Rede:
ID1613007300

insert_comment

Metadaten
  • sort_by_alphaVokabular
    Vokabeln: 10
    1. Für: 1
    2. die: 1
    3. SPD-Fraktion: 1
    4. hat: 1
    5. nun: 1
    6. das: 1
    7. Wort: 1
    8. der: 1
    9. Kollegendreas: 1
    10. Weigel.\n: 1
  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 16/130 Bundesministerium für Arbeit und So- ziales (Drucksachen 16/6411, 16/6423) . . . . . . . Dr. Claudia Winterstein (FDP) . . . . . . . . . . . . Olaf Scholz, Bundesminister BMAS . . . . . . . Dr. Ilja Seifert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Kornelia Möller (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Hans-Joachim Fuchtel (CDU/CSU) . . . . . . . . Dirk Niebel (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Dagmar Enkelmann (DIE LINKE) . . . . . . Hans-Joachim Fuchtel (CDU/CSU) . . . . . . . . Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Michael Luther (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Jan Korte (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . Bettina Hagedorn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Wolfgang Wieland (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister BMI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hartfrid Wolff (Rems-Murr) (FDP) . . . . . . . . Michael Hartmann (Wackernheim) (SPD) . . . Detlef Parr (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Petra Pau (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . Alois Karl (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . 13632 A 13632 A 13633 B 13636 C 13637 A 13638 B 13640 A 13640 D 13641 A 13641 A 13658 A 13660 B 13661 C 13664 C 13667 B 13670 A 13671 A 13672 B 13673 A 13674 A Deutscher B Stenografisch 130. Sitz Berlin, Donnerstag, den I n h a l Erweiterung der Tagesordnung . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt II (Fortsetzung): a) Zweite Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes über die Feststellung des Bundes- haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2008 (Haushaltsgesetz 2008) (Drucksachen 16/6000, 16/6002) . . . . . . . b) Beschlussempfehlung des Haushaltsaus- schusses zu der Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bun- des 2007 bis 2011 (Drucksachen 16/6001, 16/6002, 16/6426) 13 Einzelplan 11 D I E W S N E 1 D 13631 A 13631 D 13631 D Peter Weiß (Emmendingen) (CDU/CSU) Andrea Nahles (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13642 A 13644 B undestag er Bericht ung 29. November 2007 t : r. Heinrich L. Kolb (FDP) . . . . . . . . . . . . . . lse Falk (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . lke Reinke (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . olfgang Grotthaus (SPD) . . . . . . . . . . . . . . tefan Müller (Erlangen) (CDU/CSU) . . . . . amentliche Abstimmung . . . . . . . . . . . . . . . rgebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Einzelplan 06 Bundesministerium des Innern (Drucksachen 16/6406, 16/6423) . . . . . . . r. Max Stadler (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13645 D 0000 A13647 B 13649 B 13650 C 13651 D 13653 A 13653 B 13655 B 13656 A Dr. Michael Bürsch (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . Dagmar Freitag (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13675 B 13676 C II Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 130. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 29. November 2007 Tagesordnungspunkt V: a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes zur Vereinfachung und Anpassung statistischer Rechtsvorschriften (Drucksache 16/7248) . . . . . . . . . . . . . . . . b) Antrag der Abgeordneten Patrick Döring, Horst Friedrich (Bayreuth), Joachim Günther (Plauen), weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Rollende Su- permärkte von fahrpersonalrechtlichen Vorschriften ausnehmen (Drucksache 16/6639) . . . . . . . . . . . . . . . . Zusatztagesordnungspunkt 2: a) Antrag der Abgeordneten Dr. Petra Sitte, Dr. Kirsten Tackmann, Karin Binder, wei- terer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Nanotechnologie für die Gesell- schaft nutzen – Risiken vermeiden (Drucksache 16/7276) . . . . . . . . . . . . . . . . b) Antrag der Abgeordneten Grietje Bettin, Kai Gehring, Ekin Deligöz, weiterer Ab- geordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN: Hochwertige Computer- spiele fördern und bewahren (Drucksache 16/7282) . . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt VI: a) – j) Beschlussempfehlungen des Petitionsaus- schusses: Sammelübersichten 307, 308, 309, 310, 311, 312, 313, 314, 315 und 316 zu Petitionen (Drucksachen 16/7123, 16/7124, 16/7125, 16/7126, 16/7127, 16/7128, 16/7129, 16/7130, 16/7131, 16/7132) . . . . . . . . . . . 15 Einzelplan 16 Bundesministerium für Umwelt, Natur- schutz und Reaktorsicherheit (Drucksachen 16/6423, 16/6424) . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Andreas Weigel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hans-Kurt Hill (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . Bernhard Schulte-Drüggelte (CDU/CSU) . . . Anna Lührmann (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Marco Bülow (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . M M S H B D U U U U 1 M D R P E D O S D K P S D S K O K 13677 D 13678 A 13678 A 13678 B 13678 B 13679 B 13679 C 13680 D 13682 B 13683 B 13684 D 13686 B 13687 C arie-Luise Dött (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . ichael Leutert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . igmar Gabriel, Bundesminister BMU . . . . . ans-Kurt Hill (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . ärbel Höhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Otto Fricke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . r. Georg Nüßlein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . lrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . lrich Petzold (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . lrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . lrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Einzelplan 17 Bundesministerium für Familie, Senio- ren, Frauen und Jugend (Drucksachen 16/6416, 16/6423) . . . . . . . iriam Gruß (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Ole Schröder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Miriam Gruß (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . oland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . etra Hinz (Essen) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . kin Deligöz (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Ursula von der Leyen, Bundesministerin BMFSFJ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . tto Fricke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . önke Rix (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . iana Golze (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . ai Gehring (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . aul Lehrieder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . ibylle Laurischk (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . r. Ole Schröder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . ibylle Laurischk (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . erstin Griese (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ina Lenke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . tto Fricke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . erstin Griese (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13689 A 13690 B 13691 C 13694 B 13694 D 13695 B 13695 D 13696 D 13697 D 13698 D 13700 A 13700 C 13701 A 13702 A 13702 B 13703 C 13703 D 13704 B 13704 D 13706 C 13707 D 13709 B 13710 D 13712 C 13714 A 13716 A 13717 A 13718 C 13720 B 13720 D 13721 A 13721 B 13722 C 13724 A 13724 C Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 130. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 29. November 2007 III 17 Einzelplan 07 Bundesministerium der Justiz (Drucksachen 16/6407, 16/6423) . . . . . . . in Verbindung mit Einzelplan 19 Bundesverfassungsgericht (Drucksachen 16/6423, 16/6424) . . . . . . . Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) Lothar Binding (Heidelberg) (SPD) . . . . . . . . Wolfgang Nešković (DIE LINKE) . . . . . . . . . Dr. Ole Schröder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Omid Nouripour (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Brigitte Zypries, Bundesministerin BMJ . . . . Otto Fricke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Klaus Uwe Benneter (SPD) . . . . . . . . . . . . Wolfgang Wieland (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Jürgen Gehb (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Joachim Stünker (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Daniela Raab (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . Anlage 2 Erklärung der Abgeordneten Irmingard Schewe- Gerigk (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) zur Abstimmung über den Änderungsvertrag der Fraktion DIE LINKE auf Drucksache 16/7320 zu Einzelplan 06, Bundesministerium des In- nern (Drucksachen 16/6406, 16/6423) . . . . . . Anlage 3 Erklärung der Abgeordneten Irmingard Schewe- Gerigk (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) zur Abstimmung über den Änderungsvertrag der Fraktion DIE LINKE auf Drucksache 16/7321 zu Einzelplan 06, Bundesministerium des In- nern (Drucksachen 16/6406, 16/6423) . . . . . . 13725 A 13725 A 13725 B 13726 A 13727 D 13729 C 13731 A 13733 A 13735 B 13736 C 13737 A 13737 D 13739 C 13741 A 13742 C 13743 A 13743 C 13743 D Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 130. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 29. November 2007 13631 (A) ) (B) ) 130. Sitz Berlin, Donnerstag, den Beginn: 9.0
  • folderAnlagen
    Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 130. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 29. November 2007 13743 (A) (C) (B) ) Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich * A G A G Altmaier, Peter CDU/CSU 29.11.2007 Andreae, Kerstin BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 29.11.2007 Beck (Köln), Volker BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 29.11.2007 Bismarck, Carl Eduard von CDU/CSU 29.11.2007 Dr. Bunge, Martina DIE LINKE 29.11.2007 Burchardt, Ulla SPD 29.11.2007 Graf (Rosenheim), Angelika SPD 29.11.2007* Irber, Brunhilde SPD 29.11.2007 Juratovic, Josip SPD 29.11.2007 Dr. Küster, Uwe SPD 29.11.2007 Lehn, Waltraud SPD 29.11.2007 Müntefering, Franz SPD 29.11.2007 Noll, Michaela CDU/CSU 29.11.2007 Piltz, Gisela FDP 29.11.2007 Raidel, Hans CDU/CSU 29.11.2007 Reiche (Potsdam), Katherina CDU/CSU 29.11.2007 Schäfer (Köln), Paul DIE LINKE 29.11.2007 Schmidt (Nürnberg), Renate SPD 29.11.2007 S S T W (D für die Teilnahme an den Sitzungen der Parlamentarischen Ver- sammlung des Europarates nlage 2 Erklärung der Abgeordneten Irmingard Schewe-Gerigk (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) zur Abstim- mung über den Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE auf Drucksache 16/7320 zu Einzel- plan 06, Bundesministerium des Innern (Druck- sachen 16/6406, 16/6423) Ich erkläre im Namen der Fraktion Bündnis 90/Die rünen, dass unser Votum Nein lautet. nlage 3 Erklärung der Abgeordneten Irmingard Schewe-Gerigk (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) zur Abstim- mung über den Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE auf Drucksache 16/7321 zu Einzel- plan 06, Bundesministerium des Innern (Druck- sachen 16/6406, 16/6423) Ich erkläre im Namen der Fraktion Bündnis 90/Die rünen, dass unser Votum Ja lautet. tröbele, Hans-Christian BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 29.11.2007 trothmann, Lena CDU/CSU 29.11.2007 auss, Jörg SPD 29.11.2007 eisskirchen (Wiesloch), Gert SPD 29.11.2007 130. Sitzung Berlin, Donnerstag, den 29. November 2007 Inhalt: Redetext Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Anlage 2 Anlage 3
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Ulrike Flach


