Plenarprotokoll 16/24
Peer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . . 1825 B
Antje Tillmann (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . .
Peer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . .
Frank Schäffler (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Peer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . .
Jochen-Konrad Fromme (CDU/CSU) . . . . . .
Peer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . .
Carsten Schneider (Erfurt) (SPD) . . . . . . . . . .
Peer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . .
Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . .
Peer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . .
Christian Ahrendt (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . .
Peer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . .
Franz Obermeier (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . .
Peer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . .
Tagesordnungspunkt 2:
Fragestunde
(Drucksache 16/890) . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Mündliche Frage 1
Monika Lazar (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN)
Geplante Transporte militärischen Groß-
geräts in russischen Antonov-Transport-
flugzeugen
1821 A
1821 B
1821 C
1821 C
1821 C
1821 D
1822 A
1822 A
1822 B
1822 B
1822 C
1822 C
1825 C
1825 C
1825 D
Deutscher B
Stenografisch
24. Sitz
Berlin, Mittwoch, de
I n h a l
Begrüßung des Parlamentspräsidenten von
Kroatien, Herrn Šeks . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Tagesordnungspunkt 1:
Befragung der Bundesregierung: 20. Subven-
tionsbericht der Bundesregierung; Entwurf
eines Energiesteuergesetzes; Einsatz deut-
scher und französischer Soldaten im Kongo;
Mögliche Senkung des Regelsatzes des Ar-
beitslosengeldes
Peer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . .
Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . .
Peer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . .
Jürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . .
Peer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . .
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1832 A
1819 B
1820 A
1820 B
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1820 D
Hans-Josef Fell (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1822 D
undestag
er Bericht
ung
n 15. März 2006
t :
eer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . .
erstin Andreae (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
eer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . .
ornelia Behm (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
eer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . .
ürgen Koppelin (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . .
ildegard Müller, Staatsministerin BK . . . . .
r. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . .
eer Steinbrück, Bundesminister BMF . . . . .
ans-Josef Fell (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
1822 D
1823 B
1823 B
1823 D
1823 D
1824 B
1824 B
1824 D
1825 A
1825 A
Antwort
Christian Schmidt, Parl. Staatssekretär
BMVg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
1825 D
II Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 24. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 15. März 2006
Zusatzfrage
Monika Lazar (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Mündliche Frage 2
Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE)
Zahl der noch nicht veröffentlichten Vor-
standsvergütungen bei Krankenkassen und
Kassenärztlichen Vereinigungen
Antwort
Rolf Schwanitz, Parl. Staatssekretär BMG . .
Zusatzfragen
Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . .
Mündliche Frage 3
Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE)
In den Jahren 2005 und 2006 von den Auf-
sichtsbehörden beanstandete Gehälter von
Vorständen der Krankenkassen und Kas-
senärztlichen Vereinigungen
Antwort
Rolf Schwanitz, Parl. Staatssekretär BMG . .
Zusatzfragen
Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE) . . . . . . . . .
Mündliche Frage 4
Cornelia Pieper (FDP)
Realisierung der Fusion der Kulturstiftung
des Bundes mit der Kulturstiftung der Län-
der
Antwort
Bernd Neumann, Staatsminister BK . . . . . . .
Zusatzfragen
Cornelia Pieper (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Wolfgang Börnsen (Bönstrup) (CDU/CSU) . .
Uwe Barth (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Patrick Meinhardt (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . .
Monika Griefahn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . .
Hans-Michael Goldmann (FDP) . . . . . . . . . .
Mündliche Frage 5
Cornelia Pieper (FDP)
Eventuelle Aufgabe des Sitzes der Kultur-
stiftung des Bundes in Halle (Saale)
Antwort
Bernd Neumann, Staatsminister BK . . . . . . . .
Zusatzfragen
Cornelia Pieper (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Uwe Barth (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Patrick Meinhardt (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . .
Wolfgang Börnsen (Bönstrup) (CDU/CSU) . .
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1826 C
1826 D
1827 B
1827 D
1828 B
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1828 D
1829 C
1829 D
1830 B
1830 C
1831 A
1831 B
1831 C
1832 A
1832 C
1832 D
ündliche Frage 6
aul Schäfer (Köln) (DIE LINKE)
insatz von Soldaten aus den Staaten der
outhern African Development Community
SADC) zur Absicherung der Wahlen im
ongo
ntwort
ernot Erler, Staatsminister AA . . . . . . . . . .
usatzfragen
aul Schäfer (Köln) (DIE LINKE) . . . . . . . .
ündliche Frage 7
aul Schäfer (Köln) (DIE LINKE)
insatz von Soldaten aus den Staaten der
outhern African Development Community
SADC) zur Absicherung der Wahlen im
ongo als Ersatz für die geplante Militär-
ission der EU
ntwort
ernot Erler, Staatsminister AA . . . . . . . . . .
usatzfragen
aul Schäfer (Köln) (DIE LINKE) . . . . . . . .
r. Karl Addicks (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . .
r. Ilja Seifert (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . .
ündliche Frage 8
erzy Montag (BÜNDNIS 90/
IE GRÜNEN)
altung der Bundesregierung zum Antrag
er Staatsanwaltschaft auf Verhängung der
odesstrafe in der Strafsache Moussaoui
ntwort
ernot Erler, Staatsminister AA . . . . . . . . . .
usatzfragen
erzy Montag (BÜNDNIS 90/
IE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
ündliche Frage 9
erzy Montag (BÜNDNIS 90/
IE GRÜNEN)
ventuelle Weitergabe von Beweismitteln in
er Strafsache Moussaoui an die USA und
aran möglicherweise geknüpfte Bedingun-
en
ntwort
eter Altmaier, Parl. Staatssekretär BMI . . . .
usatzfragen
erzy Montag (BÜNDNIS 90/
IE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
1833 B
1833 C
1833 D
1834 A
1834 C
1834 D
1835 A
1835 B
1836 A
1836 B
Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 24. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 15. März 2006 III
Mündliche Frage 10
Jan Korte (DIE LINKE)
Vorlage einer Stellungnahme und politi-
schen Bewertung zum 20. Tätigkeitsbericht
des Bundesbeauftragten für den Daten-
schutz
Antwort
Peter Altmaier, Parl. Staatssekretär BMI . . . .
Mündliche Frage 11
Jan Korte (DIE LINKE)
Fehlende zeitnahe Behandlung der Tätig-
keitsberichte des Bundesbeauftragten für
den Datenschutz
Antwort
Peter Altmaier, Parl. Staatssekretär BMI . . . .
Zusatzfrage
Jan Korte (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . . . .
Mündliche Frage 12
Dr. Uwe Küster (SPD)
Haltung der Bundesregierung zum Spenden-
aufruf des Geschäftsführers des Olympia-
stützpunkts Magdeburg zur Wiederwahl
von Ministerpräsident Wolfgang Böhmer
Antwort
Peter Altmaier, Parl. Staatssekretär BMI . . . .
Zusatzfragen
Dr. Uwe Küster (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Mündliche Frage 13
Wolfgang Wieland (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN)
Haltung der Bundesregierung zur Kritik der
Deutschen Bischofskonferenz am Zuwan-
derungsgesetz, insbesondere zur geplanten
Neuregelung des Nachzugs von ausländi-
schen Ehegatten sowie zur Forderung nach
einer Bleiberechtsregelung
Antwort
Peter Altmaier, Parl. Staatssekretär BMI . . . .
