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ID1603012900

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 16/30 2006 (Haushaltsgesetz 2006) (Drucksache 16/750) . . . . . . . . . . . . . . . . . b) Unterrichtung durch die Bundesregierung: Finanzplan des Bundes 2005 bis 2009 (Drucksache 16/751) . . . . . . . . . . . . . . . . . Einzelplan 09 Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Michael Glos, Bundesminister BMWi . . . . . . Rainer Brüderle (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ludwig Stiegler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Rainer Brüderle (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . Ulla Lötzer (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . Rainer Brüderle (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . Ute Berg (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kurt J. Rossmanith (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Klaus Brähmig (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Schlussrunde: Haushaltsgesetz 2006 Bernhard Brinkmann (Hildesheim) (SPD) . . . Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bernhard Brinkmann (Hildesheim) (SPD) . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2455 B 2455 B 2455 C 2458 C 2460 C 2462 D 2464 A 2480 B 2482 A 2483 C 2484 D 2484 C 2485 D 2487 D 2488 A 2488 B Deutscher B Stenografisch 30. Sitz Berlin, Freitag, den I n h a l Stellungnahme des Ältestenrates zu Angriffen gegen den Bundestagspräsidenten im Zusam- menhang mit einer eventuellen Diätenanpas- sung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Zur Geschäftsordnung Volker Beck (Köln) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jörg van Essen (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 1 (Fortsetzung): a) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes über die Feststellung des Bundes- haushaltsplans für das Haushaltsjahr L U D S A K 2453 A 2453 C 2425 C Matthias Berninger (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2465 C undestag er Bericht ung 31. März 2006 t : aurenz Meyer (Hamm) (CDU/CSU) . . . . . . Cornelia Pieper (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . Sabine Zimmermann (DIE LINKE) . . . . . lrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kurt J. Rossmanith (CDU/CSU) . . . . . . . . r. Rainer Wend (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . abine Zimmermann (DIE LINKE) . . . . . . . . nna Lührmann (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Volker Kröning (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . urt J. Rossmanith (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Ulrike Flach (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2467 D 2469 A 2469 C 2470 C 2472 A 2472 D 2475 A 2475 D 2477 B 2477 D 2477 D 2479 D Steffen Kampeter (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . 2489 B 2492 A II Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 30. Sitzung. Berlin, Freitag, den 31. März 2006 Carsten Schneider (Erfurt) (SPD) . . . . . . . . . . Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . . Alexander Bonde (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Eduard Oswald (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . Petra Merkel (Berlin) (SPD) . . . . . . . . . . . . . . Leo Dautzenberg (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Peer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . . Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Otto Fricke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 2: Antrag der Abgeordneten Jens Ackermann, Dr. Karl Addicks, Christian Ahrendt und wei- terer Abgeordneter: Einsetzung eines Unter- suchungsausschusses (Drucksache 16/990) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jörg van Essen (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bernhard Kaster (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Dr. Guido Westerwelle (FDP) . . . . . . . . . . . . Bernhard Kaster (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Petra Pau (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . . Joachim Stünker (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Volker Beck (Köln) (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Stephan Mayer (Altötting) (CDU/CSU) . . . . Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . Anlage 2 Amtliche Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2494 C 2495 A 2495 C 2498 C 2501 A 2502 D 2504 D 2509 A 2510 C 2513 A 2513 A 2514 B 2516 B 2516 D 2517 B 2518 B 2521 A 2522 B 2523 D 2525 A 2526 A Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 30. Sitzung. Berlin, Freitag, den 31. März 2006 2453 (A) ) (B) ) 30. Sitz Berlin, Freitag, den Beginn: 9.0
  • folderAnlagen
    Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 30. Sitzung. Berlin, Freitag, den 31. März 2006 2525 (A) ) (B) ) Kurth (Quedlinburg), Undine BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 31.03.2006 Strobl (Heilbronn), Thomas CDU/CSU 31.03.2006 Anlage 1 Liste der entschuldigt Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Ahrendt, Christian FDP 31.03.2006 Bätzing, Sabine SPD 31.03.2006 Bareiß, Thomas CDU/CSU 31.03.2006 Dr. Bartsch, Dietmar DIE LINKE 31.03.2006 Bernhardt, Otto CDU/CSU 31.03.2006 Dr. Bisky, Lothar DIE LINKE 31.03.2006 Bülow, Marco SPD 31.03.2006 Dr. Däubler-Gmelin, Herta SPD 31.03.2006 Fischer (Karlsruhe- Land), Axel E. CDU/CSU 31.03.2006* Freitag, Dagmar SPD 31.03.2006 Dr. Fuchs, Michael CDU/CSU 31.03.2006 Gabriel, Sigmar SPD 31.03.2006 Dr. Göhner, Reinhard CDU/CSU 31.03.2006 Gradistanac, Renate SPD 31.03.2006 Dr. Gysi, Gregor DIE LINKE. 31.03.2006 Heinen, Ursula CDU/CSU 31.03.2006 Hilsberg, Stephan SPD 31.03.2006 Hintze, Peter CDU/CSU 31.03.2006 Hofbauer, Klaus CDU/CSU 31.03.2006 Homburger, Birgit FDP 31.03.2006 Ibrügger, Lothar SPD 31.03.2006 Kressl, Nicolette SPD 31.03.2006 Krichbaum, Gunther CDU/CSU 31.03.2006 L D L M M M M N O P P R D R S D S D S D D A (C (D Anlagen zum Stenografischen Bericht en Abgeordneten ämmel, Andreas G. CDU/CSU 31.03.2006 r. Lamers (Heidelberg), Karl CDU/CSU 31.03.2006** intner, Eduard CDU/CSU 31.03.2006* eierhofer, Horst FDP 31.03.2006 ücke, Jan FDP 31.03.2006 üller (Gera), Bernward CDU/CSU 31.03.2006 üller (Köln), Kerstin BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 31.03.2006 eumann (Bremen), Bernd CDU/CSU 31.03.2006 tto (Frankfurt), Hans- Joachim FDP 31.03.2006 flug, Johannes SPD 31.03.2006 ofalla, Ronald CDU/CSU 31.03.2006 aidel, Hans CDU/CSU 31.03.2006** r. Ramsauer, Peter CDU/CSU 31.03.2006 oth (Esslingen), Karin SPD 31.03.2006 chäfer (Bochum), Axel SPD 31.03.2006 r. Schäuble, Wolfgang CDU/CSU 31.03.2006 chmidt (Nürnberg), Renate SPD 31.03.2006 r. Schui, Herbert DIE LINKE 31.03.2006 chwanitz, Rolf SPD 31.03.2006 r. Solms, Hermann Otto FDP 31.03.2006 r. Spielmann, Margrit SPD 31.03.2006 bgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich (A) (C) (B) ) – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Bundesregierung über die Fortschritte zur Entwicklung der verschiedenen Felder des Geoinforma- tionswesens im nationalen, europäischen und interna- tionalen Kontext – Drucksache 15/5834 – Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben mitgeteilt, dass der Ausschuss die nachstehenden EU- Stübgen, Michael CDU/CSU 31.03.2006 Tillmann, Antje CDU/CSU 31.03.2006 Dr. Uhl, Hans-Peter CDU/CSU 31.03.2006 Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich * für die Teilnahme an den Sitzungen der Parlamentarischen Ver- sammlung des Europarates ** für die Teilnahme an den Sitzungen der Parlamentarischen Ver- sammlung der NATO Anlage 2 Amtliche Mitteilungen Der Vorsitzende des folgenden Ausschusses hat mit- geteilt, dass der Ausschuss gemäß § 80 Abs. 3 Satz 2 der Geschäftsordnung von einer Berichterstattung zu den nachstehenden Vorlagen absieht: Innenausschuss – Unterrichtung durch die Bundesregierung Fünfter Bericht der Bundesregierung über den Stand der Auszahlungen und die Zusammenarbeit der Stif- tung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ mit den Partnerorganisationen – Drucksachen 15/5936, 16/480 Nr. 1.16 – – Unterrichtung durch die Bundesregierung Sechster Bericht der Bundesregierung über den Stand der Rechtssicherheit für deutsche Unternehmen im Zu- sammenhang mit der Stiftung „Erinnerung, Verant- wortung und Zukunft“ – Drucksachen 15/5505, 15/5634 Nr. 1.3, 16/820 Nr. 3 – V P t Vaatz, Arnold CDU/CSU 31.03.2006 Weinberg, Marcus CDU/CSU 31.03.2006 Weisskirchen (Wiesloch), Gert SPD 31.03.2006 Wissmann, Matthias CDU/CSU 31.03.2006 (D orlagen bzw. Unterrichtungen durch das Europäische arlament zur Kenntnis genommen oder von einer Bera- ung abgesehen hat. Petitionsausschuss Drucksache 16/419 Nr. 1.4 Innenausschuss Drucksache 16/150 Nr. 2.253 Rechtsausschuss Drucksache 16/150 Nr. 2.32 Drucksache 16/150 Nr. 2.44 Drucksache 16/150 Nr. 2.200 Drucksache 16/150 Nr. 2.226 Drucksache 16/150 Nr. 2.232 Drucksache 16/150 Nr. 2.247 Drucksache 16/419 Nr. 2.10 Drucksache 16/419 Nr. 2.52 Finanzausschuss Drucksache 16/629 Nr. 2.2 Drucksache 16/629 Nr. 2.18 Drucksache 16/629 Nr. 2.33 Haushaltsausschuss Drucksache 16/481 Nr. 1.14 Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Drucksache 16/419 Nr. 2.68 Drucksache 16/629 Nr. 2.13 Drucksache 16/629 Nr. 2.15 Ausschuss für Arbeit und Soziales Drucksache 16/419 Nr. 1.6 Drucksache 16/419 Nr. 2.15 Drucksache 16/481 Nr. 1.22 Ausschuss für Gesundheit Drucksache 16/629 Nr. 2.36 2526 Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 30. Sitzung. Berlin, Freitag, den 31. März 2006 91, 1 0, T 30. Sitzung Berlin, Freitag, den 31. März 2006 Inhalt: Redetext Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Anlage 2
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Jörg van Essen


