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ID1617700100

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 16/177 Rainer Brüderle (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ludwig Stiegler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Roland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . Kerstin Andreae (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kurt J. Rossmanith (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ute Berg (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulla Lötzer (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . Laurenz Meyer (Hamm) (CDU/CSU) . . . . . . Annette Faße (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Steffen Kampeter (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Otto Fricke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Otto Bernhardt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Bartholomäus Kalb (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . Anlage 2 Amtliche Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18875 D 18877 C 18879 D 18881 A 18883 C 18885 A 18886 A 18887 D 18888 D 18891 A 18909 A 18910 D 18911 C 18912 C 18914 C 18915 A 18916 A Deutscher B Stenografisch 177. Sitz Berlin, Freitag, den 19 I n h a l Tagesordnungspunkt 1: (Fortsetzung) a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes über die Feststellung des Bundes- haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2009 (Haushaltsgesetz 2009) (Drucksache 16/9900) . . . . . . . . . . . . . . . . b) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bundes 2008 bis 2012 (Drucksache 16/9901) . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 09 Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Michael Glos, Bundesminister BMWi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . D O J D J D O P D 18873 A 18873 B 18873 B undestag er Bericht ung . September 2008 t : Schlussrunde Haushaltsgesetz 2009 r. Hans-Ulrich Krüger (SPD) . . . . . . . . . . . tto Fricke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ochen-Konrad Fromme (CDU/CSU) . . . . . . r. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . ürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . mid Nouripour (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . eer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . 18892 B 18893 D 18896 D 18898 B 18900 D 18901 A 18901 C 18904 A 18908 C Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 177. Sitzung. Berlin, Freitag, den 19. September 2008 18873 (A) ) (B) ) 177. Sitz Berlin, Freitag, den 19 Beginn: 9.0
  • folderAnlagen
    Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 177. Sitzung. Berlin, Freitag, den 19. September 2008 18915 (A) ) (B) ) Dr. Jung, Franz Josef CDU/CSU 19.09.2008 Dr. Keskin, Hakki DIE LINKE 19.09.2008* Kipping, Katja DIE LINKE 19.09.2008 Dr. Solms, Hermann Otto FDP 19.09.2008 Dr. Stadler, Max FDP 19.09.2008 Anlage 1 Liste der entschuldigt Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Ahrendt, Christian FDP 19.09.2008 Dr. Akgün, Lale SPD 19.09.2008 Beckmeyer, Uwe SPD 19.09.2008** Binder, Karin DIE LINKE 19.09.2008 Brüning, Monika CDU/CSU 19.09.2008 Bulling-Schröter, Eva DIE LINKE 19.09.2008 Dr. Bunge, Martina DIE LINKE 19.09.2008 Caspers-Merk, Marion SPD 19.09.2008 Dr. h.c. Erler, Gernot SPD 19.09.2008 Freitag, Dagmar SPD 19.09.2008 Gerster, Martin SPD 19.09.2008 Göring-Eckardt, Katrin BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 19.09.2008 Griefahn, Monika SPD 19.09.2008 Gruß, Miriam FDP 19.09.2008 Hänsel, Heike DIE LINKE 19.09.2008 Haustein, Heinz-Peter FDP 19.09.2008 Heilmann, Lutz DIE LINKE 19.09.2008 Heller, Uda Carmen Freia CDU/CSU 19.09.2008 Hill, Hans-Kurt DIE LINKE 19.09.2008 Höger, Inge DIE LINKE 19.09.2008 Hoffmann (Wismar), Iris SPD 19.09.2008 Dr. Hofreiter, Anton BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 19.09.2008 K K K K L L L L L L M M M N O R R R S S A (C (D Anlagen zum Stenografischen Bericht en Abgeordneten noche, Monika DIE LINKE 19.09.2008 örper, Fritz Rudolf SPD 19.09.2008 otting-Uhl, Sylvia BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 19.09.2008 ramer, Rolf SPD 19.09.2008 afontaine, Oskar DIE LINKE 19.09.2008 enke, Ina FDP 19.09.2008 eutert, Michael DIE LINKE 19.09.2008 eutheusser- Schnarrenberger, Sabine FDP 19.09.2008 ink (Heilbronn), Michael FDP 19.09.2008** ips, Patricia CDU/CSU 19.09.2008 eierhofer, Horst FDP 19.09.2008 öller, Kornelia DIE LINKE 19.09.2008 üller (Erlangen), Stefan CDU/CSU 19.09.2008 itzsche, Henry fraktionslos 19.09.2008 tto (Frankfurt), Hans- Joachim FDP 19.09.2008 aidel, Hans CDU/CSU 19.09.2008** ohde, Jörg FDP 19.09.2008 oth (Esslingen), Karin SPD 19.09.2008 chmidbauer, Bernd CDU/CSU 19.09.2008 chmidt (Eisleben), Silvia SPD 19.09.2008 bgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich 18916 Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 177. Sitzung. Berlin, Freitag, den 19. September 2008 (A) ) (B) ) * für die Teilnahme an den Sitzungen der Parlamentarischen Ver- sammlung des Europarates ** für die Teilnahme an den Sitzungen der Parlamentarischen Ver- sammlung der OSZE Anlage 2 Amtliche Mitteilungen Der Bundesrat hat in seiner 846. Sitzung am 4. Juli 2008 beschlossen, den nachstehenden Gesetzen zuzu- stimmen bzw. einen Antrag gemäß Artikel 77 Abs. 2 des Grundgesetzes nicht zu stellen: – Gesetz zur Neuregelung des Wohngeldrechts und zur Änderung des Sozialgesetzbuches – Fünftes Gesetz zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch – Verbesserung der Ausbil- dungschancen förderungsbedürftiger junger Menschen – Achtes Gesetz zur Änderung des Gemeinde- finanzreformgesetzes – Gesetz zur verbesserten Einbeziehung der selbstge- nutzten Wohnimmobilie in die geförderte Alters- vorsorge (Eigenheimrentengesetz – EigRentG) – Gesetz zur Änderung des Bevölkerungsstatistik- gesetzes – Gesetz zur Ergänzung der Bekämpfung der Geld- wäsche und der Terrorismusfinanzierung (Geldwä- schebekämpfungsergänzungsgesetz – GwBekErgG) – Gesetz zur Einführung der nachträglichen Siche- rungsverwahrung bei Verurteilungen nach Ju- gendstrafrecht – Gesetz zu den Protokollen vom 12. Februar 2004 zur Änderung des Übereinkommens vom 29. Juli 1960 über die Haftung gegenüber Dritten auf dem Gebiet der Kernenergie in der Fassung des Zu- satzprotokolls vom 28. Januar 1964 und des Pro- – – – – – – – – – – – – ß r i r s u Staffelt, Grietje BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 19.09.2008 Dr. Stinner, Rainer FDP 19.09.2008 Stokar von Neuforn, Silke BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 19.09.2008 Veit, Rüdiger SPD 19.09.2008 Wegener, Hedi SPD 19.09.2008** Wellmann, Karl-Georg CDU/CSU 19.09.2008** Dr. Wodarg, Wolfgang SPD 19.09.2008 Zeil, Martin FDP 19.09.2008 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich (C (D tokolls vom 16. November 1982 und zur Ände- rung des Zusatzübereinkommens vom 31. Januar 1963 zum Pariser Übereinkommen vom 29. Juli 1960 über die Haftung gegenüber Dritten auf dem Gebiet der Kernenergie in der Fassung des Zu- satzprotokolls vom 28. Januar 1964 und des Pro- tokolls vom 16. November 1982 (Gesetz zu den Pariser Atomhaftungs-Protokollen 2004) Gesetz zur Änderung haftungsrechtlicher Vor- schriften des Atomgesetzes und zur Änderung sonstiger Rechtsvorschriften Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärme- gesetz – EEWärmeG) Gesetz zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopp- lung Gesetz zur Öffnung des Messwesens bei Strom und Gas für Wettbewerb Erstes Gesetz zur Änderung des Seelotsgesetzes Gesetz zu dem Abkommen vom 8. November 2007 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Saudi-Arabien zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steu- ern vom Einkommen und vom Vermögen von Luftfahrtunternehmen und der Steuern von den Vergütungen ihrer Arbeitnehmer Gesetz zu dem Abkommen vom 24. September 2005 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate über die Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich Gesetz zu dem Fakultativprotokoll vom 18. De- zember 2002 zum Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er- niedrigende Behandlung oder Strafe Viertes Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch Gesetz zur Modernisierung der Rahmenbedin- gungen für Kapitalbeteiligungen (MoRaKG) Gesetz zur Begrenzung der mit Finanzinvestitio- nen verbundenen Risiken (Risikobegrenzungsge- setz) Gesetz zur Neuregelung des Rechts der Erneuer- baren Energien im Strombereich und zur Ände- rung damit zusammenhängender Vorschriften Darüber hinaus hat er die nachstehende Entschlie- ung gefasst: Der Bundesrat teilt die Auffassung der Bundesregie- ung, dass die bewusste Aufteilung von Biogasanlagen n mehrere Einheiten zum Zwecke der Erlangung höhe- er Vergütungen dem Gesetzeszweck des EEG wider- pricht. Er verweist allerdings auf die Sorge vieler Investoren nd Betreiber bereits mehrere Jahre bestehender Biogas- Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 177. Sitzung. Berlin, Freitag, den 19. September 2008 18917 (A) ) (B) ) anlagen, der Anlagenbegriff des § 19 EEG n. F. verän- dere sich in einer Weise, die beträchtliche negative wirt- schaftliche Folgen nach sich zöge und den Erfolg der Investitionen im Nachhinein gefährde. Dies kann im In- teresse der entstandenen Arbeitsplätze und des Vertrau- ensschutzes für erfolgte Investitionen nicht gewollt sein. Der Bundesrat hatte in diesem Zusammenhang in seiner Stellungnahme vom 15. Februar 2008 (Bundesratsdruck- sache 10/08 – Beschluss –, Ziffer 27) explizit darum ge- beten, die neue Formulierung des Anlagenbegriffs gemäß § 19 Abs. 1 nicht auf Bestandsanlagen zu erstre- cken. Diesem Wunsch ist die Bundesregierung nicht nachgekommen. Die Bundesregierung hat zu der Problematik im Sach- standsbericht des Bundesumweltministeriums zu § 19 Abs. 1 bestätigt, dass alle bekannten Anlagen von § 19 Abs. 1 ab 2009 so eingestuft würden, wie es bereits nach geltendem Recht der Fall sei. Der Bundesrat bittet die Bundesregierung, die Situation der Anlagen nach In- krafttreten des Gesetzes nochmals zu überprüfen und dem Bundesrat zu berichten. Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass der Ausschuss gemäß § 80 Abs. 3 Satz 2 der Geschäftsordnung von einer Berichterstattung zu den nachstehenden Vorlagen absieht: Ausschuss für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht zu Prüfbitten zur Änderung von Wahlrechts- vorschriften – Drucksachen 16/9253, 16/9517 Nr. 1.3 – Auswärtiger Ausschuss – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Bundesregierung über die Tätigkeit der Westeuropäischen Union für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005 – Drucksachen 16/1246, 16/1476 Nr. 1.5 – – Unterrichtung durch die Delegation der Bundesrepublik Deutschland in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates Tagung der Parlamentarischen Versammlung des Euro- parates vom 23. bis 27. Januar 2006 in Straßburg – Drucksachen 