Zusatzfragen
Wolfgang Wieland (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Britta Haßelmann (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Jerzy Montag (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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1836 C
1836 D
1836 D
1837 A
1837 B
1837 D
1838 A
1838 D
1839 B
ündliche Frage 14
ans-Michael Goldmann (FDP)
eine Anpassung der Vorsteuerpauschale
n der Landwirtschaft als Ausgleich für die
ehrwertsteuererhöhung im Rahmen des
aushaltsbegleitgesetzes
ntwort
r. Barbara Hendricks, Parl. Staatssekretärin
BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
usatzfragen
ans-Michael Goldmann (FDP) . . . . . . . . . .
ündliche Frage 15
ans-Michael Goldmann (FDP)
inschätzung der Vorsteuerpauschalierung
n der Landwirtschaft als Subventionierung
ntwort
r. Barbara Hendricks, Parl. Staatssekretärin
BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
usatzfragen
ans-Michael Goldmann (FDP) . . . . . . . . . .
ündliche Frage 16
r. Gerhard Schick (BÜNDNIS 90/
IE GRÜNEN)
usätzliche Stellen im Bundeszentralamt für
teuern zur Umsetzung der bei der Födera-
ismusreform festgelegten Veränderungen
ntwort
r. Barbara Hendricks, Parl. Staatssekretärin
BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
usatzfragen
r. Gerhard Schick (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
ündliche Frage 17
r. Gerhard Schick (BÜNDNIS 90/
IE GRÜNEN)
chaffung einer Anlaufstelle für ausländi-
che Unternehmen in Steuerfragen
ntwort
r. Barbara Hendricks, Parl. Staatssekretärin
BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
usatzfrage
r. Gerhard Schick (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
ündliche Frage 18
abine Zimmermann (DIE LINKE)
1839 D
1839 D
1840 B
1840 B
1840 D
1841 A
1842 A
1842 A
IV Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 24. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 15. März 2006
Maßnahmen zur Verhinderung der steuer-
lichen Förderung von Arbeitsplatzverlage-
rungen durch die ungleiche Behandlung
von Fremd- und Eigenkapital sowie Prü-
fung einer Verlagerungsabgabe
Antwort
Dr. Barbara Hendricks, Parl. Staatssekretärin
BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zusatzfragen
Sabine Zimmermann (DIE LINKE) . . . . . . . .
Mündliche Frage 19
Sabine Zimmermann (DIE LINKE)
Maßnahmen zur Verhinderung einer För-
derung von Betriebsverlagerungen inner-
halb der EU mit Strukturfondsmitteln
Antwort
Peter Hintze, Parl. Staatssekretär BMWi . . . .
Zusatzfragen
Sabine Zimmermann (DIE LINKE) . . . . . . . .
Mündliche Frage 20
Hans-Kurt Hill (DIE LINKE)
Beteiligung der Städte und Gemeinden an
der Ausarbeitung des energiepolitischen Ge-
samtkonzepts
Antwort
Peter Hintze, Parl. Staatssekretär BMWi . . . .
Zusatzfragen
Hans-Kurt Hill (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . .
Mündliche Fragen 21 und 22
Dr. Barbara Höll (DIE LINKE)
Verfassungsrechtliche Bedenken im Zusam-
menhang mit der EU-Dienstleistungsricht-
linie hinsichtlich einer Anwendung auslän-
discher Rechtsnormen und Standards auf
Tätigkeiten auf deutschem Hoheitsgebiet
Antwort
Peter Hintze, Parl. Staatssekretär BMWi . . . .
Zusatzfragen
Dr. Barbara Höll (DIE LINKE) . . . . . . . . . . .
Mündliche Frage 28
Britta Haßelmann (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN)
Bürokratiemehraufwand bei Übertragung
des Vollzugs des Heimgesetzes in Länder-
zuständigkeit
Antwort
Dr. Hermann Kues, Parl. Staatssekretär
BMFSFJ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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1842 C
1842 D
1843 B
1843 B
1843 D
1843 D
1844 C
1845 A
1845 D
usatzfrage
ritta Haßelmann (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
ündliche Fragen 29 und 30
lisabeth Scharfenberg (BÜNDNIS 90/
IE GRÜNEN)
uswirkungen der Kompetenzverlagerung
ur Umsetzung des Heimrechts an die Län-
er im Zuge der Föderalismusreform für
flegebedürftige und deren Angehörige
ntwort
r. Hermann Kues, Parl. Staatssekretär
BMFSFJ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
usatzfragen
lisabeth Scharfenberg (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
ündliche Frage 31
r. Anton Hofreiter (BÜNDNIS 90/
IE GRÜNEN)
öhe der Zinsen in dem von der Flughafen
ünchen GmbH zurückgeforderten Teilbe-
rag des Darlehens
ntwort
lrich Kasparick, Parl. Staatssekretär
BMVBS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
usatzfrage
r. Anton Hofreiter (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
ündliche Frage 34
ans-Kurt Hill (DIE LINKE)
eilnehmer am Energiegipfel
ntwort
strid Klug, Parl. Staatssekretärin BMU . . . .
usatzfragen
ans-Kurt Hill (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . .
ündliche Frage 37
riska Hinz (Herborn) (BÜNDNIS 90/
IE GRÜNEN)
ründung eines Europäischen Technologie-
stituts
ntwort
homas Rachel, Parl. Staatssekretär BMBF .
usatzfragen
riska Hinz (Herborn) (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
rista Sager (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
1846 A
1846 D
1846 D
1847 D
1848 B
1848 C
1848 D
1849 A
1849 C
1850 A
Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 24. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 15. März 2006 V
Mündliche Frage 38
Priska Hinz (Herborn) (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN)
Finanzierung des geplanten Europäischen
Technologieinstituts
Antwort
Thomas Rachel, Parl. Staatssekretär BMBF
Zusatzfragen
Priska Hinz (Herborn) (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zusatztagesordnungspunkt 1:
Aktuelle Stunde auf Verlangen der Fraktion
des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN: Kein
Zurückweichen vor Rechtsextremismus –
Bundespolitische Konsequenzen vor dem
Hintergrund aktueller Ereignisse in Sach-
sen-Anhalt und Brandenburg . . . . . . . . . . .
Claudia Roth (Augsburg) (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Curt Becker, Minister (Sachsen-Anhalt) . . . .
Cornelia Pieper (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Andreas Steppuhn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . .
Roland Claus (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . .
Kristina Köhler (Wiesbaden)
(CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Monika Lazar (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Sebastian Edathy (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . .
Alois Karl (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . .
Niels Annen (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Reinhard Grindel (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . .
Kerstin Griese (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anlage 1
Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . .
Anlage 2
Mündliche Fragen 23 und 24
Cornelia Behm (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN)
Kürzungen bei den Mitteln für den Euro-
päischen Landwirtschaftsfonds für die Ent-
wicklung des ländlichen Raums sowie
Höhe der Modulationsmittel in den Jahren
2007 bis 2013
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1850 A
1850 B
1850 C
1850 C
1851 D
1852 D
1854 D
1855 C
1856 D
1858 A
1859 A
1860 C
1861 D
1863 A
1864 A
1865 D
1867 A
ntwort
r. Gerd Müller, Parl. Staatssekretär
BMELV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
nlage 3
ündliche Fragen 25 und 26
lrike Höfken (BÜNDNIS 90/
IE GRÜNEN)
mpfänger und Intention des durch
as Bundeslandwirtschaftsministerium ver-
chickten Rundschreibens des Deutschen
auernverbands zum Aktionstag „Keine
entechnik“
ntwort
r. Gerd Müller, Parl. Staatssekretär
BMELV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
nlage 4
ündliche Frage 27
ai Boris Gehring (BÜNDNIS 90/
IE GRÜNEN)
uswirkungen einer Änderung des Art. 84
rundgesetz auf die Qualitätsstandards in
en Verfahren der Kinder- und Jugend-
ilfe
ntwort
r. Hermann Kues, Parl. Staatssekretär
BMFSFJ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
nlage 5
ündliche Fragen 32 und 33
r. Edmund Peter Geisen (FDP)
ealisierung des Lückenschlusses der A 1
wischen Blankenheim und Daun
ntwort
lrich Kasparick, Parl. Staatssekretär
BMVBS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
nlage 6
ündliche Fragen 35 und 36
ylvia Kotting-Uhl (BÜNDNIS 90/
IE GRÜNEN)
edeutung der „Grundsätze des Naturschut-
es“ im Rahmen der Föderalismusreform
owie Auswirkungen der vorgesehenen Ab-
eichungsrechte auf den verfassungsrecht-
ichen Grundsatz „Bundesrecht bricht Lan-
esrecht“
ntwort
strid Klug, Parl. Staatssekretärin BMU . . . .
