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ID1618801600

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 16/188 Dr. Michael Meister (CDU/CSU) . . . . . . . . . 20241 A Volker Beck (Köln) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt I: Erste Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und SPD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Umsetzung steuerrecht- licher Regelungen des Maßnahmenpakets „Beschäftigungssicherung durch Wachs- tumsstärkung“ (Drucksache 16/10930) . . . . . . . . . . . . . . . . . in Verbindung mit Zusatztagesordnungspunkt 1: Dr. Gregor Gysi (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Fritz Kuhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. h. c. Hans Michelbach (CDU/CSU) . . . . . Dr. Axel Troost (DIE LINKE) . . . . . . . . . . Reinhard Schultz (Everswinkel) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Olav Gutting (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt II: a) Zweite Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes über die Feststellung des Bundes- 20235 B 20236 D 20243 A 20245 A 20246 C 20247 A 20247 C 20249 B Deutscher B Stenografisch 188. Sitz Berlin, Dienstag, den 2 I n h a l Glückwünsche zum Geburtstag der Abgeord- neten Hartwig Fischer (Göttingen) und Dr. Christoph Bergner . . . . . . . . . . . . . . . . . Wahl der Abgeordneten Jürgen Koppelin und Dr. Gesine Lötzsch in den Verwaltungs- rat der Kreditanstalt für Wiederaufbau . . Erweiterung und Abwicklung der Tagesord- nung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Zur Geschäftsordnung: Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Norbert Röttgen (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Dr. Dagmar Enkelmann (DIE LINKE) . . . . . . Thomas Oppermann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . K W ( i Z A B g D K ( J D 20231 A 20231 B 20236 D 20231 D 20232 D 20233 D 20234 C Antrag der Abgeordneten Ulla Lötzer, Dr. Barbara Höll, Werner Dreibus, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: undestag er Bericht ung 5. November 2008 t : onjunkturprogramm gegen die drohende irtschaftskrise Drucksache 16/10619) . . . . . . . . . . . . . . . . . n Verbindung mit usatztagesordnungspunkt 2: ntrag der Abgeordneten Christine Scheel, ärbel Höhn, Kerstin Andreae, weiterer Ab- eordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/ IE GRÜNEN: Nachhaltig investieren in lima, Bildung, soziale Gerechtigkeit Drucksache 16/11023) . . . . . . . . . . . . . . . . . oachim Poß (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Volker Wissing (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . 20237 A 20237 A 20237 B 20239 C haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2009 (Haushaltsgesetz 2009) (Drucksachen 16/9900, 16/9902) . . . . . . . 20250 C II Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 188. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 25. November 2008 b) Beschlussempfehlung des Haushaltsaus- schusses zu der Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bun- des 2008 bis 2012 (Drucksachen 16/9901, 16/9902, 16/10426) 1 Einzelplan 01 Bundespräsident und Bundespräsidial- amt (Drucksache 16/10424) . . . . . . . . . . . . . . . 2 Einzelplan 02 Deutscher Bundestag (Drucksachen 16/10402, 16/10423) . . . . . 3 Einzelplan 03 Bundesrat (Drucksachen 16/10423, 16/10424) . . . . . 4 a) Einzelplan 08 Bundesministerium der Finanzen (Drucksachen 16/10408, 16/10423) in Verbindung mit b) Einzelplan 20 Bundesrechnungshof (Drucksachen 16/10423, 16/10424) . . Carsten Schneider (Erfurt) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . Steffen Kampeter (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . Christine Scheel (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Peer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Otto Fricke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jochen-Konrad Fromme (CDU/CSU) . . . . . . Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . Jochen-Konrad Fromme (CDU/CSU) . . . . . . Dr. Axel Troost (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Bernhard Brinkmann (Hildesheim) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Axel Troost (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Bernhard Brinkmann (Hildesheim) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Eduard Oswald (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 5 U K C K P D U J V K K 6 G D U B O D D D P H D 7 U 20250 C 20250 D 20250 D 20251 A 20251 A 20251 B 20251 B 20254 A 20256 B 20259 C 20261 B 20263 C 20265 D 20268 A 20269 C 20271 D 20272 A 20272 B 20273 C 20275 C 20275 C 20276 A Einzelplan 30 Bundesministerium für Bildung und Forschung (Drucksachen 16/10420, 16/10423) . . . . . lrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . laus-Peter Willsch (CDU/CSU) . . . . . . . . . ornelia Hirsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . laus Hagemann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . riska Hinz (Herborn) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Annette Schavan, Bundesministerin BMBF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . we Barth (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . örg Tauss (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Priska Hinz (Herborn) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . olker Schneider (Saarbrücken) (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ai Gehring (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . atherina Reiche (Potsdam) (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 06 Bundesministerium des Innern (Drucksachen 16/10406, 16/10423) . . . . . isela