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ID1604503300

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 16/45 a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes über die Feststellung des Bundes- haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2007 (Haushaltsgesetz 2007) (Drucksache 16/2300) . . . . . . . . . . . . . . . . b) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bundes 2006 bis 2010 (Drucksache 16/2301) . . . . . . . . . . . . . . . . Peer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . . Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Michael Meister (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . Joachim Poß (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ Horst Seehofer, Bundesminister BMELV . . . Hans-Michael Goldmann (FDP) . . . . . . . . . . Ernst Bahr (Neuruppin) (SPD) . . . . . . . . . . . . Dr. Kirsten Tackmann (DIE LINKE) . . . . . . . Bärbel Höhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Georg Schirmbeck (CDU/CSU) . . . . . . . . Ursula Heinen (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Hans-Michael Goldmann (FDP) . . . . . . . . Peter Bleser (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . Bärbel Höhn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Renate Künast (BÜNDNIS 90/ 4369 C 4369 C 4369 D 4378 B 4380 D 4385 A 4387 A 4413 C 4416 A 4417 D 4419 B 4421 B 4422 A 4422 D 4423 D 4424 C 4425 C Deutscher B Stenografisch 45. Sitz Berlin, Dienstag, den 5 I n h a l Nachruf auf den ehemaligen Bundestagspräsi- denten Dr. Rainer Barzel . . . . . . . . . . . . . . . . Nachruf auf den ehemaligen Bundesratspräsi- denten Holger Börner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nachruf auf den Abgeordneten Dr. Herbert Hupka . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Glückwünsche zum Geburtstag der Abgeord- neten Hans Raidel, Renate Blank, Uta Zapf, Dr. Lothar Bisky, Hans-Michael Goldmann, Gerhard Wächter und Franz Obermeier . . Begrüßung des neuen Abgeordneten Omid Nouripour . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Abwicklung der Tagesordnung . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 1: D C D A G U B J J 4367 B 4368 A 4368 C 4369 B 4369 C 4369 C DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Steffen Kampeter (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . 4390 C 4394 C undestag er Bericht ung . September 2006 t : r. Hermann Otto Solms (FDP) . . . . . . . . . . . arsten Schneider (Erfurt) (SPD) . . . . . . . . . r. Dietmar Bartsch (DIE LINKE) . . . . . . . . nna Lührmann (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . eorg Fahrenschon (CDU/CSU) . . . . . . . . . . lrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ernhard Brinkmann (Hildesheim) (SPD) . . . ochen-Konrad Fromme (CDU/CSU) . . . . . . örg-Otto Spiller (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 10 Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz 4397 C 4399 B 4402 A 4404 A 4404 C 4406 D 4408 B 4409 C 4411 D DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Edmund Peter Geisen (FDP) . . . . . . . . . . 4426 D 4427 C II Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 45. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 5. September 2006 Manfred Zöllmer (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Cornelia Behm (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 4428 C 4430 B 4473 A Ernst Bahr (Neuruppin) (SPD) . . . . . . . . . Julia Klöckner (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Georg Schirmbeck (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Waltraud Wolff (Wolmirstedt) (SPD) . . . . . . . Einzelplan 07 Bundesministerium der Justiz Brigitte Zypries, Bundesministerin BMJ . . . . Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) Dr. Jürgen Gehb (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Wolfgang Nešković (DIE LINKE) . . . . . . . . . Jerzy Montag (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Lothar Binding (Heidelberg) (SPD) . . . . . . . . Otto Fricke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Daniela Raab (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Joachim Stünker (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Ole Schröder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Einzelplan 06 Bundesministerium des Innern Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister BMI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gisela Piltz (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Fritz Rudolf Körper (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . Jan Korte (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . Silke Stokar von Neuforn (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Dieter Wiefelspütz (SPD) . . . . . . . . . . Helmut Brandt (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . Dr. Max Stadler (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sebastian Edathy (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Petra Pau (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Michael Luther (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Maik Reichel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berichtigungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A N d A Z E V T G A N B – – ( s G A E ( d B z ( A E ( d B s z 2 9 1 g 4430 D 4431 B 4432 A 4434 A 4435 C 4438 A 4439 B 4441 D 4443 D 4446 A 4447 B 4449 A 4450 C 4452 B 4453 C 4456 C 4458 B 4460 A 4461 C 4462 B 4464 A 4465 C 4466 C 4468 C 4469 B 4470 C 4472 C 4472 C nlage 2 achträglich abgedruckte Liste der entschul- igten Abgeordneten (44. Sitzung) . . . . . . . . nlage 3 u Protokoll gegebene Rede zur Beratung des ntwurfs eines Gesetzes zur Neuregelung des ersicherungsvermittlerrechts (43. Sitzung, agesordnungspunkt 28) abriele Fograscher (SPD) . . . . . . . . . . . . . . nlage 4 achträglich zu Protokoll gegebene Rede zur eratung: Antrag: Selbstbestimmtes Leben in Würde ermöglichen – Transsexuellenrecht umfas- send reformieren Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Passgesetzes 43. Sitzung, Tagesordnungspunkt 25 und Zu- atztagesordnungspunkt 10) ert Winkelmeier (fraktionslos) . . . . . . . . . . . nlage 5 rklärung des Abgeordneten Garrelt Duin SPD) zur namentlichen Abstimmung über en Änderungsantrag der Fraktion des ÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN zum Ein- elplan 06 – Bundesministerium des Innern 40. Sitzung, Tagesordnungspunkt I) . . . . . . . nlage 6 rklärung des Abgeordneten Ernst Kranz SPD) zur namentlichen Abstimmung über en Änderungsantrag der Fraktion des ÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN auf Druck- ache 16/2065 über den Entwurf eines Geset- es zur Änderung des Grundgesetzes (Art. 22, 3, 33, 52, 72, 73, 74, 74 a, 75, 84, 85, 87 c, 1 a, 91 b, 93, 98, 104 a, 104 b, 105, 107, 109, 25 a, 125 b, 125 c, 143 c) (44. Sitzung, Ta- esordnungspunkt 29 a) . . . . . . . . . . . . . . . . . 4473 C 4473 D 4474 C 4475 C 4475 C Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 45. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 5. September 2006 4367 (A) ) (B) ) 45. Sitz Berlin, Dienstag, den 5 Beginn: 9.0
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    Berichtigungen 42. Sitzung, Seite 3907 (C) zweiter Absatz, der dritte Satz ist wie folgt zu lesen: „Das Zuteilungsgesetz für die Handelsperiode 2005 bis 2007 hatte das Ziel, den Aus- stoß in der zweiten Periode 2008–2012 um 10 Millionen Tonnen zu reduzieren.“ Seite 3908 (A) erster Absatz, der erste Satz ist wie folgt zu lesen: „Wir haben eine Vielzahl von Ausnahme- regelungen abgeschafft: die Optionsregel, die uns im ers- ten Allokationsplan große Probleme bereitet hat, ebenso wie die Early-Action-Regel.“ Seite 3914 (B) erster Absatz, der dritte Satz ist wie folgt zu lesen: „Wenn das Europäische Gericht erster In- stanz zugunsten der Bundesrepublik Deutschland ent- scheiden sollte, müssten wir eine neue Entscheidung prü- fen.“ 43. Sitzung, Seite 4125, die Fußnoten 2) und 3) sind zu streichen. 43. Sitzung, Seite 4227 (B), die abgedruckte Rede von Christian Lange (Backnang) (SPD) ist durch die Rede von Gabriele Fograscher (SPD) zu ersetzen (Anlage 3). 44. Sitzung, Seite V und 4363, in die Anlage 16 ist der Name „Ernst Kranz“ einzufügen. Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 45. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 5. September 2006 4473 (A) ) (B) ) für die Teilnahme an der 15. Jahrestagung der Ostseeparlamenta- rierkonferenz eine Testamentsdatei. Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten * A A h f r s z z r r b B d d u z m N s Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Adam, Ulrich CDU/CSU 05.09.2006* Bär, Dorothee CDU/CSU 05.09.2006 Bätzing, Sabine SPD 05.09.2006 Bellmann, Veronika CDU/CSU 05.09.2006 Bodewig, Kurt SPD 05.09.2006* Brase, Willi SPD 05.09.2006 Hasselfeldt, Gerda CDU/CSU 05.09.2006 Hilsberg, Stephan SPD 05.09.2006 Dr. Hofreiter, Anton BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 05.09.2006 Hoppe, Thilo BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 05.09.2006 Kühn-Mengel, Helga SPD 05.09.2006 Kunert, Katrin DIE LINKE 05.09.2006 Lafontaine, Oskar DIE LINKE 05.09.2006 Liebing, Ingbert CDU/CSU 05.09.2006* Meckel, Markus SPD 05.09.2006 Polenz, Ruprecht CDU/CSU 05.09.2006 Thönnes, Franz SPD 05.09.2006* Wächter, Gerhard CDU/CSU 05.09.2006 Wolf (Frankfurt), Margareta BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 05.09.2006 Zapf, Uta SPD 05.09.2006 A B B B F F H L N S S (C (D Anlagen zum Stenografischen Bericht nlage 2 Nachträglich abgedruckte Liste der entschuldigten Abgeordneten (44. Sitzung) nlage 3 Zu Protokoll gegebene Rede zur Beratung des Entwurfs eines Gesetzes zur Neuregelung des Versicherungsvermittlerrechts (43. Sitzung, Tagesordnungspunkt 28) Gabriele Fograscher (SPD): Die Bundesregierung at am 22. Juni 2005 den Entwurf eines Gesetzes zur Re- orm des Personenstandsrechts – Personenstandsrechts- eformgesetz – PStRG – beschlossen. Der Gesetzentwurf ieht die Ablösung