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ID1606700200

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 16/67 Einzelplan 11 Bundesministerium für Arbeit und So- ziales (Drucksachen 16/3111, 16/3123) . . . . . . . Dr. Claudia Winterstein (FDP) . . . . . . . . . . . . Waltraud Lehn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kornelia Möller (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Hans-Joachim Fuchtel (CDU/CSU) . . . . . . . . Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Franz Müntefering, Bundesminister BMAS Dr. Heinrich L. Kolb (FDP) . . . . . . . . . . . . . . Peter Weiß (Emmendingen) (CDU/CSU) Ergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 06 Bundesministerium des Innern (Drucksachen 16/3106, 16/3123) . . . . . . . Gisela Piltz (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Michael Luther (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Jan Korte (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . Bettina Hagedorn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . Wolfgang Wieland (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister 6622 C 6622 D 6624 B 6626 C 6628 A 6629 D 6631 B 6634 A 6635 A 6650 A, 6652 A 6654 B 6654 D 6656 C 6659 C 6661 A 6664 C Deutscher B Stenografisch 67. Sitz Berlin, Donnerstag, den I n h a l Erweiterung der Tagesordnung . . . . . . . . . . . Nachträgliche Ausschussüberweisungen . . . . Tagesordnungspunkt I (Fortsetzung): a) Zweite Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes über die Feststellung des Bundes- haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2007 (Haushaltsgesetz 2007) (Drucksachen 16/2300, 16/2302) . . . . . . . b) Beschlussempfehlung des Haushaltsaus- schusses zu der Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bun- des 2006 bis 2010 (Drucksachen 16/2301, 16/2302, 16/3126) D M K D K W K D W N 6621 A 6621 B 6622 C 6622 C Ilse Falk (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Katja Kipping (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . 6636 C 6638 D undestag er Bericht ung 23. November 2006 t : r. Thea Dückert (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ax Straubinger (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . laus Brandner (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Heinrich L. Kolb (FDP) . . . . . . . . . . . . . . laus Brandner (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . olfgang Meckelburg (CDU/CSU) . . . . . . . . Katja Kipping (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . atja Kipping (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . r. Gregor Gysi (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . olfgang Meckelburg (CDU/CSU) . . . . . . . . amentliche Abstimmung . . . . . . . . . . . . . . . 6640 A 6641 C 6643 A 6645 C 6646 A 6646 C 6647 C 6648 C 6648 D 6649 A 6649 C BMI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . 6667 C 6668 D II Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 67. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 23. November 2006 Josef Philip Winkler (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jan Korte (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . Ernst Burgbacher (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . Gabriele Fograscher (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Petra Pau (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Hans-Peter Uhl (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Detlef Parr (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Martin Gerster (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt III: a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes zur Änderung des Investitionszula- gengesetzes 2007 (InvZulG 2007) (Drucksache 16/3437) . . . . . . . . . . . . . . . . b) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes zur Änderung arbeitsrechtlicher Vor- schriften in der Wissenschaft (Drucksache 16/3438) . . . . . . . . . . . . . . . . c) Antrag der Abgeordneten Harald Leibrecht, Dr. Karl Addicks, Christian Ahrendt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Für eine zügige Um- stellung auf Budgetierung beim Goethe- Institut (Drucksache 16/2090) . . . . . . . . . . . . . . . . d) Antrag der Abgeordneten Dr. Werner Hoyer, Jürgen Koppelin, Dr. Karl Addicks, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Den Auswärtigen Dienst für die Aufgaben der Diplomatie des 21. Jahrhunderts stärken (Drucksache 16/3018) . . . . . . . . . . . . . . . . e) Antrag der Abgeordneten Horst Friedrich (Bayreuth), Jan Mücke, Patrick Döring, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Beleuchtete Dachwerbeträger auf Taxen zulassen (Drucksache 16/3050) . . . . . . . . . . . . . . . . f) Antrag der Abgeordneten Dr. Anton Hofreiter, Winfried Hermann, Anna Lührmann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜ- NEN: Erhaltungsrückstand bei Bundes- fernstraßen beenden (Drucksache 16/3141) . . . . . . . . . . . . . . . . g) Antrag der