1867 D
1868 B
1868 C
1869 A
1869 C
VI Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 24. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 15. März 2006
Anlage 7
Mündliche Frage 39
Krista Sager (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN)
Ausschluss einer adäquaten im Bundeshaus-
halt 2004, Einzelplan 30, etatisierten Zuwen-
dung bei der im Zuge der Föderalismus-
reform geplanten Grundgesetzänderung
Regelung der nach dem SGB II zu gewäh-
renden Leistungen für Unterkunft und Hei-
zung ab 2007; Berücksichtigung der Entlas-
tung der Kommunen
Antwort
Gerd Andres, Parl. Staatssekretär BMAS . . .
Anlage 12
1871 B
Antwort
Andreas Storm, Parl. Staatssekretär
BMBF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anlage 8
Mündliche Frage 40
Cornelia Hirsch (DIE LINKE)
Erlass einer Rechtsordnung nach § 52 des
Berufsbildungsgesetzes
Antwort
Andreas Storm, Parl. Staatssekretär BMBF . .
Anlage 9
Mündliche Frage 41
Cornelia Hirsch (DIE LINKE)
Fehlen einer Schuldendeckelung beim Stu-
dienkreditmodell der Kreditanstalt für
Wiederaufbau
Antwort
Andreas Storm, Parl. Staatssekretär BMBF . .
Anlage 10
Mündliche Frage 42
Brigitte Pothmer (BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN)
Kürzung der Eingliederungsmittel für 2006
als Folge von im Vorjahr wahrgenomme-
nen Arbeitsgelegenheiten nach § 16 Abs. 3
SGB II
Antwort
Gerd Andres, Parl. Staatssekretär BMAS . . . .
Anlage 11
Mündliche Fragen 43 und 44
Heidrun Bluhm (DIE LINKE)
M
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A
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1869 D
1870 A
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1870 D
ündliche Fragen 45 und 46
ristina Köhler (Wiesbaden) (CDU/CSU)
bweichungen zwischen den Angaben der
undesagentur für Arbeit über die Zahl der
rbeitsfähigen Langzeitarbeitslosen in den
ptionskommunen und der von den kom-
unalen Trägern selbst ermittelten Zahl;
efährdung der Aussagekraft der Arbeits-
arktstatistik
ntwort
erd Andres, Parl. Staatssekretär BMAS . . .
nlage 13
ündliche Frage 47
r. Heinrich L. Kolb (FDP)
eine Rentenanpassungen bis 2015 vor
em Hintergrund des Urteils des Bundesso-
ialgerichts vom 31. Juli 2002, nach dem bei
ohnzuwachs zumindest ein Inflationsaus-
leich für die Renten erfolgen muss
ntwort
erd Andres, Parl. Staatssekretär BMAS . . .
nlage 14
ündliche Frage 48
r. Heinrich L. Kolb (FDP)
rhöhung des Beitragssatzes zur Renten-
ersicherung im Jahr 2007 bei 1,5 Prozent
ohnzuwachs in 2005 und 2006 auf deut-
ich über 20 Prozent sowie Beitragssatzer-
öhung bei einem Lohnwachstum von nur
Prozent
ntwort
erd Andres, Parl. Staatssekretär BMAS . . .
1871 D
1872 C
1872 D
Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 24. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 15. März 2006 1819
(A) )
(B) )
24. Sitz
Berlin, Mittwoch, de
Beginn: 13.0
Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 24. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 15. März 2006 1867
(A) )
(B) )
wand“ nötig sei, wenn das Heimgesetz in die Länderzustän-
digkeit übertragen wird?DIE GRÜNEN
würde zu ihrer eigenen Angabe in der Antwort des Parlamen-
tarischen Staatssekretärs bei der Bundesministerin für Fami-
lie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Hermann Kues, auf
meine Frage 26 in der Fragestunde am 8. März 2006, Plenar-
protokoll 16/21, Seite 1616 B, dass ein „gewisser Mehrauf-
Mücke, Jan FDP 15.03.2006
Müller (Köln), Kerstin BÜNDNIS 90/ 15.03.2006
Anlage 1
Liste der entschuldigt
*
A
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G
Abgeordnete(r)
entschuldigt bis
einschließlich
Albach, Peter CDU/CSU 15.03.2006
Bätzing, Sabine SPD 15.03.2006
Bierwirth, Petra SPD 15.03.2006
Binding (Heidelberg),
Lothar
SPD 15.03.2006
Bismarck, Carl Eduard
von
CDU/CSU 15.03.2006
Dr. Botz, Gerhard SPD 15.03.2006
Brüderle, Rainer FDP 15.03.2006
Fischer (Frankfurt),
Joseph
BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN
15.03.2006
Fograscher, Gabriele SPD 15.03.2006
Gehrcke, Wolfgang DIE LINKE 15.03.2006
Dr. Geisen, Edmund FDP 15.03.2006
Gradistanac, Renate SPD 15.03.2006
Haibach, Holger CDU/CSU 15.03.2006
Heinen, Ursula CDU/CSU 15.03.2006
Hilsberg, Stephan SPD 15.03.2006
Höfken, Ulrike BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN
15.03.2006
Hörster, Joachim CDU/CSU 15.03.2006*
Krichbaum, Gunther CDU/CSU 15.03.2006
Dr. Krings, Günter CDU/CSU 15.03.2006
Laurischk, Sibylle FDP 15.03.2006
Lehn, Waltraud SPD 15.03.2006
Lintner, Eduard CDU/CSU 15.03.2006
Lips, Patricia CDU/CSU 15.03.2006
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(D
Anlagen zum Stenografischen Bericht
en Abgeordneten
für die Teilnahme an den Sitzungen der Parlamentarischen Ver-
sammlung des Europarates
nlage 2
Antwort
es Parl. Staatssekretärs Dr. Gerd Müller auf die Fragen
er Abgeordneten Cornelia Behm (BÜNDNIS 90/DIE
RÜNEN) (Drucksache 16/890, Fragen 27 und 28):
Wie steht die Bundesregierung zu dem Einwand, dass die
im Zuge der Föderalismusreform in der von der Bundesregie-
rung eingebrachten Fassung geplante Änderung des Art. 84
des Grundgesetzes unter anderem dazu führen kann, dass die
Bundesländer Jugendämter und Jugendhilfeausschüsse auf
Landesebene und in den Kommunen abschaffen und von be-
stehenden bundesweiten Qualitätsstandards in den Verfahren
der Kinder- und Jugendhilfe abweichen, und welche Maßnah-
men will die Bundesregierung ergreifen, um bundesweit gül-
tige, hochwertige Qualitätsstandards in den Verfahren der
Kinder- und Jugendhilfe zu gewährleisten?