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (FDP)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (FDP)


    Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir

    diskutieren jetzt über ein Thema, das die Republik meh-
    rere Wochen lang – zu Recht, wie ich finde – beschäftigt
    hat. Wir alle wissen, dass der Kampf gegen den interna-
    tionalen Terrorismus für uns alle wichtig ist – und dies
    vor allen Dingen in einem Jahr, in dem in Deutschland
    die Fußballweltmeisterschaft stattfindet. Deshalb muss
    über diesen Kampf im Deutschen Bundestag geredet
    werden. Aber wir haben anhand der Umstände, die wir
    im Auftrag des Untersuchungsausschusses niedergelegt
    haben, auch gesehen, dass darüber gesprochen werden
    muss, wo die rechtsstaatlichen Grenzen dieses Kampfes
    liegen.


    (Beifall bei der FDP)


    Das ist für uns als FDP-Bundestagsfraktion ein ganz
    wichtiger Punkt.

    Ich will das anhand einiger Untersuchungsgegen-
    stände deutlich machen. Das sind zum einen die CIA-
    Flüge und die Umstände, die mit der Verschleppung des
    deutschen Staatsangehörigen el-Masri verbunden sind.
    Jeder kann sich vorstellen, welche Aufregung in anderen
    Ländern, unter anderem auch in den Vereinigten Staaten,
    entstanden wäre, wenn beispielsweise ein amerikani-
    scher Staatsbürger von einem fremden Staat entführt
    worden wäre.


    (Beifall bei der FDP)


    Deshalb ist es notwendig und sachgerecht, dass wir uns
    damit beschäftigen.

    Grenzen müssen zum anderen auch aufgezeigt wer-
    den, wenn wir hören, dass Angehörige unserer Strafver-
    folgungsorgane – es gehört zu den festen Säulen unserer
    Demokratie, dass wir streng auf Rechtsstaatlichkeit
    achten – in Syrien Menschen vernommen haben, wie
    beispielsweise den Deutsch-Syrer Zammar,


    (Joachim Stünker [SPD]: Und wer war das?)