Piltz (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Michael Luther (CDU/CSU) . . . . . . . . . . lla Jelpke (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . ettina Hagedorn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . mid Nouripour (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Wolfgang Schäuble, Bundesminister BMI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Max Stadler (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Michael Bürsch (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . etra Pau (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . elmut Brandt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . agmar Freitag (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 16 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Drucksachen 16/10415, 16/10423) . . lrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20277 D 20278 A 20279 B 20281 B 20282 B 20284 A 20285 B 20286 C 20288 C 20290 A 20291 A 20291 D 20293 B 20294 B 20295 C 20296 C 20296 D 20298 B 20300 A 20301 A 20303 C 20305 B 20307 C 20308 B 20309 B 20310 B 20311 C 20313 A 20313 B Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 188. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 25. November 2008 III Andreas Weigel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Leutert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Bernhard Schulte-Drüggelte (CDU/CSU) . . . Hans-Josef Fell (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sigmar Gabriel, Bundesminister BMU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Leutert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Sigmar Gabriel, Bundesminister BMU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Marie-Luise Dött (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Hans-Kurt Hill (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Bärbel Höhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Marco Bülow (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Georg Nüßlein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Hans-Kurt Hill (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Dr. Georg Nüßlein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Ulrich Petzold (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . Anlage 2 Erklärung des Abgeordneten Jürgen Herrmann (CDU/CSU) zur namentlichen Ab- stimmung über die Anträge: Missbilligung der Amtsführung und Entlassung von Bun- desminister Wolfgang Tiefensee (187. Sit- zung, Tagesordnungspunkt 17 und Zusatzta- gesordnungspunkt 7) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20314 B 20315 B 20316 B 20317 D 20318 D 20321 A 20321 B 20321 C 20322 C 20323 D 20324 C 20325 D 20327 C 20328 C 20328 D 20329 A 20330 C 20331 A 20331 D Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 188. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 25. November 2008 20231 (A) ) (B) ) 188. Sitz Berlin, Dienstag, den 2 Beginn: 10.0
  • folderAnlagen
    Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 188. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 25. November 2008 20331 (A) (C) (B) ) Anlagen zum Stenografischen Bericht (187. Sitzung, Tagesordnungspunkt 17 und Zu- satztagesordnungspunkt 7) In der Ergebnisliste ist mein Name nicht aufgeführt. Mein Votum lautet „Nein“. Lehn, Waltraud SPD 25.11.2008 Lips, Patricia CDU/CSU 25.11.2008 Lopez, Helga SPD 25.11.2008 Anlage 1 Liste der entschuldigt A Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Beck (Bremen), Marieluise BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 25.11.2008 Dr. Bisky, Lothar DIE LINKE 25.11.2008 Bluhm, Heidrun DIE LINKE 25.11.2008 Bollen, Clemens SPD 25.11.2008 Bonde, Alexander BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 25.11.2008 Brunkhorst, Angelika FDP 25.11.2008 Ernst, Klaus DIE LINKE 25.11.2008 Fograscher, Gabriele SPD 25.11.2008 Friedhoff, Paul K. FDP 25.11.2008 Dr. Geisen, Edmund Peter FDP 25.11.2008 Gloser, Günter SPD 25.11.2008 Göppel, Josef CDU/CSU 25.11.2008 Gradistanac, Renate SPD 25.11.2008 Hänsel, Heike DIE LINKE 25.11.2008 Dr. Happach-Kasan, Christel FDP 25.11.2008 Hiller-Ohm, Gabriele SPD 25.11.2008 Hintze, Peter CDU/CSU 25.11.2008 Jaffke-Witt, Susanne CDU/CSU 25.11.2008 Dr. Jung, Franz Josef CDU/CSU 25.11.2008 Knoche, Monika DIE LINKE 25.11.2008 Krichbaum, Gunther CDU/CSU 25.11.2008 Krüger-Leißner, Angelika SPD 25.11.2008 N N D R R R S S S S S D T D W D Z A (D en Abgeordneten nlage 2 Erklärung des Abgeordneten Jürgen Herrmann (CDU/ CSU) zur namentlichen Abstimmung über die Anträge: Missbilligung der Amtsführung und Ent- lassung von Bundesminister Wolfgang Tiefensee itzsche, Henry fraktionslos 25.11.2008 oll, Michaela CDU/CSU 25.11.2008 r. Paech, Norman DIE LINKE 25.11.2008 awert, Mechthild SPD 25.11.2008 oth (Heringen), Michael SPD 25.11.2008 upprecht (Tuchenbach), Marlene SPD 25.11.2008 charfenberg, Elisabeth BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 25.11.2008 chauerte, Hartmut CDU/CSU 25.11.2008 chily, Otto SPD 25.11.2008 taffelt, Grietje BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 25.11.2008 trothmann, Lena CDU/CSU 25.11.2008 r. Terpe, Harald BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 25.11.2008 hönnes, Franz SPD 25.11.2008 r. Wiefelspütz, Dieter SPD 25.11.2008 inkelmeier-Becker, Elisabeth CDU/CSU 25.11.2008 r. Wodarg, Wolfgang SPD 25.11.2008 immermann, Sabine DIE LINKE 25.11.2008 bgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich 188. Sitzung Berlin, Dienstag, den 25. November 2008 Inhalt: Redetext Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Anlage 2
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Dr. Michael Meister