In welchem Verhältnis sieht die Bundesregierung die Kri-
tik überregional tätiger Träger wie zum Beispiel dem Bundes-
verband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) und dem
Verband der Angestellten-Krankenkassen e. V./AEV – Arbei-
ter-Ersatzkassen-Verband e. V. (VdAK/AEV), dass eine Zer-
splitterung des Heimrechtes in 16 verschiedene Länderrege-
lungen zu einem erheblichen Bürokratiemehraufwand führen
flug, Johannes SPD 15.03.2006
iltz, Gisela FDP 15.03.2006
iester, Walter SPD 15.03.2006*
öspel, René SPD 15.03.2006
chmidt (Nürnberg),
Renate
SPD 15.03.2006
teenblock, Rainder BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN
15.03.2006*
trothmann, Lena CDU/CSU 15.03.2006
ogelsänger, Jörg SPD 15.03.2006
r. Wetzel, Margrit SPD 15.03.2006
bgeordnete(r)
entschuldigt bis
einschließlich
1868 Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 24. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 15. März 2006
(A) )
(B) )
Zu Frage 27:
Im Bereich der 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpoli-
tik, der Förderung der Entwicklung des ländlichen
Raums, erhält Deutschland im Zeitraum der Förder-
periode 2007 bis 2013 nach ersten Berechnungen und
vorbehaltlich der noch ausstehenden Entscheidung zur
Mittelverteilung auf die Mitgliedstaaten bei den originä-
ren Mitteln schätzungsweise rund 5,9 Milliarden Euro
und damit real ungefähr 37 Prozent weniger als in der
laufenden Periode. Bei Berücksichtigung der obligatori-
schen Modulation beträgt der erwartete Rückgang rund
25 Prozent.
Zu Frage 28:
Nach ersten Schätzungen wird damit gerechnet, dass
sich der Gesamtbetrag, der aufgrund der obligatorischen
Modulation für die gesamte Förderperiode 2007 bis
2013 in Deutschland zur Verfügung steht, auf rund
1,2 Milliarden Euro (in Preisen von 2004) belaufen wird.
Die genaue Mittelausstattung wird vonseiten der Euro-
päischen Kommission voraussichtlich im Mai/Juni 2006
festgelegt werden.
Anlage 3
Antwort
des Parl. Staatssekretärs Dr. Gerd Müller auf die Fragen
der Abgeordneten Ulrike Höfken (BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN) (Drucksache 16/890, Fragen 25 und 26):
An welche Stellen hat das Bundesministerium für Ernäh-
rung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) das
Rundschreiben des Deutschen Bauernverbandes (DBV) zum
Aktionstag „Keine Gentechnik“ (IV/137/2006) verschickt und
mit welchem Anschreiben?
Wie beurteilt der Bundesminister für Ernährung, Land-
wirtschaft und Verbraucherschutz, Horst Seehofer, die Diffa-
mierung der Vertreter der gentechnikfreien Produktion als
„lästige Demonstranten“, und welche Intention verfolgte das
BMELV bei der Verschickung des DBV-Rundbriefes?
Zu Frage 25:
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirt-
schaft und Verbraucherschutz hat das Rundschreiben des
Deutschen Bauernverbandes zum Aktionstag „Keine
Gentechnik“ per E-Mail an die Acker- und Pflanzenbau-
referenten der Länder sowie an das Bundessortenamt
weitergeleitet. Im Anschreiben wurde das Rundschrei-
ben zur Kenntnisnahme gegeben und im Falle des Bun-
dessortenamtes mit der Bitte verbunden, gegebenenfalls
die für die Prüfung von gentechnisch verändertem Mais
vorgesehenen Standorte zu unterrichten.
Zu Frage 26:
Die Weiterleitung von Schriftstücken mit dem Ver-
merk „zur Kenntnis“ bedeutet nicht, dass sich der Bun-
desminister oder das Bundesministerium deren Inhalt zu
Eigen macht. Das Bundesministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat das Rund-
schreiben in der Intention an die Adressaten weitergelei-
tet, diese zu informieren.
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nlage 4
Antwort
es Parl. Staatssekretärs Dr. Hermann Kues auf die
rage des Abgeordneten Kai Boris Gehring (BÜND-
IS 90/DIE GRÜNEN) (Drucksache 16/890, Frage 27):
Wie steht die Bundesregierung zu dem Einwand, dass die
im Zuge der Föderalismusreform in der von der Bundesregie-
rung eingebrachten Fassung geplante Änderung des Art. 84
des Grundgesetzes unter anderem dazu führen kann, dass die
Bundesländer Jugendämter und Jugendhilfeausschüsse auf
Landesebene und in den Kommunen abschaffen und von be-
stehenden bundesweiten Qualitätsstandards in den Verfahren
der Kinder- und Jugendhilfe abweichen, und welche Maßnah-
men will die Bundesregierung ergreifen, um bundesweit gül-
tige, hochwertige Qualitätsstandards in den Verfahren der
Kinder- und Jugendhilfe zu gewährleisten?
Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Bund die
onkurrierende Gesetzgebungskompetenz für die Kin-
er- und Jugendhilfe als Teilbereich der öffentlichen
ürsorge (Art. 74 Abs. 1 Nr. 7 GG) behalten wird. Die
ormulierung einer Politik für Kinder, Jugendliche und
amilien auf Bundesebene bedarf eines bundesgesetz-
ichen Rahmens wie dem Achten Buch Sozialgesetz-
uch – Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII), das sich
ach übereinstimmender Meinung von Bund und Län-
ern bewährt hat. Durch die Beibehaltung der Bundes-
ompetenz für die Kinder- und Jugendhilfe ist dieser
undesgesetzliche Rahmen sichergestellt. Die geplante
nderung des Art. 84 GG räumt den Ländern die Mög-
ichkeit ein, von bundesrechtlichen Regelungen zur Be-
ördeneinrichtung abzuweichen. Die Bundesregierung
eht davon aus, dass das Jugendamt als (zweigliedrige)
ehörde und nach außen erkennbare Organisationsein-
eit erhalten bleiben wird, weil es als Partner für Fami-
ien-, Vormundschafts- und Jugendgerichte, Polizei,
taatsanwaltschaften etc., als klar definierte Anlaufstelle
ür Hilfeempfänger und als zentraler Ansprechpartner
ür Schutz bei Kindeswohlgefährdung auf örtlicher
bene unverzichtbar ist. Diese Zuverlässigkeit ist ein Er-
olg, den sich manches andere europäische Land (zum
eispiel England) zum Vorbild nimmt. Alle Ansätze ei-
er frühen Förderung von Kindern in Risikosituationen,
ie sie derzeit vom Bund und vielen Ländern, Regionen
nd Städten konzipiert und implementiert werden, sehen
as Jugendamt als Kooperationspartner vor. Es besteht
ür die Bundesregierung kein Anlass zu der Annahme,
ass die Länder ihrer kinder- und jugendpolitischen Ver-
ntwortung nicht gerecht werden und diese historische
rrungenschaft des (zweigliedrigen) Jugendamtes in-
rage stellen werden.
Auch die Möglichkeit der Länder, von bundesrechtli-
hen Regelungen zum Verwaltungsverfahren abzuwei-
hen, wird zu keiner Beeinträchtigung der bestehenden
undesweiten Qualitätsstandards in der Kinder- und Ju-
endhilfe führen. Föderalismus ermöglicht Wettbewerb
on Ideen und Konzepten zum Nutzen für das ganze
and. Diese Vielfalt wird gestärkt, ohne die Einheit zu
chwächen und die Gleichwertigkeit der Lebensverhält-
isse infrage zu stellen. Denn in den Fällen, in denen ein
esonderes Bedürfnis nach einer bundeseinheitlichen
egelung besteht, kann der Bund Regelungen ohne Ab-
eichungsmöglichkeit für die Länder, die die Zustim-
Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 24. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 15. März 2006 1869
(A) )
(B) )
mung des Bundesrates erfordern, treffen. Im Übrigen
wird für die Regelungen des Verwaltungsverfahrens eine
Übergangsfrist bestimmt. Bis zum 31. Dezember 2009
können die Länder von nach altem Recht bestehenden
bundesgesetzlichen Regelungen des Verwaltungsverfah-
rens nur dann abweichende Regelungen treffen, wenn der
Bund das jeweilige Bundesgesetz im Bereich des Ver-
waltungsverfahrens geändert hat (Art. 125b Abs. 2 GG).