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    (C (D er davon gesprochen hat, dass es bei den Vernehmunen Folter gegeben habe. Es kann nicht sein, dass durch ie Anwesenheit deutscher Ermittler, beispielsweise uch in Guantanamo, bei denen, die solche Einrichtunen betreiben, der Eindruck entsteht, dass wir davon lammheimlich profitieren wollen. (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der LINKEN und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)


    inen solchen Eindruck darf ein Rechtsstaat nicht erwe-
    ken.

    Nun zu einem letzten Punkt, der selbstverständlich
    uch Gegenstand des Untersuchungsausschusses sein
    uss. Sie merken deutlich, dass dieses Thema für die
    DP nicht im Zentrum steht. Wir wissen nämlich, wie
    ichtig gute Nachrichtendienste für unser Land sind.
    nser Ziel ist nicht, die Nachrichtendienste in die Ecke

    u stellen. Unser Ziel in einem Untersuchungsausschuss
    st es, unsere Nachrichtendienste zu stärken.


    (Beifall bei der FDP)


    achrichtendienste arbeiten häufig in einer Grauzone.
    s ist nicht immer appetitlich, was die Mitarbeiter des
    undesnachrichtendienstes tun müssen; aber sie tun es

    ür unser Land. Aufsicht und Kontrolle sind in diesem
    usammenhang von zentraler Bedeutung,


    (Beifall bei der FDP)


    nd zwar durch die Dienstvorgesetzten, aber in gleicher
    eise auch durch die Politik.

    Ich möchte einem Eindruck schon zu Beginn der Dis-
    ussion widersprechen. Wir kritisieren nicht, dass BND-
    itarbeiter in Bagdad waren.


    (Joachim Stünker [SPD]: Wer aber dann?)


    ie haben sich freiwillig dafür gemeldet. Ich will des-
    alb ausdrücklich meinen Respekt gegenüber den beiden
    itarbeitern des Bundesnachrichtendienstes ausspre-

    hen, die diese gefährliche Mission auf sich genommen
    aben.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD)


    ber uns interessiert die politische Verantwortung für
    ie Dinge, die sie gemeldet haben. Es kann doch nicht
    tehen bleiben, dass ein Bundeskanzler und ein Bundes-
    ußenminister mit der Aussage „Wir beteiligen uns nicht
    m Irakkrieg“ in den Wahlkampf gegangen sind, wenn
    ir jetzt lernen, dass die Zusammenarbeit zwischen den
    eutschen – und zwar mit politischer Billigung – und
    en Amerikanern in diesem Krieg möglicherweise viel
    nger war, als nach außen hin der Eindruck erweckt wor-
    en ist.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der LINKEN – Fritz Kuhn [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Wo leben Sie denn?)


    Es ist auffällig, dass die Grünen in ihrem Vorschlag
    ines Untersuchungsauftrags diese Frage nicht geklärt
    ehen wollten.






    (A) )



    (B) )


    Jörg van Essen

    (Hans-Christian Ströbele [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das ist die Unwahrheit, Herr Kollege! – Weitere Zurufe vom BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)


    – Herr Beck, regen Sie sich bitte ab! Es ist doch eine
    Schutzbehauptung, wenn Sie sagen, dazu sei schon alles
    bekannt.


    (Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der LINKEN)


    Die Kollegen des Parlamentarischen Kontrollgremiums
    waren doch dabei; wir sind alle Fragen mit ihnen durch-
    gegangen.


    (Joachim Stünker [SPD]: Mit wem denn?)


    In diesem Untersuchungsauftrag sind keine geklärten
    Fragen enthalten, es handelt sich nur um ungeklärte Fra-
    gen.


    (Joachim Stünker [SPD]: Das stimmt doch überhaupt nicht! Das ist einfach falsch!)


    Wir haben Ihren Geheimhaltungsanspruch in all den De-
    batten, die wir intern geführt haben, übrigens nie ver-
    letzt, lieber Herr Stünker.