Bundesregierung: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der EU-geführten Ope- ration „ALTHEA“ zur weiteren Stabili- sierung des Friedensprozesses in Bos- nien und Herzegowina im Rahmen der h Z a b c d T a 6670 C 6671 C 6671 D 6672 D 6674 C 6675 C 6677 D 6678 B 6680 B 6680 B 6680 C 6680 C 6680 C 6680 D Implementierung der Annexe 1-A und 2 der Dayton-Friedensvereinbarung sowie an dem NATO-Hauptquartier Sarajevo und seinen Aufgaben, auf Grundlage der Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen 1575 (2004) vom 22. November 2004, 1639 (2005) vom 21. November 2005 und 1722 (2006) vom 21. November 2006 (Drucksache 16/3521) . . . . . . . . . . . . . . . ) Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und der SPD: UN-Resolution 1325 – Frauen, Frieden und Sicherheit – konsequent umsetzen (Drucksache 16/3501) . . . . . . . . . . . . . . . usatztagesordnungspunkt 1: ) Antrag der Abgeordneten Dr. Peter Gauweiler, Monika Grütters, Eckart von Klaeden, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der CDU/CSU sowie der Abge- ordneten Monika Griefahn, Petra Hinz (Essen), Lothar Mark, weiterer Abgeord- neter und der Fraktion der SPD: Stärkung des Goethe-Instituts durch neues Kon- zept (Drucksache 16/3502) . . . . . . . . . . . . . . . ) Antrag der Abgeordneten Grietje Bettin, Ekin Deligöz, Kai Gehring, weiterer Abge- ordneter und der Fraktion des BÜNDNIS- SES 90/DIE GRÜNEN: Verbraucher beim Telemediengesetz nicht übergehen (Drucksache 16/3499) . . . . . . . . . . . . . . . ) Antrag der Abgeordneten Marieluise Beck (Bremen), Rainder Steenblock, Volker Beck (Köln), weiterer Abgeordneter und der Fraktion des BÜNDNISSES 90/ DIE GRÜNEN: Eine europäische Per- spektive für das Kosovo (Drucksache 16/3520) . . . . . . . . . . . . . . . ) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Bericht der Bundesregierung über die Entwicklung der Finanzhilfen des Bun- des und der Steuervergünstigungen für die Jahre 2003 bis 2006 (20. Subven- tionsbericht) (Drucksache 16/1020) . . . . . . . . . . . . . . . agesordnungspunkt IV: ) Zweite Beratung und Schlussabstimmung des von der Bundesregierung eingebrach- ten Entwurfs eines Gesetzes zu dem Über- einkommen Nr. 170 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 25. Juni 1990 über Sicherheit bei der Verwendung chemischer Stoffe bei der Arbeit (Drucksachen 16/2227, 16/3347) . . . . . . . 6680 D 6681 A 6681 A 6681 B 6681 B 6681 C 6681 D Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 67. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 23. November 2006 III b) Zweite Beratung und Schlussabstimmung des von der Bundesregierung eingebrach- ten Entwurfs eines Gesetzes zu dem Part- nerschafts- und Kooperationsabkom- men vom 11. Oktober 2004 zur Gründung einer Partnerschaft zwischen den Euro- päischen Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Re- publik Tadschikistan andererseits (Drucksachen 16/1621, 16/3352) . . . . . . . c) – k) Beschlussempfehlungen des Petitionsaus- schusses: Sammelübersichten 126, 127, 128, 129, 130, 131, 132, 133 und 134 zu Petitionen (Drucksachen 16/3331, 16/3332, 16/3333, 16/3334, 16/3335, 16/3336, 16/3337, 16/3338, 16/3339) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 12 Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Drucksachen 16/3112, 16/3123) . . . . . . . Dr. Claudia Winterstein (FDP) . . . . . . . . . . . . Klaas Hübner (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dorothée Menzner (DIE LINKE) . . . . . . . Roland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . Bartholomäus Kalb (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Winfried Hermann (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wolfgang Tiefensee, Bundesminister BMVBS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Horst Friedrich (Bayreuth) (FDP) . . . . . . . . . Norbert Königshofen (CDU/CSU) . . . . . . . . . Dorothée Menzner (DIE LINKE) . . . . . . . Heidrun Bluhm (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Uwe Beckmeyer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Enak Ferlemann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Anna Lührmann (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dirk Fischer (Hamburg) (CDU/CSU) . . . . . . Einzelplan 30 Bundesministerium für Bildung und For- schung (Drucksachen 16/3120, 16/3123) . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Klaus Hagemann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . K V K K D U J C S P D D U P L B A S M M E B M D N E 6682 A 6682 A 6683 A 6683 B 6684 D 6687 C 6688 C 6689 D 6691 C 6693 C 6695 C 6697 C 6698 A 6699 D 6701 A 6703 A 6704 C 6705 D 6707 D 6708 A 6709 A laus-Peter Willsch (CDU/CSU) . . . . . . . . . olker Schneider (Saarbrücken) (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . laus Hagemann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . rista Sager (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Annette Schavan, Bundesministerin BMBF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . we Barth (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . örg Tauss (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ornelia Hirsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . wen Schulz (Spandau) (SPD) . . . . . . . . . . . riska Hinz (Herborn) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . orothee Bär (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . r. Ernst Dieter Rossmann (SPD) . . . . . . . . . Einzelplan 16 Bundesministerium für Umwelt, Natur- schutz und Reaktorsicherheit (Drucksachen 16/3115, 16/3123) . . . . . . . lrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . etra Hinz (Essen) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . utz Heilmann (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . ernhard Schulte-Drüggelte (CDU/CSU) . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . nna Lührmann (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Petra Hinz (Essen) (SPD) . . . . . . . . . . . . . igmar Gabriel, Bundesminister BMU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . ichael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . arie-Luise Dött (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . va Bulling-Schröter (DIE LINKE) . . . . . . . ärbel Höhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . arco Bülow (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Georg Nüßlein (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Michael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . amentliche Abstimmung . . . . . . . . . . . . . . . rgebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6710 A 6712 A 6713 C 6715 D 6717 C 6719 D 6721 B 6723 A 6724 A 6725 D 6726 D 6728 C 6730 A 6730 B 6731 C 6733 D 6735 A 6736 A 6737 A 6738 B 6739 A 6740 B 6741 D 6743 B 6745 B 6746 C 6747 C 6748 D 6749 B 6750 D 6751 A IV Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 67. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 23. November 2006 Einzelplan 10 Bundesministerium für Ernährung, Land- wirtschaft und Verbraucherschutz (Drucksachen 16/3110, 16/3123) . . . . . . . Hans-Michael Goldmann (FDP) . . . . . . . . . . Georg Schirmbeck (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Dr. Kirsten Tackmann (DIE LINKE) . . . . . . . Ernst Bahr (Neuruppin) (SPD) . . . . . . . . . . . . Dr. Kirsten Tackmann (DIE LINKE) . . . . . Ulrike Höfken (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Horst Seehofer, Bundesminister BMELV . . . Dr. Edmund Peter Geisen (FDP) . . . . . . . . . . Manfred Zöllmer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Cornelia Behm (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Wilhelm Priesmeier (SPD) . . . . . . . . . . . . Dr. Edmund Peter Geisen (FDP) . . . . . . . . . . Dr. Wilhelm Priesmeier (SPD) . . . . . . . . . . . . Peter Bleser (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . Elvira Drobinski-Weiß (SPD) . . . . . . . . . . . . Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 6753 A 6753 B 6755 B 6757 B 6759 C 6760 A 6761 C 6762 D 6766 B 6767 C 6769 A 6770 A 6771 C 6771 D 6772 A 6774 A 6775 D 6777 A Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 67. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 23. November 2006 6621 (A) ) (B) ) 67. Sitz Berlin, Donnerstag, den Beginn: 9.0
  • folderAnlagen
    Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 67. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 23. November 2006 6777 (A) (C) (B) ) Anlage zum Stenografischen Bericht Anlage Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Bätzing, Sabine SPD 23.11.2006 Binder, Karin DIE LINKE 23.11.2006 Dagdelen, Sevim DIE LINKE 23.11.2006 Evers-Meyer, Karin SPD 23.11.2006 Eymer (Lübeck), Anke CDU/CSU 23.11.2006 Kasparick, Ulrich SPD 23.11.2006 Kopp, Gudrun FDP 23.11.2006 Lötzer, Ulla DIE LINKE 23.11.2006 Merten, Ulrike SPD 23.11.2006 Mortler, Marlene CDU/CSU 23.11.2006 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich * Faße, Annette SPD 23.11.2006 Fischer (Karlsruhe- Land), Axel E. CDU/CSU 23.11.2006* Gloser, Günter SPD 23.11.2006 Großmann, Achim SPD 23.11.2006 Hettlich, Peter BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 23.11.2006 Hilsberg, Stephan SPD 23.11.2006 Hoppe, Thilo BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 23.11.2006 Hovermann, Eike SPD 23.11.2006 Dr. Hoyer, Werner FDP 23.11.2006 Jelpke, Ulla DIE LINKE 23.11.2006 Dr. Jung, Franz Josef CDU/CSU 23.11.2006 N O R R D S D W W (D für die Teilnahme an den Sitzungen der Westeuropäischen Union itzsche, Henry CDU/CSU 23.11.2006 rtel, Holger SPD 23.11.2006 öspel, René SPD 23.11.2006 upprecht (Tuchenbach), Marlene SPD 23.11.2006 r. Schmidt, Frank SPD 23.11.2006 panier, Wolfgang SPD 23.11.2006 r. Terpe, Harald BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 23.11.2006 ellenreuther, Ingo CDU/CSU 23.11.2006 olff (Wolmirstedt), Waltraud SPD 23.11.2006 67. Sitzung Berlin, Donnerstag, den 23. November 2006 Inhalt: Redetext Anlage zum Stenografischen Bericht Anlage
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Dr. Claudia Winterstein