Der Bund wird diese Übergangsphase nutzen, um mit
den Ländern das Gespräch zu suchen und sich dafür ein-
setzen, dass bundesweite Standards auch weiterhin ge-
sichert bleiben.
Anlage 5
Antwort
des Parl. Staatssekretärs Ulrich Kasparick auf die Fragen
des Abgeordneten Dr. Edmund Peter Geisen (FDP)
(Drucksache 16/890, Fragen 32 und 33):
In welchem Zeitraum plant die Bundesregierung, den Lü-
ckenschluss der Autobahn 1, die für das Verkehrsnetz von
großer nationaler und europäischer Bedeutung ist, da sie die
Nordsee mit Italien verbindet, auf dem Abschnitt Blanken-
heim (Nordrhein-Westfalen) und Daun (Rheinland-Pfalz)?
In welcher Reihenfolge sollten die Bauabschnitte erfolgen,
und welche Zeitvorgaben werden dafür jeweils gemacht?
Zu Frage 32:
Der Lückenschluss der Bundesautobahn A 1 zwi-
schen Blankenheim und Daun ist im Vordringlichen Be-
darf des Bedarfsplans des Fernstraßenausbaugesetzes
enthalten. Damit sind die Voraussetzungen zur Planung
bis zur Baureife geschaffen und der Planungsauftrag er-
teilt. Zuständig für Planung, Bau und Betrieb der Bun-
desfernstraßen sind nach Art. 85 und 90 Grundgesetz die
Länder. Die Abschnitte Blankenheim bis Lommersdorf,
Lommersdorf bis Adenau sowie Adenau bis Kelberg be-
finden sich in der Planfeststellung zur Erlangung des
Baurechts. Der Abschnitt Kelberg bis Daun ist in Bau.
Ein erster Teilabschnitt zwischen Rengen und Daun ist
seit 6. Dezember 2005 unter Verkehr.
Zu Frage 33:
Der Baufortschritt ist abhängig von der Erlangung der
Baurechte durch die Länder Nordrhein-Westfalen und
Rheinland-Pfalz. Aussagen zu einem Gesamtfertigstel-
lungstermin sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.
Anlage 6
Antwort
der Parl. Staatssekretärin Astrid Klug auf die Fragen der
Abgeordneten Sylvia Kotting-Uhl (BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN) (Drucksache 16/890, Fragen 35 und 36):
Was konkret versteht die Bundesregierung in ihrem Ge-
setzentwurf zur Änderung des Grundgesetzes (Föderalismus-
reform) unter den „Grundsätzen des Naturschutzes“, und was
soll außer den im so genannten Begleittext aufgeführten Ne-
gativbeispielen für „Grundsätze des Naturschutzes“ weiter der
Abweichung offen stehen?
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Wie wird vonseiten der Bundesregierung begründet, dass
durch die in diesem Gesetzentwurf vorgesehenen Abwei-
chungsrechte und der damit einhergehende Anwendungs-
vorrang von Landesrecht vor Bundesrecht dem verfassungs-
rechtlichen Grundsatz „Bundesrecht bricht Landesrecht“
widersprochen wird?
u Frage 35:
Der Gesetzentwurf ist am 10. März 2006 als Frak-
ionsentwurf in den Deutschen Bundestag und als gleich
autender Gesetzesantrag mehrerer Länder in den Bun-
esrat eingebracht worden. Mit der Formulierung in
rt. 72 Abs. 3 Nr. 2 GG neu („Grundsätze des Natur-
chutzes“) soll dem Bund die Möglichkeit eingeräumt
erden, in allgemeiner Form Grundsätze zum Schutz
er Natur bundesweit verbindlich festzulegen. Ein in
inzelheiten gehendes und abschließendes Verständnis
ieser Bezeichnung hat sich im Zusammenhang mit die-
er neuen Verfassungsbestimmung bislang noch nicht
erausgebildet.
u Frage 36:
Der Gesetzentwurf zur Änderung des Grundgesetzes
ieht vor, die Kategorie der Rahmengesetzgebung ab-
uschaffen. Die Materien der bisherigen Rahmenge-
etzgebung sollen überwiegend in die konkurrierende
esetzgebungskompetenz verlagert werden. Im Gegen-
ug sollen die Länder bei diesen Materien die Befugnis
rhalten, von Bundesgesetzen abweichende Vorschriften
u treffen. Dabei sollen jedoch für bestimmte Teilgebiete
die so genannten „abweichungsfesten Kerne“ – Ab-
eichungen der Länder ausgeschlossen sein. Im Verhält-
is zu Art. 31 GG, der den Grundsatz „Bundesrecht
richt Landesrecht“ fixiert, handelt es sich um Sonder-
egelungen. Insgesamt ist der Gesetzentwurf das Ergeb-
is eines politischen Prozesses mit dem Ziel eine Lösung
u formulieren, die die Belange beider staatlichen Ebe-
en (Bund und Länder) angemessen berücksichtigt.
nlage 7
Antwort
es Parl. Staatssekretärs Andreas Storm auf die Frage
er Abgeordneten Krista Sager (BÜNDNIS 90/DIE
RÜNEN) (Drucksache 16/890, Frage 39):
Würde eine finanzielle Zuwendung des Bundes, wie sie im
Einzelplan 30 des Bundeshaushaltes 2004 im Titel 633 01
„Sanierung des Erfurter Johann-Gutenberg-Gymnasiums im
Zusammenhang mit dem Amoklauf von Erfurt am 26. April
2002“ etatisiert wurde, nach der von der Bundesregierung ge-
planten Änderung des Grundgesetzes im Zuge der Föderalis-
musreform zukünftig ausgeschlossen sein?
Der Amoklauf von Erfurt am 26. April 2002 mit
7 Toten im Gutenberg-Gymnasium hat weit über die
renzen der Bundesrepublik Deutschland hinaus Betrof-
enheit, Entsetzen und Trauer ausgelöst. Die Beseitigung
er Folgen dieser Tat ist nicht ausschließlich Angelegen-
eit des Landes Thüringen bzw. der Stadt Erfurt ge-
esen. Der Bund hat als Symbol seines Beistandes dem
utenberg-Gymnasium zugesagt, die Herrichtung und
eugestaltung des Schulgebäudes zu unterstützen. Die
1870 Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 24. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 15. März 2006
(A) )
(B) )
Haltung der Bundesregierung hinsichtlich einer solchen
Unterstützung wird sich aufgrund der Föderalismus-
reform nicht ändern.
Anlage 8
Antwort
des Parl. Staatssekretärs Andreas Storm auf die Frage
der Abgeordneten Cornelia Hirsch (DIE LINKE)
(Drucksache 16/890, Frage 40):
Wie sieht der aktuelle Planungsstand der Bundesregierung
für den Erlass einer Rechtsverordnung nach § 52 des Berufs-
bildungsgesetzes (BBiG) aus?
