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ID1600509200

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Metadaten
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  • tocInhaltsverzeichnis
    Plenarprotokoll 16/5 Eva Bulling-Schröter (DIE LINKE) . . . . . . . 200 A Antrag der Abgeordneten Cornelia Behm, Dr. Thea Dückert, Ulrike Höfken, weiterer Abge- ordneter und der Fraktion des BÜNDNIS- SES 90/DIE GRÜNEN: Hongkong als Zwi- schenschritt einer fairen und entwicklungs- orientierten Welthandelsrunde (Drucksache 16/86) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Rainer Brüderle (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ludwig Stiegler (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Oskar Lafontaine (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Dr. Thea Dückert (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Reinhard Loske (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ulrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Marie-Luise Dött (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Ina Lenke (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nicolette Kressl (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jörn Wunderlich (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Ekin Deligöz (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Johannes Singhammer (CDU/CSU) . . . . . . . Sibylle Laurischk (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . 173 D 174 A 177 C 180 B 182 C 185 A 201 C 203 D 205 C 207 C 209 C 210 C 212 A 213 A 214 C 215 D Deutscher B Stenografisch 5. Sitzu Berlin, Donnerstag, den I n h a l Glückwünsche zum Geburtstag des Abgeord- neten Dr. Heinz Riesenhuber und der Abge- ordneten Dr. Petra Sitte . . . . . . . . . . . . . . . . . Begrüßung des neuen Abgeordneten Hermann Josef Scharf . . . . . . . . . . . . . . . . . Abwicklung der Tagesordnung . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 1: Fortsetzung der Aussprache zur Regierungs- erklärung der Bundeskanzlerin . . . . . . . . . in Verbindung mit Zusatztagesordnungspunkt 2: A T ( A D b b ( S M K 173 A 173 B 173 C 173 D Laurenz Meyer (Hamm) (CDU/CSU) . . . . . . Dr. Rainer Wend (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . 187 B 189 A undestag er Bericht ng 1. Dezember 2005 t : Dirk Niebel (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . nnette Faße (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . agesordnungspunkt 4 in Verbindung mit Tagesordnungspunkt 1): ntrag der Fraktion des BÜNDNISSES 90/ IE GRÜNEN: Den Klimawandel wirksam ekämpfen – Deutschland muss Vorreiter leiben Drucksache 16/59) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . igmar Gabriel, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit . . . . . . ichael Kauch (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . atherina Reiche (Potsdam) (CDU/CSU) . . . 190 D 191 B 192 C 192 C 196 A 198 A Christel Humme (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Diana Golze (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . . 216 D 218 C II Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 5. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 1. Dezember 2005 Tagesordnungspunkt 5 (in Verbindung mit Tagesordnungspunkt 1): a) Erste Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und der SPD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Beschrän- kung der Verlustverrechnung im Zu- sammenhang mit Steuerstundungsmo- dellen (Drucksache 16/107) . . . . . . . . . . . . . . . . . b) Erste Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und der SPD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Abschaf- fung der Eigenheimzulage (Drucksache 16/108) . . . . . . . . . . . . . . . . . in Verbindung mit Zusatztagesordnungspunkt 3: Erste Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und der SPD eingebrachten Ent- wurfs eines Gesetzes zum Einstieg in ein steuerliches Sofortprogramm (Drucksache 16/105) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . in Verbindung mit Zusatztagesordnungspunkt 4: Antrag der Abgeordneten Oskar Lafontaine, Dr. Barbara Höll, Dr. Axel Troost und der Fraktion der LINKEN: Hedgefondszulas- sung zurücknehmen (Drucksache 16/113) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Peer Steinbrück, Bundesminister der Finanzen Dr. Hermann Otto Solms (FDP) . . . . . . . . . . . Dr. Michael Meister (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Dr. Barbara Höll (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . Christine Scheel (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Joachim Poß (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Hermann Otto Solms (FDP) . . . . . . . . Dr. Axel Troost (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . Steffen Kampeter (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . Anja Hajduk (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Bartholomäus Kalb (CDU/CSU) . . . . . . . . . . Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung . . . . . . . . . . . . . . . Cornelia Pieper (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jörg Tauss (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Petra Sitte (DIE LINKE) . . . . . . . . . . . . . K R I D T ( a b U D W D B E H A Z ( A D F c ( H H W D U U 219 B 219 C 219 C 219 D 219 D 224 C 227 B 230 B 231 C 233 B 234 B 236 A 237 A 238 D 240 A 241 D 243 D 245 D 247 B rista Sager (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ené Röspel (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . lse Aigner (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Ernst Dieter Rossmann (SPD) . . . . . . . . . agesordnungspunkt 6 in Verbindung mit Tagesordnungspunkt 1): ) Erste Beratung des von der Bundesregie- rung eingebrachten Entwurfs eines Geset- zes über den Ausgleich von Arbeitgeber- aufwendungen und zur Änderung wei- terer Gesetze (Drucksache 16/39) . . . . . . . . . . . . . . . . . ) Erste Beratung des vom Bundesrat einge- brachten Entwurfs eines Gesetzes über den Arbeitgeberausgleich bei Fortzah- lung des Arbeitsentgelts im Fall von Krankheit und Mutterschaft (Lohnfort- zahlungsausgleichsgesetz) (Drucksache 16/46) . . . . . . . . . . . . . . . . . lla Schmidt, Bundesministerin für Gesundheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . aniel Bahr (Münster) (FDP) . . . . . . . . . . . . olfgang Zöller (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . r. Martina Bunge (DIE LINKE) . . . . . . . . . irgitt Bender (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . lke Ferner (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Daniel Bahr (Münster) (FDP) . . . . . . . . . einz Lanfermann (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . nnette Widmann-Mauz (CDU/CSU) . . . . . . usatztagesordnungspunkt 7 in Verbindung mit Tagesordnungspunkt 1): ntrag der Fraktion des BÜNDNISSES 90/ IE GRÜNEN: Konsequenzen aus den leischskandalen: Umfassende Verbrau- herinformation und bessere Kontrollen Drucksache 16/111) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . orst Seehofer, Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz . . . ans-Michael Goldmann (FDP) . . . . . . . . . . altraud Wolff (Wolmirstedt) (SPD) . . . . . . r. Kirsten Tackmann (DIE LINKE) . . . . . . . lrike Höfken (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . lrich Kelber (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 248 D 250 C 251 D 253 C 255 B 255 B 255 C 257 C 258 D 260 C 262 A 263 A 263 D 264 D 266 A 268 A 268 A 270 B 271 B 272 D 274 B 275 D Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 5. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 1. Dezember 2005 III Peter Bleser (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Christel Happach-Kasan (FDP) . . . . . . . . Dr. Wilhelm Priesmeier (SPD) . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 7 (in Verbindung mit Tagesordnungspunkt 1): Erste Beratung des vom Bundesrat einge- brachten Entwurfs eines Gesetzes zur Ände- rung des Verkehrswegeplanungsbeschleu- nigungsgesetzes (Drucksache 16/45) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung . . . . . . Horst Friedrich (Bayreuth) (FDP) . . . . . . . . . Dr. Hans-Peter Friedrich (Hof) (CDU/CSU) Dorothee Menzner (DIE LINKE) . . . . . . . . . . Winfried Hermann (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dirk Fischer (Hamburg) (CDU/CSU) . . . . . . Stephan Hilsberg (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . tion des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN: Abrissmoratorium für den Palast der Re- publik (Drucksache 16/60) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . in Verbindung mit Zusatztagesordnungspunkt 6: Antrag der Abgeordneten Petra Pau, Dr. Gesine Lötzsch, Dr. Hakki Keskin, weite- rer Abgeordneter und der Fraktion der LINKEN: Abriss des Palastes der Republik stoppen (Drucksache 16/98) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bernd Neumann, Staatsminister bei der Bundeskanzlerin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hans-Joachim Otto (Frankfurt) (FDP) . . . . . . Monika Griefahn (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Lukrezia Jochimsen (DIE LINKE) . . . . . Grietje Bettin (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wolfgang Börnsen (Bönstrup) (CDU/CSU) 276 D 278 D 279 D 281 B 281 C 284 A 285 D 287 C 288 D 290 D 292 A 295 A 295 A 295 B 296 D 298 B 300 C 301 D 303 A Arnold Vaatz (CDU/CSU) . . . . . . . . . . . . . . . Zusatztagesordnungspunkt 5 (in Verbindung mit Tagesordnungspunkt 1): Antrag der Abgeordneten Hans-Christian Ströbele, Anna Lührmann, Volker Beck (Köln), weiterer Abgeordneter und der Frak- S N A L 294 A iegmund Ehrmann (SPD) . . . . . . . . . . . . . . . ächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . nlage iste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 304 D 306 C 307 A Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 5. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 1. Dezember 2005 173 (A) ) (B) ) 5. Sitzu Berlin, Donnerstag, den Beginn: 9.0
  • folderAnlagen
    Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 5. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 1. Dezember 2005 307 (A) (C) (B) (D) Anlage zum Stenografischen Bericht Liste der entschuldigten Abgeordneten Abgeordnete(r) entschuldigt bis einschließlich Bollen, Clemens SPD 01.12.2005 Ernstberger, Petra SPD 01.12.2005 Dr. Fuchs, Michael CDU/CSU 01.12.2005 Kipping, Katja DIE LINKE 01.12.2005 Kossendey, Thomas CDU/CSU 01.12.2005 Nachtwei, Winfried BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN 01.12.2005 Dr. Schäuble, Wolfgang CDU/CSU 01.12.2005 Schily, Otto SPD 01.12.2005 Schmidt (Nürnberg), Renate SPD 01.12.2005 * für die Teilnahme an den Sitzungen der Parlamentarischen Ver- sammlung des Europarates Wächter, Gerhard CDU/CSU 01.12.2005 Dr. Wodarg, Wolfgang SPD 01.12.2005* 5. Sitzung Berlin, Donnerstag, den 1. Dezember 2005 Inhalt: Redetext Anlage zum Stenografischen Bericht
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Krista Sager