des geltenden Personenstandsgeset- es durch ein neues Personenstandsgesetz und die damit usammenhängenden Änderungen sonstigen Bundes- echts vor. Schwerpunkte der Reform sind, die Einfüh- ung elektronischer Personenstandsregister anstelle der isherigen papiergebundenen Personenstandsbücher, die egrenzung der Fortführung der Personenstandsregister urch das Standesamt sowie die Abgabe der Register an ie Archive, die Ersetzung des Familienbuchs durch Be- rkundungen in den Personenstandsregistern, die Redu- ierung der Beurkundungsdaten auf das für die Doku- entation des Personenstandes erforderliche Maß, die euordnung der Benutzung der Personenstandsbücher owie die Schaffung einer rechtlichen Grundlage für bgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich är, Dorothee CDU/CSU 30.06.2006 odewig, Kurt SPD 30.06.2006 ollen, Clemens SPD 30.06.2006 ischer (Frankfurt), Joseph BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 30.06.2006 ricke, Otto FDP 30.06.2006 ilsberg, Stephan SPD 30.06.2006 opez, Helga SPD 30.06.2006 iebel, Dirk FDP 30.06.2006 charfenberg, Elisabeth BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 30.06.2006 trothmann, Lena CDU/CSU 30.06.2006 4474 Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 45. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 5. September 2006 (A) ) (B) ) Der Bundesrat hat in seiner Stellungnahme zu diesem Gesetzentwurf überwiegend fachliche und klarstellende Vorschläge gemacht, die zum großen Teil die Zustim- mung der Bundesregierung in ihrer Gegenäußerung fan- den. Ein Bereich, der sicherlich in den anstehenden Aus- schussberatungen eine Rolle spielen wird, ist die Forde- rung Bayerns, Lebenspartnerschaften nicht vor dem Standesamt sondern zum Beispiel vor einem Notar schließen zu lassen. Diese so genannte Länderöffnungs- klausel lehnt somit eine Vereinheitlichung der bisher un- terschiedlichen landesrechtlichen Zuständigkeiten ab. Deshalb können nur bundeseinheitliche Beurkundungs- regelungen von eingetragenen Lebenspartnerschaften das Ziel der Reform sein. Die Bundesregierung stimmt diesem Vorschlag in ihrer Gegenäußerung zu. Zu Bedenken hierbei bleibt aber, dass der Bundesver- band der Rentenversicherungsträger Einwände erhebt. Die eingetragene Lebenspartnerschaft wurde in die Hin- terbliebenenversorgung der gesetzlichen Rentenversi- cherung einbezogen. Voraussetzung für diesen Anspruch ist das Bestehen der Lebenspartnerschaft zum Zeitpunkt des Todes. Da es, so die Rentenversicherungsträger, bis- lang sowohl an einer einheitlichen Zuständigkeit für die Begründung der eingetragenen Lebenspartnerschaft als auch an einheitlichen Meldepflichten der Familienge- richte und Standesämter fehle, sei ein Nachweis des Be- stehens der Lebenspartnerschaft für den überlebenden Lebenspartner oftmals sehr schwierig. Durch die Be- gründung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft vor dem Standesamt würde sich die Beweisführung erleich- tern. Über diesen Punkt wird in den anstehenden Beratun- gen zu reden sein. Ich rege auch Gespräche mit den ent- sprechend betroffenen Verbänden an. Diese Länderöff- nungsklausel sollte eingehend geprüft werden. Ein weiterer Punkt, der uns in den Beratungen zu die- sem Gesetz beschäftigen wird, ist die Umstellung auf elektronische Register in einem Pilotprojekt. Es gibt viele fachliche Gründe für die Erprobung der elektronischen Register in einem Pilotprojekt in einem Bundesland. Das darf aber nicht dazu führen, dass die dringend notwendige bundesweite Einführung der elek- tronischen Register auf unbestimmte Zeit verschoben wird. Deshalb stimme ich der Bundesregierung zu, die in ihrer Gegenäußerung zur Stellungnahme des Bundesra- tes erklärt hat, dass man im Rahmen dieses Gesetzes eine zweijährige Erprobung der Machbarkeit und Wirt- schaftlichkeit der elektronischen Register einrichten kann, die bundesweite Einführung aber nicht verschoben wird. Alles in allem liegt hier ein Gesetzentwurf vor, der die Führung von Personenstandsdaten erleichtert und so- wohl für die Behörden als auch für die Bürgerinnen und Bürger zum Abbau von Bürokratie führt. Über die von mir angesprochenen Punkte wird noch in den Ausschussberatungen zu reden sein. A ü T B u z h s k l T s T l s r x d x e a s s n v f t c b r s d B r h b a a c b x k ä p (C (D nlage 4 Nachträglich zu Protokoll gegebene Rede zur Beratung – Antrag: Selbstbestimmtes Leben in Würde ermöglichen – Transsexuellenrecht umfas- send reformieren – Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Passgesetzes (43. Sitzung, Tagesordnungspunkt 25 und Zu- satztagesordnungspunkt 10) Gert Winkelmeier (fraktionslos): Wir sprechen heute ber die Notwendigkeit einer schnellen Reform des ranssexuellengesetzes in der Fassung von 1981. Das undesverfassungsgericht stellte am 6. Dezember 2005 nmissverständlich fest: „Die dem Transsexuellengesetz ugrunde liegenden Annahmen über die Transsexualität aben sich inzwischen in wesentlichen Punkten als wis- enschaftlich nicht mehr haltbar erwiesen.