Seit dem Jahr 2001 besteht die gesetzliche Grundlage,
eine Interessenvertretung für Auszubildende in einer
sonstigen Berufsbildungseinrichtung außerhalb der
schulischen und betrieblichen Berufsbildung zu organi-
sieren. Dies kann auch durch autonome Regelung bei der
jeweiligen Einrichtung ausgestaltet werden; eine Rechts-
verordnung, die das BMBF nach § 52 BBiG erlassen
kann, ist dafür rechtlich nicht vorausgesetzt. Aus den je-
weiligen Einrichtungen oder vonseiten der betroffenen
Auszubildenden sind allerdings bisher keine entspre-
chenden Impulse bekannt. Die Bundesregierung bewer-
tet das Engagement von Auszubildenden im Rahmen
von Jugend- und Auszubildendenvertretungen als prinzi-
piell gutes Medium zum frühzeitigen Erproben und Aus-
üben gesellschaftlicher Mitwirkungsrechte. Allerdings
ist die Schutzbedürftigkeit der Auszubildenden bei Bil-
dungsträgern gegenüber einer typisch unternehmeri-
schen Tätigkeit mit besonderen wirtschaftlichen Eigen-
interessen erkennbar gemindert: Für diese Ausbildenden
besteht daher kein exakt gleich hoher Schutzbedarf und
der für eine Interessenvertretung erforderliche Aufwand
ist – auch im Interesse eines in diesem Bereich weiterhin
erforderlichen breiten Angebots von Ausbildungsstellen –
mit Augenmaß zu begrenzen. Inhalt und Reichweite ei-
ner Verordnung gem. § 52 BBiG, die der Bund erlassen
kann, sind unter den zu beteiligenden Gruppen umstrit-
ten. Die Bundesregierung wird daher im Hauptausschuss
des Bundesinstituts für Berufsbildung ein Meinungsbild
zum Bedarf und zu einer konsensfähigen Ausgestaltung
einer Verordnung im Sinne von § 52 BBiG einholen.
Anlage 9
Antwort
des Parl. Staatssekretärs Andreas Storm auf die Frage
der Abgeordneten Cornelia Hirsch (DIE LINKE)
(Drucksache 16/890, Frage 41):
Wie bewertet die Bundesregierung das Nichtvorhan-
densein einer Schuldendeckelung beim Studienkreditmodell
der Kreditanstalt für Wiederaufbau vor dem Hintergrund, dass
aus Gründen der besseren Planbarkeit für Studierende und der
Erhöhung der Chancengleichheit im Jahr 2001 eine Schulden-
deckelung von 10 000 Euro (damals 20 000 DM) beim Bun-
desausbildungsförderungsgesetz beschlossen wurde?
Bei dem Studienkreditprogramm der Kreditanstalt für
Wiederaufbau (KfW) handelt es sich um ein Eigenmittel-
programm der KfW, das im Auftrag des Bundes angebo-
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n wird, aber ohne staatliche Ausfallhaftung kalkuliert
st. Demgemäß nimmt der Bund keinen unmittelbaren
influss auf die konkrete Ausgestaltung der Kreditkondi-
onen. Auch beim Bundesausbildungsförderungsgesetz
BAfÖG) gilt die Deckelungsgrenze von 10 000 Euro nur
ür das zinslose Staatsdarlehen, also für die so genannte
Normalförderung“. Nur in diesem engeren Bereich der
ozialleistung während der Erstausbildung innerhalb der
egelstudiendauer lässt sich die besondere staatliche
erantwortung mit gleichzeitiger Begrenzung der indivi-
uellen Beteiligung durch eine Rückzahlungsverpflich-
ung rechtfertigen. Für das BAfÖG-Bankdarlehen gibt es
nsoweit dagegen keine Deckelungsgrenze. Ebenso we-
ig ist eine Veranlassung erkennbar, den Studienkredit
er KfW mit einer Deckelung zu versehen, die nur über
ine massive staatliche Ausfallhaftung oder über einen
insaufschlag möglich wäre, der das gesamte Kreditpro-
ramm für Darlehensnehmer uninteressant machen
ürde.
nlage 10
Antwort
es Parl. Staatssekretärs Gerd Andres auf die Frage der
bgeordneten Brigitte Pothmer (BÜNDNIS 90/DIE
RÜNEN) (Drucksache 16/890, Frage 42):
Ist es zutreffend, dass die Träger der Grundsicherung für
Arbeitsuchende, die im Jahr 2005 Arbeitsgelegenheiten in der
Entgeltvariante nach § 16 Abs. 3 Satz 1 des Zweiten Buches
Sozialgesetzbuch (SGB II) durchgeführt haben, im Rahmen
der Zuweisung der Eingliederungsmittel für das Jahr 2006 als
Folge der Durchführung der Entgeltvariante im Vorjahr weni-
ger Eingliederungsmittel erhalten, und, wenn ja, wie wird die
Bundesregierung sicherstellen, dass der Einsatz von arbeits-
marktpolitischen Instrumenten mit guter Eingliederungspro-
gnose wie den Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante in
Zukunft nicht durch geringe Eingliederungsmittel im Folge-
jahr sanktioniert wird?
Die Verteilung der auf Bundesebene bei der Grund-
icherung für Arbeitsuchende zur Verfügung stehenden
ingliederungsmittel auf die einzelnen Kreise und kreis-
reien Städte erfolgt nach den in der Eingliederungsmit-
el-Verordnung 2006 festgelegten Verteilungsquoten.
ie Verteilungsquoten werden entsprechend der Rege-
ung des § 46 Abs. 2 Satz 2 SGB II anhand der Zahl der
rwerbsfähigen Hilfebedürftigen in den einzelnen Krei-
en und kreisfreien Städten unter Berücksichtigung einer
reisspezifischen Grundsicherungsquote bestimmt. Die
ersonen, die sich in einer Arbeitsgelegenheit nach der
ntgeltvariante entsprechend § 16 Abs. 3 Satz 1 SGB II
efinden, sind jedoch nur dann hilfebedürftig, wenn sie
usätzlich zu dem Arbeitsentgelt einen ergänzenden An-
pruch auf Arbeitslosengeld II oder zumindest auf Leis-
ungen für Unterkunft und Heizung haben. Ist dies nicht
er Fall, das heißt können diese Personen ihren Lebens-
nterhalt vollständig aus dem Arbeitsentgelt bestreiten,
ind diese Personen nicht hilfebedürftig und werden aus
iesem Grund auch nicht bei der Verteilung der Einglie-
erungsmittel berücksichtigt. Darüber hinaus gilt es
uch, die Rahmenbedingungen für die Eingliederungs-
örderung so zu gestalten, dass keine Anreize für eine
berhöhte Inanspruchnahme der Förderung von Arbeits-
elegenheiten nach der Entgeltvariante geschaffen wer-
Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 24. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 15. März 2006 1871
(A) )
(B) )
den. Denn nur so kann vermieden werden, dass durch
eine Vielzahl solcher Maßnahmen neue Ansprüche auf
Arbeitslosengeld I geschaffen werden und so eine Ver-
schiebung von einem Unterstützungssystem in ein ande-
res bewirkt wird. Gleichwohl kann dieses Instrument im
Einzelfall sinnvoll sein und ist aus diesem Grund in das
SGB II aufgenommen worden.
Voraussetzung für eine stärker am Erfolg orientierte
Mittelverteilung ist die Einführung einer Steuerung, bei
der an der Wirkung festgemachte Ziele vorgegeben und
Vergleichsgruppen gebildet werden. Ein solches Steue-
rungssystem wird im Jahr 2006 auf der Grundlage der
Rahmenvereinbarung eingeführt werden. Diese wurde
am 1. August 2005 zwischen der Bundesagentur für Ar-
beit, dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte-
und Gemeindebund und dem damaligen Bundesminis-
terium für Wirtschaft und Arbeit geschlossen. Das
Steuerungssystem ist bewusst davon losgelöst, aus-
schließlich Förderinstrumente zu betrachten. Auf seiner
Grundlage kann dann eine Mittelverteilung im Rahmen
der gesetzlichen Vorgaben des § 46 Abs. 2 SGB II erfol-
gen, die Anreize für die Vermeidung der Hilfebedürftig-
keit – beispielsweise durch Sofortangebote – und der
Überwindung der Hilfebedürftigkeit – etwa durch Fall-
management, Vermittlung und Eingliederungsförde-
rung – schafft.