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (FDP)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (FDP)


    (Beifall bei der FDP)


    ies wird den Kollegen der Koalition und uns Haushäl-
    ern insgesamt die Möglichkeit geben, vor der Freigabe
    er Gelder einen kritischen Blick auf die Klimainitia-
    ive zu werfen.

    Weder die Unterstützung von Offshore-Windparks
    och die Schulung von Handwerkern und Architekten
    m Hinblick auf energieeffizientes Bauen noch der Ver-
    uch, den Föderalismus zugunsten der Unterstützung
    on Kommunen zu umgehen und dort klimaschützend
    undesgeld anzulegen, macht einen sehr durchdachten
    indruck. Ich frage mich, warum Milliardenbeträge ver-
    ienende Energieunternehmen bei ihren ureigenen Auf-
    aben mithilfe von Herrn Gabriel auch noch finanziell
    om Staat unterstützt werden müssen.






    (A) )



    (B) )


    Ulrike Flach

    (Beifall bei der FDP – Steffen Kampeter [CDU/ CSU]: Antikapitalistische Liberale!)


    Hier haben die Haushälter der Koalition – das muss ich
    ihnen ins Stammbuch schreiben – dem Herrn Minister
    deutlich den Wind aus den Segeln genommen.


    (Steffen Kampeter [CDU/CSU]: Idealistische Liberale!)


    Die FDP hält dies für vernünftig, aber leider nicht für
    ausreichend.


    (Steffen Kampeter [CDU/CSU]: Sie interpretieren diese Beschlüsse fehl!)


    Wir hätten gerne gesehen, wenn Sie als Haushälter ein
    deutlicheres Stoppsignal gesetzt hätten und die zu erwar-
    tenden Erlöse dorthin leiten würden, wohin sie gehören,
    nämlich in den allgemeinen Haushalt statt in Pro-
    gramme, die mit heißer Nadel gestrickt wurden. Im all-
    gemeinen Haushalt können sie unserer Meinung nach
    am besten eingesetzt werden, nämlich zur Absenkung
    der Stromsteuer, um die Bürger in diesem Lande zu ent-
    lasten, die derzeit weiß Gott genug Lasten zu tragen ha-
    ben.


    (Beifall bei der FDP – Ulrich Kelber [SPD]: Das ist also die Position in der FDP-Umweltpolitik!)


    Die Stromsteuer macht immerhin 12 Prozent des
    Strompreises aus. Sie bringt jährlich rund 6,5 Milliarden
    Euro ein. Hier hätten Sie wirken können und durch den
    Einsatz der Zertifikatserlöse eine notwendige Entlastung
    für die Bürger erreichen können, die seit Wochen und
    Monaten unter hohen Strompreisen ächzen.

    Im Übrigen teilen wir absolut die Meinung von Frau
    Merkel, die gestern festgestellt hat, dass der Strom nicht
    zu billig sei. Aber dann erwarte ich von der Kanzlerin,
    dass sie sich entsprechend einsetzt. Wir erwarten übri-
    gens auch von der CDU/CSU-Fraktion, an dieser Stelle
    etwas Kante zu zeigen; denn es gibt unter Ihnen eine
    ganze Reihe von Finanzpolitikern, die genau das woll-
    ten, was wir jetzt vorgeschlagen haben.


    (Beifall bei der FDP)


    An dieser Stelle haben Sie den ordnungspolitischen Weg
    eindeutig verlassen und sich offensichtlich von Ihrem ro-
    ten Koalitionspartner einfangen lassen.

    Wir bezweifeln definitiv, dass Sie mit dieser Initiative
    Ihr Ziel erreichen werden, Herr Minister. Das Interes-
    sante ist, dass nicht nur wir das bezweifeln. Im Spiegel,
    den auch Sie wahrscheinlich lesen, hat Greenpeace
    kürzlich deutlich gemacht, dass die Gesamtergebnisse
    der 29 Maßnahmen der Klimaschutzinitiative absolut
    geschönt sind. Statt der Reduzierung der CO2-Emissio-
    nen um 270 Millionen Tonnen könnten bis 2020 nur
    160 Millionen Tonnen eingespart werden. Ich zitiere:

    So seien insbesondere bei der Kraft-Wärme-Kopp-
    lung und den Stromsparmaßnahmen in der Industrie
    „deutlich zu hohe“ oder „optimistische“ Werte an-
    gesetzt worden, die selbst von internen Berechnun-
    gen des Umweltbundesamtes abweichen.

