, 16/10424) . . Carsten Schneider (Erfurt) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . Steffen Kampeter (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . Christine Scheel (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Peer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Otto Fricke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jochen-Konrad Fromme (CDU/CSU) . . . . . . Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . Jochen-Konrad Fromme (CDU/CSU) . . . . . . Dr. Axel Troost (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Bernhard Brinkmann (Hildesheim) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Axel Troost (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Bernhard Brinkmann (Hildesheim) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Eduard Oswald (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 5 U K C K P D U J V K K 6 G D U B O D D D P H D 7 U 20250 C 20250 D 20250 D 20251 A 20251 A 20251 B 20251 B 20254 A 20256 B 20259 C 20261 B 20263 C 20265 D 20268 A 20269 C 20271 D 20272 A 20272 B 20273 C 20275 C 20275 C 20276 A Einzelplan 30 Bundesministerium für Bildung und Forschung (Drucksachen 16/10420, 16/10423) . . . . . lrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . laus-Peter Willsch (CDU/CSU) . . . . . . . . . ornelia Hirsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . laus Hagemann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . riska Hinz (Herborn) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Annette Schavan, Bundesministerin BMBF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . we Barth (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . örg Tauss (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Priska Hinz (Herborn) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . olker Schneider (Saarbrücken) (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ai Gehring (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . atherina Reiche (Potsdam) (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 06 Bundesministerium des Innern (Drucksachen 16/10406, 16/10423) . . . . . isela Piltz (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Michael Luther (CDU/CSU) . . . . . . . . . . lla Jelpke (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . ettina Hagedorn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . mid Nouripour (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Wolfgang Schäuble, Bundesminister BMI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Max Stadler (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Michael Bürsch (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . etra Pau (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . elmut Brandt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . agmar Freitag (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 16 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Drucksachen 16/10415, 16/10423) . . lrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20277 D 20278 A 20279 B 20281 B 20282 B 20284 A 20285 B 20286 C 20288 C 20290 A 20291 A 20291 D 20293 B 20294 B 20295 C 20296 C 20296 D 20298 B 20300 A 20301 A 20303 C 20305 B 20307 C 20308 B 20309 B 20310 B 20311 C 20313 A 20313 B Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 188. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 25. November 2008 III Andreas Weigel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Leutert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Bernhard Schulte-Drüggelte (CDU/CSU) . . . Hans-Josef Fell (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sigmar Gabriel, Bundesminister BMU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Leutert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Sigmar Gabriel, Bundesminister BMU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Marie-Luise Dött (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Hans-Kurt Hill (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Bärbel Höhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Marco Bülow (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Georg Nüßlein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Hans-Kurt Hill (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Dr. Georg Nüßlein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Ulrich Petzold (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . Anlage 2 Erklärung des Abgeordneten Jürgen Herrmann (CDU/CSU) zur namentlichen Ab- stimmung über die Anträge: Missbilligung der Amtsführung und Entlassung von Bun- desminister Wolfgang Tiefensee (187. Sit- zung, Tagesordnungspunkt 17 und Zusatzta- gesordnungspunkt 7) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20314 B 20315 B 20316 B 20317 D 20318 D 20321 A 20321 B 20321 C 20322 C 20323 D 20324 C 20325 D 20327 C 20328 C 20328 D 20329 A 20330 C 20331 A 20331 D Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 188. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 25. November 2008 20231 (A) ) (B) ) 188. Sitz Berlin, Dienstag, den 2 Beginn: 10.0
    2. folderAnlagen
      Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 188. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 25. November 2008 20331 (A) (C) (B) ) Anlagen zum Stenografischen Bericht (187. Sitzung, Tagesordnungspunkt 17 und Zu- satztagesordnungspunkt 7) In der Ergebnisliste ist mein Name nicht aufgeführt. Mein Votum lautet „Nein“. Lehn, Waltraud SPD 25.11.2008 Lips, Patricia CDU/CSU 25.11.2008 Lopez, Helga SPD 25.11.2008 Anlage 1 Liste der entschuldigt A Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Beck (Bremen), Marieluise BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 25.11.2008 Dr. Bisky, Lothar DIE LINKE 25.11.2008 Bluhm, Heidrun DIE LINKE 25.11.2008 Bollen, Clemens SPD 25.11.2008 Bonde, Alexander BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 25.11.2008 Brunkhorst, Angelika FDP 25.11.2008 Ernst, Klaus DIE LINKE 25.11.2008 Fograscher, Gabriele SPD 25.11.2008 Friedhoff, Paul K. FDP 25.11.2008 Dr. Geisen, Edmund Peter FDP 25.11.2008 Gloser, Günter SPD 25.11.2008 Göppel, Josef CDU/CSU 25.11.2008 Gradistanac, Renate SPD 25.11.2008 Hänsel, Heike DIE LINKE 25.11.2008 Dr. Happach-Kasan, Christel FDP 25.11.2008 Hiller-Ohm, Gabriele SPD 25.11.2008 Hintze, Peter CDU/CSU 25.11.2008 Jaffke-Witt, Susanne CDU/CSU 25.11.2008 Dr. Jung, Franz Josef CDU/CSU 25.11.2008 Knoche, Monika DIE LINKE 25.11.2008 Krichbaum, Gunther CDU/CSU 25.11.2008 Krüger-Leißner, Angelika SPD 25.11.2008 N N D R R R S S S S S D T D W D Z A (D en Abgeordneten nlage 2 Erklärung des Abgeordneten Jürgen Herrmann (CDU/ CSU) zur namentlichen Abstimmung über die Anträge: Missbilligung der Amtsführung und Ent- lassung von Bundesminister Wolfgang Tiefensee itzsche, Henry fraktionslos 25.11.2008 oll, Michaela CDU/CSU 25.11.2008 r. Paech, Norman DIE LINKE 25.11.2008 awert, Mechthild SPD 25.11.2008 oth (Heringen), Michael SPD 25.11.2008 upprecht (Tuchenbach), Marlene SPD 25.11.2008 charfenberg, Elisabeth BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 25.11.2008 chauerte, Hartmut CDU/CSU 25.11.2008 chily, Otto SPD 25.11.2008 taffelt, Grietje BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 25.11.2008 trothmann, Lena CDU/CSU 25.11.2008 r. Terpe, Harald BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 25.11.2008 hönnes, Franz SPD 25.11.2008 r. Wiefelspütz, Dieter SPD 25.11.2008 inkelmeier-Becker, Elisabeth CDU/CSU 25.11.2008 r. Wodarg, Wolfgang SPD 25.11.2008 immermann, Sabine DIE LINKE 25.11.2008 bgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich 188. Sitzung Berlin, Dienstag, den 25. November 2008 Inhalt: Redetext Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Anlage 2
    • insert_commentVorherige Rede als Kontext
      Rede von Dr. Gregor Gysi


      • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (DIE LINKE.)
      • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (DIE LINKE.)


      Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wir haben

      einen Weltfinanzgipfel erlebt. Die meisten – wir gehören
      dazu – sind davon wirklich mehr als enttäuscht, und
      zwar deshalb, weil unter anderem beschlossen wurde,
      weiterhin freie Finanzmärkte zuzulassen. Es wurde nicht
      verstanden, dass es einen Unterschied zwischen dem
      Gütermarkt und dem Finanzmarkt gibt.


      (Zuruf von der FDP: Aha!)


      Auf dem Güter- und Dienstleistungsmarkt werden Wa-
      ren und Dienstleistungen entweder gegen Waren und
      Dienstleistungen oder gegen Geld getauscht; das ist re-
      gulierbar. Auf dem Finanzmarkt wird Geld gegen Geld
      getauscht. Das Ergebnis ist immer, dass einer verlieren
      muss und einer gewinnen soll. Das Ganze ist reine Spe-
      kulation und führt zu solchen Katastrophen, wie wir sie
      jetzt erleben. Wenn Ihre Entscheidung nicht anders lau-
      tet, als alles weiter so laufen zu lassen, dann haben Sie
      nicht verstanden, worum es geht, und sind nicht bereit,
      die notwendigen Schlussfolgerungen zu ziehen.


