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    Tagesordnungspunkt 1: Befragung der Bundesregierung: Interna- tionale Anstrengungen zur Bekämpfung der Geldwäsche; Ergebnis des G-7- Finanzministertreffens . . . . . . . . . . . . . . 18629 A Dr. Barbara Hendricks, Parl. Staatssekretärin BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18629 B Jürgen Koppelin FDP . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18630 A Dr. Barbara Hendricks, Parl. Staatssekretärin BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18630 B Hans Michelbach CDU/CSU . . . . . . . . . . . . 18630 D Dr. Barbara Hendricks, Parl. Staatssekretärin BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18630 D Jörg-Otto Spiller SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18631 D Dr. Barbara Hendricks, Parl. Staatssekretärin BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18632 A Gerda Hasselfeldt CDU/CSU . . . . . . . . . . . . 18632 C Dr. Barbara Hendricks, Parl. Staatssekretärin BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18632 C Dr. Jürgen Meyer (Ulm) SPD . . . . . . . . . . . . 18632 D Dr. Barbara Hendricks, Parl. Staatssekretärin BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18633 A Gudrun Kopp FDP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18633 A Dr. Barbara Hendricks, Parl. Staatssekretärin BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18633 B Jochen-Konrad Fromme CDU/CSU . . . . . . . 18634 A Dr. Barbara Hendricks, Parl. Staatssekretärin BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18634 B Ursula Lötzer PDS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18634 B Dr. Barbara Hendricks, Parl. Staatssekretärin BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18634 B Dr. Jürgen Meyer (Ulm) SPD . . . . . . . . . . . . 18634 C Dr. Barbara Hendricks, Parl. Staatssekretärin BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18634 D Elke Wülfing CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . . . 18635 A Dr. Barbara Hendricks, Parl. Staatssekretärin BMF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18635 A Tagesordnungspunkt 2: Fragestunde (Drucksache 14/7032) . . . . . . . . . . . . . . . 18635 D Änderung des Arbeitszeitgesetzes zur flexible- ren Gestaltung des Arbeitseinsatzes MdlAnfr 2 Helmut Heiderich CDU/CSU Antw PStSekr Gerd Andres BMA . . . . . . . . . . 18635 D ZusFr Helmut Heiderich CDU/CSU . . . . . . . . 18636 B Mittel für die Förderung der Selbsthilfe gemäß § 20 SGB V im Jahre 2001 MdlAnfr 4 Dr. Ilja Seifert PDS Antw PStSekr’in Gudrun Schaich-Walch BMG 18636 D ZusFr Dr. Ilja Seifert PDS . . . . . . . . . . . . . . . . 18636 D Mittel für die Förderung der Selbsthilfe gemäß § 20 SGB V im Jahre 2001 MdlAnfr 5 Dr. Ilja Seifert PDS Antw PStSekr’in Gudrun Schaich-Walch BMG 18637 C ZusFr Dr. Ilja Seifert PDS . . . . . . . . . . . . . . . . 18637 D Plenarprotokoll 14/191 Deutscher Bundestag Stenographischer Bericht 191. Sitzung Berlin, Mittwoch, den 10. Oktober 2001 I n h a l t : Stellungnahme des BMU zur Ausweisung bayerischer FFH-Gebiete, insbesondere in Be- zug auf das Hafenlohrtal MdlAnfr 6 Hans Michelbach CDU/CSU Antw PStSekr’in Gila Altmann BMU . . . . . . . 18638 C ZusFr Hans Michelbach CDU/CSU . . . . . . . . 18638 C Ausweisung des Hafenlohrtales als FFH- Gebiet; Antrag des Kreistages Main-Spessart MdlAnfr 7 Hans Michelbach CDU/CSU Antw PStSekr’in Gila Altmann BMU . . . . . . . 18639 A ZusFr Hans Michelbach CDU/CSU . . . . . . . . 18639 A Veränderung bzw. Einstellung der auswärtigen KulturpolitikangesichtsderTerrorakte indenUSA MdlAnfr 8, 9 Gerhard Schüßler FDP Antw StMin Dr. Christoph Zöpel AA . . . . . . . 18639 C ZusFr Gerhard Schüßler FDP . . . . . . . . . . . . . 18639 D Durchsetzung der unverzüglichen Einführung eines strengeren Visa-Verfahrens mit Fingerab- drücken und Kopien der Passeinträge MdlAnfr 10 Dr. Hans-Peter Uhl CDU/CSU Antw PStSekr Fritz Rudolf Körper BMI . . . . . 18640 C ZusFr Dr. Hans-Peter Uhl CDU/CSU . . . . . . . 18640 C Ausweisung gewaltbereiter islamistischer Ex- tremisten MdlAnfr 11 Dr. Hans-Peter Uhl CDU/CSU Antw PStSekr Fritz Rudolf Körper BMI . . . . . 18641 A ZusFr Dr. Hans-Peter Uhl CDU/CSU . . . . . . . 18641 B Stärkung des Wirtschaftszweigs Tourismus in den Grenzregionen zu den EU-Beitrittsländern MdlAnfr 14, 15 Klaus Hofbauer CDU/CSU Antw PStSekr’in Margareta Wolf BMWi 18642 A, B ZusFr Klaus Hofbauer CDU/CSU . . . . . . . . . 18643 A ZusFr Dr. Ilja Seifert PDS . . . . . . . . . . . . . . . . 18643 D Prüfung des Konzepts zur Neuausrichtung der Bundeswehr auf Wirtschaftlichkeit und Spar- samkeit durch den Bundesrechnungshof MdlAnfr 16 Hartmut Koschyk CDU/CSU Antw PStSekr’in Brigitte Schulte BMVg . . . . 18644 B ZusFr Hartmut Koschyk CDU/CSU . . . . . . . . 18644 C Umsetzung von mit EU-Recht konformen Re- gelungen zur Reduzierung des nächtlichen Fluglärms am Flughafen Köln/Bonn MdlAnfr 21 Dr. Norbert Röttgen CDU/CSU Antw PStSekr Stephan Hilsberg BMVBW . . . 18645 C ZusFr Dr. Norbert Röttgen CDU/CSU . . . . . . 18645 D Umsetzung von mit EU-Recht konformen Re- gelungen zur Reduzierung des nächtlichen Fluglärms am Flughafen Köln/Bonn MdlAnfr 22 Dr. Norbert Röttgen CDU/CSU Antw PStSekr Stephan Hilsberg BMVBW . . . 18646 C ZusFr Dr. Norbert Röttgen CDU/CSU . . . . . . 18646 D Höhe der Finanzmittel für die Erweiterung der A 4 zwischen dem Kirchheimer Dreieck und der Landesgrenze Hessen/Thüringen MdlAnfr 23 Helmut Heiderich CDU/CSU Antw PStSekr Stephan Hilsberg BMVBW . . . 18647 B ZusFr Helmut Heiderich CDU/CSU . . . . . . . . 