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir

    ind uns hier doch alle einig, dass wir wegen der zuneh-
    enden Herausforderungen durch den internationalen
    ettbewerb, der Herausforderungen aufgrund der demo-

    raphischen Entwicklung, der Mängel, die in internatio-
    alen Vergleichen deutlich werden, aber auch wegen der
    entralen Frage, mit der wir es hier zu tun haben, näm-
    ich mit der Gerechtigkeit in Bezug auf die Teilhabe-
    hancen eines jeden, mehr für Bildung, Forschung und
    nnovation tun müssen.

    Wenn wir uns darin aber so einig sind, ist es natürlich
    esonders interessant, sich einmal anzusehen, wie diese
    roße Koalition startet.


    (Jörg Tauss [SPD]: Ganz ordentlich!)


    Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 5. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 1. Dezember 2005 249


    (A) )



    (B) )


    Krista Sager
    Sie startet damit, dass sie der Bildungsministerin Zustän-
    digkeiten nimmt, ihre Kompetenzen beschneidet und ih-
    ren Forschungsbereich zerstückelt. Das ist ein schlechter
    Start.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der FDP)


    Ich hätte mir in einer neuen Regierung lieber eine ge-
    stärkte als eine geschwächte Bildungsministerin ge-
    wünscht, auch wenn es eine schwarze ist.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der FDP)


    Frau Merkel hat gestern gefordert, dass wir unsere
    Schulen und Hochschulen wieder an die Spitze Europas
    bringen müssen. Sie hat auch gesagt – das war mir be-
    sonders wichtig –, Bildungschancen dürften nicht mehr
    von der sozialen Herkunft abhängen. Richtig! Dann
    stellt sich aber doch die Frage, wie wir das hinbekom-
    men. Ich sage Ihnen: Wir schaffen das nur durch ver-
    stärkte gesamtstaatliche – ich betone: gesamtstaatliche –
    Anstrengungen.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD)


    Wir schaffen das nicht, wenn sich der Bund aus der Bil-
    dungs- und Hochschulpolitik herausdrängen lässt und
    sich auf schöne Worte beschränkt.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie der Abg. Ulrike Flach [FDP])


    Frau Ministerin Schavan, Sie müssen aufpassen, dass
    Sie nicht als Ministerin der warmen Worte in die Ge-
    schichte der großen Koalition eingehen. Das wäre wirk-
    lich zu wenig.


