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    1. tocInhaltsverzeichnis
      Plenarprotokoll 15/54 SPD und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN eingebrachten Entwurfs eines Dritten Gesetzes zur Änderung der Handwerksordnung und anderer hand- werksrechtlicher Vorschriften (Drucksache 15/1206) . . . . . . . . . . . . . . . . Wolfgang Clement, Bundesminister BMWA Dr. Heinrich L. Kolb FDP . . . . . . . . . . . . Ernst Hinsken CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . . Siegfried Helias CDU/CSU . . . . . . . . . . . Dr. Ernst Dieter Rossmann SPD . . . . . . . Fritz Kuhn BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Jürgen Türk FDP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ernst Hinsken CDU/CSU . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 24: a) Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Ent- wurfs eines Zweiten Gesetzes über die Zustimmung zur Änderung des Direktwahlakts (Drucksachen 15/1059, 15/1263) . . . . Tagesordnungspunkt 18: a) Erste Beratung des von den Abgeord- neten Wolfgang Bosbach, Dr. Norbert Röttgen, weiteren Abgeordneten und der Fraktion der CDU/CSU ein- gebrachten Entwurfs eines Ersten Gesetzes zur Beschleunigung von 4469 B 4469 D 4472 B 4474 A 4474 D 4475 D 4478 B 4478 D 4480 A 4496 C Deutscher B Stenografisch 54. Sitz Berlin, Freitag, den I n h a l Begrüßung des neuen Abgeordneten Helmut Lamp . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 17: Zweite und dritte Beratung des von den Fraktionen der SPD und des BÜNDNIS- SES 90/DIE GRÜNEN eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung der Handwerksordnung und zur Förde- rung von Kleinunternehmen (Drucksachen 15/1089, 15/1224) . . . . . . . in Verbindung mit Zusatztagesordnungspunkt 14: Erste Beratung des von den Fraktionen der D K G C D H H H W H W 4469 A 4469 B Hans Michelbach CDU/CSU . . . . . . . . . . Hartmut Schauerte CDU/CSU . . . . . . . . . 4481 D 4482 B undestag er Bericht ung 27. Juni 2003 t : irk Niebel FDP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . laus Brandner SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . . unther Krichbaum CDU/CSU . . . . . . . . . . hristian Lange (Backnang) SPD . . . . . . . . . Dirk Niebel FDP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Heinrich L. Kolb FDP . . . . . . . . . . . . r. Heinrich L. Kolb FDP . . . . . . . . . . . . . . . ans-Werner Bertl SPD . . . . . . . . . . . . . . . . artmut Schauerte CDU/CSU . . . . . . . . . . . ans-Werner Bertl SPD . . . . . . . . . . . . . . . . erner Wittlich CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . ans-Werner Bertl SPD . . . . . . . . . . . . . . . . erner Wittlich CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . 4483 B 4484 C 4486 B 4487 C 4488 A 4488 C 4489 D 4491 A 4492 B 4492 D 4493 B 4495 B 4495 D Verfahren der Justiz (1. Justiz- beschleunigungsgesetz) (Drucksache 15/999) . . . . . . . . . . . . . . 4496 D II Deutscher Bundestag – 15. Wahlperiode – 54. Sitzung. Berlin, Freitag, den 27. Juni 2003 b) Antrag der Abgeordneten Wolfgang Bosbach, Dr. Norbert Röttgen, weite- – Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten rer Abgeordneter und der Fraktion der CDU/CSU: Fehler beim neuen Revi- sionsrecht korrigieren – Entschei- dungsfähigkeit des Bundesgerichts- hofs sicherstellen (Drucksache 15/1098) . . . . . . . . . . . . . Dr. Norbert Röttgen CDU/CSU . . . . . . . . . . . Joachim Stünker SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . Rainer Funke FDP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jerzy Montag BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Norbert Röttgen CDU/CSU . . . . . . . . Dr. Wolfgang Götzer CDU/CSU . . . . . . . . . . Alfred Hartenbach, Parl. Staatssekretär BMJ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dr. Jürgen Gehb CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . Alfred Hartenbach SPD . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 20: Beschlussempfehlung und Bericht des Sportausschusses zu der Unterrichtung durch die Bundesregierung: 10. Sport- bericht der Bundesregierung (Drucksachen 14/9517, 15/345 Nr. 14, 15/952) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ute Vogt, Parl. Staatssekretärin BMI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Klaus Riegert CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . . . Winfried Hermann BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Detlef Parr FDP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Axel Schäfer (Bochum) SPD . . . . . . . . . . . . Eberhard Gienger CDU/CSU . . . . . . . . . . . . Ute Kumpf SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Klaus Riegert CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . . . Ute Kumpf SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tagesordnungspunkt 21: – Zweite und dritte Beratung des von den Fraktionen der SPD und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN ein- gebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Siebten Buches Sozialgesetzbuch und des Sozial- gerichtsgesetzes (Drucksachen 15/812, 15/1199) . . . . . P G C M D D M T D G G C D A N A L A N B im ( S D A A 4496 D 4497 A 4498 C 4501 A 4502 A 4502 D 4503 C 4505 B 4507 A 4508 B 4508 C 4508 C 4510 A 4511 D 4513 C 4514 C 4515 C 4517 C 4518 D 4519 A 4519 B Entwurfs eines Gesetzes zur Ände- rung des Siebten Buches Sozial- gesetzbuch und des Sozialgerichts- gesetzes (Drucksachen 15/1070, 15/1199) . . . . eter Dreßen SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . erald Weiß (Groß-Gerau) DU/CSU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . arkus Kurth BÜNDNIS 90/ IE GRÜNEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . r. Heinrich L. Kolb FDP . . . . . . . . . . . . . . . atthäus Strebl CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . agesordnungspunkt 22: Antrag der Abgeordneten Dr. Christel Happach-Kasan, Hans-Michael Goldmann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: Rahmenbedingungen für Waldbesitzer und mittelständische Holzwirtschaft verbessern – Eigentums- rechte stärken (Drucksache 15/941) . . . . . . . . . . . . . . . . r. Christel Happach-Kasan FDP . . . . . . . . . abriele Hiller-Ohm SPD . . . . . . . . . . . . . . . eorg Schirmbeck CDU/CSU . . . . . . . . . . . ornelia Behm BÜNDNIS 90/ IE GRÜNEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . lbert Deß CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . . . . ächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . nlage 1 iste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . nlage 2 achträglich zu Protokoll gegebene Rede zur eratung über den Antrag: Mehr Sicherheit Luftverkehr 53. Sitzung, Tagesordnungspunkt 15) . . . . . ilke Stokar von Neuforn BÜNDNIS 90/ IE GRÜNEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . nlage 3 mtliche Mitteilungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4519 B 4519 C 4521 A 4522 A 4522 D 4523 C 4524 D 4525 A 4526 B 4528 C 4530 A 4531 B 4532 C 4533 A 4533 D 4533 D 4534 B Deutscher Bundestag – 15. Wahlperiode – 54. Sitzung. Berlin, Freitag, den 27. Juni 2003 4469 (A) ) (B) ) 54. Sitz Berlin, Freitag, den Beginn: 9.0
