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ID1413612600

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  • tocInhaltsverzeichnis
    Begrüßung des schweizerischen Bundespräsi- denten und Vorstehers des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölke- rungsschutz und Sport, Herrn Bundesrat Adolf Ogi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13193 D Tagesordnungspunkt III (Fortsetzung): a) Zweite Beratung des von der Bundesre- gierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über die Feststellung des Bun- deshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2001 (Haushaltsgesetz 2001) (Drucksachen 14/4000, 14/4302) . . . . 13187 B b) Beschlussempfehlung und Bericht des Haushaltsausschusses zu der Unterrich- tung durch die Bundesregierung: Finanz- plan des Bundes 2000 bis 2004 (Drucksachen 14/4001, 14/4301, 14/4524) 13187 B Einzelplan 04 Bundeskanzler und Bundeskanzleramt (Drucksachen 14/4504, 14/4521) . . . . . . . 13187 B Michael Glos CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . . . 13187 D Dr. Peter Struck SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13194 A Sylvia Bonitz CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . 13197 D Rainer Brüderle F.D.P. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13199 A Kerstin Müller (Köln) BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13204 B Roland Claus PDS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13210 C Gerhard Schröder, Bundeskanzler . . . . . . . . . 13214 B Friedrich Merz CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . 13223 B Ludwig Stiegler SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13231 A Matthias Berninger BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13231 C Sabine Kaspereit SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13233 D Günter Nooke CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . . 13236 A Lothar Mark SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13238 B Dr. Norbert Lammert CDU/CSU . . . . . . . . . 13239 D Klaus Hagemann SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13241 A Namentliche Abstimmung . . . . . . . . . . . . . . . 13242 A Ergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13242 C Einzelplan 05 Auswärtiges Amt (Drucksachen 14/4505, 14/4521) . . . . . . . 13245 A Karl Lamers CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . . . 13245 A Uta Titze-Stecher SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . 13247 C Dr. Werner Hoyer F.D.P. . . . . . . . . . . . . . . . . 13251 B Rita Grießhaber BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 13253 C Wolfgang Gehrcke PDS . . . . . . . . . . . . . . . . 13255 B Joseph Fischer, Bundesminister AA . . . . . . . . 13256 D Ursula Heinen CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . . 13260 C Marion Caspers-Merk SPD . . . . . . . . . . . . . . 13262 A Christian Schmidt (Fürth) CDU/CSU . . . . . . 13263 D Volkmar Schultz (Köln) SPD . . . . . . . . . . . . 13265 D Einzelplan 14 Bundesministerium der Verteidigung (Drucksachen 14/4513, 14/4521) . . . . . . . 13267 A Plenarprotokoll 14/136 Deutscher Bundestag Stenographischer Bericht 136. Sitzung Berlin, Mittwoch, den 29. November 2000 I n h a l t : Dietrich Austermann CDU/CSU . . . . . . . . . . 13267 C Volker Kröning SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13269 D Günther Friedrich Nolting F.D.P. . . . . . . . . . 13273 D Angelika Beer BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 13276 B Jürgen Koppelin F.D.P. . . . . . . . . . . . . . . 13277 D Heidi Lippmann PDS . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13278 D Rudolf Scharping, Bundesminister BMVg . . 13280 C Jürgen Koppelin F.D.P. . . . . . . . . . . . . . . 13281 B Dietrich Austermann CDU/CSU . . . . . . . 13283 C Jürgen Koppelin F.D.P. . . . . . . . . . . . . . . 13284 C Helmut Rauber CDU/CSU . . . . . . . . . . . 13285 B Jürgen Koppelin F.D.P. . . . . . . . . . . . . . . . . . 13287 A Paul Breuer CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . . . . 13287 B Winfried Nachtwei BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13290 B Helmut Rauber CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . 13290 D Kurt J. Rossmanith CDU/CSU . . . . . . . . . . . 13291 B Namentliche Abstimmungen 13293 A, 13293 A, 13298 B Ergebnisse . . . . . . 13293 D, 13296 A, 13301 C Einzelplan 09 Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (Drucksachen 14/4509, 14/4521) . . . . . . . 13298 B Dankward Buwitt CDU/CSU . . . . . . . . . . . . 13298 D Manfred Hampel SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13303 B Rainer Brüderle F.D.P. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13306 D Antje Hermenau BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 13308 D Dr. Christa Luft PDS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13310 D Dr. Werner Müller, Bundesminister BMWi . . 13312 B Dankward Buwitt CDU/CSU . . . . . . . . . 13314 C Ernst Hinsken CDU/CSU . . . . . . . . . . . . 13316 A Gunnar Uldall CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . . . 13316 D Michaele Hustedt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 13319 B Max Straubinger CDU/CSU . . . . . . . . . . . . . 