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wir erle-

    ben momentan zwei Entwicklungen, die sich überlagern,
    zum Ersten eine Abschwächung der Weltkonjunktur,
    von der wir als Exportnation, als Exportweltmeister na-
    türlich massiv betroffen sind. Zum Zweiten erleben wir
    eine Strukturkrise auf den Finanzmärkten und – das er-
    kennen wir, wenn wir in die USA und in andere Länder
    blicken – in der Immobilienwirtschaft. Die Auswirkun-
    gen beider Entwicklungen treffen uns nun.

    Wir stellen deshalb ein massives Wegbrechen der
    Auftragseingänge bei den Unternehmen fest, und wir ha-
    ben ein Problem in der Liquiditätsversorgung der Unter-
    nehmen. Auf diese Probleme müssen wir in der nationa-
    len Politik versuchen eine Antwort zu geben.

    Ich möchte ausdrücklich sagen, Herr Wissing: Die
    Darstellung, dass wir es hier mit rein national verursach-
    ten Problemen zu tun haben, geht nach meiner Wahrneh-
    mung an der Realität massiv vorbei. Wir haben es mit ei-
    nem Problem zu tun, das international ist und fast alle
    Länder trifft.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Weil es ein internationales Problem ist, ist es wichtig,
    dass wir national die richtigen Antworten geben, aber
    genauso wichtig, dass wir diese Antworten international
    koordinieren. An der Stelle möchte ich einen Dank an
    die Bundesregierung sagen, und zwar dafür, dass sowohl
    im Rahmen der Europäischen Union wie auch im Rah-
    men der G 8 versucht wird, die Handlungsoptionen zu
    koordinieren, aber die Verantwortung für das Handeln
    jeweils bei den nationalen Regierungen zu belassen. Ich
    glaube, das ist der richtige Ansatz.

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    (C (D Es ist darauf hingewiesen worden, dass sich in den ergangenen drei Jahren unsere Kondition wesentlich erschlechtert hat. Ich will hier ausdrücklich feststellen: ch teile diese Einschätzung nicht. Meine Wahrnehmung st, dass wir in den Bereichen der Staatsverschuldung, es Arbeitsmarkts und des Potenzialwachstums wesentich besser aufgestellt sind, als wir es vor drei Jahren waen. Wer in die Unternehmen hineinschaut, sieht: Sie ind in einer wesentlich besseren Verfassung als vor drei ahren. uch was die Verantwortung der Tarifpartner angeht, ird ein massiver Beitrag dazu geleistet. ir haben die Chance, in der Krise zu bestehen, weil wir esser aufgestellt sind als vorher. Wenn wir uns jetzt die einzelnen Probleme anchauen, dann stellen wir fest, dass es zum einen eine assive Vertrauenskrise innerhalb der Bankenwelt gibt nd zum anderen eine Vertrauenskrise in der Hinsicht, b ein Kreditnehmer aus der Realwirtschaft in der Lage ein wird, seine Kredite zu bedienen. An diesen Stellen etzen wir an. Wir haben gemeinschaftlich das Finanzarktstabilisierungsgesetz verabschiedet und damit als olitik einen schnellen Beitrag dazu geleistet, neues Ver rauen unter den Akteuren zu schaffen. Wir leisten jetzt inen zweiten Beitrag, indem wir versuchen, die Kreditersorgung der Realwirtschaft zu stärken. Über die KfW orgen wir dafür, dass das Volumen der Kreditmöglicheiten ausgeweitet wird und dass durch Maßnahmen im ereich der Haftungsübernahme die Kreditversorgung er Realwirtschaft gestärkt wird. Ich glaube, das ist ein ichtiger Ansatz. Jetzt kommt es darauf an, dass die jeeiligen Hausbanken diesen Schritt unterstützen und da ür sorgen, dass die Liquidität wirklich bei den Unterehmen ankommt. (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Ich glaube, es ist richtig, dass wir in dieser Lage kei-
    en Kurswechsel vornehmen. Wir haben zu Beginn ge-
    agt: Sanieren, Investieren, Reformieren. Das ist aus
    einer Sicht auch jetzt die richtige Antwort. Wir dürfen