    Wir müssen aber auch nach den Konsequenzen fra-
    gen. Ich habe es vorhin schon deutlich gemacht: Nach-
    richtendienste, die vor Fehlern gefeit sind, können ihre
    Arbeit am besten tun, weil sie dann nicht in die öffentli-
    che Diskussion geraten. Deshalb ist für uns die Verbes-
    serung der Kontrolle ein weiteres wichtiges Ziel. Es hat
    sich zum Beispiel gezeigt, dass es nicht hinnehmbar ist,
    dass die Fraktionsvorsitzenden, aber auch das PKGr
    nicht über den Einsatz der beiden BND-Mitarbeiter im
    Irak informiert worden sind. Das muss sich ändern.


    (Beifall bei der FDP)


    Die Kontrolle muss verbessert werden; das sagen uns
    übrigens auch Geheimdienstpraktiker.

    Wir werden dieses Thema konstruktiv angehen. Wir
    stärken damit unsere Nachrichtendienste und wir stärken
    die Sicherheit unseres Landes. Das muss unser Anspruch
    sein.

    Vielen Dank.


    (Beifall bei der FDP)




Rede von Dr. h.c. Wolfgang Thierse
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)

Nun hat das Wort Kollege Bernhard Kaster, CDU/

CSU-Fraktion.


(Beifall bei der CDU/CSU)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Bernhard Kaster


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


    Sehr geehrter Herr Präsident! Verehrte Kolleginnen

    und Kollegen! Es ist das Recht des Parlamentes, es ist
    Ihr Recht als Opposition, von der Möglichkeit unserer
    Verfassung Gebrauch zu machen, einen Untersuchungs-
    ausschuss einzusetzen, wenn Sie hierzu die Notwendig-
    keit sehen. Wir sehen diese Notwendigkeit nicht.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


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    (C (D ir halten diese Entscheidung aus vielerlei Gründen, auf ie ich noch zu sprechen komme, schlichtweg für falsch. s ist der falsche Weg zur falschen Zeit. Aber lassen Sie mich, damit kein Missverständnis ufkommt, vorweg sagen: Wir werden Ihre Entscheiung respektieren und uns in aller Sachlichkeit und mit ller Ernsthaftigkeit in diesen Ausschuss einbringen. ir werden in diesem Untersuchungsausschuss zu den ier Themen, die Sie in diesem Antrag formuliert haben, ktiv mitarbeiten. Ein Untersuchungsausschuss darf aber kein Selbstweck sein. Ein Untersuchungsausschuss ist nach unseer Verfassung das gewichtigste Instrument parlamentaischer Kontrolle und Information. Herr Kollege van ssen, Sie benutzen oft das Wort vom „schärfsten chwert“, welches hier benutzt werde. Das ist ein Instruent, das eingesetzt werden soll, wenn wichtige Fragen es Parlaments unbeantwortet geblieben sind oder mit eiteren Antworten nicht zu rechnen ist. Zu den Themen, die im Untersuchungsausschuss beandelt werden sollen, haben in der Vergangenheit zahleiche stundenlange Sitzungen und Sondersitzungen des arlamentarischen Kontrollgremiums stattgefunden. em Parlamentarischen Kontrollgremium wurde ein 24 Seiten umfassender Bericht vorgelegt. Wir alle, das eißt 614 Mitglieder des Deutschen Bundestages, haben inen 140-seitigen vertraulichen Bericht der Bundesreierung bekommen. Dieser Bericht enthielt ebenfalls deaillierte Informationen zu Vorgängen im Irakkrieg und ur Bekämpfung des internationalen Terrorismus. Herr Kollege Beck, Sie sprachen heute Morgen, mit echt, von einer „Aufklärungsoffensive“. Sie sprachen avon, 90 Prozent seien aufgeklärt und Ihr Antrag beiehe sich auf die übrigen 10 Prozent. (Beifall des Abg. Joachim Stünker [SPD] – Volker Beck [Köln] [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Wenn Sie das vollständig gemacht hätten, dann könnten wir uns das sparen!)


    (Beifall bei Abgeordneten der FDP)


    azu kann ich nur sagen: Auch die sind im üblichen
    erfahren, wenn Sie denn noch Fragen haben, ebenfalls
    ufzuklären.