13320 C Einzelplan 23 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Drucksachen 14/4517, 14/4521) . . . . . . . 13322 C Dr. Christian Ruck CDU/CSU . . . . . . . . . . . 13322 D Dr. Emil Schnell SPD . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13324 D Peter Weiß (Emmendingen) CDU/CSU 13325 D Jürgen Koppelin F.D.P. . . . . . . . . . . . . . . . . . 13327 C Antje Hermenau BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 13329 B Carsten Hübner PDS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13331 B Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin BMZ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13332 C Detlev von Larcher SPD . . . . . . . . . . . . . 13333 D Klaus-Jürgen Hedrich CDU/CSU . . . . . . . . . 13335 B Dr. Uschi Eid BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 13337 B Nächste Sitzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13338 C Berichtigungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13338 A Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten . . . . . 13339 A Anlage 2 Erklärung nach § 31 GO der Abgeordneten Annelie Buntenbach (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) zur Abstimmung über die Be- schlussempfehlung des Haushaltsausschusses zum Entwurf eines Gesetzes über die Feststel- lung des Bundeshaushaltsplans für das Haus- haltsjahr 2001 (Haushaltsgesetz 2001); hier: Einzelplan 14 – Geschäftsbereich des Bundes- ministeriums der Verteidigung (Tagesordnungs- punkt III. 16) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13339 C Anlage 3 Erklärung nach § 31 GO der Abgeordneten Monika Knoche (BÜNDNIS 90/DIE GRÜ- NEN) zur Abstimmung über die Beschlussem- pfehlung des Haushaltsausschusses zum Ent- wurf eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2001 (Haushaltsgesetz 2001); hier: Einzelplan 14 – Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung (Tagesordnungspunkt III. 16) 13340 C Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode – 136. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 29. November 2000II Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode – 136. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 29. November 2000
  • folderAnlagen
    Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode – 136. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 29. November 2000 Klaus-Jürgen Hedrich 13338 (C) (D) (A) (B) Berichtigungen 133. Sitzung, Seite 12861 (D) zweiter Absatz, der zweite Satz ist wie folgt zu lesen: „Diese 3,5 Millionen DM sind insofern verstetigt, als sie einen Ver- trag zwischen zwei förderalen Institutionen – zwischen Bund und Land – betreffen und Personalkosten sind.“ 135. Sitzung, Seite 13152 (B) vierter Absatz, der erste Satz ist wie folgt zu lesen: „Deshalb habe ich Herrn Austermann im Ohr, der vorhin behauptet hat, wir würden im Interesse der Haushaltskonsolidierung keine Ausgaben- beschränkung vornehmen, keine Ausgabendisziplin üben.“ 135. Sitzung, Seite 13155 (D) erster Absatz, der erste Satz ist wie folgt zu lesen: „Also lassen Sie das doch mit der Leitgeschichte und bleiben Sie bes- ser bei Herrn Stoiber, der zu Recht auf Bayerisch gesagt hat: D’Leit brauch’n a Kultur.“ Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode – 136. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 29. November 2000 13339 (C) (D) (A) (B) Balt, Monika PDS 29.11.2000 Dr. Blüm, Norbert CDU/CSU 29.11.2000 Bühler (Bruchsal), CDU/CSU 29.11.2000* Klaus Burchardt, Ursula SPD 29.11.2000 Frankenhauser, Herbert CDU/CSU 29.11.2000 Frick, Gisela F.D.P. 29.11.2000 Friedhoff, Paul K. F.D.P. 29.11.2000 Hasselfeldt, Gerda CDU/CSU 29.11.2000 Heyne, Kristin BÜNDNIS 90/ 29.11.2000 DIE GRÜNEN Holetschek, Klaus CDU/CSU 29.11.2000 Dr. Kohl, Helmut CDU/CSU 29.11.2000 Kramme, Anette SPD 29.11.2000 Maaß (Wilhelmshaven), CDU/CSU 29.11.2000* Erich Müller (Berlin), PDS 29.11.2000 Manfred Pau, Petra PDS 29.11.2000 Reiche, Katherina CDU/CSU 29.11.2000 Schenk, Christina PDS 29.11.2000 Schewe-Gerigk, BÜNDNIS 90/ 29.11.2000 Irmingard DIE GRÜNEN von Schmude, Michael CDU/CSU 29.11.2000 Schulhoff, Wolfgang CDU/CSU 29.11.2000 Dr. Volmer, Ludger BÜNDNIS 90/ 29.11.2000 DIE GRÜNEN Wiese (Hannover), SPD 29.11.2000 Heino Wohlleben, Verena SPD 29.11.2000 Wülfing, Elke CDU/CSU 29.11.2000 * für die Teilnahme an Sitzungen der Parlamentarischen Versamm- lung des Europarates entschuldigt bisAbgeordnete(r) einschließlich Anlage 1 Liste der entschuldigten Abgeordneten Anlagen zum Stenographischen Bericht Anlage 2 Erklärung nach § 31 GO der Abgeordneten Annelie Buntenbach (BÜND- NIS 90/DIE GRÜNEN) zur Abstimmung über die Beschlussempfehlung des Haushaltsaus- schusses zum Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2001 (Haushaltsgesetz 2001); hier: Einzelplan 14 – Geschäftsbereich des Bun- desministeriums der Verteidigung (Tagesord- nungspunkt III. 16) Ich lehne den Verteidigungshaushalt ab. Das Parlament ist von der ihm zustehenden Beratung und Entscheidung über die Ausrichtung und Struktur einer reformierten Bundeswehr praktisch enteignet worden. Dieses vorde- mokratische Verfahren lässt mir als Abgeordnete im Deut- schen Bundestag lediglich die