    D
    d
    i

    s
    K
    g
    m
    d
    F
    e
    A

    b
    C
    s
    e

    d
    i
    k
    g
    m

    t
    n

    A

    D
    d
    M
    d
    h
    z

    u
    t
    g
    R
    F
    E

    (C (D as hört sich nicht gut an, Herr Gabriel. Darüber werden ie Haushälter in den nächsten Monaten sicherlich noch hr Urteil zu fällen haben. Unterm Strich passt die Haushaltsblackbox zu der uns chon lange bekannten Gabriel’schen Quadratur des reises: Ausstieg aus der Kernkraft, extreme Skepsis geenüber neuen, technisch besseren Kohlekraftwerken it CO2-Abscheideverfahren und höheren Wirkungsgra en, kein Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft, keine usionsforschung. Das alles wollen Sie nicht, aber Sie rhöhen damit kontinuierlich die Abhängigkeit vom usland. (Ulrich Kelber [SPD]: Sie lesen aus der falschen Zeile ab!)


    (Beifall bei der FDP)


    Unser Weg zu mehr Klimaschutz ist ein anderer. Wir
    rauchen international eine technische Revolution in
    hina und in den afrikanischen Ländern, die bisher zu

    tark auf fossile Energien setzen, und wir brauchen dort
    inen massiven Einstieg in die erneuerbaren Energien.


    (Beifall bei der FDP)


    Wir wollen mehr Markt im Emissionshandel, national
    urch die Einbeziehung beispielsweise des Verkehrs und
    nternational durch die Instrumente des Kioto-Proto-
    olls. Wir wollen mehr CDM-Projekte, um Treibhaus-
    ase da zu verringern, wo dies zu den geringsten Kosten
    öglich ist.


    (Beifall bei der FDP)


    Ihr Weg, Herr Gabriel, ist der nationale Weg der Ver-
    euerung und der Abhängigkeit. Unser Weg ist der inter-
    ationale Weg des Marktes und des Wettbewerbs.


    (Beifall bei der FDP)




Rede von Gerda Hasselfeldt
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CSU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CSU)

Für die SPD-Fraktion hat nun das Wort der Kollege

ndreas Weigel.


(Beifall bei der SPD)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Andreas Weigel


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten

    amen und Herren! Liebe Frau Flach, die Haushälter
    er Koalition haben nicht kühl auf die Vorschläge des
    inisteriums reagiert; vielmehr haben wir mit Herzblut

    afür gekämpft. Das Verhältnis zum Minister ist warm-
    erzig. Das will ich an dieser Stelle klar und deutlich
    um Ausdruck bringen.


    (Beifall bei der SPD – Steffen Kampeter [CDU/CSU]: Davor muss ich den Kollegen Gabriel jetzt aber auch in Schutz nehmen!)


    Was der Haushalt 2008 für das Ministerium und für
    ns bedeutet, kann man durchaus mit dem Begriff „rich-
    ungweisend“ charakterisieren. Die Arbeit und die Auf-
    aben des Ministeriums werden sich weitaus aktiver in
    ichtung Programmpolitik bewegen, als das bisher der
    all war. Zusammen mit den zusätzlichen 400 Millionen
    uro aus dem Klimaschutzprogramm erhöht sich das






    (A) )



    (B) )


    Andreas Weigel
    Volumen des Haushalts des Umweltministeriums um
    fast 50 Prozent; das muss man an dieser Stelle deutlich
    sagen.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Daraus ergeben sich ganz neue Handlungsoptionen
    für unsere Klimaschutzinitiative, eine Initiative, die ih-
    ren Ansprüchen nur dann gerecht werden kann, wenn sie
    aus einer Hand koordiniert wird, wenn sie in ständigem
    Austausch mit der Klimaforschung steht, wenn sie nach
    innen und außen politisch von einer starken Stimme ge-
    tragen wird und wenn sie konzeptionell an einem Ort
    verankert wird. Dieser Ort kann nur das Umweltministe-
    rium sein.

    Wenn, wie es beim Klimaschutzprogramm der Fall
    ist, zusätzlich Geld in den Bundeshaushalt fließt, gibt es
    natürlich den einen oder anderen Minister, der darauf
    Anspruch erheben möchte.


    (Eva Bulling-Schröter [DIE LINKE]: Wer denn?)