18647 D Kosten für Reparaturmaßnahmen an erst kürz- lich fertig gestellten Autobahnstrecken, zum Bei- spiel an der A 9 in Höhe Spänfleck bei Gesees MdlAnfr 24 Hartmut Koschyk CDU/CSU Antw PStSekr Stephan Hilsberg BMVBW . . . 18648 B ZusFr Hartmut Koschyk CDU/CSU . . . . . . . . 18648 D Standortprüfungen vor Festlegung der Neu- strukturierung der Bundesfinanzverwaltung und des Zollfahndungsdienstes MdlAnfr 27 Dirk Niebel FDP Antw PStSekr’in Dr. Barbara Hendricks BMF 18649 C ZusFr Dirk Niebel FDP . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18649 D Standortprüfungen vor Festlegung der Neu- strukturierung der Bundesfinanzverwaltung und des Zollfahndungsdienstes, insbesondere in Heidelberg MdlAnfr 28 Dirk Niebel FDP Antw PStSekr’in Dr. Barbara Hendricks BMF 18649 D ZusFr Dirk Niebel FDP . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18650 A Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode – 191. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 10. Oktober 2001II Schließung des Zollamtes Herford MdlAnfr 29 Dr. Reinhard Göhner CDU/CSU Antw PStSekr’in Dr. Barbara Hendricks BMF 18650 C ZusFr Dr. Reinhard Göhner CDU/CSU . . . . . 18650 D Schließung des Zollamtes Herford MdlAnfr 30 Dr. Reinhard Göhner CDU/CSU Antw PStSekr’in Dr. Barbara Hendricks BMF 18651 B ZusFr Dr. Reinhard Göhner CDU/CSU . . . . . 18651 C Zusatztagesordnungspunkt 1: Aktuelle Stunde betr. Haltung der Bun- desregierung zur weiterhin Besorgnis erregenden Entwicklung auf dem Ar- beitsmarkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18652 B Peter Rauen CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . . . . 18652 B Renate Rennebach SPD . . . . . . . . . . . . . . . . 18653 C Rainer Brüderle FDP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18654 D Dr. Thea Dückert BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18656 B Dr. Klaus Grehn PDS . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18657 B Wolfgang Weiermann SPD . . . . . . . . . . . . . . 18658 A Johannes Singhammer CDU/CSU . . . . . . . . 18659 C Werner Schulz (Leipzig) BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18661 A Gerald Weiß (Groß-Gerau) CDU/CSU . . . . . 18662 C Walter Riester, Bundesminister BMA . . . . . . 18663 D Dr. Hans-Peter Friedrich (Hof) CDU/CSU 18665 C Angelika Krüger-Leißner SPD . . . . . . . . . . . 18667 A Heinz Schemken CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . 18668 D Gerd Andres SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18670 A Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18671 D Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 18673 A Anlage 2 Erklärung nach § 31 GO des Abgeordneten Siegfried Hornung (CDU/CSU) zur Abstim- mung über den Gesetzentwurf der Bundesre- gierung zur Bereinigung offener Fragen des Rechts an Grundstücken in den neuen Ländern (Grundstücksrechtsbereinigungsgesetz) (189. Sitzung, Tagesordnungspunkt 4 b) . . . . 18673 C Anlage 3 Kostenaufteilung bezüglich der Entsorgung von Tiermehlrestbeständen MdlAnfr 1 Gudrun Kopp FDP Antw PStSekr Matthias Berninger BMVEL 18674 C Anlage 4 Anwendung der Vorschriften des Gleichstel- lungsdurchsetzungsgesetzes für den öffentli- chen Dienst in privatisierten Unternehmen MdlAnfr 3 Ina Lenke FDP Antw PStSekr’in Dr. Edith Niehuis BMFSFJ 18674 D Anlage 5 Änderung der Eichordnung hinsichtlich der Berechnung des Kraftstoffvolumens auch an Straßenzapfsäulen mit 15 Grad Celsius MdlAnfr 12, 13 Dr. Heinrich L. Kolb FDP Antw PStSekr’in Margareta Wolf BMWi . . . . 18675 A Anlage 6 Erwirtschaftete Gewinne der GEBB für den Einzelplan 14; Auflage eines aktuellen sicher- heitspolitischen Weißbuches nach den Terror- anschlägen in den USA MdlAnfr 17, 18 Günther Friedrich Nolting FDP Antw PStSekr’in Brigitte Schulte BMVg . . . . 18675 B Anlage 7 Wettbewerbsnachteile von Spediteuren in länd- lichen Regionen durch die entfernungsabhän- gige LKW-Maut MdlAnfr 20 Ernst Hinsken CDU/CSU Antw PStSekr Stephan Hilsberg BMVBW . . . 18675 D Anlage 8 Verhinderung von Umzügen prominenter und zahlungskräftiger Steuerzahler ins Ausland; steuerrechtliche Anreize zur Abwanderung nach Österreich MdlAnfr 25, 26 Erwin Marschewski (Recklinghausen) CDU/CSU Antw PStSekr’in Dr. Barbara Hendricks BMF 18675 D Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode – 191. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 10. Oktober 2001 III Anlage 9 Stand der Verhandlungen zur Fusion von Deut- scher Ausgleichsbank und Kreditanstalt für Wiederaufbau MdlAnfr 31 Gudrun Kopp FDP Antw PStSekr’in Dr. Barbara Hendricks BMF 18676 C Anlage 10 Vorschlag der EU-Kommission für eine Än- derung der Definition für Zigarren und Ziga- rillos MdlAnfr 32, 33 Peter Weiß (Emmendingen) CDU/CSU Antw PStSekr’in Dr. Barbara Hendricks BMF 18676 D Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode – 191. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 10. Oktober 2001IV Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode – 191. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 10. Oktober 2001