Möglichkeit, meine Kritik beim Etat zum Ausdruck zu bringen. Hierbei geht es zum einen darum, dass ich eher aus der Presse als aus den dafür zuständigen Gremien über Vor- haben der Privatisierung und Wirtschaftskooperation er- fahre, deren Implikationen im parlamentarischen Raum keiner oder jedenfalls keiner rechtzeitigen oder angemes- senen parlamentarischen Beurteilung unterworfen wer- den. Auch langfristige Verpflichtungen zum Beispiel ge- genüber den europäischen Partnern werden eingegangen, ohne dass über deren Inhalt und Umfang im Deutschen Bundestag befunden worden wäre. Hier zeichnen sich Ri- siken für einen erheblichen Aufwuchs des Verteidigungs- etats ab, was ich nachdrücklich ablehne. Ein solches Vor- gehen lässt sich weder mit meinem Selbstverständnis und meiner Verantwortung als Abgeordnete vereinbaren noch mit meinem Verständnis von der Würde des Parlaments. Zum anderen: Der in der Verfassung festgeschriebene Auftrag der Bundeswehr ist die Landesverteidigung. Wenn jetzt der Fokus auf „Bündnisverteidigung“ erwei- tert bzw. verlagert wird, bedeutet das statt einem Abbau der angriffsfähigen Verbände einen Ausbau der Krisenre- aktionskräfte. Die Armee wird auf Interventionsfähigkeit umgebaut – warum und für was? Auch der Kosovo-Krieg wäre nach offizieller Diktion unter „Bündnisverteidi- gung“ subsumiert worden, die aktuelle NATO-Strategie – übrigens genau wie die Bundeswehrstrukturreform zwar von tief greifender Bedeutung, aber ohne parlamen- tarische Befassung – geht von militärischen Präventiv- schlägen – zum Beispiel zur „Vermeidung von Flücht- lingströmen“ – aus. An ein UN-Mandat als Voraussetzung ist eine solche Intervention nicht gebunden. Auf der europäischen Ebene wird eine gemeinsame Truppe gebildet – ebenfalls wie die Bundeswehrstruk- turreform und die NATO-Strategie nicht einmal Gegen- stand von Beratungen, geschweige denn transparenter Entscheidung im Parlament! In wieweit dies zusätzliches Personal bedeutet, kann ich zurzeit nicht verifizieren, scheint mir aber gerade wegen der Notwendigkeit, bei Krisenreaktionskräften in regelmäßigen Abständen die Kräfte auszutauschen, sehr wahrscheinlich. Mit Sicher- heit bedeutet es zusätzliche Ausrüstung, damit ein Wei- terdrehen der Rüstungsspirale statt des überfälligen Ausstiegs. „Die Krisenreaktionstruppe soll durch um- fangreiche Lufttransport- und Logistik-Einheiten ergänzt werden. Die Truppe soll für Einsätze von über einem Jahr in bis zu 4 000 Kilometern Entfernung bereitstehen“ heißt es in einer Agenturmeldung vom 22. September 2000. Ei- nen so weit gestreckten Aktionsradius kann ich mit mei- nem Verständnis von Landesverteidigung nicht vereinba- ren und muss schon deshalb gegen ein solches Projekt erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken geltend ma- chen. An der europäischen Truppe hat der Verteidigungsmi- nister eine erhebliche Beteiligung zugesagt, Deutschland würde nach bisherigem veröffentlichten Stand gar den Löwenanteil übernehmen. In der Öffentlichkeit führt das zu besorgten Äußerungen – „Spiegel“, 48/2000 –: „Bei künftigen Krisen in Europa werden die Amerikaner ‚Ger- mans to the front’ rufen, anstatt eigene Spezialkräfte zu schicken. Und EU-Partner werden die starken Deutschen bei militärischen Abenteuern gern und womöglich oft um Hilfe bitten. Eine Berliner Regierung, die zudem offensiv einen ständigen Sitz im Uno-Sicherheitsrat anstrebt, könnte kaum noch nein sagen.“ Das sind Parameter für eine deutsche Militärpolitik, die ich nicht mittragen kann und will. Anlage 3 Erklärung nach § 31 GO der Abgeordneten Monika Knoche (BÜND- NIS 90/DIE GRÜNEN) zur Abstimmung über die Beschlussempfehlung des Haushaltsaus- schusses zum Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2001 (Haushaltsgesetz 2001); hier: Einzelplan 14 – Geschäftsbereich des Bun- desministeriums der Verteidigung (Tagesord- nungspunkt III. 16) Ich lehne den Verteidigungshaushalt ab. Das Parlament ist mit der Entscheidung über die Ausrichtung und Struk- tur einer reformierten Bundeswehr nicht befasst worden. Dieses Verfahren lässt mir als Abgeordnete im Deutschen Bundestag lediglich die Möglichkeit, meine Kritik beim Etat zum Ausdruck zu bringen. Hierbei geht es unter anderem darum, dass die Impli- kationen der Vorhaben der Privatisierung und Wirt- schaftskooperation im parlamentarischen Raum keiner oder jedenfalls keiner rechtzeitigen oder angemessenen parlamentarischen Beurteilung unterworfen werden. Auch langfristige Verpflichtungen zum Beispiel gegen- über den europäischen Partnern werden eingegangen, ohne dass über deren Inhalt und Umfang im Deutschen Bundestag befunden worden wäre. Hier zeichnen sich Ri- siken für einen erheblichen Aufwuchs des Verteidigungs- etats ab, was ich nachdrücklich ablehne. Ein solches Vor- gehen lässt sich weder mit meinem Selbstverständnis und meiner Verantwortung als Abgeordnete vereinbaren noch mit meinem Verständnis von der Aufgabe des Parlaments. Deutscher Bundestag – 14. Wahlperiode – 136. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 29. November 200013340 (C) (D) (A) (B) Druck: MuK. Medien- und Kommunikations GmbH, Berlin
  • insert_commentVorherige Rede als Kontext
    Rede von Dankward Buwitt