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (FDP)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (FDP)


    Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und

    erren! Der Etat des Arbeitsministers ist der größte
    inzeletat und umfasst 124,4 Milliarden Euro. Das sind
    Milliarden Euro mehr als im Jahr 2006. Der Haushalt

    es Arbeitsministers leistet also keinen Beitrag zur Kon-
    olidierung, im Gegenteil.






    (A) )



    (B) )


    Dr. Claudia Winterstein
    Dieser Etat ist auch das größte Risiko für den Bun-
    deshaushalt 2007.


    (Beifall bei der FDP)


    Denn Sie, Herr Minister, wiederholen im Etat 2007 Feh-
    ler, die Sie schon im Jahr 2006 gemacht haben. Sie ar-
    beiten mit geschönten Zahlen. Sie haben in den Haus-
    haltsplanberatungen 2006 immer wieder behauptet,
    24,4 Milliarden Euro für das Arbeitslosengeld II wür-
    den ausreichen. Wir haben Sie damals gewarnt, dass der
    Haushaltsansatz bei weitem nicht reichen wird. Nun stel-
    len wir fest: Wir hatten Recht, die Zahlen waren ge-
    schönt. Die Kosten werden nämlich bei mindestens
    26,4 Milliarden Euro liegen, das sind 2 Milliarden Euro
    mehr.

    Jetzt, für 2007, behaupten Sie, 21,4 Milliarden Euro
    würden für das Arbeitslosengeld II ausreichen. Wir war-
    nen Sie: Es wird wieder nicht reichen. Diese Zahlen sind
    ebenfalls geschönt. Es wird erheblich teurer.


    (Beifall bei der FDP sowie der Abg. Anja Hajduk [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])


    Auch in anderen Bereichen haben die Zahlen 2006
    nicht gestimmt und stimmen 2007 wieder nicht. Was
    mussten wir uns für Beschimpfungen anhören, als wir
    Ihnen in den Beratungen 2006 erklärten, dass der Titel
    „Leistungen zur Eingliederung in Arbeit“ mit 6,5 Mil-
    liarden Euro zu hoch angesetzt ist! Auch Sie hätten
    schon damals erkennen können, dass eine so hohe
    Summe für Fördermaßnahmen bei den Langzeitar-
    beitslosen nicht sinnvoll ausgegeben werden kann.
    Stattdessen haben Sie uns vorgeworfen, wir wollten ge-
    zielt zulasten der Arbeitslosen sparen.


    (Dirk Niebel [FDP]: Pfui!)


    Dass diese Vorwürfe nicht zutreffen, beweisen die
    Zahlen. Bis zum 31. Oktober sind 3,3 Milliarden Euro
    abgeflossen. Hochgerechnet auf das ganze Jahr werden
    es also etwa 4 Milliarden Euro sein. Sie haben aber
    6,5 Milliarden Euro angesetzt. Beim Haushalt 2007 spie-
    len Sie dennoch das gleiche Spiel und setzen wieder
    6,5 Milliarden Euro im Haushalt an.


    (Dirk Niebel [FDP]: Und das, obwohl die Arbeitslosenzahlen angeblich sinken!)


    Herr Minister, die Lösung der Probleme besteht nicht
    darin, beim Eingliederungstitel möglichst viel Geld zu
    verteilen; nötig sind vielmehr Reformen am Arbeits-
    markt und eine Straffung der Arbeitsmarktinstrumente.


    (Beifall bei der FDP)


    Der Bundesrechnungshof hat erst gerade wieder auf-
    gezeigt, wie viel hier im Argen liegt. Er hat sich den
    Vollzug von Hartz IV angeschaut und beispielsweise
    festgestellt, dass die Förderungsvoraussetzungen bei ei-
    nem Viertel der 1-Euro-Jobs überhaupt nicht vorliegen
    und bei weiteren 50 Prozent die Förderfähigkeit zweifel-
    haft ist. Sie haben zwar viele Expertenrunden tagen las-
    sen, Konsequenzen daraus sind aber nicht bekannt. Be-
    kannt ist hingegen, dass es erheblichen Streit in der
    Koalition gibt: Die CDU spricht sich gegen Mindest-
    löhne und für Kombilöhne aus, die SPD macht es um-
    gekehrt. Derzeit versucht wieder eine Arbeitsgruppe,

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    (C (D öllig unvereinbare Konzepte der beiden Koalitionsparter unter einen Hut zu bringen. (Beifall bei der FDP sowie der Abg. Anja Hajduk [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN] – Zuruf von der CDU/CSU: Da sind wir ganz gelassen!)


    as dabei herauskommt, kann man bei der so genannten
    esundheitsreform sehen, nämlich nichts Gutes. Die

    Süddeutsche Zeitung“ hat das „die nächste Nicht-Re-
    orm“ genannt.

    Herr Minister, im Zusammenhang mit Ihrem Haushalt
    aben Sie stolz darauf verwiesen, der Beitrag zur
    rbeitslosenversicherung würde nun um insgesamt
    ,3 Prozentpunkte sinken. Der Ordnung halber muss
    an aber hinzufügen, dass 1,3 Prozentpunkte davon mit

    hrem Etat überhaupt nichts zu tun haben. Diese Sen-
    ung wird allein aus den Mitteln der Beitragszahler fi-
    anziert, die zu viel gezahlt haben.