    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Der Kollege Nešković hat im März in einem Inter-
    iew gesagt:

    Die Bundesregierung hat einen Bericht über kon-
    krete Operationen vorgelegt. Noch nie wussten wir
    so viel über die Arbeit des BND.


    (Dr. Norbert Röttgen [CDU/CSU]: Das hat er schon alles wieder vergessen!)


    An dieser Stelle sei mir die Frage erlaubt, in welchem
    and man vergleichbare Berichte, Berichte mit den De-

    ails, die hier geliefert wurden, erwarten kann.






    (A) )



    (B) )


    Bernhard Kaster

    (Beifall des Abg. Joachim Stünker [SPD] – Dr. Guido Westerwelle [FDP]: In Amerika! – Gegenruf des Abg. Joachim Stünker [SPD]: Ja, da warten Sie mal drauf! Fahren Sie mal hin!)


    Die Möglichkeiten des Parlamentarischen Kontroll-
    gremiums und die Möglichkeiten öffentlicher oder ge-
    heimer Sitzungen des Innen-, des Auswärtigen oder des
    Verteidigungsausschusses haben Sie nicht ausgeschöpft.
    Umso mehr und umso kritischer muss die Frage nach der
    politischen Botschaft und den politischen Zielen, die
    diesem Untersuchungsausschuss zugrunde liegen, ge-
    stellt werden. Dies gilt insbesondere, wenn man sich die
    angeführten Begründungen vor Augen führt. Man muss
    wissen, wir sprechen über einen und nicht über drei Un-
    tersuchungsausschüsse.

    Es ist außerordentlich bemerkenswert, welche Bünd-
    nisse eingegangen werden. Ich meine nicht die formalen
    Bündnisse; formal muss das bei der derzeitigen Konstel-
    lation so sein. Ich meine inhaltliche Bündnisse. Welche
    politischen Botschaften und welche politischen Ziele
    verfolgt man gemeinsam?


    (Dr. Guido Westerwelle [FDP]: Wen meinen Sie jetzt?)


    Herr Westerwelle, die FDP sucht laut zahlreicher
    Presseverlautbarungen – auch eben klang das an – die
    Abrechnung mit der rot-grünen Bundesregierung und
    stellt die Glaubwürdigkeitsfrage; Stichwort: Vergangen-
    heitsbewältigung. Sie gibt aber auch ein staatstragendes
    Bekenntnis zu den Nachrichtendiensten ab. Das ist in
    Ordnung.

    Sie tun dies aber im Bündnis mit der Linken, die die
    Geheimdienste – das ist mehreren Pressemitteilungen zu
    entnehmen – als Gefahr für die Demokratie verun-
    glimpft.


    (Beifall bei Abgeordneten der LINKEN)


    Wer gestern die Debatte zum Einzelplan des Innenminis-
    teriums verfolgt hat, wer gehört hat, was seitens der Lin-
    ken, insbesondere von Frau Jelpke, gesagt worden ist,
    hat gesehen, welches Staatsverständnis dem zugrunde
    liegt. Ich gebe das einmal wieder:

    … Haushaltsentwurf des Innenministeriums: 70 Pro-
    zent der Gelder sind für Maßnahmen im Bereich
    der Sicherheit.

    Darüber empören sie sich.

    Das bedeutet eindeutig eine weitere Stärkung des
    Repressionsapparates. … Das Beste wäre im Übri-
    gen eh, die Behörde aufzulösen …

    Sie spricht von „Geisterjägern vom Verfassungsschutz“.


    (Zurufe von der CDU/CSU: Peinlich!)


    Das ist doch entlarvend. Es ist deutlich, was damit ver-
    folgt werden soll.


    (Beifall bei der CDU/CSU und der SPD)


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    (C (D Kollege Kaster, gestatten Sie eine Zwischenfrage des ollegen Westerwelle? Nein, ich gestatte keine Zwischenfrage. Alle Fragen erden im Untersuchungsausschuss gestellt. (Heiterkeit und Beifall bei der CDU/CSU und der SPD – Dr. Guido Westerwelle [FDP]: Große Furcht vor meiner Zwischenfrage!)