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)

    Frau Präsidentin!
    Meine Damen und Herren! Vor einem Jahr haben wir an der
    gleichen Stelle über die Insolvenz der Firma Holzmann
    gesprochen. Der Kanzler hatte am Abend zuvor medien-
    wirksam Hilfe zugesagt und Darlehen vom Bund ver-
    sprochen. Wir haben uns damals natürlich mit den Mitar-
    beitern gefreut. Aber wir haben gleichzeitig die Frage
    gestellt: Was ist eigentlich mit den anderen 20 000 Fir-
    men, die ebenfalls in wirtschaftlichen und finanziellen
    Problemen sind?


    (Hubertus Heil [SPD]: Was schlagen Sie denn vor?)


    Heute fragen sich nicht nur die Arbeitnehmer von
    Holzmann und die Mitarbeiter der mehr als 20 000 ande-
    ren Firmen, die in finanziellen Schwierigkeiten waren und
    sind, sondern auch wir, was aus den medienwirksam ver-
    sprochenen Hilfen des Bundeskanzlers denn geworden
    ist.


    (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU)

    Außer einer Tarifregelung, die am bestehenden Gesetz ei-
    gentlich vorbeigeht, war es wohl wieder einmal ein Ver-
    sprechen, das nicht eingelöst worden ist.


    (Dietrich Austermann [CDU/CSU]: Sehr richtig!)





    Vizepräsidentin Dr. Antje Vollmer
    13298


    (C)



    (D)



    (A)



    (B)


    Dr. Hans-Peter Uhl
    Gunnar Uldall
    Angelika Volquartz
    Andrea Voßhoff
    Peter Weiß (Emmendingen)

    Gerald Weiß (Groß-Gerau)

    Annette Widmann-Mauz
    Heinz Wiese (Ehingen)

    Hans-Otto Wilhelm (Mainz)

    Klaus-Peter Willsch
    Bernd Wilz
    Matthias Wissmann
    Werner Wittlich
    Dagmar Wöhrl
    Aribert Wolf
    Peter Kurt Würzbach
    Wolfgang Zeitlmann
    Benno Zierer
    Wolfgang Zöller
    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
    Gila Altmann (Aurich)