    (Beifall des Abg. Dr. Ernst Dieter Rossmann [SPD])


    Wenn ich mir den Koalitionsvertrag anschaue, muss ich
    feststellen, dass Sie hauptsächlich von der Vorarbeit Ih-
    rer Vorgängerin leben wollen, und dies leider teilweise
    auch noch schlecht. Das Ganztagsschulprogramm mit
    einem Volumen von 4 Milliarden Euro muss natürlich
    weiterlaufen; alles andere wäre verrückt. Erzählen Sie
    doch einmal den Menschen im Lande, dass jetzt aber
    eine Verfassungsänderung erfolgen soll, wodurch unter-
    bunden wird, dass jemals etwas Ähnliches fortgeführt
    oder auf den Weg gebracht wird. Das ist verrückt. Kein
    Mensch in diesem Land begreift das.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie der Abg. Ulrike Flach [FDP])


    Man fragt sich doch, was hier eigentlich passiert ist.
    Offensichtlich haben sich die Bildungspolitiker zusam-
    mengesetzt und über die Gestaltung der Wissensgesell-
    schaft geredet und die Arbeitsgruppe zur Föderalismus-
    reform hat daneben gesessen und den Bildungspolitikern
    den Boden unter den Füßen weggezogen und das Licht
    ausgemacht.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der LINKEN und der Abg. Ulrike Flach [FDP])


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    (C (D ier weiß die eine Hand nicht, was die andere tut. Frau erkel hat uns doch eine Politik aus einem Guss ver prochen. Herr Müntefering hat ja schon damals beürchtet, dass nur ein Aufguss dabei herauskommt. Im Wesentlichen haben Sie heute die von der rot-grüen Regierung erbrachte Vorarbeit als Ihre Highlights erkauft. Ich nenne beispielsweise den Schwerpunkt anotechnologie, das 3-Prozent-Ziel im Bereich For chung, die Exzellenzinitiative und den Pakt für Forchung. Ich habe nichts gegen die Weiterund Wiedererwendung von Vorhaben im politischen Raum. Das ist esser, als sie wegzuschmeißen. Man sollte aber nicht ergessen, dass gerade Ihre schwarzen Freunde diese Erolge zum Teil heftig bekämpft haben. Auf der anderen Seite fragt man sich aber doch, was ich diese Regierung über die „Verwaltung dieser Voräte“ hinaus vorgenommen hat. Sie sagen im Koalitionsertrag, dass 17 Prozent der jungen Menschen eines ahrgangs zu der Risikogruppe gehören, die keinen chulabschluss und keine Berufsausbildung haben. ch finde wichtig, dass das im Koalitionsvertrag steht. as aber werden Sie mit dieser Risikogruppe tun? Glauen Sie im Ernst, dass das Problem ohne Zusammenareit, ohne Kooperation zwischen Bund, Ländern und emeinden irgendwie zu lösen sein wird? Sie schreiben n Ihrem Koalitionsvertrag: Menschen mit Berufsabchluss soll der Weg in die Hochschulen erleichtert weren. Die Verfassungsreform, die Sie vereinbart haben, ieht aber vor, dass der Bund in diesem Bereich gar eine Einflussmöglichkeiten mehr hat. Sie sagen, die Quote der Studienanfänger – das war hnen heute ein wichtiger Punkt – soll auf 40 Prozent eies Jahrgangs erhöht werden. Das ist bitter nötig. Das issen wir alle. Das ist hier Konsens. Diese Steigerung st im OECD-Vergleich noch nicht einmal besonders iel. Wir haben das Glück – das haben Sie richtig esagt –, dass bis zu den Jahren 2012 bis 2014 eine roße Zahl von Studienanfängern in die Hochschulen ill. Das ist wirklich ein Glück und keine Tatsache, über ie man sagen muss: Oh Gott, oh Gott! Aber jetzt fragt an sich doch: Was passiert denn im Moment? In fast llen Ländern werden Studienplätze abgebaut. Wie sieht die Situation aus, in die wir in Deutschland ineinlaufen? Wir laufen doch in die Situation, dass es eal in den Hochschulen weniger Studienplätze geben ird oder schlechtere Studienbedingungen oder beides. afür sollen die jungen Leute dann auch noch Gebühren ahlen. Die sind doch zu Recht auf der Straße. ie jungen Leuten haben den Eindruck, die Bildungspoitiker erzählen ihnen nur, sie wollen mehr Studienanfäner haben, aber real wird eine Politik gemacht, die daauf hinausläuft, die jungen Leute von einem Studium bzuschrecken. Das passt doch nicht zusammen. In dieem Bereich brauchen wir eine andere Politik. 250 Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 5. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 1. Dezember 2005 Krista Sager Dazu sage ich Ihnen – auch als ehemalige Landessenatorin – eines: Wir müssen den Hilfeschrei der Hochschulrektorenkonferenz wirklich ernst nehmen. (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der SPD sowie bei Abgeordneten der FDP)