    (Beifall bei der FDP)


    Im Übrigen bleibt es trotz dieser Senkung bei dem,
    as die „FAZ“ am 8. November 2006 kurz und, wie ich

    inde, sehr treffend formuliert hat:

    Der Staat wird … den Bürgern nach dem Jahres-
    wechsel

    also 2007 –

    … mehr und nicht weniger Geld aus der Tasche zie-
    hen, weil die Steuererhöhungen größer sind als die
    aufgepeppte Beitragsentlastung.

    Herr Minister, auch bei Ihrem Umgang mit den aktu-
    llen Arbeitsmarktdaten kehren Sie unliebsame Zahlen
    nter den Tisch. Es ist nämlich nur die halbe Wahrheit,
    enn Sie darauf verweisen, dass die Zahl der Langzeit-
    rbeitslosen gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Zur
    anzen Wahrheit gehört, dass die Zahl der Arbeitslo-
    engeld-II-Empfänger gegenüber dem Vorjahr gestie-
    en ist; denn man muss all diejenigen hinzuzählen, die
    inen 1-Euro-Job haben, die an einer Weiterbildungs-
    aßnahme teilnehmen, die zum Beispiel wegen Kinder-

    etreuung dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen,
    nd diejenigen, die zusätzlich zu ihrem Lohn Arbeitslo-
    engeld II erhalten. Insgesamt erhielten in Deutschland
    m Oktober 2006 über 5 Millionen Menschen Arbeitslo-
    engeld II. Das sind 187 000 Menschen mehr als im
    ktober des letzten Jahres. Das müssen Sie aus Ihrem
    tat bezahlen. Gesunkene statistische Arbeitslosenzah-

    en helfen Ihnen dabei überhaupt nicht weiter.


    (Beifall bei der FDP)


    Herr Müntefering, es scheint Ihr Arbeitsstil zu sein,
    nangenehme Zahlen erst in allerletzter Minute auf den
    isch zu legen. Wir wussten doch schon lange, dass der
    ussteuerungsbetrag nicht in der im Entwurf veran-

    chlagten Höhe fließen würde. Aber nicht einmal in dem
    erichterstattergespräch sind Sie von Ihrem unseriösen
    ahlenwerk abgewichen. Erst drei Tage vor der ab-
    chließenden Sitzung im Haushaltsausschuss haben Sie
    ie Zahlen korrigiert: von den illusorischen 5,1 Milliar-
    en Euro auf 4 Milliarden Euro. Das ist wahrscheinlich
    mmer noch zu hoch; denn wir wissen jetzt, dass dieser






    (A) )



    (B) )


    Dr. Claudia Winterstein
    Betrag 2006 bei 3,3 Milliarden Euro liegt. Haushalts-
    wahrheit und Haushaltsklarheit kommen bei Ihnen erst
    an sehr später Stelle.


    (Beifall bei der FDP)


    Dieser Etat enthält unrealistische Ansätze und ist des-
    halb ein Risiko für die Finanzen des Bundes 2007 insge-
    samt. Das könnte anders aussehen. In dem liberalen
    Sparbuch, das die FDP auch in diesem Jahr wieder vor-
    gelegt hat, haben wir für den Etat des Arbeitsministers
    ein Sparvolumen von insgesamt knapp 3,6 Milliarden
    Euro ausgewiesen. Unsere Kürzungsvorschläge betref-
    fen beispielsweise die Ressortforschung, die Initiative
    „Neue Qualität der Arbeit“, die Verwaltungskosten für
    die Umsetzung von Hartz IV und den Eingliederungs-
    titel.

    Einen Kürzungsvorschlag will ich hier gesondert er-
    wähnen. Herr Müntefering, Sie planen 30 neue Stellen,
    um die Optionskommunen und die Arbeitsgemeinschaf-
    ten stärker kontrollieren zu können. Wir lehnen das ab.
    Wir sind der Meinung, dass Neueinstellungen hier nicht
    zu vertreten sind, wenn gleichzeitig etwa bei der Tele-
    kom Menschen teuer in die Frühpension geschickt wer-
    den.

    Meine Damen und Herren von der Koalition, schon
    bei den Beratungen für den Haushalt 2006 haben Sie un-
    sere Sparvorschläge in Bausch und Bogen abgelehnt.


    (Dirk Niebel [FDP]: Unglaublich!)


    Aber wie sieht jetzt die Realität aus? Der Haushaltsvoll-
    zug hat uns und unsere Anträge bestätigt. Etliche Etats
    werden nach dem aktuellen Stand unseren Kürzungsvor-
    schlägen entsprechen oder sogar noch darunter liegen.
    Herr Müntefering, in der ersten Lesung zu diesem Etat
    haben Sie gesagt:

    Wir wollen den Haushalt konsolidieren. Dazu muss
    auch dieser Einzelplan seinen Teil beitragen.

    Dieses Versprechen haben Sie nicht erfüllt.