      (Beifall bei der LINKEN)


      Es stimmt, es gibt internationale Ursachen. Es gibt
      Ursachen, die in anderen Ländern liegen. Es gibt aber
      auch Ursachen, die in Deutschland liegen. Ich frage Sie:
      Was tun Sie gegen die Ursachen in Deutschland? Ich
      nenne Ihnen einige wenige Beispiele.

      Nehmen wir die Hedgefonds. Was sind Hedgefonds? –
      Man muss der Öffentlichkeit diesen Begriff erklären.
      Diese Fonds beteiligen sich mit einem Minimum an Ei-
      genkapital an einem Unternehmen, das gerade pleite-
      geht. Sie leihen sich den größten Anteil des Geldes und
      bürden die dadurch entstehenden Schulden dem neuen
      Unternehmen auf. Dann entlassen sie massenhaft Leute
      und verkaufen das Ganze profitabel. Das ist ihr Zweck.
      Deshalb sagte Herr Müntefering, nachdem er das Ganze
      zugelassen hat, das seien Heuschrecken. Ich frage Sie:
      Was machen Sie?


      (Zuruf von der SPD: Quatsch!)


      Außerdem wurde unter der Regierung von SPD und
      Grünen geregelt, dass für diese Käufe und Verkäufe
      nicht ein Cent an Steuern zu zahlen ist; diese Steuern

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      (C (D usste man unter der von Kohl geführten Regierung och zahlen. Die Große Koalition hat an dieser Regeung nichts geändert. Das ist ein Anreiz gewesen, all diese Geschäfte in eutschland zu betreiben. Ich frage Sie nun: Was haben ie für einen Gesetzentwurf? Haben Sie einmal überlegt, b Sie Hedgefonds entweder wieder verbieten oder wenn Sie weiterhin zulassen wollen – in ihren Mög ichkeiten kontrollieren und einschränken? – Sie haben ichts dergleichen getan. Nehmen wir die Zweckgesellschaften. Banken grünen in Steueroasen Zweckgesellschaften, damit sie nicht er Finanzkontrolle unterliegen. Diese Zweckgesellchaften verkaufen faule Kreditbriefe – das hat uns mit n den Ruin getrieben –, und dafür müssen sie keine teuern zahlen. Wo ist Ihr Gesetzentwurf zum Verbot der wenigstens zur Kontrolle dieser Zweckgesellschafen? – Den gibt es nicht. Die dritte Forderung, die man aus der Finanzkrise erleiten kann, ist, dass Steueroasen trockengelegt weren. Ich frage Sie: Wann haben Sie mit Präsident Bush arüber geredet, ob er versucht, die entsprechenden Ineln im Atlantik diesbezüglich mit amerikanischen Miteln zu überzeugen? Nein, um die Bundeswehr geht es nicht, es geht um anz andere Wege. Die Bundeswehr ist immer Ihre Antort. Wir haben regelmäßig andere Antworten. (Beifall bei der LINKEN – Ludwig Stiegler [SPD]: Ja, die Volksarmee!)


      (Beifall bei der LINKEN)


      (Beifall bei der LINKEN)


      (Beifall bei der LINKEN)


      (Zuruf von der SPD: Bundeswehr!)


      Das ist schon ein bemerkenswerter Vorgang. Nichts
      ergleichen ist verabredet worden. Ich frage Sie daher:
      aben Sie wenigstens schon einmal mit Obama telefo-
      iert? Ich frage dies, weil ich hoffe, dass man sich mit
      hm diesbezüglich verständigen kann.


      (Dr. Peter Struck [SPD]: Wir haben ihn in die Fraktion eingeladen!)