16/1253, 16/1476 Nr. 1.6 – – Unterrichtung durch die deutsche Delegation in der Parla- mentarischen Versammlung der NATO 51. Jahrestagung der Parlamentarischen Versammlung der NATO vom 11. bis 15. November 2005 in Kopenha- gen, Dänemark – Drucksachen 16/1500, 16/1941 Nr. 1.2 – – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Bundesregierung zur Auswärtigen Kultur- politik 2006/2007 – Drucksachen 16/7086, 16/7376 Nr. 2 – (C (D – Unterrichtung durch die Delegation der Bundesrepublik Deutschland in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates Tagung der Parlamentarischen Versammlung des Euro- parates vom 25. bis 29. Juni 2007 in Straßburg – Drucksachen 16/8170, 16/8585 Nr. 1 – Ausschuss für Wirtschaft und Technologie – Unterrichtung durch die Bundesregierung Evaluierungsbericht der Bundesregierung über die Er- fahrungen und Ergebnisse mit der Regulierung durch das Energiewirtschaftsgesetz – Drucksache 16/6532 – Ausschuss für Gesundheit – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Spitzenverbände der Krankenkassen zur Evaluation der Ausnahmeregelungen von der Zuzah- lungspflicht – Drucksachen 16/8652, 16/8964 Nr. 2 – Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit – Unterrichtung durch die Bundesregierung Erfahrungsbericht 2007 zum Erneuerbare-Energien- Gesetz (EEG-Erfahrungsbericht 2007) – Drucksachen 16/7119, 16/7793 Nr. 1.1 – Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Bundesregierung über den Stand der Un- terzeichnung und Ratifikation europäischer Abkom- men und Konventionen durch die Bundesrepublik Deutschland für den Zeitraum Juli 2005 bis Juni 2007 – Drucksachen 16/5375, 16/5682 Nr. 3 – – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Bundesregierung über ihre Bemühungen zur Stärkung der gesetzgeberischen Befugnisse des Europäischen Parlaments 2006 – Drucksachen 16/5402, 16/5682 Nr. 4 – – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bilanz der deutschen EU-Ratspräsidentschaft – Europa gelingt gemeinsam – Drucksachen 16/6042, 16/6369 Nr. 1.8 – – Unterrichtung durch die deutsche Delegation in der Euro- mediterranen Parlamentarischen Versammlung Dritte Plenartagung vom 16. bis 18. März 2007 in Tunis – Drucksache 16/8490 – – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Bundesregierung über ihre Bemühungen zur Stärkung der gesetzgeberischen Befugnisse des Europäischen Parlaments 2007 – Drucksachen 16/8607, 16/8814 Nr. 5 – 18918 Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 177. Sitzung. Berlin, Freitag, den 19. September 2008 (A) (C) (B) ) – Unterrichtung durch die deutsche Delegation in der Euro- mediterranen Parlamentarischen Versammlung Vierte Plenartagung am 26. und 27. März 2008 in Vouliagmeni (Athen), Griechenland – Drucksache 16/9183 – – Unterrichtung durch die deutsche Delegation in der Euro- mediterranen Parlamentarischen Versammlung Zweite Plenartagung am 26. und 27. März 2006 in Brüs- sel (Belgien) – Drucksache 16/9207 – Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass der Ausschuss die nachstehenden Ratsdokument 13045/07 Drucksache 16/6865 Nr. 1.12 Ratsdokument 13046/07 Drucksache 16/6865 Nr. 1.13 Ratsdokument 13048/07 Drucksache 16/8983 Nr. A.11 Ratsdokument 7154/08 Drucksache 16/8983 Nr. A.12 Ratsdokument 7241/08 Drucksache 16/8983 Nr. A.13 Ratsdokument 7585/08 Drucksache 16/8983 Nr. A.14 Ratsdokument 7979/08 Drucksache 16/9169 Nr. A.7 Ratsdokument 8049/08 Unionsdokumente zur Kenntnis genommen oder von ei- ner Beratung abgesehen hat. Auswärtiger Ausschuss Drucksache 16/8983 Nr. A.2 Ratsdokument 7702/08 Drucksache 16/9169 Nr. A.1 EuB-EP 1681; P6_TA-PROV(2008)0100 Drucksache 16/9169 Nr. A.2 Ratsdokument 8065/08 Drucksache 16/9169 Nr. A.3 Ratsdokument 8167/08 Drucksache 16/9169 Nr. A.4 Ratsdokument 8222/08 Drucksache 16/9169 Nr. A.5 Ratsdokument 8228/08 Finanzausschuss Drucksache 16/9394 Nr. A.3 Ratsdokument 8686/08 Haushaltsausschuss Drucksache 16/8815 Nr. A.11 Ratsdokument 7207/08 Drucksache 16/9394 Nr. A.4 Ratsdokument 8425/08 Drucksache 16/9538 Nr. A.5 Ratsdokument 8934/08 Ausschuss für Wirtschaft und Technologie Drucksache 16/5681 Nr. 1.43 Ratsdokument 9860/07 Drucksache 16/6501 Nr. 1.1 EuB-EP 1540; P6_TA-PROV(2007)0326 Drucksache 16/6865 Nr. 1.10 Ratsdokument 13043/07 Drucksache 16/6865 Nr. 1.11 (D Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Drucksache 16/8609 Nr. A.8 Ratsdokument 6295/08 Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Drucksache 16/8135 Nr. A.19 Ratsdokument 5089/08 Drucksache 16/8455 Nr. A.16 Ratsdokument 5862/08 Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe Drucksache 16/8296 Nr. A.5 EuB-EP 1640; P6_TA-PROV(2008)0622 Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union Drucksache 16/4258 Nr. 2.24 Ratsdokument 5261/07 Drucksache 16/4258 Nr. 2.43 Ratsdokument 5204/07 Drucksache 16/4258 Nr. 2.45 Ratsdokument 5214/07 Drucksache 16/4501 Nr. 2.27 Ratsdokument 5666/07 Drucksache 16/5505 Nr. 2.22 Ratsdokument 8754/07 Drucksache 16/7223 Nr. A.12 Ratsdokument 14238/07 Drucksache 16/7393 Nr. A.35 Ratsdokument 14523/07 Drucksache 16/7817 Nr. A.2 EuB-EP 1595; P6_TA-PROV(2007)0472 Drucksache 16/7817 Nr. A.17 Ratsdokument 15694/07 Drucksache 16/7817 Nr. A.18 Ratsdokument 15651/07 Drucksache 16/8135 Nr. A.18 Ratsdokument 16780/07 91, 1 0, T 177. Sitzung Berlin, Freitag, den 19. September 2008 Inhalt: Redetext Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Anlage 2
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Dr. Norbert Lammert