    (Beifall bei der FDP)




Rede von Gerda Hasselfeldt
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CSU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CSU)

Das Wort hat nun die Kollegin Waltraud Lehn für die

SPD-Fraktion.


(Beifall bei der SPD)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Waltraud Lehn


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen!

    Die Politik bestimmt sehr weitgehend den Alltag der
    Menschen in unserem Land. Der Einzelplan, über den
    wir heute reden, tut das in ganz besonderer Weise, weil
    er sich mit der Rente beschäftigt, weil er sich mit der Si-
    tuation auf dem Arbeitsmarkt beschäftigt, weil er sich
    mit der Kriegsopferfürsorge und dem ganzen sozialen
    Feld, das die Lebenswirklichkeit von Menschen aus-
    macht, auseinander setzt und hier Rahmenbedingungen
    setzt.

    Frau Kollegin Winterstein, manchmal ist die Politik
    sehr alltäglich. Ich sage zu Ihnen persönlich, aber auch

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    (C (D ur FDP im Allgemeinen: Sie erinnern mich an meine ante Käthe. (Heiterkeit bei der SPD – Zuruf von der SPD: Nicht die Tante beleidigen!)


    ante Käthe kam zum ersten Geburtstag meines Sohnes.
    lle dort waren guter Stimmung; es ging auch allen ganz
    rdentlich. Was macht Tante Käthe? Tante Käthe erzählt,
    ass ihre Tochter im Alter von fünf Jahren bei einer Ge-
    urtstagsfeier beinahe ertrunken wäre.


    (Dr. Claudia Winterstein [FDP]: Wir sind hier nicht auf einer Geburtstagsfeier!)


    in anderes Beispiel: Tante Käthe ist auf einer Familien-
    eier. Die Sonne scheint, allen ist warm und alle sind zu-
    rieden. Was macht Tante Käthe? Tante Käthe erzählt,
    ie schrecklich Gewitter sind.


    (Heiterkeit – Beifall bei der SPD und der CDU/CSU – Dr. Claudia Winterstein [FDP]: Hier geht es um harte Fakten und nicht um Glückwünsche!)


    ante Käthe war der Schrecken der Familie, ein Stim-
    ungskiller und ein Nährer von Angst, obwohl wir alle

    ies nicht wollten. Im Übrigen hat sie überhaupt nichts
    erändert, auch nichts zum Besseren.

    Frau Kollegin Winterstein, ich will Sie nicht mit
    ante Käthe gleichsetzen; gleichwohl ist aufgrund Ihres
    erhaltens die Erinnerung an Tante Käthe ausgespro-
    hen präsent.


    (Heiterkeit – Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU – Dr. Claudia Winterstein [FDP]: Es geht hier um harte Fakten!)


    Ich möchte Ihnen ein Beispiel nennen, wie man sich
    uf Situationen einstellen kann. Ich könnte hier jetzt sa-
    en: Sie haben völlig Recht, es geht abwärts.


    (Beifall bei Abgeordneten der FDP)


    s geht wirklich abwärts. Es geht abwärts mit der Zahl
    er Arbeitslosen.


    (Beifall bei der SPD und der CDU/CSU – Dr. Claudia Winterstein [FDP]: Was ist mit der Zahl der ALG-II-Empfänger? Geht diese Zahl auch abwärts?)


    s geht abwärts mit den Beiträgen zur Sozialversiche-
    ung. Es geht abwärts mit der Neuverschuldung.
    rinnern wir uns einmal: Als ich vor wenigen Monaten
    ier stand, konnte ich noch nicht verkünden, dass
    00 000 Menschen mehr in Beschäftigung und weniger
    rbeitslos sind. Die Arbeitslosenquote liegt erstmals seit
    ünf Jahren wieder unter 10 Prozent.

    Noch erfreulicher ist, dass dieser Rückgang vor allem
    urch ein starkes Wachstum sozialversicherungs-
    flichtiger Beschäftigung zustande kommt.


    (Kornelia Möller [DIE LINKE]: Im Niedriglohnsektor!)







    (A) )



    (B) )


    Waltraud Lehn
    Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass dieser Auf-
    schwung bei den Langzeitarbeitslosen angekommen
    ist. Es sind bald schon 100 000 ehemalige Langzeitar-
    beitslose, die endlich wieder eine Perspektive bekom-
    men haben.

    Wir können nach einem Jahr großer Koalition mit
    Recht sagen: Wir haben den Arbeitsmarkt durch mu-
    tige Schritte vorangebracht.


    (Zuruf von der LINKEN: Glauben Sie das wirklich?)


    Die Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt hat ge-
    ringere Ausgaben und höhere Einnahmen zur Folge. Das
    macht sich natürlich insbesondere bei der Bundesagen-
    tur für Arbeit bemerkbar. Sie wird in diesem Jahr einen
    Überschuss von mehr als 10 Milliarden Euro erwirt-
    schaften. Deswegen können wir es uns leisten, den Bei-
    trag zur Arbeitslosenversicherung stärker als geplant zu
    senken. Wir geben den Arbeitnehmern und Arbeitneh-
    merinnen in diesem Land etwas von ihrem schwer ver-
    dienten Geld zurück. Ich finde, das gehört sich so.