    Dennoch hat das Bundeskabinett eine richtige Entschei-
    dung getroffen. Es hat entschieden, dass ein Großteil der
    Erlöse aus dem Zertifikatehandel dem Umwelthaushalt
    zuzuschreiben ist.


    (Beifall bei der SPD – Steffen Kampeter [CDU/CSU]: Aber auch dem Wirtschaftsministerium!)


    Diese Entscheidung ist zwar von dem einen oder ande-
    ren Ministerium hinterfragt worden;


    (Hans-Kurt Hill [DIE LINKE]: Das auch noch!)


    doch dank der Standfestigkeit unseres Umweltministers
    und einer überzeugenden Konzeption für das Klimapro-
    gramm durch sein Haus haben wir jetzt Planungssicher-
    heit für das Haushaltsjahr 2008 und darüber hinaus.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU – Steffen Kampeter [CDU/ CSU]: Gestanden haben wir!)


    Mit dem vorliegenden Haushalt wird das Umweltmi-
    nisterium zum handelnden Akteur mit einem deutlich
    gestärkten programmatischen Anteil. Die Fäden des Kli-
    maschutzprogramms werden hier zusammenlaufen. Das
    ist deshalb so wichtig und richtig, weil im Umweltminis-
    terium mit seinen untergeordneten Behörden die Exper-
    tise für eine effektive Klimapolitik vorhanden ist. Bei ei-
    ner Aufteilung der Erlöse auf verschiedene Ressorts
    würden die Wirksamkeit und die Abstimmung der ver-
    schiedenen Programme für den Klimaschutz verloren
    gehen. Natürlich ist es verständlich und nachvollziehbar,
    dass jeder Minister für seinen Bereich am Topf des Kli-
    maschutzprogramms teilhaben will; aber wir brauchen
    ein Klimaschutzprogramm aus einer Hand mit einem ko-
    ordinierten Konzept und keine Gießkannenpolitik.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Durch das Klimaschutzprogramm steigt das Volumen
    des Programmhaushalts des BMU im Vergleich zu 2005

    v
    D

    N
    b
    b

    I
    n
    S
    h
    g

    Ä
    r
    u
    d
    w
    d

    P
    v
    U
    d
    l

    z
    l
    e
    m
    n
    u
    F
    b
    v
    h

    i
    v
    i
    S
    B
    B
    b
    n

    u
    s

    E

    E
    d
    J

    (C (D on 415 Millionen Euro auf jetzt 857 Millionen Euro. as ist mehr als eine Verdoppelung. un muss das Umweltministerium für die neuen Aufgaen passgenau aufgestellt werden. Die Grundlage dafür ildet der Haushalt 2008. Ein Beispiel ist unter anderem die Personalsituation. m Einzelplan 16 gibt es prozentual den höchsten Persoalaufwuchs im gesamten Bundeshaushalt, und zwar ein tellensaldo von 90 Stellen. Damit wird die Arbeitsfäigkeit des Ministeriums auch für die neuen Anforderunen gewährleistet. Wir haben im Personalhaushalt ebenfalls strukturelle nderungen vollzogen. Das BMU hat in den letzten Jah en Lücken in der Personalkapazität mit Zeitverträgen nd kurzfristigen Maßnahmen gefüllt. Das geht zulasten er Beschäftigten und mindert die Arbeitseffizienz. Es ar und ist uns ein ursozialdemokratisches Anliegen, ass diese Praxis ein Ende findet. Es entstehen aber auch Personalstellen in anderen rojekten. Ich erinnere beispielsweise an den Koalitionsertrag, wonach das Umweltrecht vereinfacht und ein mweltgesetzbuch geschaffen werden soll. Allein für iesen Bereich wird es im Haushalt 2008 drei neue Stelen geben. Das Umweltgesetzbuch wird kommen. (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    (Beifall bei Abgeordneten der SPD)