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Die Sitzung ist eröffnet. Guten Morgen, liebe Kolle-

    ginnen und Kollegen! Ich begrüße Sie alle herzlich.

    Wir schließen heute die erste Lesung der Haushalts-
    beratungen – Tagesordnungspunkte 1 a und 1 b – ab:

    a) Erste Beratung des von der Bundesregierung ein-
    gebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die
    Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das
    Haushaltsjahr 2009 (Haushaltsgesetz 2009)


    – Drucksache 16/9900 –
    Überweisungsvorschlag:
    Haushaltsausschuss

    b) Beratung der Unterrichtung durch die Bundesre-
    gierung

    Finanzplan des Bundes 2008 bis 2012

    – Drucksache 16/9901 –
    Überweisungsvorschlag:
    Haushaltsausschuss

    Am Dienstag haben wir zu Beginn dieser Beratungen
    für die heutige Aussprache eine Redezeit von insgesamt
    drei Stunden vereinbart.

    Wir beginnen die heutigen Beratungen mit dem Ge-

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    Redet
    schäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft
    und Technologie, Einzelplan 9.

    Das Wort erhält der Bundesminister Michael Glos.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und
    Technologie:

    Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und
    Herren! Zuerst die gute Nachricht: Die deutschen Sparer
    müssen nicht um ihr Geld bangen; die Sicherungsein-
    richtungen der deutschen Banken sind nach wie vor in-
    takt. Wir sind derzeit in einer Banken- un
    marktkrise, die vor allen Dingen in den U
    Großbritannien Dimensionen erreicht hat, mit
    sere Generation noch nie konfrontiert war. Es

    (C (D ung . September 2008 0 Uhr en Dingen eine Krise, getrieben von Gier und Maßlosigeit. Alle Alarmsignale wurden überhört. Die Party urde gefeiert, ohne Rücksicht auf die, die das mögli herweise zahlen müssen. Bundeskanzlerin Merkel hat u Recht gefordert – das war die deutsche Haltung beim -8-Gipfel in Heiligendamm –, dass die Hedgefonds ontrolliert werden, das heißt, dass alles transparenter ird. Man hat nämlich überhaupt nicht gewusst, welche isiken sich auftürmen. Durch verantwortungsvolles Handeln von Aufsichtsehörden und Zentralbanken rund um den Globus ist ittlerweile umsichtig reagiert und verhindert worden, ass die Krise noch stärkere Ausmaße annimmt. All dies eigt: Die aktuellen Turbulenzen sind kein singuläres Erignis, nach dem wir alsbald wieder zur Tagesordnung bergehen können. Außerdem zeigt es: Nur entschlossees Handeln sichert Vertrauen, und ohne Vertrauen sind unktionsfähige Finanzmärkte und eine stabile Wirtchaft nicht denkbar. (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Das gilt vor allen Dingen für Deutschland. Der Ver-
    altungsrat der Kreditanstalt für Wiederaufbau hat sich
    estern mit den Konsequenzen aus dem Fall Lehman

    ext
    Brothers beschäftigt. Mein Kollege Peer Steinbrück und
    ich haben mit den Verwaltungsratsmitgliedern in einer
    vertrauensvollen Zusammenarbeit gestern Entscheidun-
    gen getroffen und erste Konsequenzen gezogen. Die bei-
    den zuständigen Vorstandsmitglieder wurden bis zur
    endgültigen Klärung des Vorfalls suspendiert, ebenso der
    für Risikokontrolle zuständige Bereichsleiter. Darüber
    hinaus wird die KfW die Geschäftsabläufe und die Auf-
    bauorganisation, vor allem das Risikomanagement, einer
    intensiven und kritischen Prüfung unterziehen.

    Ich bin der festen Überzeugung: Wir müssen alles
    tun, damit sich solche Vorfälle nicht wiederholen.

    bei Abgeordneten der CDU/CSU)

    ntlichem Geld muss man vorsichtig um-
    icht das Geld der Spekulanten, das hier
    d Finanz-
    SA und in
    denen un-
    war vor al-


    (Beifall Gerade mit öffe gehen. Es ist n Bundesminister Michael Glos verbrannt worden ist, sondern es ist Geld, das uns allen gehört. (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD – Dr. Dagmar Enkelmann [DIE LINKE]: Sie haben doch die Verantwortung für die Entscheidungen!)





    (A) )


    (B) )


    – Ich kann Sie nicht verstehen. Wollen Sie wieder Frau
    Schaeffler enteignen, oder um was geht es hier?


    (Dr. Dagmar Enkelmann [DIE LINKE]: Lenken Sie nur ab von Ihrer Verantwortung!)


    Wir in Deutschland und Europa haben diese Krise
    nicht ausgelöst; doch sie berührt auch uns. Wir müssen
    uns vor allen Dingen um die produzierende Wirtschaft
    kümmern und alles tun, dass sie ausreichend mit Geld
    und Krediten versorgt wird; denn wir sind das dritt-
    stärkste Industrieland der Welt. Die Menschen in
    Deutschland leben in starkem Maße von der industriel-
    len Produktion und allem, was sich darum herumrankt.