    icht immer nur auf die Negativfaktoren blicken. Vor ei-
    em halben Jahr haben wir massive Inflationsgefahren
    m Himmel gesehen. Jetzt erkennen wir: Diese Infla-
    ionsgefahren sind gebannt. Deshalb freue ich mich, dass
    ie Bundesbank den Spielraum ein Stück weit genutzt
    at, um uns in dieser Lage beim Basisrefinanzierungs-
    atz zu helfen.

    Wir haben uns vor wenigen Monaten mit extrem ho-
    en Energie- und Rohstoffpreisen herumgeschlagen. Die
    age hat sich jetzt entspannt. An der Stelle reden wir
    ber Volumina, die mein Freund Kampeter und der Kol-
    ege Schneider aus dem Bundeshaushalt niemals heben
    önnten. Natürlich ist es richtig, dass wir über politische
    aßnahmen nachdenken, aber auch die Frage, wie die

    onstigen Rahmenbedingungen sind, sollten wir nicht






    (A) )



    (B) )


    Dr. Michael Meister
    aus dem Blick verlieren. Für die Unternehmen ist ein
    deutlich besseres Umfeld entstanden und entsteht weiter,
    was uns natürlich freut.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Es wird kritisiert, dass wir unseren Konsolidierungs-
    kurs aufgeben. Ich sage an dieser Stelle für die Unions-
    fraktion eindeutig: Nein, wir bleiben bei unserem Kurs.
    Wir wollen den Bundeshaushalt konsolidieren und struk-
    turell ausgleichen. Wir haben in unserem Konzept aber
    immer gesagt: Wenn es zu einer konjunkturellen Notlage
    kommt, dann brauchen wir ein Haushaltsausgleichs-
    konto.


    (Zuruf von der FDP: Also nie!)


    Jetzt wird es spannend: Unser Konzept einer Schulden-
    bremse – dazu stehen wir – trägt auch in dieser Krisensi-
    tuation, weil es genau für diese Krisensituation den Kon-
    junkturausgleich vorsieht. Wir dürfen uns deshalb nicht
    von diesem Modell abwenden, sondern wir müssen es
    umsetzen, um ein Stück weit für Vertrauen zu werben
    und für Planbarkeit bei der Staatsverschuldung zu sor-
    gen.


    (Zuruf von der FDP: Machen!)


    Wir als Unionsfraktion stehen zu diesem Weg. Wir wol-
    len das auch in der jetzigen Situation umsetzen. Das be-
    deutet natürlich, dass man die Mehrausgaben, die jetzt
    temporär notwendig sind, in Zukunft wieder erspart.
    Dazu müssen wir uns „committen“; dazu müssen wir an
    dieser Stelle eindeutig Ja sagen.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Wir versuchen mit diesem Programm vor allen Din-
    gen, Investitionen zu stärken. In diesem Zusammenhang
    möchte ich eindeutig sagen: Nach meiner Meinung stellt
    die Unternehmensteuerreform für die Unternehmen in
    Deutschland einen Gewinn bzw. einen Sprung nach
    vorne dar: Denn dadurch, dass Erträge geringer als frü-
    her versteuert werden, wird der Standort Deutschland in-
    ternational wettbewerbsfähiger. Jetzt kommt es aber da-
    rauf an, dass wir für einen begrenzten Zeitraum dafür
    sorgen, dass die Unternehmen Investitionen tätigen.
    Deshalb sind die Maßnahmen, die wir im Zusammen-
    hang mit der degressiven AfA getroffen haben, auch
    wenn sie teuer sind, richtig, um für einen begrenzten
    Zeitraum Investitionen anzuschieben.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD)