      Ein weiterer Aspekt sind die Verbriefungen. Das
      ind Handelsgeschäfte mit Krediten, die Banken, Immo-
      iliengesellschaften und Investmentfonds zu Paketen
      ündeln und weltweit verkaufen. Genau dadurch wurde
      ie Krise ausgelöst; denn die meisten Kredite waren
      aul, weil keine Werte dahinter standen. Das war die Ur-
      ache. Was machen Sie gegen diese Art der Verbriefun-
      en? – Nichts.


      (Beifall bei der LINKEN)


      eshalb sage ich Ihnen: Sie haben keine Schlussfolge-
      ungen gezogen.

      Die Bundeskanzlerin, Frau Merkel, bereitet uns da-
      auf vor, dass das kommende Jahr schlechte Nachrichten
      ringen wird. Die Deutsche Bundesbank erklärt: Wir
      erden ab dem nächsten Jahr die schwerste Wirtschafts-






      (A) )



      (B) )


      Dr. Gregor Gysi
      krise seit 1949 erleben, weil die Finanzkrise mit allen
      Folgen in die Realwirtschaft überschwappt. Was macht
      die Bundesregierung? – Sie legt für das nächste Jahr ein
      Konjunkturprogramm im Umfang von weniger als 4 Mil-
      liarden Euro vor. Das sind 0,15 Prozent des Brutto-
      inlandprodukts. Ich sage Ihnen: Daran wird deutlich,
      dass Sie die Situation nicht verstanden haben; denn Sie
      sind nicht bereit, die notwendigen Schlussfolgerungen
      zu ziehen.


      (Beifall bei der LINKEN)


      Die deutsche Wirtschaft lebt nun einmal sehr von den
      Ausfuhren. Diese brechen aber wegen der internationa-
      len Finanzkrise weg. Sie erkennen das erste Mal, dass
      man vielleicht die Binnenwirtschaft stärken muss. Das
      geht aber nur, indem Sie die Kaufkraft erhöhen, die Sie
      seit Jahren geschwächt haben, sei es durch die Mehr-
      wertsteuererhöhung, durch die Rentenformel oder durch
      was auch immer. Überall haben Sie die Kaufkraft der
      Bevölkerung geschwächt. Das muss in unserer Gesell-
      schaft grundsätzlich geändert werden, aus sozialen und
      aus wirtschaftlichen Gründen.


      (Beifall bei der LINKEN)


      Andere Länder reagieren ganz anders als Deutsch-
      land. Nehmen Sie das Beispiel China.


      (Dr. Carl-Christian Dressel [SPD]: Von China lernen, heißt Siegen lernen!)


      – Ja, ich bitte Sie. – China legt ein Konjunkturprogramm
      in Höhe von 1,2 Billionen Euro auf. Das entspricht der
      Hälfte des Bruttoinlandprodukts, nicht 0,15 Prozent.

      Wenn Ihnen China nicht gefällt, dann nehmen wir die
      USA. Obama hat gesagt, er wolle 700 Milliarden Dollar
      in ein Konjunkturprogramm einbringen. Davon sind wir
      meilenweit entfernt.

      Nehmen Sie Großbritannien. Großbritannien steckt
      im nächsten Jahr 23 Milliarden Euro in ein Konjunktur-
      programm


      (Dr. h. c. Hans Michelbach [CDU/CSU]: Sie wollen doch den Staatskapitalismus!)


      und senkt die Mehrwertsteuer von 17,5 auf 15 Prozent.
      Nichts dergleichen fällt Ihnen ein, was aber dringend er-
      forderlich wäre, wenn eine Wirtschaftsrezession verhin-
      dert werden soll.


      (Beifall bei der LINKEN)


      Ich weiß ja, dass Sie uns nicht glauben; deshalb nenne
      ich Ihnen auch andere Stimmen. Die EU-Kommission
      hat gerade vorgeschlagen, jedes Mitgliedsland solle ein
      Konjunkturprogramm im Umfang von wenigstens 1 Pro-
      zent des Bruttoinlandsprodukts starten. Das wären in
      Deutschland 25 Milliarden Euro. Sie setzen weniger als
      4 Milliarden Euro ein. Mit diesem Kleckern werden die
      Probleme nicht gelöst.