    Die Krise zieht natürlich auch die Konjunkturindika-
    toren ein Stück nach unten. Unsere Wirtschaft ist hoch-
    gradig in die Weltwirtschaft eingebunden. Davon haben
    wir in den letzten drei Jahren profitiert, und zwar erheb-
    lich. Es wird jetzt kaum möglich sein, sich von nega-
    tiven Entwicklungen auf den Weltmärkten abzukoppeln.
    Die immer noch von den USA dominierte Weltwirt-
    schaft muss eine Reinigungs- und Anpassungsphase hin-
    ter sich bringen.

    Die aktuelle Krise ist das Spiegelbild vorangegange-
    ner Übersteigerungen. Jahrelang haben einige am Immo-
    bilienboom, vor allen Dingen in den USA, massiv ver-
    dient und gutgläubige Anleger mit unsicheren
    Finanzprodukten „beglückt“. Nun herrscht weltweit Ka-
    terstimmung. Es zeigt sich wieder einmal, dass Einkom-
    men und Gewinn auf die Dauer nur durch harte Arbeit
    und unternehmerische Initiative zu erzielen sind.

    In Deutschland haben wir diese Grundregel nie ver-
    gessen. Wir haben sie gerade in den letzten Jahren sehr
    beachtet. Unsere Unternehmen haben ihre Wettbewerbs-
    fähigkeit in den letzten Jahren kräftig steigern können.
    Die Bilanzen sind fast überall solide. Auch das ist eine
    gute Nachricht. Die strukturelle Widerstandsfähigkeit
    der deutschen Wirtschaft ist gestiegen. Das kommt uns
    jetzt zugute, wenn es darum geht, Folgeschäden der in-
    ternationalen Entwicklung zu verkraften, und wir wer-
    den sie verkraften müssen.

    Der Export wird das Wachstum nicht mehr im glei-
    chen Maße wie bisher stützen, obwohl auch hier wieder
    positive Zeichen zu sehen sind. Ich nenne nur die Stich-
    worte „Euro-Dollar-Kurs-Entwicklung“ und „rückläu-
    fige Ölpreise“; von letzteren verspreche ich mir natürlich
    auch positive Effekte.

    Umso wichtiger ist es, die eigenen Wachstumspfeiler
    zu stärken, also vor allem betriebliche Investitionen und
    Strukturverbesserungen weiter voranzutreiben sowie die
    private Nachfrage zu stärken.

    Damit wir die aktuelle Wachstumsschwäche überwin-
    den, müssen alle Akteure, die Verantwortung tragen,

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    (C (D itziehen. Von den Tarifpartnern erwarte ich Augenaß bei den Lohnabschlüssen. Ich habe großes Ver tändnis für die Forderungen der Arbeitnehmer, aber was ir in Deutschland nicht erwirtschaftet haben, können ir nicht zusätzlich verteilen. Die hohen Energieund ohstoffpreise haben bewirkt, dass sehr viel von dem, as von deutschen Arbeitnehmern erarbeitet worden ist, us Deutschland abgeflossen ist. Was draußen ist – wir aben keine geschlossene Volkswirtschaft mehr –, könen wir nicht in Deutschland zusätzlich verteilen. Desegen muss die Wirtschaftsund Finanzpolitik dafür orgen, dass von den Löhnen und Einkommen ein fairer nteil für den privaten Konsum übrig bleibt, nachdem teuern und Abgaben abgezogen sind. Ich verstehe gut die Freude über unerwartete Steuerehreinnahmen. Ich glaube, sie eint uns alle. Unser Geeinwesen steht dadurch besser da. Aber es ist auch eld, das an anderer Stelle fehlt, nämlich beim Verbrau her, beim Mittelstand und beim Handel. Verbraucher nd Unternehmen haben einen Anspruch darauf, mög ichst viel von dem zu behalten, was sie hart verdient haen. (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der FDP)


    er Entlastung von Steuern und Abgaben als Verbren-
    en von öffentlichen Geldern bezeichnet, verwechselt
    ntstehung und Verwendung. Das müssen wir immer im
    uge behalten.


    (Steffen Kampeter [CDU/CSU]: Sehr richtig!)


    Ich will, dass wir eine konjunkturgerechte, bürger-
    reundliche Wachstumspolitik pflegen. Ein wirksames
    ignal wäre eine dauerhafte Senkung von Steuern und
    bgaben, sobald es möglich ist, insbesondere für den
    reiten Mittelstand. Dazu rechne ich die Beamten und
    acharbeiter in allererster Linie. Vor allen Dingen ist ein
    ichtiges Signal, dass wir den Beitragssatz zur Arbeits-

    osenversicherung weiter senken:


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    on 3,3 auf 2,8 Prozent. Das muss drin sein.


    (Dr. Thea Dückert [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Was sagt Ihr Koalitionspartner dazu? – Weitere Zurufe)


    Ich stütze nicht Ihre Politik. Ich kann Sie akustisch
    uch gar nicht verstehen.


    (Ulrich Kelber [SPD]: Das hat die Bundeskanzlerin abgelehnt!)


    Nein. Sie werden das alles noch erleben.


    (Lachen der Abg. Dr. Gesine Lötzsch [DIE LINKE] – Dr. Thea Dückert [BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN]: Was werden wir erleben?)


    Sie werden erleben – damit das ganz klar ist –, dass die
    anzlerin hier mitmacht.


    (Beifall des Abg. Thomas Oppermann [SPD])


    Ich unterstütze selbstverständlich die Forderung der
    DU/CSU-Bundestagsfraktion; denn es ist vernünftig,






    (A) )



    (B) )


    Bundesminister Michael Glos
    ein Gesamtentlastungspaket von 10 Milliarden Euro, das
    Beitragssenkungen und andere Verbesserungen enthält,
    auf den Weg zu bringen. Ich stehe selbstverständlich
    auch hinter den Forderungen meiner Partei nach weite-
    ren Entlastungsschritten in der nächsten Legislaturperi-
    ode. Dahinter steckt ein durchdachter Plan.


    (Fritz Kuhn [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das glaubt Ihnen keiner in Bayern!)