“ Damit er- ennt das Bundesverfassungsgericht die Realität der hier ebenden Transsexuellen an, die sich teilweise auch in ransgender-Netzwerken zusammengeschlossen haben. Unsere Gesellschaft ist im Alltag von klaren Ge- chlechterrollen und Geschlechtermerkmalen geprägt. ranssexuelle sind Menschen, deren Besonderheit darin iegt, dass sie zwar rein körperlich dem einen Ge- chlecht, vom Empfinden her jedoch dem jeweils ande- en Geschlecht angehören. Anders ausgedrückt: Transse- uelle, das sind Frauen, die sich als Mann, und Männer, ie sich als Frau fühlen. Die Besonderheit von Transse- uellen besteht darin, dass sie zwar rein körperlich dem inen Geschlecht, bewußtseinsmäßig jedoch dem jeweils nderen Geschlecht angehören. Sie sind anders, sie ent- prechen nicht den in den Gesetzen vorgegebenen Ge- chlechterrollen. Ihnen gegenüber gibt es auch heute och sehr starke Vorurteile, die aus Unwissenheit und or allem aus Intoleranz resultieren. Bei den Betroffenen ührt das meist zu sehr schweren persönlichen Konflik- en und kann auch Auswirkungen auf alle Lebensberei- he haben, bis hin zu gesundheitlichen Problemen. Da- ei wollen Transsexuelle keinen Sonderstatus sondern espektierter Bestandteil unserer Gesellschaft sein. Und ie möchten wie alle anderen selbstbestimmt leben. In iesem Sinne werde ich auch dem Antrag der Fraktion ündnis 90/Die Grünen zustimmen. Es geht darum, das Transsexuellenrecht zu reformie- en und die Erkenntnisse der Sexualwissenschaft der eutigen Zeit dort einfließen zu lassen. Transsexuelle ha- en das Recht, den Vornamen des anderen Geschlechtes nzunehmen. Es ist nicht hinzunehmen, dass sie dafür, ußer ihrem eigenen Willen, auch noch eine gutachterli- he Prognose und noch eine Karenzzeit von drei Jahren enötigen. Geltendes Recht ist derzeit auch noch, dass Transse- uelle ihren personenstandsrechtlichen Status ändern önnen. Voraussetzung dafür ist aber ein geschlechtsver- ndernder operativer Eingriff, der sie dauerhaft fort- flanzungsunfähig machen muss. Die Betroffenen dür- Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 45. Sitzung. Berlin, Dienstag, den 5. September 2006 4475 (A) (C) (B) ) fen zudem auch nicht verheiratet sein. Gegebenenfalls müssen sie sich scheiden lassen. Das ist der momentane Ist-Zustand. Zum Glück hat das Bundesverfassungsge- richt festgestellt, dass diese Voraussetzungen in der heu- tigen Zeit unhaltbar sind. Der operative Eingriff bezüg- lich des äußeren Erscheinungsbildes und die Herstellung der Fortpflanzungsunfähigkeit dürfen nicht mehr in das neue Transsexuellenrecht einfließen. Transsexuelle haben derzeit auch Probleme in ihrer Reisefreiheit. Im Zusammenhang mit der Einführung ei- nes maschinenlesbaren Reisepasses muss im Pass ein Geschlechtsvermerk stehen. Transsexuelle kommen mit ihrem äußeren Erscheinungsbild und einem anders sexua- lisierten Vornamen in Widerspruch zu dem, was in ihrem maschinenlesbaren Reisepass steht. Daraus resultieren enorme Schwierigkeiten, wenn sie sich zum Beispiel bei der Einreise in ein anderes Land in einer fremden Spra- che über einen so intimen Sachverhalt wie die Transse- xualität verständigen müssen. Dazu können auch noch nicht vorhandene Toleranz und Vorurteile seitens der Grenzbehörden kommen. Bis zum 31. Dezember 2005 konnten sich die Betroffenen mit einem nichtmaschinen- lesbaren Reisepass behelfen. Diese Möglichkeit ist aber seit einem halben Jahr ausgelaufen, weil diese Reise- pässe nicht mehr ausgestellt werden dürfen. Auch dies ist ein Grund, warum die Bundesregierung noch in diesem Jahr einen Gesetzesentwurf zur Refor- troffenen sollte hier sehr schnell ein vernünftiges und der Realität entsprechendes Gesetz vorgelegt werden. Anlage 5 Erklärung der Abgeordneten Garrelt Duin (SPD) zur na- mentlichen Abstimmung über den Änderungs- antrag der Fraktion des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN zum Einzelplan 06 – Bundesministe- rium des Innern (40. Sitzung, Tagesordnungs- punkt 1) In der Ergebnisliste ist mein Name nicht aufgeführt. Mein Votum lautet „Nein“. Anlage 6 Erklärung des Abgeordneten Ernst Kranz (SPD) zur na- mentlichen Abstimmung über den Änderungs- antrag der Fraktion des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN auf Drucksache 16/2065 über den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Art. 22, 23, 33, 52, 72, 73, 74, 74 a, 75, 84, 85, 87 c, 91 a, 91 b, 93, 98, 104 a, 105, 107, 109, 125 a, 125 b, 125 c, 143 c) (44. Sit- mierung des Transsexuellenrechts vorlegen muss. Das Problem ist bekannt. Bisher redet sich die Bundesregie- rung damit heraus, dass sie dieses Gesetz zeitnah vorle- gen will. Was aber heißt zeitnah? Im Interesse der Be- M (D zung, Tagesordnungspunkt 29 a) In der Ergebnisliste ist mein Name nicht aufgeführt. ein Votum lautet „Nein“. 45. Sitzung Berlin, Dienstag, den 5. September 2006 Inhalt: Redetext Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Anlage 2 Anlage 3 Anlage 4 Anlage 5 Anlage 6
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Jochen-Konrad Fromme