    Marieluise Beck (Bremen)

    Volker Beck (Köln)


    Angelika Beer
    Matthias Berninger
    Grietje Bettin
    Annelie Buntenbach
    Ekin Deligöz
    Dr. Thea Dückert
    Franziska Eichstädt-Bohlig
    Dr. Uschi Eid
    Hans-Josef Fell
    Andrea Fischer (Berlin)

    Joseph Fischer (Frankfurt)

    Katrin Göring-Eckardt
    Rita Grießhaber
    Winfried Hermann
    Ulrike Höfken
    Michaele Hustedt
    Monika Knoche
    Dr. Angelika Köster-Loßack
    Steffi Lemke
    Dr. Helmut Lippelt
    Dr. Reinhard Loske
    Oswald Metzger
    Kerstin Müller (Köln)

    Winfried Nachtwei
    Christa Nickels

    Cem Özdemir
    Simone Probst
    Claudia Roth (Augsburg)

    Christine Scheel
    Rezzo Schlauch
    Albert Schmidt (Hitzhofen)

    Werner Schulz (Leipzig)

    Christian Sterzing
    Hans-Christian Ströbele
    Jürgen Trittin
    Dr. Antje Vollmer
    Sylvia Voß
    Helmut Wilhelm (Amberg)

    Margareta Wolf (Frankfurt)

    F.D.P.
    Ina Albowitz

    (Augsburg)


    Rainer Brüderle
    Ernst Burgbacher
    Ulrike Flach
    Horst Friedrich (Bayreuth)

    Rainer Funke

    Hans-Michael Goldmann
    Joachim Günther (Plauen)

    Dr. Karlheinz Guttmacher
    Klaus Haupt
    Ulrich Heinrich
    Birgit Homburger
    Dr. Werner Hoyer
    Ulrich Irmer
    Dr. Klaus Kinkel
    Dr. Heinrich L. Kolb
    Gudrun Kopp
    Jürgen Koppelin
    Dirk Niebel
    Günther Friedrich Nolting

    (Frankfurt)


    Dr. Günter Rexrodt
    Gerhard Schüßler
    Marita Sehn
    Dr. Hermann Otto Solms
    Dr. Max Stadler
    Carl-Ludwig Thiele
    Dr. Dieter Thomae
    Dr. Guido Westerwelle

    1) Ergebnis Seite 13301 C

    Vor zwei Jahren, ebenfalls im November, hat Bundes-
    kanzler Schröder in seiner Regierungserklärung ausge-
    führt:

    Wir sehen eine starke wettbewerbsfähige Wirtschaft
    als Grundlage für die Arbeitsplätze. ... Im Mittel-
    punkt unserer Wirtschaftspolitik steht die Entlastung
    der Beschäftigten und der kleinen und mittelständi-
    schen Unternehmer. ... Wir eröffnen den Menschen
    die Perspektive zur Selbstständigkeit. Wer eine Exis-
    tenz gründen will, dem werden wir nach Kräften hel-
    fen. ... Wir wollen uns jederzeit – nicht erst in vier
    Jahren – daran messen lassen, in welchem Maße wir
    zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit beitragen.

    Dies waren unter anderem die Versprechungen des Bun-
    deskanzlers bei seiner Regierungsübernahme und selbst-
    verständlich vorher im Wahlkampf.

    Lassen Sie uns jetzt bei der Beratung des Geschäftsbe-
    reichs des Bundesministeriums für Wirtschaft und Tech-
    nologie einmal genauer hinsehen. Lassen Sie uns messen,
    was die Bundesregierung für die Schaffung von Arbeits-
    plätzen in den letzten zwei Jahren getan hat.


    (Zuruf von der SPD: Eine ganze Menge!)

    Als zentrale Aussage fallen mir zunächst die Worte des
    Bundeskanzlers zur Lage des Euro ein: „Ein schwacher
    Euro ist gut für die deutsche Wirtschaft.“ Kann es denn
    richtig sein, dass ein deutscher Bundeskanzler auf eine
    schwache Währung statt auf eine starke, aus sich selbst
    heraus wettbewerbsfähige Wirtschaft setzt? Nein, richtig
    kann das sicher nicht sein; aber es ist wohl eine Tatsache.

    Medienwirksame Auftritte, Lippenbekenntnisse und
    Versprechungen, die nicht eingehalten werden – in der
    deutschen Wirtschaft wächst zunehmend der Unmut über
    die riesige Lücke, die zwischen Reden und Handeln ge-
    rade bei der Förderung des Mittelstandes klafft.


    (Beifall bei der CDU/CSU – Dr. Ditmar Staffelt [SPD]: In der Immobilienwirtschaft vielleicht, bei Ihnen!)