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    (A) )


    (B) )


    Ich bin fest davon überzeugt, dass die Hochschulen das
    Problem nicht alleine in den Griff bekommen werden.
    Aber so, wie diese Verfassungsreform geplant ist, wird
    es die Hochschulsonderprogramme der Vergangenheit
    – von Möllemann bis Bulmahn – in der Zukunft nicht
    mehr geben können. Auch das ist eine falsche Entschei-
    dung.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der FDP)


    Es geht hier nicht um den Widerspruch zwischen Zen-
    tralisten und denen, die bürgernahe Entscheidungen wol-
    len. Auch ich bin für bürgernah und ortsnah. Das heißt
    aber mehr Autonomie, mehr Freiheit für die Bildungs-
    einrichtungen und nicht ein Flickenteppich von staatli-
    chen Länderregelungen, die die Mobilität von Schülerin-
    nen und Schülern, von Familien, von Studierenden und
    von wissenschaftlichem Personal erschweren. Das ist
    nicht bürgernah.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der FDP)


    Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass
    wir uns einig sind, dass wir mehr gesamtstaatliche An-
    strengungen brauchen, dass wir dafür auch eine gesamt-
    staatliche Agenda brauchen, die alle Einrichtungen vom
    Bund über die Länder bis zu den Gemeinden und Bil-
    dungseinrichtungen jeweils in ihrem Kompetenzbereich
    umsetzen müssen. Was wir aber nicht brauchen, ist ein
    Kuhhandel hinsichtlich der Verfassung auf Kosten eines
    zentralen Zukunftsbereichs wie Bildung und Wissen-
    schaft.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Lassen Sie mich eines zum Schluss sagen. Herr
    Struck betont immer, ein Gesetz geht aus dem Bundestag
    nicht so heraus, wie es hineinkommt.


    (Jörg Tauss [SPD]: Genau! Völlig richtig!)


    Das ist gestern noch einmal bekräftigt worden. Aber
    dann dürfen wir uns erst recht keine Fehler bei einer Ver-
    fassungsänderung leisten, weil man diese Fehler nicht
    mal so eben korrigieren kann. So eine Änderung bindet
    die Politik auf Jahrzehnte.


    (Beifall des Abg. Jörg Tauss [SPD])


    Auch die Ministerpräsidenten merken jetzt langsam,
    dass ihre Interessen in den Händen Bayerns schlecht auf-
    gehoben gewesen sind.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Wenn wir als Bildungspolitiker es schaffen, zu sagen,
    bei dieser Verfassungsreform ist das letzte Wort noch
    nicht gesprochen, dann können Sie mich davon überzeu-

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    (C (D en, dass man auch in der Opposition manche fröhliche tunde erleben kann. (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der FDP)




Rede von Dr. Hermann Otto Solms
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (FDP)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (FDP)

Das Wort hat jetzt der Kollege René Röspel von der

PD-Fraktion.


(Beifall bei Abgeordneten der SPD)



  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von René Röspel


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (SPD)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (SPD)


    Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und

    erren! Ich freue mich, wieder als Mitglied einer Regie-
    ungsfraktion an dieses Rednerpult treten zu dürfen,
    uch wenn es kein Geheimnis ist, dass ich mir durchaus
    ine andere Konstellation hätte vorstellen können.