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    (Zuruf von der LINKEN: Zu Recht!)


    Sie sollten die Wahrheit zur Kenntnis nehmen.

    Die Wirkung der Mehrwertsteuererhöhung ist in der
    issenschaft sehr unterschiedlich beurteilt worden. Wir

    ehen doch heute, wie die Realitäten sind. Es geht um
    ie Stimmung. Wirtschaft, wirtschaftliche Entwicklung
    at etwas mit Stimmung zu tun. Der private Konsum
    das ist das, woran es in unserer Volkswirtschaft jahre-

    ang gemangelt hat – steigt.


    (Steffen Kampeter [CDU/CSU]: Sehr gut!)


    ntgegen allen Unkenrufen steigt er. Wir haben es ge-
    chafft – das ist doch klar –, die Abwärtsspirale umzu-
    rehen. Der Trend zu immer weniger Arbeitsplätzen, im-
    er weniger sozialversicherungspflichtig Beschäftigten,

    mmer mehr Arbeitslosen, immer weniger Einnahmen
    us Steuern und Sozialabgaben und immer höheren






    (A) )



    (B) )


    Jochen-Konrad Fromme
    Ausgaben für die Sozialsysteme ist umgedreht worden.
    Es geht aufwärts.

    Wir wissen: Nichts ist so gut, dass es nicht besser sein
    kann. Aber man muss doch erst einmal über das reden,
    was man erreicht hat. Wir haben fünf Jahre lang wie das
    Kaninchen auf die Schlange gestarrt, wenn die Arbeits-
    marktdaten veröffentlicht wurden. Jetzt sind sie positiv
    – plus 130 000 sozialversicherungspflichtig Beschäf-
    tigte, fast 500 000 weniger Arbeitslose – und kein
    Mensch redet darüber. Wenn wir über das Gute nicht
    auch reden, dann brauchen wir uns nicht zu wundern,
    wenn sich die Stimmung nicht verbessert. Das ist doch
    das Geheimnis.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD)


    Deswegen müssen wir hier vorwärts gehen.

    Frau Kollegin Hajduk, Sie haben sich in Polemik ge-
    gen den Finanzminister erschöpft. Das heißt, Sie haben
    keine Vorschläge; sonst hätten Sie etwas Inhaltliches ge-
    sagt, statt nur über Personen zu reden. Sie sollten einmal
    anerkennen, dass es bei der Bundesagentur Erfolge gibt.
    Natürlich ist ein Drittel der Überschüsse auf die
    13. Zahlung der Sozialbeiträge zurückzuführen. Aber
    ein Drittel der Ersparnisse beruhen darauf, dass uns Effi-
    zienzsteigerungen gelungen sind.


    (Anja Hajduk [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Ja, durch unsere Reformen!)


    Ein Drittel beruht darauf, dass wir den Maßnahmenkata-
    log verändert haben.

    Ich sage Ihnen: Wenn es eine dauerhafte Entlastung
    gibt, dann werden wir dafür sorgen, dass diese dauer-
    hafte Entlastung zu Beitragssenkungen führt. Das ist
    das Geld der Beitragszahler. Deswegen muss es in einem
    geschlossenen Kreislauf bleiben. All das, was da mög-
    lich ist, werden wir tun. Wir müssen uns natürlich nur
    anschauen, ob die Entlastung auch wirklich dauerhaft ist.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Wenn es nach dem gegangen wäre, was Sie während
    Ihrer Regierungsverantwortung geplant haben, wären
    wir schon längst bei einer Nettoneuverschuldung von
    null. Nur, solche Ansagen auf Papier nützen uns nichts.
    Wir betrachten die Dinge realistisch und versuchen, in
    kleinen Schritten zumindest das zu erreichen, dem Sie
    immer hinterhergerannt sind.

    Dass die PDS unsere Leitlinien nicht versteht, dass sie
    überhaupt nicht begriffen hat, dass all das, was wir ma-
    chen, dazu dient, das Hauptproblem zu lösen, nämlich
    für mehr Arbeitsplätze zu sorgen, ist klar.


    (Beifall bei der CDU/CSU)


    Es tut mir Leid: Sie haben offensichtlich aus den Erfah-
    rungen mit der Staatswirtschaft überhaupt nichts gelernt.
    Da Sie sich gegen alles wenden und sagen: „Nichts darf
    privatisiert, nichts darf verändert werden“, frage ich
    mich schon, welche Erfahrungen uns nach dem Krieg
    die ersten 40 Jahre im östlichen Teil unseres Vaterlandes

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    (C (D eschert haben. Das wollen wir einmal wirklich deutlich achen. Wir haben einen Paradigmenwechsel in der Hausaltspolitik herbeigeführt. Ich nenne nur ein einziges eispiel, den Primärsaldo. Kein Mensch nimmt davon enntnis, dass wir erstmals seit Jahren weniger ausgeen, als wir einnehmen. Das ist nicht das Ziel, das wir rreichen möchten, aber es ist ein wichtiger Zwischenchritt. (Anja Hajduk [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Woran liegt das?)


    Das liegt daran, dass wir das Klima für das Wirtschaf-
    en verbessert haben.


    (Ulrike Flach [FDP]: Ach was! – Jürgen Koppelin [FDP]: Erhöhung der Mehrwertsteuer! Ja klar!)


    Ich komme auf das Sparen gleich noch zurück; keine
    ngst.

    Primärsaldo heißt ja, dass man unter Absehen von der
    ergangenheit schaut: Gebe ich in diesem Jahr mehr aus
    der gebe ich weniger aus? Auch für den Staat gilt der
    lte Grundsatz: Niemand kann auf Dauer mehr ausge-
    en, als er einnimmt. Also muss man dieses Ziel errei-
    hen. In diesem Jahr haben wir erstmals seit Jahren, wie
    esagt, einen positiven Primärsaldo. Diesen Saldo haben
    ir in diesem Haushalt im Vergleich zum letzten um
    5 Milliarden Euro verbessert.

    Im zweiten Schritt muss man dazu kommen, dass man
    en Primärüberschuss so weit erhöht, dass man die aus
    er Vergangenheit stammenden Zinslasten tragen kann,
    nd im dritten Schritt muss man den Primärüberschuss
    o weit entwickeln, dass man die Schulden zurückzahlen
    ann. Auf diesem Weg haben wir die Wende geschafft
    nd einen ersten Schritt getan. Darauf kommt es an.

    Ferner kommt es darauf an, dass wir zwei Dinge
    leichzeitig tun: den Haushalt sanieren, weil nur geord-
    ete öffentliche Finanzen den Hintergrund für eine ver-
    ünftige wirtschaftliche Entwicklung abgeben, und die
    onsumkraft fördern. Wenn die „Financial Times“ von

    Merkels Aufschwung“ spricht, dann zeigt das ganz ein-
    eutig: Es ist auch eine Frage der Politik und der Stim-
    ung. Wir lassen uns von unserer Ansicht nicht abbrin-

    en, dass in dieser Hinsicht etwas geschehen ist.


    (Beifall bei der CDU/CSU – Anja Hajduk [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Die Stimmung war ja bei Ihnen im Sommer ziemlich schlecht!)