    2. folderAnlagen
      Deutscher Bundestag – 15. Wahlperiode – 54. Sitzung. Berlin, Freitag, den 27. Juni 2003 4533 (A) ) (B) ) Antworten.Dr. Scheer, Hermann SPD 27.06.2003 d* iese Fragen suchen Sicherheitsexperten weltweit die zu diesen Anschlägen, bei denen zivile Flugzeuge als tödliche Waffe genutzt wurden, kommen? Wie können solche Anschläge zukünftig verhindert werden? Auf Rauber, Helmut CDU/CSU 27.06.2003* Riester, Walter SPD 27.06.2003* Anlage 1 Liste der entschuldigte * A N t a Abgeordnete(r) entschuldigt biseinschließlich Dr. Bietmann, Rolf CDU/CSU 27.06.2003 Bindig, Rudolf SPD 27.06.2003* Dr. Böhmer, Maria CDU/CSU 27.06.2003 Breuer, Paul CDU/CSU 27.06.2003 Brüning, Monika CDU/CSU 27.06.2003 Brunnhuber, Georg CDU/CSU 27.06.2003 Burchardt, Ulla SPD 27.06.2003 Fell, Hans-Josef BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 27.06.2003 Frankenhauser, Herbert CDU/CSU 27.06.2003 Fricke, Otto FDP 27.06.2003 Dr. Gerhardt, Wolfgang FDP 27.06.2003 Haack (Extertal), Karl Hermann SPD 27.06.2003 Hintze, Peter CDU/CSU 27.06.2003 Höfer, Gerd SPD 27.06.2003* Hofbauer, Klaus CDU/CSU 27.06.2003 Jäger, Renate SPD 27.06.2003* Jonas, Klaus Werner SPD 27.06.2003* Kauch, Michael FDP 27.06.2003 Kolbow, Walter SPD 27.06.2003 Kressl, Nicolette SPD 27.06.2003 Lanzinger, Barbara CDU/CSU 27.06.2003 Leibrecht, Harald FDP 27.06.2003 Lintner, Eduard CDU/CSU 27.06.2003* Lips, Patricia CDU/CSU 27.06.2003 Marks, Caren SPD 27.06.2003 Nietan, Dietmar SPD 27.06.2003 Otto (Frankfurt), Hans-Joachim FDP 27.06.2003 A S S S S S S S D S S S D D D V W (C (D Anlagen zum Stenografischen Bericht n Abgeordneten für die Teilnahme an Sitzungen der Parlamentarischen Versammlung des Europarates nlage 2 Nachträglich zu Protokoll gegebene Rede zur Beratung über den Antrag: Mehr Sicher- heit im Luftverkehr (53. Sitzung, Tagesord- nungspunkt 15) Silke Stokar von Neuforn (BÜNDNIS 90/DIE GRÜ- EN): Seit den terroristischen Anschlägen des 11. Sep- ember 2001 arbeiten Sicherheitsbehörden international n einer Optimierung der Luftsicherheit. Wie konnte es bgeordnete(r) entschuldigt biseinschließlich chily, Otto SPD 27.06.2003 chlauch, Rezzo BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 27.06.2003 chmidt (Ingolstadt), Albert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 27.06.2003 chösser, Fritz SPD 27.06.2003 chröter, Gisela SPD 27.06.2003 chulte-Drüggelte, Bernhard CDU/CSU 27.06.2003 chultz (Everswinkel), Reinhard SPD 27.06.2003 r. Schwanholz, Martin SPD 27.06.2003 eehofer, Horst CDU/CSU 27.06.2003 eib, Marion CDU/CSU 27.06.2003 iebert, Bernd CDU/CSU 27.06.2003* r. Solms, Hermann Otto FDP 27.06.2003 r. Stadler, Max FDP 27.06.2003 r. Stinner, Rainer FDP 27.06.2003 aatz, Arnold CDU/CSU 27.06.2003 issmann, Matthias CDU/CSU 27.06.2003 4534 Deutscher Bundestag – 15. Wahlperiode – 54. Sitzung. Berlin, Freitag, den 27. Juni 2003 (A) ) (B) ) Auch die deutsche Bundesregierung hat nach den Ter- rorangriffen des 11. September auf die USA sofort rea- giert. Eine im Bundeskanzleramt angesiedelte Arbeits- gruppe „Sicherheit im Luftraum“ arbeitet intensiv daran, die am 19. Januar 2003 in Kraft getretene EG-Luftsi- cherheitsverordnung in einem nationalen Luftsicher- heitskonzept umzusetzen. Es bedarf also nicht eines Antrages der CDU/CSU – der zudem in vielen Punkten offenbart, wie wenig informiert die CDU/CSU-Fraktion ist –, damit die Bundesregierung handelt. Lassen Sie mich ein paar Problempunkte ansprechen, die es in der Umsetzung gibt. Die Gefahrenabwehr ist Aufgabe der Länder. Dies ist in unserer Verfassung ver- ankert, bei dieser Zuständigkeit soll es auch bleiben. Uns allen ist bekannt, dass bei Angriffen aus dem Luftraum, die deutschen Ländergrenzen im Minutentakt überflogen werden. Wir brauchen also eine Vernetzung und Bünde- lung von Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten. Hier sind verfassungsrechtliche Fragen zu beachten und hier ist das Einvernehmen mit den Ländern herzustellen. Dies alles ist auf einem guten Wege und nicht jedes Kon- zept zur Optimierung der Sicherheit im Luftraum sollte im Detail auf dem offenen Markt diskutiert werden. Nun zum Lieblingsthema der CDU, der Biometrie. Sie fordern schnelles Handeln, ich bin auch hier für die gebotene Sorgfalt. Wir haben in Deutschland an die 7 000 Passstellen. Ein Ausweisdokument hat eine zehn- jährige Laufzeit. Angesichts der immensen Umstellungs- kosten wäre es geradezu unverantwortlich und populisti- scher Aktionismus, wenn hier ohne internationale Abstimmung eine Entscheidung getroffen würde. Die in Reisedokumenten aufgenommenen Merkmale müssen am anderen Ende auch gelesen werden können, sonst sind sie sinnlos. Die grüne Fraktion hat der Aufnahme biometrischer Daten in deutsche Ausweisdokumente be- reits in der 14. Wahlperiode zugestimmt. Bei der Aus- wahl setzen wir auf Systeme, die ohne den Aufbau von Referenzdateien gelesen werden können. Biometrische Merkmale dienen der sicheren Identifizierung: an dieser Zweckbindung halten wir fest. Beim Thema Zuverlässigkeitsprüfungen von Personal im Luftverkehr sehen auch wir Handlungsbedarf. Ich halte es für vernünftig, wenn wir mit abgestuften Sicher- heitsüberprüfungen arbeiten und nicht noch gesondert das Verfahren der Zuverlässigkeitsüberprüfung anwenden. Lassen Sie mich zum Schluss sagen: Wir können uns nicht mit Gesetzen gegen alle denkbaren terroristischen Angriffe schützen. Wenn wir alle denkbaren Sicherheits- lücken schließen, haben wir eine andere Gesellschaft. Die Balance zwischen Sicherheitsgewinn und Eingriffen in Freiheits- und Bürgerrechte muss gewahrt bleiben. Anlage 3 Amtliche Mitteilungen Der Bundesrat hat in seiner 789. Sitzung am 20. Juni 2003 beschlossen, den nachstehenden Gesetzen zuzu- stimmen, einen Antrag gemäß Artikel 77 Absatz 2 G m – – – – – – 2 2 A ß (C (D rundgesetz nicht zu stellen bzw. einen Einspruch ge- äß Artikel 77 Absatz 3 nicht einzulegen: Erstes Gesetz zur Änderung des Erneuerbare-Ener- gien-Gesetzes Gesetz zu dem Zusatzabkommen vom 27. August 2002 zum Abkommen vom 14. November 1985 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Kanada über Soziale Sicherheit Gesetz zu dem Abkommen vom 12. September 2002 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Slowakischen Republik über Soziale Si- cherheit Gesetz zu dem Protokoll betreffend Schwerme- talle vom 24. Juni 1998 im Rahmen des Überein- kommens von 1979 über weiträumige grenzüber- schreitende Luftverunreinigung Gesetz zu dem Abkommen vom 31. Juli 2001 zwi- schen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung des Königreiches Thailand über den Seeverkehr Gesetz zur Änderung der Vorschriften zum diagnose- orientierten Fallpauschalensystem für Kranken- häuser – Fallpauschalenänderungsgesetz (FPÄndG) Der Bundesrat hat in seiner 789. Sitzung am 20. Juni 003 beschlossen, dem vom Deutschen Bundestag am 2. Mai 2003 verabschiedeten Gesetz gemäß Artikel 84 bs. l des Grundgesetzes zuzustimmen. Der Bundesrat hat ferner die nachstehende Entschlie- ung gefasst I. Der Bundesrat stellt Folgendes fest: Mit dem Fallpauschalengesetz hat der Bundesgesetz- geber 2002 die Weichen für die Einführung eines durchgehend pauschalierenden