    (Beifall des Abg. Hans Josef Fell [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN] – Cornelia Pieper [FDP]: Ich mir auch! – Jörg Tauss [SPD]: Das gilt sogar für Frau Pieper!)


    Ich freue mich auch deswegen, weil nicht nur die Um-
    elt- und die Familien-, sondern gerade auch die Bil-
    ungs- und Forschungspolitiker der Sozialdemokrati-
    chen Partei dadurch in die Lage versetzt werden, nicht
    ur die Früchte ihrer Arbeit, die sie in den letzten sieben
    ahren gesät haben, wachsen zu sehen und vielleicht so-
    ar zu ernten, sondern auch in den nächsten Jahren wei-
    er zu säen. Das ist, glaube ich, mit dieser Koalition
    urchaus möglich.


    (Beifall bei der SPD)


    Wir haben in den letzten Jahren im Bereich Bildung
    nd Forschung wirklich eine erfolgreiche Politik ge-
    acht. Mein Dank geht ausdrücklich an unseren ehema-

    igen Koalitionspartner, das Bündnis 90/Die Grünen, der
    abei mitgeholfen und wirklich gute Sachen gemacht
    at.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)


    Aber nun schauen wir nach vorne. Wir haben in den
    etzten sieben Jahren in der Tat so viel in Bildung und
    orschung investiert wie keine andere Regierung zuvor,
    rau Sitte. Die Ausgaben für Bildung und Forschung
    aben wir von 1998 bis zum Jahr 2005 um 37 Prozent
    rhöht; das war ein schwieriger Kraftakt. Während
    eutschland bei den Ausgaben für Forschung und Ent-
    icklung 1998, gemessen am Anteil des Bruttoinlands-
    roduktes, noch im unteren Mittelfeld lag, haben wir es
    eschafft, uns auf Platz drei in Europa hinter Finnland
    nd Schweden vorzuarbeiten. Das ist der richtige Weg.

    Wir haben – das ist wirklich von sozialer Bedeutung –
    ie Zahl der Studienanfänger um 40 Prozent erhöht.


    (Beifall bei Abgeordneten der SPD)


    uch haben wir den Studierendenanteil der Kinder aus
    rbeitnehmerfamilien und aus schwächeren, bildungs-

    ernen Schichten, wie es so schön heißt, deutlich erhöht.
    uch beim BAföG kam es zu deutlichen Erhöhungen:

    Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 5. Sitzung. Berlin, Donnerstag, den 1. Dezember 2005 251


    (A) )



    (B) )


    René Röspel
    Der Kreis der Studierenden, der BAföG erhält, ist heute
    um 45 Prozent größer als noch vor sieben Jahren. Bei al-
    lem Konsens in vielen Fragen wird das allerdings einer
    der strittigen Punkte bleiben; denn was Studiengebüh-
    ren anbelangt, haben wir eine deutlich andere Position
    als die Unionsfraktion.


    (Beifall bei Abgeordneten der SPD)


    Im Jahr 2004 haben wir den Pakt für Forschung und
    Innovation auf den Weg gebracht. Diejenigen, die die
    parlamentarischen Abende oder die Forschungseinrich-
    tungen besuchen, wissen, wie wichtig er für die Deut-
    sche Forschungsgemeinschaft oder die Max-Planck-Ge-
    sellschaft ist. Gestern haben wir das auch vom
    Fraunhofer-Institut gehört. Eine jährliche Erhöhung der
    Mittel in Höhe von 3 Prozent für die nächsten Jahre ver-
    lässlich zugesagt zu bekommen, das ist eine Art von For-
    schungspolitik, die hin und wieder durchaus Applaus
    verdient, auch von der Opposition. Was mich freut, ist,
    dass wir diese Art von Forschungspolitik fortsetzen wer-
    den.

    Wir haben in Mikrosystemtechnologie, Nanotechno-
    logie und Materialforschung investiert und die Investi-
    tionen in die Biotechnologie um 82 Prozent erhöht, sie
    also fast verdoppelt, Frau Flach.


    (Beifall des Abg. Jörg Tauss [SPD])


    Sie wissen das, versuchen es aber immer zu negieren.