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    Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode – 191. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 10. Oktober 2001 Gerd Andres 18671 (C) (D) (A) (B) Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode – 191. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 10. Oktober 2001 18673 (C) (D) (A) (B) Bierling, Hans-Dirk CDU/CSU 10.10.2001** Dr. Blank, CDU/CSU 10.10.2001** Joseph-Theodor Bühler (Bruchsal), CDU/CSU 10.10.2001* Klaus Frankenhauser, Herbert CDU/CSU 10.10.2001 Frick, Gisela FDP 10.10.2001 Friedrich (Altenburg), SPD 10.10.2001 Peter Friedrich (Mettmann), SPD 10.10.2001 Lilo Hemker, Reinhold SPD 10.10.2001 Holetschek, Klaus CDU/CSU 10.10.2001 Ibrügger, Lothar SPD 10.10.2001** Janssen, Jann-Peter SPD 10.10.2001 Janz, Ilse SPD 10.10.2001 Jelpke, Ulla PDS 10.10.2001 Dr. Kenzler, Evelyn PDS 10.10.2001 Lippmann, Heidi PDS 10.10.2001** Naumann, Kersten PDS 10.10.2001 Nolte, Claudia CDU/CSU 10.10.2001 Ostrowski, Christine PDS 10.10.2001 Raidel, Hans CDU/CSU 10.10.2001 Rauber, Helmut CDU/CSU 10.10.2001 Simm, Erika SPD 10.10.2001 Strebl, Matthäus CDU/CSU 10.10.2001 Dr. Süssmuth, Rita CDU/CSU 10.10.2001 Thiele, Carl-Ludwig FDP 10.10.2001 Dr. Thomae, Dieter FDP 10.10.2001 Welt, Jochen SPD 10.10.2001 Dr. Westerwelle, FDP 10.10.2001 Guido Dr. Wieczorek, SPD 10.10.2001 Norbert Wieczorek-Zeul, SPD 10.10.2001 Heidemarie Wiesehügel, Klaus SPD 10.10.2001 * für die Teilnahme an Sitzungen der Westeuropäischen Union ** für die Teilnahme an Sitzungen der Nordatlantischen Versammlung Anlage 2 Erklärung nach § 31 GO des Abgeordneten Siegfried Hornung (CDU/ CSU) zur Abstimmung über den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Bereinigung offener Fragen des Rechts an Grundstücken in den neuen Ländern (Grundstücksrechtsbereinigungsgesetz) (189. Sitzung, Tagesordnungspunkt 4 b) Der von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzent- wurf greift richtigerweise einen Regelungsbedarf auf, der durch das Auslaufen des zum 30. September 2001 befris- teten Moratoriums für öffentlich genutzte Grundstücke in Art. 233 § 2 a Abs. 9 EGBGB entstanden ist. Zur weiteren und insbesondere abschließenden Berei- nigung offener Fragen des Rechts an Grundstücken in den neuen Ländern ist der im Gesetzentwurf in Art. 1 aufge- zeigte Weg des Ankaufsrechts öffentlicher Nutzer für Ver- kehrsflächen und sonstige Flächen, die im Beitrittsgebiet schon vor dem 3. Oktober 1990 öffentlich genutzt, aber noch heute im Privateigentum stehen, prinzipiell ein sinn- voller Regelungsansatz. Dies insbesondere auch deshalb, weil eine ab- schließende Regelung dieser offenen Fragen des Rechts an Grundstücken in den neuen Ländern elf Jahre nach der Wiederherstellung der staatlichen Einheit mehr als gebo- ten erscheint. Inhaltlich sind mit dem Gesetzgebungsvorhaben in Art. 1 des vorgelegten Artikelgesetzes (Verkehrsflächen- bereinigungsgesetz – VerkFlBerG) und dem Ankaufsrecht der Kommunen die besonderen Interessen der Eigen- tümer und der öffentlichen Nutzer zu berücksichtigen. Dem Bundestag obliegt daher in hohem Maße die Ver- antwortung, die erforderlichen Ankaufsmodalitäten so- wohl für den Eigentümer als auch für den öffentlichen Nutzer ausgewogen, verfassungskonform und sozialver- träglich zu gestalten. Dieser Verantwortung wird der vorgelegte Gesetzent- wurf nur unzureichend gerecht. Im Ergebnis kann deshalb dem Gesetz nicht zugestimmt werden. entschuldigt bis Abgeordnete(r) einschließlich entschuldigt bis Abgeordnete(r) einschließlich Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten Anlagen zum Stenographischen Bericht Bereits die mit Blick auf das Auslaufen des sachen- rechtlichen Moratoriums zum 30. September 2001 zeit- lich späte Einbringung des Gesetzentwurfes durch die Bundesregierung Ende Juni 2001 hat eine sorgfältige par- lamentarische Beratung erheblich erschwert. Unbefrie- digend ist ebenfalls, dass der zahlenmäßige Umfang der betroffenen Flächen bis heute nicht vollständig zu ermit- teln ist. Inhaltlich hat die von der CDU/CSU-Fraktion durch- gesetzte Anhörung des Rechtsausschusses am 30. August 2001 gezeigt, dass noch Änderungsbedarf an diesem Ge- setzentwurf bestand und noch besteht. Das haben die im Anschluss an die Anhörung aufgenommenen Änderungen gezeigt, so die Klarstellung in § 1, dass unter anderem auch Deponien zum Regelungsbereich gehören und die in § 3 zugunsten des Eigentümers abgeänderte Beweislast- regel. Diese Änderungen werden von uns begrüßt und ha- ben zu Recht den von der CDU/CSU-Fraktion dargeleg- ten notwendigen Änderungs- und Ergänzungsbedarf deutlich gemacht. Sie reichen aber allein zur Zustimmung zu dem Gesetzvorhaben nicht aus. Weiterhin ungeklärt sind nach wie vor die Schicksale von zeitweilig im Beitrittsgebiet öffentlich genutzten Pri- vatgrundstücken, deren öffentliche Nutzung zwischen- zeitlich eingestellt wurde. Insbesondere für Flächen mit stillgelegten Deponien besteht ein gesetzgeberischer Re- gelungsbedarf und damit die Notwendigkeit der Auf- nahme in dieses Gesetz. Zudem dürfen die Ankaufbedingungen im Gesetzent- wurf nicht dazu führen, dass etwaige grundbuchlich ge- sicherte und noch bestehende Grundpfandrechte – zum Beispiel Althypotheken –, die noch im Grundbuch der von der öffentlichen Nutzung betroffenen Grundstücke ver- zeichnet sind, im Falle der Lastenfreistellung für den Eigentümer kostenaufwendiger sind als die gesetzlich festgelegte reduzierte Entgeltregelung. Es erscheint ver- fassungsrechtlich bedenklich, wenn der Eigentümer das Eigentum durch ein Ankaufrecht der Kommune verliert und dabei unter Umständen auch noch draufzahlen muss. Die Gegenargumentation im Beratungsverfahren, dass dies faktisch kaum vorkommen dürfte, räumt diese recht- lichen Bedenken nicht aus. Die in dieser Frage in § 7 Abs. 2 des Gesetzentwurfes vorgenommenen weiteren Änderungen bewirken zwar klarstellend den Verzicht des Gläubigers auf die Rechte aus der grundbuchlichen Besicherung, ändern am