    Die kleinen und mittelständischen Unternehmen sind
    Rückgrat und Lokomotive unserer Wirtschaft. Sie tätigen
    fast die Hälfte aller Investitionen. Vier von fünf Arbeit-
    nehmern finden hier ihren Arbeitsplatz. 80 Prozent der
    Auszubildenden und Lehrlinge werden von Handwerk
    und Mittelstand ausgebildet.


    (Heinz Wiese [Ehingen] [CDU/CSU]: Gott sei Dank!)


    Doch von der „größten Steuerreform aller Zeiten“ profi-
    tieren in erster Linie, wenn überhaupt, die großen Kapi-
    talgesellschaften.


    (Antje Hermenau [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Albernes Geschwätz!)


    Das Hin und Her bei den 630-Mark-Jobs hat vielen das
    Vertrauen in die Politik und den kleinen und mittleren Un-
    ternehmen die notwendige Flexibilität beim Personalein-
    satz genommen. Die Diskussion über die Scheinselbst-
    ständigkeit hat die unternehmerisch denkenden und zum

    Handeln bereiten Menschen diskreditiert. Das so ge-
    nannte Scheinselbstständigkeitsgesetz mit immer neuen
    Korrekturen hat eine einzigartige Bürokratie geschaffen,
    die viele Menschen den Arbeitsplatz gekostet hat. Die
    Neuregelungen beim Kündigungsschutz lassen kleine
    Unternehmen noch stärker zögern, neue Mitarbeiter über-
    haupt einzustellen. Sie, Herr Minister Müller, haben ver-
    kündet, dass Sie die Wirtschaft zur Frauenförderung
    zwingen werden.


    (Dietrich Austermann [CDU/CSU]: Was?)

    Dies belastet die Wirtschaft ebenso wie das Recht auf
    Teilzeitarbeit. Sie setzen auf staatlichen Dirigismus an-
    statt auf Flexibilität und gezielte Unterstützung.

    Sie, meine Damen und Herren von der Koalition, hat-
    ten versprochen, gerade die kleinen und mittelständischen
    Unternehmen zu entlasten.


    (Uta Titze-Stecher [SPD]: Haben wir ja auch!)

    Dass das dringend notwendig ist, sehen wir an der Zahl
    der Insolvenzen in diesem Bereich. Wenn dann einmal ein
    vernünftiger wirtschaftspolitischer Vorschlag aus Ihren
    Reihen gemacht wird – Herr Schlauch ist leider nicht an-
    wesend –, dann wird er unter Druck sofort zurückgezo-
    gen. Ich würde mir das an seiner Stelle nicht bieten lassen.


    (Bartholomäus Kalb [CDU/CSU]: Die haben dem die Luft herausgelassen!)


    Durch den gesamten Einzelplan zieht sich wie ein ro-
    ter Faden eine Kürzung oder nicht sachgerechte Ausstat-
    tung der Titel, was Ihren Pseudoanspruch Lügen straft,
    dass nur eine starke Wirtschaft Arbeitsplätze schafft. Ent-
    weder hat sich also nach Ihrem wirtschaftspolitischen
    Desaster der 70er-Jahre die richtige Erkenntnis durchge-
    setzt, dass nur eine starke Wirtschaftspolitik auch eine
    gute Sozialpolitik mit sich bringen kann – dann allerdings
    handeln Sie sträflich gegen besseres Wissen –, oder aber
    Sie bauen immer noch auf die alte Maxime der staatlichen
    Nachfragepolitik als Heilerin aller Wunden.

    Schon bei der Beratung Ihres ersten Haushalts, Herr
    Minister Müller, habe ich im Frühjahr 1999 die Befürch-
    tung geäußert, dass Sie eher ein Energie- als ein Wirt-
    schaftsminister sein werden. Dies hat sich leider in ekla-
    tanter Weise bewahrheitet. Der gesamte Haushalt Ihres
    Bereiches zeichnet sich durch eine evidente Kopflastig-
    keit zugunsten erneuerbarer Energien aus. Die wirt-
    schaftspolitische Grundsatzabteilung haben Sie sich vom
    ehemaligen Finanzminister Lafontaine abnehmen lassen
    und dann auch von Minister Eichel nicht zurückbekom-
    men. Sie selbst empfinden sich augenscheinlich auch gar
    nicht als Wirtschaftsminister. Wie sonst könnte man es er-
    klären, dass bei der Beratung des Jahreswirtschaftsbe-
    richtes nicht nur die Vorlage vom Finanzminister einge-
    bracht worden ist, sondern der Wirtschaftsminister noch
    nicht einmal der Beratung beigewohnt, geschweige denn
    zu diesem Bericht vor dem deutschen Parlament Stellung
    bezogen hat?