    Natürlich dürfen wir in unseren Anstrengungen über-
    aupt nicht nachlassen. Dies sage ich insbesondere auch
    n die Adresse der Fachkollegen, denen ja immer viel
    infällt, wenn die Haushaltslage etwas besser wird. Wir
    üssen weiter sparen. In dieser Frage haben wir – das
    ill ich gar nicht verhehlen – in der Koalition unter-

    chiedliche Grundauffassungen. Der Finanzminister re-
    et ständig davon, dass wir ein Einnahmeproblem ha-
    en; ich dagegen sage: Wir haben ein Ausgabeproblem.






    (A) )



    (B) )


    Jochen-Konrad Fromme

    (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP sowie der Abg. Anja Hajduk [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])


    Da müssen wir ansetzen und da wollen wir auch anset-
    zen. Im Zeitraum der Finanzplanung werden die Steuer-
    einnahmen um 19 Prozent steigen; deswegen kann man
    überhaupt nicht davon reden, dass wir nur ein Einnah-
    meproblem hätten.

    Nichts darf außen vor bleiben. Als Erstes müssen wir
    da sparen, wo es dem Bürger am wenigsten weh tut, bei
    den Verwaltungskosten. Ich bekenne mich dazu, dass
    ich in der Arbeitsgruppe vorgetragen habe, dass wir das
    Thema Bonn/Berlin noch einmal auf den Prüfstand
    stellen.


    (Beifall des Abg. Jürgen Koppelin [FDP] und der Abg. Anja Hajduk [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])


    Wenn uns das Finanzministerium in einer sehr vorsichti-
    gen Schätzung mitteilt, dass sich im letzten Haushalts-
    jahr Mehrkosten in Höhe von 350 000 Euro aufgrund der
    Teilung des Regierungssitzes zwischen Bonn und Berlin
    ergeben haben, müssen wir hinschauen. Wir werden uns
    die Entwicklung für jedes Haus angucken. Es ist doch
    ein Unding, dass der Pendelverkehr 16 000 Flüge im
    Jahr ausmacht. Deshalb werden wir uns dieses an-
    schauen.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU sowie des Abg. Detlef Dzembritzki [SPD], des Abg. Jürgen Koppelin [FDP] und der Abg. Anja Hajduk [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])


    Ich weiß natürlich, dass es ein Bonn/Berlin-Gesetz gibt.
    Aber wir ändern jeden Tag Gesetze, um sie der Entwick-
    lung anzupassen. Der Stadt Bonn ist es ja – wie die
    Oberbürgermeisterin selber erklärt hat – nach dem Re-
    gierungsumzug nicht schlecht ergangen. Die Prognosen,
    die man seinerzeit hören konnte, sind nicht eingetreten.
    Weil das so ist, können wir das überprüfen. Ich bin dafür,
    dass wir dies auch tun.

    Wir werden ebenfalls in der Frage des Personal-
    abbaus hart bleiben. Wir streiten uns innerhalb der
    Koalition ja nicht darüber, dass wir Verwaltung abbauen
    wollen; es geht nur um den richtigen Weg. Ich sage: Da,
    wo Personal ist, finden sich auch Aufgaben. Deswegen
    muss man den Umkehrschluss ziehen und Personal ab-
    bauen. Dann muss gegebenenfalls auch ein Vorschlag
    gemacht werden, welche Aufgaben nicht mehr erledigt
    werden können. Natürlich wird die Bürokratie alles für
    wichtig halten.


    (Ulrike Flach [FDP]: Oder neue Aufgaben erfinden!)


    Wir von der Politik müssen eine Rangfolge der Aufga-
    ben aufstellen. Solange ein Ministerium eine neue Abtei-
    lung für Fragen einrichten kann, für die es gar nicht zu-
    ständig ist,


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der FDP und der Abg. Anja Hajduk [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])


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    (C (D o lange gibt es noch zu viel Personal, und deswegen erden wir in dieser Beziehung nicht nachlassen. Die Arbeitszeitverlängerung haben wir relativ schnell mgesetzt, aber nicht alle strukturpolitischen Aufgaben ann man in einem Jahr lösen. Das heißt aber nicht, dass ir diesbezüglich nachlassen; vielmehr müssen wir sol he Fragen über einen längeren Zeitraum angehen, aber uf jeden Fall werden sie gelöst. Ich bin auf die Haushaltsberatungen 2007 sehr gepannt; denn bei dieser Debatte hat sich eines gezeigt: Es st wie beim Streit über den Haushalt 2006, jeder findet lles falsch, aber wenn es um konstruktive Vorschläge eht, kommt nichts. Auch die Sparbücher der FDP waen keine wirklichen Sparbücher, weil sie nichts auf die ohe Kante gelegt hat. Etwas auf die hohe Kante legen, as verstehe ich unter Sparen. Sie haben dicke Papiere orgelegt, aber leider konnten wir damit nichts anfanen. (Jürgen Koppelin [FDP]: Da waren 60 Anträge von euch dabei!)


    Ich freue mich auf eine muntere Beratung und hoffe,
    ass uns viele gute Vorschläge gemacht werden, die wir
    ielleicht übernehmen können.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)




Rede von Petra Pau
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (DIE LINKE.)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (DIE LINKE.)

Als letzter Redner in dieser Debatte hat der Kollege

örg-Otto Spiller für die SPD-Fraktion das Wort.