Anlage 11
Antwort
des Parl. Staatssekretärs Gerd Andres auf die Fragen der
Abgeordneten Heidrun Bluhm (DIE LINKE) (Druck-
sache 16/890, Fragen 43 und 44):
Welche konkreten Vorstellungen hat die Bundesregierung
zur Regelung der nach dem SGB II „Grundsicherung für Ar-
beitsuchende“ gewährten Leistungen für Unterkunft und Hei-
zung ab dem Jahr 2007, und ist davon auszugehen, dass der
Bund sich auch zukünftig an der Finanzierung der Kosten für
Unterkunft und Heizung beteiligen wird?
Wie will die Bundesregierung gewährleisten, dass unter
Berücksichtigung der Feststellung der tatsächlichen Kosten
die Aufwendungen zur Finanzierung der Leistungen für Un-
terkunft und Heizung nach dem SGB II „Grundsicherung für
Arbeitsuchende“ ab dem Jahr 2007 zwischen Bund, Ländern
und Gemeinden so aufgeteilt werden, dass die Kommunen die
ihnen im Gesetzgebungsverfahren von der Bundesregierung
versprochene Entlastung von 2,5 Milliarden Euro bei den So-
zialhilfeausgaben erhalten, und ist eine Revision im Jahr 2006
vorgesehen?
Die Vorschriften des § 46 Abs. 5 SGB II sehen vor,
dass die Kommunen im Zuge des Vierten Gesetzes für
Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt insgesamt
um 2,5 Milliarden Euro entlastet werden. Für die Sicher-
stellung dieser Entlastung beteiligt sich der Bund an den
Kosten für Unterkunft der SGB-II-Bezieher. Da im Ver-
mittlungsausschuss im Juni 2004 keine abschließende
Verständigung über die Höhe der Bundesbeteiligung er-
reicht werden konnte, wurde diese zunächst auf
29,1 Prozent festgelegt und eine Revision der Bundesbe-
teiligung im Jahr 2005 vorgesehen. Die Berechung zur
Revision sollte auf der Berechnungsgrundlage in der An-
lage zu § 46 Abs. 9 SGB II basieren. Da die Verhandlun-
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en zur Revision auf verschiedenen Ebenen im Rahmen
on Spitzengesprächen mit Ländern und kommunalen
pitzenverbänden sowie im Bundesrat zunächst er-
ebnislos verliefen, wurde – nach der Entscheidung im
oalitionsausschuss – mit dem Ersten SGB-Il-Ände-
ungsgesetz die Bundesbeteiligung abschließend für die
ahre 2005 und 2006 auf 29,1 Prozent festgelegt. Dem-
ntsprechend ist keine Revision der Bundesbeteiligung
m Jahr 2006 vorgesehen. Nach der bisher verfügbaren
atenlage ist davon auszugehen, dass die Kommunen
nsgesamt auf diese Weise sowohl im Jahr 2005 als auch
m Jahr 2006 um deutlich mehr als 2,5 Milliarden Euro
ntlastet werden. Für die Jahre ab 2007 muss noch eine
egelung für die Höhe der Bundesbeteiligung im laufen-
en Jahr gefunden werden. Da der Bund sich auch in den
ahren ab 2007 an den Kosten für Unterkunft und Hei-
ung beteiligen wird, arbeitet das Bundesministerium für
rbeit und Soziales derzeit an einem Vorschlag für die
egelung der Höhe der Bundesbeteiligung ab 2007. Es
iegen jedoch noch keine konkreten Ergebnisse vor. Es
ird hierbei aber ausdrücklich an der politisch zugesag-
en und gesetzlich verankerten Entlastung in Höhe von
,5 Milliarden Euro weiter festgehalten. Allerdings kann
er Bund gemäß der geltenden Finanzverfassung keine
irekten Finanzbeziehungen mit den Kommunen einge-
en. Er kann auch keine finanzielle Lücke bei den Kom-
unen schließen, die entsteht, falls die Länder ihre Ein-
parungen im Bereich Wohngeld nicht weiterleiten.
nlage 12
Antwort
es Parl. Staatssekretärs Gerd Andres auf die Fragen der
bgeordneten Kristina Köhler (Wiesbaden) (CDU/
SU) (Drucksache 16/890, Fragen 45 und 46):
Wie erklärt die Bundesregierung die zum Teil erheblichen
Abweichungen zwischen den Angaben der Bundesagentur für
Arbeit (BA) zur Zahl der arbeitsfähigen Langzeitarbeitslosen
in den so genannten Optionskommunen und der Zahl, die von
den kommunalen Trägern selbst ermittelt wird (vergleiche
„Frankfurter Rundschau“ vom 3. März 2006)?
Sieht die Bundesregierung die Aussagekraft der Arbeits-
marktstatistik durch die erheblichen Abweichungen zwischen
den Daten der kommunalen Träger und den Daten der BA ge-
fährdet, und wenn nein, aus welchem Grund nicht?
u Frage 45:
Der von der Bundesagentur für Arbeit erstellten Sta-
istik der Grundsicherung für Arbeitsuchende liegen die
on den Trägern auf Grundlage von § 51 b SGB II über-
ittelten Daten zugrunde. Die Übermittlung der Daten
er Träger, die die Software der Bundesagentur für Ar-
eit „A2LL“ benutzen – das sind vor allem die in Ar-
eitsgemeinschaften zusammenarbeitenden Träger – er-
olgt automatisch. Die Träger, die eine eigene Software
enutzen – das sind vor allem die zugelassenen kommu-
alen Träger – müssen ihre Daten nach dem Standard
XSozial“ an die Bundesagentur für Arbeit übertragen.
iese Übertragung führte in der Vergangenheit zu einer
ielzahl von Problemen, da die übertragenen Datensätze
ftmals noch nicht die vorgeschriebene Form haben und
1872 Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 24. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 15. März 2006
(A) )
(B) )
damit nach Durchführung der Plausibilitätsprüfungen
der Bundesagentur für Arbeit nicht immer vollständig
berücksichtigt werden können. Dies führt häufig zu einer
Abweichung der Zahl der tatsächlich berücksichtigten
Datensätze von der Zahl der gelieferten Datensätze. Es
können jedoch nur die Daten in der Statistik der Grund-
sicherung für Arbeitsuchende berücksichtigt werden, die
nach einem bundeseinheitlichen Qualitätsstandard er-
fasst werden. Das heißt, es müssen bestimmte Min-
destanforderungen an die Daten wie eine eindeutig zuor-
denbare Bedarfsgemeinschaftsnummer erfüllt sein, um
die Ansprüche an Vergleichbarkeit und Kontinuität der
Daten zu gewährleisten. Zudem müssen sich die Ergeb-
nisse der Statistik auf einen bundeseinheitlichen Stichtag
bzw. einen bundeseinheitlichen Zeitraum beziehen.