    Genauso richtig ist es, dass wir die Investitionen der
    öffentlichen Hand zum Beispiel in die Infrastruktur er-
    höhen. Wir werden in den nächsten beiden Jahren, also
    2009 und 2010, rund 4 Milliarden Euro mehr für Infra-
    strukturinvestitionen bereitstellen. Das ist aus meiner
    Sicht ein richtiges Signal – sinnvoll ist es besonders
    dann, wenn es dazu dient, langfristig Wachstum und Be-
    schäftigung im Lande zu befördern. Deshalb stehen wir
    auch zu dieser Maßnahme.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD)


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    (C (D Jetzt komme ich zum steuerlichen Bereich. Natürlich st es richtig, die Menschen steuerlich zu entlasten. (Zuruf von der FDP: Warum machen Sie es nicht?)


    ir als Union wollen Steuerentlastungen aber, wie ich
    orhin gesagt habe, mit einer Konsolidierung des Staats-
    aushaltes verbinden. Ich will beides:


    (Zuruf von der FDP: Wann?)


    trukturellen Ausgleich der Haushalte und steuerliche
    ntlastung. Deshalb beschließen wir jetzt, dass zum
    . Januar 2009 – die Gesetze liegen vor – die Familien
    urch Erhöhung des Kinderfreibetrages bzw. des Kin-
    ergeldes entlastet werden. Wir beschließen jetzt ge-
    einsam eine Absenkung des Arbeitslosenversiche-

    ungsbeitrages. Wir eröffnen jetzt die Möglichkeit,
    andwerkerleistungen noch stärker bei der Einkommen-

    teuer zu berücksichtigen. Das bedeutet eine steuerliche
    ntlastung der Einkommensteuerzahler.


    (Beifall des Abg. Jörg Tauss [SPD])


    chließlich sorgen wir für eine Besserstellung der Pri-
    athaushalte als Arbeitgeber, um mehr Beschäftigung in
    iesem Bereich zu mobilisieren bzw. aus der Illegalität
    u holen. Auch damit ist eine Besserstellung der Steuer-
    ahler verbunden. All diese steuerlichen Maßnahmen
    etzen wir zum 1. Januar 2009 um.


    (Zuruf von der FDP: Placebo!)


    Nein, das ist kein Placebo. Hierbei handelt es sich um
    anz gezielte Entlastung. Die Menschen werden dadurch
    nimiert, auch selbst und an der richtigen Stelle zu in-
    estieren, meine Damen und Herren.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Eine zweite Maßnahme haben wir verabredet, näm-
    ich eine steuerliche Entlastung um 8,4 Milliarden Euro
    um 1. Januar 2010, indem wir die steuerliche Absetz-
    arkeit von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen
    eutlich verbessern. Auch das bringt eine massive Ent-
    astung der Steuerzahler mit sich, die wir jetzt gemein-
    chaftlich beraten und umsetzen wollen.

    Man sollte nicht sagen, wir täten nichts. Wir tun jetzt
    twas zu Beginn des Jahres 2009 und etwas zu Beginn
    es Jahres 2010. Für die Union sage ich Ihnen: Wir sind
    er Meinung, dass wir über diese beiden Schritte hinaus
    och einen dritten Schritt brauchen, nämlich stärkere
    otivierung der Leistungsträger. Dazu müssen wir wirk-

    ame Maßnahmen gegen die kalte Progression treffen.
    ies wollen wir machen, indem wir die Kurve der Ein-
    ommensteuertarife flacher verlaufen lassen, damit sich
    eistung mehr lohnt. Das ist der dritte Schritt, den wir
    emeinschaftlich umsetzen wollen.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU – Dr. Volker Wissing [FDP]: Wann denn? Sie tun nichts!)


    Ich glaube, deshalb sollten wir nicht immer nur das
    un, was ganz leicht ist, nämlich Kritik an vereinbarten
    eitplänen oder vereinbarten Maßnahmen üben, sondern
    ir sollten auch einmal, um Vertrauen zu schaffen, ge-






    (A) )



    (B) )


    Dr. Michael Meister
    meinschaftlich das, was umgesetzt wird, nach außen
    kommunizieren. Damit leistet man einen echten Beitrag
    dazu, dass sich Vertrauen bildet. Wir sind ein Teil, der
    Stabilität in diesem Lande schafft. Wir sind ein Teil, dem
    man vertrauen kann. Deshalb werden wir es auch schaf-
    fen, dass wir als Stabilitätsanker in dieser Krise wahrge-
    nommen werden.

