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ID1612819800

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 16/128 haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2008 (Haushaltsgesetz 2008) (Drucksachen 16/6000, 16/6002) . . . . . . . b) Beschlussempfehlung des Haushaltsaus- schusses zu der Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bun- des 2007 bis 2011 (Drucksachen 16/6001, 16/6002, 16/6426) 1 Einzelplan 01 Bundespräsident und Bundespräsidial- amt (Drucksachen 16/6401, 16/6423) . . . . . . . 2 Einzelplan 02 c) Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Ent- wurfs eines Gesetzes über die Fest- stellung eines Nachtrags zum Bundeshaushaltsplan für das Haus- haltsjahr 2007 (Nachtragshaushalts- gesetz 2007) (Drucksachen 16/6390, 16/6391) . . . . Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . Carsten Schneider (Erfurt) (SPD) . . . . . . . . . Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . Dr. Michael Meister (CDU/CSU) . . . . . . . . . Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Peer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . . 13405 D 13406 A 13406 A 13406 A 13407 A 13409 B 13411 D 13413 A 13415 C 13419 A Deutscher B Stenografisch 128. Sitz Berlin, Dienstag, den 2 I n h a l Glückwünsche zum Geburtstag der Abgeord- neten Heidemarie Wieczorek-Zeul . . . . . . . Tagesordnungspunkt I: Eidesleistung des Bundesministers für Ar- beit und Soziales Präsident Dr. Norbert Lammert . . . . . . . . . . . Olaf Scholz, Bundesminister BMAS . . . . . . . Tagesordnungspunkt II: a) Zweite Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes über die Feststellung des Bundes- 3 4 i i 13405 A 13405 B 13405 B Deutscher Bundestag (Drucksachen 16/6402, 16/6423) . . . . . . . 13406 B undestag er Bericht ung 7. November 2007 t : Einzelplan 03 Bundesrat (Drucksachen 16/6403, 16/6423) . . . . . . . a) Einzelplan 08 Bundesministerium der Finanzen (Drucksachen 16/6408, 16/6423) . . . . n Verbindung mit b) Einzelplan 20 Bundesrechnungshof (Drucksachen 16/6423, 16/6424) . . . . n Verbindung mit 13406 B 13406 C 13406 C Dr. Hermann Otto Solms (FDP) . . . . . . . . . . . Eduard Oswald (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . 13422 A 13423 B II Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 128. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 27. November 2007 Dr. Barbara Höll (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Gunter Weißgerber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . Jochen-Konrad Fromme (CDU/CSU) . . . . . . Jörg-Otto Spiller (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Norbert Barthle (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . 5 Einzelplan 30 Bundesministerium für Bildung und Forschung (Drucksachen 16/6420, 16/6423) . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Klaus-Peter Willsch (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Volker Schneider (Saarbrücken) (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Klaus Hagemann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Kai Gehring (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Annette Schavan, Bundesministerin BMBF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jörg Tauss (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Petra Sitte (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kai Gehring (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) Uwe Barth (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulla Burchardt (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Cornelia Hirsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Katherina Reiche (Potsdam) (CDU/CSU) . . . Anna Lührmann (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulla Burchardt (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . René Röspel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anna Lührmann (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dorothee Bär (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . 6 Einzelplan 12 Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Drucksachen 16/6412, 16/6423) . . . . . . . Dr. Claudia Winterstein (FDP) . . . . . . . . . . . . Dr. Frank Schmidt (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Otto Fricke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . D B W K P N H W D K U A H A 7 H G D E U P D G K 13424 D 13426 B 13426 C 13427 D 13429 C 13430 C 13431 A 13433 A 13433 B 13434 C 13436 C 13437 D 13440 C 13442 B 13442 C 13443 B 13443 C 13444 A 13446 A 13447 B 13449 D 13451 A 13452 D 13453 B 13454 A 13454 C 13456 B 13457 C 13457 C 13458 D 13459 B Bärbel Höhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . orothée Menzner (DIE LINKE) . . . . . . . . . artholomäus Kalb (CDU/CSU) . . . . . . . . . . infried Hermann (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . laas Hübner (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . atrick Döring (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . orbert Königshofen (CDU/CSU) . . . . . . . . Dorothée