    Wir geben aber auch Geld aus für die Geisteswissen-
    schaften, die Konflikt- und Friedensforschung, die Ar-
    beitsforschung, die Gesundheitsforschung und die Frau-
    enförderung. Ich sage Ihnen – auch das ist nicht zu
    vernachlässigen –: Den Anteil der Frauen in der Profes-
    sorenschaft haben wir von 9,5 Prozent auf 14 Prozent
    gesteigert; das muss allerdings noch besser werden. Ich
    glaube, dazu werden wir in den nächsten Jahren unseren
    Beitrag leisten können.


    (Beifall bei der SPD)


    Wir sehen nicht nur die forschungspolitischen Erfolge
    unserer Politik, sondern auch ihre wirtschaftlichen Er-
    folge. Auch hierzu möchte ich Ihnen einige Aspekte
    nennen: Im Jahr 2002 betrug unser Exportüberschuss
    allein bei Gütern der Hoch- und Spitzentechnologie
    132 Milliarden Euro. Das heißt, Deutschland ist nach
    wie vor das Land, das Spitzentechnologie exportiert.
    Darauf können wir uns nicht ausruhen, sondern das müs-
    sen wir weiter fördern.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)


    Bei forschungsintensiven Gütern belegen wir mit
    einem Weltmarktanteil von 15 Prozent Platz zwei hinter
    den USA, bei den weltmarktrelevanten Patenten
    Platz zwei hinter Japan. Wir werden diese Liste aus-
    bauen können; denn mittlerweile ist Deutschland ein gu-
    ter Forschungsstandort.


    (Beifall der Abg. Ilse Aigner [CDU/CSU])


    Das haben wir auch gestern von den Vertretern des
    Fraunhofer-Instituts gehört.

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    (C (D Dank unserer Förderung überlegen sich mittlerweile merikanische Unternehmen, zum Beispiel im Raum resden – sicherlich eine interessante Region –, ihre For chungseinrichtungen und -abteilungen nach Deutschand zu verlegen. (Beifall bei Abgeordneten der SPD und der CDU/CSU)


    as heißt, wir haben es geschafft, Deutschland wieder
    u einem guten Forschungs- und damit auch Wirt-
    chaftsstandort zu machen, was uns in die Lage versetzt,
    ine vernünftige Sozialpolitik zu betreiben.


    (Beifall bei Abgeordneten der SPD – Cornelia Pieper [FDP]: Das ist ja eine alte Rede!)


    Das ist keine alte Rede, sondern das sind immer wieder
    ute Fakten.


    (Beifall bei Abgeordneten der SPD – Lachen bei Abgeordneten der FDP)


    Wir verzeichnen nicht nur wirtschaftlichen und for-
    chungspolitischen Erfolg, sondern – das habe ich in den
    etzten fünf, sechs Jahren gespürt und das ist anders als
    or zehn Jahren – erleben auch einen Stimmungswan-
    el bei den Menschen, auch bei den Studentinnen und
    tudenten. Mein Eindruck ist, dass sie nicht mehr die
    niversität mit Diplom verlassen – zum Beispiel als
    hysiker, Elektroingenieur oder Maschinenbauer –, ohne
    u wissen, was ihnen die Zukunft bringt. Mein Eindruck
    st vielmehr, dass es ihnen wieder Spaß macht, in
    eutschland zu studieren und zu forschen; das ist nicht

    u unterschätzen. Dazu haben wir beigetragen und das
    erden wir auch in Zukunft fortsetzen.

    Ein großer, bedeutender deutscher Dichter des
    1. Jahrhunderts hat einmal gesagt: Opposition ist
    ist. – Da hat er zweifelsohne Recht. Ich freue mich

    eswegen, in dieser Regierungsfraktion und auch in die-
    er großen Koalition mitarbeiten zu können; denn wir
    erden diese wichtige Bildungs- und Forschungspolitik

    ortsetzen. Das steht im Koalitionsvertrag und das ist
    ine gute Basis: im Sinne des Fortschritts in Deutsch-
    and, im Sinne der Menschen und im Sinne unserer Ge-
    ellschaft.

    Meine Bitte und Aufforderung an Sie ist: Machen Sie
    it! Es ist wirklich eine sinnvolle Sache, wenn wir zu-

    ammen die Bildungs- und Forschungspolitik gestalten.


    (Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)