    Vielen Dank.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)




Rede von Dr. Norbert Lammert
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)

Dr. Gregor Gysi ist der nächste Redner für die Frak-

tion Die Linke.


(Beifall bei der LINKEN)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Dr. Gregor Gysi


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (None)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (DIE LINKE.)


    Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wir haben

    einen Weltfinanzgipfel erlebt. Die meisten – wir gehören
    dazu – sind davon wirklich mehr als enttäuscht, und
    zwar deshalb, weil unter anderem beschlossen wurde,
    weiterhin freie Finanzmärkte zuzulassen. Es wurde nicht
    verstanden, dass es einen Unterschied zwischen dem
    Gütermarkt und dem Finanzmarkt gibt.


    (Zuruf von der FDP: Aha!)


    Auf dem Güter- und Dienstleistungsmarkt werden Wa-
    ren und Dienstleistungen entweder gegen Waren und
    Dienstleistungen oder gegen Geld getauscht; das ist re-
    gulierbar. Auf dem Finanzmarkt wird Geld gegen Geld
    getauscht. Das Ergebnis ist immer, dass einer verlieren
    muss und einer gewinnen soll. Das Ganze ist reine Spe-
    kulation und führt zu solchen Katastrophen, wie wir sie
    jetzt erleben. Wenn Ihre Entscheidung nicht anders lau-
    tet, als alles weiter so laufen zu lassen, dann haben Sie
    nicht verstanden, worum es geht, und sind nicht bereit,
    die notwendigen Schlussfolgerungen zu ziehen.


    (Beifall bei der LINKEN)


    Es stimmt, es gibt internationale Ursachen. Es gibt
    Ursachen, die in anderen Ländern liegen. Es gibt aber
    auch Ursachen, die in Deutschland liegen. Ich frage Sie:
    Was tun Sie gegen die Ursachen in Deutschland? Ich
    nenne Ihnen einige wenige Beispiele.

    Nehmen wir die Hedgefonds. Was sind Hedgefonds? –
    Man muss der Öffentlichkeit diesen Begriff erklären.
    Diese Fonds beteiligen sich mit einem Minimum an Ei-
    genkapital an einem Unternehmen, das gerade pleite-
    geht. Sie leihen sich den größten Anteil des Geldes und
    bürden die dadurch entstehenden Schulden dem neuen
    Unternehmen auf. Dann entlassen sie massenhaft Leute
    und verkaufen das Ganze profitabel. Das ist ihr Zweck.
    Deshalb sagte Herr Müntefering, nachdem er das Ganze
    zugelassen hat, das seien Heuschrecken. Ich frage Sie:
    Was machen Sie?


    (Zuruf von der SPD: Quatsch!)


    Außerdem wurde unter der Regierung von SPD und
    Grünen geregelt, dass für diese Käufe und Verkäufe
    nicht ein Cent an Steuern zu zahlen ist; diese Steuern

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    (C (D usste man unter der von Kohl geführten Regierung och zahlen. Die Große Koalition hat an dieser Regeung nichts geändert. Das ist ein Anreiz gewesen, all diese Geschäfte in eutschland zu betreiben. Ich frage Sie nun: Was haben ie für einen Gesetzentwurf? Haben Sie einmal überlegt, b Sie Hedgefonds entweder wieder verbieten oder wenn Sie weiterhin zulassen wollen – in ihren Mög ichkeiten kontrollieren und einschränken? – Sie haben ichts dergleichen getan. Nehmen wir die Zweckgesellschaften. Banken grünen in Steueroasen Zweckgesellschaften, damit sie nicht er Finanzkontrolle unterliegen. Diese Zweckgesellchaften verkaufen faule Kreditbriefe – das hat uns mit n den Ruin getrieben –, und dafür müssen sie keine teuern zahlen. Wo ist Ihr Gesetzentwurf zum Verbot der wenigstens zur Kontrolle dieser Zweckgesellschafen? – Den gibt es nicht. Die dritte Forderung, die man aus der Finanzkrise erleiten kann, ist, dass Steueroasen trockengelegt weren. Ich frage Sie: Wann haben Sie mit Präsident Bush arüber geredet, ob er versucht, die entsprechenden Ineln im Atlantik diesbezüglich mit amerikanischen Miteln zu überzeugen? Nein, um die Bundeswehr geht es nicht, es geht um anz andere Wege. Die Bundeswehr ist immer Ihre Antort. Wir haben regelmäßig andere Antworten. (Beifall bei der LINKEN – Ludwig Stiegler [SPD]: Ja, die Volksarmee!)