    Sie, meine Damen und Herren von Rot-Grün, haben im
    Bundestagswahlkampf den Mittelstand und auch die po-
    litische Mitte mit großen Versprechungen geködert.




    Dankward Buwitt

    13299


    (C)



    (D)



    (A)



    (B)



    (Zuruf von der SPD: Die haben wir auch gehalten!)


    Diese neue Mitte fühlt sich nun zu Recht „verschrödert“.
    Weder für das Meister-BAföG noch für Beratung, Infor-
    mation und Schulung, noch für Berufsausbildungsstätten
    und die gerade für die mittelständische Industrie wichtige
    Auslandsmesseförderung stellen Sie Mittel in ausreichen-
    der Größenordnung bereit.

    Das Aktionsprogramm „Mittelstand“ des Bundesminis-
    teriums für Wirtschaft und Technologie hebt die Förde-
    rung der Berufsbildungsstätten hervor. Die Weiterent-
    wicklung der Berufsbildungsstätten im Handwerk zu
    notwendigen Kompetenzzentren ist von der Bundesregie-
    rung immer wieder als Förderschwerpunkt betont wor-
    den. Sie ist mit einem hohen konzeptionellen und investi-
    ven Aufwand verbunden. Die geplante Kürzung um
    20 Millionen DM gegenüber dem Vorjahr widerspricht
    eklatant diesen Notwendigkeiten.

    Um auch künftig Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie
    den Technologietransfer im Handwerk vor allem in den
    westlichen Ländern auf dem aktuellen Stand der Ent-
    wicklung durchführen zu können, ist die Anhebung des
    Haushalts mindestens auf den Ansatz dieses Jahres drin-
    gend geboten.


    (Beifall bei der CDU/CSU)

    Die Förderung von Informations- und Schulungsver-

    anstaltungen sowie der Unternehmerschulung soll zum
    31. Dezember dieses Jahres auslaufen. Diese Streichung
    konterkariert die Bemühungen um die Ausbildung einer
    modernen Unternehmerschaft, die Bereitschaft zu Exis-
    tenzgründungen und Generationenwechseln sowie den
    Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft. Ihre Aussage lau-
    tete: Wir eröffnen den Menschen Perspektiven für den Weg
    in die Selbstständigkeit und werden denjenigen, die diesen
    Schritt wagen, nach Kräften helfen. Wenn sich Existenz-
    gründer auf diese Zusage verlassen, dann sind sie verra-
    ten und verkauft. Wir wissen, dass Existenzgründer einen
    erheblichen Beitrag zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit
    leisten. Durchschnittlich werden im Rahmen jeder erfolg-
    reichen Existenzgründung sechs neue Arbeitsplätze ge-
    schaffen. Es melden jedoch bis zu zwei Drittel der Grün-
    der innerhalb der ersten fünf Jahre Konkurs an. Auch hier
    zeigt die Bundesregierung kein Engagement, um bessere
    Rahmenbedingungen für diese Existenzgründer zu schaf-
    fen.

    Weder die Bundesregierung noch die Koalitionsfrak-
    tionen waren bereit, die Auslandsmesseförderung so
    auszugestalten, dass die Konsugerma im Jahre 2002 in Ja-
    pan finanziert werden kann. Es droht eine Absage der
    Messe oder aber, durch Ihre unverantwortliche Haltung
    erzwungen, die Finanzierung der Messe durch die vielen
    kleinen Unternehmen, die sich an ihr beteiligen wollen.
    Eine Teilnahme an der Messe ist insbesondere für den
    Mittelstand wichtig. Es ist vor dem Hintergrund der Glo-
    balisierung der Märkte notwendig, dass deutsche Pro-
    dukte vorgestellt und präsentiert werden, um die Käufer
    im Ausland von der Qualität und dem Know-how zu über-
    zeugen. Sie aber – ich hätte das beinahe vergessen – set-
    zen lieber auf einen schwachen Euro.

    Meine Damen und Herren, auch nach Abschluss der
    Beratungen im Haushaltsausschuss gibt es im Einzel-
    plan 09 eine globale Minderausgabe in Höhe von
    90 Millionen DM. Sie wollen 90 Millionen DM ein-
    sparen, zeigen aber nicht auf, bei welchen Titeln Sie sie
    einsparen wollen. Damit enthalten Sie der Öffentlichkeit
    und uns vor, wie Sie diese Einsparung erbringen wollen.
    Auch im letzten Jahr arbeiteten Sie mit solchen Haus-
    haltstricks statt mit klaren und verlässlichen Vorgaben.
    Sie verschieben die Belastungen auf später in der Hoff-
    nung, dass es dann keiner mehr merkt. Sie haben die Ti-
    telgruppen 02 und 03 – dabei handelt es sich um die För-
    derung innovativer Energien – von der Erbringung der
    globalen Minderausgabe ausgenommen.