Menzner (DIE LINKE) . . . . . . . Volker Beck (Köln) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . eidrun Bluhm (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . olfgang Tiefensee, Bundesminister BMVBS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Winfried Hermann (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Lutz Heilmann (DIE LINKE) . . . . . . . . . . r. Anton Hofreiter (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bartholomäus Kalb (CDU/CSU) . . . . . . . . laus Hofbauer (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . we Beckmeyer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . rnold Vaatz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Dorothée Menzner (DIE LINKE) . . . . . . . eidrun Bluhm (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . rnold Vaatz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 10 Bundesministerium für Ernährung, Land- wirtschaft und Verbraucherschutz (Drucksachen 16/6410, 16/6423) . . . . . . . ans-Michael Goldmann (FDP) . . . . . . . . . . eorg Schirmbeck (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . r. Kirsten Tackmann (DIE LINKE) . . . . . . . rnst Bahr (Neuruppin) (SPD) . . . . . . . . . . . . lrike Höfken (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . eter Bleser (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . r. Christel Happach-Kasan (FDP) . . . . . . . . Ulrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrike Höfken (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ustav Herzog (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . arin Binder (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . 13461 B 13461 C 13462 C 13463 D 13465 B 13466 C 13467 C 13468 D 13469 B 13470 A 13471 B 13472 A 13473 A 13473 D 13474 B 13475 A 13476 A 13477 B 13477 D 13479 A 13479 B 13479 D 13480 A 13481 B 13483 A 13483 D 13485 B 13486 C 13488 A 13488 D 13489 A 13489 D 13490 D Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 128. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 27. November 2007 III Alexander Bonde (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mechthild Rawert (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Horst Seehofer, Bundesminister BMELV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Christel Happach-Kasan (FDP) . . . . . . . . Waltraud Wolff (Wolmirstedt) (SPD) . . . . . . . 8 Einzelplan 15 Bundesministerium für Gesundheit (Drucksachen 16/6414, 16/6423) . . . . . . . Dr. Claudia Winterstein (FDP) . . . . . . . . . . . . Ewald Schurer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Frank Spieth (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . Norbert Barthle (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Birgitt Bender (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulla Schmidt, Bundesministerin BMG . . . . . Daniel Bahr (Münster) (FDP) . . . . . . . . . . . . Annette Widmann-Mauz (CDU/CSU) . . . . . . Elisabeth Scharfenberg (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jella Teuchner (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Max Straubinger (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 13491 D 13493 A 13493 D 13497 A 13497 C 13499 B 13499 C 13500 D 13502 C 13504 B 13505 C 13506 C 13508 D 13510 B 13512 C 13513 D 13515 A 13516 D 13517 A Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 128. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 27. November 2007 13405 (A) ) (B) ) 128. Sitz Berlin, Dienstag, den 2 Beginn: 10.0
  • folderAnlagen
    Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 128. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 27. November 2007 13517 (A) (C) (B) ) Anlage zum Stenografischen Bericht Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Andreae, Kerstin BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 27.11.2007 Dr. Bartels, Hans- Peter SPD 27.11.2007 Bismarck, Carl-Eduard von CDU/CSU 27.11.2007 Dr. Bunge, Martina DIE LINKE 27.11.2007 Claus, Roland DIE LINKE 27.11.2007 Connemann, Gitta CDU/CSU 27.11.2007 Dr. Eid, Uschi BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 27.11.2007 Gloser, Günter SPD 27.11.2007 Montag, Jerzy BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 27.11.2007 Müntefering, Franz SPD 27.11.2007 Nitzsche, Henry fraktionslos 27.11.2007 Pieper, Cornelia FDP 27.11.2007 Piltz, Gisela FDP 27.11.2007 Roth (Heringen), Michael SPD 27.11.2007 Schmidt (Nürnberg), Renate SPD 27.11.2007 Ströbele, Hans-Christian BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 27.11.2007 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Irber, Brunhilde SPD 27.11.2007 Juratovic, Josip SPD 27.11.2007 Dr. Küster, Uwe SPD 27.11.2007 Lehn, Waltraud SPD 27.11.2007 S S W Z (D trothmann, Lena CDU/CSU 27.11.2007 tübgen, Michael CDU/CSU 27.11.2007 egener, Hedi SPD 27.11.2007 eil, Martin FDP 27.11.2007 128. Sitzung Berlin, Dienstag, den 27. November 2007 Inhalt: Redetext Anlage zum Stenografischen Bericht
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Karin Binder