    (Beifall bei der LINKEN)


    (Beifall bei der LINKEN)


    (Beifall bei der LINKEN)


    (Zuruf von der SPD: Bundeswehr!)


    Das ist schon ein bemerkenswerter Vorgang. Nichts
    ergleichen ist verabredet worden. Ich frage Sie daher:
    aben Sie wenigstens schon einmal mit Obama telefo-
    iert? Ich frage dies, weil ich hoffe, dass man sich mit
    hm diesbezüglich verständigen kann.


    (Dr. Peter Struck [SPD]: Wir haben ihn in die Fraktion eingeladen!)


    Ein weiterer Aspekt sind die Verbriefungen. Das
    ind Handelsgeschäfte mit Krediten, die Banken, Immo-
    iliengesellschaften und Investmentfonds zu Paketen
    ündeln und weltweit verkaufen. Genau dadurch wurde
    ie Krise ausgelöst; denn die meisten Kredite waren
    aul, weil keine Werte dahinter standen. Das war die Ur-
    ache. Was machen Sie gegen diese Art der Verbriefun-
    en? – Nichts.


    (Beifall bei der LINKEN)


    eshalb sage ich Ihnen: Sie haben keine Schlussfolge-
    ungen gezogen.

    Die Bundeskanzlerin, Frau Merkel, bereitet uns da-
    auf vor, dass das kommende Jahr schlechte Nachrichten
    ringen wird. Die Deutsche Bundesbank erklärt: Wir
    erden ab dem nächsten Jahr die schwerste Wirtschafts-






    (A) )



    (B) )


    Dr. Gregor Gysi
    krise seit 1949 erleben, weil die Finanzkrise mit allen
    Folgen in die Realwirtschaft überschwappt. Was macht
    die Bundesregierung? – Sie legt für das nächste Jahr ein
    Konjunkturprogramm im Umfang von weniger als 4 Mil-
    liarden Euro vor. Das sind 0,15 Prozent des Brutto-
    inlandprodukts. Ich sage Ihnen: Daran wird deutlich,
    dass Sie die Situation nicht verstanden haben; denn Sie
    sind nicht bereit, die notwendigen Schlussfolgerungen
    zu ziehen.


    (Beifall bei der LINKEN)


    Die deutsche Wirtschaft lebt nun einmal sehr von den
    Ausfuhren. Diese brechen aber wegen der internationa-
    len Finanzkrise weg. Sie erkennen das erste Mal, dass
    man vielleicht die Binnenwirtschaft stärken muss. Das
    geht aber nur, indem Sie die Kaufkraft erhöhen, die Sie
    seit Jahren geschwächt haben, sei es durch die Mehr-
    wertsteuererhöhung, durch die Rentenformel oder durch
    was auch immer. Überall haben Sie die Kaufkraft der
    Bevölkerung geschwächt. Das muss in unserer Gesell-
    schaft grundsätzlich geändert werden, aus sozialen und
    aus wirtschaftlichen Gründen.


    (Beifall bei der LINKEN)


    Andere Länder reagieren ganz anders als Deutsch-
    land. Nehmen Sie das Beispiel China.


    (Dr. Carl-Christian Dressel [SPD]: Von China lernen, heißt Siegen lernen!)


    – Ja, ich bitte Sie. – China legt ein Konjunkturprogramm
    in Höhe von 1,2 Billionen Euro auf. Das entspricht der
    Hälfte des Bruttoinlandprodukts, nicht 0,15 Prozent.

    Wenn Ihnen China nicht gefällt, dann nehmen wir die
    USA. Obama hat gesagt, er wolle 700 Milliarden Dollar
    in ein Konjunkturprogramm einbringen. Davon sind wir
    meilenweit entfernt.