Entgeltsystems auf Basis von Diagnosis Related Groups (DRGs) gestellt. Der grundsätzliche Unterschied der neuen Entgeltform zum bisherigen Vergütungssystem liegt darin, dass bis- lang die Betriebskostenfinanzierung der Krankenhäuser durch tagesgleiche Pflegesätze als Folge von Budget- verhandlungen zwischen dem einzelnen Kranken- haus und den Kostenträgern erfolgte. In Zukunft wird die wirtschaftliche Situation der Kliniken von den Er- lösen aus speziellen diagnose-orientierten Fallpau- schalen abhängen. Grundsätzlich ist die Einführung eines DRG-Fallpau- schalensystems aus Gründen der Qualität, Wirtschaft- lichkeit und Transparenz der Leistungserbringung zu befürworten. Wie bei jedem grundlegenden System- wechsel ist jedoch eine verantwortungsvolle Politik einzufordern, die bei Verabschiedung des Fallpau- schalengesetzes in vielen Punkten nicht zu erkennen war. Die Bundesregierung und die sie tragende Koalition korrigieren deshalb nunmehr mit dem Fallpauschalen- änderungsgesetz die im letzten Jahr deutlich geworde- Deutscher Bundestag – 15. Wahlperiode – 54. Sitzung. Berlin, Freitag, den 27. Juni 2003 4535 (A) ) (B) ) nen Fehlentwicklungen im Zusammenhang mit der Einführung des DRG-Fallpauschalensystems. Insbe- sondere eine Entzerrung des engen zeitlichen Einfüh- rungsplanes und die Erweiterung der Öffnungsklausel in § 6 Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG) sind wichtige Schritte in die richtige, immer wieder ange- mahnte Richtung. Jedoch sind viele wichtige Problempunkte bislang un- berücksichtigt geblieben: Bisher findet die EG-Arbeitszeitrichtlinie 93/104, nach der der Bereitschaftsdienst der Ärzte als Arbeits- zeit zu werten ist, keine Berücksichtigung im Gesetz. Der Zusatzbetrag von bis zu 0,2 Prozent des Gesamt- betrags gemäß § 6 Abs. 5 BPflV ist ausdrücklich nicht für diesen Zweck vorgesehen und wäre im Übri- gen auch nicht ausreichend. Die Öffnungsklausel in § 6 KHEntgG soll zwar durch das Fallpauschalenänderungsgesetz dahingehend er- weitert werden, dass auch besondere Einrichtungen, deren Leistungen insbesondere aus medizinischen Gründen, wegen der Häufung von schwerkranken Pa- tienten oder aus Gründen der Versorgungsstruktur mit den Entgeltkatalogen noch nicht sachgerecht vergütet werden, zeitlich befristet aus dem Vergütungssystem ausgenommen werden können. Die Länder haben je- doch keine unmittelbare Einflussmöglichkeit darauf, ob von dieser Ausnahmemöglichkeit Gebrauch ge- macht wird. Dies gefährdet die Finanzierung der durch die Länder im Rahmen ihrer Planungskompe- tenz geschaffenen spezifischen Versorgungsformen wie beispielsweise Tumorzentren oder geriatrische Zentren und Schwerpunkte und stellt sie in das Belie- ben der Selbstverwaltung oder des zur Ersatzvor- nahme berechtigten BMGS. Weiterhin ist die im Fallpauschalengesetz in § 6 Abs. l Satz l Nr. l und 2 KHEntgG vorgesehene Öff- nungsklausel zeitlich beschränkt. Diese zeitliche Be- schränkung sollte aufgegeben werden, da schon jetzt deutlich ist, dass der von der Bundesregierung ver- folgte 100-Prozent-Ansatz auch nach 2006 nicht reali- sierbar sein wird. II. Der Bundesrat fordert die Bundesregierung deshalb auf, die vom Fallpauschalengesetz betroffenen Ge- setze grundlegend zu überarbeiten und insbesondere Sorge dafür zu tragen. 1. dass die aus der EG-Arbeitszeitrichtlinie erwach- senden Kosten in der Vergütung der Krankenhäuser Niederschlag finden, 2. dass die immer noch unzureichende Öffnungsklau- sel in § 6 KHEntgG ausgeweitet wird. Der Bundesrat hat in seiner 789. Sitzung am 20. Juni 2003 beschlossen, dem vom Deutschen Bundestag am 9. Mai 2003 verabschiedeten Gesetz gemäß Artikel 84 Abs. 1 Grundgesetz nicht zuzustimmen: – Gesetz zur Steuerung und Begrenzung der Zuwande- rung und zur Regelung des Aufenthalts und der Inte- g G n m V P t (C (D gration von Unionsbürgern und Ausländern (Zuwan- derungsgesetz) Der Vorsitzende des folgenden Ausschusses hat mit- eteilt, dass der Ausschuss gemäß § 80 Abs. 3 Satz 2 der eschäftsordnung von einer Berichterstattung zu der achstehenden Vorlage absieht: Auswärtiger Ausschuss – Unterrichtung durch die Bundesregierung Bericht der Bundesregierung über die Ergebnisse ihrer Bemühungen um die Weiterentwicklung der politischen und ökonomischen Gesamtstrategie für die Balkanstaa- ten und ganz Südosteuropa – Drucksachen 15/508, 15/609 Nr. 1 – Die Vorsitzenden der folgenden Ausschüsse haben itgeteilt, daß der Ausschuss die nachstehenden EU- orlagen bzw. Unterrichtungen durch das Europäische arlament zur Kenntnis genommen oder von einer Bera- ung abgesehen hat. Innenausschuss Drucksache 15/713 Nr. 1.5 Drucksache 15/792 Nr. 2.24 Finanzausschuss Drucksache 15/979 Nr. 2.10 Drucksache 15/979 Nr. 2.47 Haushaltsausschuss Drucksache 15/979 Nr. 2.15 Ausschuss für Wirtschaft und Arbeit Drucksache 15/611 Nr. 1.8 Drucksache 15/611 Nr. 2.10 Drucksache 15/611 Nr. 2.24 Drucksache 15/713 Nr. 2.10 Drucksache 15/713 Nr. 2.13 Drucksache 15/713 Nr. 2.14 Drucksache 15/713 Nr. 2.23 Drucksache 15/713 Nr. 2.24 Drucksache 15/713 Nr. 2.28 Drucksache 15/792 Nr. 2.2 Drucksache 15/792 Nr. 2.13 Drucksache 15/792 Nr. 2.14 Drucksache 15/792 Nr. 2.15 Drucksache 15/792 Nr. 2.17 Drucksache 15/792 Nr. 2.20 Drucksache 15/792 Nr. 2.21 Drucksache 15/792 Nr. 2.22 Drucksache 15/792 Nr. 2.26 Drucksache 15/792 Nr. 2.28 Drucksache 15/858 Nr. 1.3 Drucksache 15/858 Nr. 1.4 Drucksache 15/858 Nr. 1.6 Drucksache 15/858 Nr. 1.7 Drucksache 15/858 Nr. 2.3 Drucksache 15/858 Nr. 2.4 Drucksache 15/858 Nr. 2.8 Drucksache 15/858 Nr. 2.12 Drucksache 15/979 Nr. 1.14 Drucksache 15/979 Nr. 2.39 Drucksache 15/979 Nr. 2.41 4536 Deutscher Bundestag – 15. Wahlperiode – 54. Sitzung. Berlin, Freitag, den 27. Juni 2003 (A) (C)Ausschuss für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft Drucksache 15/979 Nr. 1.11 Drucksache 15/979 Nr. 1.12 Drucksache 15/979 Nr. 1.13 Drucksache 15/979 Nr. 2.11 Drucksache 15/979 Nr. 2.16 Drucksache 15/979 Nr. 2.23 Drucksache 15/979 Nr. 2.26 Drucksache 15/979 Nr. 2.29 Drucksache 15/979 Nr. 2.30 Drucksache 15/979 Nr. 2.35 Drucksache 15/979 Nr. 2.36 Drucksache 15/979 Nr. 2.37 Drucksache 15/979 Nr. 2.40 Drucksache 15/979 Nr. 2.42 Drucksache 15/979 Nr. 2.43 Drucksache 15/979 Nr. 2.44 Drucksache 15/979 Nr. 2.45 Ausschuss für Verkehr, Bau und Wohnungswesen Drucksache 15/858 Nr. 2.1 Drucksache 15/979 Nr. 2.3 Drucksache 15/979 Nr. 2.17 Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Drucksache 15/792 Nr. 2.4 Drucksache 15/858 Nr. 2.11 Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung Drucksache 15/611 Nr. 2.26 Drucksache 15/792 Nr. 1.1 Drucksache 15/792 Nr. 1.3 Drucksache 15/792 Nr. 2.29 Drucksache 15/858 Nr. 1.1 Drucksache 15/858 Nr. 2.10 Drucksache 15/1153 Nr. 2.4 Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union Drucksache 15/339 Nr. 1.8 Drucksache 15/339 Nr. 2.17 Drucksache 15/457 Nr. 1.4 Drucksache 15/457 Nr. 2.17 Drucksache 15/713 Nr. 2.12 Drucksache 15/979 Nr. 2.5 Drucksache 15/979 Nr. 2.31 (B) (D) 54. Sitzung Berlin, Freitag, den 27. Juni 2003 Inhalt: Redetext Anlagen zum Stenografischen Bericht Anlage 1 Anlage 2 Anlage 3
    • insert_commentVorherige Rede als Kontext
      Rede von Klaus Riegert


      • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
      • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)


      Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Die Bun-

      desregierung muss sich bei der Sportförderung an ihren
      Ankündigungen und an ihren Leistungen messen lassen.
      Ich zitiere:

      Auch die hierbei für den Sport zu erzielenden Ver-
      besserungen darzustellen wird eine der Aufgaben
      des … 10. Sportberichts sein.

      Außerdem heißt es:
      Es gilt …, Mittel zu konzentrieren, Schwerpunkte
      zu setzen und auch Vorhaben zu strecken.

      So Minister Schily im Vorwort des 9. Sportberichts.
      Bei aller Wertschätzung Ihnen gegenüber, Frau

      Staatssekretärin, hätte ich es schon für angezeigter ge-
      halten, wenn Herr Minister Schily heute selber seinen
      10. Sportbericht hier vorgestellt hätte.


      (Peter Dreßen [SPD]: Ach Gott!)

      Der Bericht ist in weiten Teilen ein Sachstandsbericht,
      der keine Perspektiven für die Zukunft des Sports auf-
      zeigt. Damit werden die angekündigten Verbesserungen
      nicht erreicht. Sie haben nur eines Ihrer Ziele erreicht:
      Sie haben Vorhaben gestreckt, geschönt und gekürzt.

      Zunächst möchte ich den Athleten, ihren Trainern und
      Betreuern danken, die unser Land seit Jahrzehnten durch
      Spitzenleistungen bei Olympischen Spielen, bei den Pa-
      ralympics, bei Welt- und Europameisterschaften hervor-
      ragend vertreten.