Bestand der Forderung und der damit verbundenen Durchsetzbar- keit aber wohl nichts. Nach § 7 Abs. 2 Satz 3 muss der Gläubiger auf die Sicherheit verzichten, nicht aber auf die Forderung. Auch die im Gesetzentwurf genannte Ankaufsfrist bis zum 30. Juni 2007 ist mit Blick auf eine bisher unterblie- bene Regelung aus Sicht der Eigentümer nur schwer zu- mutbar. Die im Falle einer Fristverkürzung zusätzlichen Umsetzungsprobleme der Kommunen werden von uns nicht verkannt, gleichwohl wäre eine Fristverkürzung für die in § 1 Abs. 1 Ziffer 2 des Entwurfes genannten Flächen denkbar gewesen. Mit Blick auf die Finanzkraft der Kommunen ist die Pflicht zur Entrichtung der Grunderwerbssteuer bei die- sen Erwerbsvorgängen für die Kommunen ebenfalls be- denklich. Nach Angaben der Kommunen ist die Pflicht zur Entrichtung der Grunderwerbssteuer bei diesen Erwerbsvorgängen für die Kommunen ebenfalls bedenk- lich. Nach Angaben der Kommunen wurden in der Ver- gangenheit nahezug alle Erwerbsvorgänge von der Ver- pflichtung zur Zahlung der Grunderwerbssteuer nach dem Grunderwerbssteuergesetz freigestellt, in denen es bei Bund, Ländern und Kommunen zum Eigentumswechsel im Zusammenhang mit dem Einigungsvertrag, dem Ver- mögenszuordnungsgesetz oder anderen Gesetzen kam. Eine solche Freistellung ist in diesem Entwurf nicht vorgesehen. Den Regelungsbedarf dieser Problemfelder hat die Re- gierungskoalition nicht weiter verfolgt bzw. nicht zufrie- den stellend geregelt und im Ergebnis abgelehnt. Dem Gesetzentwurf kann daher nicht zugestimmt werden. Anlage 3 Antwort des Parl. Staatssekretärs Matthias Berninger auf die Frage der Abgeordneten Gudrun Kopp (FDP) (Drucksache 14/7032, Frage 1): Sind meine Informationen richtig, nach denen es noch keine abschließende Einigung zwischen der Bundesregierung und den Herstellern von Tierfuttermitteln sowie dem Handel über die Kos- tenaufteilung bezüglich der Entsorgung der Tiermehlrestbestände gibt? Nein, Ihre Informationen sind nicht zutreffend. Vorbe- haltlich der Genehmigung der EU-Kommission wird der Bund Ausgleichsleistungen bis zu 40 Millionen DM an die betroffenen Futtermittelhersteller und -händler zahlen, jedoch nicht mehr als zwei Drittel der Kosten im Einzel- fall. Die Bedingungen für diese Ausgleichsleistungen wurden am 5. Oktober 2001 im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Die Anträge können bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung in Frankfurt eingereicht werden. Anlage 4 Antwort der Parl. Staatssekretärin Dr. Edith Niehuis auf die Frage der Abgeordneten Ina Lenke (FDP) (Druck- sache 14/7032, Frage 3): In welcher Form verfolgt, begleitet und unterstützt die Bun- desregierung die Anwendung der Vorschriften des Gleichstel- lungsdurchsetzungsgesetzes (DGleiG) für den öffentlichen Dienst in Unternehmen ehemals bundeseigener Verwaltung nach deren Umwandlung in Unternehmen privaten Rechts im Sinne von § 3 Abs. 2 DGleiG? § 3 Abs. 2 des Entwurfs des Gleichstellungsdurch- setzungsgesetzes (DGleiG) soll die entsprechende An- wendung der Vorschriften dieses Gesetzes gewährleisten, wenn ein zuvor in bundeseigener Verwaltung geführtes Unternehmen in die Rechtsform eines privaten Unterneh- mens überführt wird. Dieses Ziel kann insbesondere durch gesellschaftsvertragliche Vereinbarungen erreicht Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode – 191. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 10. Oktober 200118674 (C) (D) (A) (B) werden, die eine entsprechende Anwendung zentraler Vorschriften des DGleiG nach erfolgter Privatisierung verbindlich vorschreiben. Anlage 5 Antwort der Parl. Staatssekretärin Margareta Wolf auf die Fragen des Abgeordneten Dr. Heinrich L. Kolb (FDP) (Druck- sache 14/7032, Fragen 12 und 13): Ist der § 10 b der Eichordnung (EO) dahin gehend geändert worden, dass nunmehr neben Heizöl auch das Volumen von Diesel- und Ottokraftstoff mit einer Temperatur von 15 Grad Celsius be- rechnet werden, sofern dies nicht an Straßenzapfsäulen geschieht, und weshalb sind Straßenzapfsäulen von dieser Regelung ausge- schlossen? Plant die Bundesregierung eine Änderung der EO dahin ge- hend, dass auch an Straßenzapfsäulen das Volumen mit einer Tem- peratur von 15 Grad Celsius berechnet wird, und wann ist mit ei- ner derartigen Änderung gegebenenfalls zu rechnen? Die Bundesregierung hat sich mit den Ländern darauf geeinigt, § 10 b der Eichordnung (EO) dahin gehend zu ändern, dass neben Heizöl auch das Volumen von Diesel- und Ottokraftstoff mit einer Temperatur von 15 Grad Celsius berechnet wird. Dies soll allerdings nicht für die Abgabe an Straßenzapfsäulen gelten. Ein entsprechend geänderter Text des § 10 b EO wurde bereits mit den Län- dern abgestimmt, er wird bei der nächsten Gelegenheit in die Eichordnung aufgenommen. Eine Einbeziehung der Straßenzapfsäulen in diese Regelung ist von der Bundes- regierung nicht vorgesehen, da die nachträgliche Ausrüs- tung der großen Zahl von Zapfsäulen an den Tankstellen mit erheblichen Kosten für die Tankstellenbetreiber ver- bunden wäre, die letztlich dem Kunden angelastet wür- den. Im Übrigen bezieht der Kraftfahrer den Kraftstoff so- wohl im Winter als auch im Sommer, sodass aufgrund des ganzjährigen Bezugs ein Temperaturausgleich stattfindet. Der Kraftfahrer erhält somit im Jahresdurchschnitt weit- gehend die richtige Menge. Schließlich ist darauf hinzu- weisen, dass bei der überwiegenden Zahl der Tankstellen der Kraftstoff in unterirdischen Tanks gelagert wird, was dazu führt, dass die Temperatur des Kraftstoffs