Zu Frage 46:
Die Bundesagentur für Arbeit legt für die Erstellung
der Statistik der Grundsicherung für Arbeitsuchende die
von den Trägem nach § 51 b SGB II übermittelten Daten
zugrunde (vergleiche Antwort zu Frage 39). Abweichun-
gen der offiziellen Statistikdaten zu den auf Ebene der
zugelassenen kommunalen Trägern ermittelten Daten er-
geben sich dadurch, dass Daten, die den Ansprüchen an
Kontinuität und Vergleichbarkeit nicht genügen – das
heißt die Daten die nicht plausibel auswertbar sind – in
der Statistik der Bundesagentur für Arbeit nicht berück-
sichtigt werden können. Die mangelnde Plausibilität von
Daten kann grundsätzlich zwei Ursachen haben: Einer-
seits können die Daten eines eigentlich bestandswirk-
samen (das heißt tatsächlich existierenden) Leistungsfalls
falsch erfasst oder falsch übermittelt werden. In diesem
Fall entsteht eine Untererfassung, da der Leistungsfall
eigentlich in der Statistik berücksichtigt werden sollte;
die Aussagekraft der Statistik wird vermindert.
Andererseits soll gerade durch die Plausibilitätsprüfung
sichergestellt werden, dass Leistungsfälle, die doppelt
oder zu einem falschen Zeitpunkt erfasst oder anderwei-
tig falsch ausgewiesen wurden, in der Statistik nicht auf-
tauchen. In diesem Fall wird die Aussagekraft und die
Qualität der Statistik durch die Nichtberücksichtigung
dieser Daten erhöht. Grundsätzlich wird es im Rahmen
jeder Statistik zu einer gewissen Abwägung zwischen
den Anforderungen an Vollständigkeit auf der einen und
Kontinuität und Vergleichbarkeit auf der anderen Seite
kommen. Da diese Probleme jedoch nur bei einer be-
grenzten Zahl von Kreisen und kreisfreien Städten in er-
heblichem Umfang auftreten, wird die Aussagekraft der
Arbeitsmarktstatistik auf Bundesebene nicht wesentlich
beeinträchtigt.
Anlage 13
Antwort
des Parl. Staatssekretärs Gerd Andres auf die Frage des
Abgeordneten Dr. Heinrich L. Kolb (FDP) (Druck-
sache 16/890, Frage 47):
Wird es, wenn es bis 2015 beim durchschnittlichen Lohn-
wachstum der letzten zehn Jahre von etwa 1 Prozent bleibt,
aufgrund des Nachhaltigkeitsfaktors, des Riester-Faktors und
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des geplanten Nachholfaktors bis 2015 nur Nullrunden bei der
Rentenanpassung geben, da die genannten Faktoren die Ren-
tenanpassung um etwa 1 Prozent gegenüber der Lohnentwick-
lung abbremsen, und sieht die Bundesregierung eine solche
Entwicklung im Einklang mit der Rechtsprechung des Bun-
dessozialgerichts aus dem Urteil vom 31. Juli 2002
– B 4 RA 120/00 –, nach dem bei positivem Lohnwachstum
zumindest ein Inflationsausgleich für die Renten erfolgen
muss?
Selbst unter Berücksichtigung des im Rentenversi-
herungsbericht modellhaft ab 2012 in Schritten zu je-
eils 0,4 Prozentpunkten unterstellten Nachholens nicht
ealisierter Dämpfungen der Rentenanpassung kommt es
ei Lohnraten von 1 Prozent bis zum Jahr 2015 noch zu
ositiven Rentenanpassungen. Dies hat zwei Ursachen:
um einen läuft die anpassungsdämpfende Wirkung des
ltersvorsorgebeitrags, also die Riester-Treppe, im Jahr
011 aus. Zum anderen dämpft der Nachhaltigkeitsfak-
or die Rentenanpassungen bis 2015 im Durchschnitt nur
m 0,15 Prozentpunkte pro Jahr. Das Nachholen nicht
ealisierter Dämpfungen der Rentenanpassungen im
entenversicherungsbericht ist lediglich eine modell-
echnische Umsetzung dieser Maßnahme und keine Vor-
estlegung einer konkreten Ausgestaltung. Das Bundes-
ozialgericht (BSG) hat in dem angesprochenen Urteil
estgestellt, dass „die lohn- und gehaltsorientierte Ren-
enanpassung“ nur insoweit von der Eigentumsgarantie
es Art. 14 GG erfasst sei, als sie „innerhalb der System-
renzen der gesetzlichen Rentenversicherung dem
chutz bereits erworbener geldwerter Rechte vor infla-
ionsbedingten Einbußen zu dienen bestimmt“ sei. Vor
aufkraftverlusten sollten die Rentner nur geschützt
erden, „wenn dies auch den aktiv Beschäftigten ge-
ingt“. Die bestehende Anpassungsformel steht nach
uffassung der Bundesregierung im Einklang mit der
echtsprechung des BSG. Das geltende Rentenrecht
ieht nämlich auch nach Einfügung des Altersvorsor-
eanteils und des Nachhaltigkeitsfaktors in die Anpas-
ungsformel eine lohn- und gehaltsorientierte Anpas-
ung der Renten auf der Grundlage der Entwicklung der
ruttolöhne vor. Die Rentenanpassungsformel stellt da-
it auch für die Zukunft einen Gleichklang zwischen
er Situation der Rentner und der aktiv Beschäftigten
icher.
nlage 14
Antwort
es Parl. Staatssekretärs Gerd Andres auf die Frage des
bgeordneten Dr. Heinrich L. Kolb (FDP) (Druck-
ache 16/890, Frage 48):
Wird der Beitragssatz zur Rentenversicherung bei 1,5 Pro-
zent Lohnwachstum in 2005 und 2006 im Jahr 2007 auf deutlich
über 20 Prozent ansteigen wie im Rentenversicherungsbericht
2005 auf Seite 41 angegeben, und welche Beitragssatzerhö-
hung plant die Bundesregierung im Falle eines Lohnwachs-
tums von nur 1 Prozent?
Eine durchschnittliche Lohnentwicklung von 1,5 Pro-
ent wird in der unteren Lohnvariante des Rentenver-
icherungsberichts in den Jahren von 2010 bis 2019 un-
erstellt In den Jahren bis einschließlich 2009 wird von
en mittelfristigen Lohnannahmen der Bundesregierung
Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 24. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 15. März 2006 1873
(A) (C)
(B) (D)
jeweils 1 Prozentpunkt abgesetzt. Dies bedeutet, dass in
der unteren Lohnvariante des Rentenversicherungsbe-
richts die Löhne für die Jahre 2006 und 2007 nicht um
1,5 Prozent pro Jahr steigen, sondern fast stagnieren. Bei
einer solchen Lohnentwicklung müsste der Beitragssatz
im Jahr 2007 tatsächlich über die 20-Prozent-Marke stei-
gen. Von einer solchen Lohnentwicklung ist jedoch nicht
auszugehen, wie auch neueste Prognosen der Wirt-
schaftsforschungsinstitute bestätigen. In der maßgebli-
chen mittleren Lohnvariante des Rentenversicherungs-
berichts wird ein Lohnwachstum von + 0,7 Prozent für
das Jahr 2006 unterstellt. Dabei ergibt sich ein Beitrags-
satz von 19,9 Prozent im Jahr 2007. Dies gälte auch für
eine Lohnrate von 1 Prozent. Bei einer Lohnentwicklung
von 1,5 Prozent dürfte der Beitragssatz von 19,9 Prozent
im Jahr 2007 mehr als auskömmlich sein.
24. Sitzung
Berlin, Mittwoch, den 15. März 2006
Inhalt:
Redetext
Anlagen zum Stenografischen Bericht
Anlage 1
Anlage 2
Anlage 3
Anlage 4
Anlage 5
Anlage 6
Anlage 7
Anlage 8
Anlage 9
Anlage 10
Anlage 11
Anlage 12
Anlage 13
Anlage 14