    Schon im letzten Jahr haben Sie 250 Millionen DM
    Minderausgaben aus Steinkohle-Titeln gedeckt, die Sie
    im Januar dieses Jahres zurückzahlen wollten, die Sie aber
    bis zum Ende dieses Jahres immer noch nicht erwirt-
    schaftet haben. Auch in diesem Haushalt wiederholen Sie
    diesen Trick. Wieder erfüllen Sie nicht Ihre Verpflichtun-
    gen, sondern verschieben sie wie schon im Jahre 2000
    jetzt auch im Jahre 2001 auf den Sankt-Nimmerleins-Tag.

    Lassen Sie mich an dieser Stelle eine Frage an den
    Bundeskanzler richten: Bezüglich der Übernahme des
    Defizits der EXPO gibt es zwei Aussagen. Herr Gabriel
    sagt, es gebe eine Vereinbarung mit Herrn Schröder, dass
    Niedersachsen ein Drittel und der Bund zwei Drittel trage.
    Herr Schröder sagt: Vertrag ist Vertrag – die eine Hälfte
    zahlt Niedersachsen, die andere Hälfte der Bund. Nur ei-
    ner kann ja die Wahrheit sagen.

    Nach Abzug der rechtlichen Verpflichtungen bleibt für
    notwendige Einsparungen im laufenden Haushalt des
    Wirtschaftsministeriums nur der Bereich der Forschungs-
    und Mittelstandsförderung, der für die Erbringung der
    globalen Minderausgabe in Höhe von 90 Millionen DM
    noch zur Verfügung steht. Hier wird nicht nur mangelnde
    Planungssicherheit für alle Fördermittelempfänger in
    Kauf genommen, sondern sogar eine noch größere Belas-
    tung. Es ist schon nach den Erfahrungen der letzten zwei
    Jahre abzusehen, welche Folgen das haben wird.



Rede von Dr. Antje Vollmer
  • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
  • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Herr Kollege
Buwitt, denken Sie bitte an die Zeit.


  • insert_commentNächste Rede als Kontext
    Rede von Dankward Buwitt


    • Parteizugehörigkeit zum Zeitpunkt der Rede: (CDU/CSU)
    • Letzte offizielle eingetragene Parteizugehörigkeit: (CDU)

    Warum sagen Sie
    den Menschen nicht, dass Ihnen eine starke Wirtschaft als
    Garant der Arbeitsplätze nicht mehr viel wert ist? Aber Sie
    brauchen sich keine Sorge zu machen, die Menschen wer-
    den dieses schon von alleine merken.


    (Zuruf von der SPD: War das jetzt die Frage?)

    – Die Frage habe ich gestellt, bloß Sie haben sie wahr-
    scheinlich nicht verstanden.

    Geradezu dramatisch ist die Situation in Ostdeutsch-
    land. Hier ist die Zahl der Erwerbstätigen 1999 um fast
    50 000 zurückgegangen. Im Jahre 2000 werden noch ein-
    mal 75 000 Arbeitsplätze verloren gehen. Bei den 18- bis
    25-Jährigen haben wir eine Arbeitslosenquote von 20 Pro-
    zent zu verzeichnen. Der Kanzler hat zwar den Aufbau
    Ost zur Chefsache erklärt und in der Sommerpause me-




    Dankward Buwitt
    13300


    (C)



    (D)



    (A)



    (B)


    dienwirksame Inszenierungen in den neuen Bundeslän-
    dern vorgenommen. Aber auch in diesem Jahr kürzen Sie
    die Mittel für die Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesse-
    rung der regionalen Wirtschaftsstruktur Ost um sage und
    schreibe 300 Millionen DM.

    Eine starke Wirtschaft ist der Garant für Arbeitsplätze;
    das stimmt. Aber mit Ihrer strikten Kürzung der Mittel für
    die Förderung der Wirtschaftsstruktur Ost nehmen Sie bil-
    ligend in Kauf, dass sich die Rahmenbedingungen für die
    Schaffung von mehr Arbeitsplätzen in der Wirtschaft ver-
    schlechtern.

    Ob alte oder neue Bundesländer: Sie von der Koalition
    haben dazu aufgefordert, dass man Sie jederzeit daran
    misst, was Sie für mehr Arbeitsplätze tun. Es ist traurig für
    Deutschland und seine Menschen, wie niedrig Sie dabei
    die Messlatte gelegt haben.


    (Beifall bei der CDU/CSU)