      (Beifall bei Abgeordneten der LINKEN)


      Auch der Sachverständigenrat, die Fünf Weisen, die
      durch und durch neoliberal geprägt sind, schlagen Ihnen

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      (C (D lötzlich, ebenso wie die Linke, vor, doch mindestens 5 Milliarden Euro zu investieren. uch sie haben erkannt, dass wir in Deutschland einen nderen Weg gehen müssen. Wir haben 50 Milliarden Euro vorgeschlagen. Sie erden sagen, das sei viel zu viel Geld und maßlos über rieben. Aber Ihr Geldargument zieht nicht mehr richtig. enn Sie einen Schutzschirm von 480 Milliarden Euro ber die Banken breiten, können Sie nicht sagen, Sie häten keine 50 Milliarden Euro zur Rettung, zur Erhaltung nd zum Ausbau der Arbeitsplätze in Deutschland; denn as ist die zentrale Aufgabe. Die 50 Milliarden Euro sollen auf verschiedene Beeiche aufgeteilt werden; davon schlagen wir 30 Milliaren Euro als Investitionssumme vor: 15 Milliarden uro sollen in Bildung fließen. Das ist ungeheuer wich ig, damit wir diesbezüglich wieder durchschnittlich der sogar überdurchschnittlich in Europa dastehen und amit endlich alle Kinder chancengleich oder wenigsens annähernd chancengleich aufwachsen können, inem ihnen eine gute Bildung zuteil wird. Milliarden Euro brauchen wir für die Energiewende. ür die Gesundheit brauchen wir 3,5 Milliarden Euro. ll das führt nicht nur zu gerechteren Verhältnissen, sonern kurbelt auch die Binnenwirtschaft an; denn es gibt mmer mehr kleine und mittlere Unternehmen, die auf ie Kaufkraft der Bevölkerung und auf Investitionen dieer Art angewiesen sind. In diesem Zusammenhang haen wir auch eine Erhöhung der Regelsätze von artz IV auf 435 Euro vorgeschlagen. Diese Erhöhung ürde 7 Milliarden Euro kosten und wäre vertretbar. Auerdem fordern wir eine Erhöhung der Renten um Prozent. Es soll endlich einmal wieder eine wirkliche rhöhung der Renten sein. uch diese kostet 7 Milliarden Euro. Wir wollen endlich ie Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen indestlohns von 8,71 Euro brutto die Stunde. Auch das tärkt die Kaufkraft in Deutschland. Herr Kollege Gysi! Der Herr Präsident weist zu Recht darauf hin, dass eine Redezeit abgelaufen ist. Ich weiß, dass Sie das reuen wird. Sonst würde ich Ihnen noch unsere tollen orschläge für die kleinen und mittleren Unternehmen rläutern. Das erzählt Ihnen Oskar Lafontaine morgen. ie müssen also keine Sorge haben; das werden Sie noch rfahren. Dr. Gregor Gysi Eines müssen Sie begreifen: Sie müssen aufhören, zu kleckern, und endlich klotzen. Sonst geraten wir in die schlimmste Wirtschaftskrise seit 1949, wie es die Deutsche Bundesbank vorausgesagt hat. (Beifall bei der LINKEN – Steffen Kampeter [CDU/CSU]: Intellektuell untergründig, rhetorisch großkotzig! Das ist Ihr Prinzip!)


      (Frank Schäffler [FDP]: Sehr mutig!)


      (Beifall bei der LINKEN)


      (Beifall bei der LINKEN)


      (Beifall bei der LINKEN)


      (Beifall bei der LINKEN)


    Rede von Dr. Norbert Lammert
    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)
    • insert_commentNächste Rede als Kontext
      Rede von Dr. Gregor Gysi


      • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (DIE LINKE.)
      • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (DIE LINKE.)





      (A) )


      (B) )