      (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)

      Topleistungen sind das Ergebnis jahrelanger, oft jahr-
      zehntelanger harter entbehrungsreicher Arbeit. Es ist
      deshalb mehr als unangemessen, die Topleistungen als
      Ergebnis rot-grüner Sportförderung von 1999 bis 2001
      zu vereinnahmen.


      (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


      r
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      (C (D Dank auch an unsere Vereine und die Millionen ehenamtlichen Helferinnen und Helfer. Die enge Verzahung des Breitenund des Spitzensports machen uns zu iner Sportnation. Der Dank muss umso kräftiger ausfalen, als sich die Bedingungen national wie international erschärft haben. Meine Damen und Herren, diese Bundesregierung flegt eine sehr kreative Buchführung. Sie kürzt die portförderung, rechnet sie aber gleichzeitig gesund. m rund 68 Millionen Euro haben Sie zwischen 1998 nd 2001 die Mittel für den Sport gekürzt. Um das zu eschönigen, haben Sie flugs die Sanierung der Stadien n Berlin und Leipzig hinzugerechnet, und schon stimmt ie Rechnung. (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP – Winfried Hermann [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Sind das keine Sportstätten?)


      Der letzte von der Regierung Kohl vorgelegte Haus-
      altsplan wies für die zentralen Maßnahmen, die sport-
      issenschaftlichen Einrichtungen und die Investitio-
      en rund 114 Millionen Euro aus. Sie veranschlagten für
      002 gerade einmal 95 Millionen Euro. Bei den zentra-
      en Maßnahmen für den Spitzensport hat sich nichts ge-
      an. Hier ist mit 71 Millionen Euro etwa der gleiche
      tand wie 1998 gehalten worden. IAT und FES erhalten
      benfalls gleich viel Geld wie 1998, wobei sich die Per-
      onal- und Fixkosten auf 85 bis 90 Prozent belaufen. Es
      st eine zentrale Forderung unserer Fraktion, die Ansätze
      ür diese Einrichtungen zu erhöhen.


      (Beifall bei der CDU/CSU)

      Sie haben die Übungsleiterpauschale angehoben;

      as begrüßen wir. Das haben Sie aber getan, weil Sie zu-
      or bei den Vereinen und den nebenberuflich Tätigen
      urch die Neuregelung der 325-Euro-Jobs kräftig abkas-
      iert hatten.


      (Winfried Hermann [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das haben wir schon längst erledigt!)


      ur Erweiterung auf die Betreuer kann ich nur anmer-
      en: Ich habe ehrlich gesagt vor Ort noch keinen Be-
      reuer getroffen, der die Übungsleiterpauschale in An-
      pruch nehmen kann.


      (Ute Kumpf [SPD]: Dann machen Sie etwas falsch!)


      Nein, der bekommt kein Geld, deswegen hat er auch
      eine Chance, die Pauschale in Anspruch zu nehmen;
      enn in unseren Vereinen gibt es keine Betreuer, die
      eld für ihre Aufgaben bekommen.
      Sie haben eine Novellierung des Vereinsförder-

      esetzes mehrfach abgelehnt. Ihre Kollegen in der
      nquete-Kommission „Zukunft des bürgerschaftlichen
      ngagements“ waren da sportfreundlicher und unterstüt-
      en unsere Auffassung. Sie werden bald wieder Gele-
      enheit haben, hier im Hause über einen solchen Ent-
      urf abzustimmen. Stimmen Sie dann zu! Das wäre eine
      erbesserung für den Sport.






      (A) )



      (B) )


      Klaus Riegert

      (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP – Peter Rauen [CDU/CSU]: Da muss irgendwas passieren!)


      Sie verschweigen, dass Sie seit Regierungsantritt den
      Sport durch ständiges Heraufsetzen der Energiesteuern,
      durch ständig neue Abgaben und durch sinnlose Auswei-
      tungen bürokratischer Vorschriften belastet haben, ohne
      einen entsprechenden Ausgleich zu gewähren. Sie haben
      die Rahmenbedingungen des Sports entgegen Ihrer An-
      kündigung nicht verbessert.

      Auch beim Goldenen Plan Ost gilt: große Ankündi-
      gungen im Wahlkampf 1998, mäßige Leistungen.


      (Dr. Peter Danckert [SPD]: Herr Riegert, wir haben überhaupt etwas gemacht! Sie haben ja gar nichts gemacht!)


      Wir haben bis 1998 ohne so genannten Goldenen Plan
      Ost eine hervorragende Bilanz aufzuweisen: 1,2 Milliar-
      den Euro für die Sportstätten in den neuen Bundeslän-
      dern. Seit 1999 ist durch den Goldenen Plan Ost und das
      Investitionsfördergesetz zusammengenommen weniger
      Geld in die Sportstätten der neuen Länder geflossen.


      (Dr. Peter Danckert [SPD]: Fragen Sie mal die Menschen vor Ort, wie sie den Goldenen Plan Ost bewerten!)


      Die Zahlen können Sie sich bei Ihrem Finanzminister
      besorgen. Sie haben hier zu wenig getan, Herr Kollege
      Danckert!


      (Beifall bei der CDU/CSU)

      Lassen Sie mich zum Thema Doping zwei Dinge an-

      sprechen. Wir unterstützen die Bundesregierung in ihrer
      Ablehnung eines Anti-Doping-Gesetzes. Seit fünf Jah-
      ren eiern die Sportpolitiker von Rot und Grün damit
      durch die Landschaft. Der Sport will es nicht, die Bun-
      desregierung will es nicht, die CDU/CSU will es nicht.
      Also, legen Sie dem Haus endlich einen Gesetzentwurf
      vor oder schweigen Sie! So einfach ist das.


      (Peter Dreßen [SPD]: Was polemisieren Sie denn hier herum? Es ist doch gar nicht notwendig, so einen Ton anzuschlagen!)


      Wir begrüßen, dass die Dopingopfer der ehemaligen
      DDR eine Entschädigung erhalten. Ich halte fest: Ohne
      die Initiative der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hätte es
      kein Dopingopfer-Hilfegesetz gegeben. Es ist gut, dass
      wir gemeinsam diese Lösung gefunden haben.


      (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)

      Wir erwarten, dass die Zusage des Bundesministers

      für Verteidigung, die Sportförderstellen der Bundes-
      wehr auf dem jetzigen Stand zu halten, eingehalten
      wird. Wir werden den Bundesminister der Verteidigung
      unterstützen, wenn er sich, wie alle seine Vorgänger, für
      den Erhalt der Sportförderstellen einsetzt. Bundeswehr,
      aber auch Bundesgrenzschutz und Zoll leisten einen
      herausragenden und unverzichtbaren Beitrag für den
      Spitzensport.