  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Jörg-Otto Spiller


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Wir füh-

    en diese Haushaltsdebatte vor dem Hintergrund sehr er-
    reulicher ökonomischer Rahmenbedingungen. Die Bun-
    esbank schreibt in ihrem jüngsten Monatsbericht:

    Die konjunkturelle Aufwärtsbewegung der deut-
    schen Wirtschaft hat im bisherigen Jahresverlauf er-
    heblich an Kraft gewonnen.

    uf Jahresrate hochgerechnet beträgt das reale Wachs-
    um des Sozialprodukts im ersten Halbjahr rund zwei-
    inhalb Prozent. Die meisten wirtschaftswissenschaftli-
    hen Institute kommen zu einer ähnlichen Einschätzung.
    s ist eine deutliche Belebung der Wirtschaftstätigkeit

    n Deutschland zustande gekommen.

    Wir haben nicht ausschließlich Wachstumsimpulse
    urch die Auslandsnachfrage erhalten, sondern auch
    ine sehr kräftige Belebung der Investitionstätigkeit, ins-
    esondere bei Ausrüstungsinvestitionen, und eine Zu-
    ahme der Bautätigkeit erfahren. Erfreulich ist, dass es
    ei den Ausrüstungsinvestitionen nicht nur um Ersatz-
    nvestitionen geht, sondern angesichts guter Kapazitäts-
    uslastungen in wachsendem Maße auch um Erweite-
    ungsinvestitionen in den Unternehmen.

    Die günstige gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat
    nzwischen auch den Arbeitsmarkt erreicht. Es gibt
    ine deutliche Minderung der Arbeitslosigkeit und einen
    wenn auch noch bescheidenen – Zuwachs bei der
    eschäftigtenzahl. Darüber hinaus gibt es einen






    (A) )



    (B) )


    Jörg-Otto Spiller
    erfreulichen Zuwachs der Steuereinnahmen bei Bund,
    Ländern und Gemeinden.

    Wenn ich mir die Situation von vor einigen Monaten
    vor Augen führe, so haben wir damals ganz andere De-
    batten geführt. Natürlich stellt sich die Frage: Worauf
    lässt sich diese positive Entwicklung zurückführen? Die
    Antwort, die beispielsweise Herr Professor Rürup, der
    Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutach-
    tung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, gibt, lau-
    tet, dass mehreres zusammenkommt. Es waren die
    strukturellen Reformen der Regierung Schröder, es
    hat aber auch die Umstrukturierung im Unternehmens-
    bereich zu einer erhöhten Wettbewerbsfähigkeit beige-
    tragen. Beide Faktoren zusammen führen zu dieser Ent-
    wicklung.

    Ich glaube aber, wir können selbstbewusst sagen, dass
    die Finanz- und Haushaltspolitik der großen Koali-
    tion ebenfalls einen Beitrag dazu geleistet hat;


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    denn wir haben mit dem Haushalt 2006, dessen Kernaus-
    sagen schon im Frühjahr feststanden, den Mut gehabt,
    einen aufkeimenden Aufschwung trotz der Konsolidie-
    rungsnotwendigkeiten nicht mit einer restriktiven Haus-
    haltspolitik zu bremsen. Im Gegenteil: Wir haben durch
    Anreize für private Investitionstätigkeiten – beispiels-
    weise für Aufträge an Handwerksbetriebe durch private
    Haushalte – und durch ein Programm zur energetischen
    Gebäudesanierung kräftige Impulse für die Konjunktur-
    belebung gegeben. Ich komme, auch wenn es altmodisch
    klingt, zu dem Ergebnis: Die gute alte Makroökonomie
    hat noch immer Bedeutung für den Haushalt und umge-
    kehrt hat der Haushalt Bedeutung für die gesamtwirt-
    schaftliche Entwicklung.


    (Dr. Hermann Otto Solms [FDP]: Da kann keiner widersprechen!)


    Wir haben einen guten Weg beschritten und das Ziel er-
    reicht.

    Es gibt keinen anderen Bereich, bei dem der Zusam-
    menhang zwischen Haushalt, Steuern und wirtschaftli-
    cher Entwicklung so deutlich ist wie bei der Unterneh-
    mensbesteuerung. Dieses Thema hat in der heutigen
    Debatte schon mehrfach eine Rolle gespielt. Ich will in
    Erinnerung rufen – der Bundesfinanzminister hat es
    selbst erwähnt –, dass wir nicht bei null anfangen. In der
    vorvergangenen Wahlperiode, in der Regierung
    Schröder, haben wir zum einen eine deutliche Entlastung
    der Personenunternehmen durchgesetzt. Zum anderen
    haben wir eine moderne und wirksame Körperschaft-
    steuerreform durchgeführt.

    Gleichwohl muss man zugestehen, dass es im Bereich
    der Unternehmensbesteuerung Handlungsbedarf gibt.
    Die große Koalition hat verabredet – das haben mehrere
    Kollegen gesagt –, das Gesetzgebungsverfahren recht-
    zeitig zur Sommerpause 2007 abzuschließen, damit die
    veränderten Bedingungen nach einer Vorbereitungszeit
    zum 1. Januar 2008 in Kraft gesetzt werden können.