    Ich möchte noch einmal zum Klimaschutzprogramm
    urückkommen. Das Umweltministerium wird 400 Mil-
    ionen Euro aus dem Verkauf der Emissionszertifikate
    rhalten und davon 280 Millionen Euro in nationale Kli-
    aschutzinitiativen und 120 Millionen Euro in internatio-

    ale Klimaschutzinitiativen investieren. National wird es
    nter anderem eine Aufstockung der Mittel und neue
    ördertatbestände für das Marktanreizprogramm ge-
    en. Innovative Technologien im Bereich Wärme sollen
    orangebracht werden. Bis zu 349 Millionen Euro ste-
    en hierfür zur Verfügung.

    Darüber hinaus werden wir in Zukunftstechnologien,
    nsbesondere in eine nachhaltige Energieversorgung, in-
    estieren: in netzgekoppelte Windkraft, in Geothermie,
    n Projekte wie das Turmkraftwerk für Solarenergie in
    panien – das sei hier auch erwähnt –; Deponiegas und
    iogas leisten ebenfalls einen wichtigen Beitrag. Das
    iomasse-Forschungszentrum in Leipzig wird seine Ar-
    eit aufnehmen, was mich als sächsischen Abgeordneten
    atürlich ganz besonders freut.

    Ich will noch auf die Haushaltssperre eingehen. Aus
    nserer Sicht ist es gut und richtig, dass die Haushalts-
    perre verhängt wird.


    (Ulrike Flach [FDP]: Das ist wohl wahr!)


    s gibt gute Gründe dafür, Frau Flach.


    (Ulrike Flach [FDP]: Ja, eben!)


    in Grund ist zum Beispiel, dass die Einnahmen aus
    em Verkauf der CO2-Zertifikate erst im kommenden
    ahr realisiert werden.






    (A) )



    (B) )


    Andreas Weigel

    (Ulrike Flach [FDP]: Eben! Genau das sage ich ja! – Michael Kauch [FDP]: Hört! Hört!)


    Das bedeutet, dass wir im kommenden Jahr die Mittel
    Zug um Zug freigeben, so wie die Erlöse kommen. Was
    wir derzeit darüber wissen, stimmt uns außerordentlich
    positiv; denn der Handel mit CO2-Zertifikaten wird of-
    fensichtlich noch mehr Geld einbringen, als das bisher
    der Fall ist. Es ist verantwortungsvolle Politik, an dieser
    Stelle eine Sperre zu verhängen. Im Übrigen werden die
    Mittel nicht komplett gesperrt. 25 Prozent der Mittel ge-
    ben wir frei, damit das Ministerium mit seiner Arbeit so-
    fort beginnen kann.


    (Steffen Kampeter [CDU/CSU]: Einvernehmlich mit dem Minister haben wir das abgesprochen!)


    Darüber hinaus fordern wir das Ministerium auf, För-
    derrichtlinien zu erarbeiten, die mit dem Haushaltsaus-
    schuss und mit den Fachausschüssen abgestimmt werden
    sollen. Das ist übrigens ein Beitrag zur Transparenz. Ihre
    Vorstellung vom Ministerium als einer Blackbox trifft
    nicht zu. Wir wollen die parlamentarische Beteiligung an
    diesem Programm. Wir werden das Ministerium in sei-
    ner Arbeit unterstützen und überhaupt nicht blockieren.


    (Ulrike Flach [FDP]: Da sind wir mal gespannt!)


    Wir sind der Auffassung, dass mit dieser Klimaschutz-
    initiative im kommenden Jahr im Umweltministerium
    eine gute Politik gemacht werden kann. Wir leisten Un-
    terstützung und wünschen dem Minister und seinen Mit-
    arbeitern alles Gute.

    Ich bedanke mich für die Zusammenarbeit mit den
    Berichterstattern im Haushaltsausschuss und für die mit
    dem Ministerium gut abgestimmte Arbeit.


    (Beifall bei der SPD und der CDU/CSU)