      (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


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      (C (D Der internationale Behindertensport hat in den letzen Jahren eine gewaltige Leistungsexplosion erlebt. as vom Deutschen Behindertensportverband vorgeegte Leistungskonzept weist in die richtige Richtung. ie bloße Anhebung der Mittel zum Ausgleich der ehrkosten für internationale Wettkämpfe reicht allerings nicht für die notwendigen strukturellen Verbesseungen aus. Wir begrüßen, dass es dem Deutschen Fußball-Bund elungen ist, die Fußball-WM 2006 in unser Land zu olen. Wir sind uns sicher, dass sie ein großer Erfolg und in Gewinn für Deutschland sein wird. Wir hoffen auch, ass die Bewerbung Leipzigs um die Austragung der lympischen Sommerspiele und Paralympics 2012 on gleichem Erfolg gekrönt sein wird. Leipzig braucht ie uneingeschränkte nationale Unterstützung: Wir ämpfen für Leipzig! Ich halte fest: Der Etat der Spitzensportförderung st seit 1995 quasi gedeckelt, seit fünf Jahren wird er tändig abgesenkt. Dies betrifft vor allem die Investitioen im Spitzensport. Andere Nationen rüsten auf, wir auen ab. In einigen Kernbereichen des Spitzensports allen wir entscheidend zurück, wenn bewährte Athleten urücktreten und der Nachwuchs fehlt. Die Stimmung nter den Trainern ist auch nicht gut. Sie hätten das hohe Niveau der Spitzensportförderung alten und sogar ausbauen können. Statt quasi die Aleinfinanzierung für ein Stadion zu übernehmen und Einahmen für Sondermünzen zwischen DFB und Finanzinister aufzuteilen, hätten wir uns eine kreativere erwendung vorstellen können: für sportwissenschaftiche Einrichtungen und für Investitionen im Spitzenport. Das Geld hätte für Jahre gereicht. Der Ruf nach mehr Geld ist aufgrund miserabler rot rüner Finanz-, Haushalts-, Steuerund Sozialpolitik icht realistisch. Wir hätten das Geld, das Sie ausgegeen haben, effizienter und zielgerichteter für den Sport usgegeben. Der 10. Sportbericht zeigt: Diese Bundesreierung entwickelt keine Perspektive für den Sport in eutschland. hre Ankündigungen sind Spitze; Ihre Leistungen sind avon aber noch weit entfernt. Ich erteile das Wort dem Kollegen Winfried Hermann, ündnis 90/Die Grünen. Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Lieber ollege Riegert, Sie haben sich gleich zu Beginn Ihrer ede darüber beklagt, dass der Sportbericht der Bundesegierung keine Perspektiven aufzeigt. Meines Erachtens st es das Wesen von Berichten, dass sie bilanzierend Winfried Hermann und rückwärts gewandt sind. Übrigens: Auch bei Ihrem Beitrag hat die Perspektive vollständig gefehlt. (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der SPD – Klaus Riegert [CDU/CSU]: Dann haben Sie nicht zugehört!)


      (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


      (Peter Dreßen [SPD]: Jetzt aber!)


      (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)


    Rede von Dr. Norbert Lammert
    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)
    • insert_commentNächste Rede als Kontext
      Rede von Winfried Hermann


      • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
      • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)





      (A) )


      (B) )


      Ich habe mir für heute vorgenommen, dass ich diese
      rückwärts gewandte Debatte nach dem Motto „Früher
      war alles besser; wir haben viel mehr gemacht“ heute
      nicht führen will.

      Wir haben mit dieser Debatte vor einem Jahr im Sport-
      ausschuss angefangen. Die Koalitionsfraktionen haben
      einen Antrag vorgelegt, in dem wir die wichtigsten Zu-
      kunftsaufgaben in den nächsten Jahren für die Sportpoli-
      tik umrissen haben. Darüber will ich reden.

      Noch eine Bemerkung dazu, wie Sie die Förderung
      des Spitzensports dargestellt haben. Wir haben es über
      Jahre geschafft, den Spitzensport – sowohl im Behinder-
      tenbereich als auch im Nichtbehindertenbereich – auf
      hohem Niveau zu halten,


      (Detlef Parr [FDP]: Das ist gut! Auf hohem Niveau!)


      obwohl wir Schulden auf hohem Niveau übernommen
      haben und mit schwierigen Haushaltslagen zu kämpfen
      hatten. Uns im Nachhinein die Altlasten in die Schuhe
      zu schieben geht dann doch zu weit.


      (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der SPD – Detlef Parr [FDP]: Jetzt fehlt nur noch „16 Jahre Erblast“!)


      Wir haben es geschafft, das hohe Niveau zu halten.
      Das hat auch der organisierte Sport immer anerkannt.
      Die Verantwortlichen in diesem Bereich waren immer
      einsichtig, wenn ersichtlich war, dass die Mittel knapp
      waren. Auch im Sport kann man nicht so tun, als würde
      das Geld aus der Steckdose kommen.

      Nun zu den vordringlichen Aufgaben – Sie haben es
      bereits angesprochen; ich will es ganz deutlich sagen –:
      Wenn wir heute über Spitzensport reden, dann müssen
      wir auch darüber reden, dass es in den nächsten Jahren
      unsere gemeinsame Aufgabe sein wird, die Olympiabe-
      werbung Leipzigs zu einer Erfolgsbewerbung zu ma-
      chen.


      (Beifall des Abg. Hans Büttner [Ingolstadt] [SPD])


      Damit es eine Erfolgsbewerbung wird, müssen alle zu-
      sammenstehen: die aus Stuttgart und all die anderen, die
      verloren haben und glaubten, sie seien besser. Sie müs-
      sen jetzt ihre Kompetenz einbringen.

      Wir als Bundespolitiker müssen helfen, Infrastruktu-
      ren aufzubauen, damit die Bewerbung erfolgreich ist.
      Wir werden beraten und unter Umständen als Botschaf-
      ter um die Welt reisen müssen, um für diese Bewerbung
      zu werben. Wir werden mit einem entsprechenden Haus-
      halt dafür sorgen müssen, dass die wichtigen Institutio-
      nen des deutschen Spitzensports wie etwa die wissen-
      schaftlichen Sportinstitute genügend Mittel haben, um

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      (C (D en Spitzensport in Deutschland dauerhaft zu entwikeln. (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD und der CDU/CSU)


      Sportpolitik ist heute aber mehr. Sportpolitik muss
      ich heute – das will ich gerade angesichts der bevorste-
      enden Gesundheitsreform deutlich sagen – auch als
      esundheitspolitik verstehen. Deswegen sind wir ge-
      ade dabei, einen gemeinsamen Antrag zu schreiben, in
      em es um Sport und Bewegung als einen wesentlichen
      eitrag zu Gesundheit und Prävention geht. Das gilt für
      lle Bereiche und für alle Lebensphasen.


      (Peter Rauen [CDU/CSU]: Sehr richtig!)

      port wirkt bewegungsfördernd für Kinder und Jugend-
      iche. Wir wissen, dass wir in diesem Bereich mehr tun
      üssen, damit es mit der Bewegungsfähigkeit der Kin-
      er nicht immer mehr abwärts geht.