von der Außentemperatur kaum beeinflusst wird und damit weit- gehend konstant bleibt. Die Haltung der Bundesregierung wird im Übrigen auch von den betroffenen Verbänden ge- teilt. Anlage 6 Antwort der Parl. Staatssekretärin Brigitte Schulte auf die Fragen des Abgeordneten Günther Friedrich Nolting (FDP) (Drucksache 14/7032, Fragen 17 und 18): Aus welchen ihrer Geschäftsaktivitäten hat die Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb bisher welchen Geld- betrag erwirtschaftet, der in diesem Jahr dem Einzelplan 14 (Bun- desministerium der Verteidigung) zugute kommt? Wann plant die Bundesregierung im Lichte der Terroran- schläge in den Vereinigten Staaten von Amerika die Auflage eines aktuellen sicherheitspolitischen Weißbuches oder eines anderen Grundlagenpapiers zur Sicherheitspolitik, und welche gesell- schaftlich relevanten Institutionen sollen an dessen Erarbeitung beteiligt werden? Zu Frage 17: Nach den Ressortvereinbarungen zwischen dem Bun- desministerium der Verteidigung und dem Bundesminis- terium der Finanzen vom 14. Juni und 27. September 2000 können Mehreinnahmen und Minderausgaben aus Effizi- enzsteigerungen sowie Veräußerungen von beweglichem und unbeweglichem Vermögen der Bundeswehr für die Reform der Bundeswehr eingesetzt werden. Der Gesell- schaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Die Gesellschaft für Ent- wicklung, Beschaffung und Betrieb entfaltet Geschäft- stätigkeiten derzeit auf den Gebieten Liegenschaftsmana- gement, Bekleidungsmanagement, Flottenmanagement, Informationstechnik (Projekt HERKULES). In allen Be- reichen gehen die Arbeiten voran und haben unter ande- rem dazu geführt, dass sich wirtschaftliches Handeln durchgesetzt hat und das Bundesministerium der Vertei- digung mit den Haushaltsansätzen im Jahr 2001 auskom- men kann. Zu Frage 18: Angesichts der gerade 29 Tage zurückliegenden Ter- roranschläge auf New York und Washington und der ge- meinsamen Suche nach Antworten auf die Bekämpfung des Terrorismus und der mit dem Terrorismus zusammen- arbeitenden Regime, scheint es mir verfrüht zu sein, über die Neuauflage eines Weißbuches oder die Erstellung ei- nes anderen Grundlagenpapiers zur Sicherheitspolitik nachzudenken. Die zivilen und militärischen Kräfte der Bundeswehr konzentrieren sich zurzeit auf die Aufgaben- erfüllung in den internationalen Einsätzen und auf die für Deutschland entstandenen Herausforderungen. Anlage 7 Antwort des Parl. Staatssekretärs Stephan Hilsberg auf die Frage des Abgeordneten Ernst Hinsken (CDU/CSU) (Drucksa- che 14/7032, Frage 20): Mit welchen Argumenten entkräftet die Bundesregierung die Bedenken von Spediteuren in ländlichen und peripheren Regio- nen, die im Hinblick auf den vom Kabinett verabschiedeten Gesetzentwurf zur Erhebung einer entfernungsabhängigen LKW- Maut durch längere Transportwege Wettbewerbsnachteile be- fürchten? Die LKW-Maut wird für jedes Transportunternehmen, das deutsche Autobahnen benutzt, gleichermaßen gelten. Die Mauthöhe für einen Gütertransport, dessen Ziel- oder Ausgangspunkt in ländlichen Gebieten oder peripheren Regionen liegt, ist somit unabhängig davon, ob das aus- führende Transportunternehmen in einem ländlichen Gebiet oder in einem Ballungsgebiet liegt. Die künftige LKW-Maut wird deshalb für Transportunternehmen in ländlichen Gebieten oder in peripheren Regionen zu kei- nen Wettbewerbsnachteilen führen. Anlage 8 Antwort der Parl. Staatssekretärin Dr. Barbara Hendricks auf die Fragen des Abgeordneten Erwin Marschewski Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode – 191. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 10. Oktober 2001 18675 (C) (D) (A) (B) (Recklinghausen) (CDU/CSU) (Drucksache 14/7032, Fragen 25 und 26): Warum hat die Bundesregierung auf meine schriftliche Frage vom 2. Juli 2001 (Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister der Finanzen, Dr. Barbara Hendricks, auf meine schriftliche Frage 59 – Bundestagsdrucksache 14/6720) nur ausweichend geantwortet und insbesondere nicht dargelegt, was sie getan hat oder zu tun gedenkt, um Umzüge prominenter und zahlungskräftiger Steuerzahler ins Ausland zu verhindern oder rückgängig zu machen? Worin bestehen nach Auffassung der Bundesregierung die steuerrechtlichen Anreize für zahlungskräftige deutsche Steuer- zahler zur Abwanderung etwa nach Österreich, und wird die Bundesregierung Maßnahmen ergreifen, um diesen Trend umzu- kehren und Deutschland für abgewanderte oder auswärtige Steu- erzahler wieder attraktiv zu machen? Zu Frage 25: Meine Antwort auf Ihre schriftliche Frage vom 2. Juli 2001 entspricht der Rechtslage und vermittelt einen knappen Überblick über die steuerlichen Folgen eines Wegzugs. Eine Einschränkung der Freizügigkeit für pro- minente oder zahlungskräftige Steuerzahler wäre verfas- sungswidrig und stände im Widerspruch zur Niederlas- sungsfreiheit gemäß Art. 43 des EG-Vertrages sowie der Ausreisefreiheit gemäß Art. 12 Absatz 2 des Internationa- len Paktes über bürgerliche und politische Rechte. Den deutschen Behörden stehen damit in den angesprochenen Fällen keine zulässigen Instrumente zur „Verhinderung“ oder „Rückgängigmachung“ eines Wohnsitzwechsels ins Ausland zur Verfügung. Ein Systemwechsel vom Prinzip der Ansässigkeits- zur Staatsangehörigkeitsbesteuerung ist weder politisch akzeptabel noch wäre er tatsächlich praktikabel. Die Ausweitung der erweiterten beschränk- ten Steuerpflicht gemäß § 2 Außensteuergesetz oder der Vermögenszuwachsbesteuerung gemäß § 6 Außensteuer- gesetz wäre mit EU-Recht