    Auch in diesem Punkt ist Ihr Ausspruch, Frau Bundes-
    kanzlerin, richtig – ich zitiere –:

    Der Bund muss erstmal dahin kommen, wo Bayern
    heute schon ist.

    Ich hoffe, dass sich das auch bei den geplanten Maßnah-
    men bewahrheitet.


    (Beifall bei der CDU/CSU – Fritz Kuhn [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Nach der Rede steht die CSU bei 46 Prozent! Ein weiterer Prozentpunkt verschenkt!)


    Meine sehr verehrten Damen und Herren, wir müssen
    einen Ausgleich der inflationsbedingten Progressions-
    wirkung bei den Steuern so bald wie möglich sicherstel-
    len. Das steht nicht im Widerspruch zu unseren Konsoli-
    dierungsbemühungen, sondern ist eine entscheidende
    Voraussetzung für einen dauerhaften Haushaltsaus-
    gleich. Nur wenn wir dem Wachstum Raum geben, sind
    auch Einnahmen des Staates bzw. der öffentlichen Hand
    und damit deren Ausgaben gesichert.

    Um das Wachstum dauerhaft zu stärken, brauchen wir
    eine Zukunftsorientierung der öffentlichen Ausgaben.
    Das geschieht auch in meinem Haushalt, indem zum
    Beispiel die Fördermaßnahmen für Altindustrien auslau-
    fen – ich nenne die Steinkohleförderung – und stattdes-
    sen Wachstumsfelder zusätzlich gefördert werden.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Ich möchte noch ein Letztes zu den Voraussetzungen
    für dauerhaftes Wachstum in einem Industrieland wie
    Deutschland sagen: Hierzu gehört eine preiswerte, si-
    chere und klimafreundliche Energieversorgung aus ei-
    nem Energiemix, sodass Energie vor allen Dingen auch
    für die energieintensiven Industrien bezahlbar bleibt.
    Hier geht es nicht um diejenigen, die Anteilseigner der
    Firmen sind, sondern in allererster Linie um die Arbeits-
    plätze in Deutschland.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


    Deswegen beschäftigt mich die Entwicklung der Ener-
    giepreise ganz besonders. Wir müssen uns hier künftig
    noch besser aufstellen.

    Ich meine, dass wir um den Weiterbetrieb der siche-
    ren deutschen Kernkraftwerke auf absehbare Zeit nicht
    umhinkommen. Ich bin selbstverständlich dafür – hier
    werden mir immer falsche Vorhaltungen gemacht –, dass
    wir Energieeffizienz fördern, dass wir Energie einsparen
    und moderne Technologien fördern. Wir tun das. Ich
    habe unlängst erst die größte Windenergiemesse der
    Welt in Husum eröffnet. Ich weiß, dass 70 bis 80 Prozent

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    (C (D er Produkte in den Export gehen. Ich werbe bei meinen eisen für diese Produkte; stets nehmen Anbieter dieser echnologien daran teil. Ich halte das industriepolitisch ür ungeheuer sinnvoll. (Zuruf von der SPD: Das ist ein echter Fortschritt!)


    ir müssen aber der Entwicklung auch Raum und Zeit
    eben und dürfen nicht zwischenzeitlich Arbeitsplätze
    efährden


    (Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Wir haben aber keine Zeit mehr!)


    nd vor allen Dingen nicht die Geldbeutel der Verbrau-
    her stärker belasten, als es sein muss, weil ansonsten
    ieses Geld im Inlandskreislauf fehlt.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD und der FDP)


    Ich möchte noch eine Ermahnung aussprechen: Wir
    aben innerhalb der Bundesregierung – ich muss aus-
    ahmsweise den Kollegen Gabriel loben –


    (Lachen bei der FDP)


    inen guten Kompromiss beim Emissionshandel gefun-
    en, den wir auch in Brüssel durchsetzen wollen. Dort
    at man ja sehr viel weniger Verständnis für die deutsche
    ndustrie, als es naturgemäß bei uns der Fall ist. Viele
    ndere Länder sind ja entindustrialisiert und haben für
    nsere Forderungen kein Verständnis. Deshalb muss bei
    en Verhandlungen über die Zuteilungsquoten für die
    ächste Emissionshandelsperiode die energieintensive
    ndustrie ausgenommen werden. Wenn man sie nämlich
    inbeziehen würde, wäre das nicht nur zum Schaden
    eutschlands, sondern zum Schaden von ganz Europa.
    ie Produktion würde dann nämlich an andere Orte in
    er Welt verlagert; dort würde dafür sehr viel mehr Ener-
    ie verbraucht und die Umwelt stärker geschädigt, als es
    ei uns der Fall ist. Zugleich würden bei uns die Arbeits-
    lätze verloren sein. Wir müssen deshalb Einigkeit im
    anzen Haus darüber erzielen, um die Europäische
    nion ein Stück weit in die Schranken zu weisen.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


    Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich bedanke
    ich bei all den Seiten dieses Hauses, die eine Politik

    er Vernunft und des Augenmaßes unterstützen.

    Herzlichen Dank.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)




Rede von Dr. Norbert Lammert
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)

Rainer Brüderle ist der nächste Redner für die FDP-

raktion.


(Beifall bei der FDP)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Rainer Brüderle


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (FDP)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (FDP)


    Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Nach drei

    ahren konjunkturellem Sonnenschein in Deutschland






    (A) )



    (B) )


    Rainer Brüderle
    muss die Bundesregierung jetzt im Abschwung ihre Fä-
    higkeiten als Krisenmanager beweisen. Es ist allerdings
    ein Irrglaube, zu meinen, man könnte die Wirtschaft
    steuern und Konjunkturschwankungen abschaffen. Das
    musste schon einmal eine Große Koalition erfahren.
    Seitdem sind antizyklische Maßnahmen zur Konjunktur-
    steuerung nur noch im Gespräch, wenn man Schulden
    machen will. Haushaltsüberschüsse aus guten Zeiten
    sind in den vergangenen 30 Jahren unrealistisches
    Wunschdenken geblieben; sie wurden nie erreicht.