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (DIE LINKE.)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (DIE LINKE.)


    Herr Präsident! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen!
    eine Damen und Herren! In der ersten Lesung zu die-

    em Haushalt hatte ich noch kritisiert, dass die Arbeit
    er Verbraucherzentralen im Bereich des wirtschaftli-
    hen Verbraucherschutzes gefährdet sei. Ich bin hoch-
    rfreut, dass diese Arbeit nun durch den Einsatz von
    estmitteln des Bundes weiter finanziert wird. Gerade in
    iesem Bereich wächst der Bedarf von vielen Menschen
    ach einer unabhängigen und qualifizierten Beratung.






    (A) )



    (B) )


    Karin Binder
    Hohen Beratungs- und Aufklärungsbedarf gibt es al-
    lerdings auch in anderen Bereichen, wie zum Beispiel
    über das zum nächsten Jahr in Kraft tretende Verbrau-
    cherinformationsgesetz, über die Nährwertkennzeich-
    nung, über die Lebensmittelkontrolle, über den Allergie-
    plan usw. Leider liegt der dafür zur Verfügung stehende
    Betrag im Haushalt des Ministeriums im Promillebe-
    reich. Daran wird deutlich, dass große Vorhaben zu-
    nächst einmal vor allem aus großen Überschriften beste-
    hen. Oft wird am lautesten dort getönt, wo Sie, Herr
    Seehofer, aufgrund der Länderkompetenz gar nicht un-
    mittelbar in der Verantwortung stehen.

    Angesichts meiner begrenzten Redezeit kann ich
    diese Kritik leider nur an einem Beispiel deutlich ma-
    chen. Erfreulicherweise werden mit diesem Haushalt des
    Ministeriums zusätzliche Mittel für den Aktionsplan
    „Ernährung und Bewegung“ eingesetzt. In der Be-
    schlussfassung zu diesem Aktionsplan wurden unter an-
    derem zu erwartende hohe Kosten für unser Gesund-
    heitssystem als Folgen von Übergewicht und seinen
    Begleiterscheinungen angeführt. Wir müssen derzeit da-
    von ausgehen, dass bundesweit vermutlich 1,9 Millionen
    Kinder und Jugendliche übergewichtig oder gar fettlei-
    big sind. Deshalb muss hier dringend etwas getan wer-
    den.

    So weit, so gut, Herr Seehofer. Aber das reicht nicht.
    Ein weiterer Aspekt wurde im Bericht des Ausschusses
    zum gerade beschriebenen Aktionsplan aufgeführt: die
    Mangelernährung. Da heißt es nämlich:

    Auch die Zahl der unterernährten Kinder und Ju-
    gendlichen in Deutschland wächst ständig und hat
    sich zu einem gesamtgesellschaftlichen Problem
    entwickelt.

    Und weiter:

    Vor dem Hintergrund der Fehl- und Mangelernäh-
    rung ist der Prävention und der Gesundheitsförde-
    rung ein hoher Stellenwert einzuräumen.


    (Dr. Ilja Seifert [DIE LINKE]: Hört! Hört!)


    Aufgabe der Politik ist es hierbei, Rahmenbedin-
    gungen zu schaffen.


    (Mechthild Rawert [SPD]: Deshalb haben wir auch das Präventionsgesetz verabschiedet!)


    Das war es dann aber auch zum Thema Mangelernäh-
    rung in dem mehrseitigen Papier. Nun frage ich Sie, Herr
    Minister: Wie sieht denn Prävention gegen Unter- und
    Mangelernährung vor dem Hintergrund aus, dass in
    Deutschland um die 2,8 Millionen Kinder und Jugendli-
    che an bzw. unter der Armutsgrenze leben und dass im-
    mer mehr Kinder vom Schulessen abgemeldet werden,
    weil ihre Eltern die Mittel für die damit verbundenen
    Kosten nicht mehr aufbringen können? Damit werden
    sämtliche guten Ansätze für eine gesunde und hochwer-
    tige Gemeinschaftsverpflegung in Schulen und Kitas für
    diese Kinder zunichte gemacht.


    (Beifall bei der LINKEN)


    Die Kinder, die dieses Angebot am dringendsten
    brauchen, können nicht daran teilnehmen. Hier ist die

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    (C (D olitik gefordert, die die vorher erwähnten Rahmenbeingungen zu schaffen hat. (Otto Fricke [FDP]: Bund, Land oder Kommunen?)


    ie darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen und
    as Thema auf die jeweils andere politische Ebene ab-
    chieben, wie es vor wenigen Tagen die zuständige ba-
    en-württembergische Staatssekretärin in einer Presse-
    itteilung gemacht hat.