      (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD, der CDU/ CSU und der FDP)


      Das Motto muss sein: „Mit Bewegung und Sport groß
      erden.“ Die Menschen in der Stadt, alte wie junge,
      rauchen ein Umfeld, in dem man sich gerne bewegt, in
      em man beispielsweise gerne Rad fährt. Wir brauchen
      in neues Leitbild von einer spiel- und bewegungs-
      reundlichen Stadt. „Durch Bewegung mobil sein und
      obil bleiben“ könnte hier das Motto sein.
      Es ist schon angesprochen worden, dass Sport ein
      ichtiger Beitrag zur Rehabilitation und zur Einglie-
      erung ist. Körperlich Benachteiligte werden durch
      port einigermaßen mobil gehalten. Sport hat auch diese
      ichtige Funktion.
      Da wir wissen, dass in den nächsten 20 bis 30 Jahren

      ut ein Drittel der Menschen 60 Jahre und älter sein
      ird, müssen wir alles tun, dass diese Menschen gesund
      lter werden. Dass das eine Zukunftsaufgabe ist und dass
      ir auf diesem Feld noch viel zu tun haben werden, ist in
      er Anhörung des Sportausschusses zum Präventions-
      port deutlich geworden. Man könnte zusammenfassen:
      ir brauchen eine umfassende Kampagne auf der
      rundlage eines Gesetzes. Sport und Bewegung tun gut,
      nd zwar uns allen in jeder Lebenslage.
      Sport und Bewegung stellen aber auch eine infra-

      trukturpolitische Aufgabe dar. Wir haben es beim
      oldenen Plan Ost gesehen und werden es auch in vie-
      en Kommunen sehen: In den nächsten Jahren wird es
      mmer mehr darauf ankommen, dass es uns gelingt,
      portstätten beim Energie- und Wasserverbrauch ökolo-
      isch nachhaltig zu sanieren und sie mit öffentlichen
      erkehrsmitteln vorbildlich anzubinden. Die deutsche
      M-Bewerbung muss in dieser Hinsicht ein gutes Bei-

      piel für das Konzept „Green Goal“ sein. Die Olympia-
      ewerbung Leipzig wird ein gutes Beispiel für „Green
      ames“ sein müssen, wenn sie erfolgreich sein will.


      (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD)







      (A) )



      (B) )


      Winfried Hermann
      Eine letzte und schwierige Aufgabe moderner Sport-
      politik ist zweifellos der Kampf gegen das Doping. Hier
      sind wir auf internationaler Ebene im Vergleich zu früher
      erheblich weitergekommen. Es gibt den internationalen
      Anti-Doping-Code. Otto Schily hat sich dankbarerweise
      sehr dahinter geklemmt; auch bei der Unterzeichnung
      war er sogar dabei. Insofern sollten wir nicht den Ein-
      druck entstehen lassen, als sei dem Innenministerium der
      Kampf gegen das Doping gleichgültig.

      Wir streiten über Folgendes – das wurde süffisant an-
      gesprochen –: In welcher gesetzlichen Form, in welcher
      politischen Form kann der Kampf gegen das Doping un-
      terstützt werden? Die Koalitionsfraktionen sind seit lan-
      gem der Meinung, dass angesichts der Entwicklung
      beim Doping und angesichts der Tatsache, dass der Sport
      auch ein Geschäft ist und es beim Doping auch um Be-
      trug geht – und nicht nur darum, ob ein Trainer einem et-
      was gegeben hat oder nicht; Doping ist nicht nur ein
      Wettbewerbsbetrug am Sportler, sondern in vielen Fällen
      auch ein Betrug am Geschäftskonkurrenten –,


      (Beifall bei Abgeordneten der SPD – Zuruf von der SPD: Am Zuschauer!)


      neue gesetzliche Regelungen erforderlich sind. Die alte
      pharmakologische Regelung im Arzneimittelgesetz, die
      wir bisher hatten, ist nicht ausreichend. Wir werden mit
      dem Innenministerium daran arbeiten, hierfür eine neue
      gesetzliche Basis festzulegen. Seien Sie sicher: Wir wer-
      den am Ball bleiben. Dagmar Freitag und ich haben uns
      dieser Sache verschrieben; wir werden weiter dafür
      kämpfen.


      (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der SPD)


      Meine Damen und Herren, ich komme zum Schluss.
      Moderne Sportpolitik muss sich als Querschnittspolitik
      verstehen. Wenn sie das nicht tut, ist sie rückwärts ge-
      wandt. Es kann nicht nur um Zahlenakrobatik gehen,
      Herr Kollege Riegert. Wir müssen uns vielmehr in min-
      destens fünf Disziplinen einmischen:

      Erstens. Wir müssen uns als Gesundheitspolitiker ver-
      stehen.

      Zweitens. Wir müssen uns als Kämpfer für einen sau-
      beren Hochleistungs- und Spitzensport verstehen.

      Drittens. Wir müssen uns für spiel- und bewegungs-
      freundliche Stadt- und Lebensräume einsetzen.

      Viertens. Wir müssen eine sozialpolitische Dimension
      des Sports entwickeln, sie immer wieder betonen und
      verdeutlichen, dass Sport in diesem Sinne außerordent-
      lich nachhaltig ist, einen wesentlichen Beitrag zu einer
      nachhaltigen Entwicklung darstellt.

      Fünftens. Sport ist schon immer international ausge-
      richtet gewesen. Er hat die Kraft, zu einer großen Frie-
      densbewegung zu werden.

      Vielen Dank.

      (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der SPD)