    (Beifall bei Abgeordneten der SPD und der CDU/CSU – Widerspruch bei der FDP – Dr. Ilja Seifert [DIE LINKE]: Und die Rentner kriegen nichts!)


    – Da Sie sich noch immer nicht beruhigen können, sage
    ich Ihnen: Wenn Sie darauf hinweisen, dass es abwärts
    geht, haben Sie Recht. Es geht abwärts, beispielsweise
    mit der Neuverschuldung.


    (Beifall des Abg. Steffen Kampeter [CDU/ CSU] – Ina Lenke [FDP]: Und was ist mit der Mehrwertsteuererhöhung? Sagen Sie dazu doch auch einmal etwas!)


    Noch vor wenigen Monaten sind wir davon ausgegan-
    gen, dass wir in diesem Jahr eine Neuverschuldung in
    Höhe von 36 Milliarden Euro benötigen werden, um die
    Ausgaben schultern zu können. Nun wissen wir, dass wir
    in diesem Jahr „nur“ 30 Milliarden Euro brauchen.


    (Dr. Claudia Winterstein [FDP]: Das ist immer noch zu viel!)


    Im nächsten Jahr werden es dann weniger als 20 Mil-
    liarden Euro sein.


    (Dr. Claudia Winterstein [FDP]: Auch das ist immer noch zu viel!)


    – Natürlich ist das immer noch zu viel. Auch ich würde
    mir wünschen, dass keine Neuverschuldung notwendig
    wäre oder wir sogar ein Plus zu verzeichnen hätten, das
    wir zum Abbau der Schulden verwenden könnten. Aber
    ich sage Ihnen: Machen wir doch bitte einen Schritt nach
    dem anderen. Man muss den Erfolg, den man nachweis-
    lich hat,


    (Dr. Claudia Winterstein [FDP]: „Erfolg“ nennen Sie das? Eine so hohe Neuverschuldung ist ein Skandal!)


    zunächst einmal benennen und sich dann überlegen, wie
    man diesen Erfolg ausbauen kann. Wer so schnell läuft,
    wie er kann, der wird verdammt schnell müde und er-

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    (C (D eicht das Ziel nicht. Besser ist es, sich die Kraft auf die esamte Strecke einzuteilen. Dann kommt man dem Ziel angsam immer näher. Nun möchte ich etwas zur Rente sagen. Das Verhältis von Beitragszahlern und Beitragsempfängern, also as Verhältnis von Beschäftigten auf der einen Seite und entnerinnen und Rentnern auf der anderen Seite, wird ns in Zukunft vor große Herausforderungen stellen. er will das schon bezweifeln? Daran ändert auch das erzeitige Beschäftigungswachstum nichts Wesentlihes. (Dr. Ilja Seifert [DIE LINKE]: Aber das Produktivitätswachstum!)


    (Beifall bei der SPD und der CDU/CSU)


    Die große Koalition wird angesichts der bergigen
    andschaft, in der wir uns bewegen, darauf Acht geben,
    ass wir immer genug Schwung haben, um all die Berge,
    ie auf unserem Weg liegen, überwinden zu können.
    eswegen haben wir auch im Hinblick auf die Rente
    ichtige Änderungen vorgenommen.

    Natürlich hätten wir einen Anstieg des Beitrags zur
    entenversicherung auf nur 19,7 Prozent beschließen
    önnen. Für uns ist aber langfristiges Handeln im Sinne
    on Verlässlichkeit und Stabilität über dieses Jahr-
    ehnt hinaus wichtig.

    Durch die beschlossene Erhöhung des Beitrags zur
    entenversicherung auf 19,9 Prozent gewährleisten wir
    iese Stabilität. Dadurch sichern wir die Liquidität der
    entenversicherung. Wir sorgen dafür, dass die gesetzli-
    he Schwankungsreserve stabil bleibt, und verhindern,
    ass laufende Rentenzahlungen etwa durch Darlehen des
    undes gestützt werden müssen. Das schafft für die
    0 Millionen Rentnerinnen und Rentner in diesem Land
    erlässlichkeit.

    Nun möchte ich noch etwas zum schwierigen Thema
    ente mit 67 sagen. Kein Mensch hat Spaß daran, wenn
    ie Lebensarbeitszeit erhöht wird. Kein Mensch findet
    s toll, dass die Menschen zukünftig länger arbeiten
    üssen. Aber wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass die
    ahl derjenigen, die dem Arbeitsmarkt in Zukunft zur
    erfügung stehen, immer geringer wird. Die Zahl der
    enschen, die in das Erwerbsleben eintreten, geht im-
    er weiter zurück, während sich die Zahl derjenigen, die

    us dem Erwerbsleben ausscheiden und die Gott sei
    ank eine immer höhere Lebenserwartung haben – sie

    teigt stetig –, erhöht.