    Ich frage Sie, Herr Minister, welche Vorschläge Sie
    aben, um Ihre Kolleginnen und Kollegen in den Län-
    ern und in den Kommunen in den Aktionsplan einzu-
    inden; denn dies wird nötig sein, um die hehren Ziele,
    ie von Ihnen gesteckt wurden, zu erreichen. Kinder aus
    inkommensschwachen Familien – das sind weit mehr
    ls 2,8 Millionen – haben von diesen Plänen nur etwas,
    enn Gemeinschaftsverpflegung in Schulen und Kitas
    ostenfrei abgegeben wird.


    (Beifall bei der LINKEN)


    Das ist nach meiner Auffassung das Ziel, das voraus-
    ichtlich jedoch nur mit einem weit höheren Einsatz
    uch von Bundesmitteln zu erreichen wäre. Damit würde
    ie beste Grundlage für Theorie und Praxis einer hoch-
    ertigen Ernährungsbildung an unseren Schulen ge-

    chaffen.

    Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit.


    (Beifall bei der LINKEN)




Rede von Dr. h.c. Wolfgang Thierse
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)

Nun hat Kollege Alexander Bonde, Fraktion

ündnis 90/Die Grünen, das Wort.


  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Alexander Bonde


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir

    rleben in dieser Debatte einen Landwirtschaftsminister,
    ie wir ihn seit Jahren kennen: In den Medien drängelt

    r sich nach vorne, und im Parlament kann es gar nicht
    ange genug gehen, bevor er den Mund aufmacht. So
    etzt er sich auch heute an das Ende der Debatte. Unsere
    ritik, Herr Minister, können Sie damit allerdings nicht

    ussitzen.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der LINKEN sowie der Abg. Dr. Christel Happach-Kasan [FDP])


    So, wie Sie sich heute der Debatte verweigern, haben
    ie sich in Ihrem Haus den zentralen Fragen nicht ge-
    tellt. Sie stellen sich nicht den zentralen Fragen des
    ändlichen Raumes. In Sachen Klimaschutz ist Ihr Haus
    nzwischen zum Totalausfall mutiert.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Es wurde bereits die Gemeinschaftsaufgabe „Verbes-
    erung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ ange-
    prochen. Dazu haben Sie zu Beginn der Legislatur-
    eriode eine große Reform angekündigt. Es haben
    ongresse stattgefunden. Die Buffets sind leergegessen,
    ie Spesen bezahlt. Aber auf die Ergebnisse und die Re-






    (A) )



    (B) )


    Alexander Bonde
    form warten wir noch immer. So, wie wir es sehen, wer-
    den wir darauf wohl auch noch nach dieser Legislatur-
    periode warten müssen.

    Sie wissen, dass Sie im Zusammenhang mit der zwei-
    ten Säule der Agrarpolitik eigentlich viel gestalten kön-
    nen und viel gestalten müssen. Uns allen ist bekannt,
    dass die mit den ländlichen Räumen verbundenen He-
    rausforderungen weit über das hinausgehen, was bisher
    zu leisten war. Wir stehen in den ländlichen Regionen in
    einer erheblichen Verantwortung: Es geht darum, mehr
    Wertschöpfung zu schaffen und die Arbeitsplätze in der
    Landwirtschaft zu stabilisieren. Wir müssen das aktiv
    angehen. Von Ihnen erleben wir da wenig.

    Was wir erleben, ist ein systematischer Abbau der
    Gemeinschaftsaufgabe. Diese Gemeinschaftsaufgabe
    wandeln Sie nicht in eine Gemeinschaftsaufgabe „ländli-
    cher Raum“ um. Sie bringen sie also qualitativ nicht
    voran. Sie haben die zweite Säule in den letzten Jahren
    durch Kürzungen auf europäischer Ebene, die Sie mit
    verantworten, und durch Kürzungen der Mittel für die
    Gemeinschaftsaufgabe systematisch ausbluten lassen.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Sie wissen, was Sie damit anrichten. Ich rede hier als
    Schwarzwälder. Auch viele andere aus ländlichen Re-
    gionen wissen genau, wie wichtig diese Mittel sind. Ge-
    rade zu Fragestellungen wie „Agrarumweltmaßnahmen“
    und „Übergang zwischen Landwirtschaft, Klimaschutz
    und Umweltschutz“, genau an dieser wichtigen Schnitt-
    stelle, die sofortiges Handeln verlangt, schweigen Sie,
    Herr Minister.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Zuruf von der SPD: Er hat doch noch gar nicht geredet!)