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      (C (D Nächster Redner ist der Kollege Detlef Parr für die DP-Fraktion. Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wir füh en die heutige Sportdebatte vor dem Hintergrund erhebicher Haushaltsprobleme der öffentlichen Hand. Einspaungen und Umschichtungen gehören mittlerweile in und, Ländern und Gemeinden zum politischen Alltag. ir müssen uns fragen: Welche Rolle spielt der Sport eientlich bei diesen „Streichkonzerten“? Ich komme zu em Ergebnis, dass die Devise nur lauten kann: Nicht m Sport, sondern durch Sport sparen! Da hat der Sport erhebliche Vorleistungen erbracht. nsere Bemühungen müssen sich jetzt darauf konzenrieren, dieses freiwillige Engagement nicht auszunuten, es nicht überzustrapazieren. Da hilft ein Blick in en Abschlussbericht der Enquete-Kommission „Zuunft des bürgerschaftlichen Engagements“ weiter. Dort eißt es: „Gesetze dürfen Engagement nicht behindern.“ s wird auf die Gefahr der Standardisierung und Überreulierung hingewiesen. Davon können alle Ehrenamtlihen ein Liedchen singen. Deshalb müssen wir für Verwaltungsund Verfahrens ereinfachungen sorgen, wenn wir Gesetze weiterentwikeln. Wir müssen unseren Vereinen mehr Flexibilität im ahmen der vier Tätigkeitsbereiche Vermögensverwaltung, weckbetrieb, wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb und im deellen Bereich zum Beispiel durch Freistellungsregeungen ermöglichen – ganz im Sinne des 10. Sportbei Die Autonomie des Sport „gewährt den in Vereinen nd Verbänden organisierten Mitbürgerinnen und Mitürgern einen weiten grundrechtlich abgesicherten Freieitsraum“. Dazu zählt die Kommission das steuerliche emeinnützigkeitsund Spendenrecht, das Zuwenungsrecht und das Haftungsrecht. Hier sind wir in der flicht. Wir müssen auch für eine neue Anerkennungsultur, neue Formen der Würdigung und Auszeichnung hrenamtlichen Einsatzes sorgen. Winfried Hermann hat zu Recht auf den Zusammen ang von Sport und Gesundheit hingewiesen. Sie geören eng zusammen, mit den guten, aber auch den chlechten Seiten. Doping bleibt eine Geißel des Sports, leibt unlauterer Wettbewerb und Raubbau an der eigeen Gesundheit. Deswegen begrüßen wir die Gründung er Nationalen Anti-Doping-Agentur und die Existenz er Welt-Anti-Doping-Agentur als wichtige Säulen bei er Bekämpfung verbotener medikamentöser Leistungsteigerung. Wollen wir aber weltweit erfolgreich sein nd unsere deutschen Athletinnen und Athleten schüten, dann müssen wir für eine auskömmliche Finanzieung der Welt-Anti-Doping-Agentur auch durch die EU orgen. Detlef Parr Die positive Seite sind die Kompetenzen, die der Sport in der Prävention und Rehabilitation aufgebaut hat. Vor allem über Prävention haben SPD und Grüne lange genug geredet; jetzt sind Handlungsund Finanzierungskonzepte gefragt, wie sie im FDP-Antrag vom 19. Februar dieses Jahres – vom 19. Februar! – zum Ausdruck kommen. Endlich kommen wir zu einem Ergebnis. Der Sport darf bei den anstehenden Gesundheitsre formgesprächen nicht vernachlässigt werden. Gesundheitsförderung durch Sport und Bewegung hat einen volkswirtschaftlichen Nutzen, der für eine nachhaltige Gesundheitsreform von hoher Bedeutung ist. Sie ist ein wichtiges Wettbewerbselement der Krankenkassen und sollte deshalb nicht über einen Staatsfonds finanziert werden. Ein Präventionsgesetz als Leistungsgesetz ohne solides Finanzierungskonzept weckt falsche Hoffnungen. Dagegen kann eine Bündelung und Konzentration der verstreuten gesetzlichen Vorschriften und Verordnungen nach kritischer Prüfung ihrer Notwendigkeit und Plausibilität möglicherweise auch in Gesetzesform hilfreich sein. Zum Leistungssport. Er ist nicht nur ein respektables Aushängeschild für Deutschland, sondern schafft durch seine öffentliche Wirkung erst die Grundlage für den Breitensport. Frau Staatssekretärin, Sie haben zu Recht darauf hingewiesen. Sportliche Leistung muss deswegen von Kindesbeinen an als Wert vermittelt werden. Das Gute an dem Olympiabewerbungsverfahren war die geforderte Voraussetzung, dem Schulsport mehr Aufmerksamkeit zu schenken und Sport und Bewegung in der Schule auch vom Zeitrahmen her zu stärken, etwa durch die dritte Sportstunde und mehr Bewegungszeiten. Wir müssen uns alle dafür einsetzen, dass dieser Impuls langfristige Wirkung hat und nicht nur ein Lippenbekenntnis ist. Die Eliteschulen des Sports müssen ausgebaut, aber gleichzeitig auch auf ihre Effizienz hin untersucht werden. Wer nicht ohne Wenn und Aber leistungsbereit ist, gehört eben nicht in eine solche Schule. Die Strategie der Leistungsförderung muss auf eine konsequente Eliteförderung ausgerichtet sein, weg vom Gießkannenprinzip hin zu einer konzentrierten, engeren Leistungsspitze. Die Athletinnen und Athleten für Olympia 2012 sind heute Teenager. Sie verdienen alle Unterstützung, aber auch das rechtzeitige Aufzeigen von Grenzen. Nur so können unsere zurzeit leider nicht mehr wachsenden Mittel Erfolg versprechend eingesetzt werden. Klaus Riegert, wir werden das vielleicht in der nächsten Legislaturperiode wieder ändern können. Ich komme zum Abschluss. Die FDP teilt in einigen Bereichen – die Anträge liegen ja vor – die Kritik der Union am 10. Sportbericht der Bundesregierung. Sie erkennt aber auch viele Entscheidungen als richtig an. Wer j b l g m s n S t T c l d i a t a g i d P g w m c z A s n i D d m n r s (C (D edoch in Zeiten, in denen alle Fraktionen zur Finanzierarkeit des zukünftigen Gesundheitssystems jede Mögichkeit der Begrenzung und Herausnahme von Leistunen aus der gesetzlichen Krankenversicherung ausloten, it dem Präventionsgesetz ein zusätzliches Leistungsgeetz ohne Finanzierungskonzept aufsatteln will, kann icht mit der Unterstützung der Liberalen rechnen. Ich danke Ihnen fürs Zuhören. Nächster Redner in der Debatte ist der Kollege Axel chäfer, SPD-Fraktion. Herr Präsident! Kolleginnen und Kollegen! Die Poli ik dieser Bundesregierung ist durch Weltoffenheit und oleranz geprägt. Beides gehört auch zu den wesentlihen Merkmalen des Sports. Für den Standort Deutschand ist es wichtig, dass sich auch unser Sportpublikum urch Weltoffenheit und Toleranz auszeichnet, nsbesondere bei internationalen Großereignissen. Ich habe eine der herausragenden kontinentalen Ver nstaltungen von 2002, die Leichtathletik-Europameiserschaften in München, vor Ort live miterlebt und war ngetan von den fairen, sachkundigen und zugleich beeisterten Zuschauern. Und – das sage ich bewusst, weil ch zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Deutschen Bunestag saß – ich war angetan von der Präsenz und der räsentation von Verantwortlichen der Politik. Das war ut für die Bindungen und Verbindungen zum Sport, das ar gut für das Ansehen unseres Landes in Europa. Wissen Sie, wer auch beim Sport eine gute Figur acht? – Gerhard Schröder. Das zeigt er durch persönlihe Unterstützung vieler internationaler Bewerbungen um Beispiel der für die Fußball-WM oder durch die nwesenheit bei bedeutenden Sportevents. (Beifall bei der SPD – Detlef Parr [FDP]: Aber nicht beim Zigarrerauchen!)