    Worüber hier im Parlament zu reden ist, ist nicht die
    Tatsache, dass wir uns im Abschwung befinden. Das
    kommt in der Wirtschaft von Zeit zu Zeit vor; das kann
    man gar nicht vermeiden. Wir müssen über die Tatsache
    reden, dass die Bundesregierung nicht rechtzeitig für
    diesen Fall vorgesorgt und Maßnahmen ergriffen hat.


    (Beifall bei der FDP)


    Im Mittelstandsland Deutschland muss sich der Mit-
    telstand von der Bundesregierung verschaukelt vorkom-
    men.


    (Zuruf von der CDU/CSU: Na, na!)


    Man hat fast das Gefühl, die schwarz-rote Regierung
    hätte ein systematisches Programm zur Schwächung des
    deutschen Mittelstands aufgelegt.


    (Lachen bei Abgeordneten der SPD)


    Schon kurz nach der letzten Bundestagswahl wurde das
    Immunsystem des Mittelstands durch die größte Steuer-
    erhöhung in der Geschichte der Republik geschwächt.
    Bei der drastischen Mehrwertsteuererhöhung darf man
    sich nicht wundern, wenn der private Konsum, der zwei
    Drittel der Nachfrageseite ausmacht, nicht anspringt,
    wenn die Menschen ihr Geld zusammenhalten und somit
    nicht durch mehr Nachfrage die Wirtschaft stützen.

    Die Sozialabgaben für Unternehmen und Arbeitneh-
    mer sind nicht – wie versprochen – dauerhaft unter
    40 Prozent gesunken. Der Zwangsgesundheitsfonds wird
    im kommenden Jahr eine Erhöhung der Krankenkassen-
    beiträge und zusätzliche Belastungen bringen. Die Büro-
    kratie ist in einem höchst bescheidenen und fast zu ver-
    nachlässigenden Maß abgebaut worden. Allein die
    Vorverlegung der Erhebung der Sozialversicherungsbei-
    träge auf den Monatsersten hat eine Zusatzbelastung von
    4 Milliarden Euro ausgelöst. Dagegen ist eine Entlastung
    von 60 Millionen Euro ein Witz.


    (Carl-Ludwig Thiele [FDP]: Sehr richtig! – Zuruf von der CDU/CSU: Welche Gesundheitsleistung wollen Sie als FDP im Gesundheitswesen ausgrenzen?)


    4 Milliarden Euro draufzuknallen und 60 Millionen Euro
    zu geben, ist ein schlechtes Geschäft.


    (Beifall bei der FDP – Kurt J. Rossmanith [CDU/CSU]: 1,8 Milliarden Entlastung!)


    Die Bundesregierung hat der Wirtschaft die Schutz-
    jacke der Mittelstandsförderung dank der Ausflüge der
    KfW in die private Bankenwelt schon halb ausgezogen.


    (Carl-Ludwig Thiele [FDP]: Leider wahr!)


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    (C (D err Minister Glos, Sie haben versprochen, dass das RP-Fördervolumen auch nach der Übertragung auf die fW vollständig erhalten bleibt. (Zuruf vom BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Dazu hat er heute nichts gesagt!)


    önnen Sie diese Garantie heute vor diesem Parlament
    estätigen? – Diese Frage muss gestellt werden.


    (Beifall bei der FDP und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN – Carl-Ludwig Thiele [FDP]: Richtig! Das wurde bislang nicht beantwortet!)


    Mit den Platzhaltergeschäften bei Post, Telekom und
    ADS wurde die KfW von einer Förderbank zu einem
    ktienfonds. Mit dem IKB-Abenteuer wurde sie zu ei-
    em Hegdefonds, und in den vergangenen Tagen hatte
    an den Verdacht, dass sie zu einer Art Spielkasino
    urde.


    (Carl-Ludwig Thiele [FDP]: Das kann man wohl sagen! – Zuruf von der CDU: Das ist dummes Zeug!)


    er Mittelstand darf nicht die Zeche für die Aktivitäten
    es Staates im Banksektor zahlen müssen.


    (Beifall bei der FDP)


    Die angeblich aktive Rolle der Bundesregierung bei
    er Bewältigung der internationalen Finanzkrise sieht
    ehr bescheiden aus. Als die Finanzmärkte bei dem G-7-
    rühjahrstreffen der Finanzminister und des IWF im
    pril letzten Jahres international zu einem politischen
    hema wurden, war der Bundesfinanzminister auf Sa-

    ari. Es muss offensichtlich eine hohe Bedeutung gehabt
    aben, sich um die Angelegenheit zu kümmern, wenn
    an lieber auf Safari geht, statt beim IWF tätig zu sein.

    Meine Damen und Herren, es geht so weiter. Als Me-
    izin verordnet die Bundesregierung jetzt ausgerechnet
    ine mittelstandsfeindliche Vergaberechtsnovelle. Die
    ffentlichen Unternehmen werden bevorzugt, und pri-
    ate Handwerker werden aus dem Markt gedrängt. Der
    nergiepreis wird vom Staat künstlich hoch gehalten,
    dem durch die Kraft-Wärme-Kopplung und das Erneuer-

    are-Energien-Gesetz Subventionstatbestände fortgeführt
    erden. Da helfen auch keine Konjunkturprogramme in
    orm von Kühlschrank- oder Neuwagensubventionen.
    eue Ausgabenprogramme helfen überhaupt nicht wei-

    er, auch dann nicht, wenn sie im Kostüm des Klima-
    chutzes daherkommen.

    Fatal ist die ungeklärte Situation bei der Erbschaft-
    teuer.