    Sie schweigen an einer Stelle, die für den Klima-
    schutz von entscheidender Bedeutung ist. Sie wissen,
    dass die Landwirtschaft der drittgrößte Emittent von
    Treibhausgasen ist. Wir reden nicht nur über den CO2-
    Ausstoß, sondern auch über andere Emissionen. Wenn
    wir die Maßnahmen der Bundesregierung anschauen,
    dann stellen wir fest, dass nichts passiert. Es passiert
    nichts im Bereich der Gewächshäuser; das Öl wird dort
    sprichwörtlich zum Glasdach herausgeheizt. Sie unter-
    nehmen keine Anstrengungen, um der Branche dabei zu
    helfen, sich umzustellen und sich den mit dem Klima-
    wandel verbundenen Herausforderungen positiv anzu-
    passen.


    (Lachen bei Abgeordneten der FDP)


    – Wenn die FDP da lacht, dann kann ich nur sagen: Wer
    im Glashaus heizt, darf nicht mit Klimaankündigungen
    um sich werfen.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Das Gleiche erleben wir in Sachen Ökolandbau. Der
    Minister ist munter mit einem Haushalt angetreten,
    durch den der Ökolandbau richtig rasiert wird.


    (Gustav Herzog [SPD]: Das ist doch Quatsch, was Sie erzählen! Das ist doch Unsinn! – Weitere Zurufe von der SPD)


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    (C (D s brauchte erheblichen Druck, um die Mittel für das undesprogramm „Ökologischer Landbau“ wieder aufustocken. Offensichtlich haben Sie Ihren Koalitionsartner nicht einmal informiert. Anders kann ich mir das eschrei aus der SPD hier gar nicht erklären. (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Georg Schirmbeck [CDU/CSU]: Alex! Alex!)


    Ich kann gut nachvollziehen, dass Sie stolz darauf
    ind, dass Sie diese Kürzungen auf unseren Druck und
    en der Fachverbände hin zurückgenommen haben.


    (Lachen bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD – Georg Schirmbeck [CDU/CSU]: So viel Selbstüberschätzung! – Ulrich Kelber [SPD]: Der unglaubliche Druck von Alexander Bonde!)


    as kann ich gut verstehen. Aber erlauben Sie nicht
    uch noch, dass wir Sie hier als Helden feiern. Ich finde,
    ie sollten hier als reuiger Sünder auftreten. An dieser
    telle ist ein bisschen Abbitte zu leisten. Sie sollten sich
    icht auch noch dafür feiern lassen, dass wir Sie von ei-
    er Katastrophe abgehalten haben, liebe SPD.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Ulrich Kelber [SPD]: Sie haben noch nichts zum Thema gesagt, Herr Bonde! Wo waren Sie denn? Lautsprecherseminare ersetzen keine Fachkenntnis!)


    Es ist interessant, zu sehen, wie sich die SPD an dieser
    telle immer wieder aufregt. Es ist natürlich das Einzige,
    orin Sie sich hier noch einig sein können: in einer plat-

    en Verteidigung einer Regierungslinie, von der Sie
    elbst am besten wissen, dass sie auf Dauer nicht trägt.

    Wir machen uns große Sorgen darüber, dass Sie nicht
    rkannt haben, dass die Landwirtschaft ein wichtiger
    kteur im Klimaschutz ist. Wir stellen fest, dass die
    enschen in dieser Erkenntnis wesentlich weiter sind,

    ass auch die Menschen, die in der Landwirtschaft tätig
    ind, wesentlich weiter sind.

    Ich fordere Sie auf: Setzen Sie endlich die anständi-
    en Programme um, um den Menschen zu helfen. Sie
    issen: Wir brauchen Agrarumweltprogramme. Sie
    issen: Die Umrüstung in Richtung Biolandbau ist not-
    endig. Sie wissen auch, dass wir der Branche der Be-

    reiber von Gewächshäusern Umstellungshilfe gewähren
    üssen. Sie sitzen das alles aus. Auch an dieser Stelle
    ird deutlich, wie wenig ernst man die Klimapolitik die-

    er Bundesregierung nehmen kann. So geht es nicht wei-
    er. Wir erwarten da deutliche Änderungen. Springen Sie
    n dieser Stelle einmal nicht immer nur dann in die Me-
    ien, wenn es um Kandidaturen geht, sondern kümmern
    ie sich um Ihr Haus und um die anstehenden Aufgaben!

    Vielen Dank.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)