unvereinbar und würde sich der berüchtigten „Reichsfluchtsteuer“ annähern. Dies gälte erst recht für die Einführung eines allgemeinen Be- steuerungstatbestandes des Wegzugs ins Ausland. Zu Frage 26: Anreiz für eine Wohnsitzverlagerung nach Österreich könnte zum Beispiel die Abgeltungswirkung der öster- reichischen Besteuerung von Kapitaleinkünften für die Einkommens- und insbesondere der Erbschaftsbesteu- erung des zugrunde liegenden Kapitalvermögens sein. Für in Österreich unbeschränkt steuerpflichtige Sport- ler, die überwiegend im Rahmen von Sportveranstal- tungen außerhalb Österreichs auftreten, besteht auf An- trag die Möglichkeit einer pauschalen Ermittlung der Einkünfte. Diese beträgt 33 Prozent der insgesamt im Ka- lenderjahr aus der Tätigkeit als Sportler einschließlich der Werbetätigkeit erzielten Einkünfte. Die Problematik des steuerlich motivierten Wohnsitzwechsels ist seit Jahren bekannt und war bereits mehrfach Gegenstand parlamen- tarischer Anfragen (zum Beispiel zum so genannten „Fall Flick“). Im Hinblick auf das verfassungsrechtliche Gebot der Gleichmäßigkeit der Besteuerung, das heißt nach dem Leistungsfähigkeitsprinzip, hat die Bundesregierung nicht die Absicht, neue Steuervergünstigungen für den in Betracht kommenden Personenkreis einzuführen. Ziel der Bundesregierung ist es – insbesondere im Rahmen der Aktivitäten von EU und OECD gegen den schädlichen Steuerwettbewerb – andere Staaten dazu zu veranlassen, von der Einräumung unfairer Steuervergünstigungen Ab- stand zu nehmen. Hiermit kann allerdings nicht der Um- stand beseitigt werden, dass es weiterhin Staaten geben dürfte, in denen eine niedrigere Besteuerung erfolgt als in Deutschland. Anlage 9 Anwort der Parl. Staatssekretärin Dr. Barbara Handricks auf die Frage der Abgeordneten Gudrun Kopp (FDP) (Drucksa- che 14/7032, Frage 31): Wie ist der Stand der Verhandlungen über die von der Bun- desregierung im Jahr 2000 beschlossene Zusammenlegung der Deutschen Ausgleichsbank (DtA) und der Kreditanstalt für Wie- deraufbau (KfW), insbesondere im Hinblick auf den genauen Kaufpreis, die einzelnen Modalitäten der Fusion sowie die künf- tigen Organisationsstrukturen, nachdem ein Kaufvertrag nicht, wie vorgesehen, im Mai dieses Jahres vorgelegt wurde, und wel- ches weitere Verfahren sieht die Bundesregierung bezüglich der Fusion vor? Ziel des Kabinettbeschlusses ist der Verkauf der Deut- schen Ausgleichsbank an die Kreditanstalt für Wiederauf- bau zur Erzielung größtmöglicher Synergien im Interesse der Förderung der deutschen Wirtschaft unter Beibehal- tung der Selbstständigkeit der Deutschen Ausgleichsbank im Einflussbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. In Vorbereitung der Zusammenlegung von Deutscher Ausgleichsbank und Kreditanstalt für Wie- deraufbau wurden bereits erhebliche Erfolge erzielt. Ins- besondere haben beide Kreditinstitute eine gemeinsame Refinanzierungsvereinbarung zum gegenseitigen Vorteil abgeschlossen. Eine fruchtbare Zusammenarbeit gibt es auch auf anderen Gebieten, angefangen von einer gemein- samen Vertretung in Brüssel über vereinheitlichte Verfah- ren und Anträge bis hin zur Vorbereitung auf Basel II. Die sich beim Verkauf der Deutschen Ausgleichsbank an die Kreditanstalt für Wiederaufbau ergebenden rechtlichen Fragen konnten noch nicht abschließend beantwortet wer- den. Eine Fusion der beiden Kreditinstitute ist nicht Ge- genstand des Kabinettbeschlusses. Anlage 10 Antwort der Parl. Staatssekretärin Barbara Hendricks auf die Fragen des Abgeordneten Peter Weiß (Emmendingen) (CDU/CSU) (Drucksache 14/7032, Fragen 32 und 33): Wie beurteilt die Bundesregierung die im Vorschlag der EU- Kommission für eine Richtlinie des Rates zur Änderung der Richtlinie 92/79/EWG, der Richtlinie 92/80/EW und der Richtli- nie 95/59/EG hinsichtlich der Struktur und der Sätze der Ver- brauchsteuern auf Tabakwaren vorgesehene Änderung der Defi- nition für Zigarren und Zigarillos? Wann ist mit einer Entscheidung des Rates über den Vorschlag der EU-Kommission für die in Frage 32 genannte Richtlinie zu rechnen? Zu Frage 32: Die Kommission schlägt vor, die Besteuerung von Filterzigarillos durch Änderung der Begriffsdefinition der Besteuerung von Zigaretten gleichzustellen. Die Besteue- Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode – 191. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 10. Oktober 200118676 (C) (D) (A) (B) rung anderer Zigarillos und von Zigarren soll unverändert bleiben. Die von Deutschland gegen die Änderung der Filterzigarillobesteuerung vorgetragenen Bedenken wer- den von der EU-Kommission und den anderen Mitglied- staaten nicht geteilt. Es ist daher davon auszugehen, dass die übrigen Mitgliedstaaten diesem Vorschlag grundsätz- lich zustimmen werden. Die Besteuerung von Filterziga- rillos ist aus fiskalischer Sicht in Deutschland nur von untergeordneter Bedeutung. Die Bundesregierung beab- sichtigt, der Regelung unter Berücksichtigung einer zeit- lich noch zu fixierenden Übergangsfrist zuzustimmen. Zu Frage 33: Der Richtlinienvorschlag der Kommission wird zurzeit in der Ratsarbeitsgruppe „Finanzen“ beraten. Die belgi- sche Präsidentschaft beabsichtigt, die Änderungsrichtli- nie noch unter ihrem Vorsitz, das heißt in diesem Jahr, zu verabschieden. Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode – 191. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 10. Oktober 2001 18677 (C)(A) Druck: MuK. Medien- und Kommunikations GmbH, Berlin
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Dr. Thea Dückert