    (Carl-Ludwig Thiele [FDP]: Sehr richtig!)


    ie Erbschaftsteuer ist eine Riesenbelastung für Fami-
    ienunternehmen, für die mittelständische Wirtschaft.
    ier muss Klarheit sein; hier muss Entlastung stattfin-
    en. Am besten wäre es, die Erbschaftsteuer komplett
    bzuschaffen. Übertragen Sie wenigstens die Kompetenz
    uf die Bundesländer, sodass der föderale Wettbewerb
    iejenigen, die mutiger sind, nach vorne bringt! Die Mit-
    elständler müssen nicht nach Österreich oder in ein an-






    (A) )



    (B) )


    Rainer Brüderle
    deres Land gehen, sondern können in Deutschland blei-
    ben, wenn der Mittelstand durch die Abschaffung der
    Erbschaftsteuer gefördert wird.


    (Beifall bei der FDP – Dr. Peter Ramsauer [CDU/CSU]: Sie reden wie die CSU! Herr Brüderle hält hier CSU-Reden!)


    Die wachstumsfeindlichen Maßnahmen der Bundes-
    regierung – Steuererhöhung für den Mittelstand, Min-
    destlöhne, Gesundheitsreform, Antidiskriminierungsge-
    setz – haben weit mehr Belastungen für den Mittelstand
    gebracht, als die Förderprogramme an Entlastung brin-
    gen. Hier wäre der Bundeswirtschaftsminister als ord-
    nungspolitisches Gewissen gefordert, sich dem entge-
    genzustellen. Wenn er sagt, von Bayern zu lernen, heiße
    für die Bundesregierung, besser zu werden, dann soll er
    das auch umsetzen. Die Bayern haben die Steuerentlas-
    tung kurz vor der Wahl entdeckt. Das heißt, es sind nicht
    gerade Initiativworte des Wirtschaftsministers, endlich
    die Entlastung durchzuführen, damit Luft zum Investie-
    ren ist, Luft, voranzukommen, neue Arbeitsplätze zu
    schaffen und vorhandene zu halten.

    Ein Teil des Erfolgs der letzten drei Jahre war die
    Steuerreform von 2000, die damals dank des Vermitt-
    lungsausschusses und auch dank unserer Stimme aus
    Rheinland-Pfalz möglich gemacht wurde. Es dauert län-
    gere Zeit, bis die Wirkungen das Wirtschaftsgeschehen
    nachhaltig beeinflussen und ein Stück voranbringen kön-
    nen; deshalb wäre es überfällig, die Steuerreform auf
    den Weg zu bringen. Aber all das geschieht nicht. Wir
    beschäftigen uns mit Nebenpunkten. Es gibt tolle Erklä-
    rungen, aber die wahren Weichenstellungen erfolgen
    nicht.

    Was wir jetzt an den Finanzmärkten erleben, ist letztlich
    Teil eines Verfalls der ordnungspolitischen Verhaltenswei-
    sen und des klaren Kurses in der Wirtschaftspolitik. Wir
    erleben es bei der Konzentration in der Energiewirt-
    schaft. Da wird Monopoly gespielt, und wir wundern
    uns, wenn die Energiepreise nicht entsprechend reagie-
    ren und die Benzinpreise, selbst wenn die Rohölpreise
    sinken, trotzdem oben bleiben. Das hat etwas mit Markt-
    strukturen zu tun. Da sind Dinge nicht in Ordnung. Im
    Bankenbereich hat es damit zu tun, dass die Aufsicht
    nicht funktioniert, dass offensichtlich auch die Verwo-
    benheit des Staates mit Teilen des Bankensektors nicht
    funktioniert. Es ist doch bemerkenswert, dass die Lan-
    desbanken, die öffentlich-rechtlichen Banken, ganz vorn
    sind bei den Fehlentscheidungen,


    (Beifall bei der FDP)


    bei der Misswirtschaft und beim Aufkauf von miserablen
    amerikanischen Wertpapieren, den Subprime-Papieren.
    Da sind die Strukturen nicht in Ordnung.

    Unsere Debatte muss darüber geführt werden, wie wir
    die soziale Marktwirtschaft wieder zur Wirkung brin-
    gen und wie deren Prinzipien wieder Beachtung finden.
    Schon die Gründungsväter, Eucken und andere, haben
    darauf hingewiesen, dass es schiefgeht, wenn nicht zwei
    Dinge beachtet werden: Eine zu hohe Konzentration
    muss vermieden werden, denn sonst kann die Wirtschaft
    nicht funktionieren, und es muss vermieden werden,

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    (C (D ass der Staat – Eucken nannte es Punktualismus – zuunsten einzelner Unternehmen in das Marktgeschehen ingreift; Holzmann war der klassische Fall. Wir sind, wenn wir nicht eine Kurskorrektur im arktwirtschaftlichen Denken, eine Renaissance der so ialen Marktwirtschaft anpacken, voll dabei, diese Beürchtung der Gründungsväter der sozialen Marktwirtchaft Realität werden zu lassen. Wir stemmen uns agegen. Machen Sie mit! Noch gibt es eine Chance, den urs zu ändern. Das Wort erhält nun der Kollege Ludwig Stiegler für ie SPD-Fraktion. Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wir befin en uns inmitten eines Prozesses, in dem wir unsere alte iskussion über Staat und Markt praktisch beobachten önnen. Wir Sozialdemokraten haben seit dem Godeserger Programm den Grundsatz: So viel Markt wie öglich, so viel Staat wie nötig. Jetzt sehen wir, gerade n den Diskussionen der letzten Jahrzehnte, dass alle iejenigen, die den Staat aus der Regulierung vertreiben ollten, heute vor den Scherben ihrer Politik stehen. lle Liberalen, innerhalb und außerhalb der FDP, haben egen die Regulierung durch den Staat gekämpft. Heute ind sie diejenigen, die die Trauermärsche anführen. (Beifall bei der SPD – Carl-Ludwig Thiele [FDP]: Das stimmt doch gar nicht! Das ist doch gar nicht zutreffend!)


    (Beifall bei der FDP)