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    (C (D Lassen Sie mich ein paar Bemerkungen dazu machen, arum es aus meiner Sicht überhaupt notwendig ist, die nternehmensbesteuerung zu reformieren. Fast alle groen deutschen Unternehmen sind inzwischen multinatioal. Das bedeutet nicht nur, dass der Standortwettewerb zwischen Deutschland und den anderen Ländern uropas bzw. den außereuropäischen Ländern eine steurliche Seite hat, sondern das heißt auch, dass es inneralb einer Unternehmensgruppe Gestaltungsspielräume insichtlich der Frage gibt, wo man Kosten anfallen lässt nd wo man Erträge anfallen lässt. Dafür gibt es Spieläume. Es ist nicht selbstverständlich, dass der Mutterkonern und das Tochteroder Schwesterunternehmen über in Patent verfügen, das durch Lizenzgebühren bedient erden muss. Es gibt Entscheidungsspielräume, wie an größere Investitionen finanziert. Wenn beispielseise ein großes deutsches Unternehmen eine Finan ierungstochter in Dublin hat, dann ist es sehr wohl öglich, dass ein größeres Investitionsvorhaben, bei pielsweise in Höhe von 100 Millionen Euro, durch inen Kredit finanziert wird – die Konditionen müssen icht unbedingt günstig sein –, den die Tochter in Dublin er Mutter in Stuttgart oder wo auch immer gewährt. (Bernhard Brinkmann [Hildesheim] [SPD]: In Berlin!)


    ie Zinsen werden bei dem deutschen Mutterkonzern als
    etriebskosten und die Zinsspanne wird beim Toch-

    erunternehmen in Dublin – es wird günstiger refinanzie-
    en – als Gewinn verbucht. Der Gewinn wird in Dublin
    inimal besteuert und kann dann zu 95 Prozent steuer-

    rei an den deutschen Mutterkonzern ausgeschüttet wer-
    en.

    Herr Kollege Solms, ich finde nicht, dass das der
    arktwirtschaftlichen Ordnung entspricht.


    (Beifall bei der SPD – Joachim Poß [SPD]: Das hat mit Marktwirtschaft wenig zu tun!)


    ach der marktwirtschaftlichen Ordnung soll es im Be-
    ieben des einzelnen Unternehmens liegen, wie es eine
    nvestition finanziert. In diesem Zusammenhang können
    war viele Gesichtspunkte eine Rolle spielen, steuerliche
    esichtspunkte sollen aber keine Rolle spielen; denn der
    taat soll die Unternehmen, unabhängig davon, wie sie
    ich aufgestellt haben, für welche Finanzierungsform sie
    ich entschieden haben, fair und gleich behandeln. Des-
    egen entspricht es einer strengen marktwirtschaftlichen
    rdnung, dass man die Gestaltungsmöglichkeiten, die

    ntstanden sind, einschränkt.


    (Beifall bei der SPD sowie der Abg. Anja Hajduk [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])


    Ich finde es sehr angenehm, dass in der politischen
    rbeitsgruppe der Koalition, die sich mit solchen Fragen
    efasst, ein sehr konstruktives und sachliches Klima
    errscht.

    Es geht ja nicht darum – in der öffentlichen Diskus-
    ion wird immer mit dem Holzhammer gearbeitet –, dem

    ittelständler, der vielleicht schwach auf der Brust ist,
    en Weg zum Leasing oder zur Kreditfinanzierung einer






    (A) )



    (B) )


    Jörg-Otto Spiller
    Maschine, die 1 Million Euro kostet, zu versperren. Na-
    türlich wird es Freibeträge geben.


    (Ulrike Flach [FDP]: Aber die Gefahr ist doch da!)


    Aber das kann doch nicht heißen, dass wir aufgrund der
    Situation des Mittelständlers auch dem großen interna-
    tionalen Konzern gestatten, durch diese Form der Finan-
    zierung seine Steuerschuld in Deutschland so weit zu re-
    duzieren, dass ein weltweit operierendes, ertragsstarkes
    Unternehmen in Deutschland weniger Steuern zahlt als
    der mittelständische Familienbetrieb, der vielleicht in
    der vierten Generation als Maschinenbaubetrieb im deut-
    schen Südwesten erfolgreich arbeitet, treu und brav
    seine Steuern zahlt und dessen Familie die Tradition des
    Unternehmensgründers wach hält: Der Gewinn gehört
    zunächst einmal der Firma und wird nicht voll entnom-
    men.


    (Beifall bei der SPD)


    Die Benachteiligung von Eigenkapital kann kein
    Ziel unserer Wirtschaftspolitik sein. Ich glaube, wir wer-
    den hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung der Rege-
    lung zu einem sehr ordentlichen Kompromiss kommen.
    Mittelständler werden eine Benachteiligung von Eigen-
    kapital nicht zu befürchten haben. Im Gegenteil: Sie
    müssen sich eigentlich freuen, dass eine zu ihren Lasten
    unfaire Steuerregelung eingeschränkt und nach Möglich-
    keit unterbunden wird.


    (Beifall bei der SPD)


    Ich sage auch: Das Ziel ist nicht, dass wir die Unter-
    nehmen insgesamt mehr belasten. Ich möchte nur, dass
    das Steueraufkommen in Deutschland steigt. Es mag ja
    sein, dass wir durch eine Steuersatzsenkung erreichen,
    dass für eine große Zahl von Unternehmen, die in
    Deutschland und anderswo tätig sind, die Steuerlast
    sinkt. Aber die sozialdemokratische Fraktion im Deut-
    schen Bundestag möchte erreichen, dass das Steuerauf-
    kommen in Deutschland steigt.


    (Beifall bei der SPD)


    Das wird möglich sein. Lassen Sie uns gemeinsam an
    diesem Ziel arbeiten. Es wird noch ein paar Debatten
    dazu geben; da bin ich mir ganz sicher. Es kann ja nicht
    schaden, wenn noch die eine oder andere intelligente Lö-
    sung eingebracht wird. Aber fairer Wettbewerb verlangt,
    dass wir die Steuerbasis in Deutschland sichern und dass
    wir durchsetzen, dass sich Unternehmen wie Bürger an
    der Finanzierung der öffentlichen Aufgaben beteiligen.
    Denn sonst können wir die Qualität des Wirtschafts-
    standortes Deutschland nicht sichern.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)