    Auch das Leben im Alter muss finanziert werden. Un-
    er System ist nicht darauf angelegt, dass man 30 oder
    0 Jahre lang arbeitet und anschließend 30 Jahre lang
    ente bezieht. Das kann nicht funktionieren. Wer soll
    as denn bezahlen? Von daher glaube ich, dass es gut
    nd richtig ist, diese Last gerecht zu verteilen. Deswegen
    üssen wir eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit

    ns Auge fassen.

    Nun bin ich außerordentlich froh, dass nach dem Ent-
    urf, der zur Beratung vorliegt, derjenige, der 45 Jahre
    earbeitet hat, weiter mit 65 Jahren ohne Abschlag in
    ente gehen kann.






    (A) )



    (B) )


    Waltraud Lehn

    (Dr. Thea Dückert [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Für die Frauen ist das keine Antwort! Was ist denn mit den Frauen?)


    – Ich finde, dass auch Frauen ausreichend und gut be-
    rücksichtigt sind, weil Kindererziehungszeiten ange-
    rechnet werden. Frauen sind in ihrer Erwerbsbiografie ja
    nicht per se in einer schlechteren Situation, sondern
    dann, wenn sie Kinder bekommen und erzogen haben.


    (Irmingard Schewe-Gerigk [BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN]: Trotz der Kindererziehungszeiten kommen die Frauen nicht auf so viele Beitragsjahre!)


    Das wird im Entwurf berücksichtigt und ich finde es
    auch gut, dass das so ist.

    Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit bleibt aller-
    dings theoretisch, wenn die Menschen nicht tatsächlich
    länger beschäftigt sind. Im Augenblick stehen weniger
    als 45 Prozent der Menschen im Alter von 55 plus über-
    haupt noch im Erwerbsleben. Unser Ziel ist es, dass in
    absehbarer Zeit, nämlich bis 2010, zumindest 50 Prozent
    der Menschen im Alter von 55 plus einen Job haben.
    Eine ganz wichtige Etappe auf diesem Weg ist die Initia-
    tive „50 plus“, mit der wir ein ganzes Bündel von Maß-
    nahmen auf den Weg bringen, um die Beschäftigung Äl-
    terer zu fördern. Mit speziellen Lohnzuschüssen wollen
    wir zum Beispiel erreichen, dass ältere Empfänger von
    Arbeitslosengeld I auch eine Beschäftigung annehmen
    können, die geringer vergütet wird als ihre letzte.


    (Dr. Thea Dückert [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das ist schon gültiges Recht!)


    Das heißt nicht, dass sie für einen Appel und ein Ei ar-
    beiten sollen oder dass wir hier einen Ausbeutungsbe-
    reich für Arbeitgeber schaffen wollten. Deswegen darf
    man in diesem Zusammenhang die Diskussion über
    Mindestlöhne auf keinen Fall aus den Augen verlieren.
    Ein Alter über 50 ist derzeit ein deutliches Vermittlungs-
    hemmnis. Dass dies so ist, das müssen wir erkennen.


    (Dr. Heinrich L. Kolb [FDP]: Ein hausgemachtes Hemmnis!)


    Dass dies so bleibt, werden wir jedoch nicht tatenlos hin-
    nehmen.

    Auch die Entwicklung bei den unter 25-Jährigen ist
    oft ein Problem gewesen. Wir investieren weiter in die-
    sen Bereich, wir investieren erfolgreich in diesen Be-
    reich, und die Zahl der Betroffenen geht deutlich zurück.
    Wir stellen über 100 Millionen Euro für die Einstiegs-
    qualifizierung von Jugendlichen zur Verfügung. Wir
    investieren 200 Millionen Euro in den Beschäftigungs-
    pakt für arbeitslose Ältere. Wir stellen den Arbeitsge-
    meinschaften und Optionskommunen insgesamt 10 Mil-
    liarden Euro zur Verfügung.

    Ich sage eins zum Schluss: Nun ist es an den Städten
    und Gemeinden, an den Argen genauso wie an den Op-
    tionskommunen, dieses Geld sinnvoll einzusetzen. Ich
    finde, es ist ein Hohn für die heute Arbeitslosen, zu wis-
    sen, dass auch in diesem Jahr relativ hohe Summen nicht
    verausgabt werden. Das ist im Land insgesamt sicherlich

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    (C (D nterschiedlich. Aber ich finde, es kann nicht sein, dass ie Bereitschaft vor Ort darüber entscheidet, ob jemand ine Chance bekommt. ch glaube, wir sind als Gesetzgeber aufgerufen, dafür zu orgen, dass die Mittel wirtschaftlich und effizient tatächlich eingesetzt werden. Vielen Dank. (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    (Beifall bei Abgeordneten der SPD)