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


    Herr Präsident! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen!
    Lieber Kollege Brüderle, ich glaube, Sie haben in den
    letzten Jahren im Schlafwagen der gelb-schwarzen Koali-
    tion gesessen. Sie haben einiges verschlafen.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der SPD)


    Ich erinnere mich gut an steigende Steuern, steigende
    Lohnnebenkosten und steigende Arbeitslosenzahlen.
    Diese Probleme haben Sie uns hinterlassen.

    Heute ist in der „Süddeutschen Zeitung“ etwas Gutes
    zu lesen. Ich finde, die Aussagen dort treffen auch auf
    Ihren Beitrag, Herr Brüderle, zu. Es wird dort ausgeführt,
    derjenige sei ein Narr, der glaube, die weltkonjunkturelle
    Entwicklung könne spurlos an der Bundesrepublik
    Deutschland vorbeiziehen. Wohl wahr, Herr Brüderle!

    Natürlich hat die weltkonjunkturelle Entwicklung auch
    in der Bundesrepublik Deutschland eine Bremsspur hin-
    terlassen, die sich auch auf dem Arbeitsmarkt zeigt.


    (Peter Rauen [CDU/CSU]: Der Export steigt nach wie vor!)


    Sie hat eine über 39 Monate positive Entwicklung auf
    dem Arbeitsmarkt abgebremst. Das ist richtig. Wir müs-
    sen uns natürlich mit diesem Problem auseinander setzen.

    Zur Wahrheit gehört aber auch, dass in den zurücklie-
    genden Jahren die Beschäftigtenzahl auf der Basis dessen,
    was Sie uns hinterlassen haben – um gut 1,2 Millionen
    gestiegen und die Arbeitslosenzahl um etwa 460 000
    zurückgegangen ist.


    (Peter Rauen [CDU/CSU]: Aber es wird nicht mehr gearbeitet in Deutschland! Das ist das Problem! Ein rein demographischer Effekt!)


    Auf diesen Erfolgen können wir uns aber nicht ausruhen.
    Deswegen haben wir – entgegen Ihren aktuellen Unken-
    rufen – bereits vor einem Jahr damit begonnen, das Job-
    Aqtiv-Gesetz auf den Weg zu bringen.

    Herr Brüderle, mir scheint – mit Verlaub –, Sie wissen
    wirklich nicht, worüber Sie reden, wenn Sie behaupten,
    diese Maßnahme sei ein Marketingtrick. Mit diesem Ge-
    setz – übrigens ist es von Ihren Kollegen heute im Aus-
    schuss begrüßt worden –


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der SPD)


    setzen wir bei der Langzeitarbeitslosigkeit an, erreichen
    wir die direkte Vermittlung in den Arbeitsmarkt und stel-
    len wir die Integration in den ersten Arbeitsmarkt in den
    Mittelpunkt. Weiterhin führen wir neue Instrumente, wie
    beispielsweise die Jobrotation ein, die Sie in der Vergan-
    genheit immer gefordert, aber nie umgesetzt haben.

    Wir werden in der Arbeitsmarktpolitik neue Wege ge-
    hen. Das ist notwendig. Darüber hinaus – ich sehe das
    durchaus so – haben wir weiteren Handlungsbedarf. In der
    Arbeitsmarktpolitik gibt es keinen Königsweg. Auf dem
    Arbeitsmarkt gibt es Gruppen – ich denke in erster Linie
    an die Langzeitarbeitslosen –, die es besonders schwer
    haben, den Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt zu fin-
    den. Ich denke, dass wir weiter darüber diskutieren müs-
    sen, wie wir die Brücken in den ersten Arbeitsmarkt für
    diese Gruppen festigen können und ihnen weiter Hilfe-
    stellung leisten können.

    Zu denjenigen, denen wir helfen wollen, gehören bei-
    spielsweise jene, die kleinere Beschäftigungsverhältnisse
    haben und deren Einkommen zwischen 630 DM und
    1 700 DM liegen. Ich weiß, das wird die große Zahl von
    3,7 Millionen Arbeitslosen unter dem Strich nicht dras-
    tisch reduzieren. Aber wir haben gerade in der Arbeits-
    marktpolitik die Aufgabe und die Pflicht, denjenigen, die
    Schwierigkeiten haben, in den ersten Arbeitsmarkt zu-
    rückzukehren, weiter Hilfestellung zu geben. Das betrifft
    zum Beispiel auch Menschen, die Sozialhilfe beziehen,
    die es besonders schwer haben, in den Arbeitsmarkt
    zurückzukehren, und die bisher nur relativ wenig von
    dem, was sie dazuverdienen, behalten dürfen. Ich sage Ih-

    Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode – 191. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 10. Oktober 2001

    Rainer Brüderle

    18656


    (C)



    (D)



    (A)



    (B)


    nen: Die Modelle, die Sie vorgeschlagen haben, sind im-
    mer mit einem Kahlschlag in der Sozialhilfe und bei den
    Transferleistungen an die Arbeitslosen verbunden. Das
    wollen wir nicht mitmachen.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der SPD – Walter Hirche [FDP]: Wenn Sie die Situation in den Betrieben nicht verbessern, ändern Sie gar nichts!)


    Wir wollen – darüber ist auch in der heutigen Aus-
    schusssitzung diskutiert worden – die Zusammenarbeit
    der Arbeitsämter und der Sozialämter auf kommunaler
    Ebene zum Beispiel durch das Projekt „Mozart“, das sich
    in der Erprobungsphase befindet, verbessern und voran-
    bringen. Ich sage Ihnen: Es wird uns überhaupt nichts hel-
    fen, wenn wir hier unfundierte Schnellschüsse machen.
    Wir brauchen die Modellprojekte, die im Moment in der
    Bundesrepublik Deutschland laufen, um auf deren Basis
    weitere Fortschritte erzielen zu können.

    Ich sage Ihnen abschließend: Das Ziel dieser Projekte
    ist es, den Sozialhilfeempfängern und den Arbeitslosen
    den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu erleichtern. Un-
    ser Ziel ist es nicht, die Zusammenlegung von Arbeitslo-
    senhilfe und Sozialhilfe zu nutzen, um Sozialabbau zu be-
    treiben. Das wollen Sie nämlich.

    Schönen Dank.


    (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der SPD)




Rede von Dr. Rudolf Seiters
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)
Für die
Fraktion der PDS spricht der Kollege Dr. Klaus Grehn.