    Nehmen Sie Großbritannien. Großbritannien steckt
    im nächsten Jahr 23 Milliarden Euro in ein Konjunktur-
    programm


    (Dr. h. c. Hans Michelbach [CDU/CSU]: Sie wollen doch den Staatskapitalismus!)


    und senkt die Mehrwertsteuer von 17,5 auf 15 Prozent.
    Nichts dergleichen fällt Ihnen ein, was aber dringend er-
    forderlich wäre, wenn eine Wirtschaftsrezession verhin-
    dert werden soll.


    (Beifall bei der LINKEN)


    Ich weiß ja, dass Sie uns nicht glauben; deshalb nenne
    ich Ihnen auch andere Stimmen. Die EU-Kommission
    hat gerade vorgeschlagen, jedes Mitgliedsland solle ein
    Konjunkturprogramm im Umfang von wenigstens 1 Pro-
    zent des Bruttoinlandsprodukts starten. Das wären in
    Deutschland 25 Milliarden Euro. Sie setzen weniger als
    4 Milliarden Euro ein. Mit diesem Kleckern werden die
    Probleme nicht gelöst.


    (Beifall bei Abgeordneten der LINKEN)


    Auch der Sachverständigenrat, die Fünf Weisen, die
    durch und durch neoliberal geprägt sind, schlagen Ihnen

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    (C (D lötzlich, ebenso wie die Linke, vor, doch mindestens 5 Milliarden Euro zu investieren. uch sie haben erkannt, dass wir in Deutschland einen nderen Weg gehen müssen. Wir haben 50 Milliarden Euro vorgeschlagen. Sie erden sagen, das sei viel zu viel Geld und maßlos über rieben. Aber Ihr Geldargument zieht nicht mehr richtig. enn Sie einen Schutzschirm von 480 Milliarden Euro ber die Banken breiten, können Sie nicht sagen, Sie häten keine 50 Milliarden Euro zur Rettung, zur Erhaltung nd zum Ausbau der Arbeitsplätze in Deutschland; denn as ist die zentrale Aufgabe. Die 50 Milliarden Euro sollen auf verschiedene Beeiche aufgeteilt werden; davon schlagen wir 30 Milliaren Euro als Investitionssumme vor: 15 Milliarden uro sollen in Bildung fließen. Das ist ungeheuer wich ig, damit wir diesbezüglich wieder durchschnittlich der sogar überdurchschnittlich in Europa dastehen und amit endlich alle Kinder chancengleich oder wenigsens annähernd chancengleich aufwachsen können, inem ihnen eine gute Bildung zuteil wird. Milliarden Euro brauchen wir für die Energiewende. ür die Gesundheit brauchen wir 3,5 Milliarden Euro. ll das führt nicht nur zu gerechteren Verhältnissen, sonern kurbelt auch die Binnenwirtschaft an; denn es gibt mmer mehr kleine und mittlere Unternehmen, die auf ie Kaufkraft der Bevölkerung und auf Investitionen dieer Art angewiesen sind. In diesem Zusammenhang haen wir auch eine Erhöhung der Regelsätze von artz IV auf 435 Euro vorgeschlagen. Diese Erhöhung ürde 7 Milliarden Euro kosten und wäre vertretbar. Auerdem fordern wir eine Erhöhung der Renten um Prozent. Es soll endlich einmal wieder eine wirkliche rhöhung der Renten sein. uch diese kostet 7 Milliarden Euro. Wir wollen endlich ie Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen indestlohns von 8,71 Euro brutto die Stunde. Auch das tärkt die Kaufkraft in Deutschland. Herr Kollege Gysi! Der Herr Präsident weist zu Recht darauf hin, dass eine Redezeit abgelaufen ist. Ich weiß, dass Sie das reuen wird. Sonst würde ich Ihnen noch unsere tollen orschläge für die kleinen und mittleren Unternehmen rläutern. Das erzählt Ihnen Oskar Lafontaine morgen. ie müssen also keine Sorge haben; das werden Sie noch rfahren. Dr. Gregor Gysi Eines müssen Sie begreifen: Sie müssen aufhören, zu kleckern, und endlich klotzen. Sonst geraten wir in die schlimmste Wirtschaftskrise seit 1949, wie es die Deutsche Bundesbank vorausgesagt hat. (Beifall bei der LINKEN – Steffen Kampeter [CDU/CSU]: Intellektuell untergründig, rhetorisch großkotzig! Das ist Ihr Prinzip!)


    (Frank Schäffler [FDP]: Sehr mutig!)


    (Beifall bei der LINKEN)


    (Beifall bei der LINKEN)


    (Beifall bei der LINKEN)


    (Beifall bei der LINKEN)