  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Dr. Klaus Grehn


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (PDS)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (PDS)

    Herr Präsident! Liebe Kolle-
    ginnen und Kollegen! Tage der Verkündung von Arbeits-
    marktzahlen sind Tage der Wahrheit und keine Tage der
    Märchen. Der heutige Tag, Frau Rennebach, gibt eigent-
    lich keinen Anlass, ein Lob auszusprechen. Es ist leider
    so. Sie selber loben sich zwar genug. Aber die Entwick-
    lung auf dem Arbeitsmarkt gibt, wie gesagt, keinen Anlass
    dazu.


    (Renate Rennebach [SPD]: Das baut aber auf!)


    Herr Brüderle, Ihnen muss ich sagen: Es war Ihre Kli-
    entel bzw. die von Ihnen beanspruchte Klientel, die die
    Einbeziehung von Arbeitszeitfragen in das Bündnis für
    Arbeit verhindert hat, insbesondere die Umwidmung von
    Überstunden in Arbeitsplätze. Natürlich sollten nicht alle
    umgewidmet werden. Was gibt es stattdessen, Herr Kol-
    lege Brüderle? – Es gibt einen Konjunkturabschwung.
    Wie sieht die Entwicklung der Überstunden aus? – Ihre
    Zahl steigt trotzdem. Die Arbeitslosigkeit und die Zahl der
    Überstunden steigen bei abflauender Konjunktur. Das ist
    das Paradoxon, das gelöst werden muss.


    (Beifall bei der PDS – Rainer Brüderle [FDP]: Planwirtschaft! Vertreibungswirtschaft!)


    Wenn es schon ein Desaster bzw. eine Rückwärtsent-
    wicklung in der Weltwirtschaft – diese Forderung geht
    natürlich an die Adresse der Regierungskoalition – gibt,
    dann muss man gegensteuern. Sie müssen sich fragen las-

    sen, ob das, was im Job-Aqtiv-Gesetz enthalten ist, aus-
    reicht. Nach meiner Meinung reicht es nicht aus.


    (Zuruf von der SPD: Die PDS sollte lieber den Mund halten und sich schämen!)


    – Sie können sich ja melden, wenn Sie eine Zwi-
    schenfrage stellen wollen. Ich kann Ihnen hinterher auch
    eine Privataudienz geben.

    Ich möchte zu den schon genannten Zahlen noch zwei
    Bemerkungen hinzufügen: Erstens. Seit 1996 war noch
    nie ein solcher Anstieg der Arbeitslosigkeit in einem Sep-
    tember wie im letzten Monat zu verzeichnen gewesen.
    Das zeigt noch einmal, wie ernst die Situation nach den
    monatelangen Entwicklungen, die bereits zu verzeichnen
    sind, zu nehmen ist.

    Zweitens – dies bitte ich Sie insbesondere zur Kennt-
    nis zu nehmen –: Die Kräftenachfrage ist gesunken. Die
    Bundesanstalt für Arbeit vermeldet 287 000 freie Stellen
    und ich höre aus Ihrem Munde – aus dem Munde der Bun-
    desregierung, zuletzt gestern von Frau Bulmahn auf der
    Konferenz „Bündnis für Arbeit“ –, dass es 1,5 Millionen
    freie Stellen gebe. Nun sorgen Sie doch bitte dafür, dass
    diese 1,5 Millionen freien Stellen zu den Arbeitsämtern
    kommen und zur Vermittlung bereitstehen. Ich habe noch
    nirgends exakt nachprüfen können, wo die 1,5 Millionen
    freien Stellen sind, die es da geben soll. Auch dies muss
    man einmal nachprüfen.

    Wie sieht es denn in der Vermittlung eigentlich aus?
    Wenn Sie in den neuen Bundesländern in die Arbeitsäm-
    ter gehen, stellen Sie fest: Dort gibt es nichts zu vermit-
    teln. Die Arbeitsamtsdirektoren sagen mir: Was wir zu
    vermitteln haben, sind Jobs in Leiharbeit, die – für 5 DM
    Stundenlohn weniger – in die alten Bundesländer vermit-
    telt werden. Wenn Sie durch die Korridore gehen, hören
    Sie, dass dort folgende Bemerkungen kursieren: Also, das
    Jahr 2001 wird für uns ein mittleres Jahr; es ist besser als
    das Jahr 2002, aber schlechter als das Jahr 2000.


    (Johannes Singhammer [CDU/CSU]: Es wird immer schlechter!)


    So schätzen es die Fachleute ein. Wer sich also an den Ar-
    beitsmarktzahlen messen lassen will, der muss es mit der
    Entwicklung am Arbeitsmarkt sehr ernst nehmen.

    Lassen Sie mich bei all Ihren Aussagen über den An-
    stieg der Beschäftigung deutlich machen, dass bei der Be-
    schäftigung natürlich eine große Rolle spielt, dass die An-
    zahl der Teilzeitbeschäftigten, der Prekärbeschäftigten,
    zugenommen hat. Ich habe das einmal analysieren lassen.
    Es gibt zurzeit 7,7 Millionen Teilzeitbeschäftigte – 1996
    hatten wir noch 4,1 Millionen Teilzeitbeschäftigte –, bei
    einem sinkenden Anteil an Stunden. Sie haben in den al-
    ten Bundesländern 0,47 Beschäftigungseinheiten und in
    den neuen Bundesländern 0,41. Das hat natürlich zwei
    Dinge zur Folge: Erstens sinken die Arbeitslosenzahlen;
    aber zweitens steigt die Zahl der Prekärbeschäftigten, der
    Armen, denn von 0,41 Beschäftigungseinheiten kann nie-
    mand in den neuen Bundesländern leben. Ich glaube übri-
    gens, dass auch viele von ihnen in den alten Ländern mit
    0,47 Beschäftigungseinheiten am Rande der Armut oder
    in der Armut leben.

    Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode – 191. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 10. Oktober 2001

    Dr. Thea Dückert

    18657


    (C)



    (D)



    (A)



    (B)


    Wenn man etwas zum Arbeitsmarkt sagen möchte, muss
    man auch dies berücksichtigen, weil daraus das Programm
    erwächst. Umgerechnet fehlen, wenn ich nur annehme,
    dass von den 7,7 Millionen 5,5 Millionen eigentlich voll-
    zeitbeschäftigt sein wollen, ungefähr 1,5 Millionen bis
    2,5 Millionen Stellen, als Äquivalent. Richten Sie also Ihr
    Programm an der Realität aus und nicht am Wunschden-
    ken!


    (Beifall bei der PDS)